Mummenschranz

Mummienschranz: Bei der „Verkleidungskünstlerin“ (FAZ) bleiben die „Fenster zur Seele“ (ebd.) offen. Bild: Screenshot PIPI

Die FAZ hält es ja schon seit einigen Jahren für witzig und zeitgeistig, im oberen Bereich der Titelseite mit einem entsprechenden Bild oder Karikatur, letztere vorzugsweise von den Höflingen Greser/Lenz angefertigt, aufzuwarten, welche markante Punkte des Zeitgeschehens illustrieren sollen und stets mit einem Bonmot eines(?) sich geistreich dünkelnden, anonymen FAZkes versehen sind. Am Samstag, dem 4. Juli des laufenden Seuchenjahres, wurde da was besonders exquisites, wenn auch im Abgang mehr als nur leicht würgendes, kredenzt. Unter einem Foto, das die Gedunsene ähnlich wie oben präsentierte, nur daß es die Dreiknöpfige beim Anlegen des Sabberlappens zeigte, was mit der Überschrift „Verkleidungskünstlerin“ versehen war, triefte dem demütigen Betrachter folgende Glitscherei entgegen:

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Mal wieder eine Prise alternaive Fuckten: „Die deutsche Abschiebepolitik hat keinen Bezug zur Realität“

Nicht immer, aber immer öfter, wenn er sich demütig ins Weltnetz einklickt, wird dem Erzähler gelinde schwindelig angesichts der sich auf den Nachrichtenportalen öffnenden Parallelwelten! Nicht immer, aber immer öfter gibt er der Versuchung nach und überschreitet deren Pforte – keineswegs nur aus Schaulust oder des wohligen Grusels wegen, sondern auch, weil er sich demütig und offen dazu bekennt, sein nach heutiger „Mainstream“-Definition (ungeachtet des paranoiden Gepupses aus bestimmten Scheinhaltestellen) ziemlich geschlossenes „rechtsradikales Weltbild“ ab und an einer kritischen Prüfung zu unterziehen. So war der Online-Lockruf der in jeder Hinsicht stets herausragenden ZEIT heute unwiderstehlich, der da, wie oben bereits getitelt, lautete:

Sicherheitslage in Afghanistan: „Die deutsche Abschiebepolitik hat keinen Bezug zur Realität“

Wie das? Weil de fuckto drin bleibt, was reinkommt, egal wie kriminell, was immer dann offenkundig wird, wenn es eine besonders bestialische Tat mal in die überregionalen Medien schafft, und sich beinahe EVERY SINGLE TIME heraustellt, dass der oder die Täter ein abgelehntes Asylgesuch und eine Latte von Straftaten vorweisen können? Dass es schon als deutsche Erfolgsgeschichte verkauft wird, wenn ein Afghane, bevor er aus verletztem Ehrgefühl (kulturell tief implementiert durch die Normen des „Paschtunwali“) heraus sich nächtens in’s Zimmer der deutschen Exfreundin schleicht, um diese zu zerschlitzen, letzlich aber aufgrund von deren Nichtanwesenheit den Vater anfällt, der grade noch so mit dem Leben davonkommt, nur weil betreffender Afghane „integriert“ war, eine deutsche Freundin hatte und sein eigenes Geld verdiente? Und das, obwohl solche Geschichten eher das genaue Gegenteil erzählen, nämlich dass früh eingeprägte kulturelle Codes (die Sache mit den Rassen und Genen klammern wir mal aus) stärker sind als jede rosa Integrationstünche? Dass das Brillieren in Rohheitsdelikten jeder Art, bei denen sich gerade die Afghanen unter all den falschen Flüchtlingen besonders hervortun, eben alles andere als charakteristisch ist für Leute, die angeblich um Haaresbreite der Verfolgung durch mörderische Schergen entkommen sind? Wäre es da nicht viel eher zu erwarten, dass sich solche Leute möglichst unauffällig verhielten und VOR ALLEM alles zu vermeiden suchten, was sie in Konflikt mit dem Gesetz brächte, weil all das ja das Risiko vergrößert, dass sie ihr Asyl- und Gastrecht verwirkten und wieder den Häschern ausgeliefert würden, insbesondere bei abgelehntem Asylantrag und bestehender „Duldung“? Ja, es gäbe wahrlich genug Anlass, nicht nur die Abschiebe- sondern die komplette Asyl- und Migrationspolitik „der Bundesregierung“ als „realitätsfern“ zu bezeichnen – wobei schon klar ist, dass des einen surreale Realitätsferne des anderen Hyperrealismus darstellt. Und so zeigen schon die Unterzeilen, wo die Reise hingeht, es bleibt natürlich ZEITgemäß:

Wer nach Afghanistan abgeschoben wird, landet in einem feindseligen Land, sagt der Menschenrechtler Hadi Marifat. Manche ließen sich dann von Terrormilizen rekrutieren.

