CAMELTOE beats COUGAR

Da im Kommentarbereich ein Mangel an „Schönem und Erbaulichem“ beklagt wurde, hat sich der Erzähler demütig Gedanken gemacht, wie er dem abhelfen könne. Hm, dachte er sich, was „mit Tieren“ kommt doch immer gut! Hat er euch schon einmal demütig erzählt, wie ihm die ganze zeitgenössische Katzenscheiße plus Katzenkitsch mittlerweile auf den SACK geht? Insbesondere toxoplasmoseverseuchte Katzenladies? Nein? Dann ist das hiermit geschehen! Denn habt ihr euch vielleicht mal überlegt, dass an dem ganzen zivilisatorischen Niedergang nicht „der Jutt“ alleine schuld sein könnte, sondern dass er sich zumindest das Zerstörungswerk mit dem Toxoplasmose-Erreger teilt, der von der Katze auf den Möhnntschen überspringt um dessen Resthirn dergestalt zu fukken, dass Homo nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit sämtliche Ratio und gesunde Intuition fahren lässt und alles daran setzt, „gefressen“ zu werden, ob im wörtlichen oder übertragenen Sinne? Beim Toxoplasmose-Erreger handelt es sich nämlich um einen protozooischen Parasiten, der in seinem Lebenszyklus zwei Wirte benötigt. Gegenwärtig sind das in unseren Breiten hauptsächlich Mäuse und deren Fressfeinde, insbesondere die Muschis. Der Erreger reift in Mäusen heran und muss, um sich zu vermehren, auf die Katze überspringen. Um dies zu erleichtern hat ihm der gasförmige Oberaffe die Fertigkeit verliehen, sich die Maus durch Mindcontrol zu unterwerfen und so zu steuern, dass es den eigenen Zielen dient. So ist das Überlebensprogramm der Maus außer Kraft gesetzt und sie fühlt sich von Katzen magisch angezogen. Wird sie gefressen, schließt sich der Kreis, der Erreger vermehrt sich und die Katze scheißt neue Brut in die Umwelt, auf dass das Spiel von vorne beginne. Dass der Erreger von der Katze auch auf Hominide überspringen kann, ist längst erwiesen und es gibt erdrückende Indizien dafür, dass infizierte Individuen ähnlich irrationale selbstmörderische Verhaltensweisen zeigen wie die Mäuse! Zwar springen sie nicht unbedingt ins Tigergehege (ja, mit Mensch und Großkatze funktionierte das Spielchen dereinst wohl ähnlich und tut es in gewissen Weltgegenden wohl immer noch!), zeigen aber ein allgemein ausgeprägteres, irrationales Risikoverhalten! Oder steckt gar „der Jutt“ hinter dem penetranten Katzenkult? Etwa den „literarischen Katzenkalendern“, bei denen, wie bei fast allen literarischen Kalendern, es müßig ist, zu erwähnen, welche Art von „Literaten“ da, gewohnt unverhältnismäßig zum Anteil an der Bevölkerung, dominieren? Kann dies denn spätestens seit 2015 wirklich ernsthaft ausgeschlossen werden? Und ich wage zu behaupten: Je mehr Katze, desto verstrahlter – äääh, hmmmm…


http://culturalcat.com/?tag=louis-ferdinand-celine

…tja…

„Denn die Katze ist geheimnisvoll und vertraut mit sonderbaren Dingen, die der Mensch nicht sehen kann. Sie ist die Seele des alten Ägypten und bringt Erzählungen aus vergessenen Städten in Meroë und Ophir mit. Sie ist aus dem Geschlecht der Herren des Dschungels und Erbin der Geheimnisse des uralten und unheimlichen Afrika. Die Sphinx ist ihre Cousine und die Katze spricht ihre Sprache. Doch ist sie älter als die Sphinx und erinnert sich an das, was jene vergessen hat.[1]

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Katzen_von_Ulthar

Oder auch:
„Hunde sind Bauern und Haustiere für Bauern, die Katze hält sich der Gentleman!“

H.P. Lovecraft in seinen Briefen, zitiert von Spraque de Camp

Ach, scheißdochrein! Ja, man könnte Céline und Lovecraft mit einiger Berechtigung auch „verstrahlt“ nennen, aber anders verstrahlt halt. Jedenfalls war es dem Erzähler zunächst ein innerer Reichsparteitag, als das wackere Guanako in jenem Clip aus der Zoologieabteilung der Youtube-University das Cougarweibchen, welches sich das südamerikanische Wildkamel zur Beute gewählt hatte, nicht nur insgesamt ordentlich verdroschen, sondern ihm gar so heftig eingeschenkt hat, dass die Verletzungen das weitere Überleben dieses Exemplars der weltgrößten KLEINkatzenart

-ja, ihr lest richtig, aber davon habt ihr Nazischweine bestimmt wieder keinen Blassen: Groß- und Kleinkatzen werden taxonomisch nicht nach der Größe unterschieden, sondern nach der Beschaffenheit des Zungenbeins! Zwar heißen die Großkatzen so, weil ihre Vertreter in der Regel deutlich größer sind als die der anderen Fraktion, da aber die Größe kein Kriterium für die Einteilung ist, gehört eben auch der Puma/Cougar zu den Kleinkatzen, auch wenn die Art die Größe einer Löwin erreichen kann! (Übrigens können Kleinkatzen, schnurren aber nicht brüllen, Großkatzen brüllen aber nicht schnurren bzw. letzteres nur beim Ausatmen, nicht im atmungsunabhängigen fließenden Dauerbetrieb! Der Puma ist also die größte Katze, die schnurren und miauen kann!)-

samt dem seiner flauschigen, halbflüggen Jungen mehr als fraglich erscheinen ließen. Gerne hätte er diesen actiongeladenen Clip ganz bestimmten, hier nicht näher benannten, nervtötenden Katzenladies, WolfsknutscherINNEN und Grün-WählerINNEN wieder und wieder vorgeführt, so ganz a la „Clockwork Orange“/Ludovico-Therapie, höhöhö!

Schon faszinierend, wie das Guanako den Puma immer wieder abschüttelt, dieser mehrfach ein wahres Trommelfeuer von Hufschlägen einstecken muss, dabei aber eine gummi- oder gar regelrecht flüssigkeitsartige Konsistenz zu entwickeln scheint um sofort wieder hochzuschnellen die Jagd fortzusetzen und dem Guanako an die Kehle zu gehen, für das es kurz gar nicht gut aussah, das sich aber letztlich meisterhaft seiner Haut zu wehren wusste. Der gnadenlose Überlebenskampf in des gütigen gasförmigen Oberaffen Schöpfung und Schröpfung zu unser aller bequemen Erbauung eben, fröher musste man ins Kolosseum für sowas! Latürnich mit Sir David Attenborough, der übrigens vollrohr als Sturmgeschütz für Klimapanikpropagande jenseits alles Faktischen in Stellung gebracht wurde, wie z.B. hier mit phantastischen Fabelgeschichten über abstürzende Walrosse (kein Scherz!) als Folge des Klimawandels:

Man kriegt viel zu hören, ehe einem die Ohren abfallen!
(Pippi Stützstrumpf)

So, nachdem der Erzähler demütigst etwas Dampff abggelassen hat, überlegt er sich nun, wie er den geilen Tag ausklingen lassen soll – vielleicht ein paar COUGARS auf der PRNachse oder bei XXL-Hamster anschauen wegen „Deprogrammierung“ oder so? Ihr wißt schon „Kein Täter werden!“ denn es ist wirklich arg, wie die Nymphetten heuer so unterwegs sind! Nichtmal in der Röhre ist man vor ihnen sicher, da heißt es die Schokokäfer gut im Griff zu behalten, so wie weiland Onkel Wiggi!

Mourning Routine?

“Nowadays you have to be a scientist if you want to be a killer.”
Vladimir Nabokov, Lolita

50 Gedanken zu “CAMELTOE beats COUGAR

  1. SchneeHase

    Vollkommen richtig: Tiere kommen immer gut. Und ganz besonders Katzen und Kätzle.
    Im Besonderen, da ich für nächste Woche u.a. auch über „Cougars“ und dessen Nähe zur Zivilisation was vorbereiten sollte.
    Wie kannst du das nur RIECHEN! Hast halt doch einen Katzen „Sinn“; dafür kann Mensch nix!

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    1. Was jetzt? Über „Cougars“ die, ähnlich wie MILFs und GILFs gerne junge „Bucks“ vernaschen, oder über Cougars, die ab und an mal JoggerINNEN reißen, die nicht über den Guanako-Kick verfügen?^^

      Habe übrigens den Titel leicht modifziert, um ihm einen noch zweideutigeren, frivolen „Spin“ zu verpassen, nur Sheize, dass mir das nicht gleich eingefallen ist! Dabei habe ich noch überlegt, ob es überhaupt korrekt ist, bei Kamelartigen von „Hufen“ zu sprechen! Hat wohl der Assoziationsblaster gestreikt! Vielleicht sollte ich auch einfach nur die „Deprogrammierung“ intensivieren!

