Dududu Ungeimpfter!

Auf was sich „Ungeimpfte“ so einstellen müssen. Bild

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„Die Rettung naht und ist doch fern“, so titelte die FAZ am zweiten Dezember ihren wie immer hintersinnig gedachten Foto-Aufmacher auf der Frontseite. Dieser zeigt eine Aufnahme zweier Sanitäter, die in seuchenhygienischer Verhüllung vor trister, düsterrosa-krebsgrauer Wohnblockkulisse (Platte?) ihrem Zielort entgegenschreiten. Darunter ist zu lesen:

Am Limit – Wenn jemand außerhalb der Kliniken weiß, wie es ist, wenn die Intensivstationen überlastet sind, dann sind es die Sanitäter. Sie können sich nicht „abmelden“, wie es die Krankenhäuser notgedrungen mangels freier Betten tun; schon gar nicht, wenn sie einen Herzinfarkt- oder Covid-Patienten im Wagen haben. Die Wege werden immer weiter, die Dienste immer länger und die Angst vor dem Virus fährt bei jedem Einsatz mit. Ungeimpfte können sich auf einen kleinen Vortrag einstellen – und auf bestmögliche Versorgung.

Aha, „Dududu Ungeimpfter!“, dafür reichts dann angeblich noch. Zumindest in der Welt der augenzwinkernd dahingehend leermeisternden FAZ, daß das bißchen Dududu auch das einzige Ungemach wäre, auf das sich der asoziale Volksschädling einzustellen habe. Hat der das überhaupt verdient?

Dagegen wartete das Provinzkäsblatt „Mannheimer Morgen“ am selben Tag mit knallhartem Tatsachenreport auf, indem es den Lokalmatador Stefan Mack auf die Covid-Intensivstation des Universitätsklinikums schickte, wo der Anteil der Ungeimpften seit längerem zwischen 80 bis 90 Prozent pendele.

„Bei uns stirbt etwa jeder zweite Patient“ – so gibt der WARN-REPORT die Aussage der Stationsleitung groß im Titel wieder. Gibt es hier auch Dududu für Ungeimpfte?

Sprechen sie mit ungeimpften Personen, ob die ihre Entscheidung bereuen? Sunas Blick zeigt, dass sie wohl selten eine dämlichere Frage gehört hat. „Wie soll das gehen? Die hängen doch an ihren Schläuchen?“

Zudem seien die meisten in ein künstliches Koma versetzt und wenn Neuankömmlinge überhaupt bei Bewußtsein wären, litten sie unter schwerster Atemnot und Todesangst, und später könne man mit ihnen schon rein deswegen schlecht diskutieren, weil etwa jeder Zweite die Intensivstation nicht lebend verlasse. Die anderen Patienten müßten oft erst Monate lang in eine Reha-Klinik, um von der künstlichen Beatmung entwöhnt zu werden, viele hätten zudem massive Erinnerungslücken wie etwa ein Patient aus Frankreich, der völlig überrascht gewesen sei, als man ihn darüber aufgeklärt habe, daß er sich in Deutschland befände. Etwas ähnliches drohe nun noch mehr Menschen auf Intensivstationen, da man sich auf immer mehr Patienten-Transfers aus besonders betroffenen Regionen und Ländern einzustellen habe.

Darüber hinaus habe sich auch die Demographie der schweren Fälle entscheidend gewandelt. Von Welle zu Welle seien die Patienten jünger geworden, laut Stationsleiterin Simone Britsch stellten aktuell die größte Altersgruppe die Mitte-40 bis Mitte-60-Jährigen, der Anteil der Geimpften pendele zwischen zehn und zwanzig Prozent, da gäbe es trotz der steigenden Zahl von Impfdurchbrüchen kaum Veränderung. Die Impfstoffe würden also ziemlich gut davor schützen, auf die Intensivstation zu kommen. Wobei es für das Intensivteam keinen Unterschied mache, ob jemand geimpft sei oder nicht, alle würden gleich behandelt, wie Intensivpflegerin Havva Suna betone. Sie schaue zwar schon, ob jemand geimpft sei oder nicht, aber nur, weil sie wissen wolle, ob der Anteil der Geimpften nicht doch irgendwann ansteige.

Zwischen den Zeilen von Interesse ist die Aussage der Stationsleitung, daß der Impfstatus auch für Gespräche mit den Angehörigen wichtig sei, „meistens ist die ganze Familie nicht geimpft“, weshalb sie sich da dann um Aufklärungsarbeit bemühe. Der Hinweis auf ungeimpfte Familien läßt mit einiger Berechtigung vermuten, daß es sich dabei zum Großteil um Großfamilien aus dem migrantischen Milieu handelt. Wozu dem Erzähler einfällt, daß sich momentan die ganze Ungeimpftenhatz in den Medien auf weißdeutsche Querdenk-Esos sowie pack- und dunkeldeutschen Rechtsdreh-Pöbel als Pandemietreiber fokussiert. Während also der schwäbelnde Tscherkesse Cem Özdemir die Impfpflicht mit dem Statement einfordert, daß man nicht zulassen werde, daß diejenigen, die sich diszipliniert verhielten, die an die Wissenschaft glaubten und nicht daran, daß die Erde eine Scheibe sei, unter denen zu leiden hätten, die für sich Sonderrechte einforderten, wird ebenjenen Wissenschafts-Gläubigen eine Korrelation zwischen Stimmen für die AfD und Inzidenzzahlen verkauft.

