Unwissenschaftliche Ansichten eines Informatikers

Kein Giftpilz ist illegal! Bild: Wikimedia

Der in seiner Gesamtheit durchaus geschätzte Informatiker mit den Ansichten, Hadmut Danisch, verzapft ab und an merkelwürdiges Blech, und das selbst angesichts der Mutmaßung, dass das Ganze irgendwie lostig, ironisch, satirisch gemeint war. So wie hier z.B.:

Veganer Rinderwahnsinn

Hadmut 3.10.2019 23:02

Da heißt es doch immer, der Rinderwahn sei ein Beweis, dass man vegan essen müsse, da könne das nicht passieren. In Australien haben sie jetzt einen japanischen Pilz entdeckt, dessen Verzehr einem die Haut abblättern und das Hirn schrumpfen lässt.

https://www.danisch.de/blog/2019/10/03/veganer-rinderwahnsinn/

Also erstmal sind Pilze im strengen Sinne eigentlich überhaupt nicht „vegan“, da sie keine Pflanzen sind. Tiere natürlich auch nicht, sondern was ganz Eigenes. Der Erzähler, so demütig wie faul, zitiert hierzu das in dieser Sache korrekte und überhaupt in weiten Teilen zu Unrecht von pseudoerwachten Ignoranten und Dummbatzen gescholtene Wikipedia:

Die Pilze (Fungi) bilden das dritte große Reich eukaryotischer Lebewesen neben den Tieren (Animalia) und den Pflanzen (Plantae). Sie sind wie die Pflanzen, zu denen sie lange gerechnet wurden, sesshaft, können jedoch keine Photosynthese treiben. Daher müssen sie sich wie Tiere durch die Aufnahme organischer Substanzen ernähren (Heterotrophie), die sie jedoch in gelöster Form aus der Umgebung aufnehmen. Nach heutiger Kenntnis sind die Pilze näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt. Zu ihnen gehören vor allem Vielzeller wie die Ständerpilze, aber auch Einzeller wie die Backhefe sowie coenocytische Formen mit vielen Zellkernen, aber ohne zellige Untergliederung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pilze

Ob in Veganerkreisen deshalb kontrovers diskutiert wird, ob Pilze „noch gehen?“ Bei Gott, möglich wärs! Sicher ist, dass sich „Veganismus“ von „Vegetarismus“ ableitet, was wiederum ein Kunstwort ist, das ursprünglich eine Ernährung auf pflanzlicher Grundlage bezeichnet, zuzüglich von Produkten, die vom lebenden Tier stammen, wie etwa Eier, Milch und Honig:

Die Wörter „Vegetarismus“ und „Vegetarier“ sind seit Ende des 19. Jahrhunderts bezeugte, heute allgemein gebräuchliche gekürzte Formen der zuvor üblichen Bezeichnungen „Vegetarianismus“ und „Vegetarianer“.[2] Letztere sind Übersetzungen der englischen Wörter vegetarianism und vegetarian. Das englische Wort vegetarian ist eine moderne Kunstbildung aus vegetable („pflanzlich“, „Gemüse“)[3] und -arian („eine Überzeugung haben“).[4] Ausgangspunkt ist das lateinische vegetare („körperlich und geistig beleben“),[5] welches sich wiederum auf vegetus („belebt, rüstig“) und vegere („munter sein“, „leben“, „lebensfroh sein“) bezieht.[6][7]

Die Wortbildung vegetarian wird vom Oxford English Dictionary auf „Mitte 19. Jahrhundert“ datiert.[4] Allgemein gebräuchlich wurde vegetarian erst durch die Gründung der englischen Vegetarian Society im Jahr 1847. Hiermit beschrieben die Gründungsmitglieder der Gesellschaft Individuen, die weder Fleisch noch Geflügel oder Fisch essen.[8] Bis dahin war meist von einer pflanzlichen Diät (vegetable regimen, vegetable system of diet) die Rede. Seltener sprach man von einer „pythagoreischen Diät“, da die Anhänger des antiken griechischen Philosophen Pythagoras Vegetarier waren

https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus#Begriff_und_Begriffsgeschichte