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    1. B-Mashina

      Tierkanal kannte ich latürnich schon aus meinen Empfehlungen. Überhaupt, was einem da manchmal so empfohlen wird, was es auf YT für creepy shit gibt, und da mein ich jetzt noch nicht mal die Tierliebhaber, die lebende Ratten in ihr Piranha Aquarium schmeißen und die man von mir aus gerne selbst als Lebendfutter verwenden könnte. Ischendwann bekam ich Empfehlungen für den sogenannten „Reptile-Channel“, habe da mal reingeschaut weil die da Videos empfahlen, in denen z.B. Warane Karnickel am Stück verschlingen würden und ich mich fragte, ob die Karnickel dabei auch noch lebendig sind. War dann nicht der Fall, allerdings trotzdem strange. Im ersten Video folgte ein Waran einer Duftspur zu einem bereits toten Karnickel, das man ihm kredenzt hatte und das er dann verschlang. Der Waran war allerdings mit einem enganliegendenem Muscle-Shirt bekleidet – wtf? Fand das albern und abstoßend, konnte es aber sonst nicht einordnen. Habe da noch ein paar weitere Videos angeklickt, die allesamt irgendwie strange und staged waren. Einmal schlängelte sich eine fette Anakonda in ein sperrangelweit offen stehendes Gehege mit lauter Hühnerküken bekam zwei zu fassen und schlang die dann nacheinander runter wobei die Kameraführung echt was pornöses hatte und eine gilfige Frauenstimme dazu was verzapfte, dass das Ganze Teil einer „wissenschaftlichen Studie“ sei, um herauszufinden, ob Riesenschlangen auch kleine Beutetiere fressen würden – häh? Naja, konnte nichts damit anfangen außer dass mir klar war, dass das nicht die Art von „Doku“ ist, die ich mir gerne und freiwillig anschaue sondern stupider und sadistischer Shit. Neulich, als ich den Shit schon fast vergessen hatte, mal bekam ich dann Empfehlungen zu Videos a la „Reptile Channnel EXPOSED!“ und sieh an, der wird, so spricht zumindest alles dafür, von Perversen betrieben, die dem VORE-Fetisch anhängen: Also sich entweder an der Vorstellung aufgeilen, lebendig und am Stück verschlungen zu werden oder am Ansehen von sowas, also besagten Szenen mit Waranen und Riesenschlangen! Wierd! Tja, dachte, ich wäre ziemlich firm mit Perversionen, aber die war mir noch nicht so geläufig! Und in den Exposed-Clips kamen durchaus noch schrägere Sachen als in den ein-, zwei Clips die ich mir angesehen habe, abgesehen davon dass die Reptilien in einem bedauernswerten Zustand sind/waren! Aber immerhin: Wieder was glernt!^^

      Überhaupt, was dem bio- und ethnologisch Interessierten so empfohlen wird:

      Bizarre Welt. Empfehle an der Stelle wieder mal „Un-Orthodox“ von Deborah Feldmann, durchaus erhellende Lektüre, die ich hier mal rezensieren wollte, aber man kommt einfach zu nüscht! Wobei der Ringelreihen der bärtigen Shtremelträger schon was hat, so mit dieser euphorischen jiddischenTrancemucke, bestimmt ach gut für Rundlauf beim pädogogischenTischtennis mit den „kleinen Erwachsenen“, lol. Aber insgesamt bin ich doch mit dieser Empfehlung besser bedient:

      Also unsere osteuropäischen weißen Brüder, äh, ich mein vor allem natürlich SCHWESTERN wissen, wie sie bei öffentlichen Anlässen ihre Weiblichkeit eindrucksvoll darbieten – eine wahre Pracht dieses rytmische und bewusst zelebrierte Gewoge! Ja, das sind eben noch richtige WEIBER und keine „Hardbodies“ („Hartleichen“?^^), höhöhö:

      Die Musi an sich ist zwar an sich wirklich nicht meine, aber sie ist hier meist perfekt synchron zum Geschehen! Insgesamt aber etwas, naja, albern:

      Mammata mia! Aber um ernsthaft zu bleiben: Schon aufschlussreich und interessant, die Hochzeitsgebräuche der Chassiden mit den verhüllten Frauen und der strikten Geschlechtertrennung und der von der Tradition her christlich-orthodoxen Osteuropäer im Vergleich. Bei den Videos handelt es sich angeblich um „Rumänische Hochzeiten“, ich nehme mal an, das sind echte Rumänen und keine Roma/Ziganen.

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      1. B-Mashina

        Wobei eine traditionelle rumänische Hochzeit ist doch ein bisserl anders, so mehr „White Sharia „-Like (kleiner Scherz!^^):

        Wo ist denn jetzt die Fachfrau, wenn man sie mal braucht! >:-0

        Fun Fact am Rande bleibt, dass die Ziganen mit den Chassiden diesen Reinheits- und Auserwähltheitsfimmel gemein haben.

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      2. SchneeHase

        würde schon mal sagen wollen, dass es sich um rumänische Hochzeiten handelt – obwohl ich nie auf einer geladen war. Deine Auswahl spiegelt nur verschiedene Landesteile wieder und natürlich die Stadt-Land Asymmetrie.
        Die Rumäninnen sind auch, besonders zu derlei Anlässen, recht offenherzig bekleidet und sie benehmen sich recht ausgelassen; dazu trägt auch der gute Sauerkirschen-Likör (Vischinata) bei. Männer bleiben bei ihrem Schnaps (Zuica). PROST = „dumm“ auf rumänisch.
        Sowas ist wirklich nicht lange auszuhalten! Streit & Fäuste sind die Folge! Egal ob Stadt oder Land.

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  2. Schildbürger

    Falls das noch nicht bekannt war, Geparde welchen lange Zeit eine Art evolutionäre Sonderrolle innerhalb der Katzenartigen zugeschrieben wurde werden mittlerweile auch zu den Kleinkatzen gezählt, und als ihre nächsten Verwandten benannte Pumas verortet.

    Wirklich faszinierend wie sich das Guanako zu wehren vermag, obwohl die jetzt auf einen oberflächlichen Blick nicht sonderlich beeindruckend aussehen.

    Das mit der Toxoplasmose und Menschen hab ich auch schonmal aufgeschnappt.
    Es ist wohl was dran, auf Bauernhöfen machen Katzen mit Vorliebe ins gelagerte Getreide.
    Aber wie weit das verbreitet ist, keinen Schimmer ehrlich gesagt.

    „Ja, mit Mensch und Großkatze funktionierte das Spielchen dereinst wohl ähnlich und tut es in gewissen Weltgegenden wohl immer noch!“
    DAS würd mich jetzt wirklich mal brennend interessieren. Indien, gehe ich richtig in der Vermutung? Wenn man da mit einer Suchmaschine drangeht spuckt das leider nichts Verwertbares diesbezüglich aus.

    Das hier ist auch ausgesprochen sehenswert:

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    1. B-Mashina

      WOW just WOW! Habe schon ein paar Aufnahmen von so halsbrecherischen Manövern von Schneeleoparden gesehen, aber das toppt alles! Das nenne ich mal eine wirklich coole Katze! Verwandelt sich einfach so in flüssiges Quecksilber…

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      1. Schildbürger

        Ja, gelle? 😀
        Ich hab beim Sehen auch erst gedacht der hätte sich in seinem Übermut sämtliche Knochen gebrochen. Aber, laut den Filmern, hat der das wohl etwas zerprellt aber sonst völlig unbeschadet überstanden.

        Hab da auch mal ein Video von einem Steinadler gesehen der nicht ganz unähnlich eine Gämse erlegt, wo man sich denkt der muss sich doch alles brechen und der am Ende triumphierend und mit gespreizten, augenscheinlich heilen Flügeln über seiner Beute sitzt.

        Aber das erinnert mich auch daran was mir mal ein Physiotherapeut erklärt hat, viele sog. Alltagsverletzungen bei heutigen Hominiden hängen stark damit zusammen dass die das Skelett stützende Muskulatur zu untrainiert ist.

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  3. B-Mashina

    „Sowas ist wirklich nicht lange auszuhalten! Streit & Fäuste sind die Folge! Egal ob Stadt oder Land.“

    Kein Wunder, wenn durch das weibliche Gewoge die Stimmung noch dermaßen aufgeheizt wird! Da kann ich nur sagen „No Woman No Cry!“ bzw. „a brotherhood of men“:

    Btw.: Sie freuen sich hier gerade darüber, dass BELOVED DONALD dafür gesorgt hat, dass der „Meth Messiah“ Sholom Rubashkin begnadigt wurde, der als veritabler Kosher-Chabad-Mafioso ein Gammel-Schlachthaus in Iowa führte, das für das Vieh wie die illegal beschäftigten Latinos die Hölle war, zudem die örtliche Ökonomie wie die Umwelt ruinierte. Dass darin ein Meth-Labor betrieben wurde, konnte nicht bestätigt werden. Aber lassen wir die schmotzigen Details und freuen uns einfach mit, schon allein deswegen, dass Chaver Hildesvin sich so richtig aufregen kann!^^

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    1. _zeitgeist

      Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!

