Verstehen, daß man Opfer ist

„Steig ein Baby, ich bring dich groß raus! Echt!“ – Na, unsere BELOVED 80er Lolita-Katja hatte es ja in der jüngeren Vergangenheit auch nicht so ganz leicht, zeigt aber, daß es auch ohne therapeutisch implementiertes Mißbrauchs-Psychodrama geht. Allerdings hatte sie in realiter nach eigener Aussage ihren ersten Freund mit 17 und davor die Männer, außerhalb der Dreharbeiten, keines Blickes gewürdigt. Braves Mädchen. Tja, die nette Katti, das gute Katjes yes, yes , yes.
Bild: Screenshot Ebay.

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Auf MSN kündet der EXPRESS von der leidvollen Passion einer grausigen Heulboje, die ihr Gutteil dazu beigetragen hat, dem Erzähler die 90er zu versauen:

Alanis Morissette spricht erstmals über Vergewaltigungen

Die schrecklichen Erlebnisse liegen offenbar schon weit in der Vergangenheit. Als 15-Jährige sei sie mehrfach sexuell missbraucht worden, offenbart Alanis Morissette in der Dokumentation „Jagged“. Der Film unter der preisgekrönten Journalistin Alison Klayman porträtiert das Leben der international gefeierten Sängerin aus Kanada.

Erst nach jahrelanger Therapie habe sie verstanden, dass sie ein Opfer sexueller Gewalt ist. Zwar habe sie zuvor schon versucht, sich zu offenbaren, sei jedoch auf taube Ohren gestoßen. Daraufhin habe sie sich selbst die Schuld gegeben.

Vergewaltigung: Alanis Morissette brauchte Jahre, um sich als Opfer zu begreifen

„Ich habe Jahre in der Therapie gebraucht, um überhaupt zuzugeben, dass ich in irgendeiner Form zum Opfer geworden bin“, sagt Morissette einem Bericht der „Washington Post“ zufolge in dem Film. „Ich habe immer gesagt, dass ich zugestimmt hatte, und dann wurde ich daran erinnert: Hey, du warst 15, mit 15 kannst du nicht zustimmen. Jetzt denke ich: Oh ja, das sind alles Pädophile. Das ist alles sexueller Missbrauch von Jugendlichen.“

Alles Mißbrauch

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Also da braucht es schon Jahre intensiver Hirnbeharkung, um zu begreifen, daß sie „IN IRGENDEINER FORM zum Opfer geworden“ ist. Zum mehrfachen Vergewaltigungsopfer, das sich die ganze Zeit nur eingebildet hat, freiwillig und einvernehmlich gehandelt zu haben. Böse, lüsterne ältere Männer aus der Musikindustrie hätten sie als 15 Jährige „mißbraucht“. Zwar liest sich hier alles zwischen und sogar in den Zeilen ganz danach, als habe sie damals normalen, ja lustvollen Sex genossen, was aber nicht mehr in ihr rezentes femanzipatorisches Weltbild mit dem Mee-Too-Frame paßt. Zudem muß wohl für bestimmte Frustrationen eine Ursache in der Vergangenheit gefunden werden, und was böte sich in diesen sexualhöllischen Zeiten der Neo-Prüderie besser an als der Mißbrauchs-Mythos? Und allein das erlösende Mantra „es war in jedem Fall eine Vergewaltigung weil du als Minderjährige mit fünfzehn überhaupt nicht zugestimmt haben kannst!“ zeigt, mit was für einer Art von Hominidendressur wir es bei dieser „Therapie“ wie auch der Berichterstattung darüber zu tun haben. Genau genommen ist ja letzteres nichts anderes als „Therapie“ für uns alle.