Derweil fallen Kulturfremde als Pandemietreiber völlig untern Tisch. Das war zur ersten Welle auch noch anders, wie sich der Erzähler zerinnert. Natürlich wurden Migranten und Kulturfremde auch damals nicht als „Pandemietreiber“ bezeichnet, das kam alles auf der weißenfeindlichen Schiene daher. Migranten und Minorities seien eben anfällig für Corona, weil sie von Big Bad Whitey in prekäre Wohnverhältnisse gedrängt und in prekären Jobs mit hohem Ansteckungsrisiko ausgebeutet würden, nachdem Whitey durch Regenwaldabholzung und Climate-Change erst das Teufelsvirus freigesetzt habe, das somit eine Rache der Natur darstelle, wie nicht nur von der kleinen geilen Gretaschnitte verkündet! Damit ist jetzt aber erstmal Schluß. Der Ungeimpfte an sich ist weiß, räächts, bildungsfern, geringverdienend, asozial und abgehängt. Was zeigt, daß hier auch immer ein Schuß Wahrheit mitschwingt, denn der Großteil der islamischen Migranten zeichnet sich ja durchaus durch eine gewisse „Bildungsferne“ und Verachtung der traditionellen sozialen und gesellschaftlichen Normen ihrer Wirtsländer aus. Wenn dann doch mal was vom Migrantenanteil an den Ungeimpften und derem allgemein sorglosen Treiben nach außen dringt, dann ist nicht deren freier Wille dafür verantwortlich, sondern wieder die Ausgrenzung und das Abschneiden vom Informationstransfers durch Big Bad Whitey, da brauche es eben „Aufklärungsarbeit“, während bei weißdeutschen „Impfgegnern“ ja Hopfen und Malz verloren sei.

Dabei haben die Gerüchte um die Potenz wie Fertilität beeinträchtigende Wirkung der „Impfstoffe“ bei Negern, Musels und Negermusels offenbar voll gezündet, denn „sowas“ können diese naturgemäß überhaupt nicht gebrauchen. So sind ja auch in den USA nicht weiße Trump-Hinterwäldler die impfkritischste Gruppe, sondern die Schwarzen, die deshalb nur zu gerne Big Sista Nicki folgen und denen dabei völlig egal ist, ob der Freund ihrer Cousine mit seinen in Folge der „Impfung“ pathologisch geschwollenen Eiern tatsächlich existiert oder nicht.

Jaja, die Negriden eben, mit ihrer Impulsivität und ihrer Verehrung für breitbearschte Göttinnen. Aber in Zeiten, in denen der grüne Tscherkesse aus Bad Urach die Disziplin und den GLAUBEN an die Wissenschaft beschwört, was heutzutage unter anderem auch den GLAUBEN daran beinhaltet, daß sich sowas wie Krüppelgreta „mit Wissenschaftlern auf Augenhöhe“ auszutauschen vermag, daß Dummschnäbelchen und Handpüppchen Annalena eine promovierte Völkerrechtlerin und das Geschlecht Wunschsache ist, wäre es da nicht besser, ein bißchen mehr wie die Neger zu sein? So ganz „New Primitive“ und „White Askari“ („Askari“? Für wen?) oder wie man das auch immer in gewissen coolen Postcollabierendenblogs unterm Schädelthron munkelt?

Na, der Erzähler hat es zumindest ein Stück weit versucht, ist aber doch einfach zu sehr kühl-rationaler Whitey, um sich von Geschichten über Eier und Würmer im Blut und sonstigem Impf-„Ju-Ju“ sonderlich mitreißen zu lassen. Würmer im Impfstoff und im Blut? So ein Lötzinn! Die werden doch durch die Graphenhydroxid-Nano-Rasiermesser filetiert! Und dann immer diese Krankenschwestern kranken Schwestern, die der „Widerstand“ so als Kronzeugen*innen auffährt. Dieses Exemplar hier etwa meint, es habe Corona gehabt (ohne seinen Mann anzustecken), könne immer noch nichts riechen und fragt sich dann, warum es denn nun ansteckender sein soll als ein Geimpfter oder GENESENER. Äääh, HALLO? Ist da oben wer zu Hause? Na, irgendwie ist der irrationale Furor bei den Negern sexier, die haben halt einfach den Rythmus im Blut. Fraglich, ob der Widerstand damit etwas gegen das Trommelfeuer der Medien und den Umstand ausrichten kann, daß das Durchschnittsalter von an Covid Verröchelnden auf den Intensivstationen hie und da schon auf um die fuffzsch gesunken ist. Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein. Angesichts dessen könnte auch der ungeimpfte Erzähler in seiner Demut auf dem Weg zum täglichen Zäpfchenstreicheln glatt zum Deserteur werden. Wenn ihm nur die Impf-Einpeitscher, ihr Geschmeiß aus Politik und Medien und die zugehörige Propaganda nicht so zutiefst verabscheuungswürdig daherkämen. Wenn das alles nur nicht diesen merkwürdig vertrauten Geruch verströmte.

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Lieber „Wilde Hühner“ als Pippi Stinkstrumpf!

Bei kino.de wollte „man“ es vom DE, der sich in fader Stimmung durch ein paar Weltnetz-Quizze daddelte, wissen:

Bist du ein Disney-Fan? Hast du diese 39 Filme gesehen? Heute möchten wir von euch wissen, wie viele Disney-Filme ihr bereits in eurem Leben gesehen habt und wo es noch ganz klare Defizite gibt. Hast du diese 39 Zeichentrickfilme gesehen? Kennst du uralte Klassiker wie „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ und neuere Filme wie „Küss den Frosch“?

Könnt „ihr“ haben!

Ergebnis:

Dein Ergebnis: Du hast 6 von 39 Fragen richtig beantwortet.

Pffff… Disney!

Für dich sind die Filme nur was für Kinder – und so ging es dir schon, als du selbst noch klein warst. Du hast lieber von Anfang an entweder nur Filme geguckt, die sich an ein älteres Publikum richten, oder so gut wie überhaupt keine Filme gesehen.