Wie geht es den Afghanen, die aus Europa abgeschoben wurden? Der afghanische Menschenrechtler Hadi Marifat hat das gemeinsam mit seinen Mitarbeitern in Kabul untersucht und die Ergebnisse gerade in Berlin vorgestellt. Im Interview sagt Marifat: Viele der Abgeschobenen seien völlig verloren, anfällig für die Anwerbeversuche von Terrorgruppen – und damit ein massives Sicherheitsrisiko.

Marifat hat Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen in Großbritannien studiert, unter anderem an der London School of Economics, und lebt heute als Geschäftsführer der afghanischen Menschenrechtsorganisation AHRDO in Kabul. Eine Kurzfassung des Gesprächs mit ihm erscheint in der gedruckten Ausgabe der ZEIT.

Es folgt nun das ausführliche Interview, das eine Caterina Lobenstein mit dem Herrn Marifat führte. Es zeigt ziemlich detailliert, wie die Argumentationsnetze der Verfechter der bedingungslosen Massenimmigration gesponnen werden. Wem es zu lang ist, dem sei die Essenz schon hier verraten: Afghanistan ist mit seinen immerhin rund 35 Millionen Einwohnern mindestens so menschenfeindlich wie die Marsoberfläche oder der Planet Klendathu. Es ist menschenunwürdig, in Afghanistan unter permanenter Lebensgefahr leben zu müssen. Im Grunde müsste die gesamte Bevölkerung Afghanistans nach Europa, vorzugsweise Deutschland, umgesiedelt werden, da die kulturellen, ethnischen, religiösen, sozialen, ökonomischen Probleme und Konflikte Afghanistans nur hier gelöst werden können.

ZEIT ONLINE: Herr Marifat, Anfang November ist wieder ein Abschiebeflug von Deutschland nach Afghanistan gestartet. Sie sind oft vor Ort am Flughafen in Kabul. Was passiert mit den Menschen nach der Landung?

Hadi Marifat: Als Erstes müssen sie durch die Passkontrolle, und in der Regel wird ihnen dort von korrupten afghanischen Beamten das letzte Geld abgenommen, das sie noch bei sich haben.

Marifat: Einige versuchen, zu ihren Familien zu gelangen. Viele aber haben im Land keine Angehörigen. Sie sind im Iran geboren, wie viele Afghanen. Sie haben keinerlei Verbindungen nach Afghanistan. Das Problem ist: Es gibt keine Sozialhilfe wie in Deutschland. Wenn man obdachlos, krank oder arbeitslos ist, dann ist die Familie oder der Stammesverband das Netz, das einen auffängt. Wer ein solches Netzwerk nicht hat, für den ist Afghanistan eine Katastrophe.

ZEIT ONLINE: Laut der Bundesregierung gibt es vor Ort Helfer der Internationalen Organisation für Migration (IOM), die sich um die Abgeschobenen kümmern.

Marifat: Bei Sammelabschiebungen, also wenn ein Charterflug landet, sind Helfer vor Ort. Viele Abgeschobene werden aber in normale Linienflüge gesetzt – und von niemandem empfangen. Vor ein paar Wochen saß ich in einem Flugzeug nach Kabul, an Bord waren 15 abgeschobene Männer. Nach der Landung habe ich versucht, jemanden von IOM anzurufen. Niemand hat abgehoben. Niemand ist zum Flughafen gekommen.

ZEIT ONLINE: Und dann?

Marifat: Habe ich mich mit den Männern zusammengesetzt und versucht herauszufinden, wer sie überhaupt sind. Ich habe ihnen gesagt: Ihr könnt mir vertrauen, ich arbeite für eine Menschenrechtsorganisation. Sie haben mir nicht geglaubt. Viele sind misstrauisch und lügen, weil sie fürchten, dass sie in Gefahr geraten, wenn sie zugeben, wie hilflos sie sind. Fünf der Männer habe ich für ein paar Tage im Büro meiner Organisation untergebracht. Wo sie heute sind, weiß ich nicht. Sie sind abgetaucht.