Diese Definition von „Vergewaltigung“ und „Pädophilie“, die Verquickung der Begriffe, stammt direkt aus Uncle Sams weltweit expandierender Sexualhölle. Was im Artikel unterschlagen wird und was wir uns vor Augen halten müssen ist, daß diese Definition nach US-Sexualstrafrecht nicht nur für Sex von Jugendlichen mit Erwachsenen gilt, sondern auch für Jugendliche untereinander. Es handelte sich dann um „Vergewaltigung nach dem Gesetz“/ „Statutory Rape“. Hätte Morisette als Fünfzehnjährige mit einem Gleichaltrigen Sex gehabt, wäre es nach diesem perfiden Rechtsverständnis ebenfalls Vergewaltigung gewesen, allerdings eine gegenseitige! Jugendliche können demnach ja de jure nicht in sexuelle Handlungen eiwilligen, auch nicht unter Gleichaltrigen. Wohl aber vergewaltigen. Hier also sich gegenseitig. Wir hätten es also mit zwei Sexualstraftätern zu tun, da jede sexuelle Handlung von Jugendlichen untereinander nichts anderes als eine Vergewaltigung darstellt. Mit dem achtzehnten Geburtstag sind sie dann *PLOPP* einwilligungsfähig und können Sex mit anderen Volljährigen haben ohne eine Straftat zu begehen. Toll was? Allerdings griffe das Gesetz auch, wenn es sich im gegebenen Fall nicht um irgendwelche Böcke aus der Musikindustrie gehandelt hätte, sondern um den netten „boy next door“, der gerade seinen achtzehnten Geburtstag feierte! ALLES Vergewaltigung, alles PÄDOPHIL! Den Umweg über den Kunstbegriff der „Hebephilie“, also die sexuelle Zuneigung Erwachsener zu sexuell reifen Jugendlichen, erspart Frau sich also. PÄDO ist hinsichtlich von auf Dämonisierung beruhender Schockwirkung einfach unerreichbar, Hebe… äh…watt?!! Dennoch ist auch in diesem Zusammenhang zu erwähnen, daß die „Hebephilie“ (sexualwissenschaftlich, nicht im Rechtsverständnis nach US-Prägung!) noch unter normalem Sexualverhalten läuft, die entsprechenden sexualhöllischen Ideologen aber vehement darauf hinarbeiten, das unter „Pathologie“ einzusortieren. Also so wie bei der „Pädophilie“, die auf vorpubertäre Kinder ausgerichtet ist. Und so lange das noch nicht geschafft ist, wird eben alles mit Minderjährigen gleich unter „Pädo“ abgeheftet.

Nun ist aber eine sexuelle Anziehung durch, wie in diesem Fall, fünzehnjährige Mädchen, schon deshalb Ausdruck normalen Sexualverhaltens, weil diese in der Regel bereits über deutlich ausgebildete primäre wie sekundäre Geschlechtsmerkmale verfügen und zudem geschlechtsreif sind. Gar nicht davon zu reden, daß sie natürlich in der Lage sind, sexuelle Lust zu empfinden, was sie allerdings mit vorpubertären Kindern teilen. Deshalb ist es zumindest fragwürdig, auch im Zusammenhang mit diesen alles Sexuelle als widernatürlich und pathologisch zu brandmarken. Insgesamt war man hier schon weiter, gerade im „Werte Westen“.

Und ganz offensichtlich machen sich derartige Therapeuten wie im Falle Morisette bestimmte Eigenheiten der weiblichen Psyche zu Nutze, wie es für den sexualfeindlichen Feminismus ganz typisch ist. Etwa den Umstand, daß dem Weib oft seine Wünsche und Begierden nicht voll bewußt sind und es den erobernden Mann braucht, der dieses durch eine Grenzüberschreitung „wachküßt“! Dies ist der Anlaß dafür, daß der Femanzenmob das Märchen von Dornröschen unbedingt ins Gedächtnisloch kicken will, weil dessen Kern eben diese Wahrheit ist! Und diese spezielle weibliche Verfaßtheit ist auch der Türöffner für ideologische Bewußtseinsmanipulatoren:

Noch schlimmer ist das, was in der Vorstellung mancher Frauen „Vergewaltigung“ ist. Wie es in der Manosphere weithin diskutiert worden ist, werden junge Frauen zu glauben angeregt, daß, wenn sie es bereuen, Sex mit einem Mann gehabt zu haben, sie es dann nicht wirklich gewollt haben müssen; und wenn sie es nicht wirklich wollten, dann war es nicht wirklich einvernehmlich, und wenn es nicht wirklich einvernehmlich war, dann war es „Vergewaltigung.“ Daher besteht, selbst wenn eine Frau zu einem Mann ausdrücklich „ja“ sagt, die Möglichkeit, daß sie es nicht so meint – oder später vielleicht denkt, daß sie es nicht so meinte -, in welchem Fall sie es bereuen könnte, in welchem Fall sie sagen könnte, daß sie „vergewaltigt“ wurde, in welchem Fall sein Leben ruiniert sein wird.

Dornröschen und der ewige Schlaf des Feminismus

Der Erzähler als unverbesserliches Nazi- und Sexistenschwein unterstellt hier zudem, nicht zuletzt aus dem Schatzkästlein eigener Zerinnerungen, daß eine Fünfzehnjährige von ganz alleine auf erfolgreiche Typen mit Geld und Status abzufahren im Stande ist. Insbesondere wenn die ihr versichern, sie groß rauszubringen und dieses Versprechen auch einhalten. Daß nicht wenige Teenager allein bei dem Gedanken daran schon feucht werden. Daß der Frau Morisette jahrelang therapeutisch das Hirn gewaschen werden mußte, bis sie endlich „verstanden“ hat, daß das ALLES PÄDOPHIL und VERGEWALTIGUNG darstellte, weil sie nun mal per Definition minderjährig und unmündig war, egal ob jetzt fünfzehn oder fünf, ganz egal was sie getan hat, wie feucht sie war und wie laut sie stöhnte, spricht zumindest dafür.