Tsss, was kann denn bei einer wahrheitsgemäßen und aufrichtigen Wahl der Antwort-Optionen „gesehen“ oder „nicht gesehen“ „richtig“ oder „falsch“ sein? Dennoch ist in dieser „Auswertung“ gutes und wahres Enthalten: Dem DE waren diese Filme tatsächlich Großteils schon als „Kind“ zu kindisch! Vor allem die ständigen operettenhaft-unnatürlichen Sing- und Tanzeinlagen empfand er als überaus nervtötend. Warum nicht mit den Mitteln des Trickfilms ernstes schaffen? Weshalb sich der Erzähler ja vor Begeisterung kaum einkriegen konnte, als sich dann mal, außerhalb des Disney-Universums, in „Watership Down“ tatsächlich Zeichentrickkarnickel blutig an die Gurgel gingen.

Selbiges gilt für Pippi Langstrumpf. Auch wenn diese in geradezu bösartig-heimtückischer Art und Weise nicht nur Tommy und Annika sondern eben dem ganzen Zielpublikum demonstrierte, daß man sich z.B. ohne weiteres in einem Holzfaß felsige Stromschnellen hinabtreiben lassen, unzerbeult aus diesem herausspringen und danach immer noch wie ein frisch geficktes Eichörnchen die Beißer blecken kann! Was für ein falsches Vorbild!

Die unansehlich hergerichtete Göre löste im Erzähler jedoch keine präpubertären Obsessionen aus, so wie die ebenjenem Vorbild in Teilen nachempfundene, ebenfalls schwedische Klimagöre dieser unseligen Tage. Nee, dazu war die Scheißpippi viel zu leicht zu meiden. Taka-Tuka-Land? My Ass! Er fragte sich nur, was Tommy und Annika eigentlich bei der Schmuddelgöre wollten, die schon so aussah, als ob sie stinkt!

Nee, wenn es denn sein müßte, dann doch noch lieber päd-o-gogisch wertvolle Filme mit hübschen und natürlichen Mädchen wie etwa „Die wilden Hühner und das Leben“, auch wenn dazu der Satiriker Max Goldt schon seine schnöselonkelhaften Anmerkungen machte, von wegen der zahlreichen älteren Herren, die da angeblich leicht verdruckst in auffällig-unauffälliger Manier die Lichtspieltheater aufsuchen würden, was ihn, Max Goldt, dazu veranlasse, gottfroh darüber zu sein, daß er sich mit seinen „Neigungen“ im gesellschaftlichen Normbereich befände. Schrub er zumindest so in einer seiner Kolumnen. Als Homosexueller. Naja.

Lieber „Wilde Hühner“ als Pippi Stinkstrumpf! Also zumindest optisch und so. Bild: Hotlink kino.de

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Nun, der DE hat sich auch noch keinen Wilde-Hühner-Film angetan, das (CUTE!) Szenenbild aber im Quiz „Filme der 2000er-Jahre“ dennoch richtig zuordnen können, so wie insgesamt 32 von 50 Bildern. Na, immerhin.

Btw.: War sonst noch irgendwas?

Nachtrag:

Latürnich war noch allerhand! Gucksch du nur, wie der wilde Hühnchenstall noch zu Sommermärchen-Zeiten jede Diversity missen ließ! Keine Quotennegerin, keine Schleiereule, um das Bild einer ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft wenigstens zu mildern, die einem hier ausschließlich in widerlich schimmlig-leprösen Bleich- und Blondtönen ihre abscheulichen Häupter frivol entgegenreckt! Und das, wo wir doch alle wissen, daß da, wo sich die Hühnerrassen mischen, einem die buntesten und dicksten Eier ins Nest gelegt werden, aus denen die hübschesten Küken schlüpfen!

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Das Ende des „Deutschen Katechismus“?

Selbstverständlich bringen Einwanderer:innen Erfahrungen und Perspektiven auf Geschichte und Politik mit, die den von Europäern so oft rezitierten, selbstgefälligen Geschichten über die Verbreitung der Zivilisation durch die Jahrhunderte hindurch nicht anhängen. Viele von ihnen dürften die Rede vom Zivilisationsbruch als schal empfinden, selbst wenn sie die unbestreitbar spezifischen Eigenschaften des Holocaust anerkennen. Wurden im Namen der westlichen Zivilisation nicht weite Teile der Welt von Europäern und US-Amerikanern erobert und Millionen von Menschen getötet, auch von Angestellten der deutschen Kolonialverwaltungen?

-„A. Dirk Moses“-

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Oder doch eher dessen Ausweitung?

Zufällig stieß der Erzähler auf einen ausgesprochen interessanten Artikel eines A. Dirk Moses bezüglich des schon länger schwelenden Streits um die Singularität des Holocaust und seine Funktion als „Zivilreligion“ und „Gründungsmythos“ der BRD. Der Autor zeigt dabei recht deutlich die Richtung, in die die Reise gehen soll. Sehr zu danken ist ihm für den Rückblick auf die Etablierung des Holocaust-Narrativs als „Deutscher Katechismus“ und insbesondere den Historikerstreit in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts über Hitlers „asiatische Tat“ als Präventivschlag, dem ein Denken zugrunde gelegen hätte, wie es auch für den europäischen Kolonialismus charakteristisch gewesen wäre:

In meinem neuen Buch The Problems of Genocide argumentiere ich, dass diese vertrauten Einwände auf einem falschen Geschichtsverständnis beruhen. Sie ignorieren die Tatsache, dass alle Genozide durch Sicherheits-Paranoia betrieben werden. Das Nazi-Reich war ein kompensatorisches Unternehmen, das permanente Sicherheit für das deutsche Volk anstrebte: nie wieder sollte das Volk z.B. einer Hungersnot erleiden müssen, wie es sie in der Blockade der Alliierten während des Ersten Weltkriegs erlebt hatte. Es ging also um den utopischen Ehrgeiz der Kontrolle über ein autarkes Territorium und seine Ressourcen und der damit verbundenen Ausschaltung innerer Gefahren für die eigene Sicherheit. Viele Deutsche gaben den Juden und der Linken die Schuld an der Niederlage von 1918. Die Nationalsozialisten betrachteten Juden von Anfang an als Volksfeinde, die das kommende Reich durch ihre angebliche Verbindung mit den internationalen Ideologien des Liberalismus und Kommunismus gefährdeten. Historiker:innen wissen, dass eine solche Eliminierung ganzer Gruppen in paranoiden und rachsüchtigen Kämpfen gegen „Erbfeinde“ keineswegs einzigartig und in der Weltgeschichte ein verbreitetes Muster ist. Hitler und andere führende Nationalsozialisten haben derartige Muster in den Imperien der Antike wie der Moderne studiert und eine rücksichtslos moderne Version davon entworfen, um nach der Erniedrigung durch die militärische Niederlage einem wiedergeborenen deutschen Volk eine Heimat zu geben.

Der Katechismus der Deutschen

Und weiter:

Wie Rom und die alten Germanen würde auch das neue Deutsche Reich die europäische Zivilisation vor der „asiatischen Barbarei“ bewahren: „dem drohenden Ansturm des innerasiatischen Ostens, dieser ewig latenten Gefahr für Europa.“ Das war in der Tat eine historische deutsche Mission, wie Hitler noch im November 1944 versicherte: „Jahrhundertelang mußte das alte Reich seinen Kampf gegen Mongolen und später Türken mit eigenen und wenigen verbündeten Kräften führen, um Europa vor einem Schicksal zu bewahren, das in seinen Ergebnissen genauso unausdenkbar gewesen wäre, wie es heute der Vollzug einer Bolschewisierung sein würde.“ Dieser Orientalismus gehörte untrennbar zu einer dauerhaften Tradition des deutschen Okzidentalismus.

a.a.O.

Dies und weiteres ist keineswegs komplett falsch. Was an diesen und anderen Stellen im Artikel weggelassen wird und wie falsch etwa das benannte Geschichtsverständnis tatsächlich ist, mag jeder angesichts der aktuellen Einschläge der Migrationswaffe und der langfristigen Folgen des Beschusses für die europäischen Völker für sich selbst bedenken. Gerade auch im Zusammenhang mit „Paranoia“ und „Rachsucht“. Selbiges gilt für die Frage, was denn hinsichtlich der Bedrohungen durch kriegerische Völker aus dem Osten tatsächlich nur xenophober Paranoia geschuldet war. Festzuhalten ist, daß das Ansinnen eines A. Dirk Moses und Artverwandter, die Singularität des Holocaust und seine zivilreligiöse Stellung in Frage zu stellen, tatsächlich eine Verknüpfung dieses Narrativs mit der Schuld aller Weißen Völker und damit faktisch seine Ausweitung bedeutet. Von anti-deutsch zu anti-weiß. In aller Deutlichkeit. Weiße Schuld als neue, globale Zivilreligion, und zwar sowohl für Whitey wie auch für die in die weißen Länder geschleusten kulturfremden Massen, vor denen Whitey das Knie zu beugen hat und denen er Buße schuldig ist. Daß der genozidale Imperialismus der Mongolen, Türken oder Zulu wie auch der Sklavenhandel der Moslems, etwa der diesbezüglich über Jahrhunderte bis in die Gegenwart hinein dominierenden Araber mit gleichem Maße gemessen wird, ist nicht zu erwarten. Von anderen „Orientalen“ erst gar nicht zu reden.

Natürlich ist unter NAZISCHWEINEN schon lange die Rede davon, daß die Rolle, die speziell für Deutschland der Holocaust innehat, in anderen weißen Ländern von Kolonialismus und Imperialismus eingenommen wird. Hier wird aber deutlich, wie dies unter Verschmelzung aller scheinbaren Widersprüche ganz unverblümt in eine Art offizieller Doktrin umgemünzt wird, weshalb sich die Lektüre des GANZEN ELENDS wirklich empfiehlt.

Gut, eigentlich war es ja überfällig: Zivilisationsbruch? Welche Zivilisation soll denn singulär gebrochen worden sein? Etwa die weiße? Also die, die momentan als für alle Übel dieser Welt verantwortlich gezeichnet wird? Das muß dringend neu ausgehandelt werden, auch wenn es fast den Anschein macht, als ginge es am Ende doch wieder nur um Deutschland:

Es ist an der Zeit, diesen Katechismus zu verabschieden und die Forderungen nach historischer Gerechtigkeit auf eine Weise neu zu verhandeln, die alle Opfer des deutschen Staats und alle Deutschen – auch BPoC, inkl. Juden und Jüdinnen und Muslime und Muslimas, Einwander:innen und ihre Nachfahren – respektiert.

a.a.O.

Also ein neuer Schlauch für den alten Wein: Reschpeckt! Da hast du’s Leonie – Ostmärker:innen sind schließlich auch irgendwie deutsch und weiß sowieso. Überhaupt geht es letztlich darum, die Dressur der Weißdeutschen schlichtweg der zunehmenden Diversity anzupassen, bei der ein Gutteil von Juden- und Israelhassern mit von der Partie ist, die sich mit dem Holocaust kaum beeindrucken lassen, es sei denn auf eine, ähhhm, eher nicht gewünschte Art und Weise. Und was böte sich da besser an als die in anderen weißen Ländern längst erprobten Methoden? Daher also auch der zunehmende Fokus auf die deutschen Kolonien.

Der Holocaust war demnach also letztlich kein Bruch mit der weißen Zivilisation, sondern deren logische Konsequenz und ist deshalb nicht mehr ganz so singulär. Zudem sind hier „Israelkritik“ und sogar „Antizionismus“ erlaubt, ist das nicht nett?

