Poets never kill

Nowadays you have to be a scientist if you want to be a killer. No, no, I was neither. Ladies and gentleman of the jury, the majority of sex offenders that hanker for some throbbing, sweet-moaning, physical but not necessarily coital, relation with a girl-child, are innocuous, inadequate, passive, timid strangers who merely ask the community to allow them to pursue their practically harmless, so-called aberrant behavior, their little hot wet private acts of sexual deviation without the police and society cracking down upon them. We are not sex fiends! We do not rape as good soldiers do. We are unhappy, mild, dog-eyed gentlemen, sufficiently well integrated to control our urge in the presence of adults, but ready to give years and years of life for one chance to touch a nymphet. Emphatically, no killers are we. Poets never kill.

― Vladimir Nabokov, Lolita

Nachdem erst Entspannung angezeigt war und sich zudem herausgestellt hatte, daß Kinder nicht die Superspreader by Nature sind, als die sie zum Höhepunkt der letzten Panikwelle hingestellt wurden, werden jetzt die ganz strengen Saiten aufgezogen. Freund DROSTEN ist ja auch wieder auf der Piste, und der ist eher kein Poet und der deutschen Sprache ohnehin nur rudimentär mächtig.

Corona-Quarantäne – Gesundheitsämter drohten, Kinder in Heime „abzusondern“

Schon bei Corona-Verdacht sollten die Kinder innerhalb der Familie „isoliert“ werden. Bei Nichtbefolgung drohte das Amt sogar damit, die unter 11-Jährigen aus der Familie zu nehmen. Diese amtlichen Anordnungen sorgen nun nachträglich für Aufregung.

Eltern und Elternverbände haben die Anordnungen von Gesundheitsämtern mehrere Bundesländer kritisiert, Kinder mit Corona-Verdacht innerhalb der Familie zu isolieren.

Diane Siegloch, Mitgründerin der bundesweiten Initiative „Familien in der Krise“, bezeichnete das Vorgehen gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) sogar als „eine seelische Grausamkeit“ und „akute Kindeswohlgefährdung“.

Betroffen sind Medienberichten zufolge Orte in Hessen und Baden-Württemberg.

Über den Fall hatte zuerst die Online-Ausgabe der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ berichtet. Dem Blatt zufolge hatten die Gesundheitsämter der Kreise Offenbach und Karlsruhe in einer Anordnung gefordert, es solle keine gemeinsamen Mahlzeiten geben. Zudem drohten sie Eltern, dass bei Zuwiderhandlung das Kind für die Dauer der Quarantäne in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht werde.

Bei den Empfängern der Anordnungen handelt es sich um Eltern von Kindern zwischen drei und elf Jahren. Wörtlich hieß es in dem Schreiben: „Ihr Kind muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen. Keine gemeinsamen Mahlzeiten. Ihr Kind sollte sich möglichst allein in einem Raum getrennt von anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten.“

Der Kreis Offenbach bezeichnete das Ganze in einer Stellungnahme eher als ein Kommunikationsproblem. Dinge wie Zwangsgelder müssten als mögliche Rechtsfolge zunächst angedroht werden, „um gegebenenfalls auch festgesetzt werden zu können“, wird eine Sprecherin in der örtlichen Presse zitiert. Entsprechende Passagen müssten sich deshalb auch immer in den Anschreiben finden, wie etwa auch die Hinweise zu weiter gehenden Maßnahmen.

„Der Initiative Familien in der Krise liegt diesbezüglich scheinbar ein Missverständnis vor“, versichert die Sprecherin des Kreises gegenüber „Offenbach Online“ weiter.

Auch zu Hause Mundschutz tragen

Auch die Stadt Bruchsal war laut dem Nachrichtendienst epd betroffen. In einer Bruchsaler Grundschule im Kreis Karlsruhe waren im Juli 46 Viertklässler unter strengsten Vorgaben in Quarantäne geschickt worden, nachdem eine Lehrerin positiv getestet wurde.

In einer schriftlichen Anordnung wurden die dortigen Erziehungsberechtigten dann offenbar aufgefordert, das Kind auch zu Hause beim Kontakt mit anderen Personen einen Mund-Nasen-Schutz tragen zu lassen. Gedroht wurde zudem damit, dass bei Zuwiderhandlung für die Dauer der Quarantäne das Kind „zwangsweise in einer geeigneten geschlossenen Einrichtung abgesondert“ werden könne.

Das für Erwachsene formulierte Schreiben habe die Eltern sehr erschreckt und verängstigt, sagte Siegloch. Einen ähnlichen Fall habe es auch in einer Kita in Dreieich bei Frankfurt gegeben.

Die Sprecherin der Initiative stellte die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen in Frage, auch wenn diese nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) zulässig seien. In Dänemark werde etwa bei positiv getesteten Kindern „Fürsorge und Umarmungen“ empfohlen.