Sexualhöllengesetze als feministisches Deus Ex Machina. Erinnert nicht zufällig an „der Schleier schützt mich“.

Isn’t it ironic?

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Die patente Alice, ihr He-Man-Sepp und andere Perversionen

Auch wenn beide für Skeletor arbeiten, ist Evil-Lyn immer noch schärfer als die patente Alice! Bild: Hotlink Pinterest

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Das FAZ-Magazin vom März 2021 gab dem alten Reptil Alice Schwarzer reichlich Gelegenheit zur Selbstdarstellung. Dieser Person wird ja schon seit längerem eine allgemeine Hochachtung zu Teil, und das vor allem auch aus dem rechten Lager. Sie habe viel erreicht für die Frauen, dieses Verdienst könne ihr keiner nehmen, das müsse man einfach anerkennen. Und sie habe schon als eine der Ersten wider alle politische Korrektheit offen ausgesprochen, daß die meisten Vergewaltiger eh Türken seien oder so. Habe ihr zumindest ein Taxifahrer mal gesteckt – oder halt, ein Polizist war es wohl. Auf jeden Fall krass Reschpeckt für Alice, die unbequeme Unbeugsame und unbeugsame Unbequeme, die sich Sachen zu sagen traut, die sich sonst keiner zu sagen traut!

Und die Alice ist auch immer so geerdet, so bodenständig, ein Pfundskerl halt. Als ein solcher gerierte sie sich nun wieder mal im FAZ-Magazin, wo es im Interview mit Timo Frasch um

die Waffen einer Frau, die Schwächen der Männer, die Freuden der Populärkultur, den Machtmißbrauch durch Prostitution und Pornografie als Vergewaltigung

ging. Dem Erzähler hat allerdings der Einstieg gereicht, wo die Alice wie gehabt in beinahe schon obszön-pornographischer, dabei allerdings mitnichten erotischer Penetranz breitbeinig auf die patente Kumpeline mit dem Herz auf dem rechten Fleck machte, die dem Volk aufs Maul schaut und dessen Spreche spricht. Über ihr Verhältnis zu den „neuen Feministinnen“ und zum Intellektualismus sagt sie:

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Von Gematria-Shillery zur Mutter des SATANIC RITUAL ABUSE

US-Rassepäpstin, Hitlerpimpfin und Schundverkäuferin Renegade-Sinead (Mitte) beim Rumtollen. Urteil DE: Nagelbarer aber in JEDER Hinsicht unglaubwürdiger White-Women-Trash!

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RENEDGADETRIBUNE re-visited

Nach Counter -Currents besuchte der DE auf seiner aktuellen Re-Visiting-Tour nun das grandiose US-Rechtsaußen-Portal RENEGADE TRIBUNE. Hier gibt man sich gemeinhin noch viel rechtser als im Buchladen des ALTRGHT-Pupenjungen Greg Johnson. Genau genommen macht man richtig einen auf Old-Right mit unverhohlenem Geschichtsrevisionismus und unentwegter Hitler- und NS-Huldigung bei voller Ausnutzung des ersten Verfassungsgrundsatzes im Barbarenimperium. Bei allem Blechgetrommel dieser Ami-Aushilfspimpfe im Sachen Wahrheit nehmen sie es aber selbst, wie in solchen Kreisen nicht unüblich, nicht allzu genau mit dieser. So ist einer der maßgeblichen Betreiber der Seite, Kyle Hunt, mitverantwortlich für das auch unter deutschen Patriidioten, Nazitunten, Volksgeleerten, Mistkrüppeln und Lemuren, welche sonst ja gerne alles angelsächsische ablehnen und als Ausweis ihrer Gesinnung stets „VSA“ statt „USA“ schreiben, ausgesprochen beliebten Machwerks „Hellstorm“/“Höllensturm“, welches zum diesjährigen Dresdener Grillfestjubiläum wieder unter den einschlägigen Jammerlappen anempfohlen und rumgereicht wurde:

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50 Shades of Moral Panic

-Marylin Manson: Down in the Park-
Passables Cover von Gary „mein Asperger ist von Vorteil“ Numan

Oh look there’s a rape machine, i’ll go outside if it looks the other way, you wouldn’t believe the things they do

WE’RE NOT LOVERS WE’RE NOT ROMANTICS WE’RE HERE TO SERVE YOU!

Kapish?!

