Von Wölfen und Menschen IX

Herdenschutzesel – Bullshit und Wahrheit

Bullshit, wie er gerne von hochoffiziellen Stellen verbreitet und von grünen Urbaniden nachgeplappert wird:

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-Darum Haben Hyänen und Wölfe Angst Vor Eseln-
Gibt es wirklich einen Herdenschutzesel Trend? Und wenn ja, wieso fürchten sich gefährliche Raubtiere wie Hyänen oder Wölfe eigentlich vor Eseln. Wie kann es sein, dass diese süßen Huftiere riesige Herden von Schafen und Ziegen verteidigen können?

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Dazu:

Esel als Herdenschutztiere

Die Bedrohung von Schaf-, Ziegen- und Rinderherden durch Wölfe wird mit wachsender Population immer größer. Umso verständlicher ist es, dass Halter von Weidetieren nach Möglichkeiten suchen, ihre Herden vor Wolfsübergriffen zu schützen.

Neben geeigneten Zäunen und dem Einsatz von Herdenschutzhunden werden dazu auch immer wieder Lamas und Esel in Betracht gezogen, zum Teil von Wolfsbeauftragen und Umweltministerien sogar empfohlen.

Jedoch ist die Haltung von Eseln in solchen Herden nicht so einfach, wie es publiziert wird. Der Esel ist kein Weide-, sondern ein Wüstentier. Die Fähigkeit von Eseln, andere Tierarten vor Angriffen durch Wölfe zu schützen, ist in keiner Weise nachgewiesen. Durch ihr lautes Schreien und ihre Wachsamkeit können Esel möglicherweise auf eine Bedrohung aufmerksam machen. Sie können aber durch ihr Abwehrverhalten keine Wölfe vertreiben und sich auch nicht selbst als Beutetiere schützen. Zudem widersprechen die Haltungsansprüche der zu schützenden Weidetiere elementaren Haltungsbedingungen für Esel (z. B. Nährstoffangebot, Witterungsschutz).

Die Haltung eines Esels aus dem Motiv Herdenschutz ist abzulehnen.

Gern beraten wir Weidetierhalter, Behörden, Naturschutzverbände und alle anderen Interessierten.

Schutz vorm Wolf? Esel als Herdenschutztiere – Noteselhilfe e.V.

Der Wolf ist nun mal ein Apex-Predator, dessen bevorzugte Beute mittelgroße bis große Huftiere sind. Was ist ein Esel?

Ein probates Beispiel dafür, wie sich Ökomythen hartnäckig halten und verbreiten. So wie auch die Mär, Wölfe hätten Yellowstone gerettet und ähnliches. Läßt sich natürlich auf vieles andere übertragen, schließlich ist der Wolf ein allegorisches Tier.

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88 Gedanken zu “Von Wölfen und Menschen IX

  1. Mir sind halt die Tage solche Beleerungen über fettkrasse Aggro-Esel wiederholt auf der Youtube-University empfohlen worden, da konnte ich dann doch nicht an mich halten. Yepp, alles easy Man, einfach nen Esel mit auf die Weide und es hat sich mit dem Wolfsproblem. Und das auch noch voll bio und CUTE und wer das anders sieht ist ein Trump-Hinterwäldler.

    Dabei können Esel tatsächlich ziemlich aggro werden und haben auch schon Möhnntschen getötet, aber Wölfe sind eben auch in der Lage, aggressive und wehrhafte Beute zu überwältigen und letztlich lebend zu schnabulieren. Ganz zu schweigen von Hyänen, die sich in Afrika regelmäßig an lebendfrischen Zebras schadlos halten, die es an Beißkraft und Trittfestigkeit mit Eseln locker aufnehmen können. Mag sein, daß ein Aggro-Esel einen einzelnen jungen, unsicheren Wolf vertreiben oder gar killen kann, bei einem entschlossenen Rudel sieht es aber schon anders aus. In diesen faken und gayen Videos wird nicht mal davor zurückgeschreckt, einen Esel und eine Hyäne, die offensichtlich als Haustiere miteinander aufgewachsen sind, beim harmlosen Raufen und Herumbalgen zu zeigen und zu behaupten, das wäre jetzt ein Kampf auf Leben und Tod, lol. Naja, auf diese Art und nicht anders arbeiten auch Politik und Qualitätsmedien in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, Framing und Volksverblödung. Sobald es irgendwo um Wölfe geht, springen einen die allegorischen Assoziationen an wie Raubtiere…^^

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  2. anonym

    „Hasilein, lass das“ ist schließlich auch eine Hetzjagd, wie wir aus sicherer Quelle (z. B. Steffen Seibert und Die Zeit) wissen.

    Hasen und andere Raubtiere sind in ihrem Jagdverhalten wirklich grausam.

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    1. Da sagst du was!

      0:18 JUMPSCARE

      Die vorbildliche Fachkraft und Merkel-Zweitausendfünfzehner in Würzburg soll ja weilland in Nazi-Chemnitz von ebenjenen Hasen gejagt worden sein! Da musz einen wirklich nichts mehr wundern, wenn die Verkäuferin in der Messerabteilung von Woolworth Streit anfängt! Von ungefähr schlitzt doch niemand Leute auf. Versucht dabei gar, eine Elfjährige durch den Körper der Mutter hindurch, die sich schützend über sie warf, mit der langen Klinge zu erstechen. Um dann noch eine Granny, die den Körper der sterbenden Frau anhob, damit die schwerst verletzte Tochter „Ich will noch nicht sterben!“ sich freimachen und flüchten konnte, mit achtzehn Stichen niederzumetzeln. Und dann wird der arme Tropf wieder von einem Hasenmob gejagt, eine „unfaßbare Hetzjagd“, wie nicht nur der Merkur schreibt, bei der der Täter „keine Chance hatte, sich auszuruhen oder zu verstecken“! Da musz sich noch einiges ändern in Naziland, auch oder gerade weil ein Gutteil der Hasen selbst Migränehintergrund gehabt haben soll!

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  3. Oh my Gosh, es wird höchste Zeit für die HASENDÄMMERUNG!
    Da musz sich wirklich niemand wundern, dasz die Schranzlerin angesichts solcher Narreteien unter bestimmten Umständen sehr zurückhaltend mit Beileidsbekundungen ist und damit meistens richtig liegt – hat sich doch erwartungsgemäß bestätigt, daß der Würzburger Mädchenschlitzer und astreine 2015er „nur“ ein bisserl schizophren und trotz „Aloha Nacktbar!“ keinesfalls ein Gotteskriecher war!

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  4. Oblong
    am
    12.03.2021 – 13:38

    Wolf ins Jagdrecht? – Ich nicht !!!
    Ich will den Wolf nicht im Jagdrecht und werde auch dann keinen schießen. Sollen sich die Herrschaften darum kümmern, die ihn wollten. Und die Damen und Herren Wolfsstreichler könnten ja einen Wolfsschaden-Fonds gründen und füllen, aus dem Nutztierhalter entschädigt werden, anstatt denen vorzuwerfen, dass sie zu dumm sind, höhere Zäune zu ziehen. Ich helfe sicher nicht, das noch wachsende Wolfsproblem in den Griff zu bekommen. Und die Landesforsten müssen dann weniger Rehe schießen, weil der Wolf das ja schon macht. ALSO: ALLE GLÜCKLICH, ODER?

    https://www.jagderleben.de/news/deutscher-problemwolf-frankreich-geschossen-712525

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  5. Schildbürger

    Fundstück des Tages:

    Wobei ich die Vermutung dass die Wölfe alleine aus Hunger und Verzweiflung angegriffen haben sollen kritisch sehe, dem widerspricht alleine schon die schiere Zahl erlegter Tiere während des Waffenstillstandes. Spricht nicht gerade dafür dass die Not gelitten hätten.
    Kriege galten nicht umsonst immer als die Zeit der Wölfe und der Raben.
    Alleine wegen einem ungewöhnlichen, in nicht unerheblicher Menge zur Verfügung stehendem Nahrungsangebot.
    Und wenn Wölfe als intelligente und pragmatische Raubtiere einmal darauf gekommen sind dass einzelne, evtl. unbewaffnete oder auch schwache, verwundete usw. Zweibeiner ohne Federkleid keine Bedrohung, sondern eine langsame und nicht besonders wehrhafte Beute darstellen ist das Bankett eröffnet.

    Siehe auch hier:
    https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/theorie-von-gefaehrlichen-woelfen-wird-geliebt-und-gehasst-2342883203.html
    Bin mir grade nicht mehr sicher ob Valerius Geist hier schonmal erwähnt wurde, aber seine Vermutungen decken sich ziemlich mit Beobachtungen auch hierzulande.
    Ich kenne persönlich glaubhafte (ein paar Fälle gingen sogar durch die Presse) Erzählungen wonach sich Wölfe gezielt an größeren Jagden „beteiligt“ haben um entweder die gejagten Wildtiere oder sogar die Jagdhunde anzufallen.

    Der „grüne“ Verhätschelungskurs ist wirklich keine gute Idee.

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    1. Yes, the youtube-algorithm brought us men of culture together again! Hatte das Video die Tage selbst in meinen Empfehlungen.

      Darin wird gesagt, daß duch die Kampfhandlungendie Beutetiere der Wölfe vergrämt worden wären und diese hätten sich dann an die Leichen auf den Schlachtfeldern und später die Verwundeten gehalten und seinen dabei immer dreister und bedrohlicher geworden. Dies entspricht ja so ungefähr dem Habituationsschema nach Verlerius Geist, alles nochmal getriggert durch das Kriegsgeschehen. Das mit dem Abwandern des Wildes mag ja seinen Teil dazu beigetragen haben, es ist aber in der Tat sehr naheliegend, daß es für ein opportunistisches Großraubtier nicht viel braucht, auf das umzuschwenken, was sich so anbietet. Also tote und verletzte Hominiden im Überfluß. Insbesondere, wenn die Raubtiere nicht bejagt werden. Und das ist im gegebenen Fall nicht nur dem Krieg zu verdanken Hier ist noch zu berücksichtigen, daß im Sowjetreich die Zivilbevölkerung, insbesondere die Bauern und Viehzüchter, umfassend entwaffnet waren und keine Schußwaffen führen durfte. Dies hatte auch schon ohne Krieg zu dreisten, aggressiven Wölfen geführt, die immense Schäden beim Vieh verursachten und auch eine permanente Gefahr für die Menschen darstellten. Informationen über diese Zustände wurden von ganz oben gedeckelt, a la „würde die Bevölkerung zu sehr verunsichern“ und das Vertrauen in den Sieg des Kommunismus untergraben.

      Daß Raubtiere immer nur wegen Alter, Krankheit, Verletzung zu Menschenfressern würden, weil sie zu schwach und langsam für ihre normale Beute geworden wären, ist wohl ebenso ein Mythos wie das mit der „natürlichen Scheu“. Angeblich waren die berühmten Man-Eater unter den Löwen, Tigern und Leoparden alle gesund und in der Blüte ihrer Jahre. Wobei man im Falle der berühmt-berüchtigten Tsavo-Löwen („the ghost and the darkness“) durchaus berücksichtigen sollte, daß zur Versorgung der Arbeiter beim Brücken- und Eisenbahnbau der Wildbestand der Umgebung drastisch dezimiert wurde. Auch in Indien gab es vergleichbares. Grundsätzlich aber wandert der Möhnntsch unter bestimmten Umständen hurtig wieder die Nahrungskette hinunter, wenn er sich nicht Respekt zu verschaffen weiß.

