Volksleerling: Corona-Chan ist unser neuer Bismarck!

Offenbar wird hier jemand geehrt, weil er rassenreines Geflügel gezüchtet hat und das ist etwas, was ja mittlerweise sehr verpönt ist, wenn man die Menschenrassen denkt z.B., da wird munter gemischt, alles scheixegal, nur bei Geflügel, Pferden, Hunden, Katzen, da spielt die Rasse eine Rolle, warum ist das so? Warum achtet man bei denen auf die Rasse, aber bei Menschen nicht? Sind wir weniger wert als Geflügel, als Hunde und Katzen? Vielleicht gibt es auch einen menschologischen Verein, der sich mit der Zucht der Menschenrassen beschäftigt, ich mein, warum eigentlich nicht.

N. Nerling, der Volksleerer 

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Der Frühling läßt sein braunes Band munter knattern in den Grüften, in den Pforten der letzten verbliebenen räächten Spackosphärenblogs schwirren die kleinen Bienchen, obzwar in der Zahl deutlich dezimiert durch Milbenplage und natürliche Auslese, in unermüdlichem Fleiß hin und her, kippen ihre Copy-Last mit allem, was sie im Wahrheitsnetz aus den Honigtöpfen gesaugt haben, in die miefig-vermilbten Waben. Und auch deren großes Idol und Hoffnungsträger, der Volksleerling Nikolai Nerling, ist nicht faul, höchstens faulig. So seien hier zwei seiner aktuellen Machwerke vorgestellt, deren Inhalt wahrlich dazu angetan ist, einem ein aussagekräftiges Bild über die kognitive wie intellektuelle Verfaßtheit und überhaupt das Niewoh der gegenwärtigen neurechten Szene zu verschaffen. Dies ist nicht unbedingt für Schwachnervler und sittlich-moralisch ungefestigte Individuen geeignet, auch Minderjährigen sei davon abgeraten. Alle anderen sollten sich mit der Inaugenscheinnahme sputen, denn aufgrund der nicht minder emsigen Denunzen des SONNENSTAENDERLANDES ist die Halbwertszeit der Leerer-Vids, die dessen Lutscher immer wieder in die für ihn gesperrte Youtube-University hineinschmuggeln, in der Regel eine nicht allzu hohe. So lästig das Treiben der STAENDER,

-dem ausführenden Organ von ALLJUDA in Gestalt der mächtig-weltlenkenden 40/2, dokumentiert im sagenhaften ABOUT des gewaltigsten verkannten Genies aller Zeiten-

auch sein mag, so stellen sie doch immerhin ausführliche und, das Inhaltliche betreffend, im Großen und Ganzen stimmige Rezensionen davon in ihr vorzügliches Forum, für die Nachwelt zur Erbauung und Mahnung. So auch hier, weshalb den Videos die SSL-Zusammenfassungen angefügt sind.

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-MasterP2k: Feierstunde zum 206. Geburtstag Otto von Bismarcks | GESCHICHTE-

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– MasterP2k : Frühling in Görlitz und der Oberlausitz TEIL 1 | STÄDTETOUR-

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Zusammenfassung und Rezension von „ArV“, Sonnenstaatland, Hervorhebungen durch den Kopierer:

Nachdem N.N. die letzte Zeit nur damit verbrachte, Bewegtbilder von Geronten in Aspik Badehosen zu verbreiten, veröffentlicht er heute gleich zwei Videos:

Nr. 1 „Feierstunde zum 206. Geburtstag Otto von Bismarcks“

Szenario: Bismarckturm in Görlitz, Reichsflaggen, Kerzen, Soundanlage aus dem Hobbykeller von Hans Albers. Die anderen „Redner,“ die ihre „Vorträge“ jeweils nur radebrechend von Zetteln abgelesen haben, lasse ich hier unerwähnt. N.N. Beitrag glänzt mal wieder glanzlos in gewohnter Qualität; er filmt, nachdem er oder ein beauftragtes Kamerakind wohl mal wieder an der Bedienung seiner Kamera gescheitert ist, vom Bildschirm ab, auf dem eine verwackelte Handy-Aufnahme abgespielt wird. Sein verklausulierter Wortdurchfall geht bei Minute 14:14 los. Ein paar Auszüge:

„In der sozialen Hängematte gammelt es sich nur zu bequem, vor allem wenn man Ausländer oder Linksextremist ist. […] Das ist das Gesetz der Polarität, anders könnte die Welt nicht aufgebaut sein. […] die jetzige Zeit anschauen, in welcher das dt. Volk ausgemordet werden soll, geknechtet werden soll, vor allen Dingen jetzt durch Corona […] Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen […] mit diesen Menschen können wir ein neues Reich aufbauen, dann ist Corona auf einmal unser Bismarck, der uns zusammenführt, die sich für ihr Land einsetzen […] und ich als Vagabund [hört, hört!] kann das sehr gut einschätzen, denn überall stehen Menschen auf […] wollen eine Einigung. Und diese Einigung steht uns wahrscheinlich bevor und wir dürfen nicht vergessen, auch die Einigung des dt. Reiches musste blutig erkämpft werden. Verfallen wir also nicht der törrichten Hoffnung, dass die neue Einigung unseres Volkes umsonst zu bekommen ist, auch wir werden durch eine harte Zeit durch müssen. […] Möglicherweise [klaro] kommt es zu Stromausfällen, Ausschreitungen und zu einer Zeit, die man als Drangsal bezeichnen kann. Aber auch das wird uns zu Männern und zu Weibern schmieden, die die Freiheit dann eines Tages verdient haben und die mit Bedauern aber auch ein bisschen mit Hohn auf die blicken, die sich haben totimpfen lassen oder in Rassenvermischung degeniert sind. […] Das es um alles oder nichts geht, ums Überleben des Volkes, ums Überleben der Volksseele, der Volkskultur und angesichts dieser hehren Ziele das eigene Leben auf einmal unwichtig wird und man sich nur zu gerne opfert für das größere Ganze. Denn wir dürfen niemals vergessen, wir sind keine Individuen, wir sind Teile eines großartigen Volkskörpers, der gerade dabei ist wieder neue Kraft zu schöpfen.“

Nr. 2 „Frühling in Görlitz und der Oberlausitz TEIL 1“

N.N. und der bereits bekannte nuschelnde Werner vermessen einleitend den Umfang eine tausendjährige Eiche in Herwigsdorf, N.N. stellt sich dabei vermutlich vor, wie viele Deserteure kurz vor Kriegsende an den vielen Ästen aufgehängt wurden oder wenigstens hätten aufgehängt werden können. In Reichenbach / OL stehen N.N. und sein lokaler Suggardaddy vor einem leerstehenden Gebäude „Da könnte man doch eine Kaderschmiede für den nationalen Widerstand einrichten.“ Als besonders anspruchsloses „Bilderrätsel“ für seine madigen Fans, fragt N.N. tatsächlich, wer von diesen den gezeigten Gegenstand -es ist ein profaner Schuhabkratzer- erkennt. N.N. fasst seine Kenntnisse und die vom nuschelnden Golum passend zusammen „Man weiß es nicht,“ was man problemlos auf jedes beliebige Thema anwenden kann. Vor dem „Heilige Grab Museum“ in Görlitz ab Minute 9 „[…] dass hier drei Kapellen gebaut wurden im 15. Jahrhundert, die an den Leidensweg Christi erinnern sollen. Passt ganz gut, morgen ist Gründonnerstag, danach Karfreitag, also von der Zeit her war das ungefähr heute oder übermorgen vor äh 2000, nein, 1090 Jahren, 900 irgendwas, egal, rechnet selber aus, jedenfalls ist da Jesus gekreuzigt worden.“ Werner nuschelt dazwischen „2021“ N.N. „Ja, haben wir jetzt, er ist aber mit 33 gekreuzigt worden.“ Kunstpause. Werner: „Also, 87.“ N.N. „87?“ W: „1987“ N.N. „Also vor 1987 Jahren ist er gekreuzigt worden, fast auf den Tag genau.“

Im Zentrum von Görlitz stehend „Görlitz war auch geprägt von jüdischen Kaufleuten, eine Tuchmacherstadt, eine rege jüdische Gemeinde hier, was natürlich nach 45 oder 33 alles anders wurde, viele sind ausgewandert auch nach Palestina dann natürlich und viele wurden auch eben auch deportiert.“ Als wäre es das Normalste auf der Welt, Drecksau!

