Vier FAZkes für ein Hallelujah

Um sein softes Immunsystem zu schonen, hat sich der Erzähler die Ansprache der Gedunsenen zur Seuchenlage der Nation angesichts des erfahrungsgemäß zu erwartenden infamen Geleiers geflissentlich erspart. Die tägliche Presseschau bestätigte ihn zwar in der Richtigkeit dieser Entscheidung, stellt aber selbst keine unerhebliche Belastung der Abwehrkräfte dar, wie ein Artikel der FAZ vom Mittwoch, dem 18. März des laufenden Seuchenjahres im Ressort „Politik“ belegt: „Ein Virus, vier Strategien – Wie unterschiedlich die Staatenlenker auf die Corona-Pandemie reagieren“, in dem gleich vier FAZkes, Jochen Buchsteiner, Eckart Lohse, Majid Sattar und Michaela Wiegel, aus besagtem Geleier ein Wortportrait der gedunsenen dreiknöpfigen Sprechpuppe zeichnen, das diese im allerbesten, bescheidensten, seriösesten Licht dastehen lässt, ganz so wie die Hofmaler einstiger Adelsgrößen oder die Profis des Agit-Prop moderner Totalitarismen verfuhren: „Bei der Gedunsenen“, so die Botschaft, „seid ihr, aller Unwägbarkeiten zum Trotz, in den bestmöglichen Händen!“ Um dem das Maximum an Glaubwürdigkeit zu verschaffen, haben die emsigen kleinen Propaganda-Pinsler und -pinsel die „Schwächen“ Merkels nicht etwa übertüncht, sondern geradezu hervorgestrichen und vorangestellt, nur um durch sie die Bescheidenheit, Nüchternheit und tiefste Seriosität dieser Gestalt noch mehr hervorzuheben, wobei die vermeintlichen Schwächen eher als Ausweis der Stärke in Form der nun mal ganz speziellen Merkeltugenden zu verstehen seien.

Zwar wisse man schon lange, dass „Mama Merkel“, wie sie von den hereingeschleusten Kulturfremden liebevoll genannt wird, eine etwas „andere“ „Krisenmanagerin“ ist:

Nicht erst in diesen Tagen der virusbedingten Extrem-Krise fällt auf, dass sich Merkels Stil zutiefst unterscheidet von dem der Anführer jener drei Staaten, die in besseren Zeiten zusammen mit Deutschland den Kern der westlichen Welt darstellten. Die Präsidenten von Amerika und Frankreich, Donald Trump und Emmanuel Macron, und der britische Premierminister Boris Johnson sind nicht nur Männer, sondern ganz andere Typen. Die Risse, die durch Europa und den Westen gehen, zeigen sich auch an der Unterschiedlichkeit ihrer Krisenmanager.

Dies wäre am Montagabend nur extrem deutlich geworden:

Am Montagabend wurde das extrem deutlich. Während Emmanuel Macron seine Landsleute auf einen „Krieg“ gegen das Virus einstimmte, verlas Merkel im Kanzleramt den Beschluss von Bund und Ländern, als hätte sie eine Gebrauchsanweisung zur Corona-Bekämpfung aus dem Internet heruntergeladen. Zur Begrüßung sprach sie von „einschneidenden Maßnahmen“, über die sie einen Satz später sagte, dass sie „natürlich einschneidend“ seien. Weil sie so wichtig seien, wolle sie sie im Detail vortragen. Dann ging sie durch alle Details, von geöffneten Friseursalons bis zu geschlossenen Bordellen.