      Die Geschichte mit dem Waffenstillstand wegen Wolfsangriffen dürfte wohl von den bunten Wolfsknutschern wieder ins Reich der Legende und Gruselgeschichten verwiesen werden, ist abr gemäß dem Video, in dem Quellen präsentiert werden, ein Fakt. Mann kann eben einfach nicht alles persönlich recherchieren. Es gibt auch aus der Gegenwart angeblich bestätigte Meldungen über „Maga-Packs“ von Wölfen in Sibirien, mit unglaublichen Zahlen von bis zu mehreren hundert Tieren, die dort dann Siedlungen und ganze Städte regelrecht „belagern“. Wenn das alles stimmt, dann braucht es für so ein Szenario wie auf den Schlachtfeldern nicht viel Phantasie.

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      1. Schildbürger

        Dürfte eher noch das zaristische Russland gewesen sein.
        Ich weiß jetzt nicht genau wie es dort mit Waffen in der Bevölkerung gewesen ist, aber wenn die Wölfe auf höherer Eskalationsstufe sogar Nachhuten von Militärerinheiten, also bewaffnete Soldaten, erfolgreich angegriffen haben dürfte das auch nicht so viel gebracht haben.

        Das mit dem Trigger ist schon ganz treffend.
        Ist eher zweitrangig was das auslöst, Nahrungsmangel, Opportunismus, was auch immer, dann wird es tatsächlich hochgefährlich.
        Einmal erkannt dass der Zweibeiner ohne Federkleid ein weiches Ziel ist wenn man weiß wie, und das haben, wie man am Beispiel sieht, intelligente Tiere wie Wölfe ziemlich fix raus, dann ist wie gesagt das Buffet eröffnet. Und wenn die einmal auf den Geschmack gekommen sind scheinen Raubtiere sich sogar regerlrecht darauf zu spezialisieren, wie die bekannten Menschenfresser.
        Gab doch auch mal einen berüchtigten Leoparden in Indien der sogar schlafendes Vieh völlig ignoriert hat, quer durch die Ställe am schlafenden Vieh vorbeigeschlichen ist und gezielt die am anderen Ende des Gebäudes schlafenden Hirten gepackt hat.

        Keine Lazarette zu Zeiten von Friedrich dem Großen?
        Wäre mir neu, und fände ich ehrlich gesagt auch etwas überraschend.
        Sogar zu Zeiten der Massenheere der frühen Neuzeit, als praktisch alles wegrekrutiert wurde was nicht bei drei auf dem Baum war gab es Lazarette und die Feldscher im Tross.
        Hauptsächlich weil man ausgebildetes militärisches Personal nicht einfach an behandelbaren Wunden krepieren lassen wollte, aber sicher auch aus Gründen des Rufes ( wer den Ruf hat Verwundete einfach liegen zu lassen wird es schwerer haben neue Rekruten zu finden), aber auch Barmherzigkeit.
        Die Toten nach Schlachten und die unglücklichen Schwerverletzten, Amputierten usw. die dem Heerzug sprichwörtlich hinterherhinken wiederum…

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      2. „Dürfte eher noch das zaristische Russland gewesen sein.“

        Nee, meine damit schon die Sowjetunion. Habe das großteils aus „Wolves in Russia“ das zwar ein Vorwort von Valerius Geist enthält, allerdings auch ziemlich blumige Schilderungen, um es noch gelinde auszudrücken. Also von wegen Wölfe werfen sich Lämmer oder Kinder über die Schulter und rennen damit davon. Die Angaben zur Waffen- und Wolfspolitik erschienen mir aber glaubwürdig. Kenne aus der SU allerdings auch groß angelegte, staatlich koordinierte Vernichtungsaktionen mit Giftködern und Abschießen aus der Luft.

        „Gab doch auch mal einen berüchtigten Leoparden in Indien der sogar schlafendes Vieh völlig ignoriert hat, quer durch die Ställe am schlafenden Vieh vorbeigeschlichen ist und gezielt die am anderen Ende des Gebäudes schlafenden Hirten gepackt hat.“

        Ja, sowas ist doch für die ganzen berühmten Menschenfresser charakteristisch. Die Geschichten von den Tsavo-Löwen und den Tigern in Indien, die ganze Dörfer entvölkerten, bis dann der große weiße Jäger mit dem Donnerrohr der Sache ein Ende machte. Auch von der legendären Bestie von Chevaudan, aller Wahrscheinlichkeit nichts anderes als mindestens zwei menschenfressende Wölfe, erzählen die Chroniken, daß sie das Weidevieh verschmähte und die Hirtenkinder riß.

        Allerdings sieht es so aus, daß der Wolf hier das Bild von der Geißel für den Hirten und Bauern vollstens gerecht wird, was aber zu erwarten war. Mit dem Menschenfressen ist das aber wohl eine etwas andere Geschichte als bei Löwen und Tigern. Da müssen dann schon bestimmte Faktoren ineinanderspielen. Deshalb finde ich die Dynamik der Wiederbesiedlung Deutschlands und Mitteleuropas mit Wölfen hochspannend. Man läßt hier in einem dichtbesiedelten Land die nahezu ungebremste Vermehrung und Verbreitung eines Großraubtiers zu, faszinierendes Experiment.

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      3. Schildbürger

        „Grundsätzlich aber wandert der Möhnntsch unter bestimmten Umständen hurtig wieder die Nahrungskette hinunter, wenn er sich nicht Respekt zu verschaffen weiß. “

        So und nicht anders.
        Aber wenn der Diskurs darum von verstrahlten Großstädtern dominiert wird die Wölfe für niedliche Knuddeltierchen halten die direkt Reißaus nehmen wenn sie Menschen nur wahrnehmen wird das nichts.
        Ich halte ja Wölfe für ausgesprochen faszinierende Tiere und habe noch nichtmal ein grundsätzliches Problem damit wenn die wieder hier durch die Wälder streifen.
        Wenn es praktikabel ist, nüchtern gehandhabt wird, es keinen Verhätschelungskurs gibt und man nicht in Teufels Küche kommt wenn man sich bzw. auch seine Haustiere mit allen Mitteln gegen ein solches Tier verteidigt. Was leider der Fall ist.

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      4. Schildbürger

        „Nee, meine damit schon die Sowjetunion.“
        Ach so, ich hatte das auf den im Film gezeigten Fall bezogen. Mein Fehler.

        Der am Ende dann doch recht pragmatische Umgang der Sowjets damit erinnert an Schweden.
        Vergleichbare Fläche wie Deutschland, aber die halten die Wölfe konsequent kurz.
        Bin auch mal sehr gespannt was das hier noch geben wird. Habe aber eine Ahnung dass das unschön werden dürfte.
        Grade weil eine politische Kaste herrscht die zum Teil offen feindselig, und zum Teil völlig ignorant und von sich selbst überzeugt ist und damit eine angemessene Problemlösung in absehbarer Zeit kaum zu erwarten ist.

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      5. „Dürfte eher noch das zaristische Russland gewesen sein.
        Ich weiß jetzt nicht genau wie es dort mit Waffen in der Bevölkerung gewesen ist, aber wenn die Wölfe auf höherer Eskalationsstufe sogar Nachhuten von Militärerinheiten, also bewaffnete Soldaten, erfolgreich angegriffen haben dürfte das auch nicht so viel gebracht haben.“

        Dazu aus einem in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Kommentar (eigentlich schon ein Artikel für sich) von LUCIFEX:

        Rußland war im Ersten Weltkrieg wirtschaftlich und technisch so rückständig, daß es 1917 mit den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn einen Sonderfrieden schließen mußte. Dasselbe Land mit denselben Menschen war jedoch später sogar unter dem Kommunismus nicht nur in der Lage, den Achsenmächten standzuhalten, sondern entwickelte sich zu einer der beiden Supermächte und vollbrachte bedeutende wissenschaftliche und technische Leistungen in der Raumfahrt und anderswo.

        https://morgenwacht.wordpress.com/2021/09/17/tavernenrunde-2021-2022-last-saloon-on-earth/#comment-13308

        Man vergißt leicht, wie rückständig das zaristische Rußland gegenüber den westlichen Ländern tatsächlich war. Das kam schon im Krimkrieg (1853-56) zum Ausdruck. Rein technisch waren besonders die Engländer den Russen haushoch überlegen. Die russische Mentalität dieser Tage zeigt sich in dem Sinnspruch „Das Bajonett ist ein guter Kerl!“ Hieraus spricht eine rückwärtsgewandte Technikfeindlichkeit: der modernen Waffentechnik kann man einfach nicht vertrauen, zu oft läßt sie einen im Stich, ist zu empfindlich, wartungsintensiv; kommt etwas Sand rein, gibt’s gleich Ladehemmung. Das Bajonett hingegen ist treu und unkompliziert. Allerdings trotzdem Scheiße auf lange Distanzen.

        Der Krimkrieg beendete die starke Rolle, die Russland nach den Koalitionskriegen in Europa gespielt hatte. Russlands Niederlage legte offen, wie rückständig das Land in der Technik und in seiner ganzen gesellschaftlichen Struktur war. Zar Alexander II. nahm weitreichende Reformen in Verwaltung, Bildung und in der zaristischen Armee in Angriff.
        (Wiki)

        Das spielte bei den Angriffen von Wölfen auf Trupps bewaffneter Soldaten, sollten sie sich so abgespielt haben, sicher auch eine Rolle. Insbesondere wenn es sich um „Superpacks“ aus mehreren Hundert handelte.

        Ansonsten gelten Schußwaffen wohl als das probateste Mittel, sich angreifender Wölfe zu erwehren und ihnen Respekt beizubringen. Messer, Äxte, Knüppel wären eher ärmliche Alternativen.

        Allerdings kommen mir die Angriffe von Wolfsrudeln auf bewaffnete Soldaten irgendwie immer noch wie wildestes Abenteuergarn vor. Aber den Waffenstillstand wegen Wolfsterror hat es ja wohl gegeben.

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      6. Schildbürger

        Ja, klingt erstmal wirklich abenteuerlich dass Wölfe bewaffnete Soldaten angreifen.
        Aber, wie gesagt, den Dreh herausbekommen.
        In den Berichten wurde nicht unglaubhaft dargestellt dass tatsächlich die Nachhuten spurlos verschwunden sind.
        Wölfe werden sicher keine marschierende Kolonne angreifen, z.B. ein Nachtlager mit einem einzelnen Wachtposten wiederum ist mit etwas Geschick sicher zu machen.