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Das Empörium schlägt wieder mal zurück. Jetzt hat es Brian Warner aka „Marylin Manson“ am Wickel:

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Was schlimm ist muß weg

Wenn ein Buch uns nicht passt, wir mit ihm nicht übereinstimmen, wir denken, dieses Buch darf es doch nicht geben, dann haben wir also durchaus einen festen Maßstab, den wir anlegen können. Verletzt das Geschriebene die Würde von Menschen(gruppen)? Ruft es dazu auf, es zu tun?

(Schwester Suffragette)

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Ein Zufallsnetzfund des DE dokumentiert die Macht der Furien des sexualhöllischen Empöriums und den Zustand der kollektiven Hirnerweichung. Erschienen bei „Deutschlandfunk“, 08.01.2021.

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Hebepädoparaphilie

Hebe, Göttin der Jugend, in der Inkarnation von Katja Bienert als Jess Francos „Lilian“ (1984)

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Wie der Erzähler so nebenbei während seiner unermüdlichen Recherchen erfahren hat, ist zu Anfang des vergangen Jahres mit Gabriel Matzneff ein weiterer Liebling des Establishments in Ungnade gefallen und in den zähnestarrenden Schlund der Sexualhölle geraten.

Das schweizer „Tagblatt“ titelte am 18. 01. 2020:

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Luciferian FRANKSTEIN goes full PORNO!

Denktitan FRANKSTEIN gefällt dem DE gerade immer besser! Der Gewaltige scheint vor lauter Kraft, Saft und MOJO kaum noch laufen zu können. So auch hier wieder bockstark:

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DANISCH und die chthonischen Schrecken des SÜDPOLs

DANISCHs kühl-kühner Forscherblick in den chthonischen Urschlund? Oder ist es doch nur der Rachen einer unschuldigen Lederschildkröte? Oder irgendwie Beides? (Bild: Pinterest)

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Der gewaltige Schläfer DANISCH, der trotz seines immensen Scharfsinns einfach nicht erkennen will, was Masse in Sachen „Weltlenkung“ ist und damit seine Schäfchen stets auf’s neue zu frustrieren versteht, hat wieder einmal unter Beweis gestellt, daß er schlichtweg andere Prioritäten setzt als sein Publikum aus frustrierten Modernisierungsverlierern, abstiegspanischen Minimalbürgerchen und Wut-Rentnern. Während es bei letzteren nämlich lediglich zu vertrocknetem Rumtheoretisieren und zahnlosem Wiederkäuen uralten Modders (wie die Rothschilds die Welt knechten und wie Hitler den Zweiten Weltkrieg doch noch gewinnen könnte) im Verbund mit permanentem Opfergeheul (Oh mennöh, hat uns der BRD-FASCHISMUS gefiggt, dreißig Johr geohrbeid‘ und nuur verohhrrrscht!“ – des hätt’s beim Adolf ned gewwe!“) reicht, zeigt Testikel-Wunder DANISCH auf’s Großprächtigste, daß er selbst noch in seinen feuchten Träumen miles high über jenen feuchten Blogosphärenfürzchen schwebt und auf ein „Erwachen“, wie es ebenjene inferioren Spastis und Loser, aus denen sich seine Jüngerschar zwangsläufig zusammensetzt, sich flehentlichst erhoffen, getrost verzichten kann.

So freut sich DANISCH am 09.12.2020 wie ein kleines Kind und verkündet lauthals:

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Das sexualhöllische Erwachen des Don Alphonso

Fa Werbung 70er Commercial Spot Germany Werbespot (by Filmhaus GmbH Berlin)
Tatsächlich erlebte nach Definition der Ahrimanen der Don, wie auch der dem. Erzähler, nur noch die Ausläufer der „Besseren Zeit“. Aber wir haben immerhin noch eine Ahnung von dem was war und was hätte sein können!

Ja, wo fing das an und wann? Der Lebemann und ehemalige FAZ-Blogger „Don Alphonso“ hat sich schon seit längerem auf der Liste von Natziehs und Rechtspopolisten wiedergefunden. Nun ist er zudem in der real existierenden Sexualhölle aufgewacht und reibt sich die Äuglein. Auszüge aus einem bemerkenswerten Artikel in „Die Welt“, ohne weitere Anmerkungen des demütig kopierenden Erzählers, der nur darauf hinweist, dass er nicht alles, was der reiche Gaultier-Fan da erzählt, unterschreiben würde, wohl aber das Gesamtpaket und Resümmee, das sich weitestgehend mit seiner eigenen wie der Ketzerbrief -Ahrimanen Lageanalyse deckt.

Porno, Pasta, Prüderie

Was hat das linke Lager seit 1989 so ruiniert?

