Haltung(en) (Update)

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Weiberfußball hin, US-Patriidiotismus her…hat schon was.

-Manowar – Herz Aus Stahl-

Sie wird sich ihrer Wirkung aber durchaus bewußt sein, wie auch der Tatsache, daß sie eben nicht alleine dasteht. Amazing picture though.

Update, 03. 07. 2020:

Wohl eine Falschmeldung, daß die Spielerin eine Gegnerin von BLM sei. Sie habe beim Aufwärmen ein BLM-Shirt getragen und sich während einer Ansprache pro BLM und gegen Rassismus hingekniet, allerdings als überzeugte Patriotin den Kniefall bei der Nationalhymne verweigert und die übliche Pose eingenommen. Immerhin ein bißchen Trotz, sich auch als BLM-Aktivistin bei der Nationalhymne standhaft zu erweisen. Tja, eine diverse Angelegenheit mit den Haltungen, da muß man beim Virtue-Signalling einfach auch mal Prioritäten setzen!

Black Lives Matter: Reingefallen – US Fußballerin keine Gegnerin

NWSL goalkeeper gets some praise for standing during national anthem

Schon lostig, wie es dem Wahrheitsgiganten M. MANNHEIMER anscheinend so fuachba peinlich ist, einer Falschmeldung aufgesessen zu sein, von wegen das wär ihm bis jetzt nur zwei-dreimal passiert. Wohlgemerkt: Der Mann hat das Ding von hunderttausend toten und sterbenden Pizzagate-Kindern in einem angeblichen Tunnel unterm Central Park zunächst als Tatsache bzw. absolut glaubwürdige Meldung rausposaunt und das dann im Nachhinein etwas distanzierter umformuliert. Pah, dem Erzähler dagegen ist, bei aller Demut, so schnell nichts peinlich, auch wenn ihm eigentlich gleich hätte klar sein müssen, daß vom Stauchball, insbesondere der femininen Variante, nichts, aber auch gar nichts, zu erwarten ist!

Vom Bildersturm und dem „fügsamen Tierchen“ Fatima

In der vorgestrigen FAZ vom 17. Juni des laufenden Seuchenjahres hätte der Erzähler in seiner Demut angesichts der künstlichen Aufregung der FAZkes über Boylover Kentler und seinen „Missbrauch als Erziehung“ (haha, als ob genau das Motto unter der laufenden Agenda der transatlantischen FAZke-Freunde nicht jetzt erst recht zur allumfassenden Maxime erklärt würde, nur unter anderen Vorzeichen) glatt eine kleine Köstlichkeit im Feuilleton übersehen, aber wozu hat man sich im Doppelverdingserhaushalt eingerichtet? Nachdem der Erzähler nun von seinem besseren Dreiviertel darauf aufmerksam gemacht wurde, konnte er nicht umhin, sich diesem in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Stück Zeitgeschichte zu widmen.

Unter der Headline „Fügsames Tierchen“ berichtet Matthias Rüb aus Rom, dass in Italien – wo wohl, ebenso wie bei Uncle Samuel, die Corona-Pandämonie dem neuen Rassismus-Hype weichen musste-, der Sockel des Publizisten Indro Montanelli wegen FASCHO-PÄDO-GESCHICHTEN ins Wanken gerate:

Weiterlesen „Vom Bildersturm und dem „fügsamen Tierchen“ Fatima“

Blame Whitey – ultrabrutal! (Update)

Wo war denn hier der supreme weiße Mob? Skinheads? KKK? Aber lass uns einfach mal die Rollen tauschen und aus dem schwarzen Subhumanoiden nen weißen Kahlkopf und aus dem weißen Opfer nen Onkel Tom machen! Wie schnell wär da die Kacke am Dampfen!

UPDATE, 31.05.2020: Gut, so wie sich die Lage mittlerweile darstellt, handelt es sich bei dem Täter, der in einem viralen Video zu sehen ist, wie er in einer US-amerikanischen Pflegeinrichtung auf einen wehrlosen alten weißen Mann einprügelt, nicht um eine Pflegekraft („Male Nurse“) wie vom Erzähler etwas unreflektiert aus einen offensichtlich weiß-suprematistischen Twitter-Account übernommen, weshalb der Erzähler sich demütigst dazu gezwungen sah, seine diesbezüglichen Anmerkungen über die Diversifizierung der Pflegebranche durch unsere Schlossherren und Anstandsdamen demütig selbstzuzensieren. Der Täter Jayden Hayden wie auch sein Opfer waren wohl beide BEWOHNER des „Westwood Nursing Center“, wobei Hayden hier zwecks Rehabilitation untergebracht war und mit seinem Opfer ein Zimmer teilte:

A law firm representing the Westwood Nursing Center sent a statement to Click on Detroit. The statement indicated that Hayden was not a long-term resident at the nursing home. Hayden was admitted to the nursing home to undergo rehabilitation and recovery on a temporary basis. It is not clear what rehabilitation and recovery Hayden was admitted for.

According to the media outlet, the law firm said in the statement, “Westwood has been cooperating with the police and will continue to do so. The safety, health, and well-being of our residents remains a top priority of Westwood. We will continue to monitor the situation.”