Manche Eltern in Bruchsal hätten ihre Kinder zu Hause nur noch mit Masken herumlaufen lassen, erzählte Siegloch. Eine Familie habe vor dem gemeinsamen Essen die Vorhänge zugezogen, aus Angst von Nachbarn verpetzt zu werden. Rechtliche Schritte hätten die Eltern, die fast alle anonym bleiben wollten, nicht unternommen. Mittlerweile sei die im Juli angeordnete Quarantäne wieder aufgehoben.

Auch der Deutsche Kinderschutzbund äußerte sich kritisch zu den Maßnahmen. Die „Bild“-Zeitung zitierte aus einem offenen Brief des Vereins: „Die Situation der Quarantäne ist für Familien, insbesondere für Kinder, ohnehin sehr belastend. Kinder in dieser Phase von ihren Eltern und Geschwistern zu isolieren ist eine Form psychischer Gewalt“, erklärt Kinderschutzpräsident Heinz Hilgers in einer auch online zugänglichen Erklärung.

Die Drohung mit dem „scharfen Schwert“ der Herausnahme und Unterbringung auf einer Isolierstation verunsichere zudem nachhaltig.

(Die Welt Online, 07. August 2020)

11 Gedanken zu “Poets never kill

  1. Monk

    „Poets never kill“

    Hmmm… Da muß ich jetzt mal wirklich darüber nachdenken, wenn du gestattest.

    Mein Vater, Jahrgang 1919, ist im Russlandfeldzug mit einer Kopfschusswunde wieder nach Hause befördert worden. Dienstunfähig hat es geheißen und das war gut so, denn er konnte mich noch als Sohn zeugen und mir in jenen jungen Jahren, wie er damals auch, darüber so einiges erzählen.
    Private- oder Staatliche Notwehr, war das Thema über das wir uns damals sehr intensiv unterhielten und ich kann mich bis heute noch ganz genau erinnern, wie er damit gerungen hat mir diesbezüglich den richtigen Ratschlag mit auf den Weg zu geben.
    Nun, was ich damit sagen möchte ist, daß er mir auch damals schon wegenommen werden gekonnt hätte, wenn es ein ein damaliges System erlaubt hätte? Jene psychische Gewalt die er auf sich genommen hatte und seine fürsorgliche Erziehung, wird ihn für mich jedenfalls unsterblich sein lassen!
    Aber dennoch frage ich mich warum des Vaters Worte niemals in pädagogischen Geschwätzbuden diskutiert worden ist und die Nachfahren -bis heute- von ihren Eltern separiert werden sollen.
    Wahrscheinlich weil Poeten niemals töten, sich stattdessen -eiskalt- jene Deutungshohheit vereinnahmend, auf ewig als konstituierte Bessermöntschen etablieren wollen.

    Kindergarten – Coronahort – Geschichtsmaskenschule

    Ekelhafte Trittbrettfahrer ohne Identität. Jenem gutmenschlichen Bückvieh ist einfach nicht mehr zu helfen!

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    1. Drostische Minions sind Poeten? Bitte auch berücksichtigen, daß Zitat und Titel von Nabokov bzw. dessen Protagonisten aus „Lolita“, „Humbert Humbert“, stammen, und es mich einfach gejuckt hat, dessen samtig-geschmeidiges Geschnurre dem kalten Aussonderungsjargon der sexualhöllischen und ach so auf das Kindeswohl bedachten Corona-Ära gegenüberzustellen, weshalb nicht alles wörtlich und todernst zu nehmen ist.

      „Lolita“ ist übrigens, anders als die Legende kündet, keineswegs ein Pro-Pädo-Roman, sondern nimmt den Leser mit auf die Reise durch Humberts Hirnwindungen, der es als nicht vollends glaubwürdiger Protagonist allerdings spielend schafft, den demütigen Leser auf seine Seite zu ziehen, zumindest „ein Stück weit“. Genial und allein wegen der Sprache lesenswert. Wie bei vielen legendären „Skandalwerken“, die jeder zu kennen glaubt, gibt es hier auch keine deutsche Übersetzung und der Leser in seiner Demut kann zwischen einer englischen und einer russischen Fassung des Meisters wählen.

      Btw.: Allein das Humbert seine „Lolita“ erstmal narkotisierte, geht gar nicht, oder allenfalls bei den Ahrimanen, bei denen auch noch Popolanskis Aktionen unter „einvernehmlich“ laufen. Andererseits läßt er auch einiges an genialen Quotes vom Stabel, etwa daß „good soldiers“ immer auch rapen usw.

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    1. On this HORRID planet:

      Scientists Find Skeleton Of Nature’s First Sexual Predator:

      Ryan Hughes
      11 months ago
      „I actually took this seriously for the first few seconds“

      Fin W-K
      5 days ago
      I’m embarrassed I only realised this was a joke when they said “gripping it’s own genitals and mumbling to itself”

      ^^

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