(…)

Das „Noodles“ mit seinem explizit erregenden Plakat war wie „French Kiss“ eine Art Durchbruch für sexuelle Aufladung. „Relax“ von Frankie goes to Hollywood war in meiner Heimat noch ein Skandal, und wer in der Schule im Alter von 16 Jahren mit der „Lui“ und den für heutige Vorstellungen harmlosen Frauenbildern erwischt wurde, bekam einen Verweis. 1989 ging das nicht mehr, damals hat sich die sexuelle Moderne Bahn gebrochen, und die meisten waren froh, die finsteren Zeiten von Strauß hinter sich zu lassen. Es war eine tolle Zeit für die fünf oder sechs Leute aus meinem Abiturjahrgang, die sich dieses Leben leisten konnten und wollten. Die anderen 120 waren konservativ und studierten lieber in Eichstätt oder Passau. Gerne Lehramt oder Maschinenbau mit dem Ziel Familiengründung. Nur die Paradiesvögel entfleuchten in dieses leuchtende München und kämpften dafür, dass das Leben besser wurde. Sie gründeten Kunstvereine, sie pfiffen Streibl aus, sie engagierten sich für den Radverkehr und demonstrierten gegen den Forschungsreaktor vor der Stadt. Sie waren, grosso modo, links und fortschrittlich und sahen gut aus. Man kann auch im weißen Kaschmirpulli Plakate aufstellen und im Gaultieranzug Franz Schönhuber beleidigen: Ich war dabei. So waren wir damals. Wir haben auch Minderjährige in den Morgen mitgeschleppt und Beweisfotos gemacht, dass wir die Regeln brachen. Wir haben gewonnen.

Denn am Ende der 90er-Jahre waren Bilder wie vor dem „Noodles“ längst Populärkultur. Unterwäschemodelle, die jede „Lui“ meiner Schulzeit in den Schatten stellten, waren als Werbung an Bushaltestellen zu sehen. In diesen Jahren änderte sich bei weiten Teilen der Bevölkerung die Einstellung zu nackter Haut, Pornographie und Sexualität. Attraktivität und Begehren waren nicht mehr unschicklich, sondern gewünscht, und eine neue Generation schickte sich in Bayern an, sogar die Bastion der Tracht zu stürmen und sexuell aufzuladen. Das muss nicht jedem gefallen, aber lange Zeit hätte das „Noodles“-Plakat niemanden mehr aufgeregt. Dass wir gewonnen haben, und zwar auf ganzer Linie, sah ich 2016 auf dem Marienplatz: Damals hat der früher als erzkonservativ geltende Immobilienkonzern Schörghuber den Hugendubel gegenüber dem Rathaus saniert. Und vor die Baustelle ein 114 m² großes Plakat einer Bikiniwerbung gehängt – natürlich mit einer spärlich bekleideten Frau. Und es waren die CSU-Stadträte, die das im ersten Moment gar nicht mehr so schrecklich fanden, schließlich sah die Frau gut aus. Gewonnen. Wenn sich der Feind von früher überzeugen lässt, hat man gewonnen. Man sieht die offenherzigen Busenbilder heute auch bei jeder Werbung für ein Volksfest. Also: gewonnen. Auf ganzer Linie. Könnte man glauben.

Aber 27 Jahre gehen nicht nur an der CSU nicht spurlos vorbei, sondern auch an den ehemaligen Freunden des Busengriffs vor dem „Noodles“. Und so war es dann die Prantlhausener Zeitung, die mit dem Schlagwort Sexismus eine Kampagne gegen das Großplakat startete. Sie ging zu den Stadträten des linken Lagers, holte sich dort Kritik und Vorbehalte gegen das Plakat ab, und machte sich zum Wortführer gegen Sexismus in der Werbung. Sexismus ist hier, wohlgemerkt, allein eine Frau, die wenig bekleidet für das wirbt, das sie am Körper trägt, und nicht im Mindesten die Dimension, die uns 1989 als Sinnbild der sexuellen Freiheit galt. München bekam dadurch ein Sexismusproblem, der Stadtrat ließ sich überzeugen, und verbot parteiübergreifend entsprechende Werbung auf städtischen Plakatflächen. Auch und besonders mit den Stimmen jener Parteien, die früher dergleichen als elendes Spießertum verteufelt hätten. Die jetzt auf städtischen Flächen untersagte „Verwendung der sexuellen Attraktivität ohne Sachzusammenhang“ ist beim Griff nach der Brust ebenso gegeben wie die als haram geltenden, „einseitigen klischeehaften Rollen“. Die fand man 1989 gut, wenn man links war. Und schlecht, wenn man rechts war. Ich finde das Bild des „Noodles“ bis heute ungebrochen gut. Wenn man das Bild als Fixstern der Debatte nimmt, sind SPD und Grüne so geworden, wie die CSU 1989 gewesen ist. Bis 2018.