Mennöh, dabei hat der Erzähler ja in Fratzbuch nur wegen dem Bild von der geilen Tussi in Kolonialuniform mit quer über die Schultern gelegtem Karabiner draufgeklickt!

Btw.:

A. Dirk Moses ist Frank Porter Graham Distinguished Professor of Global Human Rights History an der Universität North Carolina in Chapel Hill. Er ist Herausgeber des Journal of Genocide Research; sein letztes Buch ist “The Problems of Genocide: Permanent Security and the Language of Transgression”, Cambridge 2021.

a.a.O.

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Lil‘ Whitey on the „Peace Train“

Auf Fratzbuch freut sich „Yussuf“ (Tea for the Killer-…, äh, the Piller-… äääh, the Tillerman) aka „Yusuf Islam“, formerly known as „Cat Stevens“, über eine Neuauflage seines Kinderbuches „Peace Train“, die es, multibunt bebildert vom mehrfach preisgekrönten Peter H. Rheynolds, auf Platz 1. der New-York-Times-Bestsellerliste gebracht hat:

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„I hate white men and you know why!“

„Diamonds of Kilimanjaro“ – Mit Katja B. (16) durch die Dschungel der Kanaren und der Rassismusdiskurse

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political incorrectness is the only way to find peace

Open the Light AUA (Youtube-Kommentator)-

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– Morning, Venus! How are the zebras?
– Black and white.


Au Mist, falscher Film! Oder doch nicht so ganz? Fest stehen jedenfalls BELOVED Katjas kolonial-dominante …, äh, wollte sagen: fest steht, this is RAYCYST AF by nowadays standards, isn’t it?

Bild Screenshot Youtube

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Mit „Diamonds of Kilimanjaro“ (1983), hat sich der DE nach der nach wie vor ungeschlagenen „Eugenie -Historia de una perversión“ aka „Lolita am Scheideweg“ und „Lilian – the perverted virgin“ nun das dritte von insgesamt fünf Werken des obsessiven spanischen „King Of Exploitation“, Jess Franco, reingetan, in denen die junge, wunderschöne Katja Bienert, zu jener Zeit so etwas wie ein deutsches „Lolita-Wunder“, als Manifestation der Göttin der Jugend brillieren durfte. Diesmal war es allerdings „keine leichte Kost“, wie der Michel zu sagen pflegt.

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Happy White Whimminz

Als bekennender HASCHER und NASCHER im ELiteblog weiß der Erzähler dort neben den bekannten Skurrilitäten auch immer wieder mal ein Krümelchen zu finden, das dazu angetan ist, „einen zum Nachdenken anzuregen“, wie man das unter Pädogogen so sagt. Ein „Rudegar“ verleitete ihn zu einem kleinen Versuch:

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Beloved DONALD, der Rentierschreck, Wölfchen- und Bärchenmeuchler

Bald hat es sich ausgekuschelt! Bild: Hotlink

Euer bekanntermaßen naturbegeisterter Erzähler blieb wieder mal an einer Pressemeldung hängen, wie geschaffen, um dem üblichen rotzgrünschnäbeligen Tugendspießertum ein saftiges Empörium im Rahmen des sich nun im Vorblick auf die US-Wahlen wieder angefachten Bashings der Haßfigur DONALD -von der manche ja meinen, sie wäre nur ein Zwitscher-Account mit frechen Sprüchen- ein saftiges EMPÖRIUM zu liefern (emphasis added):

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Haltung(en) (Update)

https://platform.twitter.com/widgets.js

Weiberfußball hin, US-Patriidiotismus her…hat schon was.

-Manowar – Herz Aus Stahl-

Sie wird sich ihrer Wirkung aber durchaus bewußt sein, wie auch der Tatsache, daß sie eben nicht alleine dasteht. Amazing picture though.

Update, 03. 07. 2020:

Wohl eine Falschmeldung, daß die Spielerin eine Gegnerin von BLM sei. Sie habe beim Aufwärmen ein BLM-Shirt getragen und sich während einer Ansprache pro BLM und gegen Rassismus hingekniet, allerdings als überzeugte Patriotin den Kniefall bei der Nationalhymne verweigert und die übliche Pose eingenommen. Immerhin ein bißchen Trotz, sich auch als BLM-Aktivistin bei der Nationalhymne standhaft zu erweisen. Tja, eine diverse Angelegenheit mit den Haltungen, da muß man beim Virtue-Signalling einfach auch mal Prioritäten setzen!

Black Lives Matter: Reingefallen – US Fußballerin keine Gegnerin

NWSL goalkeeper gets some praise for standing during national anthem

Schon lostig, wie es dem Wahrheitsgiganten M. MANNHEIMER anscheinend so fuachba peinlich ist, einer Falschmeldung aufgesessen zu sein, von wegen das wär ihm bis jetzt nur zwei-dreimal passiert. Wohlgemerkt: Der Mann hat das Ding von hunderttausend toten und sterbenden Pizzagate-Kindern in einem angeblichen Tunnel unterm Central Park zunächst als Tatsache bzw. absolut glaubwürdige Meldung rausposaunt und das dann im Nachhinein etwas distanzierter umformuliert. Pah, dem Erzähler dagegen ist, bei aller Demut, so schnell nichts peinlich, auch wenn ihm eigentlich gleich hätte klar sein müssen, daß vom Stauchball, insbesondere der femininen Variante, nichts, aber auch gar nichts, zu erwarten ist!

Vom Bildersturm und dem „fügsamen Tierchen“ Fatima

In der vorgestrigen FAZ vom 17. Juni des laufenden Seuchenjahres hätte der Erzähler in seiner Demut angesichts der künstlichen Aufregung der FAZkes über Boylover Kentler und seinen „Missbrauch als Erziehung“ (haha, als ob genau das Motto unter der laufenden Agenda der transatlantischen FAZke-Freunde nicht jetzt erst recht zur allumfassenden Maxime erklärt würde, nur unter anderen Vorzeichen) glatt eine kleine Köstlichkeit im Feuilleton übersehen, aber wozu hat man sich im Doppelverdingserhaushalt eingerichtet? Nachdem der Erzähler nun von seinem besseren Dreiviertel darauf aufmerksam gemacht wurde, konnte er nicht umhin, sich diesem in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Stück Zeitgeschichte zu widmen.