Die in Görlitz erhalten gebliebene Gründerzeitarchitektur ahnungslos begaffend „In vielen anderen Städten könnte es immer noch so aussehen wie hier, wenn nicht das anglo-amerikanische Terrorbombardement das alles in Schutt und Asche gelegt hätte und wir uns jetzt mit der internationalistischen Kommunistenarchitektur herumplagen müssten. […] die östlichste Stadt der BRD, über die Neiße rüber sind wir schon in Polen, im sogenannten Polen.“

Später steht N.N. vor einem Denkmal für Robert Oettel, dem „Begründer der dt. Rassegeflügelzucht.“ „Offenbar wird hier jemand gerehrt, weil er rassenreines Geflügel gezüchtet hat und das ist etwas, was ja mittlerweise sehr verpönt ist, wenn man die Menschenrassen denkt z.B., da wird munter gemischt, alles scheixegal, nur bei Geflügel, Pferden, Hunden, Katzen, da spielt die Rasse eine Rolle, warum ist das so? Warum achtet man bei denen auf die Rasse, aber bei Menschen nicht? Sind wir weniger wert als Geflügel, als Hunde und Katzen? Vielleicht gibt es auch einen menschologischen Verein, der sich mit der Zucht der Menschenrassen beschäftigt, ich mein, warum eigentlich nicht.“ 

Sonnenstaatland – Der Volksleerer Nikolei Nerling

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Ich mein, warum eigentlich nicht. Der Erzähler war ja auch über lange Jahre durchaus sehr aufgeschlossen für die Ideen des Weißen Nationalismus, wie sie etwa auf MORGENWACHT oder den englischsprachigen Sites „Counter Currents“ oder „Occidental Observer“ vertreten wurden. Sogar für den berüchtigten US-Hardliner Wiiliam L. Pierce und die „National Alliance“ konnte er sich in seinem Abscheu wider den Zeitgeist erwärmen. Und obwohl für ihn dieses Thema aus verschiedenen Gründen ziemlich in den Hintergrund gerückt ist, möchte er keineswegs alles als völlig blödsinnig und abwegig beiseite schieben. Er ist nach wie vor der Auffassung, daß es einige Evidenz dafür gibt, daß man hinsichtlich der genetischen Differenzen zwischen Menschenpopulationen durchaus von „Rassen“ im Sinne von Subspezies (also auf natürliche Weise aufgrund von genetischer Distanz entstandenen Unterarten und nicht von Menschen auf bestimmte Eigenschaften hin gezüchtete Nutztiere) sprechen könnte, daß diese Unterschiede nicht völlig unerheblich sind, daß also Rassenvermischung nicht nur positive Folgen sowohl für das Individuum als auch die jeweilige Population haben kann (so ist es sprichwörtlich, daß in der Fortpflanzung zu große genetische Nähe, also Inzucht, ein Risiko mit sich bringt, daß es sich bei großer genetischer Differenz ähnlich verhalten kann ist dagegen wenig bekannt), daß die aktuelle Bewertung der Rassenfrage eher auf politisch-ideologischen denn wissenschaftlichen Erwägungen beruht. Auch die ganz bestimmte Form von ethnischer Konkurrenz, wie sie Kevin MacDonald in seinem Werk theoretisiert hat, möchte der Erzähler nicht grundsätzlich in Abrede stellen. Ebensowenig wie die Instrumentalisierung von Massenimmigration als Waffe und die immer schrillere Hetze gegen Weiße und „weiße Kultur“.

Allerdings behält sich der Erzähler auch Zweifel darüber vor, ob die Schlüsse, die im Rahmen des Weißen Nationalismus gezogen wurden, tatsächlich richtungsweisend sind. Denn schließlich kann derartiges Deuten immer nur eine Annäherung an die Realität sein und überhaupt kommt es anders und zweitens als man denkt, denn letztlich regiert das Chaos den Planeten und alles ist im Fluß. Wenn etwa die „Rassenvermischung“ auch negative Implikationen mit sich bringt und als destruktives Werkzeug gebraucht wird, dann heißt das noch lange nicht, daß dies auf längere Sicht auch zwangsläufig die von den Strategen gewünschten Effekte zeitigt, dafür sind zu viele Unbekannte im Spiel. Zudem stellte der Erzähler zunehmend an sich fest, daß ihm tribalistisches, nationalistisches, völkisches und rassisches Denken schnell gegen den Strich geht und nicht so recht seiner Natur entspricht. Schon irgendwelche Stauchball-Sommermärchen lösten von jeher regelrecht körperliche Übelkeit in ihm aus. So blieb es ihm trotz all den unschönen und teilweise tatsächlich traumatisierenden Effekten des Globalismus letztendlich dann doch ziemlich gleichgültig, ob etwa letztlich die Weiße Rasse den Weltraum kolonisiert um den Lebensfunken weiter zu tragen und dadurch eine irgendwie göttliche Mission zu erfüllen, oder vom ewigen Gegenspieler daran gehindert wird.