(…)

Aber jetzt haben wir 2019, und die Gleichstellungsstelle der Stadt will eine App entwickeln lassen, mit der Aktivistinnen nach sexistischer Werbung Ausschau halten können, sie mit dem Handy ablichten und an die Behörde weiterleiten, die sich dann damit beschäftigt. Silvester 1989 war man froh, die Zeiten von Strauß, seinen Reaktionären und der gerade mitsamt der Stasi untergegangenen DDR hinter sich zu haben. Die Vorstellung, dass das eigene politische Lager 30 Jahre später politisch linientreue Denunzianten und Spitzel mit öffentlich bezahlter Software ausstatten könnte, um den öffentlichen Raum nach unerwünschter Sexualität abzusuchen und zu denunzieren – niemand hätte es sich am 31. 12. 1989 im „Noodles“ vorstellen können. Wir sind also nicht an dem Punkt, dass die Linke effektiv und mit der gleichen Verklemmtheit die Haltung der alten CSU übernimmt. Das linke Lager erlaubt zur Durchsetzung albtraumhafte 1984-Methoden, gegen die sie, wenn die CSU so etwas 1989 gegen Andersdenkende angewendet hätte, auf die Barrikaden gegangen wäre. Gewonnen? Überhaupt nicht. Der bigotte Horror meiner Provinzjugend dominiert das früher leuchtende München. Es wird rechtsreaktionär. Es lehnt mit einer neuen Generation von Politikern das ab, was das schwarze München 1989 auch schon verbieten wollte.

Die Welt von 1989 ist inzwischen weitgehend verschwunden, und das schützt unsereins auch davor, für das zur Rechenschaft gezogen zu werden, was damals als normal links galt, und heute unmöglich wäre. Es gab eine Halle an der Dachauer Straße, und dort gastierte ein Tanztheater des Partyhallenerfinders Bonger Voges. Bei Voges gab sich die elitäre Kunstszene die Tür in die Hand, bei Voges waren alle, die enthemmten Tanz ohne Rücksicht auf den verstaubten Kulturbetrieb erleben wollten. Bei Voges gab es in einem für den Abriss vorgesehenen Areal ab 1983 das an Partys, was es mit dem RAW-Gelände heute in Berlin gibt. Kein Rechter wäre dort hingegangen, denn die Partys hatten etwas mit Acid in Form von Musik und Drogen zu tun. Und die Progressiven, Jungen, Schönen und Andersartigen, die dort feierten, hatten einen festen Namen für das Tanztheater und die Halle. Niemand fand das falsch oder rassistisch oder fragwürdig, im Gegenteil, man wollte sich mit dem Namen absetzen: Das Tanztheater „Neger“ gab der berühmten „Negerhalle“ bis zum Abriss 1989 den Namen. Kein Vertreter konservativer Ansichten ward je darin gesehen, und alle, die sich dort treffen wollten, sprachen von der „Negerhalle“. Wir gingen also von einem Lokal mit Grabscherwerbung in die „Negerhalle“.

(…)

Heute würde die tumbe Schuldindustrie der Social Justice Warriors über unsere Privilegien herziehen, über die Gedankenlosigkeit beim Feiern in NS-Bauten, über die kulturelle Aneignung der Tanztraditionen Afrikas und das rassistische N-Wort. Sie würden uns hassen wegen der Kommerzialisierung von cisheterosexuellem Porno, für die Adaption eines Sexkaufkellers, für den quietschgelben Fiat Uno Turbo und die dunkelblaue S-Klasse, mit denen wir vorfuhren, für die völlig fehlende Rücksichtnahme beim heterosexuellen Herumknutschen auf dem Klo, auch wenn LBGTXYZ-Leute anwesend sind, die das stören könnte. Sie haben nichts mehr gemein mit der Speerspitze der toleranten Andersartigkeit von 1989, die sich gegen Reaktion und Bigotterie behaupten musste, gegen Ideen wie das Wegsperren von HIV-Erkrankten und die Verteufelung aller, die Gunstbeweise für Geld anboten. Die Paradiesvögel von damals mit den Comme-de-Garcon-Fräcken, den Schlauchkleidern von Azzedine Alaia, den riesigen Fächern und der ambivalenten Haltung zum sexuellen Experiment waren so wenige, dass man sich Flügelkämpfe nicht leisten konnte. Wir hatten mächtige Feinde, die uns die Brüste von den Restaurants entfernen wollten. Das schweißte zusammen. Wir nahmen, was wir kriegen konnten, wir waren nicht wählerisch. Kurz: wir benahmen uns so, dass man heute jeden Tag die ganze „Taz“ und den Kolumnenbereich von „Spiegel Online“ mit wütendem Hass gegen uns füllen und mehrere Shitstorms starten könnte.