Unter der Headline „Fügsames Tierchen“ berichtet Matthias Rüb aus Rom, dass in Italien – wo wohl, ebenso wie bei Uncle Samuel, die Corona-Pandämonie dem neuen Rassismus-Hype weichen musste-, der Sockel des Publizisten Indro Montanelli wegen FASCHO-PÄDO-GESCHICHTEN ins Wanken gerate:

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Kurz erklärt: “Rassismus gegen Weiße” gibt es nicht (Update: Angst vor „White Fragility?!!)

When you wanna kill whitey, but you filed the serial number off your problem solva
KEINE Rassistin, ganz im Gegensatz zu demjenigen, der sie als dummes Negerweib tituliert – was dem Erzähler in all seiner Demut latürnich nie einfallen würde!

Der Erzähler, so demütig wie unermüdlich in seinem Kampf für Vielflatsdemokratie, Zivilversagergesellschaft und MenschInnenrechte, präsentiert hier einen Netzfund, der jedem NATZIEHSCHWEIN, das sich „REIN ZUFÄLLIG“ in diese hehren Hallen verirren sollte, um die ungewaschenen Ohren gehauen gehört, und zwar so lange, bis es spritzt, äh, sitzt, äh, scheißdochrein. Der Text stammt von der vorzüglichen Natziehhatzseite „Belltower“, also der Netzpräsenz der Amadeus-Stiftung von Anetta Kahane, die manche hier vielleicht kennen (-https://www.belltower.news/rassismus-gegen-weisse-gibt-es-nicht-48962/-), ist also hochoffiziell mit Bundesmitteln gegen Rääächts finanzierte Definitionsgewalt. Nach dieser Lektüre ist hoffentlich auch noch dem hinterletzten Rotpillendreher klar, warum „Köterrasse“ für die Deutschkartoffel, aus migrantischem Großmaulwerk gehöhnt, ebensowenig rassistisch sein kann wie „Kill Whitey!“ von wulstig-dicken Kannibalenlippen hervorgespien, „Kümmeltürke“ oder schlicht „Neger“, vorgebracht von BIG BAD WHITEY, aber sehr wohl! Aber bitte nicht missverstehen, dem Erzähler, in seiner Demut und mit entsprechendem Hintergrund, war DAS sowieso klar, was allerdings auch keine Selbstverständlichkeit ist, das PädologenPACK kennt zum Großteil noch nicht mal seine fachlichen Grundlagen, stuhlt aber verbal ohne Unterlass und ohne sich darüber im Klaren zu sein, reinsten braunen Nahsiedreck zu verbreiten, so von wegen „auch der Sarottimohr und der Negerkönig können rassistisch sein, why not?“, was kann man angesichts dessen schon vom gemeinen Braunhemd, heulsusigen Nazi-Unpersonen oder völkischen Starphilologen mit „HOHKRUX“-FETISCH schon erwarten?

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Rassismus scheint in der Wahrnehmung vieler Menschen von Einzelpersonen auszugehen. Doch Rassist*innen müssen nicht beim Ku-Klux-Klan organisiert sein, um Rassist*innen zu sein. Die Debatte um #MeTwo zeigt, dass Rassismus oft nicht als strukturell und internalisiert verortet wird. In den USA laufen regelrechte Hasskampagnen gegen Journalist*innen, die angeblich den “Genozid an den Weißen” propagieren.

Von Luka Lara Charlotte Steffen| 16. August 2018

(Quelle: Unsplah, Screenshot Twitter)

Für Christian Lindner war die #MeTwo Debatte zu einseitig. Denn es gehörten immer zwei Seiten dazu und schließlich würden auf der Einen “Bemühungen, sich zu integrieren, […] vernachlässigt.“ Lindner war natürlich nicht der Einzige, dem die Konfrontation mit Rassismus in Deutschland missfiel. Rassismuserfahrungen wurden belächelt, relativiert, den Betroffenen abgesprochen. Alles nicht so schlimm und eher Jammern auf hohem Niveau. Letztlich seien doch vor dem Gesetz alle gleich. Auch die AfD ließ es sich natürlich nicht nehmen, Betroffene von Rassismus zu verhöhnen. Für Alice Weidel ist Rassismus ein “Wahrnehmungsproble[m] im Elfenbeinturm”.

Dazu passend, tauchten kurz nach Beginn der Debatte in Niedersachen Sticker mit dem Hastag #MähToo auf, auf denen ein großer Blutfleck zu sehen war. Dahinter steht eine Kampagne, die sich gegen “das betäubungslos Schlachten” einsetzt. Die AfD bekannte sich kurze Zeit später dazu. Die muslimische Gemeinde in Hannover fühlt “sich an die Nazizeit erinnert, als Sterne an Schaufenster geklebt wurden”. Nicht nur, dass die AfD unter dem Deckmantel des Tierschutzes antimuslimische Hetze betreibt, sie benutzt dazu eine Abwandlung des Hashtags, unter dem Betroffene ihre Rassismuserfahrungen teilen bzw. unter #MeToo von sexualisierter Gewalt berichteten.