So ist das, und nachdem wir uns nochmal vergewissert haben, dass es die „vegetarische“ Splittergruppe der „Jäganer“ noch nicht aus der FAZ heraus in die Online-Enzyklopädie geschafft hat, folgen wir Danischs Link zu Artikel und Video zu dem angeblichen mykotischen „Veganerkiller“. Dort lesen wir, hier demütig übersetzt durch den Erzähler, folgendes:

Tödlicher gehirnschrumpfender Pilz im Norden von Queensland entdeckt

Der zweittödlichste Pilz der Welt wurde das erste mal in Cairns nachgewiesen, was Experten zu einer furchterregenden Warnung vernlasste.

Der zweittödlichste Pilz der Welt, der das Gehirn eines Menschen schrumpfen lassen kann, wenn er gegessen wird, wurde im äußersten Norden von Queensland nachgewiesen.

Der giftige Feuerkorallenpilz wird normalerweise in den Bergen von Japan und Korea gefunden, aber Pilzfotograf Ray Palmer stolperte kürzlich in Cairns über die Spezies.

Matt Barrett, ein Mycologe an der James Cook University, bestätigte die Identität des Pilzes und warnte davor, ihn zu berühren oder zu essen.

„Von den etwa hundert Giftpilzen, die den Forschern bekannt sind, ist dies der Einzige, bei dem die Toxine durch die Haut absorbiert werden können,“ sagte Dr. Barrett.

Den Feuerkorallenpilz nur zu berühren kann Rötung und Schwellung der Haut verursachen, sagte Dr. Barrett, aber ihn zu essen könnte sich als fatal erweisen.

„Wenn gegessen, verursacht er ein grauenerregendes Spektrum von Symptomen: zu Beginn Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Fieber und Benommenheit, gefolgt von Hautablösung an Gesicht, Händen und Füßen sowie Schrumpfen des Gehirns, was wiederum eine veränderte Wahrnehmung, Bewegungsstörungen und Sprechbehinderungen verursacht,“ sagte er.

In Japan und Korea sind mehrere Menschen gestorben, nachdem sie den Pilz mit einem Speisepilz verwechselt und mit ihm einen medizinischen Tee gekocht hatten.

Dr. Barret sagte, dass der Pilz auf Baumwurzeln wächst und wahrscheinlich natürlich in Cairns vorkommt. Es gab auch bestätigte Vorkommen des Pilzes in Papua Neuquinea und Indonesien, sagte er.

Dieser Fund erweitert das Verbreitungsgebiet des Pilzes deutlich, und es könnte im tropischen Australien sogar noch ausgedehnter sein, “ sagte er.

***

Wir fassen also zusammen: Pilze sind nicht nur mitnichten „Vegan“ im „Sinne“ des „Wortes“ „Vegan“, die besagte Giftmorchel ist zudem nie Bestandteil einer regulären menschlichen Ernährung gewesen, von den üblichen Verwechslungen mal abgesehen, da einfach zu giftig. Danisch suggerierte aber mit seiner Notiz, dass es einen Speisepilz gäbe, der eine Prionenkrankheit wie den „Rinderwahn“ auslösen oder zumindest eine ähnliche Symptomatik hervorrufen könne, sozusagen ein „Silent Killer“, der jetzt aufgeflogen wäre. Dabei besteht die einzige Gemeinsamkeit darin, dass das Gehirn angeriffen wird. Ja, wer den von Danisch verlinkten Artikel nicht gelesen hat, könnte sich tatsächlich mit dieser Fehlinformation weiter durchs Weltnetz klicken und diese weiterverbreiten: „Haha, die Veganer ham immer gesagt, wer Fleisch frisst, kriegt Rinderwahn, und jetzt fangen sie sich sowas selber mit ihren Pilzen ein! Hohoho!“ Lostige Pointe, dabei taugt Danischs Notiz noch nicht mal als Witz, da die Prämissen hierfür nicht gegeben sind, eine Pilzvergiftung ist nunmal keine Prionenkrankheit und der Feuerkorallenpilz kein Nahrungsmittel. Da beruhigt es den Erzähler schon, dass er dem, im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten, demütig entgegensteuern und seiner elitären Leserschaft gleichzeitig etwas über Veganismus, Taxonomie, Pilze im allgemeinen und den Feuerkorallenpilz im Besonderen nahebringen konnte. Er ist nämlich bei aller Demut der Ansicht, dass die Rede vom „unnützen Wissen“ in der Regel nur von der Ignoranz desjenigen kündet, der sie schwingt.