      Mann braucht halt (((Ansprechpartner))) und (((Multiplikatoren))) um das Sozensprech zu gebrauchen…

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  4. B-Mashina

    Schildbürger

    „Ja, mit Mensch und Großkatze funktionierte das Spielchen dereinst wohl ähnlich und tut es in gewissen Weltgegenden wohl immer noch!“

    DAS würd mich jetzt wirklich mal brennend interessieren. Indien, gehe ich richtig in der Vermutung? Wenn man da mit einer Suchmaschine drangeht spuckt das leider nichts Verwertbares diesbezüglich aus.

    *
    Das ist noch Spekulation bzw. Theorie, die auf der Frage aufbaut, worin denn der Sinn liegt, dass uns der Erreger auf ähnliche Art und Weise im Verhalten manipuliert wie die Mäuse, schließlich gehören wir nun wirklich nicht in das Beutespektrum von Haus- und Wildkatze. Wenn man aber bedenkt, dass Großkatzen immer da, wo sich die Möglichkeit bot, auch Primaten gejagt haben, und wir sind schließlich nichts anderes, ergibt sich daraus ein gruseliger Sinn, da Hominide ja von den Ursprüngen bis in die jüngere Vergangenheit hinein immer auch Beute von Großkatzen waren und es in bestimmten Gegenden immer noch sind, so wie in Indien (menschenfressende Tigerrestpopulation in den Sunderbans, aber auch immer wieder Angriffe und Risse, vor allem von Kindern, durch Leoparden, teilweise im suburbanen Umfeld, z.B. von „Bollywood“), aber auch Afrika hat ja eine lange Geschichte von Menschenfressern. Wie gesagt, es gibt meiner Kenntnis nach keine Feldforschung oder so darüber, das ganze ist Theorie. Aber die Schlussfolgerung ist logisch, dass der Erreger mit uns das selbe bezwecken will wie mit den Mäusen, schließlich standen Hominiden über Millionen Jahre auf der Katzen-Speisekarte!

    „Wirklich faszinierend wie sich das Guanako zu wehren vermag, obwohl die jetzt auf einen oberflächlichen Blick nicht sonderlich beeindruckend aussehen.“

    Das hab ich mir auch gedacht. Mickrige südamerikanische Restfauna halt und so schööön flauschig. Man sollte eben niemand unterschätzen. Allerdings wird in dem Video und den Kommentaren zu sehr betont, wie groß und schwer das Guanako gegenüber dem Pumaweibchen wäre und das letzteres nur durch die schiere Not dazu gezwungen wurde, eine so große und wehrhafte Beute anzugreifen. Tatsächlich ist es aber so, dass Pumas auf die Jagd großer Huftiere spezialisiert sind, die sie selbst um ein vielfaches an Größe übertreffen, das Guanako passt daher durchaus ins Spektrum, weshalb ich zunächst auch dachte, es wäre um es geschehen.

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    1. Schildbürger

      „Das ist noch Spekulation bzw. Theorie, die auf der Frage aufbaut, worin denn der Sinn liegt, dass uns der Erreger auf ähnliche Art und Weise im Verhalten manipuliert wie die Mäuse…“

      Naheliegend ist die Vermutung allemal. Was mich etwas skeptisch macht ist die mögliche Verbreitung des Parasiten.
      Wie gesagt, Hauskatzen machen gerne ins Getreide, und Mäuse fressen das gerne bzw. halten sich bevorzugt in benannten Kornspeichern auf.
      Da ist der Übertragungsweg ausgesprochen gut nachvollziehbar. Bei Großkatzen und Hominiden finde ich das ungleich schwieriger.
      Aber wie gesagt, naheliegend ist es. Dass es da wenig Forschung drüber gibt ist angesichts der grassierenden Political-Correctness-Seuche aber auch nicht verwunderlich.

      Die Leoparden in den indischen Metropolen sind auch so ein interessantes Thema für sich.
      Aber dass sich ein solch fähiger Kletterer im „Großstadtdschungel“ mit einem wenn man weiß wo man es findet reichlichen Nahrungsangebot als Kulturfolger etabliert wundert mich nicht wirklich.

      „Das hab ich mir auch gedacht. Mickrige südamerikanische Restfauna halt und so schööön flauschig. Man sollte eben niemand unterschätzen. ….“
      Richtig. Man hat angesichts der südamerikansichen Kleinkamele wohl auch gerne die beiden domestizierten Vertreter die man hierzulande eher zu gesicht bekommt (Lama, aus dem Guanako gezüchtet, und Alpaka, aus dem Vikunja gezüchtet) im Sinn.
      Wildtiere sind halt doch allgemein etwas zäher und wehrhafter als die Haustierformen.

      Ich hätte ohne die Überschrift wohl auch eher auf den Puma gesetzt. Da erinnere ich mich auch an den Wolf in dem Video welches Du mal hier hereingestellt hattest der fast im Alleingang einen Elch gerissen hat.

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      1. „Naheliegend ist die Vermutung allemal. Was mich etwas skeptisch macht ist die mögliche Verbreitung des Parasiten.
        Wie gesagt, Hauskatzen machen gerne ins Getreide, und Mäuse fressen das gerne bzw. halten sich bevorzugt in benannten Kornspeichern auf.
        Da ist der Übertragungsweg ausgesprochen gut nachvollziehbar. Bei Großkatzen und Hominiden finde ich das ungleich schwieriger.“

        Nachdem mich diese Frage eine Weile beschäftigt hat, musste ich doch nochmal recherchieren. Eigentlich ist es klar: Abgesehen davon, dass die Infektion auch über kontaminiertes Erdreich erfolgen kann, kommen als Zwischenwirt für den Toxoplasmose-Erreger neben dem Menschen ALLE Säuger in Frage. Schon der steinzeitliche Jäger und Sammler konnte sich also über rohes oder halbgares Fleisch seiner Beutetiere anstecken. Dass der Mensch später Katzen als Schädlingsbekämpfer in den Kornspeichern gehalten hat, könnte dem ganzen nochmal eine neue Qualität verliehen haben, was die großflächige Durchseuchung betrifft. War ja auch ein Preis der Sesshaftigkeit und des Ackerbaues, dass man nun ständig in Kontakt mit den Nutztieren und deren Ausscheidungen stand, da sind dann manche Krankheiten erst auf den Menschen übergesprungen. Windpocken z.B. stellen ja angeblich auch so eine „Zoonose“ dar, die wir uns beim werten Geflügel eingefangen haben sollen. Und wenn kontaminiertes Erdreich schon für eine Infektion ausreicht, dann ist diese sicher auch beim Umgang mit der Hauskatze möglich, Katzeklo, Katzeklo, hehehe.

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      2. Schildbürger

        Könnte durchaus was dran sein.
        Wobei ich da wenn man bedenkt dass in den Katzen eine andere Entwicklungsstufe vorherrscht als in der potentiellen Beute, müsste das wenn ein Mensch ein mit der Zwischenform infiziertes Beutetier verzehrt dann doch einen anderen Effekt haben als wenn eine Raubkatze es verzehrt, oder?
        Als Vergleich , wenn ein Mensch Fuchsbandwurmeier abbekommt dann stirbt er höchstwahrscheinlich daran weil sich die Bandwurmfinnen, an „falscher“ Stelle entwickeln, aber bekommt keine Würmer. Sogenannter Fehlwirt.

        Nach der Logik müsste der Übertragungsweg also in Form von Katzenausscheidungen stattfinden. Also etwa über kontaminiertes Erdreich (oder auch Katzenklos, richtig), Getreide, und so weiter. Wobei ich es für etwas fraglich halte dass es allzuviele Erdarbeiten an bevorzugten Markierplätzen von Großkatzen gibt…

        Wo eine Übertragung mit „gewünschtem“ Effekt aber wirklich sehr gut denkbar ist, das wäre an Beutetieren.
        Dass sich Raubtiere gerne an der Beute von Anderen bedienen ist bekannt.
        Da ist es doch möglich dass in früheren Zeiten, (und vielleicht auch auch in primitiveren Gesellschaften heute) sich Hominider und Großkatze am gleichen Kadaver gütlich getan haben und auf diesem Wege eine Übertragung stattfand/findet.