ZEIT ONLINE: Was ist mit den Abgeschobenen, die in Afghanistan Familie haben?

Marifat: Die haben es nicht unbedingt leichter. Viele kommen aus der Provinz Ghazni und wissen nicht, wie sie sicher dort hingelangen sollen. Ich stamme auch aus Ghazni, aber meine Familie habe ich das letzte Mal 2009 besucht, zur Beerdigung meines Onkels. Auf der Straße von Kabul nach Ghazni gibt es Checkpoints der Taliban. Man muss immer damit rechnen, entführt oder sogar getötet zu werden.

Wenn sich eine Reise partout nicht vermeiden lässt, versucht man, das Risiko zu minimieren, indem man so schmutzig aussieht wie möglich. Den Anzug, den ich gerade anhabe, könnte ich niemals tragen, weil die Taliban sofort ahnen würden, dass ich für eine Hilfsorganisation arbeite. Man duscht also ein paar Tage nicht, trägt traditionelle Kleider und lässt die Haare wachsen. Kurzes Haar heißt: Militär. Und wer beim Militär arbeitet, ist besonders gefährdet. Ich kenne Soldaten, die haben sich Perücken aufgesetzt, bevor sie zu ihren Familien fuhren.

Im Global Peace Index, der die Gefährdungslage der Staaten bewertet, steht Afghanistan mittlerweile ganz oben auf der Liste – vor Syrien.

ZEIT ONLINE: Die Bundesregierung betont, dass es in Afghanistan auch sichere Gebiete gibt. Sie schickt deshalb nicht nur Straftäter, sondern auch gut integrierte Afghanen zurück.

Marifat: Leider hat diese Einschätzung mit der Realität vor Ort nicht viel zu tun. Laut der Bundesregierung gilt Kabul als sicher. In den Jahren 2018 und 2019 aber gab es dort mehr Anschläge als in jeder anderen afghanischen Stadt. In 32 der 34 afghanischen Provinzen gibt es gewaltsame Konflikte. Im Global Peace Index, der die Gefährdungslage der Staaten bewertet, steht Afghanistan mittlerweile ganz oben auf der Liste – vor Syrien. Die Abschiebepolitik der deutschen Regierung hat keinen Bezug zur Realität. Sie ist völlig veraltet.

ZEIT ONLINE: Das Bundesinnenministerium bewertet die Sicherheitslage regelmäßig neu. Selbst grün regierte Bundesländer schieben nach Afghanistan ab.

Marifat: Darf ich ehrlich sein? Das ist lächerlich. Schauen Sie sich das an: (Marifat zieht sein Smartphone aus der Tasche und scrollt durch seine Emails, durch ein knappes Dutzend Sicherheitswarnungen, die er am Tag zuvor empfangen hat.) Das sind nur die Warnmeldungen von gestern, von einem einzigen Tag: Explosionen, Selbstmordanschläge, Feuergefechte. Und es gibt heute nicht nur deutlich mehr Anschläge als früher. Sie sind auch weniger berechenbar.

ZEIT ONLINE: Warum?

Marifat: Früher konnte man abschätzen, wann sich jemand in die Luft sprengt: morgens und abends im Berufsverkehr, wenn die Regierungsangestellten auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg waren. Sie fuhren damals in Shuttle-Bussen der Regierung. Die Shuttles wurden aber ständig angegriffen, deshalb fahren die Mitarbeiter heute mit öffentlichen Bussen. Dadurch ist das Risiko breiter gestreut.

ZEIT ONLINE: Wurde Ihre Organisation schon einmal Ziel eines Anschlags?

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani bezeichnet Flüchtlinge als vaterlandslose Träumer.

Marifat: Bislang nicht. Unser Büro liegt in Karte Char, einem relativ sicheren Viertel von Kabul. Aber mittlerweile gibt es so viele Anschläge, dass wir in diesem Jahr erstmals zwei gepanzerte Türen eingebaut haben. Wir haben alles genau durchgerechnet: Wie viel Zeit braucht ein Angreifer, um die Türen aufzusprengen? Wie viel Zeit brauchen wir, um uns in unserem Panikraum zu verschanzen? Wir haben 30 Minuten für die erste Tür und 30 Minuten für die zweite. Und noch mal eine Stunde, die es braucht, um den Panikraum kaputt zu sprengen. Uns bleiben also insgesamt zwei Stunden, um auf Hilfe zu warten.

