Quote

10. Mai. Endlich hat es geregnet. Dreck und Abfälle wurden von den Bürgersteigen gespült. Ich arbeite bis zur Erschöpfung. 6 Tage in der Woche. Von abends sechs bis morgens sechs. Oft hänge ich noch 2 Stunden dran. Manchmal arbeite ich auch an 7 Tagen. Das ist ein verdammter Schlauch. Aber es hält mich auf Trab. Pro Woche verdiene ich zwischen 300 und 350. Wenn ich die Uhr abstelle, schaff ich noch mehr. Wenn es dunkel wird, taucht das Gesindel auf: Huren, Betrüger, Amateurnutten, Sodomiten, Trinen, Schwuchteln, Drogensüchtige, Fixer, kaputte Syphkranke. Ich hoffe, eines Tages wird ein großer Regen diesen ganzen Abschaum von der Straße spülen.

Travis Bickle, „Taxi Driver“

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In der Ochlokratie wird das alles ja eher nach oben gespült. Aber man weiß ja nie.

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Nostalgie aus den falschen Gründen

Oder: Hinterrücks in die Sexualhölle

-Die 80er Jahre, ich war dabei…-

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Der zeitreisende Erzählknecht bekam in letzter Zeit auf der Youtube-University reihenweise 80er- Nostalgievideos anempfohlen, bei denen völlig nebensächlichen Dingen wie Playmobil, Zauberwürfeln, Yps-Heften oder sogar Mohrenkopfwecken, die so manche Diabetes- und Krebskarriere mit begründet haben mögen, in sentimentalster Zerrinnerungsseligkeit hinterhergetrauert wird wie einem verlorenen Paradies und das alles untermalt von einer Mucke, die dem DE damals schon am Arsch saugte oder wie der Lateiner das sonst so nennt. Und dabei haben die nostalgieverklärten Ersteller wie Kommentatoren dieser Videos offenbar keine Ahnung, was sie damals wirklich noch für Privilegien genossen und was ihnen und, vor allem, ihren Kindern, so vorhanden, tatsächlich genommen wurde. Der Erzähler stößt in seiner unermüdlichen, unerschrockenen archäologischen Wühlarbeit in den Sumpfpfühlen und Kloaken der Gegenwart auf Fragmente einer Zeit, die ihm auf so eigenartige Weise entrückt wirkt, daß im Vergleich dazu schon fast der mysteriöse jungsteinzeitliche Kannibalenhorror von Herxheim vor 7000 Jahren schrecklich zeitnah erscheint!

Was ist geschehen? Was war das für ein Planet, wo so etwas erst gestern noch möglich war:

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Mitgefühl als Eingeständnis der Wahrheit: Der Elefantenmensch

ICH BIN KEIN TIER! ICH BIN EIN MENSCHLICHES WESEN! ICH BIN EIN MENSCH!

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Von Trevor Lynch, erschienen auf Counter Currents Publishing und The Unz Review, 20 Januar 2021, demütig übersetzt und mit einer Schlußbemerkung versehen von B-Mashina.

David Lynchs zweiter Spielfilm, Der Elefantenmensch/The Elephant Man (1980), ist eine seiner erstklassigsten Arbeiten. In vielerlei Hinsicht ist The Elephant Man Lynchs konventionellster „Hollywood“-Film. (Dune ist auch ein Hollywood-Film, aber ein mißglückter.) Die Besetzung von The Elephant Man ist ziemlich erlesen, inbegriffen John Hurt, Anthony Hopkins, Sir John Gielgud, Dame Wendy Hiller und Anne Bancroft. Der Film wurde von Mel Brooks produziert, der seinen Namen außen vor ließ, damit die Leute keine Komödie erwarteten.

The Elephant Man war sowohl kommerziell als auch bei der Kritik erfolgreich. Er erhielt acht Academy-Award-Nominierungen, einschließlich „bester Film“ und „bester Regisseur“. Er spornte auch die Academy dazu an, im Jahr darauf eine neue Auszeichnung für Makeup zu schaffen. The Elephant Man gewann die Auszeichnungen der British Academy Film Awards für „bester Film“, „bester Schauspieler“ (Hurt) und „Produktionsdesign“, als auch den französischen César als bester ausländischer Film. Er wird routinemäßig in die Bestenlisten der Filmkritik aufgenommen.

