Oh my gosh! They behave like ANIMALS!

Von der Tüpfelhyäne zum „Deutschen Volksgenossen“

Gestern war Gnade, morgen wird Natur sein.

(„der lenz ist da“ aka „KNR“, Weltnetzlegende und Elite-Kommentator)

Dayum nature, you’re scary!

Es ist ja nicht so, dass der Erzähler, der sich da ja so gaar keinen Reim drauf machen kann, nur uneindeutig eindeutige Clips mit wunderschönen jungen und jüngsten Grazien empfohlen bekommt, die da leicht geschürzt herumposen oder dergestalt irgendwas alibi-sportartiges treiben. Nein, aus der Bio- und Ethologieabteilung der Youtube-University gibt es immer wieder ernsteren Stoff zu sichten, so „graphic“, dass den Seminaristen aus offenstehender Labbe meist nur noch ein demütiges „Dayum nature, you’re scary“ entfährt, wenn überhaupt. Ein Beispiel hierfür ist dieser grimmig und mit letzter Entschlossenheit geführte „Rivalenkampf“ zweier Tüpfelhyänen:

Kruger Sightings: Hyena Tries Drowning Rival-
The rivalry over territory can become an ugly one at times. And, when wild animals clash, you can be sure that there are never 2 winners, there will always be one between the two that pulls the shortest straw.

Wobei, eigentlich kann bei dieser Aufzeichnung, die die Endphase der Auseinandersetzung zeigt, kaum noch von einem „Kampf“ gesprochen werden, da der ermattete Unterlegene die meiste Zeit so gut wie keine nennenswerte Gegenwehr mehr zeigt, sich allerdings doch erfolgreich gegen die Versuche des Aggressors, der erstaunlicherweise deutlich kleiner ist, ihn gezielt zu ertränken, sträuben kann. Ja, man sieht, dass der Agressor keinesfalls blindwütig mit seinen für die Art typischen starken Kiefern und Zähnen den Kontrahenten zu zerfleischen versucht, vielmehr setzt er alles daran, ihn unter Wasser zu drücken, das teilweise sogar dergestalt, dass er, mit geschlossenem Maul, seine Schnauze dazu benutzt! Was für ein Zeichen der Intelligenz bei diesen überdimensionierten Mungos! Das Ertränken gehört ja eher nicht zum üblichen Jagd- und Kampfverhalten dieser Tiere, zumindest dürfte so ein Vorgehen mit ziemlicher Sicherheit nicht angeboren sein sondern sich vielmehr aus Überlegung und Schlussfolgerung ableiten. Gegen Ende des Videos schafft es der Unterlegene tatsächlich, den Agressor abzuschütteln, ist allerdings sichtlich sehr angeschlagen und es gelingt ihm nicht, die Uferböschung zu erklimmen, worauf er in ein markerschütterndes Geheul ausbricht. Kommentare mancher Seminaristen hierzu sagen mindestens genau so viel über das „Tier Mensch“ aus, wie das Video uns ungeahnte und seltene Einblicke in das Tierverhalten liefert:

Cintrón Productions 2 weeks ago I felt bad for him at the end, he was clearly crying. I bet he was so injured that if I were there and I just hugged him, he wouldn’t react at all. But nature is nature.

Ja, „nature is nature“, aber überhaupt der Gedanke, eine wilde, verletzte Hyäne zu umarmen! Wenigstens gab es eine adäquate Antwort:

WRXXXual 2 weeks ago@Cintrón Productions I’m sure that Hyena would have hugged you too – with its teeth. People have been severely injured, or killed because they anthropomorphize animals