https://heavy.com/news/2020/05/jadon-hayden/

Allerdings kannn man Hayden, wie das Video unten belegt, durchaus als von schwarz-suprematistischen Ideen beeinflußt und getrieben betrachten, eben auf unterster, grenzdebiler Stufe. Deshalb, und hier geht es weiter im ursprünglichen Text, liegt die demütige Frage schon sehr nahe, ob dergleichen auch die zwangsläufige Folge all der verordneten weißen „Selbstkritik“ ist, sozusagen als letzte Konsequenz und Endstufe. Also wenn Whitey, und nur Whitey, an allen Übeln der Vergangenheit, von der Sklaverei bis zum singulärsten Zivilisationsbruch aller Zeiten, schuld ist und sich dies bis in die Gegenwart hinein weiter fortsetzt, in dem Whitey etwa die BLAMEs (Black/Asian/Minorities) an vorderster Corona-Front krepieren lässt und dazu noch VICTIM-BLAMING betreibt, indem er höhnisch zu behaupten wagt, dass für die etwaige vermehrte Corona-Sterblichkeit dieser Gruppen deren Lebensstil mitverantwortlich zu zeichnen sei, ja Whitey, und nur Whitey, überhaupt nur Rayyycyst sein könne, egal wie er es anstellt, weil es ihm einfach in den nicht vorhandenen weißen Genen liege, ja dann ist doch einfach irgendwann mal Zahltach, nicht wahr? Also nicht so, dass irgendwer gezielt drauf hinarbeiten würde, neinneinnein, da sei Jahwe vor, aber als quasi unausweichliche Konsequenz der Natur von BIG BAD WHITEY, deren schonungsloser Aufdeckung und der Migrations- wie Diversitätspolitik! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, oder? Ansonsten überlässt es der Erzähler demütig seinen verehrten Mitlechzern, in dem wehrlos unter den prügelnden schwarzen Fäusten liegenden alten weißen Mann irgend was sinnbildlich-allegorisches herauszulesen oder eben nicht.

-pranks and dares theanimalferrari – Why black ppl became slaves-
Eine anspruchsvolle Lesung besagten Individuums auf der Youtube-University, die vor Augen führt, wie lange zweieinhalb Minuten dauern können!
Let’s get the facts straight:
Black PPL became slaves cuz they rejected god.
They were the chosen race and supposed to rule the earth. It’s in the Bible.
Instead they’re fighting each other, doing it all wrong. Like Mike Tyson and stuff.
Checked?

„Rassismusalarm in Mannheim“ und bei Aldi-Süd: Mit dem NEGER bürsten?

Aber in Anwesenheit von „Negern“ wird er von unkontrollierbaren nervösen Reaktionen erfaßt. Ihre Vitalität, das anscheinende Fehlen von Komplexen und Hemmungen, versetzen ihn in Schrecken und widern ihn an. Sie tanzen auf der Straße, sie hören rythmische Musik… Sie sprechen mit lauter Stimme. Sie lachen in der Öffentlichkeit. Das Leben scheint ihnen Spaß zu machen, und das ist beunruhigend. Denn das Leben ist das Böse.

(Michel Houellebecq, „Gegen die Welt, gegen das Leben“)

Auch das schöne MANNHEIM, jene KALERGI-CITY, in der Weltbesoffenheit und alte kurpfälzer Inzuchttradition seit langem eine Symbiose eingegangen sind

-jeder, der etwa schon mal eine im charakteristischen lokalen Idiom dumpf grunzende Rotte von ogerhaften Anhänger*innen des hiesigen Eishockey-Clubs, die gequollen-unförmigen Körpersäcke in ebensolche blau-weißen Kutten gehüllt, stumpf-viehisch dahertrotten sah, wird verstehen, was gemeint ist und zu dem Schluss gelangen, dass hier jede Art von „Umvolkung“ nur von Vorteil sein kann-

stellt leider inmitten der aktuellen „Verwerfungen“ (Yascha Mounk) mitnichten eine Insel der Seligen dar. Vielmehr zeigt sich, dass selbst hier die „gewaltige Transformation“, die Europa laut der Rabbinergattin Barbara Spectre durchmachen müsse, wolle es denn überleben, noch lange nicht abgeschlossen ist. So erhitzen sich an der antiquarischen „Sarotti“-Leuchtreklame über dem Tresen der Bar des Kulturtempels „Capitol“ seit längerem die Gemüter: Der „Sarotti“-Schriftzug sei, da zu beiden Seiten flankiert vom bekannten Mohren, eine Verkörperung von Rassismus, und zwar des alten kolonial-imperialistischen wie auch des mikroaggressiven „Alltagsrassismus“ von heute. Der „Mannheimer Morgen“ vom 13. Februar des laufenden Jahres fasst hierzu den Lauf der Ereignisse zusammen:

Im Oktober 2018 war während einer Veranstaltung der Flüchtlingsinitiative „Mannheim sagt ja!“ Teilnehmern der Veranstaltung der Sarotti-Mohr als „problematisch“ aufgefallen. In der Folge gab es zahlreiche hochemotionale Reaktionen in den sozialen Netzwerken, aber auch Gespräche in einem so genannten Beratergremium. Im Frühjahr 2019 hatte das Capitol erstmals zu Veranstaltungen unter dem Motto „Kein Platz für Rassismus“ eingeladen. Im November traf Riehle [Geschäftsführer des Capitol], trotz anhaltender Diskussion, die Entscheidung, den Sarotti-Mohren an Ort und Stelle zu belassen.

Damit hatte allerdings das Gezänk um den Mohren, wie zu erwarten war, kein Ende gefunden, immer wieder angeheizt durch die üblichen zivilgesellschaftlichen Stressmacher stellte sich schnell eine Polarisierung ein zwischen jenen, die den Mohr loswerden und jenen, die ihn, da bestens integriert, gerne weiter unter sich wissen wollten. Zudem sei als kleine Randnotiz vermerkt, dass der Mohr laut Lokalpresse einst von einem JUDEN designed worden war, jaja, von wegen der „Secret Relationsship“ des Herrn Farrakhan, der übrigens Muselsklaverei frech leugnet. Angesichts der Lagerbildung entschloss sich nun das Capitol für einen, äh, ja, „dritten Weg“ der künstlerischen Art: Die komplette Leuchtreklame wurde mit Jute umhüllt und mit Schnüren verpackt und soll dergestalt bis mindestens zum 8. März in diesem Zustand verharren. So ist der Mohr während der nun wieder anlaufenden „Aktionstage gegen Rassismus im Capitol“ zwar aus dem Blick aber dennoch präsent, so wie ja auch das „Rassismus-Problem“ mit dem Mohren nicht aus der Welt geschafft wäre! Der Erzähler muss zugeben: Ganz schön pfiffig – innerhalb des geltenden antirassistischen Narrativs latürnich. Und immerhin hat es die Regionsmetropole Mannheim mit dieser politkorrekten Provinzposse wieder mal zum PIPI-NEWS-TITEL geschafft! Wir gratulieren! Ob aber das PIPI-Klientel diesen verschmitzten Wink von Capitol und Künstler zu würdigen weiß? Ein vorsichtiger Blick in die Matrix Kommentarspalte lässt da doch Zweifel aufkommen:

Rheinlaenderin

ALDI-SUED ist diese Woche auch rassistisch. Im aktuellen Prospekt (10. – 15.2.) auf Seite 20, werden Spülbürsten angeboten. Darunter eine Bürste als Neger und eine als Halbneger.
Jetzt hämmern die uns sogar schon die Neger in Form von Spülbürsten in die Köpfe ein.