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    2. „Bin mir grade nicht mehr sicher ob Valerius Geist hier schonmal erwähnt wurde, aber seine Vermutungen decken sich ziemlich mit Beobachtungen auch hierzulande.
      Ich kenne persönlich glaubhafte (ein paar Fälle gingen sogar durch die Presse) Erzählungen wonach sich Wölfe gezielt an größeren Jagden „beteiligt“ haben um entweder die gejagten Wildtiere oder sogar die Jagdhunde anzufallen.“

      Auch im Deutschland der Gegenwart wurden schon Jagdhunde während einer Jagd von Wölfen gerissen. Die Seite jagderleben.de bringt immer aktuelle Artikel zu solchen Vorfällen wie auch zu Attacken auf das Vieh, gewilderten und überfahrenen Wölfen und überhaupt alles, was sich an der Wolfsfront ereignet. Obwohl eine Jägerseite sind die da nicht per se gegen den Wolf, eher pro, und das macht die Informationen glaubwürdig.

      Valerius Geist ist ja erst kürzlich verstorben und leider wurde im Zuge dessen seine Seite „Wolf Education International“ aus dem netz genommen. Diese bot auch immer aktuelle Informationen und Links zu wissenschaftlichen Arbeiten usw. und das wolfsweltweit. Der gleichnamige Facebook-Account ist dagegen eher auf plumpe Art Anti-Wolf.

      Valerius Geists Ansatz war, daß der Wolf unmöglich in Kulturlandschaften mit den Menschen koexistieren könne. Er wäre eine ständige Gefahr durch die Möglichkeit der Habituierung und der Bastardisierung mit Haushunden und (in den USA) Kojoten, wobei diese Hybriden gefährlicher für Menschen seien als die Wölfe, weil sie von ihrer Veranlagung her noch mehr seine Nähe suchen und sich in der Näher von Siedlungen rumtreiben würden. Die Gefahr bestünde laut Geist nicht nur in Habituierung und Predation an Menschen, sondern vor allem auch in der Verbreitung von Krankheiten und Parasiten, insbesondere Bandwürmern. Er hatte da ausführliche Dokumentationen mit vielen unappetitlichen Bildern von Bandwurmfinnen in Hirn, Leber und sonst wo im menschlichen Fehlwirt. Zudem würden die Wölfe als hybridisierte „Kulturfolger“ zu verkümmerten -aber eben dennoch gefährlichen – Karikaturen ihrer selbst. Die Wölfe, die Geist etwa in Italien zu Gesicht bekam, seien keine echten Wölfe mehr, sondern degenerierte Jammergestalten. Der echte Wolf gehöre laut Geist in eine vom Menschen weitgehend unberührte Wildnis wie die sibirische Taiga, die ausgedehnten Wälder Kanadas oder die arktische Tundra. Dabei solle er dennoch möglichst intensiv bejagt und im Bestand kurz gehalten werden. Das Resultat wären riesige, majestätische Wölfe („the real wolf“) die den Menschen mieden. Geist war leidenschaftlicher Jäger und Experte für Huftiere, insbesondere Wildschafe und Hirsche. Er vertrat die Ansicht, daß der Mensch als Jäger und Naturschützer durch Hege und Bestandsschutz eine Fauna schaffen könne, die in ihrer üppigen Vielfalt der sich selbst überlassenen Natur vorzuziehen sei. Wölfe seien in der Vergangenheit, schon zu Jäger- und Sammlerzeiten, stets von Menschen dezimiert worden, dazu wären noch andere Prädatoren gekommen, die höher in der Nahrungskette gestanden wären als der Wolf und diesen ebenfalls in Schach gehalten hätten, wie etwa Großkatzen, was es heute nicht mehr gibt. Überließe man den Wolf auch in der Wildnis sich selbst und lasse eine unbegrenzte Vermehrung zu, würde dieser wiederum sämtliche Beutetiere an den Rand der Ausrottung dezimieren, es entstünden von Huftieren nahezu bereinigte, verödete „Predator Pits“, so wie man es etwa im heutigen Sibirien beobachten könne, wo in vom Menschen angeblich kaum berührten Gebieten in weiten Arealen eine geradezu erschütternd geringe Dichte an Huftieren festgestellt worden wäre. Ursächlich hierfür sei, daß der Wolf seinen Beutetieren an Ausdauer und Beweglichkeit haushoch überlegen wäre. Wolfsrudel könnten jedes Huftier bis zur Ermüdung hetzen und aufgrund ihrer Beweglichkeit niederreißen, selbst ausgewachsene Elchbullen oder Wapitis wären letztlich ziemlich leicht zu überwältigen, insbesondere in Wäldern, wo die Wölfe aus der Deckung zwischen den Baumstämmen heraus die Sehnen der Beutetiere attackieren und diese dadurch schnell immobilisieren könnten. Die erste Stufe der Habituierung nach Geist besteht ja darin, daß die Beutetiere verschwinden oder, aus Angst vor dem Wolf, massenhaft die Nähe der Siedlungen aufsuchen. Wölfe schaffen also, ohne Dezimierung durch den Menschen, nach Geist durch ihre Überlegenheit über ihre Beutetiere, einhergehend mit ihrer Vermehrungsrate eine bestimmte Art von ökologischer Wüste („Predator Pit“) um dann, wenn ein Gebiet leergejagt ist, weiterzuziehen.

      Dies sind so die Grundlagen der Wolfproblematik nach Geist, was natürlich nicht völlig über jede Critique erhaben ist. Dazu und zum „Verhätschelungskurs“ später mehr.

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      1. Schildbürger

        Diese Fälle sind tatsächlich aus dem Deutschland der Gegenwart.
        Was etwas weiter rumort hat war ein Jäger der einen Wolf abgeschossen hat welcher Jagdhunde angefallen hat.
        -https://www.jagderleben.de/news/jaeger-angeklagt-wolf-angriff-jagdhunde-getoetet-711544

        Soweit ich weiß wurde der mittlerweile freigesprochen.
        Aber alleine die Tatsache dass jemand vor Gericht gezerrt wird wenn er ein Großraubtier erschießt welches im Begriff ist die Scheu zu verlieren und von bewaffneten Zweibeinern ohne Federkleid begleitete Hunde anzugreifen ist ein eindrückliches Zeugnis des Verhätschelungskurses.
        Resultat:
        -https://www.jagderleben.de/jagdgebrauchshund/wolf-toetet-jagdhund-so-sah-hundebesitzer
        Ob der Wolf jetzt den Hund als Beute oder als Konkurrenten gesehen hat ist recht zweitrangig.
        Tatsache ist dass die Furcht schwindet.
        Und mittelfristig wird wohl die Drei-S-Regel häufig angewendet werden.

        Alleine schon „in Konflikt geraten“ ist wieder mal ein Framing erster Güte dafür dass der Wolf die Hunde angegriffen hat.
        Ja, über Geists Theorien lässt sich sicher diskutieren.
        Aber dass Großraubtiere wenn man ihnen nicht eindrücklich und wiederholt seine Macht demonstriert immer dreister und irgendwann wirklich gefährlich werden ist eine Tatsache.

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      2. Die Status des Wolfes als heilige Kuh des Artenschutzes ist ja so hoch, daß sich angefahrene Wölfe stundenlang unter Qualen im Graben wälzen durften. Da nämlich auch das Euthanasieren in solchen Fällen grundsätzlich empfindlich strafbewehrt ist, traute sich kein Ordnungshüter oder Jäger hier aktiv zu werden und es mußte erst die Erlaubnis von übergeordneten Stellen eingeholt werden.

        Um diesen Status als höchst gefährdete Art zu erhalten, wird ja auch der Bestand der sich reichlich vermehrenden Großraubtiere beständig unter eine bestimmte Marke geschwindelt, weiß nicht mehr, wie hoch da die Latte hängt, bei 1000 oder doch noch etwas mehr. Ab einer bestimmten Bestandsdichte ist nämlich der Status als bedrohte Art nicht mehr haltbar. Der Umstand, daß der Europäische Grauwolf als Art keineswegs vom Aussterben bedroht ist und die deutsche Population nur den westlichen Rand eines Bestandes darstellt, der von hier über Eurasien bis nach Wladiwostok reicht, sei dabei nur am Rande erwähnt.

        Habe das alles ja schon ziemlich ausführlich in dieser Artikelreihe beschrieben. Die Wolfsdebatte ist durch ihre Vielschichtigkeit so faszinierend, zu den ganzen interessanten biologischen und ökologischen Fragestellungen kommt hinzu, daß sich in ihr einiges der anderen brisanten Gegenwartsdiskurse spiegelt und sie oft aussagekräftiger über die menschlichen Akteure als über das Tier selbst ist. Der Wolf ist nun mal ein immens allegorisches, mit Bedeutung aufgeladenes Wesen.

        Das mit dem „Konflikt“ ist heute halt üblich, wenn es um die Koexistenz mit Großraubtieren oder großen Pflanzenfressern geht. Damit soll die Debatte versachlicht werden, was meiner Meinung nach eigentlich noch zulässig ist. Bei Elefanten spricht man schon von „Krieg“, wobei das nicht als ganz unberechtigt erscheint, wenn die ganze Dörfer platt machen. Wobei es schon bemerkenswert ist, was etwa dysfunktionale, dichtest bevölkerte Wimmel-Länder wie Indien an großen Wildtieren dulden. Aber auch Niedersachsen weist mittlerweile eine höhere Wolfsdichte pro Quadratmeter als Rußland auf und D-Land mausert sich zum Wolfsweltmeister, während jeder Rothirsch außerhalb der zugewiesenen, verinselten „Rotwildreviere“ nicht nur abgeschossen werden darf, sondern muß – als Verkehrshindernis und Ernteschädling.

        Allerdings agieren die Ausstülpungen der Wolfslobby in den zuständigen Behörden nicht mehr ganz so kuschelig-naiv. Offenbar nimmt man das mit der Habituierung als Basis für Angriffe auf Menschen ziemlich ernst und agiert da hinsichtlich der „Entnahme“ auffälliger Exemplare mit einiger Konsequenz. Dies wird auch vielfach nicht mehr öffentlich kommuniziert, vermehrt werden Aktivitäten geheim gehalten, um Waldbesetzungen und sonstige Störaktionen von „Aktivisten“ zu verhindern. Ist auch je nach Bundesland unterschiedlich, mir fehlt da grade der Gesamtüberblick. Zudem bin ich momentan nicht auf Stand, was den Abschuß ganzer Rudel betrifft, in denen ein Tier „auffällig“ wurde, kann sein, daß sogar das schon irgendwo praktiziert wird. Also hinsichtlich eindeutig „auffälliger“ Tiere läßt sich meines Erachtens nach schon eine Tendenz zur konsequenten „Entnahme“ feststellen, womit der gefürchteten Habituierung entgegengewirkt werden soll. Der Abschuß ganzer Rudel mit auffälligen Einzeltieren wäre dann der gerade weiteste Schritt in Richtung Bestandsregulierung durch Bejagung. Ich denke aber nicht, daß das alles gerade einen entscheidenden Effekt auf die Vermehrung und Ausbreitung der Wölfe in D-Land hat. Verfolge das Ganze mit ehrlicher Neugier und gelindem Voyeurismus. Habe selbst keine Angst vorm bösen Wolf, mehr vor den unvermeidlich heraufdräuenden und im Rahmen von Morgenthau 2.0 gewollten Stromausfällen, welche aber sicherlich auch den Wölfen zugute kommen werden.