True! Aber man könnte durchaus, so ganz allgemein, in diesem Kontext in die Gegenrichtung argumentieren. So sah der Erzähler mal vor längerem ein Video in dem ein Mann eine kleine Hirschkuh vor zwei Kojoten rettete. Das Tier, welches aufgrund der charakteristischen Angriffsweise der Caniden schon typische Verletzungen am Hinterteil aufwies, suchte offensichtlich bei dem Mann Schutz vor seinen Verfolgern, dieser gewährte ihm diesen auch, verjagte die Kojoten immer wieder, bis diese schließlich das Feld räumten. Der Erzähler kann sich nicht mehr recht erinnern, ob der Mann bei dem Tier blieb, bis es sich erholt hatte, oder es sogar kurz mit zu sich nach Hause nahm, um es etwas aufzupäppeln -sicher ist nur, dass sein Verhalten einige Kritiker fand, von wegen unberechtigter Eingriffe in natürliche Abläufe, Vermenschlichung usw. Eine Gegenfraktion argumentierte aber auf eine durchaus sachliche, bedenkenswerte Weise, nämlich von dem Standpunkt aus, dass der Mensch mit seiner Fähigkeit, artübergreifend Empathie, Mitgefühl, Mitleid zu empfinden und danach zu handeln letztlich auch ein Produkt der Natur und das Verhalten des Mannes demzufolge letztlich ebenso „natürlich“ sei wie das Jagdverhalten der Kojoten! Weiterführendes Philosophieren sei hier den Mitlechzern überlassen, nur noch ein Detail dazu: Eine neuere Theorie bezüglich der Anfänge der Domestikation des Wolfes verwirft ja den verbreiteten aber ziemlich öden Ansatz, diese Caniden wären einfach von den Abfällen der menschlichen Lagerplätze angelockt worden und dadurch, eventuell über das Zwischenstadium von Raub und Aufzucht der Welpen als Nahrungsquelle durch die Steinzeitler, „auf den Hominiden gekommen.“ Stattdessen geht man hier davon aus, dass Wölfe und Menschen über Kooperation bei der Jagd zusammenfanden, indem der Mensch mit seinen Waffen den jagenden Wölfen zur Hilfe eilte und große, wehrhafte, schon angeschlagene Beutetiere endgültig „finishte“, worauf man sich die Beute teilte. Hat wirklich was für sich, da solche artübergreifenden Kooperationen durchaus auch bei anderen Spezies beobachtet wurden. Nur, vielleicht konnnte sich Homo auch die grausige Lebendfresserei nicht länger mit ansehen? Na, kleiner Scherz. Der demütige Erzähler konnte allerdings als „Natural Guy“ durchaus den selbsterklärten Wiener „Elenden“ Hermes Phettberg verstehen, als der mal in einer Talkshow äußerte „ah geh, die Natur war mir schon immer zuwider!“

Volksgenössische Ethik unter ignorant Morbiden und die Konsequenzen des Überlebenswillens

„Deutscher Volksgenosse“ auf dem bizarren deutschnationalen Weltnetzlog „Morbus Ignorantia“ ist kein Tier sondern Mensch oder eben, „biologistisch“ gesehen, „Menschtier“. Als solches jedoch nach eigener Darstellung deutlich unsozialer als eine Tüpfelhyäne, ohne das jetzt werten zu wollen:

Deutscher Volksgenosse 10. Januar 2020 um 13:04

Nein Du irrst. Ich bin froh, wenn ich Ruhe vor meiner Familie habe. Die kommen nämlich meistens dann, wenn sie Geld oder eine Bürgschaft brauchen. Aber ansonsten habe ich ja auch mit dem seelenlosen Hipster u. Festival-Lifestile meiner 3 Geschwister und den „Neuen Leben“ meiner Eltern welche seit ihrem Torschluss am jeweils anderen Ende von Deutschland mit neuen Partnern wohnen Nichts am Hut. Ich häng praktisch das ganze Jahr außer an Pflichtterminen wie Geburtstagen und son Schrott allein in meiner Bude herum. Freunde habe ich nicht und brauche ich auch nicht. Würde auch gar keine bekommen da ich hier, abgesehen von Arbeitskollegen die mir am Arsch vorbeigehen, Niemanden im Umkreis von 30km auch nur den Namen nach kenne. Vorletztes Jahr hatte ich mal 7 Wochen am Stück Urlaub nehmen müssen, weil sich so viel Urlaubsanspruch noch vom Jahr davor angehäuft hatte. Ich hatte mich so mit Vorräten eingedeckt, dass ich meine Wohnung wenigsten die ersten Wochen wirklich kein einziges Mal verlassen musste. War eh ein nasskalter Herbst also egal. Das war ein Traum! Keine Menschen! Nach 3 Wochen ging aber leider dann das ein oder andere zur Neige in Sachen Lebensmittel. Vor allem in Sachen Alkohol. An der Kasse bei Rewe stellte ich dann fest. dass ich tatsächlich ein Stück weit das Sprechen verlernt hatte