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      3. Schildbürger

        „War ja auch ein Preis der Sesshaftigkeit und des Ackerbaues, dass man nun ständig in Kontakt mit den Nutztieren und deren Ausscheidungen stand, da sind dann manche Krankheiten erst auf den Menschen übergesprungen. Windpocken z.B. stellen ja angeblich auch so eine „Zoonose“ dar…“
        Richtig. Bei den Windpocken weiß ich das jetzt nicht, aber Tuberkulose bringt man definitiv mit Rindern in Verbindung.
        Und (Nachtrag aufs Atlantis-Thema), an Chachapoya-Mumien wurden Tuberkuloseerreger gefunden Das und manche Fundstücke die deutlich Rinder abbilden obwohl es in Südamerika „natürlich“ gar keine Rinderartigen gibt, und in ganz Amerika keine domestizierten Rinder gab bis Whitey sie mitbrachte, das sind schon recht harte Indizien.

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  5. B-Mashina

    Aber wie gesagt, auch der Puma als Kleinkätzchen reißt immer wieder mal ein paar Hominide. Allerdings nimmt er sich auch mal das Maul zu voll:

    War aber wohl noch nicht ganz ausgewachsen…

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    1. Schildbürger

      Schätze ich auch. Wobei ein Hominider der weiß was er tut (und erst recht wenn er bewaffnet ist) halt auch kein allzu leichter Gegner sein dürfte.
      Hat der den Räuber erstmal im Würgegriff dann dreht sich das Blatt ganz schnell.
      War vor längerer Zeit auch mal in der Zeitung, da hat eine ältere Dame einen aggressiven Hund, ich meine einen Bullterrier, mit einem Besenstiel erwürgt.
      Da durfte die „Free-Chico“-Fraktion selbvstverfreilich auch nicht fehlen, aber das wäre wieder ein ganz anderes Thema. ^^

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      1. Der attackierte Trailläufer in diesem Fall hatte als Waffe auch nur seine Gliedmaßen udn erwürgte die Katze mit den Beinen!

        Hier ging so eine Begegnung noch glimpflich ab, indeed pretty funny to watch:

        Gut, „nur“ ein Luchs, und davon auch noch die kleinste Variante (Amerikanischer Rotluchs/“Bobcat“) ABER tollwütig und von der Oma mit bloßen Händen erwürgt. Allerdings war die „Granny“ erst 46 und, wie man in dem Video sehen kann, auch gut beeinander. Aber Bisse und Kratzer von einem tollwütigen Luchs AUSGERECHNET an Kopf und Hals sind nichts zum Scherzen, das ist nochmal ne andere Nummer als Toxoplasmose…

        https://www.jagderleben.de/news/grossmutter-kaempft-tollwuetigem-luchs

        Hierzulande dank flächendeckender „Schluckimpfung“ der Füchse momentan GOTTSEIDANK ausgerottet. Wobei mir einfällt, dass man sich in einigen von mir spasseshalber abonnierten Wahrheitsesoblogs wahnsinnig darüber aufregte, dass auf Bali in größerem Umfang Straßenhunde wegen Tollwutgefahr gekeult wurden, als gäbe es nichts wichtigeres auf der Welt. Dazu gab es ein Interview mit irgendeinem Eso-Impfgegner-Guru, der da verzapfte, JEDE Impfung wäre schlecht, also auch die Tollwutimpfung, stattdessen solle man versuchen, mit den Erregern auf gleicher Frequenz zu schwingen – Denkelite eben, vom tollwütigen Affen in den Arsch gebissen!

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      2. Schildbürger

        Gnn, ich und mein rhetorischer Glanz mal wieder.
        Sicher, der hat den Puma unbewaffnet erwürgt. Ist kein Ding der Unmöglichkeit, auch wenn in diesem Falle die Katze wohl noch jung und unerfahren war.
        Das mit der Waffe sollte eigentlich nur darauf bezogen sein dass das die Chancen in einem solchen Falle noch weiter zugunsten des Hominiden verschieben.
        Dass Wildtiere im Allgemeinen bemerkenswert vorsichtig auf Zweibeiner ohne Federkleid reagieren (schönes Beispiel, in Südostasien ist es dokumentiert dass eine Kopfbedeckung mit aufgemalten Augen am Hinterkopf die Angriffswahrscheinlichkeit durch Tiger deutlich senkt) hat sicher auch seine Gründe.

        Tollwut ist wirklich eine grauselige, aber nichsdestotrotz ausgesprochen faszinierende Seuche.
        Gibt die Theorie dass der Mythos vom Vampir (also der humanoide, blutsaugende Dracula aus Transsylvanien, nicht die echten, lebendigen amerikanischen Fledermäuse) auf ebenjener Tollwut beruht. Die Theorie vermutet dass es zur gegebenenen Zeit in Südosteuropa eine größere Epidemie gab, ausgelöst durch Tiere, mutmaßlich besonders durch die gerne mit Dracula in Verbindung gebrachten Wölfe und Fledermäuse.

        Ein Symptom von Tollwut ist Hydrophobie, was ansprechend die nachgesagte Scheu von Vampiren vor fließendem Wasser erklären könnte.

        Ein anderes wäre die Empfindlichkeit gegen stärkere Sinnesreize, also helles Sonnenlicht oder starke Gerüche, wie der berühmte Knoblauch.

        Dass da vermutlich wieder mehr als genug dazufantasiert wurde, geschenkt.
        Also die Pflöcke, Kreuze und so weiter.

        Aber, man sei wirklich froh dass man das aus deutlicher Distanz diskutieren kann.
        Eklige Sache.

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  6. _zeitgeist

    Für mich gibt es eh keinen Grund, einem Mann das Führen einer Waffe zu verbieten. Eine Uzi ist klein, handlich, allerdings muss Mann aufpassen, da sie auch mal ohne Grund losgeht, so sind sie halt, die IZR Fremdarbeiter, lol

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  7. „Hab da auch mal ein Video von einem Steinadler gesehen der nicht ganz unähnlich eine Gämse erlegt, wo man sich denkt der muss sich doch alles brechen und der am Ende triumphierend und mit gespreizten, augenscheinlich heilen Flügeln über seiner Beute sitzt.“

    Bist du dir sicher, dass du den Ausgang der Geschichte richtig erinnerst?^^

    Mir fällt dazu jedenfalls gleich diese Szene hier ein:

    Dem Adler hat jedenfalls Red Bull keine Flügel verliehen und ob er den Höllenritt unbeschadet überstanden hat, bleibt zumindest fraglich. Allerdings kommt mir das Video auch gestaged vor, und zwar wegen der Schnitte und der Szenen, die den Adler beim Start und im Anflug auf die Kamera zeigen, das spricht für mich sehr dafür, dass es sich um einen „zahmen“ Adler gehandelt haben könnte, der von einem Falkner auf die Gemsen losgelassen wurde, was üble Assoziationen an die US-Doku-Reihe „Wild Kingdom“/dt.: „Im Reich der wilden Tiere“ weckte, die sich zu Zeiten der Kindheit des Erzählers großer Beliebtheit erfreute, wo man Wildtiere in allen möglichen Kombinationen aufeinaner hetzte und das dann als „Wildlife“ verkaufte, z.B. einen jungen Schwarzbären auf einen Baumstachler, der diesem dann die Schnauze mit Stacheln spickte usw. Hier so ein Musterbeispiel für eine solche Vorgehensweise, wo eigentlich dem Letzen von anfang an klar sein sollte, dass da was nicht stimmt, dass das insbesondere bei dem Puma kein natürliches Verhalten eines wildlebenden Raubtieres ist, das von der Pike auf gelernt hat, wie man Beute macht, sondern das eines vollgefressenen Zootieres, das „Lebendfutter“ vorgesetzt bekommt:

    Allerdings kenne ich einige Videos, in denen Steinadler sehr geschickt junge Steinböcke oder Wildziegen aus Steilgelände reißen, so dass diese dann über Klippen zu Tode stürzen, wozu mir noch einfällt, dass „Makropredation“ bei Adlern auch ein interessantes Thema ist, gerade auch hinsichtlich von „Political Correctness“ bei Tieren, wie es hier am Beispiel Wolf schon ausführlich erörtert wurde.. Es gibt da einige Fälle, die zeigen, dass die Geschichten von Angriffen auf Menschen, insbesondere Kinder, nicht völlig „aus der Luft gegriffen“ (höhö) sind. Ist halt so, dass ein Tier, das Huftiere mit einem Vielfachen des eigenen Gewichtes aus Felswänden reißen kann, zumindest theoretisch in der Lage ist, es auch mit einem Menschen aufzunehmen, insbesondere mit einem Kind, das auch nicht mehr wiegt als z.B. ein Reh (20-25kg), eine Gemse ist ausgewachsen um die 40kg schwer, der asiatische Sikahirsch variiert sehr in Größe und Gewicht (Schulterhöhe bis 100cm, Gewicht bis 80kg beim männlichen Tier), das Exemplar hier dürfte sich innerhalb der hier bereits angeführten Gewichtsklassen bewegen, also sicher nicht viel mehr als 50kg, dennoch zeigen sich hier Fähigkeiten des wildlebenden(!) Adlers, die ihm viele nicht zugetraut hätten:

    Researchers have been using camera traps to monitor Amur tigers in the Lazovskii State Nature Reserve in Primorye, in the southern Russian Far East, for about five years.