Die Kartoffeln und Almans sind beleidigt

Genauso wie nach dem Ausstieg von Özil aus der Nationalmannschaft, gibt es im Zuge von #MeTwo eine Menge Abwehrreaktionen. Die Soziologin Robin DiAngelo nennt diese Abwehrhaltung white fragilty. Sie haben diesen Begriff entwickelt um zu beschreiben, wie schwer es eigentlich ist, mit Weißen über Rassismus zu sprechen. Weiße wollten nämlich häufig nicht wahrhaben, dass ihr Weißsein eine Bedeutung hat, so DiAngelo im Interview mit der Zeit. (Vgl. Zeit Campus) Die Tatsache, dass sie in eine Welt geboren werde, in der Weißsein die Norm ist, wird gerne abgestritten.

Aber Moment mal. In manchen Situationen hat Weißsein dann doch plötzlich eine Bedeutung. Nämlich dann, wenn Weiße sich von Rassismus betroffen fühlen. Wenn ich als weiße Deutsche also Kartoffel oder Alman genannt werde, dann ist das doch ein klarer Fall von Rassismus, oder? Für eine Vielzahl der Kommentierende auf Twitter ist das jedenfalls glasklar. Auch als Weiße wollen sie  genauso wie People of Colour (POC) von Rassismus betroffen sein.

Aus Sarkasmus wird “antiweißer Rassismus”

Unter dem Hashtag #VerifiedHate greifen 4chan-Trolle und rechte Gab-User seit kurzer Zeit gezielt Twitter Accounts von verifizierten Journalist*innen an, die angeblich Rassismus gegen Weiße propagieren. Also Witze über Weiße machen, teilweise weil sie selbst von Rassismus betroffen sind. Sarah Jeong wurde im September ins “Editorial Board” der New York Times berufen und war eines der ersten Angriffsziele. Auf ihrem Twitter Account wurden sarkastische Tweets von 2013 gefunden, in denen sie beispielsweise schreibt: “Having things you like being criticized is not marginalization.” und “#CancelWhitePeople”. Auf deutsch: “Wenn Sachen die du magst kritisiert werden, ist das keine Marginalisierung. #SchafftWeißeMenschenAb”.

#CancelWhitePeople

— sarah jeong (@sarahjeong) 18. November 2014

Für Jeong damals eine Strategie des Countertrolling, um dem rassistischen und antifeministischen Shitstorm etwas entgegenzusetzen. Für die Hater: Propaganda zum Genozid an Weißen. Eine Sorge, die übrigens auch Alt-Right-Vorzeige-Hipster Richard Spencer teilt. Martin Sellner bedient sich sogar Begriffen aus der Antisemitismusforschung und sieht in den Tweets eine “eliminatorische Terminologie” und “offen[en], unapologetisch[en] Rassenhass”. Und auch für Sellners Freund, den neurechten Antifeministen Hagen Grell, sind die Tweets “antiweiß und rassistisch”. Im Zuge der aufgedeckten Tweets soll die New York Times Jeong entlassen, so die gemeinsame Forderung der amerikanischen und europäischen Alt-Right-Aktivist*innen. Glücklicherweise äußerte die Times Verständnis für Jeongs damalige Reaktion.

Our statement in response to criticism of the hiring of Sarah Jeong. pic.twitter.com/WryIgbaoqg

— NYTimes Communications (@NYTimesPR) 2. August 2018

Für die rechten Trolle natürlich ein Beweis für linke Doppelstandards und eine “Verschwörung gegen Weiße”. Schließlich wurde kürzlich der Podcast und die Show “Infowars” des rechte Verschwörungstheoretiker Alex Jones auf diversen Plattformen gesperrt. Jones, der behauptet er habe kein Problem mit Jüdinnen und Juden, allerdings mit der “jüdischen Mafia”, die ja irgendwie doch alles kontrolliere. Von ehemaligen Mitarbeiter*innen wurden kürzlich Rassismus und Antisemitismus-Vorwürfe gegen Jones laut. Seine Unterstützer*innen – diesseits und jenseits des Atlantiks – sind empört:  Antisemitismus und Rassismus sind verboten, “Rassismus gegen Weiße” aber erlaubt?

Tatsächlich ist das alles nicht nur ziemlich absurd, sondern auch ziemlich gefährlich. Mord-und Vergewaltigungsdrohungen stehen bei solchen rechten Hasskampagnen leider auf der Tagesordnung. Die Bedrohungen durch die Schikanierer sind ziemlich real. Und nicht nur das. Das Thema “Rassismus gegen Weiße” scheint nicht nur in neurechten Kreisen in Deutschland und den USA anschlussfähig zu sein. Wie die Diskussionen um #MeTwo zeigen, sind viele Menschen davon überzeugt, dass auch weiße Deutsche von Rassismus betroffen sein können. Mit solchen Abwehrreaktion werden Betroffenen von Rassismus natürlich eine Menge Steine in den Weg gelegt, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.

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Ahhh, werte Luka Lara Schalotte, das hat den Erzähler und Countertroll jetzt doch betroffenbesoffen und ein Stück weit traurig gemacht – zu sehr wurde, wie er demütig eingestehen muss, wider Erwarten seine, des Erzählers eigene, „WHITE FRAGILITY“ getriggert. Um die Stimmung und die gute Laune zu heben, muss er sich jetzt unbedingt was reintun. Jaaa, am besten deutsches Einmann-Natzieh-Schwarzmetall, nicht zuletzt auch wegen der „kontraphobischen Abwehr“ oder so!

-Mavorim – Axis Mundi (Full Album Premiere)-

Interessantes Cover, btw.:

Charles Anthony 2 days ago
Don’t ask what those German boys do in the woods. It is far too mystical to be understood
.

Was soll hier nur zum Ausdruck gebracht werden? Ich hab’s im Kopf, aber ich komm‘ nicht drauf! Könnte es sein, dass das RAYYYCYST ist?!!

UPDATE, 12.02. 2020:

Angst vor „White Fragility“?!!