-https://morbusignorantia.wordpress.com/2019/12/13/merkwuerdige-frage-gefunden-wann-ist-ein-deutscher-ein-deutscher/#comments

Ansonsten erscheint der „Volksgenosse“ als, trotz häufiger Flüchtigkeitsfehler, durchaus eloquent, nicht ganz ungebildet und nicht ganz dumm. Im Gegensatz zu einem Großteil der rechten „Spackosphäre“ vertritt er in kalter Nüchternheit den Nationalsozialismus mit seinem Natur-, Rasse- und Eugenikverständnis stringent und konsequent:

Deutscher Volksgenosse 7. Januar 2020 um 14:38

Wenn die Weißen nicht mehr den Weg zur Natur zurückfinden, dann ist so oder so alles vorbei! Um die Zukunft der Schwarzen usw sogre ich mich überhaupt nicht. Die kommen mit ihrer Beschränktheit auch in einer jüdischen Welt klar. Die helleren unter den Asiaten werden fürher oder später wohl genauso heterogenisiert wie wir. Mit den habe ich wirklich Mitleid, da die alles genauso bewusst miterleben werden wie wir. Eine Welt ohne Wieße ist für mich wertlos. Von daher sehe ich überhaupt keinen Grund, meine Überzeugungen auch nur einen Millimeter zu ändern. Selbst wenn ich einfach nur einer der letzten Normalen in dieser kranken Endzeitepoche bin, die die Natur vor dem Abstrakten verteidigen wollen aber deren Sorgen jedoch nur selbsterwähltes Leid sind, da für die Natur, für ihre Gesetze der Höherzüchtung, so oder so alles schon verloren ist. Wenn der Nationalsozialismus, die Eugenik gescheitert sind, dann will ich mit diesen aus der Welt verschwinden. Ich kann kein Leben genießen, welches völlig frei davon wäre.

(a.a.O.)

Wir halten mal fest, ein Individuum, das sich als vollständig isoliert beschreibt, gibt sich gleichzeitig als vollkommener nationalSOZIAListischer Rasseeugeniker und zeichnet praktisch die Degeneriertheit der durchrassten Gesellschaft als ursächlich für seine Isolation, welche so etwas wie eine letzte Zuflucht darstellt. Von 130er-Surfing hält er nichts, da es keinerlei Gewinn sondern nur Ungemach verspreche, wobei er, wenn es denn die Aussicht auf die ersehnte Volksgemeinschaft näher rücken lasse, durchaus dazu bereit wäre, sein Leben dafür hinzugeben und dabei ausdrücklich auch vor Terrorismus und Massenmord nicht zurückschrecke:

Deutscher Volksgenosse 29. Dezember 2019 um 05:06

@Nationalsozialist

So einiges. Nur ist der untaktische Freilauf von Nordmännertemperament, so sehr ich dieses „Jetzt erst recht!“ selber empfinde, dort wo es Nichts bringt (im forensisch auswertbaren Internet) nicht die richtige Vorgehensweise. Vor allem HIER hat sich ja vor allen in den letzten Tagen gezeigt, dass jede Grußformel usw Perlen vor die Säue ist. Und dort wo die lieben Grüße die richtigen erreichen, liest der Feind auch mit und nutzt solche Dinge gerne als Fallstrick. Und ich finde es nach wie vor Quatsch, dem Feind so leichte Steilvorlagen zu bieten, uns wegen Kleinigkeiten derbe Schwierigkeiten machen zu können, die uns im wiederholungsfall Jahre unseres Lebens kosten könnten. Also ich will lieber in den Knast für Sachen die mehr Wirkung gegen den Weltfeind haben. Da hätte ich auch mit Lebenslänglich kein Problem. Auch nicht damit eventuell am Galgen zu enden. (Den Grünen traue ich alles zu). Das Strafmaß habe ich jetzt dargestellt, nur um mal zu illustrieren, das ich auch zu Terrorismus und Massenmord bereit wäre. Nur was konkret würden solche Taten bringen, außer Multikulti als Schrittmacher zu dienen?

