Soziale Zyklen und spenglersche Jahreszeiten, Teil 2.

Lange spenglersche Schatten über der Populärkultur?

In diesem zweiten Folgeartikel zur Betrachtung von Eward Duttons/Michael Woodley of Meenies „At Our Wits End – Why We Become Less Intelligent And What It Means For The Future“ gibt es nun noch die Übersetzung eines Kapitels, in dem die Autoren darzulegen versuchen, inwieweit die Geschichte der „Westlichen Zivilisation“ aus ihrer Sicht die spenglerschen Zyklen abbildet. Es fällt auf, daß im Gegensatz zu ihrer Interpretation von Spengler (Teil 1.) hier nicht der „Sommer“, sondern der „Herbst“ den Scheitelpunkt des Zyklus darstellt, was ja auch folgerichtig ist, da im Herbst die Ernte eingefahren wird. Mit dem Begriff „westlich“ hält es der Erzähler übrigens ähnlich wie der Historiker Wolfgang Reinhard am 25. Juni des laufenden Seuchenjahres in der FAZ: „Er ist nicht besonders gut, aber man weiß einigermaßen, was gemeint ist: eine politisch-historische Einheit, die im wesentlichen aus Westeuropa, Zentraleuropa und Amerika besteht“, aber das nur am Rande. Der Text ist zur Gänze besagtem Werk entnommen, Bilder und Bildtexte wurden vom Erzähler eingefügt.

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Soziale Zyklen und spenglersche Jahreszeiten, Teil 1.

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Oswald Spengler. Bildquelle: Wikimedia/Deutsches Bundesarchiv

Wie angekündigt hier nun ein Folgeartikel zu der Betrachtung von „At Our Wits‘ End – Why We Become Less Intelligent And What It Means For The Future“ von Edward Dutton und Michael Woodley of Menie. Der Erzähler, von diesem Werk durchaus angetan, da es ihm unter anderem einen neuen Blick auf Oswald Spengler und die Theorien der „Sozialen Zyklen“ eröffnete, fühlte sich bemüßigt, zur Bildung und Erbauung der Mitlechzer, aus seiner Sicht essentielle Passagen hierzu ins Deutsche zu übertragen, da der ob des gewaltigen Stoffes durchaus umfangreiche Artikel hierzu nicht mehr genug Platz zu bieten schien.

Wie bereits erwähnt ist die Vorstellung eines zyklischen Auf und Ab der Kulturen, ihres Aufstiegs aus dem Staub der Geschichte, ihres Erblühens und ihres Welkens und Verfalls uralt und als Teil des kollektiven Mythos anzusehen. Theorien hierzu gibt es seit der Antike, etwa bei Plato, Hesiod und Aristoteles, die alle Ideen von einem Goldenen Zeitalter, dessen Verfall und Übergang in ein Eisernes Zeitalter vertreten haben. Systematischer dann bei Polybius (200-118 v.Chr.) oder, schon im Mittelalter, bei dem islamischen Gelehrten Ibn Khaldun (1332-1406), was Dutton/Woodley of Menie auch ausführlich erörtern.

Aus Gründen der Ökonomie beschränkt sich der Erzähler hier jedoch in Folge auf die „Moderne Theorien der sozialen Zyklen“ behandelnden Abschnitte, insbesondere Oswald Spengler und sein Werk betreffend. Ist dieses aktueller denn je? Der Erzähler selbst hat sich mit Spengler, seinem „Untergang des Abendlandes“ und „Jahre der Entscheidung“ während seines Flüchtlinskrise(tm)ntraumas befasst, als er, gesättigt von rassefokussiertem Old- wie Altright-Stuff aus der anglosäxischen Welt, im Erbe der „Konservativen Revolution“ etwas Trost, Erbauung und eventuell neue Sichtweisen suchte. Wie im Vorgängerartikel bereits erwähnt, erschien ihm der Spengler-Stoff zunächst über weitere Strecken als bedeutungsschwanger geplusterter Schwulst, der nicht nur die wirklich wesentlichen Dinge nicht erfaßt, sondern auch dazu angetan ist, sie zu verhüllen. Nach der Lektüre von Dutton/Woodley of Menie fragt er sich nun, ob er sich dahingehend, zumindest „ein Stück weit“, korrigieren muß. Aber sehet und leset selbst!

Im Folgenden nun essentielle Passagen hierzu aus genanntem Werk „At Our Wits‘ End – Why We Become Less Intelligent And What It Means For The Future“, Kindle Edition, in des Erzählers demütiger Übersetzung. In diesem ersten Teil geht es nun im allgemeinen um die modernen Theorien der Sozialen Zyklen, hierbei insbesondere um die Grundzüge von Oswald Spenglers Modell. Im zweiten Teil dann um Spenglers Modell der „Jahreszeiten“ im Hinblick auf die Westliche Zivilisation aus heutiger Sicht. Es handelt sich hierbei jeweils im Text um die entsprechenden Kapitel im Buch, lediglich durch den Erzähler ins Deutsche übertragen. Bilder und Bildtexte wurden durch den Erzähler hinzugefügt.

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