Wir haben nicht gewonnen, aber wir hatten eine gute Zeit, und heute werden Bikinimädchen von unseren früheren politischen Freunden verboten, während angeblich 27 Prozent des Webvideotraffics für Pornographie benutzt wird – für ausgefallene Praktiken, die unfassbar jenseits des Gestöhnes sind, das uns damals als verrucht erschien. Die einen verbieten jetzt wirklich die Freuden von damals, die anderen finden bei Pornhub Alternativen, zumindest solange, bis Netzfilter und das von SPD-Frauen gewünschte Schwedischen Modell mit Kundenbestrafung beim Sexkauf kommen. Das ist dann durch die Hintertür der Sperrbezirk nicht nur für München, sondern für das ganze Land. 1989 wähnten wir uns noch Seit an Seit mit den Linken, wir vertraten gelebte Liberalität, auch wenn es uns ein paar Semester wegen Übermüdung am nächsten Morgen kostete. Wer dabei war, denkt heute noch so, aber die politischen Partner von damals wollen Verzicht, Verbot, lustloses Leben und Unterwerfung unter ein Dasein, so bigott und verlogen wie jenes, vor dem wir nach München flohen, und 1989 dachten, wir wären ihm für immer entkommen.

Heute, 30 Jahre später, sitze ich am Tegernsee auf einer Liege, und lasse die Sonne auf mich scheinen. Ich lebe den Traum, denn auf dem Parkplatz steht der offene, schnelle Roadster, und die Bedienung im Café trägt ein Dirndl, fast so ausgeschnitten wie das Kleid der Frau auf der Werbung für das „Noodles“. Ich habe es nie über das Herz gebraucht, meine Gaultieranzüge zu entsorgen. Sie hängen immer noch im Schrank. Das Leben war in den letzten 30 Jahren ziemlich gut zu mir, weil wir damals, 1989, den Weg gegangen sind, den wir für richtig hielten, und es hat sich in Deutschland viel zum Guten gewendet. Niemand muss mehr jene Ängste in der Schule haben, die uns peinigten. Es war famos – bis vor ein paar Jahren die Linke reaktionär wurde und mit der Identitätspolitik eine Opferhierarchie einführen wollte, die man als schlechterer Sohn aus besserem Hause nur zu gut kennt: Das sind die neuen Pfaffen, die glauben, sie könnten einem Schuld und Erbsünde einreden.

Wir sind in Lokale entkommen, in denen Brüste hingen, wir tanzten in der „Negerhalle“ und im Bordell, und am Morgen, beim Sonnenaufgang noch im Neptunbrunnen, obwohl das verboten war. Es kümmerte uns nicht. Das war die Freiheit, die wir uns erkämpften, und jetzt sieht es so aus, als müsste ich 30 Jahre später wieder in die Schlacht für die gleichen Freiheiten ziehen, weil das eigene Lager der Feind wurde. Für das Recht der nächsten Generation, die Nudelsoße wirklich von der Frauenbrust zu lecken, und sich das nicht nur bei Pornhub anzuschauen. Für das Recht, nicht daheim sein zu müssen, wenn die letzte Öko-Bahn fährt, und für das Menschenrecht, im Morgengrauen im gelben Fiat Uno Turbo „French Kiss“ so laut aufzudrehen, dass der Wagen scheppert und in einer CO2-Wolke über die Autobahn zu jagen, während hinten, über dem München, das damals nicht verraten wurde und deshalb leuchtete, die Sonne aufging.

So golden und schön wie für Sie alle hoffentlich morgen früh am ersten Tag des Jahres 2020. Es wird sicher ein gutes Jahr, und ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für das famose 2019 mit Ihnen, den Lesern und Kommentatoren, bedanken. Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen, mit Ihnen zu plaudern, und wenn Sie eine Nudel sehen: Greifen Sie zu. Das muss so sein, im Geist der alten Freiheiten.

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Luisa macht Druck im Ofen

Keep your swords still wet, like a young girl in her prime, hold your hammers high!