    A golden eagle attacks and catches sika deer in dense forest, which are very unusually. Normally golden eagles only attacks in the open.

    Linda Kerley from the Zoological Society of London has captured these images.

    „I saw the deer carcass first as I approached the trap on a routine check to switch out memory cards and change batteries, but something felt wrong about it. There were no large carnivore tracks in the snow, and it looked like the deer had been running and then just stopped and died.“

    „It was only after we got back to camp that I checked the images from the camera and pieced everything together. I couldn’t believe what I was seeing.“

    „I’ve been assessing deer causes of death in Russia for 18 years—this is the first time I’ve seen anything like this“

    Die Fälle in denen Adler erwachsene Menschen oder ausgewachsene Wapitis etc. angreifen oder zumindest anvisieren, gehen aber wohl eher auf das Konto junger, noch unerfahrener Adler und sind eben dieser Unerfahrenheit geschuldet. Faszinierend ist auch, dass einiges dafür spricht, dass z.B. der Bartgeier, der zu den größten flugfähigen Vögeln zählt aber halt nicht über die kraftvollen Fänge des Adlers verfügt, versucht, durch entsprechende Flugmanöver (pötzliches Auftauchen und Spreizen der Drei-Meter -Spannweite) Gemsen, aber auch Schafherden, in Panik zu versetzen und so über Felswände zu treiben – tja, auch Greifvögel sind scheinbar keine dummen Automaten sondern zu strategischem Denken fähig.

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    1. Schildbürger

      Das Video hatte ich nicht eigentlich nicht gemeint (ist hier leider nicht verfügbar, aber auf Youtube findet es sich anderweitig auch noch), aber jetzt wenn ich das mal wieder sehe kommt mir der Verdacht dass ich da was durcheinandergewürfelt habe…

      Die gestellten Tierkämpfe (der Adler der direkt in die Kamera fliegt und ein doch eher untypisches Angriffsverhalten zeigt sprechen definitiv dafür) sind mir bekannt.
      Ich vermute mal dass da Filmemachern die möglichst viel Quote rausbringen wollten die langwierige Arbeit echter Naturdokumentatoren zu mühselig und „unergiebig“ im Sinne von schierer Menge war. Dass dabei unnötig Tiere zuschaden kamen für ein paar unnatürliche Aufnahmen… aber man weiß ja, wenn es ums Geld geht da ist so was halt Kollateralschaden.

      Dass der Ruf als Kinderfresser tatsächlich nicht unverdient sein könnte zeigt auch der Haastadler, der zwar noch eine Ecke größer und schwerer war aber dafür auch Erwachsene geschlagen hat.

      Aber richtig, auch sehr faszinierende Tiere. Dass Adler beliebte Wappentiere sind und waren dürfte damit zusammenhängen. Und dass Vögel generell nicht blöde sind beweisen z.B. Raben auch immer wieder gerne.

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      1. Ja, das mit den Rabenvögeln ist ja schon länger bekannt, aber Greifvögel, insbesondere Adler, hielt man immer für mehr oder weniger reine Reflexmaschinen.

        Bezüglich des Haast-Adlers war ja mal im Eliteblog die Diskussion von wegen Körpergewicht und Flügelspannweite. FRANKSTEIN hatte die Formel von einem Meter Spannweite pro Kilo Körpergewicht, was natürlich Unsinn ist, wie lang und breit dargelegt wurde. Mir kam aber dabei der Gedanke, dass mit dieser Formel ursprünglich nicht das Gewicht des betreffenden Vogels gemeint war, sondern das der Beute! Also Pro Kilo Beutetier ein Meter Spannweite, was dann tatsächlich 60 Meter Spannweite bei einem Adler erforderlich machen würde, um einen Menschen von 60kg davonzutragen! Naja, eh müßig, da niemand der Diskutanten behauptet hat, der Haast-Adler habe Menschen oder gar Moas durch die Luft getragen und der dieser Elite-Diskussion zugrundeliegende Fehler in dem betreffenden Artikel eh von Anfang an benannt wurde. Außerdem hat FRANKSTEIN die Diskussion eh so weitergeführt, als ginge es um das Gewicht des Greifvogels. Aber egal, der Haast-Adler hat ebensowenig existiert wie die Dinos, sie verarschen uns, wo sie nur können!^^

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      2. Schildbürger

        “ Greifvögel, insbesondere Adler, hielt man immer für mehr oder weniger reine Reflexmaschinen.“
        Das ist mir noch nie bewusst untergekommen.
        Ich kenn da mehr oder weniger nur die Hassbewunderung, irgendwo zwischen Hühnerdieb und Wappen- oder sogar Nutztier.

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  8. Schildbürger

    Könnte durchaus was dran sein.
    Wobei ich da wenn man bedenkt dass in den Katzen eine andere Entwicklungsstufe vorherrscht als in der potentiellen Beute, müsste das wenn ein Mensch ein mit der Zwischenform infiziertes Beutetier verzehrt dann doch einen anderen Effekt haben als wenn eine Raubkatze es verzehrt, oder?
    Als Vergleich , wenn ein Mensch Fuchsbandwurmeier abbekommt dann stirbt er höchstwahrscheinlich daran weil sich die Bandwurmfinnen, an „falscher“ Stelle entwickeln, aber bekommt keine Würmer. Sogenannter Fehlwirt.

    *
    Meiner Logik nach stellt sich das so dar, dass wenn ein Mensch ein mit der „Zwischenform“ infiziertes Tier isst, der Parasit einfach auf ihn übergeht, also der Mensch die Rolle des Wirtstiers übernimmt bis er im parasitischen Idealfall einer Raubkatze zum Opfer fällt und sich so der Zyklus schließt. Da im Prinzip alle Säuger als Zwischenwirt taugen, ist auch der Mensch ja kein Fehlwirt, und bei dem Spektrum an Wirtstieren ist für jede Katzengröße was dabei: Mäuse und Ratten für die Kleineren, Antilopen, Hirsche, Hominiden für die Größeren…^^ Da der Erreger ein Protozoe ist, kann man ihn wohl eher nicht mit dem Fuchsbandwurm vergleichen, zumindest sind mir bei der Toxoplasmose solche Schäden nicht bekannt. Da hier ein ziemlicher Mangel an Großkatzen herrscht, ist es für den Parasiten trotzdem eine Sackgasse, wenn die durch seinen Mindfuck übermütig, leichtsinnig oder tolldreist gewordene Wirtsperson untern Laster kommt oder im Asylheim totgerammelt wird…^^

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    1. Schildbürger

      Man kann nicht immer vollständig abstrahieren, grade nicht in der Biologie. Das ist klar.
      Allerdings, grade wenn man die Hauptverbreitung der Toxoplasmose (kleinere Katzen und Nagetiere) betrachtet, ist die Beziehung für Parasiten gemessen verhältnismäßig einfach. Der Räuber frisst das infizierte Beutetier und scheidet eine Entwicklungsstufe des Parasiten aus, die wiederum das Beutetier frisst, und anschließend entwickelt sich der Parasit im Beutetier, und so weiter. Das ist kein Vergleich zu etwa Leberegeln.

      Ich bin da so argwöhnisch weil in diesem speziellen Spiel aus Räuber-Beute-Parasit der Zweibeiner ohne Federkleid der da leidlich wenig als Beute taugt (zu groß) irgendwo herausfällt.
      Wohlgemerkt, in der Hauptverbreitung, wenn das denn so stimmt. Aber mesnchenfressende Großkatzen sind heutzutage jetzt auch keine einschneidende zahlenmäßige Größe mehr.

      Ich wollte übrigens auch nicht sagen dass der Zweibeiner ohne Federkleid gegen Toxoplasmose immun sei (das wäre ein zumindest nicht auszuschließender Mitgrund für die heutige Misere, grade weil die Dichte an potentiellen Überträgern sehr hoch ist), mir geht es da eher um den Übertragungsweg.

      Einfacher ausgedrückt, Toxoplasmoseinfektion durch Katzenkeckerlis, nachvollziehbar.
      Infektion durch Verzehr von Beutetieren, eher argwöhnisch wegen der Möglichkeit des Fehlwirtes. Das muss ja nicht unbedingt tödlich sein, sondern kann einfach nur bedeuten dass der Parasit schlichtweg nicht die nächste Entwicklungsstufe erreicht.

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      1. Schildbürger

        Oder besser gesagt, dass der Parasit wenn er vom Räuber übertragen wird im Menschen ähnliche Phänomene wie im eigentlichen Beutetier hervorrufen kann, sehr gut denkbar.
        Umgekehrt (Entwicklungsstadien!) muss das nicht unbedingt sein, einmal weil Katzen jetzt nicht übermäßig unter der Toxoplasmose zu leiden scheinen und andererseits weil benannter Fehlwirt auch nicht auszuschließen ist.