Jetzt können deutsche Frau zu hause jederzeit mit einem Neger bürsten *räusper*

(Ich kann leider den Link zum Prospekt hier nicht reinsetzen. Mein defekter Laptop lässt momentan kein Kopieren zu.)

Kein Problem, Rheinländerin, helfen kann so einfach sein:

Einfach irre: Nicht nur rheinländische PIPI-Kommentatoren*innen sehen hier tatsächlich INTERRACIAL-SEX!

Oh MAMMATA MIA, sieht man doch, dass es sich bei den zwei „negriden“ Bürsten um Hund (braun) und Katze (schwarz) handeln soll und nicht um „Neger“ und „Halbneger“! Naja, die einen meinen, der ewige Unsichtbare hexe ihnen einen Mikropenis an, den anderen hat „man“ Neger-Spülbürsten ins Resthirn gehämmert. Allerdings ist in Zeiten, in denen sich in den „social Deppworks“ (Pattaya Tom) sowohl junge Girls wie reife Schlampen mittels Snapchat oder wie der Schweinkram heißt, aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen (NJWO-Gehirnwäsche?) heraus, HUNDESCHNAUZEN in die mittels Bildbearbeitung bis zur Unkenntlichkeit verunschönte Fresse pappen, im vorliegenden Fall eine gewisse Desorienthiertheit durchaus nachvollziehbar. Und hm hm hm, je länger der Erzähler grade beim Tippsen auf das Bild schaut, desto mehr dünkt es auch ihm, als wälzten sich hier zwei heiße Teens oder Teen-MILFs zusammen mit zwei Kerlen (alle weiß) NACKIG vor zwei strammen farbigen Purchen auf dem Poden, während zwei noch bekleidete BABES, MILFs oder COUGARS lüstern-voyeuristisch der „Dinger“ harren, die da „kommen“ sollen! Über die okkulte Bedeutung der „Blumen“ (ein Hauch von Baudelaire) möchte der Erzähler erst gar nicht nachdenken, ein zunächst vages Gefühl des Unwirklichen hat sich zu „AKUTEM GRAUEN“ (H.P. Lovecraft) verdichtet; Zeit, den Blick von diesem Magick-Schabernack ab- und wieder den wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden:

Für Künstler Georg Veit garantiert sein Kunstwerk vor allem eines: Platz für Diskussionen. Deshalb habe er bewusst hellen Stoff zum Verhüllen ausgewählt: „Das bietet Projektionsfläche.“ Die Schnüre seien vor allem aus einem Grund schwarz: „Schwarz spricht nicht. Alle anderen Farben drücken etwas aus. Und das wollte ich nicht.“

Genau. Projiziert mal schön bis der Arzt kommt. Oder der Abdecker.

Kurz erklärt: “Rassismus gegen Weiße” gibt es nicht (Update: Angst vor „White Fragility?!!)

When you wanna kill whitey, but you filed the serial number off your problem solva
KEINE Rassistin, ganz im Gegensatz zu demjenigen, der sie als dummes Negerweib tituliert – was dem Erzähler in all seiner Demut latürnich nie einfallen würde!

Der Erzähler, so demütig wie unermüdlich in seinem Kampf für Vielflatsdemokratie, Zivilversagergesellschaft und MenschInnenrechte, präsentiert hier einen Netzfund, der jedem NATZIEHSCHWEIN, das sich „REIN ZUFÄLLIG“ in diese hehren Hallen verirren sollte, um die ungewaschenen Ohren gehauen gehört, und zwar so lange, bis es spritzt, äh, sitzt, äh, scheißdochrein. Der Text stammt von der vorzüglichen Natziehhatzseite „Belltower“, also der Netzpräsenz der Amadeus-Stiftung von Anetta Kahane, die manche hier vielleicht kennen (-https://www.belltower.news/rassismus-gegen-weisse-gibt-es-nicht-48962/-), ist also hochoffiziell mit Bundesmitteln gegen Rääächts finanzierte Definitionsgewalt. Nach dieser Lektüre ist hoffentlich auch noch dem hinterletzten Rotpillendreher klar, warum „Köterrasse“ für die Deutschkartoffel, aus migrantischem Großmaulwerk gehöhnt, ebensowenig rassistisch sein kann wie „Kill Whitey!“ von wulstig-dicken Kannibalenlippen hervorgespien, „Kümmeltürke“ oder schlicht „Neger“, vorgebracht von BIG BAD WHITEY, aber sehr wohl! Aber bitte nicht missverstehen, dem Erzähler, in seiner Demut und mit entsprechendem Hintergrund, war DAS sowieso klar, was allerdings auch keine Selbstverständlichkeit ist, das PädologenPACK kennt zum Großteil noch nicht mal seine fachlichen Grundlagen, stuhlt aber verbal ohne Unterlass und ohne sich darüber im Klaren zu sein, reinsten braunen Nahsiedreck zu verbreiten, so von wegen „auch der Sarottimohr und der Negerkönig können rassistisch sein, why not?“, was kann man angesichts dessen schon vom gemeinen Braunhemd, heulsusigen Nazi-Unpersonen oder völkischen Starphilologen mit „HOHKRUX“-FETISCH schon erwarten?