(a.a.O.)

Wobei dann wiederum seine despektierlichen Äusserungen über gewisse Lichtgestalten der Hohkrux-Obsessed-Scene für einen straighten Nationalsozialisten bemerkenswert sind:

Deutscher Volksgenosse 17. November 2019 um 08:52

(…)

Und besonders wenn Du meinst, dass Du überwacht wirst, solltest Du derartige Dinge lieber unterlassen. Wem zum Teufel nützt das, wenn Du Dich in die Mühlen der Justiz wirfst? Soll sich daran jemand ein Beispiel nehmen? Genau das wollen doch diese Fotzen wie Haverschleim oder Rudolf. Wie meinte Letzterer doch in seinen Interviev wo auch der TTA Penner dabei war? Knast ist wie ein Orden auf der Brust also wozu die Angst? Ich würde es ja gerne verlinken. Aber schon alleine dieses Drecksvideo zu posten würde mich straffällig machen. Ist es das wert?

(…)

-https://morbusignorantia.wordpress.com/2019/11/13/afd-und-israel/#comments

Wenn man bislang, den Eindruck gewann, der Volksgenosse gehe davon aus, dass das mit seiner sozialen Isolation lediglich ein Resultat der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse sei, und es sich in einer nationalsozialistischen Volksgemeinschaft diametral entgegengesetzt verhalten würde, sieht man sich allerdings bei genauerem Hinsehen einigermaßen getäuscht: Der völkische Genosse sieht sich selbst als humanen Biomüll!

Deutscher Volksgenosse 26. November 2019 um 19:32

(…)

Im Übrigen wohne ich gar nicht mehr bei Mutti. Und wieso Rockzipfel? Ich hatte meinen Eltern seit ich mein erstes Geld verdiente, meine Bankkarte gegeben, weil das Geld bei ihnen Vorne und Hinten nicht reichte. Darum lebte ich so lange Zuhause und habe freiwillig diese ganze Sturm und Drang Grütze unterlassen. Mir genügten gut 8 Jahre lang unregelmäßige Flohmarktbesuche zwecks Bücherbeschaffung, Bier & Fusel und ab und zu mal ne externe Festplatte von „meinen“ Geld. Da ist es natürlich auch egal, wenn man sich gehen lässt. Und Heute? Meine Eltern sind längst geschieden und gingen ihrer Wege. Meine Schwestern leben nun auch woanders. Es gibt dieses „Zuhause“ nicht mehr, denn auch ich lebe mittlerweile in einer eigenen Bude. Ich bin als letzter ausgezogen. Und jetzt bin ich 27. Was soll ich jetzt noch damit anfangen irgendwelches Sozialverhalten im Umgang mit der Frauenwelt zu erlernen. Das schaffe ich doch gar nicht mehr aufzuholen. Und das tue ich auch keiner Frau an. Außerdem bin ich genetisch sowieso Müll und würde nur den Genpool verseuchen wenn ich mich fortpflanze.

(…)

-https://morbusignorantia.wordpress.com/2019/11/21/niemand-hat-die-absicht-eine-demokratie-zu-errichten/#comments

Als selbstredend antisozialer Genschrott, der mit anderen Menschen nichts anzufangen weiß und nach eigener Aussage ein einziges Sozialisationsdefizit darstellt, fühlt er sich in einer völkisch-kollektivistischen Gesellschaft am besten aufgehoben und würde gegebenfalls sogar über Leichenberge gehen und sein Leben wegwerfen wenn es nur der Höherzüchtung der Weißen Rasse diente? So hart wie über sich selbst, so hart urteilt er über andere, erkennt mit unbestechlich sezierendem Blick, was normal ist und was nicht:

Deutscher Volksgenosse 2. Februar 2020 um 08:34

Was stimt mit dieser Person nicht?

Ich meine damit nicht den Inhalt des Videos, sondern das Auftreten in diesem. Jedes Wort wird derart mit Mimik und Gestik ausgemalt, und das ohne Unterbrechung über 30 Minuten lang, dass mir der Eindruck entsteht, als hätte die irgendwelche Probleme im Kopf. Jetzt mal ehrlich. Das ist doch nicht normal. Die erinnert mich irgendwie an den Chihuahua meiner Mutter. Total überdreht das Vieh.

