Ein ganz sensibles weißes Kaninchen

Immer dieses Schwarz-Weiß-Denken!
Bild: Pregnant Zebra Eaten Alive by Hyena Pack. Warning – Graphic Content. For Educational Purposes Only.

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Nuada 

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Ich mag die Natur irgendwie auch lieber in ihrer gezähmten Version. Spaziergänge an einem idyllischen Weiher, Kräuter auf dem Balkon in garantiert regenwurmfreien Kübeln, Orchideen auf der Fensterbank, zwei verwöhnte Yuppie-Kaninchen und gelegentlich eine hübsche Naturdoku auf YouTube -aber bitte ohne Tiere, die andere Tiere fressen. Das langt vollkommen. Alles andere ist unheimlich.

Klonovsky: Was gibt es Grässlicheres als die Natur? | PI-NEWS

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Oj wej, Osinuadamandia, du höchstsensibelstes und empfindsamstes aller veganen arischen Rassekaninchen! Der demütige Erzählknecht kann es ja durchaus ein bestes Stück weit nachvollziehen, daß einem „die Natur“ einfach nur zuwider ist. Bei einem Rassekaninchen allerdings, das sich immer mal wieder auf weißnationalistischen Seiten wie dem geschätzten, aber längst von den Betreibern taktisch selbst versenkten SCHWERTASBLOG auf „die Natur“ als Kronzeugin für das ewige Ringen der weißen Rasse und ihres semitischen Widerparts berufen hat, wirkt derlei empfindsame Naturverachtung nicht gänzlich unkomisch. Ein Rassekaninchen wohlgemerkt, das mit freudigem Eifer dereinst die Schriften des weißnationalistischen Hardliners William L. Pierce ins Deutsche übersetzte, in denen dieser seine Leserschaft auf den ultrabrutalen RACE WAR mit all seinen Konsequenzen einschwor. Jener William L. Pierce, der da meinte, daß wir die Neger ausrotten müßten „because otherwise we’ll stick our cocks in them“. Und die Juden sowieso. Vom „Day Of The ROPE“ ganz zu schweigen.

Der Erzähler möchte in seiner Demut nun kein Urteil über die Rassenfrage abgeben, diese an sich steht hier überhaupt nicht zur Debatte. Nein, euer devoter Erzählsklave möchte lediglich seinen gelinden, wollüstigen Kitzel angesichts einer WeibsNATUR (hihi) mit der Welt teilen, die sich als weiße Arierin (selbst erklärt!) ausgiebig und inBRÜNSTIG mit Weißem Nationalismus, Weißentum und der „Gegenrasse“, dem Rassenkrieg mit allen Konsequenzen (a la „Ich wüßt‘ ja, was zu tun wäre aber – pssst!“) befaßt hat, um sich hier wieder mal in der strahlenden Selbstgefälligkeit eines frischgef…ütterten Eichörnchens mit spitzen Fingerchen und gerümptem Näschen von der ach so widerwärtigen Natur zu distanzieren, auf die Madame sich an anderer Stelle nur zu gerne beruft.

Was kann man da noch über Bionade schlürfende, urbane Wolfsknutscher und Vielfaltspinsel sagen? Oder über „liberal Snowflakes“ und ihren „Safe Space“`?

Aber immerhin wissen wir jetzt wieder mal, wofür der Rassenkrieg geführt werden muß: Spaziergänge am idyllischen Weiher, GARANTIERT regenwurmfreie Kräuterkübel, Orchideen auf der Fensterbank, „zwei verwöhnte Yuppie-Kaninchen“ und gelegentliche nette Naturdokus, ganz ohne fressen und gefressen werden, versteht sich.

Danke dafür!

Btw: Dieser Schnösel Clownowsky hat hier doch eindeutig beim DE abgekupfert:

Manchmal wissen sie beim „Spiegel“ gar nicht… – KLONOVSKY

Peter Weber, übernehmen sie!

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