Warum der Weiße Nationalismus den Erzähler überhaupt für sich gewinnen konnte, war dessen zu weiten Teilen nachvollziehbare bio-logische Grundlage und die darauf aufbauende Argumentation, mit vergleichsweise eher gering dosierten Anklängen ins irrationale und mystische. Auf gewisse Weise erschienen hier die Brücken und Verbindungen von Wissenschaft zu „Verschwörungstheorie“ bzw. „Konspirationsanalyse“ insgesamt tragfähig und begehbar. Nach wie vor ist der Erzähler der Ansicht, daß etwa MORGENWACHT zum Großteil keine hohlen, sondern, wenn schon, gefüllte Naziparolen anbietet und daß man auf Counter-Currents unter all dem Trumpismus-Schrott immer noch interessante Texte und gute Empfehlungen für Literatur und Musik finden kann. Überhaupt war für den Erzähler die Anglosphäre neben Seiten wie MORGENWACHT der favorisierte virtuelle Tummelplatz, da er es mit dem Deutschtümeln ja nie sonderlich hatte und ihn dieser umfassendere Ansatz des alle europäischstämmigen Völker umfassenden „Weißentums“ eher zusagte, obwohl, nein, gerade weil das von deutschen und europäischen Rechten dünkelhaft als typisches Ding der „kulturlosen Amis“ abgekanzelt wurde, die eben nur noch das „Weißsein“ zur Identifikation hätten, während doch wir Deutschen auf ein reiches Erbe von Kultur, Tradition und Spiritualität zurückblicken könnten, das wir auch verschüttet in uns trügen und das nur freigelegt werden müsse. Na, klar, dachte sich der Erzähler, nach zwei verheerenden Niederlagen im 20 Jahrhundert wird man das im dritten Anlauf dann schon reißen, wider die anderen weißen Nationen und gegen den global agierenden Weltfeind! Träumt weiter! Was für Idioten, noch nicht einmal die naheliegende Idee, daß ALLE weißen Völker den Zweiten Weltkrieg verloren haben könnten, geht in deren Dummschädel! Der Weiße Nationalismus hatte sich wohl eben aufgrund seiner umfassenderen Natur für den im Grunde anti-tribalistischen Erzähler als zugänglich erwiesen.