Apropos „Vieh“: Was Getier betrifft ist der Volkgenosse ansonsten überaus feinfühlig, und selbst über die Leidensfähigkeit von Pflanzen macht er sich seine Gedanken, da er auch ihnen grundsätzlich Empfindungen und Leidensfähigkeit zugesteht: Beim Menschen laufe die Reizübermittlung elektrisch, bei der Pflanze vermutlich hormonell, weshalb selbst der Veganer nicht einfach so fein heraus sei. Dennoch muss auch der Zweibeiner ohne Federkleid ja irgendwas essen und Licht bzw. Prana steht beim D.V. nicht auf der Speisekarte. Richtig interessant wird dies hinsichtlich der volksgenössischen Bug-Out-Pläne im Falle eines Systemcrashs und Zusammenbruchs der Zivilisation. Leider, leiiider hat der Erzähler, trotz entschlossener und demütiger Suche in mehreren Strängen mit teilweise hunderten von Beiträgen die entsprechenden Postings nicht mehr finden können, die er sich vor gar nicht allzulanger Zeit, so um Weihnachten rum müste das es gewesen sein, mit gruseliger Faszination zu Gemüthe führte. Ob sie gelöscht wurden? Möglich, nur warum in einem Blog, das trotz massivstem 130er-Geprange („Surfing“ kann man es schon nicht mehr nennen) seit etlichen Jahren unangetastet im Weltnetz steht? Eventuell auf Verlangen des Volksgenossen selbst, weil ihn seine eigenen Aussagen dann doch auf irgendeine Art unbehaglich stimmten? Möglich, passt aber nicht ganz zu des Genossen fischig-kalter Art, die auch den Gedanken an „Satire“ oder dergleichen ziemlich fraglich erscheinen lässt.

In jenen Planspielereien gab sich der Genosse absolut zuversichtlich, für einen Totalcrash gewappnet zu sein. Feinde könne er mit Armbrüsten und dergleichen Firlefanz auf Abstand halten, was aber größtenteils nicht mal notwendig sein würde. Irgendwo tief in den „riesigen Wäldern“, die seinen Heimatort umgäben und in denen er sich „sehr gut auskenne“, besäße er eine Hütte, wo er sich einzurichten gedenke. Vorräte und Trinkwasser hätte er genug, darüber hinaus auch Samen gehortet, um Gemüse heranzuziehen. Armbrust, Pfeil und Bogen seien allerdings nicht für die Jagd auf die von ihm so geliebten Tiere des Waldes gedacht, sondern ausschließlich für Zweibeiner ohne Federkleid, also menschliches Wild, Langschwein. Dabei natürlich nur solches von rasse- und kulturfremder Natur, bei dem er allerdings keinerlei Gande kennen würde: Niemand aus ebenjenem Beutespektrum, so der Genosse wörtlich, wäre dann noch vor ihm sicher, egal ob Mann, Frau oder Kind. Aus seinem Unterschlupf im dunklen Tann würde er nächtens zu seinen Jagdzügen aufbrechen um anschließend das erlegte Wild, oder nahrhafte Teile davon, in seinen Bau zu zerren und das Fleisch eventuell durch Räuchern oder Dörren haltbar zu machen. Ha! Nichts mit Vegetarismus und Veganismus! Alles in vollernster, unterkühlter Schreibe.

Nun, dachte sich der Erzähler, wenn das alles keine Verarsche ist, bestätigt es wieder aufs Neue, dass „Rechts“ einem Magneten für desperate, antisoziale, gestörte Existenzen gleichkommt. Eine nähere Beschäftigung mit den Gegenübern des Volksgenossen im genannten Aquarium wäre sehr geeignet, dies weiter zu bekräftigen, wobei das hier den Rahmen sprengen würde. Insgesamt kann man aber sagen, dass gegen die dortige Truppe die Vitzligen, so skurril sie auch daherkommen mögen, eher sonnige, lustige Kerlchen sind, die ignorant Morbiden, und insbesondere der Volksgenosse, einen dagegen WIRKLICH depressiv stimmen können.