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      3. „Die Wolfsdebatte ist durch ihre Vielschichtigkeit so faszinierend, zu den ganzen interessanten biologischen und ökologischen Fragestellungen kommt hinzu, daß sich in ihr einiges der anderen brisanten Gegenwartsdiskurse spiegelt und sie oft aussagekräftiger über die menschlichen Akteure als über das Tier selbst ist. Der Wolf ist nun mal ein immens allegorisches, mit Bedeutung aufgeladenes Wesen.“

        Spiegelungen hinsichtlich der Frage um Mythos und Realität angesichts kultureller Differenzen und Konflikte einschließlich offener und verdeckter ethnischer Konkurrenz, um es für begriffsstutzigere NAZISCHWEINE etwas konkreter zu formulieren. Daneben auch sehr aussagefähig betreffs der Bewertung von „Vorurteilen“ etc.

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      4. Noch zur Kritik an Valerius Geist:

        Geist sei als Spezialist für Huftiere nicht so recht als ultimativer Wolfskenner für voll zu nehmen und zudem als passionierter Jäger voreingenommen. Wölfe paßten letztlich einfach nicht in sein Idealbild einer vom Menschen gehegten Natur, in welcher selbst in der entlegenen Wildnis, also den Orten, in denen er den Wölfen eine Existenz zugesteht, der Mensch als „Oberförster“ dezimierend intervenieren muß um den „echten Wolf“ erst zu erschaffen.

        Diese vom Menschen unberührte Wildnis sei zudem in der Form, wie sie Geist beschreibt, sehr rar. Vieles, was man dafür halte, sei tatsächlich auch schon lange Kulturland, in arktischen Zonen etwa gäbe es Konfliktpotential mit Rentierzüchtern. Dabei lebten Wölfe schon lange in Kulturlandschaften, es gäbe genug Beispiele, wo sich Mensch und Wolf arrangiert hätten. In Italien und Rumänien etwa gäbe es kaum Zwischenfälle mit Menschen. In Spanien über lange Zeit das Selbe. Zwar gab es dort in der jüngeren Vergangenheit mal Prädation von Wölfen an einem oder sogar mehreren Kindern, dies stand aber im direktem Zusammenhang damit, daß die Wölfe durch Abfälle einer Geflügelzucht habituiert worden waren.

        Die Habituation würde ernst genommen und im Rahmen des Wolfsmanagements läge der Schwerpunkt darauf, diese zu unterbinden. Von nicht habituierten, gesunden Wölfen gehe für den Menschen an sich keine Gefahr aus. Selbst wenn sie nicht bejagt würden, blieben sie am Ende immer Wildtiere, die dem Menschen letztlich aus dem Weg gehen und eine Mindestdistanz halten würden – solange keine Habituation erfolgt, in der Menschen mit Nahrung in Verbindung gebracht würden. Der Wolf wäre somit für den Menschen so ähnlich einzuschätzen wie ein Wildschwein – ein großes, potentiell gefährliches Tier eben, dem man mit Respekt begegnen solle, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Hybridisierung mit Haushunden sei in Deutschland kaum der Rede wert.

        Man könnte hier entgegnen, daß der Umstand, daß etwa in Italien und Rumänien über Jahrzehnte keine Menschenfresser zu verzeichnen waren, eben daran läge, daß die Landbevölkerung nach der 3S-Regel handelt, ob legal oder nicht.

        Zur gebietsweisen Ausrottung der Schalenwildbestände durch den Wolf ergibt sich die Frage, ob denn etwa in Ostdeutschland, wo die Besiedlung begann, nun auch wildlose „Predator Pits“ entstanden sind. Das Verschwinden der Mufflons lasse ich nicht gelten, da diese Tiere nicht heimisch sind und in Gebiete eingebürgert wurden, wo sie nicht in Felswände flüchten können, wie es ihrer Natur entspricht. Aber wurden dort Rothirsche, Rehe und auch Wildschweine von den Wölfen flächendeckend ausgerottet? Ich bezweifle das mal, ohne die Beobachtungen und Schlußfolgerungen von Geist diesbezüglich völlig in Abrede zu stellen, da sie mir durchaus folgerichtig erscheinen.

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    3. Schildbürger

      Wie gesagt, man braucht Geist nicht in Allem zuzustimmen und vieles klingt schon recht weit hergeholt, aber die Eskalationsstufen haben durchaus Hand und Fuß.

      Es gab im Nackriegseuropa erstens verhältnismäßig wenige Wölfe, und bis jetzt auch keinen wirklich großer „Trigger“ da der die Tiere ihre nach wie vor vorhandene Verhaltenheit in größerer Zahl ablegen ließ.
      Aber stete Tropfen können den Stein durchaus auch höhlen.
      Ja, wird spannend.

      Die 3S-Regel ist, so der Buschfunk, in Italien, Spanien und Frankreich weit verbreitet.
      Teilweise auch 2S, es ist durchaus nicht ungewöhnlich dass geschossene Wölfe öffentlichkeitswirksam an Staßenschildern drapiert werden.
      Würde mich im Übrigen auch nicht wundern wenn 3S hier bereits öfters angewendet wird als man meint.
      Die „pragmatischen Ansätze“, also einzelne legale Abschüsse, sind teilweise da, aber nicht viele.
      Von einem wirklich pragmatischen Ansatz ist das noch weit entfernt, grade weil weltfremde Großstadtbiologen am Ende das Sagen haben.
      Sieht man gut daran dass diese vereinzelten Abschüsse üblicherweise mit Zeter und Mordio seitens der üblichen Verdächtigen einhergehen.

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      1. „Von einem wirklich pragmatischen Ansatz ist das noch weit entfernt, grade weil weltfremde Großstadtbiologen am Ende das Sagen haben.
        Sieht man gut daran dass diese vereinzelten Abschüsse üblicherweise mit Zeter und Mordio seitens der üblichen Verdächtigen einhergehen.“

        Deswegen wird so was ja vielfach schon gar nicht mehr öffentlich gemacht. Hab neulich mal ein Interview mit so einer der üblichen jungen Biologen-Wolfsexperten-Chicas gelesen, die meinte eben, daß der Schwerpunkt des Wolfsmanagements hierzulande auf Verhinderung von Habituation (die Eskalationsskala von Geist wird also durchaus ernstgenommen) und der Entnahme habituierter Wölfe liege. Zu diesem Zwecke würde ständiges Monitoring betrieben. Und in der Tat gab es seit der Wiederbesiedlung hier eigentlich keine Angriffe auf Menschen, wenn auch wenig scheue, gar dreiste Wölfe und zahllose Angriffe auf Vieh und Hunde. Bemerkenswert in dem Zusammenhang ist auch, daß es im Yellowstone Nationalpark, seit der Wiederansiedlung der Wölfe in den 90ern, ebenfalls keine Vorfälle mit Besuchern oder Personal des Parks gegeben hat. Mit Bären und Pumas aber durchaus. Ebenso mit den großen Pflanzenfressern wie Bison und Wapiti, wobei es da wundert, daß nicht viel mehr passiert, so blöde wie sich die Plebs dort teilweise verhalten (Selfies mit Bison und Armlänge Abstand, auf Youtube gibts ein Video, wo einer versucht, sich auf einen ruhenden Bison zu setzen) und das meist glimpflich ausgeht.

        Aber zurück zu dem „Wolfsmanagement“ hier. Dieses begnügt sich im Grunde mit Monitoring und der Verhinderung von Habituation und läßt dabei unbegrenzte Vermehrung und Verbreitung der Wölfe zu. Das ist schon hochspannend und entspricht so den Szenarien, die ich mir als Kind immer vorgestellt habe. Was wäre, wenn hier noch Urzeittiere leben oder große Raubtiere unbeschränkt herumstreifen würden? Das was grad läuf, enspricht, im Gegensatz zu Skandinavien, voll solchen kindlichen Phantasien: Wölfe dürfen sich ohne Limit breitmachen, mal sehen, was passiert. Komm mit ins Abenteuerland! Der bedeutendste Bestandsregulator ist wohl der Straßenverkehr, mal sehen ob sich das mit 3s so regeln wird wie in Italien oder Rumänien. Wobei Täuschland erheblich dichter besiedelt ist und es in Italien nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe stößt, daß die Wölfe mittlerweile Rom ereicht haben. Böse Zungen meinen ja, da der Wolf sinnbildlich unter anderem für Huren und Prostitution steht, es sich bei Romulus und Remus schlicht um zwei Hurensöhne gehandelt haben könnte.

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      2. Auch down under hat man, vom ultimativen Corona-Wahnsinn abgesehen, seine Raubtierproblematik und -debatte. Dagegen wirkt das bei uns noch kuschelig:

        „doesn’t matter your age, your sex, your gender, cuz..yeah, you’re just MEAT!“

        Wieder sehr verführerisch, bei der Story von dem Lesbenpärchen den „kein Mitleid!“-Button zu drücken…., aber kann sich jeder mal überlegen wie das ist, einen geliebten Menschen auf diese Art zu verlieren.

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      3. Schildbürger

        Der pragmatische Ansatz sollte selbstverständlich auch die Populationsdichte beinhalten.
        Es ist eine ganz einfache Rechnung, je mehr Wölfe, desto mehr Beute wird benötigt.
        Diese Problematik hat verschiedene Facetten. Zum einen dass Weidetiere deutlich weichere Ziele abgeben als Wildtiere, und zum Anderen dass aus unzureichendem Nahrungsangebot und Gewöhnung wegen den menschennahen Weidetieren durchaus ein benannter Trigger entstehen könnte.
        Man nehme dazu dass in den wolfstechnisch pragmatischen skandinavischen Ländern die Besiedlungsdichte deutlichst geringer ist, und dass Wolf und Mensch sich da besser aus dem Wege gehen können.

        bzgl. Australien mit den „Salties“: ja, das ist bekannt. Und Krokodile sind deutlich weniger vorsichtig als Raubsäuger, die packen und fressen schlichtweg alles was sie vors Maul bekommen und was ihnen zu überwältigen vorkommt. Die, hihi, „differenzieren nicht“.
        Dafür lassen sie sich grundsätzlich besser vermeiden als intelligentere, aber mobilere und flexiblere Raubsäuger. Man kann durchaus wissen wo die Krokodile lauern , und das ist nunmal in Wassernähe. Bei den „Salties“ auch gerne mal am Meer. Das haben die beiden Damen im Video halt nicht berücksichtigt.
        Die Überlebende hat am Ende doch gesagt man sollte Krokodile aus Gegenden heraushalten in denen man nicht mit ihnen rechnet,
        Am Wasser muss man das in Krokodilgebieten, und speziell in denen das Leistenkrokodil lebt, nunmal immer. Insofern war der Tod ihrer Lebensgefährtin auf Sorglosigkeit und fehlende Kenntnis der Umwelt zurückzuführen.