Langfristig konnte der Weiße Nationalismus nach angelsächsischer Prägung nicht in Deutschland, dem deutschsprachigen Raum, Fuß fassen, wenn auch die Rechte Anteile davon absorbierte. Da steht mittlerweile Lucifex mit seiner MORGENWACHT alleine auf weiter Flur, seine Blogroll verdeutlicht die Armut: Die deutschsprachigen Blogs, die in seine Richtung gehen, sind schon lange inaktiv und waren ohnehin wenige, die Mehrzahl ist nicht weiß-nationalistisch sondern vertritt so die übliche rechte Migrations- und Islamkritische Haltung. „Harte“ rechte deutschsprachige Blogs, die in Richtung Nationalsozialismus gehen, sind großteils gelöscht oder stagnieren, nüchtern aufgezogene, rassebiologisch argumentierende Blogs scheint es nicht zu geben. Während der Weiße Nationalismus in den USA sich spätestens seit Charlottesville, mit der Tiki-Fackelparade der Rechtsnerds und der anschließenden Slapstick-Action, vor dem Hintergrund der verrottenden Hinterlassenschaften von William L. Pierce und unter dem Trumpismus, als Klamotte und Travestie entpuppte, machte sich hierzulande ein Gemisch aus diffuser völkischer Esoterik, Kaiser-Hitler-Nostalgie, altrechter NPD-Linie und auf wirklich allerprimitivstes Niveau runtergedampften weißnationalistischen Versatzstücken breit und füllte miefig-stinkend die sich anbietenden Nischen. Der Volksleerling steht für diesen Trend wie kein anderer, mit seinem ungebildeten Gestammel und den aus dem Handgelenk geschüttelten, dummen Ad-Hoc-Mythen als Nachweis dafür, daß er nicht die geringste Ahnung hat, weder von „den Germanen“ noch von Geschichte allgemein, noch von sonst irgendwas. Und besonders, wenn er über „fünfzackige Sterne“ und ähnliche angebliche Insignien der Freimaurer und „Illuminati“ fabuliert, wirkt er wie ein Lügner oder minderbegabter Schauspieler, der eine Rolle spielt und Dinge verzapft, an die er selbst nicht glaubt. Und wenn der Internetbettler die bequem sich in der „sozialen Hängematte“ fläzenden „Ausländer“ oder „Linksextremisten“ prangert, dann liegt es wohl allein am niederen IQ und Dunning Kruger, daß sich sein Publikum und seine Mitstreiter nicht unmittelbar angesprochen fühlen, schart sich doch um den Leerer vor allem auch Sozialprekariat und bildungsfernstes Unterschichtentum, wovon allein schon die Kommentarbereiche zu seinen Videos ein beredtes Zeugnis ablegen.

Wobei es für den Erzähler mittlerweile vollkommen nachrangig ist, ob der Leere jetzt vom „Verfassungsschutz“ ist oder insofern „echt“, als daß ihn ein tatsächlich existenter „nationalsozialistischer Untergrund“ in Gestalt rechter Organisationen oder Individuen aus dem In- oder Ausland finanziert. Ausschlaggebend ist, daß der Mann wirkt wie etwas, das irgendwer als Angebot für eine bestimmte, nicht sehr intelligente und gebildete Zielgruppe kreiert hat, zumindest gibt es für den Erzähler keine andere glaubhafte Interpretation. Wer die Geschichte vom aufgewachten Einzelkämpfer (oder verblendeten Irrläufer) wirklich glaubt, gehört wohl schon zur Zielgruppe, so oder so.

„Toller Volkskörper“? My Ass! Wenn es das alles sein sollte, was beim White Nationalism hinten rausgekommen ist, dann schämt ich der Erzähler – ein Stück weit! – geradezu für seine ideologische Vergangenheit. Aber scheiß drauf, es lebe das chaotisch-destruktive Freidrehen!

Oh welch ein Malhör, daß sich kein Züchter findet, der uns züchtet wie Geflügel! Aber vielleicht wird ja die Hühnergrippe unser Bismarck? Dumm-dumpfer geht es nicht mehr: Sich mit Vieh zu vergleichen, das für einen bestimmten Zweck auf eine oder wenige ganz bestimmte Eigenschaften hin gezüchtet wird, wobei der Mensch als artfremdes „Alien“ über die Partnerwahl entscheidet! Anderseits trifft es der Vergleich mit gefiedertem Kleinvieh dann doch wieder ziemlich genau. Wie man sehen kann, macht dieses zwar auch Mist, und das nicht zu knapp. Allerdings kann man ihm auch leicht den Hals rumdrehen und es dann nach Strich und Faden rupfen und ausnehmen.

***

5 Gedanken zu “Volksleerling: Corona-Chan ist unser neuer Bismarck!

    1. Er berücksichtigt dabei allerdings nicht, daß „artgerecht“ ein sehr dehnbarer Begriff ist und sowohl Zwangsimpfungen wie Einschläfern und (Not-)Schlachtung ermöglicht. Also wäre nichts gewonnen. Aber gute Polemik.

