And the white men dancin’…

Tja, Hadmut, nichts mehr, was du vermessen kannst, wa…?!

*

Oder anders gesagt: Unser Gesellschaftssystem funktioniert nur mit dem „weißen Mann”, nicht mit anderen. Importiert man die, zerbricht es unweigerlich.

Wie auch schon mal früher geschrieben: Es ist nicht (nur) Willkür und Gewaltlust, dass in den Ländern, aus denen viele Migranten kommen, Folter, Amputationen und Hinrichtungen zum Strafrahmen gehören. Das hat vornehmlich betriebswirtschaftliche und durchsetzungstechnische Gründe. Denn nimmt man zum Vergleich unsere Gesellschaft heran, die von gutmenschigen Juristen und anderen Geisteswissenschaftlern entworfen wurde, haben wir uns auf gesellschaftliche Ächtung, Geldstrafen und Haftstrafen beschränkt. Die aber nur wirkten, solange wir eine solche Konsens- und Unterwerfungsgesellschaft hatten. Wir können die schon quantitativ nicht ausdehnen, weil die Durchsetzung einfach viel zu teuer ist. Wir haben nicht genug Gefängnisse und nicht genug Wärter. Und selbst da, wo wir sie haben, können die sich auch nicht durchsetzen, ist High Life im Knast. Weshalb viele Migranten ja auch sagen, deutscher Knast ist für sie wie Luxusurlaub. (Ich hatte ja erzählt, dass die in den Armenvierteln von Kapstadt bewusst morden und sich stellen, damit sie ins Gefängnis kommen und endlich mal ordentlich und geregelt leben können.)

Hier wurde nicht nur ein Staatsschatz geklaut.

Hier haben wir ein weiteres Symptom dafür, dass unser ganzes Gesellschaftssystem wehrlos ist und gerade zerbricht. Weil es nicht allgemein stabil ist, sondern auf Annahmen beruht, die nicht mehr gelten, weil man deren Grundlage entzogen hat. Man lacht uns nur noch aus wegen unserer Wehrlosigkeit. Es wird nicht mehr lange dauern, und wir müssen uns entscheiden zwischen der völligen Selbstaufgabe und Kapitulation vor Kriminellen und der Wiedereinführung von Folter und Hinrichtung. Es ist nicht erkennbar, wie man unser Gesellschaftssystem weiter halten will, wenn Polizisten, Richter, Gefängniswärter, oder wie erwähnt, sogar schon Bieter bei Immobilienversteigerungen schon in ihrem Privatleben bedroht und erpresst werden. Unser gesamtes Rechts- und Gesellschaftssystem zerbricht.

Weil unsere Luxusgesellschaft einzig und allein mit dem „weißen Mann” funktionierte, und dessen Gesellschaft wollte man ja genau loswerden und alles quoten und gendern. Bedenke, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden. Geliefert wie bestellt.

Unser gesamtes Rechts- und Gesellschaftssystem zerbricht.

Und was machen unsere Politidioten?

Sie rufen den Klimanotstand aus – um den weißen Mann zu bekämpfen. Der Kongress tanzt.

Sterbt schön.

Über den Juwelenraub in Dresden und den Abschied vom weißen Mann…

*

Machen wir lousy little poets doch glatt, Hadmut. Und du großer Wissender darfst weitertanzen und Topfschlagen dabei…

The Future

Leonard Cohen (1992)

Give me back my broken night
My mirrored room, my secret life
It’s lonely here
There’s no one left to torture

Give me absolute control
Over every living soul
And lie beside me, baby
That’s an order

Give me crack and anal sex
Take the only tree that’s left
And stuff it up the hole
In your culture

Give me back the Berlin wall
Give me Stalin and St. Paul
I’ve seen the future, brother
It is murder

Things are going to slide, slide in all directions
Won’t be nothing
Nothing you can measure anymore
The blizzard, the blizzard of the world
Has crossed the threshold and it has overturned
The order of the soul

When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent
I wonder what they meant

You don’t know me from the wind
You never will, you never did
I’m the little Jew
Who wrote the Bible

I’ve seen the nations rise and fall
I’ve heard their stories, heard them all
But love’s the only engine of survival

Your servant here, he has been told
To say it clear, to say it cold
It’s over, it ain’t going
Any further

And now the wheels of heaven stop
You feel the devil’s riding crop
Get ready for the future
It is murder

Things are going to slide, slide in all directions
Won’t be nothing
Nothing you can measure anymore
The blizzard, the blizzard of the world
Has crossed the threshold and it has overturned
The order of the soul

When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent
I wonder what they meant

There’ll be the breaking of the ancient western code
Your private life will suddenly explode
There’ll be phantoms
There’ll be fires on the road
And the white man dancing

You’ll see a woman hanging upside down
Her features covered by her fallen gown
And all the lousy little poets coming round
Tryin‘ to sound like Charlie Manson
And the white man dancin‘