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      4. Krokodil schnappt Drohne aus der Luft in Australien

        In Australien hat ein Krokodil einem Kameramann einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht, als dieser das Tier mit einer Drohne aus nächster Nähe filmem wollte. das Tier sprang aus dem Wasser und schnappte sich eine Drohne.

        Zu dem Vorfall kam es in der nordaustralischen Stadt Darwin während der Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm der Australian Broadcasting Corporation (ABC) anlässlich des 50. Jahrestages des Verbots der Krokodiljagd im Northern Territory.

        https://www.msn.com/de-de/nachrichten/video/krokodil-schnappt-drohne-aus-der-luft-in-australien/ar-AAP2dbC?ocid=msedgntp

        Finde es nur lostig, wie die Wolfsdebatte hier und die Kroko-Debatte Down Under sich gleichen. Wobei, aller „leichten Vermeidbarkeit“ zum Trotze, die Panzerechsen dort regelmäßig Menschen fressen und das Planschen, Schwimmen, Betreten von Uferzonen in ihrem weitreichenden Verbreitungsgebiet zu russisch Roulette machen…^^

        Interessant auch, daß vor 50 Jahren das Jagdverbot eingeführt wurde. Also 1971. Kann mich aber erinnern, noch in meiner Jugend in den 80ern immer wieder über die Dezimierung der Leistenkrokodile gelesen zu haben. Unter anderem, daß die Verfolgung eine ungünstige evolutionäre Selektion bewirke, wonach Kroko-Mütter, die ihr Nest verteidigten, bevorzugt dran glauben müßten, während jene, die feige flöchteten, ihre Feiglingsgene weitergeben könnten.

        Na, über was sich Zweibeiner ohne Federkleid schon so alles nen Kopf gemacht haben…

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  6. „Kriege galten nicht umsonst immer als die Zeit der Wölfe und der Raben.“

    Die folgten wohl scharenweise den Heerzügen. Wenn man dazu bedenkt, daß es noch bei den Feldzügen von Friedrich dem Großen keinerlei Lazarette oder überhaupt nennenswerte Hilfe für die Verwundeten gegeben haben soll…

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  7. In the winter of 2010-11, a „super pack“ of wolves numbering up to 400 reportedly terrorized the Russian town of Verkhoyansk (population 1,300) in northern region of Yakutia, one of the remotest inhabited areas in the northern hemisphere. More than 30 horses were killed in just four days, according to local officials, and teams of hunters were established to patrol neighbourhoods and shoot the wolves on sight. Animal experts suspicious of the claims say that wolves usually form packs of no more than 10 to 15 animals, although the particularly harsh winter may have killed off the wolves‘ usual prey, forcing them to attack larger animals.

    https://www.guinnessworldrecords.com/world-records/largest-wolf-pack/?fb_comment_id=834759156547386_993375260685774

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  8. The Kirov wolf attacks were a series of man-eating wolf attacks on humans which occurred in 1944–1954 in nine raions (districts) of the 120,800 km2 Kirov Oblast of the Russian Soviet Federative Socialist Republic[1] which resulted in the deaths of 22 children and teenagers between the ages of 3 and 17.[2] In all cases, the attacks occurred in the April to December period, coinciding with the wolf’s cubbing season.[3]

    https://en.wikipedia.org/wiki/Kirov_wolf_attacks

    Aber „Rotkäppchen lügt!“ – ja, neh, issklar

    Der Tag des Wolfes
    Die Wahrheit über Rotkäppchen und den bösen Wolf

    Wer glaubt heute noch daran, dass der Klapperstorch die Babys bringt? Niemand! Doch das Märchen vom „bösen Wolf“ und dem Rotkäppchen hält sich bis heute beharrlich. Deshalb sagen wir: „Rotkäppchen lügt!“ und räumen zum Tag des Wolfes mit den Märchen auf.

    https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/nabu-aktivitaeten/tag-des-wolfes.html

    Übrigens ist eine kritische Haltung zum Wolf mittlerweile von Seiten der übllichen Verstrahlten im „Kampf gegen Räächts“ ein weiterer fixer NAZISCHWEIN-Indikator. Und das, obwohl sich der in der Wolffsschanze residierende Föhrer gerne „Wolf“ nennen ließ…^^

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      1. Genau genommen ist der Wolfsfimmel vom Dolferl-Wolferl auch schon wieder dazu angetan, den Föhrer in einem (((gewissen))) Licht erscheinen zu lassen:

        hildesvin sagt:
        21. September 2021 um 19:19

        (…)

        Der Name „Wolf“, ob nun Ernst, Friedrich, Markus oder Konrad, erweckt in mir aber auch nicht unbedingt Vertrauen.

        Der Klaus sagt:
        21. September 2021 um 22:25

        Hildesvin, da war ich jetzt überrascht, hielt ich doch bis gerade eben diesen Namen für ur-deutsch

        „Als jüdischer Familienname geht Wolf auch auf den Jakobssegen zurück, dessen Tiervergleiche seit dem Mittelalter gerne als Ruf- bzw. Familiennamen gewählt wurden.“

        https://vitzlisneuer.wordpress.com/2021/09/17/corona-hui-puuh-oooh-hmmm/#comments

        Ja, manchmal gibt es im El-lite-Blog auch die eine oder andere SACHgeschichte…^^

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  9. „Keine Lazarette zu Zeiten von Friedrich dem Großen?
    Wäre mir neu, und fände ich ehrlich gesagt auch etwas überraschend.“

    Hat mal ein Historiker in der FAZ geschrieben, was mich auch verwunderte. Habe mir aber gedacht, daß der sich das nicht völlig aus den Fingern gesogen haben kann. Genaueres weiß ich nicht mehr, kann sein, daß sich das auf eine bestimmten Zeitabschnitt bezog.

    Laut Kurzrecherche war er in seinen späteren Jahren dabei, „das Lazarettwesen zu reformieren“ und auch „invalidenhäuser“ einzuführen, dies aber nach der Erfahrung überaus grausamer und verlustreicher Schlachten, bei denen es wohl keine entsprechende Grundversorgung gegeben hat.

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    1. Schildbürger

      Naja, man kann nicht reformieren was nicht schon da ist.
      Tatsache ist dass Invalide wirklich böse dran waren, auch schon vorher.
      Nicht nur dass die als Nachzügler ggf. im feindlichen Land feindseliger Bevölkerung und heimischer Fauna ziemlich hilflos ausgesetzt waren, es war mal Gang und Gebe dass die tatsächlich aufs Betteln angewiesen wenn sie es wieder in die Heimat geschafft hatten.

      Ich kann es mir durchaus vorstellen dass es eine Zeit gegeben hat in welcher es keine, zumindest mal funktionellen Lazarette gegeben hat, Friedrich II. stand ja phasenweise militärisch wirklich mit dem Rücken zur Wand.
      Aber bewusst? Kann ich mir kaum vorstellen.

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      1. Also der FAZke schrub wirklich, daß Verwundete bei Friedrich faktisch sich selbst überlassen blieben. Ich habe mir das gemerkt, weil es mich so erstaunt hat. Allerdings habe ich dann nicht weiter recherchiert. Ist auch gar nicht so einfach, auf die Schnelle Konkretes darüber zu finden.

        Hier zeigt sich ein differenziertes Bild, dem man aber entnehmen kann, daß es mit der Versorgung Verwundeter doch schwer im Argen lag. Wobei engagierte Ärzte einiges in Gang setzten ohne Würdigung zu erfahren:

        Neben Eller verdient auch der erste preußische Generalchirurg Ernst Konrad Holtzendorff (1688 – 1751) (Abb 6) unsere Aufmerksamkeit. Als Regimentsfeldscher der königlichen Garde wurde ihm die Möglichkeit zur Weiterbildung im Ausland wie etwa in Frankreich, der Schweiz oder in Italien geboten. Die lange Entwicklungsgeschichte des preußischen militärärztlichen Bildungssystems ist auch mit seinem Namen verbunden. König Friedrich Wilhelm I. folgte seinem Anraten, im Jahre 1713 in Berlin ein „Theatrum anatomicum“ zu etablieren, aus dem im Jahre 1724 dann das „Collegium medico chirurgicum“ entstand.

        Bedeutsam wurde für ihn das Jahr 1719, als er seinem von einer Nierenkolik befallenen König erfolgreich zu Hilfe eilte, wofür ihm dieser zeitlebens dankbar blieb. Auch der königlichen Familie, darunter dem jungen Friedrich II., blieb er bis zum Beginn seiner Pensionierung zu Beginn des 1. Schlesischen Krieges, ärztlich verbunden. Damit spielte Holtzendorff während der Regierungszeit Friedrich II. in militärmedizinischer Hinsicht praktisch keine Rolle (26). Dagegen zählt Johann Leberecht Schmucker (1712 – 1786), dessen Lebensdaten zufällig mit denen seines Königs identisch sind, zu den genannten bedeutenden Militärärzten.

        Als Regimentsfeldscher am Collegium medico- chirurgicum ausgebildet, schickte ihn Friedrich Wilhelm I. zum Studium nach Paris. Dort war er Schüler der speziell die Kriegschirurgie so nachhaltig beeinflussenden Henri Le Dran (1685 – 1770) und Jean Louis Petit (1674 – 1760) (26). Schmucker unterhielt eine große Praxis in Berlin. Dennoch nahm er an allen elf Feldzügen unter Friedrich II. als Generalchirurg teil und wurde 1758 dann Erster Generalchirurg. Unbestritten sind seine Verdienste insbesondere auf praktisch operativem und organisatorischem Gebiet. Entgegen der üblichen Regelungen war er bemüht, die Versorgung der Verwundeten durch die Anwendung des Prinzips der Etappenbehandlung systematisch zu verbessern.

        Die fehlende Rücksichtnahme auf Verwundete während der Schlacht mochte ihn 1779 wohl bewogen haben, eine diesbezügliche Einigung der kämpfenden Parteien anzustreben. Damit war er seiner Zeit weit voraus. Von einer positiven Reaktion Preußens wissen wir allerdings nichts. Die Behandlung der Schädel-Hirn-Verletzten fand dafür sein besonderes Interesse. Die von ihm eingeführten kalten Umschläge, auch als „Schmucker??sche Fomentation“ bekannt, kamen noch bis weit in das 19. Jahrhundert zur Anwendung. Sie trugen wesentlich zum Rückgang des kritiklosen Trepanierens, selbst bei banalen Verletzungen, bei. Auch die mit ihm verbundene Vereinfachung des chirurgischen Instrumentariums, darunter die Zusammenstellung eines Amputationsbesteckes für den Feldeinsatz, lassen in ihm ein Glied jener Entwicklungskette erkennen, die zum heutigen Stand der Chirurgie führte (28).

        https://wehrmed.de/geschichte/friedrich-ii-von-preussen-und-seine-aerzte.html

        Aber du hast recht: Um was zu verbessern muß schon was dagewesen sein. Z.B. irgendwelche Zelte, in denen gräßlich herumgesägt wurde. Man könnte vielleicht zu dem Schluß gelangen, daß es für das Groß der Verwundeten von den Kapazitäten her tatsächlich keine Hilfe gab und die Art der Verfahren selbst brutal und fragwürdig war.