Obwohl es in The Elephant Man um einen abscheulich deformierten Tingeltangel-Freak geht, ist Lynchs Herangehensweise empfindsam und teilnahmsvoll. Tatsächlich ist The Elephant Man erbaulich, herzerwärmend und ziemlich explizit christlich, was angesichts des Umstands überrascht, daß Lynch, über lange Zeit ein Anhänger der Transzendentalen Meditation, eher Hindu als Christ ist.

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Bibelpoesie

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4 Schön bist du, meine Freundin, / ja, du bist schön.
Hinter dem Schleier / deine Augen wie Tauben.
Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen, /
die herabzieht von Gileads Bergen.
2 Deine Zähne sind wie eine Herde / frisch geschorener Schafe, /
die aus der Schwemme steigen.
Jeder Zahn hat sein Gegenstück, keinem fehlt es.
3 Rote Bänder sind deine Lippen; lieblich ist dein Mund.
Dem Riß eines Granatapfels gleicht deine Schläfe / hinter dem Schleier.
4 Wie der Turm Davids ist dein Hals, /
in Schichten von Steinen erbaut;
tausend Schilde hängen daran, / lauter Waffen von Helden.
5 Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, /
wie die Zwillinge einer Gazelle, / die in den Lilien weiden.
6 Wenn der Tag verweht und die Schatten wachsen /
will ich zum Myrrhenberg gehen, / zum Weihrauchhügel.
7 Alles an dir ist schön, meine Freundin; / kein Makel haftet dir an.

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Das Hohe Lied Salomos in der Einheitsübersetzung (1980)

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Bildquelle: Katja Bienert in Jess Francos „Lilian“ (1984) – 1) Hotlink 2) Screenshot

Wenn der Hunt sich krummt, er Scheißens pflegen will

Forward to glory, for Kek, Trump, and Country!

Wers glaubte, war schon damals selig.
Bildquelle: Counter Currents –
„Esoteric Kekism is a Religion of Peace“

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A interspecial yourney from „Q“ to Bodil and back to the disgusting „knotting“ of today

Neulich besuchte der DE nach längerer Zeit mal wieder „Counter Currents“, jene in fadenscheiniger Weise auf gediegen und schwer rechtsintellektuell getrimmte Internetpräsenz von Greg Johnson, dem schwulen Pupenjungen des Steroidopfers „Jack Donovan“, einem Männerbündler und erklärtem Neo-Barbaren, der wohl auch schon dem millennialen Post-Collapser „Nicht Verfügbar“ (NV) in der Pubertät Halt und Orientierung geboten hatte.

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La DEUTSCHE Vita: Katja Bienert, 2.

…Eugenie…la Niña… ADORABLE.. Bild: Screenshot Youtube

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Der Erzähler folgt im Strudel seiner aufgewirbelten Zerinnerungen weiter den Spuren der Göttin der Jugend, die sich für ihn in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der jungen deutschen Mimin Katja Bienert inkarnierte. Angesichts dessen, daß gerade zu dieser Zeit, ausgehend von den USA, die Weichen von dem kurzen Tauwetter einer besseren Zeit in den 60ern und 70ern hin zu der restriktiven Sexualhölle nach US-Vorbild gestellt wurden, in die wir heute zu bewohnen gezwungen sind, erscheint das Schauspiel der jugendlichen Katja wie eine der letzten Blüten ebenjener besseren Zeit, und der Rückblick von geradezu surrealer Unwirklichkeit. Nach den doch eher prosaischen Schulmädchenreports und Derrick, wo der Glanz der Göttin noch in die hinterletzten Wohnzimmer erstrahlte, ergibt sich der Erzähler in den surreal-fiebernden Filmträumen des großartigen Jess Franco endgültig dem Delirium als seiner letzten Zuflucht.

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La DEUTSCHE Vita: Katja Bienert, 1.

Wenn du also wissen willst, was dir blüht, lese die Zeitung, schaue Filme und TV.