ZEIT ONLINE: Wie werden die Abgeschobenen in Afghanistan aufgenommen?

Marifat: Der afghanische Präsident Aschraf Ghani bezeichnet Flüchtlinge als vaterlandslose Träumer. Wenn sie jetzt zurückkehren, sind sie nicht willkommen. Sie landen in Kabul, in einer überfüllten Sechs-Millionen-Stadt, in der jeder mit jedem um die wenigen Jobs konkurriert.

Die Abgeschobenen brauchen Geld, um ihre Schulden zu begleichen. Unsere Befragten haben im Schnitt 11.500 Dollar für ihre Flucht gezahlt, 23 mal so viel wie das jährliche Pro-Kopf-Einkommen. Ihre Familien haben fast alles verkauft, um die Flucht zu finanzieren. Viele trauen sich nicht, mit leeren Händen vor der Tür zu stehen. Ich habe Männer aus Nangarhar und Ghazni getroffen, die seit ihrer Abschiebung in Kabul leben. Sie haben niemandem Bescheid gesagt und sich nicht registrieren lassen – aus Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie in Afghanistan sind. Sie sitzen in Kabul, und ein paar Autostunden entfernt sitzt ihre Mutter und weiß von nichts.

ZEIT ONLINE: Wovon leben diese Menschen?

Marifat: Einige der von uns Befragten haben einen Job gefunden, in Restaurantküchen etwa oder als Fahrer. 84 Prozent sind arbeitslos. Viele sagen, sie seien bereit, sich einer kriminellen Gruppe oder Terrormiliz anzuschließen. Jeder zehnte will sogar explizit Rache üben, fühlt sich verraten und verkauft, weil die afghanische Regierung mit den Europäern Abschiebe-Abkommen geschlossen hat. Das ist ein großes Sicherheitsrisiko für das Land.

ZEIT ONLINE: Wie und von wem werden diese Leute rekrutiert?

Marifat: Zum Beispiel von der Drogenmafia. Wir hatten auch mal einen Abgeschobenen aus Masar-e Scharif, der sich einer islamistischen Miliz angeschlossen hat. Es gibt eine lange Tradition der Rekrutierung von afghanischen Flüchtlingen durch Terrorgruppen. In Pakistan etwa unterhalten die Taliban und das Haqqani-Netzwerk Islamschulen, wo es kostenlos Bildung und Essen gibt. Die afghanischen Flüchtlinge, die in der Regel arm und verzweifelt sind, schicken ihre Kinder dorthin.

Vom Iran wurden bis vor kurzem junge afghanische Männer für das Fatimion-Bataillon rekrutiert, eine Gruppe, die in Syrien auf der Seite von Assad gegen den IS gekämpft hat, für Geld, Drogen und Prostituierte, manchmal auch für eine Aufenthaltsgenehmigung im Iran. Viele Gruppen haben ihre Rekrutierungszentren direkt in Afghanistan, vor allem in Moscheen und Islamschulen. Die Infrastruktur ist da. Und die Abgeschobenen sind dafür besonders empfänglich.

ZEIT ONLINE: Die deutsche Regierung hat angekündigt, die Abgeschobenen zu unterstützen. Bekommen Sie von dieser Unterstützung etwas mit?

Mama, Papa, ich habe es nicht geschafft in Europa, aber wenigstens habe ich euch das Geld wiedergebracht.

Marifat: Ja, es gibt Integrationsprogramme, zum Beispiel eines zur psychologischen Betreuung, auf das die deutsche Regierung sehr stolz ist. Natürlich ist psychologische Betreuung wichtig. Aber erst einmal müssen diese Menschen eine Lösung für ihre unmittelbaren existenziellen Nöte finden. Von den 50 Rückkehrern und Abgeschobenen, die wir befragt haben, hat kein einziger an einem Hilfsprogramm teilgenommen. Der Druck, der sie belastet, ist riesig. Die fragen sich: Wo finde ich Arbeit? Wie schaffe ich es, nach Hause zu fahren und zu sagen: Mama, Papa, ich habe es nicht geschafft in Europa, aber wenigstens habe ich euch das Geld wiedergebracht. Wie komme ich in mein Heimatdorf, ohne auf dem Weg dorthin angegriffen zu werden? Es nützt nichts, wenn man zur Therapie gehen kann, aber danach durch eine Stadt laufen muss, in der jederzeit eine Bombe explodieren kann.