Und natürlich ist auch ein Danisch als vorgebliches Sprachrohr der reinen und wahrhaftigen Wissenschaft keinesfalls über jeden Zweifel erhaben, so stellt er schon mal so unsinnige Behauptungen auf, wie dass die „Technikfeindlichkeit“ der Grünen von deren kommunistischen Wurzeln herrühre! Nun, abgesehen davon, dass die Grünen durchaus auch aus rechtsdrehenden Wurzeln hervorsprossen, kann man Technikfeindlichkeit zwar den Maoisten und Roten Khmer attestieren, aber mitnichten dem Sowjetkommunismus! Danisch ist einfach als Codeknecht eben auch so eine Art fachidiotisches Schmalhirn, was immer wieder zum Ausdruck kommt, wenn er irgendwie kurzatmig durchs Tagesgeschehen hechelt. Will heißen: Durchaus intelligent und gebildet, aber nur in einem schmalen Bereich wirklich kompetent, was ihm aber meist nicht bewußt ist und dazu führt, dass er ab- und an mal zu Dunning-Krugers kecker Beute wird. Aber gut, davon ist auch der Demütigste nie ganz gefeit und das ist vom Erzähler durchaus selbstkritisch gemeint.

Davon abgesehen ist der Erzähler natürlich auf Danischs Seite im Kampf gegen das ekle Mycel aus zeitgeistigem Irrationalismus und Sektierertum, dass sich mit seinen klebrigen, filzigen, zersetzenden Fäden in jeden Lebensbereich hineintastet und schrumpfen lässt, was an Resthirn noch vorhanden ist. Allerdings ist Danischs Klage, von wegen früher habe man sich an den Universitäten nur der reinen, rational basierten Wissenschaft verpflichtet gefühlt und dementsprechend geforscht bis dann das pöse Geisteswissenschaftlertum im Zuge der „68er“ alles unter sich begraben und erstickt habe, auch eine Simplifizierung; in der FAZ vom Mittwoch, dem zweiten Oktober des laufenden Jahres weist ein Armin Nassehi im Ressort „Bildungswelten“ unter „Zwischen Schattendasein und Achtungsapell“ im Zusammenhang mit der Frage, wie an Universitäten jetzt die Bereiche „Forschung“ und Lehre“ gewichtet werden sollten, darauf hin, dass an den Unversitäten schon lange „Wertewissenschaft“ vermittelt würde, die „68er“ im Grunde nur an eine alte Tradition anknüpften:

Die Spaltung zwischen Wissenschaft und Bildung ist der Universität eingeschrieben – freilich nicht seit ihren Anfängen. Die klassische Europäische Universität der alten Welt hat kein Wissen erzeugt, sondern es vorgefunden – in Texten, in der Überlieferung, in der Schöpfung. Sie war neben dem Reich und der Kirche die dritte Universalmacht und konnte die Tradition und das Wissen gewissermaßen ortsunabhängig überall verbreiten und eine Trägergruppe formen, die zwischen den Universalmächten changieren konnte. Bis in die Preußischen Universitätsformen des 19. Jahrhunderts war deshalb die „Persönlichkeitsbildung“ die vornehmste Aufgabe der Universität, wie überhaupt Bildung als dasjenige Vehikel galt, das den Menschen erst humanisierte – eine Tradition, die sich in die bürgerlich-antibürgerliche Kritik der Achtundsechziger fortpflanzte, als man aus der gesamten Gesellschaft eine Universität machen wollte, wie Rudi Dutschke einmal im Gespräch mit Hans Magnus Enzensberger formulierte. Von Wissenschaft und Forschung war da nicht die Rede.