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      2. „Ich bin da so argwöhnisch weil in diesem speziellen Spiel aus Räuber-Beute-Parasit der Zweibeiner ohne Federkleid der da leidlich wenig als Beute taugt (zu groß) irgendwo herausfällt.
        Wohlgemerkt, in der Hauptverbreitung, wenn das denn so stimmt. Aber mesnchenfressende Großkatzen sind heutzutage jetzt auch keine einschneidende zahlenmäßige Größe mehr.“

        Das Ding ist eben, dass das Spektrum der Zwischenwirte breit gefächert ist, aber als Endwirt, in dem der Zyklus abgeschlossen wird, nur Katzenartige in Frage kommen. Wie bereits erwähnt sind menschenfressende Großkatzen heute nur noch in kümmelichen Resten vorhanden, waren aber im Lauf der Evolution stete Begleiter der Hominiden.

        Es ist auch nebenbei überhaupt interessant, inwieweit Erreger sich veränderten Gegebenheiten anpassen können. So hat man ja lange gedacht, die Syphilis hätten diei Spanier aus der neuen Welt mitgebracht, bis man im britischen Hull bei Ausgrabungen an einem zu seiner Zeit ziemlich ins weltliche Treiben eingebundenen Hinterladerkloster die sterblichen Überreste eines Mönchs aus vorkolumbianischer Zeit exhumierte, die Zeichen schwersten Syphilisbefalls aufwiesen. Daraus hat man dann im Verlauf weiterer Untersuchungen geschlossen, dass der Syphiliserreger schon lange sowohl in Amerika wie Eurasien verbreitet war. Dabei wäre es so gewesen, dass der Erreger sich lange relativ unauffällig verhalten und eher milde Krankheitsverläufe ausgelöst haben soll, die in der Regel ohne Komplikationen und Spätfolgen überstanden wurden und vollständig ausheilten. Der Erreger wurde auch nicht durch den Geschlechtsakt übertragen, sondern über den bei Hominiden ursprünglich häufigen Hautkontakt im sozialen Umgang. Als sich in Europa dieser durch die Verbreitung geschlossener Kleidung, strenger Sittenlehren, einer allgemein größeren Distanziertheit im Umgang miteinander stark reduzierte, wurde dem Erreger quasi der sanfte Weg versperrt und er gezwungen, sich zu „radikalisieren“: Statt dem Weg über die Haut stieg er auf die Geschlechtsorgane und den Geschlechtsverkehr um, um somit diese Barriere zu umgehen und seine Verbreitung zu sichern, dies machte auch den Krankheitsverlauf aggressiver und bösartiger. In Amerika hätte sich der Erreger bei den Indigenen aufgrund deren Sitten und Umgangsformen seine ursprüngliche Sanftheit bis zum Eintreffen der Spanier bewahrt, es seien vielmehr diese gewesen, die den „radikalisierten“ Erreger zu den Ureinwohnern gebracht hätten – okay, passt wieder ins „antiweiße“ Narrativ, ist aber erstmal plausibel.

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      3. Schildbürger

        Das ist ja an sich das was ich meine. Dass Katzenartige den Parasiten direkt an potentielle Beutetiere übertragen, worunter auch Hominide fielen bzw. in geringem Maße noch fallen ist absolut einleuchtend.
        Was mir nicht einleuchten will ist dass wenn ein Hominider ein von einer solchen Zwischenstufe befallenes Beutetier verzehrt der Parasit dann einfach sozusagen gar nichts macht sondern unverändert bleiben soll und den selben Effekt wie im Beutetier hervorrusfen soll.
        Ich mein, solche Parasiten sind jetzt nicht grade zu großen Denkleistungen in der Lage sondern folgen eher einem festen, teilweise sehr komplexen Zyklus. Was in anderen Fällen zu den dort nachgewiesenen Fehlwirten führt.

        Das mit der Syphilis ist wirklich interessant, ich kannte da auch eher die Variante dass das aus Amerika eingeschleppt wurde.
        Wie ist das denn mit der Verbreitung in Ostasien, weißt das zufällig? Wäre vielleicht mal wieder ein Indikator für den Ursprung wenigstens eines Teiles der amerikanischen Ureinwohner falls sich die Krankheitsverbreitung auf Amerika und Europa beschränkt.

        Das mit der früheren Sexualmoral hatte ich ja schonmal gesagt, ursprünglich hat das ja durchaus seinen Sinn. Also ersteinmal für seinenLebensunterhalt sorgen bevor man Nachwuchs bekommt. Ist wieder mal eine Grauzone von vielen.

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        1. „Was mir nicht einleuchten will ist dass wenn ein Hominider ein von einer solchen Zwischenstufe befallenes Beutetier verzehrt der Parasit dann einfach sozusagen gar nichts macht sondern unverändert bleiben soll und den selben Effekt wie im Beutetier hervorrusfen soll.“

          Sehe nicht ganz, wo hier das Problem liegen soll. Die Toxoplasmose läuft scheinbar beim gesunden Menschen meist ziemlich symptomlos ab, das mit den Auswirkungen auf das Verhalten in Richtung Leichtsinnigkeit, Risikofreudigkeit usw. ist lediglich ein einigermaßen berechtigter Verdacht, bei Mäusen gilt das als nachgewiesen.

          Generell werden bei der Toxoplasmose drei mögliche Zyklen unterschieden:

          Endwirt-Endwirt-Zyklus

          Endwirt-Zwischenwirt-Zyklus

          Zwischenwirt-Zwischenwirt-Zyklus

          Wenn bei letzterem von „Zyklus die Rede ist“, dann beeinhaltet das für mich, dass die Entwicklung des Parasiten auch in einem Zwischenwirt abgeschlossen werden kann und dieser dann die Eier ausscheidet. Leider fand ich auf die Schnelle nur diesen Wikipedia-Abschnitt dazu, der tausendfach kopiert wurde aber diese Frage für nicht eindeutig beantwortet:

          Zwischenwirt-Zwischenwirt-Zyklus
          Der Zwischenwirt-Zwischenwirt-Zyklus läuft ohne Beteiligung von Katzen ab. Allerdings können Katzen selbst auch als Zwischenwirt dienen, was aber für die Epidemiologie ohne Bedeutung ist. Die Infektion des Zwischenwirts erfolgt dabei auf zwei Wegen:
          die Aufnahme von Bradyzoiten anderer Zwischenwirte sowie
          die Übertragung von der Mutter auf das ungeborene Kind über den Mutterkuchen (diaplazentar).
          Der Zwischenwirt-Zwischenwirt-Zyklus spielt bei der Verbreitung der Toxoplasmose des Menschen und des Erregers überhaupt eine mindestens genauso große Rolle wie die Ansteckung über Sporozysten von einer Katze. Die Aufnahme der Bradyzoiten erfolgt vorwiegend über den Verzehr von Muskulatur infizierter Zwischenwirte, beim Menschen vor allem rohes Schweine- und Schaffleisch. Die Bradyzoiten sind sehr widerstandsfähig, sie bleiben bei Kühlschranktemperatur bis zu 3 Wochen infektiös. Lediglich Einfrieren (< −20 °C) oder Temperaturen über 70 °C töten sie ab. Temperaturen von 50 °C überstehen sie etwa 20 Minuten.

          Ich würde eher sagen, dass hier keine Ausreifung/Paarung/Eiablage stattfindet, aber der Erreger (als Zwischenstufe) sich weiterverbreitet. Auf jeden Fall scheint es eine Sackgasse wie beim Fuchsbandwurm hier nicht zu geben.

          Zur Syphilis:

          „Wie ist das denn mit der Verbreitung in Ostasien, weißt das zufällig?“

          Kann ich jetzt nichts zu sagen.

          Hier meine letzte Info dazu, eine Vorlesung in der Youtube-University:

          Teilweise nervig-alberne B-Horror-Movie Musik und Geräuschuntermalung, davon abgesehen informativ und intreressant.

          „Das mit der früheren Sexualmoral hatte ich ja schonmal gesagt, ursprünglich hat das ja durchaus seinen Sinn. Also ersteinmal für seinenLebensunterhalt sorgen bevor man Nachwuchs bekommt.“

          Finde, dass man Sexualmoral und Nachwuchsproduktion nicht gleichsetzen sollte. Im angeblich so finsteren Mittelalter herschten teilweise recht lockere Sitten, dazu die Badehäuser usw. Gleichzeitig waren Heiraten und die Fortpflanzung selbst an Grundbesitz gebunden (offenbar wurden Kinder als Verarmungsrisiko erkannt und es wurde versucht, Verelendungen größeren Ausmaßes zu verhindern) während ein umfassendes Wissen über Empfängnisverhütung, Abtreibung, Geburtenkontrolle vorhanden war, was sich großteils im Besitz der Hebammen befand die es anwendeten und weitergaben.