ZEIT ONLINE: Von den europäischen Regierungen wird die Abschiebepolitik als Erfolg verkauft: Das Signal, dass nicht alle bleiben können, ist in Afghanistan angekommen. Der Plan funktioniert. 

Marifat: Er funktioniert, weil Deutschland grundlegende Rechte verletzt. Deutschland ist Teil der internationalen Gemeinschaft, es hat Menschenrechtsverträge unterzeichnet. Die Abgeschobenen sind Menschen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Afghanistan getötet werden, ist hoch. Das ist keine funktionierende Politik, das ist ein Desaster. Deutschland muss die Abschiebungen nach Afghanistan stoppen.

ZEIT ONLINE: Die Abgeschobenen wurden von deutschen Behörden als nicht schutzbedürftig eingestuft.

Marifat: Ja, sie gelten als Wirtschaftsflüchtlinge. Aber ist es wirklich so einfach? Der Höhepunkt der Fluchtbewegungen setzte 2014 ein, als die internationalen Truppen aus Afghanistan abzogen. Damals verloren etwa eine halbe Million Afghanen ihren Job, Übersetzer und Fahrer zum Beispiel. Das war eine riesige Industrie. Und die Regierung hat damals keine neuen Jobs geschaffen. Der Punkt ist aber: Das war nicht nur ein ökonomischer, sondern auch ein sicherheitspolitischer Umbruch. Diese Leute waren plötzlich arbeitslos – und extrem gefährdet.

Ich hatte diese Taliban-Typen noch nie in meinem Leben gesehen. Aber die sind auf mich zugekommen und haben mich mit Namen begrüßt: „Hallo, Hadi!“ Die wissen, wer ich bin.

Jemand, der für die Truppen gearbeitet hat, ist ein Ziel für die Taliban. Der gilt als Spion des Westens. Ich habe selbst ein paar Jahre für die Vereinten Nationen gearbeitet. Jeden Morgen bin ich in einen Shuttle-Bus gestiegen, auf dem groß „UN“ stand. Jeder konnte sehen, für wen ich arbeite. In diesem Juni war ich Teil einer Delegation, die in Katar mit den Taliban verhandelt hat. Ich hatte diese Taliban-Typen noch nie in meinem Leben gesehen. Aber die sind auf mich zugekommen und haben mich mit Namen begrüßt: „Hallo, Hadi!“ Die wissen, wer ich bin.

ZEIT ONLINE: Sie haben in London studiert und hätten in Europa bleiben können. Warum sind sie nach Kabul zurückgekehrt?

Marifat: Afghanistan hat mir ein Stipendium bezahlt, ich will dem Land etwas zurückzugeben. Ich sage nicht, dass ich mich dort sicher fühle. Ich bekomme Drohungen, musste aus Sicherheitsgründen mehrmals meinen Wohnort wechseln. In Europa war ich sicher, aber dort wurde in mir immer nur der Migrant gesehen. Der Aufstieg der Populisten, die Islamophobie, das bereitet mir Sorge. Und ich bin damit nicht allein. Einige Abgeschobene, die wir interviewt haben, wollen zwar um jeden Preis wieder nach Europa. Aber viele sagen auch: Niemals will ich dorthin zurück.

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Amour, Amour

Die Liebe ist ein wildes Tier
Sie atmet dich sie sucht nach dir
Nistet auf gebrochenen Herzen
Geht auf Jagd bei Kuss und Kerzen
Saugt sich fest an deinen Lippen
Gräbt sich Gänge durch die Rippen
Lässt sich fallen weich wie Schnee
Erst wird es heiß dann kalt am Ende tut es weh
Amour Amour
Alle wollen nur dich zähmen
Amour Amour am Ende
Gefangen zwischen deinen Zähnen

Bei MSN stolperte euer Erzähler gerade wieder mal demütigst über einen Artikel, diesmal aus dem Kölner „Express“, voller Herz und, vor allem, SCHMERRRZ, der ihn, den überaus empfindsamen Gefühls- und Gemütsmenschen, zutiefst bewegte, weshalb er ihn seinem handverlesenen Elite-Publikum wie auch den stillen Mitlechzern auf keinen Fall vorenthalten konnte: Dieses schicksalhafte Aufeinandertreffen, der unglückliche, bemitleidenswerte Romeo, der „Amour“ in Gestalt einer deutschen Alleinerziehenden ins zähnestarrende Maul geraten war und dadurch (und mit ihm wir alle und Deutschland!) um seine migrantische Erfolgsgeschichte betrogen wurde, das ist ganz großes buntes Technicolor-Betroffenheitskino, doch höret und leset selbst:

Bonner Gericht: Erst Knast, dann Abschiebung: Lena (24) aus Liebesfrust vergewaltigt

„Ich muss da raus, weil ich es drinnen nicht mehr aushalte“, hatte Lena F. (Name geändert) als Zeugin vor dem Bonner Landgericht erzählt. Die Erinnerungen an die Vergewaltigung am 21. November 2018 seien in der Wohnung immer noch bedrängend, jeder Schritt vergiftet.

Vor allem das Badezimmer, wo sie von dem 30-jährigen Freund attackiert, zu Boden geworfen und mehrfach vergewaltigt worden war, obwohl sie sich wehrte, vor Schmerzen weinte – und nebenan ihre vierjährige Tochter im Wohnzimmer spielte.

Nur für ihre kleine Tochter hält Opfer sich aufrecht

„Wenn ich unter die Dusche muss“, so die 24-Jährige weiter, würde sie das Wasser besonders heiß stellen, damit der Dampf den Raum in einem Nebelschleier verschwinden lässt. Dieser Alptraum hat Lena F. Monate später noch voll im Griff. Er hat ihr Leben zerstört, sagt sie, nur für ihre Tochter halte sie sich aufrecht.

Gericht in Bonn spricht mildes Urteil

Die 10. Große Strafkammer hat gestern den Mann verurteilt, der ihr so ein großes Leid angetan hat. Wegen Vergewaltigung, Körperverletzung, räuberischer Erpressung und Bedrohung wurde der 30-jährige Buchhalter jetzt zu milden zwei Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt.

„Er hat für sich rausgeholt, was rauszuholen war“, so der Kammervorsitzende Marc Eumann gleich zu Beginn der Urteilsbegründung. Der Angeklagte sei „den Weg des Geständnisses“ gegangen und habe damit der 24-Jährigen erspart, noch einmal alles erzählen zu müssen.

Opfer noch während Prozess in Bonn 5000 Euro überwiesen

Darüber hinaus hat er Lena F. noch während des Prozesses 5000 Euro als Entschädigung überwiesen. Geld, das er sich ursprünglich von einem Freund geliehen hatte, um ein Geschäft zu gründen. „Ohne dieses strafmildernde Verhalten“, so Eumann, „hätte er mit einer Haftstrafe von über fünf Jahren rechnen müssen.“

Angeklagter hatte sich unsterblich in die Frau verliebt

Die Geschichte hatte in einem Linienbus angefangen: Dort hatte der gebürtige Ägypter Lena F. mit ihrer kleinen Tochter gesehen und sich sofort unsterblich verliebt. Einen Sommer lang hatte er gehofft, von ihr erhört zu werden. Dabei habe sie immer Zeichen gegeben, dass er keine Chance habe, so Eumann.

Aber er begehrte sie über alles: So beschenkte er sie mit Blumen und ihre Tochter mit Schokolade und einem Kinderrad. Als er am Tattag begriff, dass seine Liebe verschmäht wurde, ist er ausgerastet. Der Angeklagte selbst hatte im Prozess seine Tat als „schändlich“ bezeichnet: „Monatelang hatte ich mich nach dieser Liebe gesehnt, dass ich nicht verstand, was geschah. Ich war wie neben mir!“

Er wollte die einst Angebetete vernichten

Die Wut hielt an, auch der Wunsch die einst Angebetete zu vernichten: Er erpresste sie um 1000 Euro, andernfalls würde er sie töten; auch forderte er seine Geschenke zurück. Lena F., die die Erpressung ernst nahm, zahlte 150 Euro. Zwei Monate später hat sie die Polizei eingeschaltet. 