Davon abgesehen könnten sich bei einem Zivilisationscrash derart verbotene Fragen unter Umständen durchaus stellen, für den Genossen ist allerdings die Jagd auf das Langschwein die Option der ersten Stunde.

Wobei Kannibalismus in gewissem Sinne, wenn man sich absolut mit der Natur identifiziert, durchaus als „vertretbar“ durchgehen kann. Weitverbreitet im Tierreich und insbesondere bei unseren nächsten Verwandten gut dokumentiert, ist Kannibalismus bei Säugern stets ein probates Mittel, in Ausnahme- und Stressituationen zumindest einen Teil der investierten körperlichen Ressourcen zurückzuerhalten: Eine Tiermutter frisst etwa ihre Jungen, wenn sie über Gebühr gestresst wird oder die Umweltbedingungen sich dergestalt wandeln, dass das Überleben der Jungen und auch des Muttertieres selbst nicht mehr gesichert ist. Schimpansen, die einen Krieg gegen eine andere Sippe führen oder Rangkämpfe in ihrer Gruppe austragen, fressen die dabei Erschlagenen. Generell bevorzugt im Fokus stehen bei sozial lebenden Tieren wie Affen nichtverwandte Exemplare anderer Gruppen sowie die schwachen der eigenen. Der Stärkere erhält also seine Kraft auf Kosten des Schwachen. Das ist die Natur, in der die lieben Piepmätze tschilpen und sich dabei gegenseitig mit Mord und Totschlag drohen. Aber wie gesagt, man könnte auch die zivilisatorische Ethik als Naturprodukt bezeichnen, so wie die menschliche Zivilisation insgesamt, da der Mensch schließlich aus der Natur entstammt und die Zivilisation letztlich als ebenso natürlich bezeichnet werden kann wie ein Ameisenhaufen. Wenn es aber eng wird, dann werden deswegen trotzdem Abwägungen getroffen werden, ganz automatisch wird das eintreten. Aus nihilistischer Perspektive ist die zivilisatorische Ethik genauso „natürlich“ wie die Langschweinjagd, beides gedeiht auf dem, was die Natur an Grundlagen bietet.

Unendlich grauenhaft eine Passage aus Cormack McChartys Roman „Die Straße“/“The Road“ (die Verfilmung hat sich der Erzähler nie angetan, weil dergleichen meist enttäuscht, vor allem, wenn die dumme Nuss und schlechteste Schauspielerin der Welt, Charlize Theron, mit von der Partie ist) in dem ein Vater mit seinem Sohn eine postapokalyptische, von einer nicht näher genannten Katastrophe kosmischen Ausmaßes weitgehend zu Asche zerstäubte, leblose Welt durchwandert und beide dabei auf eine Art Landkommune von „Post-Collapsern“ mit dem absoluten Willen zum Überleben treffen, die in ihrem Keller einen Vorrat gefesselter Langschweine horten, wobei sie immer ein Individuum heraussuchen, dem sie nach und nach, im Salamiprinzip, die Extremitäten für den Verzehr abtrennen um es möglichst lange frisch und lebendig zu erhalten, bevor sie sich über Kopf und Rumpf hermachen. Besonders grauenerregend dabei, wie beschrieben wird, wie die Amputationswunden immer wieder versorgt und verbunden werden. Diese eindrücklichst-grässliche Konsequenz des absoluten, gnadenlosen Überlebenswillens hat sich dem Erzähler vor einigen Jahren bei der Lektüre tief ins Resthirn gebrannt, ebenso wie jener Dialog zwischen Vater und Sohn im Anschluss:

Was ist denn?, fragte der Mann.

Nichts.

Wir finden was zu essen. Keine Sorge.

Der Junge gab keine Antwort, der Mann musterte ihn.

Das ist es nicht, oder?

Ist schon gut.

Sag’s mir.

Der Junge wandte den Blick ab, schaute die Straße hinunter.

Ich möchte, dass du es mir sagst. Es ist okay.

Er schüttelte den Kopf. Sieh mich an, sagte der Mann.

Er wandte sich ihm zu und sah ihn an. Er sah aus, als hätte er geweint.