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      2. Schildbürger

        Wie gesagt, gut möglich dass das eine Phase war in welcher die Preußen militärisch schlecht dastanden und es materiellen Mangel gab.
        Friedrich der Große war ja, trotz seiner Schrullen, wirklich kein unbeliebter Monarch und auch Heerführer. Denke nicht das wäre so gewesen hätte der verwundete Soldaten grundsätzlich schnöde liegenlassen.

        Tatsache ist dass die damalige Feldmedizin viele Mängel hatte.
        Das war aber eher weniger schlechter Wille, es gibt zahlreiche ältere Bücher welche Behandlungen von Kriegswunden sogar recht detailliert beschreiben.
        Fehlende Kenntnisse und sozusagen Massenabfertigung seien genannt, z.B. der Wundbrand der mit der Einführung der Schusswaffen gehäuft auftrat.
        Wusst damals keiner dass das schlichtweg Entzündugen waren die durch, besonders gerne bei Schusswunden, eingeschleppte Kleidungsfetzen und Schmutzpartikel ausgelöst wird.
        Wirkliche Abhilfe kam erst mit dem Penicillin, vorher war das leider Bein ab.
        Das mit dem Hacken und Sägen im blutigen Zelt stimmt schon.
        Aber wie gesagt, eher fehlende Kenntnisse und wohl weniger böser Wille.

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        1. Ja, kann sein, daß der FAZke das, was es damals gab, als „nichts“ abqualifizieren wollte, um den Friedrich ein Stück weit zu dekonstruieren. Muß wohl so um 2011/2012 rum gewesen sein, als irgendein Friedrich-Jubiläum anstand. Es gab da zu dem Anlaß auch eine ziemlich aufwendige Fernsehfilm-Produktion über Leben und Schlachten des alten Fritz, wo dieser von einer Frau gespielt wurde und das alle ganz supi fanden.

          Natürlich hatte der Fritz auch seine dunklen Seiten. So etwa was die Rekrutierung und ihre Methoden betraf und daß etwa das Dienstverhältnis willkürlich in eine Art von lebenslanger Sklaverei münden konnte. Auch das Festhalten an Traditionen wie dem Spießrutenlauf. Anderseits tatsächlich einiges humaner gestaltet, z.B. die Folter in Preußen abgeschafft, die besagten Invalidenheime und einiges mehr.

          Unter Hitler wurde er natürlich vereinnahmt, davor konnte ihn auch seine ausgeprägte Frankophilie nicht retten, die zu der Zeit aber wohl generell unter den höheren Ständen Mode war und er wir ja viele Worte aus dem französischen verdanken, die damals ins Deutsche, von dem man sich mit erhobenem Näschen abwandte, übernommen wurden.

          Gut, der Fritz war hier ja nur ein Exkurs, weil mir halt zu der Sache mit den Wölfen und Raben als Begleiter des Krieges und der Zerstörung das mit den angeblich sich selbst überlassenen Verwundeten wieder eingefallen ist. Wenn man an die überaus kriegerische Geschichte Europas denkt, dann kann man davon ausgehen, daß die ständigen kleineren und größeren Kriege den Wölfen einen reichlichen Tisch bescherten und ein Trigger für Angriffe auf Menschen waren. Diese waren gerade in Notzeiten sehr exponiert. Alte, Frauen und Kinder beim Brennholzsammeln im Wald, Hütekinder draußen beim Vieh und als solche hochgefährdet. Alles das gibt es so ja nicht mehr in Europa, das wäre bei Überlegungen zu den Entwicklungen hinsichtlich der Wolfsbesiedlung zu berücksichtigen.

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  10. c+

    Ich sah dich an
    An der Haltestelle
    Dein Kleid, das war
    So dunkelrot
    So rot von soviel Blut durchtränkt
    Die Bahn, die fuhr
    Die fuhr grad fort
    Deine Augen war’n so blau

    So blau wie ich

    Dein Gesicht war
    Vom Schmerz verzerrt
    Du sahst mich an
    Ein verzerrter Blick
    Ich war zu breit
    Und lächelte zurück
    Dein Finger lagen
    In der Gosse
    Ich fand sie schön
    Und nahm 2 mit

    Ein kleiner Seufzer
    Ein letzter Blick
    Und dann ließ ich dich In deinem Blut zurück

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      1. Ja, HOT, hnhn, meinte mit „nicht so mein Trip“ die Machart des Films, so mit der Symbolik, (Z.B. die Topfpflanze, die die ganze Zeit mitgeschleppt und dann in die Freiheit ausgepflanzt wurde), und nicht das Mädchen.

        Daß „die“ „das“ „draufhaben“ braucht mir niemand erzählen, ich vermeide es aber lieber, „““Anleitungen“““ zu formulieren, IYKWIM.

        Aber in Ordnung, jeder Film mit Görenerotik und ohne sexualhöllischen Subtext bekommt von mir ab jetzt mindestens einen erigierten Solidaritätsdaumen! 👍👍👍😜

        Musz sagen, dasz ich in jüngeren Jahren durchaus eine Schwäche für Reiferes hatte, aber je älter ich werde, desto mehr widern mich ausgewachsene, gleichaltrige oder ältere Schrullen auf allen Ebenen regelrecht an, die Ausnahmen haben die Regel oder so…

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      2. Also das kehrt sich irgendwie um, zwar nicht durchgehend, aber doch ziemlich deutlich. Interessant auf jeden Fall.

        Und was jetzt ficktionalen Stoff in irgendeiner Form angeht, so sind mit dieser ganzen Stereotypie mit Akteuren ausschließlich ab 18+ sowas von fad. Wie meinte mal eine Grüne (Waltraud Schoppe?) zu deren besseren Zeiten: Pornographie wäre für Kinder und Minderjährige nicht schädlich, weil es darin um Grenzüberschreitungen gehe und Grenzüberschreitungen irgendwie die Würze des Lebens seien, auch für die Jüngsten aber keineswegs nur für die. Wobei was Erzählungen betrifft, eh kaum einer mehr prickelnd zu schreiben im Stande ist und Mann kann ja nicht alles selber machen…^^

        Und wenn ich jetzt was autobiographisches oder fick-tiefes über die Erfahrungen und Obsessionen eines Dreizehnjährigen schreibe, der beim ersten Samenerguß fast bis an die Decke ejakulierte um dann „Neuland“ zu betreten, habe ich mich eines Verbrechens schuldig gemacht, auf das mindestens ein Jahr Knast steht! Herstellung und eventuell bandenmäßige Verbreitung von Ginderbornographie! Fick die Zeit, Mann!

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      3. Hubert

        „Musz sagen, dasz ich in jüngeren Jahren durchaus eine Schwäche für Reiferes hatte, …“

        Habe, ehrlich gesagt, seit längerem den Verdacht, daß du pervers bist (oder zumindest warst). 😉

        „…widern mich ausgewachsene, gleichaltrige oder ältere Schrullen auf allen Ebenen regelrecht an…“

        Auf allen Ebenen?
        Bei dem kranken Gedöns, das um eine „Gleichstellung von Frauen“ veranstaltet wird und wie sich viele Frauen dem folgend dann geben – allein das lässt sie auf mich oft abstoßend wirken.
        Und über die „zweite Ebene“, die Mädchen und Teens konkurrenzlos attraktiv macht, sind wir uns wohl ohne Worte einig… 😛

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      4. Habe, ehrlich gesagt, seit längerem den Verdacht, daß du pervers bist (oder zumindest warst). 😉

        *

        Sagt WER? Konservativer AfDler mit Vorliebe für Jungens? Damit kannst du dich mit dem PIMPFHITLER zusammentun! Ich muss doch sehr bitten!

        Mit „reiferem“ war schon das gemeint, was gemeinhin unter „MILFs“ und „Matures“ läuft und mitnichten irgendwas mit siechen Greisinnen oder Nekrophilie.

        Ganz zu schweigen davon, daß ich mit derartigem AfD-Spitzenpersonal nichts am Hut habe:

        Na, sieht zumindest nicht wie ein „langhaariger Bombenleger “ aus, hehe.

        https://www.shz.de/deutschland-welt/politik/nach-konfrontation-mit-chatprotokollen-afd-franktionsvize-tritt-zurueck-id17719571.html

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      5. Hubert

        „Wobei was Erzählungen betrifft, eh kaum einer mehr prickelnd zu schreiben im Stande ist…“

        Erotische Literatur wird meines Wissens kaum noch produziert. Und ist tatsächlich meist wenig prickelnd geschrieben.
        Was z. B. heutige Abiturienten und „Studierende“ gewöhnlich an deutscher Sprache absondern, lässt diesbezüglich keine Besserung erwarten.

        Wohl der Hauptgrund für die aussterbende erotische Literatur: Ein feinauflösendes Foto oder Filmchen lässt sich in Sekunden auf einen x-beliebigen Bildschirm (bzw. unter der Bettdecke oder auf dem Klo auf ein Display) zaubern. Phantasie ist viiiel zu anstrengend…

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      6. Schwerin | Wegen angeblicher Chatprotokolle mit Gewaltaufrufen und Sexualfantasien verlässt der mecklenburg-vorpommersche AfD-Fraktionsvize Holger Arppe Partei und Fraktion.

        Die Verläufe waren dem NDR nach dessen Angaben anonym zugespielt worden und liegen auch der Berliner „Tageszeitung“ (taz) vor. Bei den Protokollen soll es sich um Kopien von Arppes privaten Facebook-Nachrichten aus den Jahren 2011 bis 2017 im Umfang von rund 12.000 Seiten handeln. Dabei stechen neben den Beleidigungen gegen Parteikollegen vor allem sexuelle Ausfälle heraus.

        Laut einem einem Chatauszug, der der taz vorliegt, fantasierte Arppe im März 2012, wie er mit einem Freund gegen einen Bekannten vorgehen könnte: „Vielleicht sollten wir (Name) Mutter entführen, sie brutal vergewaltigen lassen von einem wilden Schimpansen und ihm (dem Bekannten) dann jeden Tag einen Finger zuschicken“, schreibt er.

        Im Chat schwärmt er am 13. Oktober 2011, dass man „auf so’ner Springburg (…) schön ficken“ kann. „Hunderte Kinder und deren Familien stehen um die Hüpfburg herum und gucken“ schreibt er. Und weiter: „Dann wollen die Kinder alle mitspielen. So’n schönes zehnjähriges Poloch ist sicher schön eng…“

        Am 16. Februar 2012 schreibt er weiter: „Dann besaufen wir uns hemmungslos und pissen alles voll. Anschließend laden wir uns einen Stricher ein, vergewaltigen ihn und essen danach seine Leiche auf.“

        Arppe, der dem rechtsnationalen AfD-Flügel zugerechnet wurde, hatte in der Vergangenheit mit öffentlichen Äußerungen mehrfach für Aufsehen und Kritik gesorgt. Für eine Stellungnahme war der 44-Jährige nicht zu erreichen, äußerte sich aber in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Dort wird er mit dem Satz zitiert: „Von den mir unterstellten Äußerungen distanziere ich mich ganz klar.“ Seinen Rücktritt begründete er damit, die Partei vor Schaden bewahren zu wollen. Sein Landtagsmandat will er nach als fraktionsloser Abgeordneter behalten.