***

Rassismus scheint in der Wahrnehmung vieler Menschen von Einzelpersonen auszugehen. Doch Rassist*innen müssen nicht beim Ku-Klux-Klan organisiert sein, um Rassist*innen zu sein. Die Debatte um #MeTwo zeigt, dass Rassismus oft nicht als strukturell und internalisiert verortet wird. In den USA laufen regelrechte Hasskampagnen gegen Journalist*innen, die angeblich den “Genozid an den Weißen” propagieren.

Von Luka Lara Charlotte Steffen| 16. August 2018

(Quelle: Unsplah, Screenshot Twitter)

Für Christian Lindner war die #MeTwo Debatte zu einseitig. Denn es gehörten immer zwei Seiten dazu und schließlich würden auf der Einen “Bemühungen, sich zu integrieren, […] vernachlässigt.“ Lindner war natürlich nicht der Einzige, dem die Konfrontation mit Rassismus in Deutschland missfiel. Rassismuserfahrungen wurden belächelt, relativiert, den Betroffenen abgesprochen. Alles nicht so schlimm und eher Jammern auf hohem Niveau. Letztlich seien doch vor dem Gesetz alle gleich. Auch die AfD ließ es sich natürlich nicht nehmen, Betroffene von Rassismus zu verhöhnen. Für Alice Weidel ist Rassismus ein “Wahrnehmungsproble[m] im Elfenbeinturm”.

Dazu passend, tauchten kurz nach Beginn der Debatte in Niedersachen Sticker mit dem Hastag #MähToo auf, auf denen ein großer Blutfleck zu sehen war. Dahinter steht eine Kampagne, die sich gegen “das betäubungslos Schlachten” einsetzt. Die AfD bekannte sich kurze Zeit später dazu. Die muslimische Gemeinde in Hannover fühlt “sich an die Nazizeit erinnert, als Sterne an Schaufenster geklebt wurden”. Nicht nur, dass die AfD unter dem Deckmantel des Tierschutzes antimuslimische Hetze betreibt, sie benutzt dazu eine Abwandlung des Hashtags, unter dem Betroffene ihre Rassismuserfahrungen teilen bzw. unter #MeToo von sexualisierter Gewalt berichteten.

Die Kartoffeln und Almans sind beleidigt

Genauso wie nach dem Ausstieg von Özil aus der Nationalmannschaft, gibt es im Zuge von #MeTwo eine Menge Abwehrreaktionen. Die Soziologin Robin DiAngelo nennt diese Abwehrhaltung white fragilty. Sie haben diesen Begriff entwickelt um zu beschreiben, wie schwer es eigentlich ist, mit Weißen über Rassismus zu sprechen. Weiße wollten nämlich häufig nicht wahrhaben, dass ihr Weißsein eine Bedeutung hat, so DiAngelo im Interview mit der Zeit. (Vgl. Zeit Campus) Die Tatsache, dass sie in eine Welt geboren werde, in der Weißsein die Norm ist, wird gerne abgestritten.

Aber Moment mal. In manchen Situationen hat Weißsein dann doch plötzlich eine Bedeutung. Nämlich dann, wenn Weiße sich von Rassismus betroffen fühlen. Wenn ich als weiße Deutsche also Kartoffel oder Alman genannt werde, dann ist das doch ein klarer Fall von Rassismus, oder? Für eine Vielzahl der Kommentierende auf Twitter ist das jedenfalls glasklar. Auch als Weiße wollen sie  genauso wie People of Colour (POC) von Rassismus betroffen sein.

Aus Sarkasmus wird “antiweißer Rassismus”

Unter dem Hashtag #VerifiedHate greifen 4chan-Trolle und rechte Gab-User seit kurzer Zeit gezielt Twitter Accounts von verifizierten Journalist*innen an, die angeblich Rassismus gegen Weiße propagieren. Also Witze über Weiße machen, teilweise weil sie selbst von Rassismus betroffen sind. Sarah Jeong wurde im September ins “Editorial Board” der New York Times berufen und war eines der ersten Angriffsziele. Auf ihrem Twitter Account wurden sarkastische Tweets von 2013 gefunden, in denen sie beispielsweise schreibt: “Having things you like being criticized is not marginalization.” und “#CancelWhitePeople”. Auf deutsch: “Wenn Sachen die du magst kritisiert werden, ist das keine Marginalisierung. #SchafftWeißeMenschenAb”.

#CancelWhitePeople

— sarah jeong (@sarahjeong) 18. November 2014

Für Jeong damals eine Strategie des Countertrolling, um dem rassistischen und antifeministischen Shitstorm etwas entgegenzusetzen. Für die Hater: Propaganda zum Genozid an Weißen. Eine Sorge, die übrigens auch Alt-Right-Vorzeige-Hipster Richard Spencer teilt. Martin Sellner bedient sich sogar Begriffen aus der Antisemitismusforschung und sieht in den Tweets eine “eliminatorische Terminologie” und “offen[en], unapologetisch[en] Rassenhass”. Und auch für Sellners Freund, den neurechten Antifeministen Hagen Grell, sind die Tweets “antiweiß und rassistisch”. Im Zuge der aufgedeckten Tweets soll die New York Times Jeong entlassen, so die gemeinsame Forderung der amerikanischen und europäischen Alt-Right-Aktivist*innen. Glücklicherweise äußerte die Times Verständnis für Jeongs damalige Reaktion.

Our statement in response to criticism of the hiring of Sarah Jeong. pic.twitter.com/WryIgbaoqg

— NYTimes Communications (@NYTimesPR) 2. August 2018

Für die rechten Trolle natürlich ein Beweis für linke Doppelstandards und eine “Verschwörung gegen Weiße”. Schließlich wurde kürzlich der Podcast und die Show “Infowars” des rechte Verschwörungstheoretiker Alex Jones auf diversen Plattformen gesperrt. Jones, der behauptet er habe kein Problem mit Jüdinnen und Juden, allerdings mit der “jüdischen Mafia”, die ja irgendwie doch alles kontrolliere. Von ehemaligen Mitarbeiter*innen wurden kürzlich Rassismus und Antisemitismus-Vorwürfe gegen Jones laut. Seine Unterstützer*innen – diesseits und jenseits des Atlantiks – sind empört:  Antisemitismus und Rassismus sind verboten, “Rassismus gegen Weiße” aber erlaubt?