Give me back the Berlin wall
Give me Stalin and St. Paul
Give me Christ
Or give me Hiroshima

Destroy another fetus now
We don’t like children anyhow
I’ve seen the future, baby
It is murder

Things are going to slide, slide in all directions
Won’t be nothing
Nothing you can measure anymore
The blizzard, the blizzard of the world
Has crossed the threshold and it has overturned
The order of the soul

When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent
I wonder what they meant
When they said repent repent

*

4 Gedanken zu “And the white men dancin’…

  1. According to Ira Nadel’s 1996 Cohen memoir Various Positions, the title track was originally called „If You Could See What’s Coming Next“, and underwent extensive rewrites, taking up almost sixty pages in Cohen’s notebook, while „Closing Time“ took two years with Cohen even starting over from scratch on the song as late as March 1992. Nadel also reveals that „Anthem“ was borrowed from Kabbalistic sources, especially the sixteenth-century rabbi Isaac Luria. In the Paul Zollo book Songwriters on Songwriting, Cohen explains that it takes him so long to finish songs because „Nothing works. After a while, if you stick with the song long enough it will yield. But long enough is way beyond any reasonable estimation of what you think long enough may be…’Anthem‘ took a decade to write. And I’ve recorded it three times. More.“ In the same interview, Cohen spoke at length about „Democracy,“ admitting that he wrote 60 verses for it:

    This was when the Berlin Wall came down and everyone was saying democracy is coming to the east. And I was like that gloomy fellow who always turns up at a party to ruin the orgy or something. And I said, „I don’t think it’s going to happen that way. I don’t think this is such a good idea. I think a lot of suffering will be the consequence of this wall coming down.“ But then I asked myself, „Where is democracy really coming?“ And it was the U.S.A….So while everyone was rejoicing, I thought it wasn’t going to be like that, euphoric, the honeymoon. So it was these world events that occasioned the song. And also the love of America. Because I think the irony of America is transcendent in the song. It’s not an ironic song. It’s a song of deep intimacy and affirmation of the experiment of democracy in this country. That this is really where the experiment is unfolding. This is really where the races confront one another, where the classes, where the genders, where even the sexual orientations confront one another. This is the real laboratory of democracy.

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Future_(Leonard_Cohen_album)

    Ein einzigartiges historisches Experiment also, das hier besungen wird….

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  2. Zum großen Dresdener Kunstraub verwies in der gestrigen FAZ im Kommentar auf der Titelseite ein Jürgen Kaube darauf, dass dieser trotz seiner Dimensionen doch nicht gegen die „kolonialen Beutezüge“ und latürnich die „nationalsozialistischen Kunstraubtaten“ anstinken könnte, deshalb auch nicht zu einer „nationalen Identitätsbeschädigung“ aufgeblasen werden sollte, da der überwiegende Teil der Bunzelbürger noch nie was vom Grünen Gewölbe und seinen Schätzen gehört hätte. Die wahre Tragik läge im Regionalen, also bei Dresden und Region, wo diese Kulturgüter allgemein bekannt wären und zur regionalen Identität gehörten, in der nun gleichsam ein Loch klaffe. Wobei auch hier nicht der Verweis auf die Schuld von BIG BAD WHITEY fehlen darf: Der Regionale Bezug mindere die Dimension des Verbrechens nicht. So, wie es umgekehrt in der Frage, ob Bronzen aus Benin zurückgegeben werden sollten, keine Rolle spielt, wie viele Einwohner dort sich tatsächlich in ihrer kulturellen Identität verletzt sehen, wenn sie demnächst im Berliner Humboldt-Forum mit dem Segen von Monika Grütters ausgestellt werden.

    Interessant, dass hier praktisch gesagt wird, dass sich Whitey nicht so haben und, anstatt dieses Regionaltrauma zum „deutschen Menetekel“ hochzuschreiben, sich doch lieber angesichts des Umstands, dass zeitgleich hier koloniale Raubkunst gehortet und ausgestellt würde, in Demut üben solle. Ja Benin, das als gewaltiger Sklavenumschlagplatz brillierte und Fangexpeditionen von entvölkerndem Ausmaß tief hinein ins Herz der Finsternis sandte, von deren Beute ein guter Teil als Götterfutter abgezweigt wurde, die Ahnen hatten stets Hunger und wollten beschwichtigt werden. Ähnlich die Ashanti, bei denen den Opfersklaven dicke goldene Nägel ins Hirn geschlagen wurden -nobel, nobel.

    Interessant auch das bemühte Runterschreiben jedes überregionalen Bezugs, insbesondere zur „Lage der Nation“, wozu mir wieder einfällt, dass etwa in einer bestimmten Regionalzeitung zwar mindestens drei verschiedene Regionalteile existieren, aber keine Rubrik „Deutschland“, Meldungen hierzu firmieren unter „Aus aller Welt“. Bei der FAZ gibt es zwar noch „Deutschland UND die Welt“, in Deutung und Bewertung von Meldungen und Ereignissen hat man aber wohl das selbe Raster wie das Provinzblatt „Mannheimer Morgen“ installiert.