Der Angeklagte, der 2016 voller Hoffnungen eingereist war, habe sich selber bestraft: Denn keine Frage, so Eumann, dass er nach Verbüßung der Haftstrafe  zudem abgeschoben wird. (ucs)

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Nun, was soll uns diese Moritat sagen? Dumme Kuh, selber schuld, hat bestimmt die „Systemparteien“ gewählt und nun hat sie geliefert bekommen was sie bestellt hat? Oder könnten wir uns eventuell noch darauf einigen, dass dieser ägyptische „Freund“ (Lügenpresse) die Frau, die nicht „so“ sein wollte, erst über geraume Zeit bedrängt und belästigt und dabei versucht hat, sich ihre prekäre Situation zu nutze zu machen, um ihr letztlich, als ihm klar wurde, dass es nichts wird, die aus seiner Sicht angemessene und in seinem Herkunftsland keineswegs so unübliche Behandlung für eine solcherartige Abfuhr und Kränkung zu verpassen während die Lügenpresse ihn durchs Hintertürl auf mittlerweile vertraute Weise als das eigentliche Opfer zu präsentiert?

Nun, auf jeden Fall wieder einer der unzähligen Einschläge der Migrationswaffe und die, die diese führen, haben genau diese Dinge vorausgesehen und einkalkuliert, es kann nicht anders sein, da die Folgen muslimischer Massenimmigration altbekannt und voraussehbar sind. Nun denn, wo transformiert wird, da fallen Späne und Geburten sind nun mal blutig. Welche Lehren man im persönlichen Umgang mit den Neubürgern und in der gegenwärtigen Situation im allgemeinen aus sowas zieht, bleibt jedem und jeder selbst überlassen.

Moralerpressung durch Schocktherapie

Das Qualitätsblatt „Mannheimer Morgen“ hyperventiliert:

Asylbewerber -Polizei holt Kinder zur Abschiebung aus Schule und Kindergarten ab / Sechstklässler schreiben an Ministerpräsidenten „Das war für uns ein Schock“

In die Johannes-Kepler-Schule in K 5 kamen Polizisten, um einen Elfjährigen abzuholen. Er wurde inzwischen mit seiner Familie nach Albanien abgeschoben.

Die beiden Polizisten kamen „in voller Montur. Ich sollte ein Kind aus der Klasse rausnehmen – wovon ich zuvor gar nichts wusste“, erzählt Birgitta Hillebrandt. Man merkt der Leiterin der Johannes-Kepler-Gemeinschaftsschule in K 5 an, dass sie noch immer fassungslos darüber ist, was am vergangenen Montag passierte. Weil die fünfköpfige Familie des elfjährigen Albaners an diesem Tag abgeschoben…

MaMo vom 15.12.2018

In der Tat ein traumatisches, kein schönes Szenario, mag die Abschiebung noch so sehr geltendem Recht entsprochen haben und in dieser Hinsicht hieb- und stichfest sein.

Und wie geht diese mit letzter kalter Konsequenz durchgeführte Abschiebung einer „gut integrierten“ Familie überhaupt damit zusammen, dass sich, bei immer noch offenen Grenzen und nach der Unterzeichnung des internationalen Genozidalpakts, hier hunderttausendfaches Drittweltprekariat tummelt, das nach noch geltendem deutschem wie europäischem Recht keinerlei Anspruch auf einen Aufenthaltsstatus hätte?

Dass dabei massenhaft Kriminelle und  bürgerkriegserprobte Gewalt- und Mordschergen mitschwimmen, was sich bei jeder aus dem Personenkreis dieser falschen Flüchtlinge heraus verübten schaurigen Gewalttat, die es in die überregionalen Medien schafft und nicht in den Lokalsparten versickert, offenbart?

Dass ebenjenen Vergewaltigern, Totschlägern, Mordbuben, die sich hier der Justiz ihrer Heimat entzogen haben eine Abschiebung in dieselbe nicht zugemutet werden kann, auch wenn sie hier weiter ihrer Profession nachgehen, weil dies mit „unseren Werten“ nicht vereinbar sei und überhaupt?

Dass man hier, vorausgesetzt man gehört der richtigen Ethnie, vorzugsweise einer afroarabischen, an, mit dem Asylgrund durchkommt, dass man in der Heimat einen Mord begangen habe und vor der Justiz geflüchtet sei?  Man erinnere sich daran, dass das „Grundrecht“ auf Asyl ursprünglich für den kleinen Personenkreis von vom Staat gezielt verfolgten Dissidenten gedacht war, was für eine Pervertierung!

Dass überhaupt seit 2015 in verschärfter Gangart deutsches und europäisches Recht gebeugt, für obsolet erklärt und jener seither fortlaufenden, grenzenlos-ungefilterten Drittwelt-Massenimmigration direkt in die Sozialsysteme endgültig der Weg bereitet wurde, was mit dem unverbindlich verpflichtenden UN-Genozidal-Pakt sowohl seine rückwirkende Legitimation als auch seine Adelung zum Zukunftsmodell bzw. anzustrebenden Ideal erfahren hat?