Tatsächlich ist das alles nicht nur ziemlich absurd, sondern auch ziemlich gefährlich. Mord-und Vergewaltigungsdrohungen stehen bei solchen rechten Hasskampagnen leider auf der Tagesordnung. Die Bedrohungen durch die Schikanierer sind ziemlich real. Und nicht nur das. Das Thema “Rassismus gegen Weiße” scheint nicht nur in neurechten Kreisen in Deutschland und den USA anschlussfähig zu sein. Wie die Diskussionen um #MeTwo zeigen, sind viele Menschen davon überzeugt, dass auch weiße Deutsche von Rassismus betroffen sein können. Mit solchen Abwehrreaktion werden Betroffenen von Rassismus natürlich eine Menge Steine in den Weg gelegt, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.

***

Ahhh, werte Luka Lara Schalotte, das hat den Erzähler und Countertroll jetzt doch betroffenbesoffen und ein Stück weit traurig gemacht – zu sehr wurde, wie er demütig eingestehen muss, wider Erwarten seine, des Erzählers eigene, „WHITE FRAGILITY“ getriggert. Um die Stimmung und die gute Laune zu heben, muss er sich jetzt unbedingt was reintun. Jaaa, am besten deutsches Einmann-Natzieh-Schwarzmetall, nicht zuletzt auch wegen der „kontraphobischen Abwehr“ oder so!

-Mavorim – Axis Mundi (Full Album Premiere)-

Interessantes Cover, btw.:

Charles Anthony 2 days ago
Don’t ask what those German boys do in the woods. It is far too mystical to be understood
.

Was soll hier nur zum Ausdruck gebracht werden? Ich hab’s im Kopf, aber ich komm‘ nicht drauf! Könnte es sein, dass das RAYYYCYST ist?!!

UPDATE, 12.02. 2020:

Angst vor „White Fragility“?!!

Der Erzähler kam demütig zu der Einsicht, dass dieser Artikel in der ursprünglichenForm unvollständig war und nicht so stehen bleiben konnte, wie er ihn nach einer Konfrontation mit „Verstrahlten“ seines weiteren Umfelds grimmig in seine Kladde gehackt hatte. Es ist in der Tat nicht nur so, dass ebenjene multibunt Verstrahlten, zumindest in der Ottonormalversion und nicht irgendwelche speziell indoktrinierten AktivistInnen oder Führungskader der aktionistischen Linken oder der Morgenthau-Parteien, in aller Regel nicht diese oben wiedergegebene Definition von „Rassismus“ verinnerlicht haben, nein, man kann sie damit mitunter förmlich zur Raserei treiben, zum Heulen bringen oder dazu, sich die Ohren zuzuhalten und „lalala“ zu singen, ohne Scheiß jetzt! Man bekommt da schön bestätigt, was für eine potente, demütigende psychologische Waffe diese Volte von wegen „Multikulti ist der Kern des Rassismus“ tatsächlich ist, und ja, der Erzähler ertappte sich selbst dabei, wie er ein sardonisch-grimmiges Behagen verspürte, diese an vor unglaublicher Selbstgerechtigkeit bei wucherndem DUNNING KRUGER geradezu triefenden Personen zur Anwendung zu bringen, vor allem mit der Zuspitzung, dass die Behauptung, „wir“ seien alle gleich, den Kern des Rassismus darstelle, da es die Verschiedenartigkeit des Anderen, etwa des Negers, verleugne, aaah, das geht durch das Gegenüber wie durch weiche Butter – danke und masel tov, liebe Robin DiAngelo! Offensichtlich sind diese vollgefressenen, selbstgefälligen Tugendbolzen und -bolzinnen in keinster Weise auf das vorbereitet, was man ihnen zugedacht hat und zeigen ihre „White Fragility“ wie es in DiAngelos Lehrbuch steht!

„Rassismus“ alleine als Abwertung einer anderen Person aufgrund von deren Abstammung und Ethnie, wonach also jeder Mensch rassistisch sein könne? Fehlanzeige! Durchaus nicht unlogisch lässt sich nämlich herleiten, dass weiße Europäer den „Rassismus“ als Ideologie erfunden und mit wirtschaftlicher, finanzieller und militärischer Macht verquickt haben. Die moderne und vor allem in der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts überaus populäre Konzeption unterschiedlicher Menschenrassen plus deren hierarchische Einordnung und Bewertung geht insgesamt tatsächlich auf Weiße Europäer zurück, auch wenn Leute wie ein (((Blumenbach))) maßgeblich dabei mitwirkten – so etwas muss schließlich erst mal auf fruchtbaren Boden fallen. Und wenn die gültige, anerkannte Grundlage des Rassismusbegriffs eben die ist, dass weiße Europäer die Welt immer noch ökonomisch, finanziell, militärisch und nicht zuletzt ideologisch dominieren, dann ist es geradezu eine zwingende Konsequenz hieraus, dass das ganz oben abgebildete Negerweib keine Rassistin sein kann, der Deutsche, der nur an Volksgenossen vermieten möchte, jedoch sehr wohl, bzw. geradezu zwangsläufig, genauso wie die Flaschen sammelnde alte Umweltsau, die die sie belästigenden Jungorientalenlömmel als Kanackenpack tituliert – die kann alt, arm und ausgelutscht sein wie sie will, als Individuum ist sie immer noch Teil bzw. Sprachrohr der weltbeherrschenden weißen Machtstruktur, die die Anderen dominiert und unterdrückt weshalb diese, egal was sie tun, nur rein „situativ“ und allenfalls „Vorurteilsbehaftet“ aber nicht „rassistisch“ nach Definition handeln können!