Sag’s mir einfach.

Wir würden nie jemanden essen, oder?

Nein. Natürlich nicht.

Auch wenn wir hungern?

Das tun wir doch gerade.

Du hast gesagt, das würden wir nicht.

Ich habe gesagt, wir würden nicht sterben. Ich habe nicht gesagt, wir würden nicht hungern.

Aber wir würden es trotzdem nicht tun.

Nein.

Ganz gleich, was passiert.

Weil wir die Guten sind.

Ja.

12 Gedanken zu “Oh my gosh! They behave like ANIMALS!

    1. Nein, hast du nicht. Außer vielleicht, dass uns die Grünen seit geraumer Zeit als treibende Kraft mit immensen Zuwächsen und ebensolchem Zulauf präsentiert werden und dabei penetrant suggeriert wird, dass ihnen und ihren Followern die Zukunft gehören wird. Davon abgesehen ist doch offensichtlich, dass der gute D.V. bei solchen Aussagen von einem dystopischen Szenario der näheren Zukunft ausgeht, das angesichts der genannten Punkte nicht ganz unrealistisch ist.

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  1. „indem der Mensch mit seinen Waffen den jagenden Wölfen zur Hilfe eilte und große, wehrhafte, schon angeschlagene Beutetiere endgültig „finishte“, worauf man sich die Beute teilte.“

    Wirklich ausgesprochen überzeugende Hypothese, kann mir das sehr gut vorstellen, man hat hier schon das Urbild von Jägern mit ihrer Meute vor Augen! Das Beutetier muss noch nicht einmal verletzt sein, es reicht, dass die Wölfe es gestellt und örtlich „fixiert“ haben während die herbeieilenden Steinzeitjäger es auf Distanz mit ihren Speeren niederstrecken konnten ohne sich, anders als die Wölfe, direkt in Reichweite von Hufen, Hörnern und Geweihen begeben zu müssen. Tatsächlich dann win-win: für die Wölfe ehebliche Ersparnis an Energie und Risiko, auch für die Steinzeitjäger ist die Hatz erheblich abgekürzt.

    Wird hier vertreten:

    Wie verblüffend doch der alltägliche Anblick eines Menschen ist, der seinen Hund ausführt – ein hochentwickelter Primat und ein wilder Fleischfresser, deren Vorfahren einst Todfeinde waren, leben Seite an Seite, als wäre es das Natürlichste der Welt. Bryan Sykes beleuchtet die innige Beziehung zu unseren treusten Gefährten und zeigt, dass wir sowohl unser Überleben als auch unsere Vormachtstellung einer anderen Spezies verdanken: dem Hund.

    Wie kommt es, dass der Mensch eine derartig besondere Beziehung zu einem Wesen eingegangen ist, das auf den ersten Blick ein vollkommen ungeeigneter Verbündeter zu sein scheint? Und wo liegt der Ursprung der tiefen Verbindung über die Grenzen der Spezies hinweg? Der renommierte Humangenetiker Bryan Sykes zeigt, dass alle modernen Hunderassen, die wir heute kennen – von Deutscher Dogge bis Chihuahua –, vom Wolf abstammen und belegt, wie eng verwoben die Entwicklung der Vierbeiner mit der des Menschen ist. Denn erst als früher Homo sapiens und Wolf sich vor Zehntausenden Jahren zusammentaten und begannen, gemeinsam zu jagen, waren sie wirklich erfolgreich. Diese einzigartige Koevolution war für beide Spezies entscheidend. Sykes verfolgt die genetische Entwicklung bis zur Domestizierung und modernen Züchtung verschiedener Hunderassen nach und erläutert, wie der Homo sapiens die Position unangefochtener Herrschaft erlangen konnte, in der wir uns heute befinden. Denn neben der Fähigkeit, Feuer zu kontrollieren, Sprachen zu entwickeln und den Ackerbau zu kultivieren, gibt es einen vierten entscheidenden Faktor: die Verwandlung des Wolfs zum ultimativen Gefährten.

    https://www.klett-cotta.de/buch/Leben/Darwins_Hund/106644

    Mal auf den Kindle ziehen…

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  2. Aus dem Schatz meiner Empfehlungen:

    Last November a hyena at the Albuquerque BioPark Zoo bit off the finger of a woman who cares for the animals.