        – Quelle: https://www.shz.de/17719571 ©2021

        Höhö, auch noch Fraktionsvize vom „Nationahlen Flögel“! 🤪🤪🤪 Daran kann am Einheitstach ruhig mal erinnert werden! 👌💪

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      7. Wobei ich natürlich nach geltenden Standards schwer pervers bin, völlig klar. Mir steigt nur die Zornesröte ins empörte Gesicht, wenn mir jemand schmunzelnd dies diagnostiziert, für den das selbe gilt und der das bei Herrn Forneus z.B. nie tun würde, der wiederum, äh, egal… 😠

        Pervers? Würde mal sagen, daß es ein gewaltiger Unterschied ist, ob ich Tiere schlachte oder Tierprodukte verzehre um mich zu ernähren, oder ob ich einen Artgenossen schlachte und zerteile um einen Fetisch auszuleben und irgendwelche sexuellen Obsessionen zu befriedigen, denn darum geht es ja wohl PRIMÄR bei diesen ganzen „Kannibalen“! Der Benecke soll bei seinen Maden und Leichen leiben, davon hat er wirklich Ahnung!

        BEKANNTER TV-FORENSIKER
        Mark Benecke sorgt mit Peta-Statement zum Thema Kannibalismus für Diskussionen

        Ist Fleisch essen so schlimm wie Menschen essen? Diesen Vergleich zog kürzlich der beliebte Kriminalbiologe Mark Benecke, der sich schon lange für die Tierschutzorganisation Peta engagiert.

        In Berlin sorgt derzeit ein Gerichtsprozess für Aufsehen, bei dem ein besonders brutales Verbrechen verhandelt wird: Ein Mathematiklehrer soll einen anderen Mann getötet haben, er zerstückelte die Leiche und hatte offenbar vor, das Fleisch zu essen. Ein Mordfall wie aus einem Horrorfilm. Doch während die meisten Menschen hier wohl an das Opfer und dessen Angehörige denken und vor der Kaltblütigkeit des Täters erschauern, nutzte die Tierschutzorganisation Peta die Gelegenheit für ein Statement.

        In der Pressemeldung äußert sich auch der beliebte TV-Kriminalbiologe Mark Benecke, der sich seit vielen Jahren für den Tierschutz engagiert. „Allen, die wegen Kannibalismus-Fällen entsetzt sind, schlage ich vor, sich pflanzlich zu ernähren“, wird er dort zitiert. „Dass wir Kannibalismus als das Schlimmste, was es gibt, ansehen, hat mehr mit unserem eigenen Bedürfnis nach Abgrenzung als dem Schrecken der Sache zu tun: Wir wollen verdrängen, dass wir ebenfalls Lebewesen essen. Tiere essen und Menschen essen – vernünftig betrachtet besteht zwischen beidem kein Unterschied.“

        Fleisch essen so schlimm wie Kannibalismus?

        Viele Berliner stören sich am wenig sensibel gewählten Anlass und Zeitpunkt für das Statement. Vor allem, da Peta darin außerdem provokant „pflanzliche Kost für den mutmaßlichen Kannibalen, aber ebenso einen breiten gesellschaftlichen Umstieg auf vegane Ernährung“ fordert. Mark Benecke selbst ernährte sich schon lange vegetarisch, bis er 2018 dann entschied, künftig sogar vegan zu leben.

        Er wurde in Deutschland vor allem durch die Mitarbeit bei der Aufklärung mehrerer Kriminalfälle, die bundesweit für Aufsehen sorgten, bekannt. Zudem ist er häufig in Fernsehsendungen wie „Medical Detectives“ oder „Galileo Mystery“ zu sehen und Autor mehrerer erfolgreicher Sachbücher zu den Themen Kriminalistik, Medizin und Biologie.

        https://www.stern.de/lifestyle/leute/mark-benecke-sorgt-mit-peta-statement-zu-kannibalismus-fuer-diskussionen-30785716.html

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      8. Hubert

        Aus dem Artikel:
        „Die Verläufe waren dem NDR nach dessen Angaben (meine Ergänzung: drei Wochen vor der Bundestagswahl 2017) anonym zugespielt worden und liegen auch der Berliner Tageszeitung (taz) vor. Bei den Protokollen soll es sich um Kopien von Arppes privaten Facebook-Nachrichten aus den Jahren 2011 bis 2017 im Umfang von rund 12.000 Seiten handeln.“

        Ich tappe jetzt bewusst in die Falle und verteidige den Arppe, ohne den „Fall“ detailliert zu kennen (bei der üblicherweise selektiven und manipulativen Berichterstattung der Systemmedien sind Zweifel angebracht):
        Grundsätzlich sollten privat geäußerte Phantasien, insbesondere sexuellen Inhalts, nicht sanktioniert (und selbstverständlich auch nicht durch die Hetzpresse veröffentlicht) werden. Bei konkret geplanten Straftaten oder ähnlichem muss natürlich eingeschritten werden.

        „…Vorliebe für Jungens… „
        Keine Bevorzugung von Jungens, lediglich eine Bewunderung für die Ästhetik einiger Athleten des russischen U18-Turmspringerteams. Ist das etwa schon pervers? 😎

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      9. Hubert

        „…der das bei Herrn Forneus z.B. nie tun würde, der wiederum, äh, egal…“

        Der Ketzer ist „etwas weniger offen“ mit Persönlichem zum Thema als beispielsweise wir beiden. Von ihm kommen nur selten (und wenn, relativ vorsichtige) Andeutungen seiner Vorlieben. Vermutlich ziehen ihn eher jüngere Menschen männlichen Geschlechts an.

        Die Besucher deines Blogs und der demütige Erzähler selbst sind diesbezüglich teilweise etwas offener, daher habe ich mich hier auch etwas mutiger geäußert (immer im Hinterkopf, dir auf keinen Fall eine Bombe ins Nest zu legen).

        Daß ich nicht nur Mädels mag, sondern auch einige Jungs, macht die Sache nicht unkomplizierter. Aber mich hat das alte AfD-Motto „Mut zur Wahrheit“ geleitet, mich im Rahmen des „sicherheitstechnisch Möglichen“ offen und ehrlich zu äußern.

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      10. Geht schon in Ordnung, wir müssen alle im Namen des Schönen, Guten, Wahren zusammenhalten!^^

        Ich kenn dich ja auch schon so ein bißchen vom Schriftketzer her.

        Finde, im Weltnetz solle man immer auf etwas ironischen Abstand achten, aber wie erfahrene NAZISCHWEINE zu sagen pflegen, bringt nichts einen Perversen mehr auf die Palme als wenn man ihn einen Perversen nennt! 🧐

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      11. Hubert

        Ich denke, das geht in Ordnung, wenn wir uns untereinander respektvoll (ja, das geht) auch mal als ‚pervers‘ bezeichnen. So wie z. B. Neger sich schon mal als ‚Nigger‘ ansprechen und Schwule sich, sogar Heteros gegenüber, ‚Perverts‘ nennen. Da ist es nicht abwertend gemeint, sondern spielt nur mit den Schubladen, in die Mann gesteckt wird (besser: in die Mann sich stecken lässt).

        Am Ende des Tages bringst du das Wichtigste in unserer bescheidenen Situation auf den Punkt:
        „…wir müssen alle im Namen des Schönen, Guten, Wahren zusammenhalten!“

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    1. Hubert

      Her mit den kleinen Schwedinnen!

      Liebe Perversinnen und Perverse, wie wäre es nach mehreren Madonna-Lichtspielen mal mit einem Beispiel skandinavischer Kultur?

      Emilia Sjöholm, BackFISCH aus Jönköping, hat das Cover von Cults‘ „Always Forever“ in Eigenarbeit aufgenommen und abgemischt. Sie spielt alle Instrumente (Schlagzeug, Keyboard, Gitarre, Bass), singt zwei Stimmen und den Chor. Dazu hat sie den nicht unansehnlichen Kurzfilm aufgenommen und geschnitten.

      Da fehlen noch diese Twitter-Dinger: #cutegirl #nicesound

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  11. „Und über die „zweite Ebene“, die Mädchen und Teens konkurrenzlos attraktiv macht, sind wir uns wohl ohne Worte einig…“

    Konkurrenzlos nicht unbedingt, aber eben attraktiver, während fröher der Fokus mehr auf ausgewachsene Vollweiber gerichtet war, und das schon von der Prä-Pubertät an.

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  12. Diskursanalytische Perspektiven

    Der Philosoph Michel Foucault versteht Perversionen als gesellschaftlich konstruiertes und produziertes Phänomen. In seinem Werk Der Wille zum Wissen (frz. Original: Histoire de la sexualité) vollzieht Foucault eine tiefgreifende Analyse der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Machtmechanismen, welche sexuelle Normen über die Zeit hinweg produzieren und manipulieren. Dabei untersucht er die Bedingungen medizinischer, juristischer und biologischer Diskurse über Sexualität (ihr ‚historisches Apriori‘). In diesem Zuge übt er Kritik an ihren Konzeptionen von Sexualität und ihrem Verständnis sexueller Neigungen. Der „Einpflanzung von Perversionen“[14] widmet er dazu ein eigenes Kapitel.

    Foucault zufolge ist seit dem 17. Jahrhundert ein Prozess im Gange, der zwar oberflächlich als Repression, d. h. als Verbot der Rede über den Sex, erscheint. Betrachtet man dieses Phänomen jedoch auf der Ebene der Diskurse über den Sex so ist, laut Foucault, ein geradezu umgekehrter Prozess beobachtbar. „Die modernen Gesellschaften zeichnen sich nicht dadurch aus, daß sie den Sex ins Dunkel verbannen, sondern daß sie unablässig von ihm sprechen und ihn als das Geheimnis geltend machen.“[14] Der Sex wird damit in eine „diskursive Existenz“[14] gedrängt, die gleichzeitig Produkt von Machteinwirkung ist, sie jedoch ebenso erst ermöglicht. Dies ist beispielsweise bei dem Umgang mit der Sexualität von Kindern zu beobachten. Die Onanie von Kindern gerät ab dem 19. Jahrhundert zunehmend in den Fokus von Erziehungsanstalten sowie elterlicher Erziehung. Indem sie klar als ‚Laster‘ verurteilt wird, werden strengere Kontrollmaßnahmen lanciert, wodurch in der Folge jedoch auch die Zielscheibe der Machtausübung enorm wächst – alles wird verdächtig. Die Verurteilung der Onanie von Kindern macht sie somit nur zu einem Geheimnis, natürlich ohne sie jedoch vollständig auslöschen zu können: Kinder werden gezwungen, sie zu verstecken, „damit man sie anschließend entdecken kann“[14]. Stattdessen wird ihre Sexualität kontrolliert, ‚verhört‘ und im Zweifelsfall medizinisch behandelt.