Offensichtlich ist diese klare Definition des Rassismus bei Wikipedia so noch nicht angekommen, wo viel Geschwurbel um verschiedene Definitionen gemacht wird ohne es so klar zu benennen. Auch bei der „Bundeszentrale für politische Bildung“ steht es nicht so zu lesen, auch wenn offensichtlich davon ausgegangen und vermittelt wird, dass nur Weiße Rassisten und „Nazis“ sein können, man also diese Definition quasi eher stillschweigend als Grundlage nimmt. Und auch wenn man dem „Duden“, falls der heute überhaupt noch irgendwen interessiert, nur zu entnehmen vermag, dass Rassismus auf einer „Ideologie“ beruht, dann ist das auch kein Widerspruch zu Besagtem, denn wer ist weltweit seit der Aufklärung in „Ideologien“ führend? Genau!

Wobei dem Erzähler hierzu noch einfällt, dass neulich in der Regionalpresse der frankfurter Palöoanthropologe Friedemann Schrenk als Experte zu Rassismus und Menschenrassen befragt wurde, welcher neben dem Allgemeinplatz, es gäbe keine Rassen beim Menschen, verlautbarte, „Menschenrassen“ seien eine „Erfindung des Rassismus und der Rassisten“ und auf die Frage, ob denn jeder Rassist sein könnte, antwortete, dass „Rassismus“ stets an Ideologie, Geld, militärische Macht gebunden sei, OHNE die weißen Eurooäer explizit zu erwähnen!

Es scheint fast, als scheue man sich noch, diese im Grunde überhaupt nicht neue Konzeption „Rassist=Weiß“ allgemein und überall offen und unverklausuliert zu verbreiten! Stattdessen überlässt man das bestimmten Institutionen, etwa den Universitäten bzw. bestimmten universitären Bereichen und Organisationen, wie etwa der Kahane-Stiftung, als Speerspitzen, während man es sonst zwar als Grundlage nimmt, aber nicht ganz offen ausdrückt. Die Reaktionen, die der Erzähler bei gewissen „Gutmenschen“ damit auslöste, lassen ihn erahnen, warum. Irgendwie scheint man die „weiße Zerbrechlichkeit“ doch ein bisschen zu fürchten.

HOT STUFF?!!

Zum Tod des „Schokoladenonkels“

Am Mittwoch, dem 15. Mai des laufenden Jahres, verschied der große „antideutsche“ Ätzkopf Wiglaf Droste – freier Journalist und Satiriker, Redakteur bei TAZ und Titanic. Droste begleitete den Erzähler als langzeitigen Stammleser der Titanic durch dessen Jugend und junge Mannesjahre, verschwand irgendwann von dessen Radar um in jüngerer Vergangenheit an der Seite des Kulinaristikers Vincent Klink wieder aufzutauchen, mit dem er auf innige Weise verbunden schien und dem er aufs demütigste huldigte, da in dessen Persönlichkeit, so Droste in irgendeiner Talgschau, „Bescheidenheit und Opulenz“ auf einzigartige Weise zusammenflössen. Diese Männerfreundschaft führte Droste vollends auf das gediegene Feld der Slowfood-Fresssack-Bewegung und endgültig aus dem Blickfeld des Erzählers, ehe ihn diese Tage die Todesnachricht in den Medien dann doch gelinde hochschrecken ließ, laut der Droste „nach kurzer schwerer Krankheit“ den Gourmetlöffel abgeben musste.

Droste war ein Deutschlandhasser der verschärften Gangart, wir zerinnern uns an seine Zeilen aus der Titanic von damals, als grausige Kunde aus Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen die frisch wiedervereinte Nation erschütterte:

Das deutsche Volk hat die moralische Verpflichtung auszusterben, und zwar subito.
Jeder Pole, Russe, Jude, Franzose, Schwarzafrikaner usw. hat genausoviel Rechte, auf “deutschem Boden”, von dem gesprochen wird, als sei er heilig und gebenedeit, zu leben wie irgendein Deutscher – wenn nicht sogar mehr. Ich habe kein persönliches Schuldgefühl, was die deutsche Vergangenheit angeht, und ich möchte niemandem eins einreden. Historisch aber muß eine Gerechtigkeit erzwungen werden, und wenn so ca. 100 Millionen Asylanten, egal wie arm, krank und kriminell sie sein mögen, aufgenommen und gleichwertig behandelt worden sind, dann darf an einem Kneipentisch ein Besoffener einmal leise seine Überfremdungsbeschwerde führen – aber keinen Tag eher.
Die Deutschland-den-Deutschen-Deutschen, egal ob sie radikal nazistisch wie in Hoyerswerda oder unterschwellig rassistisch auftreten wie z. B. in Saarlouis oder Bielefeld, haben den Rand zu halten und sich nicht zu mopsen.
Tun sie es doch, gehören sie – ja doch! – deportiert, an den dunkelsten, kältesten und elendsten Ort, der sich in diesem Universum finden läßt. Dort dürfen sie dann in der Scheiße, die sie im Kopf haben, ersaufen.

Die Antifa, von Droste ansonsten keineswegs geschätzt, wäre, ihm zu Folge, wenigstens dazu nütze, bei Gelegenheit

den einen oder anderen Nazi zu erschlagen,

womit wir wieder bei der Rhetorik der Entmenschlichung wären, die mittlerweile endgültig salonfähig geworden ist.

Der Erzähler erinnert sich, dass ihm das damals schon zu weit ging, es war ja überhaupt die Zeit, in der forcierte Weltbesoffenheit und Nazihysterie begann, sauer aufzustoßen. Dieser Spiegelartikel über das Bimbostreicheln vermittelt ein umfassendes Bild jener Zeit und zeigt, wie damals, vor 30 Jahren, alle Grundlagen für die heutige Entwicklung gelegt wurden. Die forcierte ethnomasochistische Hysterie war schon die selbe wie beim aktuellen Refugee-Willkommenswahn, man merkt allerdings, wie vergleichsweise frei die Sprache damals noch war – wer heute im öffentlichen Diskurs Worte wie „Bimbo“ gebraucht, der muss sich auf einen existenzgefährdenden Scheißesturm gefasst machen, egal aus welchem Lager er kommt und mit welcher Absicht er es tut. Damals übernahm Der Spiegel begeistert die drostesche Wortkreation und machte eine Schlagzeile draus. Auch scheinen die gewalttätigen rechten Jugendbewegungen von „Skins“ u.ä. sich Großteils vaporisiert zu haben – die deutsche Jugend der unteren Schichten mischt sich heutzutage eher mit den Mihigrus, übernimmt deren Attitüden mit Gangsta-Gebaren, „Kiezdeutsch“ und Kanackenräpp.