    Auch im Feuilleton relativiert ein Niklas Maak „Über den Dächern von Dresden“ das Ereignis, indem er spektakuläre Kunstraube der jüngeren europäischen Vergangenheit aufzählt, vom angekündigten „Happening“ eines „Ulay“, Freund der thelemitischen PIZZAGATE-KANNIBALIN Marina Abramovich, der 1976 Spitzwegs armen Poeten aus der Neuen Nationalgalerie raubte um ihn nach einer wahren Hetzjagd mit den Ordnungshütern in der Wohnung einer türkischen Gastarbeiterfamilie überm Sofa aufzuhängen um die Frage des Zugangs zur „High Kulture“ zu formulieren, über den Raub von Munchs „Schrei“ aus der norwegischen Nationalgalerie 1994 zum ausgefuchst-doppelbödigen Raub der Monalisa aus dem Louvre im Jahr 1911 mit nachfolgender Abzocke und Bauernopfer durch Eduardo de Valfierno – alles schon mal dagewesen, nichts wirklich exeptionelles an der Sache. Dazu dann noch der Verweis, dass die relative Schutzlosigkeit von Museumskunst nicht zuletzt in der Natur der Sache läge: etwa der ethischen Frage, ob man einen Möhnntschen wegen eines Kunstgegenstandes tatsächlich töten dürfe, ob durch eine bewaffnete Eskalation zwischen Wachdienst und Räubern tatsächlich Menschenleben, eventuell von Dritten, etwa Besuchern und Passanten, gefährdet werden dürften, usw. usf.

    Und dann gab´s noch das, eine Meldung in der Rubrik „Unternehmen“:

    NEUE ERMITTLUNGEN IN OPIOIDKRISE

    Amerikanische Pharmakonzerne im Visir

    wvp. WASHINGTON. Amerikanische Pharmakonzerne stehen wegen der Opioid-Krise vor einer weiteren Runde von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Nach Informationen des „WallStreetJournal“ untersuchen nun Bundesanwälte im Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens, ob die Pharmakonzerne mit Absicht Kommunen mit süchtigen machenden Schmerzmitteln geflutet haben. Führungskräfte mehrerer Unternehmen, darunter Johnson und Teva, haben Vorladungen bekommen.

    Die Dramatik der Opioid-Krise zeigt sich in der aktuellen Studie. Ihr zufolge ist die Lebenserwartung von Amerikanern zwischen 25 und 54 Jahren im dritten Jahr in Folge gesunken. Die Opioid-Krise hat seit 1999 nach offiziellen Statistiken 400 000 in den Vereinigten Staaten das Leben gekostet. Die strafrechtlichen Ermittlungen verschärfen die juristischen Probleme der Unternehmen, die an der Produktion und Verteilung süchtig machender Schmerzmittel beteiligt waren. Fast jeder Bundesstaat sowie rund 2500 Städte und Kreise klagen gegen die Konzerne auf Entschädigung im Gegenwert von vielen Milliarden Dollar. Sie werfen den Pharmaunternehmen aggressives Marketing und Veschweigen des Suchtpotentials der Schmerzmittel vor. Staatsanwälte der Bundesstaaten und einige der betroffenen Unternehmen suchen nach einem einen Vergleich. Der Produzent des berüchtigten Betäubungsmittels Oxycontin, Purdue Pharma, hat inzischen Gläubigerschutz beantragt.

    Die neuen Ermittlungen fußen auf einer anderen Rechtsgrundlage. Die Staatsanwälte prüfen offenbar, ob die Unternehmen den sogenannten Controlled Substance Act verletzt haben. Dieses Gesetz ist bisher vor allem in der Verfolgung von Drogen-Dealern und ihren Organisationen angewandt worden. Neben Johnson & Johnson und Teva sind auch die Produzenten Mallinckrodt und Amneal vorgeladen worden, zudem die Pharmaverbände Amerisource Bergen und McKesson.

    *

    Das alles nur nur zur freien Assoziation. Ebenso wie der Umstand, dass in dem Artikel nicht erwähnt wird, dass die Opfer der Opioidkrise fast ausschließlich Weiße sind, diese sind es auch, bei denen die Lebenserwartung sinkt, während sie bei allen anderen Ethnien ansteigt. Das ist aber alles kein Geheimnis, wenn auch eher sporadisch und im Kleingedruckten zu finden.

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  3. Schildbürger

    Soviel zum „kolonialen Erbe“.
    Obwohl bei diesem Film nicht auszuschließen ist dass da einiges gestellt worden ist (die Jagdszenen sehen doch arg künstlich aus), trotzdem genug Material welches authentisch wirkt.

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