    Die Perversion, als ‚annormale‘, sexuelle Neigung rückt, so Foucault, ebenfalls zunehmend im 19. Jahrhundert in den medizinischen Blick, unter welchem wir sie heute noch betrachten. Kurz gesagt ist ein Wandel festzustellen, nach welchem die kirchlich-juridische Verfolgung von Verstößen gegen das eheliche Gesetz zunehmend durch die medizinische Untersuchung und ‚Behandlung‘ sexueller Präferenzen ersetzt wird. Anders als der juridische Diskurs sei das Feld der Medizin darum bemüht Perversionen genauestens zu klassifizieren, sowie ihre Ursachen und Zusammenhänge klar zu beleuchten. In diesem Zuge erfolgt die Ausdifferenzierung unterschiedlicher ‚widernatürlicher‘ sexueller Handlungen, sowie ihre Identifizierung mit bestimmten Menschentypen, Charakteren, Physiognomien und Lebensläufen. Die Perversion (und die Sexualität im Allgemeinen), so Foucault, wird damit zunehmend zu einem Gegenstand der wissenschaftlichen Erkenntnis und gesellschaftlichen Kontrolle. Eine Folge ist, dass die Perversion in erster Linie nicht ‚verbannt‘ wird, sondern vielmehr überhaupt erst benannt und somit produziert wird. Foucault kommt damit zum Schluss, dass auch wenn sie oberflächlich die Sexualität zu unterdrücken scheint, gerade „die ‚bürgerliche‘ Gesellschaft des 19. Jahrhunderts – zweifellos noch die unsere – (…) eine Gesellschaft der blühendsten Perversion“[14] sei.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Perversion

    Hatternichtganzunrecht. Na, da guckt ihr wieder mal tötal blöd ihr Nazischweine! Heult doch! 😝

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  13. Hubert

    „Wobei ich natürlich nach geltenden Standards schwer pervers bin, völlig klar. Mir steigt nur die Zornesröte ins empörte Gesicht, wenn mir jemand schmunzelnd dies diagnostiziert…“

    B-Mashina, hast du den Vorwurf der Perversität, von mir bewusst mit Ironie-Smiley versehen, in den falschen Hals gekriegt? Beim Bund bezeichnete man meinen „Vorwurf“ an dich wohl als „kameradschaftliches Foppen“.

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    1. Oh, ja, manchmal bin ich tatsächlich etwas dünnhäutig! Irgendwie konnte ich es nicht eindeutig als Scherz einordnen und fragte mich auch, warum das ausgerechnet bei der Aussage zu den „reiferen Damen“ kam. Sorry Hubert. Wobei meine Reaktion ja auch eher flapsig und spöttisch war. Interessantes Stichwort aber. Ich mein z.B. der Foucault gilt ja mit als einer der Urheber des Niedergangs der Wissenschaften und hat sich üppig an den armen Straßenjungs in Nordafrika bedient, wobei ich da aber zurückhaltend mit moralisierender Wertung bin. Mit seinen Aussagen zur „Perversion“ liegt der allerdings nicht falsch. Habe das ja immer wieder mal thematisiert, daß je mehr der sexualhöllisch-repressive Sack zugeschnürt wird, desto mehr wird ein geradezu hysterischer medialer Hype um sexuelle Dinge und Sexyness im allgemeinen veranstaltet: Seien es Bilie Eilishs Brüste, „Heidi Klumpp NACKT unter der Bettdecke!“ und „Nipplegate“ – während man Teenager wegen „gegenseitiger Vergewaltigung einknastet.

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      1. „Ich tappe jetzt bewusst in die Falle und verteidige den Arppe, ohne den „Fall“ detailliert zu kennen (bei der üblicherweise selektiven und manipulativen Berichterstattung der Systemmedien sind Zweifel angebracht):“

        Sicher.

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      2. Hier noch mal die TAZ:

        https://taz.de/Ruecktritt-nach-taz/NDR-Enthuellungen/!5444012/

        Habe ein wenig querrecherchiert. Also TAZ hin, NDR her: Ich halte das alles in dem Fall für ziemlich glaubwürdig. Bei dem, was der in Hülle und Fülle abgesondert hat, unter anderem auch über Parteikollegen*innen („….die Storch steht bestimmt auf ganz abgefahrene Sachen…“) sind die Sachen mit Schimpansen, Hüpfburg und zehnjährigen Polöchern fast nur noch ein Detail, das bestens ins Bild paßt. Ebenso, daß er das ohne großes Murren geschluckt hat ohne rechtliche Schritte einzuleiten. Natürlich unter dem ehrenhaften Motiv, seiner Partei ein negatives Schlaglicht wegen der Sache so weit möglich ersparen zu wollen.

        Natürlich besteht die Möglichkeit, daß man ihm bestimmte Aussagen untergeschoben hat, gerade WEIL sie so gut passen. Allerdings fällt mir grade kein damit vergleichbares Beispiel ein, wo auf so eine Art verfahren wurde. Es wäre auch nicht der erste Politiker, der sich wegen seines Gebarens im Internet den Ast abgesägt hätte, kenne da Beispiele auf kommunaler Ebene und bei „Systemparteien“. Also ich denke, der Typ war schwer obsessiv mit Gewalt, Vergewaltigung und wüstesten Brutalphantasien und hatte sich dabei einfach nicht im Griff und das als Parteivize. Gibt zu denken, das.

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    2. Hubert

      Was wahrscheinlich in Arppes Kopf vorgeht, ist in der Tat auffällig.
      Aber auch bei dem krassen Inhalt seiner Chats stehe ich (trotz oder gerade wegen meiner „rechtsextremen“ Gesinnung) zu dem ur-liberalen Recht auf Gedankenfreiheit:

      „Grundsätzlich sollten privat geäußerte Phantasien, insbesondere sexuellen Inhalts, nicht sanktioniert (und selbstverständlich auch nicht durch die Hetzpresse veröffentlicht) werden. Bei konkret geplanten Straftaten oder ähnlichem muss natürlich eingeschritten werden.“

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      1. SchneeHase

        in 3D umgesetzte OstPhantasien am Görlitzer Markt – really shocking! Selber fotografiert und fast umgefallen allein vom sehen! Ich kann euch nur sagen: bei dem Stand gab es richtige Broiler-Schlange.
        Aber MeToo hat es bis dahin noch nicht geschafft!

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      2. DAS ist ECHT pervers! And I’m not even joking!

        Erinnert mich ischändwie an den großen Perversen Rudolf Chametowitsch Nurejew, die Tanzlegende. Dieser soll sich gerne in den Orgasmushimmel geschossen haben, in dem er sich ein LEBENDES Huhn auf’s Bajonett pflanzte, dem er dann den Kragen umdrehte! Na, Tänzer waren mir eh immer ein Stück weit unheimlich…😨

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      3. Im Chat schwärmt er am 13. Oktober 2011, dass man „auf so’ner Springburg (…) schön ficken“ kann. „Hunderte Kinder und deren Familien stehen um die Hüpfburg herum und gucken“ schreibt er. Und weiter: „Dann wollen die Kinder alle mitspielen. So´n schönes zehnjähriges Poloch ist sicher schön eng…“

        Am 16. Februar 2012 schreibt er: „Dann besaufen wir uns hemmungslos und pissen alles voll. Anschließend laden wir uns einen Stricher ein, vergewaltigen ihn und essen danach seine Leiche auf“.

        Najaaa. Wann ist das Private politisch? Ist halt so daß die AfD als Hüter von Moral, Ordnung und traditionellen Werten und gegen den „linksgrünpädoversifften Zeitgeist“ auf den Plan tritt. Und wenn da dann in der zweiten Reihe solche Gestalten rummonstern, dann gibt das bei mir ganz üble Vibes. Wie auch Freund Forneus schon betont hat, hat die AfD keinerlei Problem mit dem reformierten Sexualstrafrecht, ganz im Gegenteil geht es ihr noch nicht weit genug. Vor diesem Hintergrund ist es nicht allzu weit hergeholt, davon auszugehen, daß Figuren wie dieser Arppe, vorausgesetzt, sie bekommen entsprechende Macht, keinerlei Probleme damit haben, mißliebige Leute wegen „pädophiler Unzucht“ abzukassieren um an ihnen (und ihren Kindern und Angehörigen) seine Phantasien in die Realität umzusetzen. Gegen einen Arier(?) wie den sind Cohn Bendit und Konsorten wirklich sonnige Kerlchen, wobei ich ja eh gegen den sexuell befreiten Geist von damals in seiner Gesamtheit überhaupt nichts mehr auszusetzen habe und der Ansicht bin, daß selbst auf der Hodenwaldschule nicht alles schlecht war.

        Was sind schon Freunde generationenübergreifender Sexualität, die sich offen dazu bekennen, gegen jemanden wie Arppe, der in de räächtsen Szene sicher keinen Einzelfall darstellt? Tüpen wie der stehen für ein sexuell repressives Zwangssystem mit monströsem Unterleib, in der Folterdiktatur schlägt deren große Stunde.

        So, jetzt muß ich aber weiter ausfeilen, was ich alles mit der kleinen geilen GRETA und ihren Foll-lovern (FRANKSTEIN) nach meiner GEMAECHTERGREIFUNG anstellen werde. Sicher ist, daß die heilige Klimakrüppelin vor den Augen ihrer ohnmächtig-cuckenden Fähns ordentlich UNEINVERNEHMLICH aufgegeilt, bestiegen und gestopft wird, da könnt ihr ein drauf lassen. Gut, gegen Arppe ist das alles Ponyhof, aber wir sind schließlich die Guten und keine Pörvörsen!!!

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    1. Hubert

      Kamerad C+, haben Sie nicht stolz in der Luftwaffe Ihrem Vaterland gedient? Als Heereslandser wundert mich Ihre explizite Verehrung für einen Mann in der weißen „Marinekluft“. 😉

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  14. c+

    in 3D umgesetzte OstPhantasien am Görlitzer Markt

    Geliebte, wo. treibst Du Dich eigentlich rum? Die Berliner sind schon ein merkwürdiges Volk, hatte ja mal drei Jahre dort gelebt und mit den Internet- und Dönertürken gut gefreundschaftet, meist richtig old school Typen, die Berlin noch vor 89 kannten, wir waren Brüder, so jetzt könnt ihr wieder abkotzen

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  15. SchneeHase

    Mein Lieber KNR,
    mein SchockFoto ist in der Stadt Görlitz aufgenommen. Niemals würde ich mich im GörlitzerPark in Berlin rumtreiben!
    Obwohl: da wie dort gibt es Wildscheine zuhauf, da ist es richtig ungemütlich.

    Aber wenn ich Hähnchen nur rieche; egal ob roh oder zuberreitet; für mich wäre so ein BroilerDing das Grauen. Dann neben dem HähnchenSpieß lieber verhungern.

    Bei dem Foto kam also ALLES zusammen: das Perverse & das Unausstehliche.

    Alle HähnchenLiebhaber mögen mir hier vergeben und verzeihen.

    Dann esse ich doch lieber ein saftiger Wildschweinbraten – bin ja keineswegs ein VegetarierHäsle.

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