Was dem Erzähler stets an Droste imponierte, war dessen konsequent ätzend-aggressiver Konfrontationskurs gegen all die Tugendbolde, Volkserzieher und Moralheuchler, speziell aus der Unterhaltungsbranche, deren spermanentes und penetrantes Arschgeigen- und Kriegsgewinnlertum einen auch heute noch durch sämtliche Kanäle verfolgt, während andererseits die „Gerechtigkeit“ im Sinne von Droste gnadenlos „erzwungen“ wird.

So ging er beispielsweise in einer TV-Talgrunde (der Erzähler muss demütig gestehen, dass ihm entfallen ist, welche es war) den sich notorisch als eine Art kölscher Bono gerierenden, später auch staatstragend mit dem Bundespräser Afrika bereisenden und dabei den Auskenner gebenden Wolfgang Niedecken, der irgendwann mal sinngemäß erbrach, dass im Vergleich zu Afrika „Hartz 4, 5, 6“ nur laue Duschen seien, recht rüde an, als dieser dort seine „Arsch huh, Zängg ussenander!“- Hymne zur gleichnamigen Kampagne vorstellte. Als der Moderator fragte, was denn jeder gegen Rassismus tun könne, antwortete Droste mit Blick auf Niedecken mit einer kurzen, grimmigen Tirade gegen derartige Tugendheuchler, die er damit abschloss, dass man sich besser bei „SOS Racisme“ oder ähnlichen Aktivisten engagieren und Nachtwachen vor Asylheimen, etwa zur Abwehr mordbrennender Entenärsche , tätigen solle, anstatt sich hinzustellen und breitbeinig ein primitives Statement zu tätigen, das so von jedem KFZ-Mechaniker kommen könne. Ja, hier meinen wir wieder die Verachtung für das gemeine Volk, die arbeitende Klasse, das Proletariat, zumindest so lange es dem dummpfdeutschen Mörder- und Monstervolk angehört, zu vernehmen! Und so wundert es nicht, dass für Droste letztlich auch die in der Tat abscheulichen Toten Hosen, insbesondere Frontmann Campino („ein ungeheurer Dumm-Klumpen, der Schülersprecher, wie man ihn schon immer gehasst hat“) nichts anderes als bundeswehrspindgeeichte, nach Bierfurz- und Männergruppe muffelnde Verkörperungen des ewigen Deutschen darstellen. Der Titel des Betreffenden-Schmäh-Artikels in der „Titanic“, „Wenn Jusos lallen“, ist allerdings überaus treffend und nach wie vor aktuell, was Campino und sämtliche anderen toten Hoden dieses Schlages betrifft. Z.B. den großartigen Herbert Grönemeyer, der uns den Begriff und die Definition des Möhnntschen geschenkt hat („…weil er kackt und weil er klebt…“) und für dessen Wirken Droste ebenfalls treffende Worte gefunden hat:

Herbert lacht. Schwitzt. Winkt. Freut sich. Gibt was er hat. Hat den Jaul, nicht den Soul. Klingt leicht abgestochen. Aber voll da.

Diese Gepflogenheit von Droste, so scharf wie scharfsinnig gegen selbstgefälliges Sektierer- und Arschgeigentum in (fast) allen Lagern zu schießen, brachte in unvermeidlicher Regelmäßigkeit das „linke“ Moralestablishment der Werte-Signalisierer gegen ihn auf. So kam es 1988 zum Zerwürfnis mit der „taz“ wegen eines obszönen Beitrags zum Weltfrauentag.

Womit sich Droste aber, ungeachtet seiner antideutschen Genozidaltiraden, ewigen Nachruhm in des demütigen Erzählers WALHALLA verdient hat, ist, dass er sich von Anfang an, so wie er auch sonst nie die Konfrontation scheute, gegen die erste aus Uncle Sams Sexualhölle herüberschwappende Hysteriewelle gestellt hat und den nicht unerheblichen Scheißesturm, körperliche Bedrohungen inklusive, trotzig auf sich herniederprasseln ließ. Als der Text vom „Schokoladenonkel“ erschien, konnte sich der Erzähler damals kaum einkriegen vor Amüsemang und ungeteilter Zustimmung, auch wenn der Berufsquerulant den ganz großen Zusammenhang bestimmt nicht gerafft hat, was sich der demütig rückblickende Erzähler für diese Zeit allerdings auch nicht bescheinigen kann. Das waren halt durchgeknallte Feministinnen, so wie es auch Der Spiegel und Spiegel-TV süffisant darstellten, die als ziemlich alleinige deutsche Medien wenigstens an so Monstrositäten wie dem Münsteraner Montessori-Prozess dranblieben und regelmäßig davon Bericht erstatteten, wie aus dem Fall eines kleinen Jungen, der sich nicht Fieber im Po messen lassen wollte letztlich eine Phantasmagorie mit kopropohilen Orgien in der Kita, Busladungen voller Pädosextouristen und unterirdischen Gängen zu städtischem Friedhof und Leichenschauhaus, wo dann die schwarzen Messen stattfanden, erwuchs, nachdem die Missbrauchsexpertinnen von „Wildwasser“ und „Zartbitter“ mit ihren anatomischen Puppen und den inquisitorischen Fragebögen nach US-Vorbild (siehe z.B. Mac Martin Prescool Case) sich sich der lieben Kleinen angenommen und diese entsprechend kopfgewaschen hatten. Am Ende platzte angesichts der ganzen wild wuchernden Unglaublichkeiten der Prozess, war der betroffene Erzieher psychisch und sozial ruiniert, während die Hexenjägerinnen nie zur Verantwortung gezogen wurden und die sexualhöllischen Einpeitscher- und Denunziationsorganisationen „Zartbitter“, „Wildwasser“ etc. immer noch existieren und ihrer Profession nachgehen.