(FRANKSTEIN)

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Letzte Ausläufer einer besseren Zeit, als sich im bleiern-staatstragenden ZDF in einer der deutschesten aller TV-Serien zur besten Sendezeit die Göttin der Jugend für einen kurzen Moment inkarnierte: Katja Bienert, gerade mal 13, in der Rolle der Vera „Angel Of Mine“ Essling in Derrick: „Dem Mörder eine Kerze“.
Bild: Screenshot Youtube

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Ein Nebeneffekt des Demütig-Vor-Sich-Hin-Bloggens ist, daß dadurch beständig der Mulm aus uralten Zerinnerungen am Boden des Bewußtseinsstroms aufgewühlt und hochgewirbelt wird. So streifte der Erzähler neulich bei seiner bitteren Klage über die sich mit atemberaubender Geschwindigkeit verdichtende sexualhöllische Finsternis dieser Tage den Fall der deutschen Mimin Katja Bienert, die in sehr jungen Jahren auf eine Weise in Illustrierten, Film und TV brillierte, die heute, trotz schrillstem Sexgetöne allüberall, schlicht nicht mehr denkbar wäre. Und selbst der Erzähler, dem sich die junge Katja Bienert als ausnehmend schöne Verkörperung adoleszenter Erotik ins Bewußtsein eingebrannt hatte, was sicherlich damit zusammenhängt, daß das Erstrahlen von Katjas Stern in den frühen 80ern mit der eigenen Pubertät zusammenfiel, war sich bis vor kürzerem nicht vollends darüber im Klaren, wie sehr ein Blick auf Katja Bienert und ihre Karriere verdeutlichen kann, in welchem Ausmaß sich die Verhältnisse seither zum Düsteren hin verwandelt haben.

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Beim Träumen falsch abgebogen

Ach wie schön, soeben schaute und lauschte ich eine Stunde Aufnahmen von Führers Geburtstag, und zwar von ruhmreichen Anbeginn bis zum heroischen Ende.

Staatsmänner wie Göring und Dr. Goebbels halten geistreiche Ansprachen, das Volk jubelt in grenzenloser Freude und wartet mit Blumenschmuck und Herzensgaben auf, da es vom Führer seine Ehre – und somit seine Freiheit – zurück erhalten ….

AAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHRRRRRRRGGGGGGGGGG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

JA SCHEISZDOCHREIN! Was träumt sich der DE da wieder mal für eine hochgradigst dampfende Kacke zusammen?!! HEROISCHES ENDE??? MY AZZ!!!

Puuuh, dabei gings doch HIER lang:

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DANISCH und die chthonischen Schrecken des SÜDPOLs

DANISCHs kühl-kühner Forscherblick in den chthonischen Urschlund? Oder ist es doch nur der Rachen einer unschuldigen Lederschildkröte? Oder irgendwie Beides? (Bild: Pinterest)

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Der gewaltige Schläfer DANISCH, der trotz seines immensen Scharfsinns einfach nicht erkennen will, was Masse in Sachen „Weltlenkung“ ist und damit seine Schäfchen stets auf’s neue zu frustrieren versteht, hat wieder einmal unter Beweis gestellt, daß er schlichtweg andere Prioritäten setzt als sein Publikum aus frustrierten Modernisierungsverlierern, abstiegspanischen Minimalbürgerchen und Wut-Rentnern. Während es bei letzteren nämlich lediglich zu vertrocknetem Rumtheoretisieren und zahnlosem Wiederkäuen uralten Modders (wie die Rothschilds die Welt knechten und wie Hitler den Zweiten Weltkrieg doch noch gewinnen könnte) im Verbund mit permanentem Opfergeheul (Oh mennöh, hat uns der BRD-FASCHISMUS gefiggt, dreißig Johr geohrbeid‘ und nuur verohhrrrscht!“ – des hätt’s beim Adolf ned gewwe!“) reicht, zeigt Testikel-Wunder DANISCH auf’s Großprächtigste, daß er selbst noch in seinen feuchten Träumen miles high über jenen feuchten Blogosphärenfürzchen schwebt und auf ein „Erwachen“, wie es ebenjene inferioren Spastis und Loser, aus denen sich seine Jüngerschar zwangsläufig zusammensetzt, sich flehentlichst erhoffen, getrost verzichten kann.

So freut sich DANISCH am 09.12.2020 wie ein kleines Kind und verkündet lauthals:

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