Dass unsere geliebte Kanzlerin, von ihren Verehrern liebevoll „Rautenratte“ genannt, ganz offen erklärte, sie wolle „illegale Migration legal machen“ und damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass „die da oben“ keinesfalls immer lügen?

Ja, wie passt dieses sture und rohe Durchgreifen gegenüber einer angeblich  integrationswilligen Familie, das Herausreißen von Kindern aus dem Schulunterricht durch Polizisten „in voller Montur“, mit zugegebenermaßen durchaus trauma-induzierender Wirkung, dazu, dass die allgemeine Maxime nach wie vor „wer drin ist, der bleibt!“ lautet, was schon allein  dadurch offenbar wird, dass angesichts der hereingeschwemmten Massen die sich ziemlich konstant im Bereich von 20-30 000 bewegende jährliche Abschieberate populationsdynamisch quasi zu vernachlässigen ist?

Es passt, sehr gut sogar. So wie Arsch und Eimer, Nudel und Fut, Yin und Yang! Und zwar gerade wegen dieser öffentlich wirksamen Antiwerbung für Abschiebung und Immigrationskontrolle.

Die Frage, warum man denn dies auf ebenjene krawallige Weise erledigen müsse, also mit dem Herausreißen der Kinder aus dem Kreis ihrer Schulklasse usw. und warum man sich überhaupt auf diese Art eine unauffällige, integrationswillige Familie greife und nicht etwa besagte Kriminelle, Mordschergen oder etwa auch islamische Bigamisten, die unverhohlen meinen, hier den Herrenmenschen geben zu müssen, der ein Recht darauf habe, mitsamt Harem und Sippe von den Kuffar durchgefüttert zu werden, findet darin schon ihre Antwort: weil dies schlecht zur MORALERPRESSUNG taugt und letztlich eine konsequente Abschiebepolitik eher als gerechtfertigt erscheinen ließe, auch wenn dabei mal etwas rauer zugegriffen würde.

Solche Aktionen wie der oben geschilderte Fall sind die beste Antiwerbung, die man sich vorstellen kann: Das geltende Recht durchzusetzen bedeutet demnach also Rohheit und Gewalt gegen Familien und damit, unschlagbar in der  Propaganda, KINDER! Damit wird nachhaltigst das Bild geprägt, das sich die  Masse von Einwanderungskontrolle macht, der Tugendterror der selbst erklärten moralischen Mehrheit geschürt, werden die aufgeführten falschen Flüchtlinge geschützt, wird die mörderische, destruktive, genozidale Agenda der bedingungslosen Massenimmigration aus dem afroarabischen Raum durch MORALERPRESSUNG gerechtfertigt: Wie, du bist gegen den Migrationspakt? Dann willst du wohl auch Kinder aus dem Kreis  ihrer Schulfreunde reißen und im Mittelmeer ersäufen! Schlagt ihn tot, den Nazi! Keine Möhnntschenrechte für Nazis!

MORALERPRESSUNG! Wir erinnern uns an Aylan Kurdi:

Wen interessierte angesichts des liebevoll in der Dünung platzierten Kadavers noch der Umstand, dass die Familie jahrelang in Sicherheit in der Türkei lebte, bis Pappi den Entschluss tätigte, sich in Görmoney die Beisser richten zu lassen und bei der Bootspartie an Schwimmwesten für die Familie (nicht bei sich selbst!) zu sparen. Und dieses Subjekt wurde von der Propagandapresse zu einer moralischen Instanz in „Flüchtlings“fragen erklärt und etwa ein Jahr später danach interviewt und gefragt, was er denn meine, ob sich in der „Flüchtlings“situation irgendwas verbessert habe oder nicht und überhaupt blahblah – dieses Subjekt, das einzig und allein den Tod seines Kindes zu verantworten hat und niemand sonst! Aber auch er ist nur ein Objekt der moralerpresserischen Propagandamaschine.

MORALERPRESSUNG – merkt es euch, Kinder!

Nachtrag: Die Polizei in Mannheim rechtfertigte ihr Vorgehen natürlich mit der Rechtmäßigkeit der Abschiebung und damit, dass sie aufgrund der Überlastung zu solchen Vorgehensweisen gezwungen wären und auch schon mal Kinder in der Schule abgreifen müssten usw. usf.