    Jaja, das Geschlächt der ewig Zwölfjährigen…^^

    …“now let a real man handle this, uhuhuhuh“

    Hyenas are the most misunderstood animal and it’s about time the world knew the real them, so this week we’re sharing some of their lovable highlights!

    Die Viecher sind wirklich faszinierend, aber bei dem Gebiss gibt’s für mich nicht viel misszuverstehen…^^

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  3. B-Mashina

    Das sind auf jeden Fall keine „kleinen, feigen Aasfresser“, sondern hocheffiziente Jäger, die natürlich auch Aas fressen und denen die Löwen öfter mal die Beute klauen als andersrum.

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  4. B-Mashina

    Ist es „unnützes Wissen“, dass die Hyänen zu den Katzenartigen, nicht etwa zu den Hundeartigen zählen und bestimmte Ähnlichkeiten ein Beispiel für konvergente Evolution darstellen?

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  5. Auch weiterempfehlenswert:

    Here’s What Happens After an Elephant Dies | Nat Geo Wild

    Faszierend und irgendwie unheimlich das „Trauerverhalten“ der Elefanten –

    Und doch ist in dem wachsam warmen Tier
    Gewicht und Sorge einer großen Schwermut.
    Denn ihm auch haftet immer an, was uns
    oft überwältigt, – die Erinnerung,
    als sei schon einmal das, wonach man drängt,
    näher gewesen, treuer und sein Anschluß
    unendlich zärtlich.

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  6. saejerlaenner

    Mann. Junge! Das weckt ja Erinnerungen. Wenn die Trollerei nur mehr Spaß machen tun täte… Mann, ich war mal kurz als Typfelhüäne unterwegs… Aber lassen wir das. Genug Offenbarung. Und ich hab auch bestimmt keine Substanz hinterlassen. Ganz ährlitsch. Gesunde Paranoia, aber wenn das Netz eh nix vergißt…

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  7. Na, liebe Caro, hast du gehört, was der Möchtegern-Kannibale über dich so sagt? Was denn mit dir nicht stimmt und so? Pass nur auf, dass er dich nicht am Spieß brät!

    Wobei hier endgültig klar wird, was mit Caro nicht stimmt! Sie ist eindeutig eine von diesen VAMPIR-REPTOS! Wirklich wahr! Und was für ein hübsches Exemplar!

    Soso in Venetien, also next to Lombardei, stehen massig Intensivbetten leer? In Börlün gibt’s während nun 4 Wochen Intensivpanikmache grade mal 13 Corona-Tote, allesamt hochbetagt, während man in Zukunft das Alter bei Corona-Toten nicht mehr angeben will? Und richtig, sobald man in den Blätterwald des „Haltungsjournalismus“ blickt, rauscht einem daraus der Panikwind dergestalt massiv entgegen, dass man ihn schon im Gesicht zu spüren vermeint!

    Hier aber nach wie vor Symptomfreiheit.

    LOL:

    Michael Schmitz
    3 hours ago

    Die dealen jetzt mit Klopapier und Desinfektionsmittel

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  8. Eine Gegenposition:

    Fairmann 31. März 2020 at 23:01
    Nur zur Erinnerung!
    Am 01.03.2020 hatten wir 57 positive Fälle, heute über 70.000 erfasste, laborbestätigte Fälle.
    Die Disco hat noch nicht einmal geöffnet!
    Der Tanz kommt noch.

    Fairmann 31. März 2020 at 23:07
    Und unsere Disco hat noch nicht mal einen Türsteher!
    Im Mittelalter fürchtete man den Sensenmann-
    heute fürchtet man Jens Spahn.
    Denn er „macht einen tollen Job.“

    http://www.pi-news.net/2020/03/corona-hier-und-bald-in-entwicklungslaendern/

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  9. „Genau das wollen doch diese Fotzen wie Haverschleim oder Rudolf.“

    Mann was ein WÜSTLING. Muss einem erstmal in den Sinn kommen, das alte Reff als „Fotze“ zu titulieren! Es ist wirklich weit gekommen mit den Volksgenossen!

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