(Man-O-war, „Hail and Kill!“)

Obwohl schon bald wieder Weihnachten kein Bommelmützenbild, sondern eines aus dem Fickmonat Mai des laufenden Jahres, dass das bächtige „Gaining“ der Holden dokumentiert. Und dass die Art, wie sie immer in ihren Mädchen- , äh, Jungfrauen-, ääääh, Junge-Frauen-Speck hineinlächelt, „Druck“ auslöst, ist wohl OFENsichtlich!
Bildquelle: Wikimedia

Im der FAZ vom gestrigen Samstag wird die holde und aufs appetitlichste zunehmende Klimax-Päpstin LUISA NEUBAUER unter „Zeitgeschehen“ in einem kurzen Randartikel, betitelt mit „Druck aufbauen“, gewürdigt. Unter einem der üblichen veralteten Bommelmützenbilder mit schönem Haar und Gesicht, letzeres nur eben noch schmaler als das aktuelle der mittlerweile deutlich fraulicher Gereiften, ist zu lesen, dass der 1996 in Hamburg geborene DRALL-BATZEN durch die Medienaufmerksamkeit zur „zornigen Klassensprecherin des Schülerstreiks“ avancierte, sie selbst sei für Geographie in Göttingen eingeschrieben, lebe in Berlin, würde neben Krüppelgreta verehrt und gehasst, sei sowohl in der FFF-Organisation ob ihrer „leading role“ (B. Spectre) nicht unumstritten (Versuche, auf der deutschen Bühne andere Föhrungsfiguren neben ihr zu installieren, wären weitgehend im Sande verlaufen) vor allem aber bekomme sie den Hass der Gegner zu spüren:

Laut Screenshots stand neben vielen andren Beleidigungen in der Facebook-Gruppe „Fridays for Hubraum“ über Neubauer, sie solle „in den Ofen schauen“.

IN DEN OFEN? OY VEY!

Aber Gemach, der Hubraumproll wird „das“ schon nicht „so“ „gemeint“ haben, vielmehr ist das wohl eher als eine Art freudscher Versprecher zu werten, als Stimme des triebhaften Unbewussten! Sicher wollte der Atze nicht die blühende Fruchtbarkeitsgöttin in den Ofen, sondern vielmehr ihr selbst einen ordentlichen BRATEN in die dampfende, schmatzende RÖHRE schieben – wer will das nicht, das Weib dünstet schließlich förmlich danach, sagt ja selbst, dass es „Druck aufbauen“ will, wurde auch nicht eben erst der KlimaxNOTSTAND in der EU erklärt?!!

Gut, auch das Gretl hat seine Verehrer, aber das ist doch eher „Minderheitenprogramm“, wie uns im Laufe unserer investigativen Recherchen in St. Putins sauberem Riesenreich bekannt wurde, wo sich auf einem beliebten Fotoportal Anhänger von, öhm, „unkonventioneller“ bzw. „generationenübergreifender“ Sexualität in aller Öffentlichkeit ihre Nische eingerichtet haben, und das auch noch in der „Kids“ Abteilung! Wissen da einklich Uncle Sam, seine sexualhöllischen Schergen und die „40“ davon? Leider musste der Erzähler demütigenderweise gerade feststellen, dass das komprimittierende Material samt erhitzter Kommentare schon wieder entfernt wurde, stattdessen findet man da dann solche „Gretas“, die in Sachen Perversion natürlich nicht gegen das sattsam bekannte Wechselbalg im karierten Hemdchen anstinken können:

http://imgsrc.ru/beautynyouth/64197405.html#bp

Wobei fairererweise demütig angemerkt werden muss, dass auch die Meinungen der dortigen „Kenner“ eher gespalten waren, die Spannweite von „HOT!“, „So CUTE!“ und „Sofort nackig machen!“ bis zu „Hatred and stupidity!“ und „Disgusting!“ reichte.

Hach, wir werden hier immer kecker und ball’n die Faust wie Becker, höhö!

Dem Erzähler ist latürnich demütiger Weise vollkommen klar, dass er sich nur seinen typisch männlichen Wunsch- und Wahnbildern hingibt, denn besagte „Röhre“ ist, wie uns die begnadete Alice gelehrt hat, überaus sparsam mit Nervenenden ausgestattet, stumpf und gefühllos also, das Weib an sich von der Mechanik und Verdrahtung her allerhöchstens für Lesbensex eingerichtet, WENN ÜBERHAUPT! Und der natürliche Weg der Fortpflanzung ist eh die Parthenogenese, dt.: JUNGFERNZEUGUNG, wie bei der Blattlaus und bestimmten Echsen und Schlangen, zumindest wäre das laut femanzipatorischer Mythen- und Legendenbildung während der Regentschaft der Muttergöttin lange so gewesen, ehe wilde arische Reiterhorden (HEIL ihnen!) aus Zentralasien diesen goldenen Zeiten ein Ende gesetzt haben sollen.

Paläo-Natziehs und Matriarchatszertrümmerer in ihrer Sturm-und-Drang-Phase
Bildquelle: Youtube-Kanal „Survive The Jive“

Btw.: Sind anstelle der ewigen Bommelmützenbilder wirklich nirgendwo Bilder von Luisa im knappen BH oder irgendwas Geleckt.., äh, Geleaktes, Gehacktes oder GekNACKTes aufgetaucht?