          Während der frühen Neuzeit herrschte nach der Entvölkerung durch Pest und den dreißigjährigen Krieg im Zuge der sich neu formierenden Nationalstaaten ein großer Menschenbedarf, weshalb man versuchte, das Wissen über und die Mittel zur Geburtenkontrolle auszurotten, was merkwürdigerweise mit dem „Hexenwahn“ zusammenfiel, in dessen Verlauf viele Hebammen umgebracht wurden und dieser Berufsstand zur reinen Geburtshelferin degradiert wurde. Im Vergleich zur real existierenden Sexualhölle waren die Sitten großteils immer noch recht locker, aber ein distanzierterer sozialer Umgang ohne häufigen, nicht-sexuellen Körperkontakt einhergehend mit der Schließung der „Badehäuser“ und geschlossenerer Bekleidung machte es dem Erreger immer schwieriger, sich über die Haut zu verbreiten, weshalb er in den Untergrund ging und sich dort spezialisierte und radikalisierte. Die Etablierung der neuen Syphilis als grauenvoller „Lustseuche“ hat dann wohl eine strengere Sexualmoral befeuert und dabei wohl bei bestimmten Hinterladern ebensolche Glücksgefühle hervorgerufen wie die Verbreitung von AIDS in der jüngeren Vergangenheit.

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      4. Schildbürger

        „Sehe nicht ganz, wo hier das Problem liegen soll. Die Toxoplasmose läuft scheinbar beim gesunden Menschen meist ziemlich symptomlos ab, das mit den Auswirkungen auf das Verhalten in Richtung Leichtsinnigkeit, Risikofreudigkeit usw. ist lediglich ein einigermaßen berechtigter Verdacht, bei Mäusen gilt das als nachgewiesen. …“

        Ging mir aber eher darum welches Entwicklungsstadium die benannten verhaltensändernden Symptome auslösen könnte.
        Vereinfacht ist es ja wenn ich das jetzt richtig verstehe so dass die Katze die Sporozyten ausscheidet, diese dann ins Beutetier gelangen und sich dann zu den verhaltensverändernden Bradyzoiten entwickeln die durch den Verzehr von Beutetieren in der Katze dann wieder zu dem Stadium entwickeln welches dann wieder die Sporozyten produziert.

        Hieße wenn ein Hominider sich Sporozyten von einer Katze einfängt dann könnte das benannte Symptome auslösen (da passt das Jaguarbeispiel dazu, und vielleicht auch die wirren Katzendamen die sich immer mehr Katzen anschaffen).
        Wenn er aber ein befallenes Tier verzehrt muss das nicht unbedingt der Fall sein, da sich die Erreger ja weiterentwickeln müssen. Da war mein Kenntnisstand nicht mehr auf der Höhe, ich dachte immer dass diese Weiterentwicklung nur in der Katze ginge.
        Aber da ist es dann eben auch im Bereich des Möglichen dass durch schlechte Hygiene eine Übertragung Mensch auf Mensch stattfinden kann.

        Bzgl. Syphilis:
        Hochinteressant. Die Funde zeigen recht deutlich dass die Krankheit schon vor Kolumbus in Europa vorhanden war, aber soweit ich weiß sind auch genügend Fälle aus präkolumbianischer Zeit aus Amerika bekannt.
        Über Ostasien finde ich jetzt keinerlei Hinweise, das deutet stark darauf hin dass es einen Verbreitungsweg zwischen Amerika und Europa gegeben haben muss.
        Und vermutlich eher von Europa nach Amerika, da gibt es mehrere mögliche Fälle. Umgekehrt ist mir jetzt nicht allzu viel bekannt.

        Die eine Forscherin erklärt die Seltenheit solcher Funde in Europa damit dass die Betroffenen nicht das Krankheitsstadium erreichen in welchem diese Zerfallserscheinungen stattfinden weil die Leute nicht alt genug geworden sind.
        Halte ich für etwas fragwürdig, ich denke nicht dass die Lebenserwartung in Amerika zu der Zeit viel höher war, und da fand man wohl weit mehr Exemplare mit Spuren an den Knochen.
        Was da auch möglich wäre, dass sich die Krankheit auf beiden Kontinenten durch weitgehende Isolierung unterschiedlich entwickelt hat und die Spanier die üblere amerikanische Variante wieder mit nach Hause gebracht haben.

        Die Radikalisierung im Untergrund kann selbstverständlich auch sein, sehr interessanter Gedankenansatz, aber der zeitliche Zusammenhang mit den kolumbianischen Entdeckungen ist halt auch vorhanden.

        „Während der frühen Neuzeit herrschte nach der Entvölkerung durch Pest und den dreißigjährigen Krieg im Zuge der sich neu formierenden Nationalstaaten ein großer Menschenbedarf, weshalb man versuchte, das Wissen über und die Mittel zur Geburtenkontrolle auszurotten, was merkwürdigerweise mit dem „Hexenwahn“ zusammenfiel…“

        Ebenfalls sehr interessanter Ansatz, der auch erklären könnte warum das im HRR so weit ausgeprägt war. Wobei das ja nicht erst dort anfing, das war schon vorm dreißigjährigen Krieg und vorm Nationalstaat. Was da aber in der frühen Neuzeit in Erscheinung trat waren die Massenheere aus Söldnern die einen stetigen Nachschub benötigten. Dass da unehelich Geborene die sich wohl öfters ohne Hoffnung auf eigenen Besitz durchschlagen mussten da eine gute Quelle dargestellt haben könnten, durchaus denkbar.

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    2. Es hat der Parasitismus etwas Faszinierendes, ob Toxoplasma Gondii, Leberegel, Schlupfwespen, oder Zigeuner, oder Jaja: Die Opfah sind, in ihrer Weise, durchaus begeistert.
      Nicht eigentlich Parasitismus betreffend, aber zum Thema passend: Bei Theodor de Bry (?) wird ein Indianerstamm erwähnt, der, wenn der Jaguar naht, ihm „demütig“ nahelegt, sich doch bittascheen den fettesten Happen herauszusuchen – der also Verschmatzte wird dann seliggepriesen. G*ttlob sind wir über solchen Stuß erhaben.

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      1. Schildbürger

        Angesichts einer weitverbreiteten Hörigkeit gegenüber einem gewissen Völkchen würde ich das mit dem „darüber erhaben“ überdenken. Nicht im Einzelnen, sondern im Großen und Ganzen.
        Das ist selbstverträndlich ein ganz anderer Mechanismus als bei z.B. dem Toxoplasma, aber das Resultat ist ähnlich.
        Aber die Verteidigungsmöglichkeiten dagegen wären in der grauen Theorie doch auch etwas besser. Von Gehirnwäsche lässt es sich besser losreißen als von einem das Gehirn befallenden Parasiten.

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        1. „Angesichts einer weitverbreiteten Hörigkeit gegenüber einem gewissen Völkchen würde ich das mit dem „darüber erhaben“ überdenken. Nicht im Einzelnen, sondern im Großen und Ganzen.

          Das ist selbstverträndlich ein ganz anderer Mechanismus als bei z.B. dem Toxoplasma, aber das Resultat ist ähnlich.“

          *
          Mit der „Erhabenheit“ hat Chaver hildesvin wohl nicht unser Verhältnis zum Parasitismus im Großen und Ganzen gemeint, es war eher auf den von ihm angeführten Brauch bestimmter Indios bezogen, die sich gerne dem göttlichen Jaguar zum Fraße darboten um mit der verehrten Kreatur auf diese Weise zu verschmelzen. Aber wie an anderer Stelle am Fall Ladenburger bereits von mir erörtert, ist da zumindest im allegorischen Sinne durchaus eine Verbindung gegeben, wenn dem Götzen „Multikulturalismus“ quasi die eigenen Kinder vorgeworfen werden.

          Was den Brauch der Indios betrifft, wäre es für mich auch nicht mehr allzu abwegig, dass eine Toxoplasmose hier den Grundstein gelegt haben könnte. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie solch quasi hirnlose Kreaturen das Verhalten ihrer Wirte manipulieren können. Es gibt da ein durchaus lesenswertertes, populärwissenschaftliches Werk „Parasitus Rex“ – der Name ist Programm…^^

          Es ist anzunehmen, dass bei diesem Thema das Meiste noch seiner Entdeckung harrt.

          Btw.: „G*ttlob sind wir über solchen Stuß erhaben.“

          DAS war mit ziemlicher Sicherheit ironisch zu verstehen, und zwar ganz in deinem Sinne, Schildi.

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  9. DAS war mit ziemlicher Sicherheit ironisch zu verstehen, —

    Danke dafür, genau so isses.

    Wie wäre es übrigens damit, daß wir der gegenseitigen kleine Spitzen gänzlich entraten würden, an mir soll es nicht liegen, habe auch meine Ansichten bezüglich Deinereiner „revidiert“. Und indem die Nerven angesichts der Lage blankliegen, hat(te) auch meine Fähigkeit, Ironie zu erkennen, etwas an Einbuße erlitten.