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  1. Lucifex / Januar 12, 2021

    So, Teil 2. Zunächst einmal möchte ich auf lupus‘ Frage, warum Bret Devereaux diese Artikelserie verfaßt hat, Gegenfragen präsentieren:

    Warum hat (((Hollywood))) mit „300“ eine so verlogen positive Darstellung der Spartaner produziert? (Ob der Regisseur Zack Snyder und der Schöpfer der Comicvorlage. Frank Miller, Juden sind, konnte ich nicht verifizieren, ich meine aber, mich an diesbezügliche Behauptungen zu erinnern.) Warum haben sie darin die feindlichen Perser, wie den in den Brunnen gestoßenen Gesandten und ihren Herrscher Xerxes entgegen der sonstigen Hollywood-Gepflogenheiten und der allgemeinen Political Correctness als negroid dargestellt, obwohl die damaligen Perser wahrscheinlich noch weißer waren als heutige Iraner? Warum haben sie dafür sogar Rodrigo Santoro, den Darsteller des Xerxes, der normalerweise so aussieht:

    …für seine Rolle so künstlich negroid (und dazu noch etwas tuntig) hergerichtet?

    Ich behaupte nicht, die Antworten zu kennen (es sind Vermutungen geäußert worden, daß damit die Amerikaner für einen Krieg gegen den Iran aufgeputscht werden sollten), gebe aber zu bedenken, daß Juden nicht nur „gutmenschlich“ und „links“ können, sondern auch „rechts“ und „Jingoismus“, und daß sie die eine Richtung wie die andere aus ihren eigenen Motiven bedienen, die sich normalerweise nicht mit unseren Interessen decken. Hominidendressur eben, wie der Erzähler sagt.

    (…)

    Höhöhö.

    Etwas „tuntig“ ist gut. Aber dazu ist mir prompt ein zeitgeistiger, politkorrekter Artikel aus dem WP-Reader eingefallen, der eine Tradition des „gay codings“ bei Disney am Beipiel von „Pocahontas“ erörtert, natürlich in Bezug auf Rassismus, Kolonialismus, „White Guilt“. Der als schwul und tuntig codierte Schurke soll in dem Fall unter anderem davon ablenken, daß der im Gegensatz dazu als edel und hypermännlich gezeichnete Titelheld sich ebenso des Landraubes und der Vertreibung und Ermordung der Ureinwohner schuldig mache und diesbezüglich kein Unterschied zum Schurken bestehe. Der schwüle Schurke ist hier eben auch ein feiger Bürokratenhengst, Schreibtischtäter und Satrap, der sich persönlich bereichern möchte, während der Held Smith das heroische Abenteuer sucht, die Wildnis urbar machen will etc.. Das „Gay Coding“ vernebele hier den Umstand, daß die Konsequenzen für die Ureinwohner jeweils die selben seien. Das ganze White-Guilt-Ding beiseite gelassen ist die Frage an sich durchaus berechtigt, welche Interessen Hollywood mit dem „Gay Coding“ verfolge da sowas niemals Zufall sei! Bei „300“ kann ich das nicht eindeutig ausmachen, aber im Zusammenhang mit den Fragen von Lucifex ist der Artikel durchaus von Interesse, trotz oder gerade wegen der Zeitgeistigkeit:

    Deconstructing Disney: Queer Coding and Masculinity in Pocahontas

    Pocahontas may seem like a strange vehicle for discussing our gay villains. But Disney gets inventive when they need to circumvent white people’s historical responsibility for genocidal atrocities — and queerness is a useful scapegoat.

    Disney often codes their villains as queer: This is widely known and accepted. First noticed by scholars during the Disney Renaissance of the late ‘80s through the ‘90s, critical observations about characters like Scar (The Lion King) have since disseminated into pithy, viral tweets and TikToks. A quick Google search of “gay Disney villains” will turn up dozens of articles, all repeating the same litany of facts: That The Little Mermaid’s Ursula is based on the iconic drag queen Divine, that Hollywood often uses British accents and effeminate mannerisms in men like Robin Hood’s King John to signal moral decrepitude.

    But those are observations without analysis, which is to say: pointing out the obvious without asking why or how. The subtext of these clickbait articles and listicles is often: Disney codes villains as queer because Disney thinks being gay is bad. Which is one way to read it.

    However, simply saying “Disney is bigoted” has never sat entirely well with me for one reason: In spite of what the Supreme Court of the United States may rule, Disney is not a person. Disney is a corporation that wields the power of a nation-state, and, consequently, has one central obsession — the preservation and expansion of that power, a theme that is prevalent and evident in every story they allow their employees and contractors to tell.

    If queerness is consistently coded a certain way, it has something to do with how Disney wants power to function — who can wield it, and how.

    https://longreads.com/2021/04/13/deconstructing-disney-queer-coding-and-masculinity-in-pocahontas/

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