Genau diese abscheulichen, postfaktischen, von oben implementierten Hexenjagden verankerten den bis heute die tollsten Blüten treibenden Kinderschänderwahn in Deutschland und Europa und es waren nur wenige, wie etwa Katharina Rutschky, die sich gegen das sexualfeindliche Feminismusdiktat und den „Missbrauch mit dem Missbrauch“ stellten, sekundiert unter anderem von Wiglaf Droste, dessen Lesungen vom moralpanischen femanzipatorisch-hexenjägerischen Mob blockiert und gestürmt wurden, wobei Droste schon mal einer dummen Trillerpfeifentussi die Pfeife aus dem Maulwerk wischte um dann von schwäbelnden Begleitern angegangen zu werden – „Du Dräggsauu!“ – die ihm bis ins Auditorium hinein folgten um dort u.a. folgendende epische Breitseite abzubekommen:

Du läufst doch hier nur mit, weil du sonst keinen Stich machst! Sei doch mal charmant! Schenk doch mal Blumen, DU WICHSER!

Göttlich. Allerdings machte Droste keinesfalls den Eindruck, als perle das alles an einer kühlen Rüstung ab, im Gegenteil, es schien ihn durchaus mitzunehmen. Gleichzeitig forderte er dergleichen nur all zu gerne heraus, war so etwas wie der personifizierte Anti, dabei ruhelos, unstet und wohl schon lange dem Trunke zugeneigt. Schon seine Titanic-Kollegen konnten sich die eine oder andere Anspielung nicht verkneifen, und bis in die jüngere Vergangenheit trat er mitunter gut betankt bei seinen Lesungen an, die dadurch aber nicht unbedingt an Qualität verloren, wie dieser Bericht aus der Mitteldeutschen Zeitung zeigt: „Ein Abend wie ein Auffahrunfall“.

Insgesamt zog sich aber Droste in den letzten Jahren eher aus der Öffentlichkeit zurück, getreu seiner Antwort, die er einmal auf die Frage gegeben hatte, was er gerne über sich selbst in der Zeitung lesen möchte:

Das Allerschönste ist, wenn nichts in der Zeitung steht. Wenn ich irgendwann nicht mehr als öffentliche Figur auftauche, steht dem Glück nichts mehr im Wege.

Und während all seine „Feinde“ und Spottobjekte von fröher, all die unvermeidlichen Arschgeigen und Moralapostel, all die üblichen aufständischen Anständigen, nachdem sie all die Jahre ohnehin ihren immergleichen Sermon abgelaicht hatten, sich zur großen Flüchtlingskriseninszenierung, als Drostes delirant-feuchter 100-Millionen Traum über dem Horizont endgültig reale Gestalt annahm, besonders dick plusterten und sich schamlos im eigenen Saft wälzten, während selbst gedunsene, längst verrottet geglaubte Altpunker wie „Slime“ wieder aus ihren Löchern krochen um vor dem Hintergrund der falschen Flüchtlingsflut gegen Rechts zu rocken, war von Droste nichts zu hören, zumindest nichts, was an des Erzählers Ohr gedrungen wäre. Weder Euphorie über die sich abzeichnende „Gerechtigkeit“ angesichts „der deutschen Geschichte“, noch der vertraute Hohn über die ganzen Wertesignalisierer, die doch in der Welt von Droste und Titanic nichts anderes waren, als verkappte Nazis, „die ihren Bimbo streicheln“, so lange das angesagt ist, um ihn dann, wenn der neue Föhrer kommt, an der Autobahn(!) auszusetzen oder in Dachau in vernichtende Hände abzugeben.

Aber Droste hatte eh schon lange bewiesen, wer hier der wirkliche Anti und Punk ist! Während die Toten Hoden sich etwa schon lange öffentlich zu Mineralwasser, Seniorengymnastik, Stützstrümpfen, Vernunft, Mäßigung und schließlich auch Angela Merkel bekannten (man will ja Vorbild sein!) und sich so als die spießigen Langweiler präsentierten, die sie eh schon immer waren, lebte Droste ihre Träume und Posen tatsächlich, und zwar bis zur bitteren Neige:

Und die Jahre ziehen ins Land
und wir trinken immer noch ohne Verstand,
denn eins, das wissen wir ganz genau,
ohne Alk da wäre der Alltag so grau.

Korn, Bier, Schnaps und Wein
und wir hören unsere Leber schrein.
Und wenn einmal der Abschied naht,
sagen alle: „Das hab ich schon immer geahnt.“.

Und die Jahre ziehen ins Land
und wir trinken immer noch ohne Verstand,
denn eins, das wissen wir ganz genau,
ohne Alk da wäre der Alltag so grau.

Korn, Bier, Schnaps und Wein
und wir hören unsere Leber schrein.
Und wenn einmal der Abschied naht,
sagen alle: „Das hab ich schon immer geahnt.“.

Immer geahnt, immer geahnt, immer geahnt…

Die toten Hosen, „Bis zum bitteren Ende“

Denn während zu befürchten ist, dass uns „Campino“ noch bis zum bitteren Ende als unwürdiger Schülersprecher-Greis belallen wird, verabschiedete sich Wiglaf mit 57 zwar immer noch zu spät für den 27er-Club, dafür aber mit einer ausgewachsenen Leberzirrhose, während der Erzähler, Titanic-Leser seit dem zarten Alter von sechzehn Jahren, unter dem Eindruck der sogenannten „Flüchtlingskrise“ endgültig die Kündigung des Abos im Doppelverdienerhaushalt durchsetzte, da vom ursprünglichen anarchischen Rundumschlagcharakter des Blattes nichts mehr geblieben war. Verhurte Kriegsgewinnler, allesamt. Da sieht man mal, wie gespalten die Gesellschaft ist usw. usf. So, Schluss jetzt, ihr kleinen braunen Wechselbälger.