    Noch ein Beispiel für das sich freiwillig bis freudig von einer Großkatze verkasematuckeln zu lassen: „Jenseits des Meirur“.
    An einen Mechanismus ähnlich wie beim Toxoplasma und den Mäuseken hatte ich in dem Zusammenhang noch gar nicht gedacht, aber, warum eigentlich nicht.

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    1. Kein Problem, hildesvin, you’re welcome.
      Aber ein bisschen Spaß geht doch immer, oder?

      Zu deinen Problemen mit Google und MORGENWACHT: Das war auch eher keine Machtdemonstration des ewigen Unsichtbaren, vielmehr ist es wohl so, dass MW bei Google auf dem Index ist und stattdessen dann bei deiner Suchanfrage die Seiten algorithmisch nachrutschen, bei denen MW verlinkt ist, z.B. meine. War so auch beim werten Teutonenfister: Originalseite auf einmal weg, stattdessen Verlinkungsseiten, Fakebook, etc. ganz oben.

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  10. „Ging mir aber eher darum welches Entwicklungsstadium die benannten verhaltensändernden Symptome auslösen könnte.
    Vereinfacht ist es ja wenn ich das jetzt richtig verstehe so dass die Katze die Sporozyten ausscheidet, diese dann ins Beutetier gelangen und sich dann zu den verhaltensverändernden Bradyzoiten entwickeln die durch den Verzehr von Beutetieren in der Katze dann wieder zu dem Stadium entwickeln welches dann wieder die Sporozyten produziert.“

    Also für mich ist es ziemlich klar, dass bei einem Verzehr eines Zwischenwirts durch einen anderen dieser das verhaltensändernde Stadium in sich aufnimmt, das sich nicht weiterentwickelt sondern weiter verhaltensändernd wirkt, weil es eben in was katzenartiges hineinmuss um den Zyklus zu vollenden. Maus wie Mensch sind demnach immer Zwischenwirt, um das ganze rund zu machen braucht es die Katze, unter den Zwischenwirten wird eben immer nur das Zwischenstadium üebrtragen und beherbergt.

    Faszinierend war für mich an der Geschichte irgendwie das Aha-Erlebnis: Eigentlich sinnloses Bemühen des Erregers am Menschen, da als Katzenbeute viel zu groß, äääh, Mooment…^^

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    1. Schildbürger

      Stimmt wohl, etwas genaueree Nachforschung bestätigt genau das.
      War da wohl noch etwas bei Leberegeln und Bandwürmern hängengeblieben, die sind da als etwas komplexere Lebensformen dann wohl doch etwas weniger flexibel als Einzeller wie das Toxoplasmodium.

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  11. „Was da auch möglich wäre, dass sich die Krankheit auf beiden Kontinenten durch weitgehende Isolierung unterschiedlich entwickelt hat und die Spanier die üblere amerikanische Variante wieder mit nach Hause gebracht haben.“

    Aber das übel mitgenommene, vorkolumbianische Skelett aus Hull spricht dafür, dass es eher andersrum gewesen sein könnte…

    „Ebenfalls sehr interessanter Ansatz, der auch erklären könnte warum das im HRR so weit ausgeprägt war. Wobei das ja nicht erst dort anfing, das war schon vorm dreißigjährigen Krieg und vorm Nationalstaat. Was da aber in der frühen Neuzeit in Erscheinung trat waren die Massenheere aus Söldnern die einen stetigen Nachschub benötigten. Dass da unehelich Geborene die sich wohl öfters ohne Hoffnung auf eigenen Besitz durchschlagen mussten da eine gute Quelle dargestellt haben könnten, durchaus denkbar.“

    Ja, das mit den Söldnerheeren ist ein wichtiger Punkt. Der Hexenwahn aber war kein Phänomen des Hochmittelalters, sondern allenfalls der Spätmittelalters und vor allem der frühen Neuzeit mit ihren transformatorischen Prozessen und das in seinem Verlauf das Wissen um Geburtenkontrolle weitgehend ausgerottet wurde, ist Fakt. Der berüchtigte „Hexenhammer“ wird diesbezüglich auch sehr deutlich.

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    1. Schildbürger

      Krankheiten können aber auch bei unterschiedlichen Leuten unterschiedliche Symptome bzw. unterschiedliche Grade der Schwere aufweisen, durch ein geschwächtes Immunsystem etwa.
      Vor Kolumbus gibt es da ja auch ziemlich wenige solcher nachgewiesener Fälle, auch was historische Quellen angeht. Das könnten dann durchaus sog. „Einzelfälle“ gewesen sein. ^^

      Denkbar ist wie gesagt beides.
      Aber später mehr.

      Das mit den Massenheeren fällt halt zeitlich etwa in den Rahmen als das mit den Hexenverfolgungen losging, das war ja genau das Spätmittelalter/frühe Neuzeit. Das ist immer etwas verzerrt, man kann da keinen klaren Punkt setzen wann das Eine aufgehört und das Andere angefangen hat. Oder was jetzt genau zuerst kam.
      Für mich sehr gut denkbar dass sich erstmal langsam das Sölndertum etabliert hat, und dann wer auf die Idee kam mit der Bekämpfung der Geburtenkontrolle den Nachschub an entbehrlichem Menschenmaterial zu sichern. Was das am Ende angerichtet hat, da kann man wohl Harm Wulf fragen…

      Und nun der Bogenschluss zum ersten Punkt. Das fällt halt wieder ungefähr in die selbe Zeit.
      Also dass sich durch die mit der „Hexenverfolgung“ eingehende Veränderung im Verhalten auf die Syphilis ausgewirkt haben könnte, im Sinne der Radikalisierung. Einzeller sind dazu in der Lage sich sehr, sehr schnell zu verändern, siehe resistente Keime in Krankenhäusern.

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  12. Altrght

    Ihr seid mir ja Retter des Vaterlandes, Greg Johnson wurde in einem norwegischen KZ gefoltert, äh… nach einer Nacht auf einer spartanischen Life, und was hat der harte Mann gejammert, OMG, er hätte nur drei Stunden schlafen können, so sind sie, unsere Frontsoldaten im Kampf gegen den Jutt und seiner Zersetzungsstrategien, mit Handshake zu einer Lounge des Flughafens gefahren, wo er sich über den delicious Kaffee hermachte und erstmal das erlesene Buffet probierte, bevor er auf norwegische Staatskosten ausgeflogen wurde.
    Alles nachzuholen bei Red ICE TV, bitchute.

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  13. Nochmal zu dem spektakulären Adler-Fail hier:

    Kenne diese Sequenz schon länger, allerdings ist mir erst neulich aufgefallen, dass sie aus einem SPIELFILM, keiner Doku, stammt, wie aus dem Text zum Video hervorgeht:

    Die Alpen in den 1960er-Jahren: Der zwölfjährige Lukas (Manuel Camacho) erlebt vor dem grandiosen Bergpanorama keine glückliche Kindheit: Er und sein Vater (Tobias Moretti) verstehen sich nicht und haben schon lange nicht mehr miteinander gesprochen. Als Lukas einen aus dem Nest gefallenen jungen Adler findet, zieht er ihn heimlich auf, weil der Vater die Adler als Räuber seiner Schafe verfolgt. Der Förster Danzer (Jean Reno) unterstützt ihn dabei. Der Adler Abel entwickelt sich prächtig – doch es kommt der Tag, an dem Lukas ihm seine Freiheit zurückgeben muss, damit Abel sein selbstbestimmtes Leben beginnen kann. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Vater vermisst der verzweifelte Lukas seinen gefiederten Freund so sehr, dass er sich auf die Suche nach Abel macht …

    Der Film ist von 2015/16, kann man heutzutage hier in D-Land oder Austria noch Tiere auf diese Weise für einen Spielfilm aufeinanderhetzen, ohne dass es Shitstorm hagelt? Oder ist das CGI? Wenn dann sieht das täuschend echt aus, obwohl bei genauerer Betrachtung ein paar Sachen merkwürdig aussehen, nicht genau auszumachen! Dass hier ein Stunt-Adler mit einer Stunt-Gemse seiner Profession nachgeht, kann wohl ausgeschlossen werden.

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  14. knr

    Größers wolltest auch du, aber die Liebe zwingt
    All uns nieder; das Laid beuget gewaltiger;
    Doch es kehret umsonst nicht
    Unser Bogen, woher er kommt.

    Aufwärts oder hinab! herrschet in heil’ger Nacht,
    Wo die stumme Natur werdende Tage sinnt,
    Herrscht im schiefesten Orkus
    Nicht ein Grades, ein Recht noch auch?

    Diß erfuhr ich. Denn nie, sterblichen Meistern gleich
    Habt ihr Himmlischen, ihr Alleserhaltenden,
    Daß ich wüßte, mit Vorsicht
    Mich des ebenen Pfads geführt.

    Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,
    Daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern’,
    Und verstehe die Freiheit,
    Aufzubrechen, wohin er will.

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