Ja,wer will sich denn im gewärtigen Politik- und Hurnallistenbordell schon an den „natürlich einschneidenden“ „einschneidenden Maßnahmen“ aufhängen, wenn „die Physikerin“ (FAZ, ebd.) gleich darauf die Details runterleiert? Natürlich versucht sie dabei auch, ihre Landsleute in bewegten Zeiten mit bewegten Worten zu beruhigen oder so ähnlich halt:

Angela Merkel versucht ihre Landsleute in bewegten Zeiten durchaus mit Worten zu beeindrucken. Ein „Sie kennen mich“, ein „Wir schaffen das“ beruhigt. Der Hinweis, dass Deutschland nicht mehr „mein Land“ wäre, wenn man Menschen in Not nicht ein freundliches Gesicht zeigen könne, war in der Flüchtlingskrise eine extrem starke Meinungsäußerung, für die Merkel viele Menschen schätzen. Völlig fremd dagegen ist ihr die Pose. Nicht selten hat man den Eindruck, wenn es den Kanzlerjob auch ohne Kamerabegleitung gäbe, würde Merkel diese Variante wählen.

Dies alles ist mitsamt der extrem starken, dabei so moralerpresserischen wie hohlen Phrasen natürlich keine Pose, schließlich haben wir es mit einer nüchternen, wissenschaftlich denkenden Physikerin zu tun, die „herausfordernde Lagen“ auch wie eine solche angeht:

Merkel handelt in der Corona-Krise wie in anderen herausfordernden Lagen. Die Physikerin, die stets versucht, mit Hilfe von Wissenschaftlern so viele Fakten wie möglich zur Grundlage ihres Vorgehens zu machen, meidet wuchtige Rhetorik nicht nur, weil sie sie nicht beherrscht. Sie entspricht einfach nicht ihrem Wesen. Die Fachleute des Robert-Koch-Instituts sind ihre bevorzugten Gesprächspartner. Für die gegenwärtige Krise, die mehr mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun hat als die Flüchtlingskrise oder der Anti-Terror-Kampf, ist Merkels Art besonders geeignet. Natürlich gibt es Kritik an ihrem Vorgehen. Doch laut ist sie nicht. Die Deutschen scheinen die Nüchternheit ihrer Kanzlerin angemessen zu finden.

Den Rest dieser umfangreichen Würdigung mit den Schilderungen über das Rummachen der Dreiknöpfigen mit den anderen „Krisenmanagern“ kann man sich glatt sparen, alles wesentliche des Gemäldes ist bereits in diesen anfänglichen Abschnitten enthalten. Und wenn wir etwas zurücktreten offebart es sich vollends:

„Ein sie kennen mich“ ein „wir schaffen das“ wirken also beruhigend auf das Merzvieh? Wirklich? Oder klingt das nicht nur für die demütige Wenigkeit des Erzählers nicht schon eher wie eine nicht mehr ganz so subtile Drohung? Das Hereinlocken und -winken von Millionenmassen potentiell gefährlicher oder zumindest eine enorme Belastung darstellender Kulturfremder, einschließlich IS-Kämpfer und sonstiger Kinderkopfabschneider gegen jegliche humanitäre, ökonomische, sozialpolitische und sonstige Ratio unter Absonderung platter Moralerpressungsparolen, die fortgesetzte Politik der bedingungslosen Massenimmigration, soll dem Denken einer einer nüchternen Naturwissenschaftlerin geschuldet sein? Nicht zu vergessen der dem lange vorangegangene scheibchenweise Ausstieg aus der gesicherten Energieversorgung aufgrund eines Tsunami-Treffers an einem Reaktor in Japan, bei dem es bis heute keinen Nachweis über Atomtote gibt, während die Gedunsene das atomare „Restrisiko“, das sie vorher „als Physikerin“ tragen konnte, nachher, ebenfalls „als Physikerin“, nicht mehr zu vertreten im Stande war, obgleich das Risiko ja gleich geblieben ist, mit dem Resultat, dass das Gemeinwesen, nachdem man unter der Klimapanik-Agenda auch die sonstigen fossilen Energieträger zurückfuhr, mitterweile schon mehrfach nahe am Blackout vorbeischrammmte während gleichzeitig großflächig auf E-Mobilität umgesattelt werden soll. Man kann allein anhand dieser Punkte schon zusammenfassen, dass so wie die Migrations- und Flüchtlingspolitik unter Merkel jeder humanitären, ökonomischen wie sozialpolitischen Ratio diametral entgegensteht, es sich bei der Energiepolitk in Bezug auf Ökologie und Umweltschutz verhält. Alles auf den Kopf gestellt, pervertiert und weaponized – Morgenthau lebt! Das was man hier Politik nennt und mit allerhand beschönigenden Werbebegriffen und Tarnvokabeln bekleistert, nannte man füher schlicht und einfach SABOTAGE und das ist wohl nicht nur der demütigen Meinung des Erzählers nach immer noch bzw. immer mehr der passende Ausdruck dafür. Und jetzt wird also dieses dichtbevölkerte, durch bedingungslose Massenimmigration kulturfremder Entwurzelter und den Ausstieg aus der gesicherten Energieversorgung destabilisierte Gemeinwesen von einer gefährlichen Pandämonie heimgesucht, bei der man sich nicht ganz sicher sein kann, was bedrohlicher ist, das Virus oder die „einschneidenden Maßnahmen“, die geeignet sind, bei entsprechender Dauer alles endgültig abzuwürgen und Morgenthaus feuchteste Träume wahr werden zu lassen. Wir, die wir ein, zwei Schritte von dem Gemälde zurückgetreten sind, sehen nun also in aller Deutlichkeit, wie unter dem Mäntelchen der Bescheidenheit und der allerfadenscheinigsten Maske von Ratio und Nüchternheit tatsächlich Idiotie, Verfall, Tod und Siechtum freie Bahn gewährt wird und das nicht erst seit gestern und schon lange vor 2015. Aber wie sagte die Dreiknöpfige damals bei Anne Will? Es liege nicht in ihrer Macht wie viele noch kommen, es liege überhaupt nicht in der Macht irgendeines Menschen in Deutschland? Na, in wessen Macht diese Dinge letztlich auch liegen, dieser gute Hirte will bestimmt nur unser Bestes, was zu beweisen war.

13 Gedanken zu “Vier FAZkes für ein Hallelujah

  1. Monk

    Bravo, treffende Abhandlung.

    Aber was nutzt es sich ein Bild zu machen, wenn dieses Machwerk doch nur dazu dient den Fokus auf die Urheber, eben auf jene freischaffenden Anstreicher zu lenken, welche uns unterschwellig dazu nötigen ihr Schaffen aus der Ferne zu betrachten?

    Ich darf zitieren:

    „aber der werte Mr. Monk scheint sich irgendwie an menschlichen Universalen abzurackern…“

    Könnte es im Bereich der Möglichkeit sein, daß dies erwünscht ist, es gar dazu dient Gedanken zu binden, Abhängkeiten im gegenseitigen Einvernehmen zu erschaffen?

    Meines Erachtens wird es erst zu einer Genesung dieser verotteten Gesellschaft kommen, wenn sich die Herde von ihren Hirten verabschiedete.
    Der evolutionierte Mensch ist dazu aber nicht mehr in der Lage und deshalb wird er auch weiterhin unter seinen Hirten (welcher Gesinnung auch immer) dahinsiechen, bis an das Ende seiner Tage.

    Tja.

    Die sich Selbsterfüllende Prohezeiung ist der Menschheit in die Wiege gelegt worden.

    Gut – genug Marmelade meinerseits, ohne Mucke geht mal garnix:

    Computerstaat

    Monk

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    1. Wie alles Schreiben ist das hier letztlich auch nur ein Akt geistiger Masturbation. Wie es der göttliche Marquis in den PHANTASTISCHEN „120 Tagen“ schon erschöpfend darlegte: Wenn der Ficksaft einen zu sehr beunruhigt, muss man ihn eben loswerden. Die große Revolution oder vielmehr Reaktion wird von WordPress-Blogs und Social Media nicht ausgehen, da sind dann schon die vor, die mit human Universals Klavier spielen und alles, was unsereins, getrieben von Elend, Wut und Leidenschaft hier reinhackt und -kackt begierig absaugen und spieltheoretisch auswerten. Was jetzt nicht so verstanden werden will, dass man da den einzelnen kleinen Scheißer analisierend würdigt und etwa angesichts eines ABOUT anerkennend die Braue hochzieht, nee, das wird eher wie der ganze übrige Scheiß ganz grob kategorisiert, wo ja auch nicht entscheidend ist, ob sich jetzt Fred Fröhn rosa Pümps bei ebay ersteigert hat, das interessiert als Einzelfall nicht weiter, wohl aber lässt sich aus der Auswertung des Massenverhaltens dieses dann aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht, Ethnie usw. vorausberechnen und spieltheoretisch verwursten, wie sich die die verschiedenen Gruppen wie auch die Gesamtherde unter diesen und jenen Einflussfaktoren, nach diesem oder jenem TOLLSCHOCK verhält – wir sind ALLE zahnlose Tigerkätzchen und 130-er-Surfing bei Nuadamandia und sonstige Nerv-den-Blogwart-Spielchen ändern da rein gar nichts dran. Seit LeBon ist die Entwicklung gewiss nicht stehengeblieben und auch 2015 wird die Erkenntnisse darüber, wie man das Viehzeug nudgen und framen kann, nicht unerheblich vertieft haben. Lucifex und vitzli z.B. dürften eines gemeinsam haben, nämlich dass sie davon ausgegangen sind, durch Bloggen irgendwas politisch bewirken oder zumindest in einem weitaus größeren Rahmen für Aufklärung sorgen zu können, was sich als Trugschluss erwiesen hat. Diese Ambitionen habe ich in keinster Weise und ich nehme mich, wie gesagt, auch mitnichten in dieser Hinsicht ernst, wenngleich es mir doch mit einigen Anliegen durchaus nicht unernst ist. Letztlich füttert man aber mit allem, was man im Netz so treibt, das System, wobei ich auch keinen Ausweg weiß. Ist halt letztlich alles hier Werk des Demiurgen und ich bin auch nur ein armes, zerfetztes Ding, aber nicht herzlos Dem traurigen Tänzer und den tanzenden Toten gegenüber, hail Jean Chastel!

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      1. Z:B. schreibe ich hier ja wirklich nichts weltbewegend neues, allein aber diese Penetranz, mit der einem diese stinkende Dreiknopfgestalt, unter deren Ägide, wie zu beweisen war, Zersetzung, Zerstörung und Pestilenz der Weg gebahnt wurde wie seit 1945 nicht mehr und alles was vordem eher verdeckt ablief immer offener sein dreckig grinsendes Haupt erhebt, als Inbegriff der schlicht und nüchtern sich aufopfernden „Krisenkanzlerin“ oder gar als „schwäbische Hausfrau“ verkauft wird, reizte mich einfach, dies „zu Papier“ zu bringen, obwohl ich eigentlich ganz gerne über andere Dinge schreiben würde, aber siehste mal, auch hier haben „sie“ wieder gewonnen!^^

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  2. der lenz ist da

    Es geht doch nicht gar nicht um sie. Morgen könnte ein AKW in Frankreich hochgehen, Madame müsste sich erst mal die „Expertise einholen“, trotz Habilitation, ich glaube der kein Wort.
    Die muss weg, a.s.a.p. , dann darf smart Corona-Merz ran.

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    1. B-Mashina

      Schreibbich „Sprechpuppe“? Zitierich „Liegt nicht in meiner Macht..“? Was schrubbich überhaupt!!!

      Aber auch wenns zum Nudge-Frame gehört: Irgendwie kann ich nicht anders, als die als übel und schwerstkriminell zu empfinden!

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  3. der lenz ist da

    Meine geliebte Tochter muss doch tatsächlich ein paar Tage ohne persönlichen Kontakt mit ihren Daddy auskommen. Tränen. Sie will sich auch noch nicht anbandeln, sie liebt, so sagt sie, nur mich, hmm…-.

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