Der Erzähler kam demütig zu der Einsicht, dass dieser Artikel in der ursprünglichenForm unvollständig war und nicht so stehen bleiben konnte, wie er ihn nach einer Konfrontation mit „Verstrahlten“ seines weiteren Umfelds grimmig in seine Kladde gehackt hatte. Es ist in der Tat nicht nur so, dass ebenjene multibunt Verstrahlten, zumindest in der Ottonormalversion und nicht irgendwelche speziell indoktrinierten AktivistInnen oder Führungskader der aktionistischen Linken oder der Morgenthau-Parteien, in aller Regel nicht diese oben wiedergegebene Definition von „Rassismus“ verinnerlicht haben, nein, man kann sie damit mitunter förmlich zur Raserei treiben, zum Heulen bringen oder dazu, sich die Ohren zuzuhalten und „lalala“ zu singen, ohne Scheiß jetzt! Man bekommt da schön bestätigt, was für eine potente, demütigende psychologische Waffe diese Volte von wegen „Multikulti ist der Kern des Rassismus“ tatsächlich ist, und ja, der Erzähler ertappte sich selbst dabei, wie er ein sardonisch-grimmiges Behagen verspürte, diese an vor unglaublicher Selbstgerechtigkeit bei wucherndem DUNNING KRUGER geradezu triefenden Personen zur Anwendung zu bringen, vor allem mit der Zuspitzung, dass die Behauptung, „wir“ seien alle gleich, den Kern des Rassismus darstelle, da es die Verschiedenartigkeit des Anderen, etwa des Negers, verleugne, aaah, das geht durch das Gegenüber wie durch weiche Butter – danke und masel tov, liebe Robin DiAngelo! Offensichtlich sind diese vollgefressenen, selbstgefälligen Tugendbolzen und -bolzinnen in keinster Weise auf das vorbereitet, was man ihnen zugedacht hat und zeigen ihre „White Fragility“ wie es in DiAngelos Lehrbuch steht!

„Rassismus“ alleine als Abwertung einer anderen Person aufgrund von deren Abstammung und Ethnie, wonach also jeder Mensch rassistisch sein könne? Fehlanzeige! Durchaus nicht unlogisch lässt sich nämlich herleiten, dass weiße Europäer den „Rassismus“ als Ideologie erfunden und mit wirtschaftlicher, finanzieller und militärischer Macht verquickt haben. Die moderne und vor allem in der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts überaus populäre Konzeption unterschiedlicher Menschenrassen plus deren hierarchische Einordnung und Bewertung geht insgesamt tatsächlich auf Weiße Europäer zurück, auch wenn Leute wie ein (((Blumenbach))) maßgeblich dabei mitwirkten – so etwas muss schließlich erst mal auf fruchtbaren Boden fallen. Und wenn die gültige, anerkannte Grundlage des Rassismusbegriffs eben die ist, dass weiße Europäer die Welt immer noch ökonomisch, finanziell, militärisch und nicht zuletzt ideologisch dominieren, dann ist es geradezu eine zwingende Konsequenz hieraus, dass das ganz oben abgebildete Negerweib keine Rassistin sein kann, der Deutsche, der nur an Volksgenossen vermieten möchte, jedoch sehr wohl, bzw. geradezu zwangsläufig, genauso wie die Flaschen sammelnde alte Umweltsau, die die sie belästigenden Jungorientalenlömmel als Kanackenpack tituliert – die kann alt, arm und ausgelutscht sein wie sie will, als Individuum ist sie immer noch Teil bzw. Sprachrohr der weltbeherrschenden weißen Machtstruktur, die die Anderen dominiert und unterdrückt weshalb diese, egal was sie tun, nur rein „situativ“ und allenfalls „Vorurteilsbehaftet“ aber nicht „rassistisch“ nach Definition handeln können!

Offensichtlich ist diese klare Definition des Rassismus bei Wikipedia so noch nicht angekommen, wo viel Geschwurbel um verschiedene Definitionen gemacht wird ohne es so klar zu benennen. Auch bei der „Bundeszentrale für politische Bildung“ steht es nicht so zu lesen, auch wenn offensichtlich davon ausgegangen und vermittelt wird, dass nur Weiße Rassisten und „Nazis“ sein können, man also diese Definition quasi eher stillschweigend als Grundlage nimmt. Und auch wenn man dem „Duden“, falls der heute überhaupt noch irgendwen interessiert, nur zu entnehmen vermag, dass Rassismus auf einer „Ideologie“ beruht, dann ist das auch kein Widerspruch zu Besagtem, denn wer ist weltweit seit der Aufklärung in „Ideologien“ führend? Genau!

Wobei dem Erzähler hierzu noch einfällt, dass neulich in der Regionalpresse der frankfurter Palöoanthropologe Friedemann Schrenk als Experte zu Rassismus und Menschenrassen befragt wurde, welcher neben dem Allgemeinplatz, es gäbe keine Rassen beim Menschen, verlautbarte, „Menschenrassen“ seien eine „Erfindung des Rassismus und der Rassisten“ und auf die Frage, ob denn jeder Rassist sein könnte, antwortete, dass „Rassismus“ stets an Ideologie, Geld, militärische Macht gebunden sei, OHNE die weißen Eurooäer explizit zu erwähnen!

Es scheint fast, als scheue man sich noch, diese im Grunde überhaupt nicht neue Konzeption „Rassist=Weiß“ allgemein und überall offen und unverklausuliert zu verbreiten! Stattdessen überlässt man das bestimmten Institutionen, etwa den Universitäten bzw. bestimmten universitären Bereichen und Organisationen, wie etwa der Kahane-Stiftung, als Speerspitzen, während man es sonst zwar als Grundlage nimmt, aber nicht ganz offen ausdrückt. Die Reaktionen, die der Erzähler bei gewissen „Gutmenschen“ damit auslöste, lassen ihn erahnen, warum. Irgendwie scheint man die „weiße Zerbrechlichkeit“ doch ein bisschen zu fürchten.

HOT STUFF?!!