Das aber nur am Rande, zum Nachdenken und so. Wie auch der Wortlaut einer Inschrift an der altehrwürdigen Universität von Toulouse, die an die Albigenserkriege gemahnt und folgendermaßen lautet:

MIT FEUER, SCHWERT UND DURCH DIE GELEHRTEN WERDEN QUERKÖPFE AUSGEROTTET

Vergl.: Lothar Baier, „Die große Ketzerei, Ausrottung der Katharer durch Kirche und Wissenschaft“

2 Gedanken zu “Unwissenschaftliche Ansichten eines Informatikers

  1. altrghtcrsdr

    Es ist unfassbar.

    In einer Mußestunde nahm ich mir mal heute den DANISCH-Blog vor. Das erste Mal, dass ich überhaupt diesen Blog mir näher anschaute, habe dafür tatsächlich die URL reingezimmert, in den letzten Jahren kam mir Danisch nur aus Sekundärquellen daher und wenn er früher auch bei seinen Leisten blieb und ganz profunde Artikel zur IT schrieb, so wird er ja meddlerwahle in den Reigen der ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN eingereiht, muss er eingereiht werden, die nichts können, außer semireflektierend irgendeinen TRASH oder DESINFO RELINKEN und einen schwachbrüstigen Halbsatz hinterherschieben, is‘ genauso eine Seuche wie der KlIMAH-Quatsch, aber mich fragt ja keiner und dazu später mehr…

    Ich empfehle NIEMANDEM sich die TELEGRAM-APP anzutun, es ist TWITTER PERVERS^3

    Jedenfalls habe ich mir auch bei dieser Gelegenheit Gedanken zu seinem ELOBARAT in Sachen KILLER-PILZ gemacht und muss unumwunden zugeben zu ähnlichen Schlüssen gelangt zu sein wie der DEMÜTIGE ERZÄHLER. Soviel zum Thema PARALLELISM…

    DANISH war früher richtig gut, wenn er über das lachhafte Ki*iDingensBummens der VdL vortrefflich vortrug, oder auch seine Gedanken zur Kryptographie waren lesenswert, doch heute reicht sein Horizont nur noch so weit, wie ein LOBO-tomierter herumnölen und schwadronieren kann.

    Kurzum: Er ist zum SIDEKICK dieses unsäglichen HETZERS in NADELSTREIFEN mit IRO verkommen.

    Und das ist auch der Kern meiner Kritik, dass durch solches billiges Wiederkäuen erst der ursprüngliche Unsinn Wert erhält. Einfacher wäre es, den baren Unfug einfach rechts, ähhh, links liegen zu lassen und wenn überhaupt, dann ihn nur in grotesker Überzeichnung der Lächerlichkeit preiszugeben.

    Stattdessen beschleicht einem nach dem Lesen solcher „Artikel“, oder sollte ich sagen: solchem Kontergerülpse, ein Gefühl, „HOPELESS HOUSEWIFE“-like, IYKWIM.

    SO jammern „ZUKURZGEKOMMENE“, ewig Missverstandene und Übergangene, aber wer auch in jahrelanger Arbeit mittlerweile fast 800, in Worten: ACHTHUNDERT, Seiten einer persönlichen Abrechnung wegen einer nicht gewürdigten Promotion zustande bringt, sollte sich dann doch mal wirklich fragen, ob die Energie nicht hätte besser umgewandelt werden können.

    (zur Info: Meine GELIEBTE UND ÄUSZERST GESTRENGE MATHE- und PHYSIKLEHRERIN hat immer großen Wert darauf gelegt, dass wir nicht von „Energie verbrauchen“ reden mögen, sondern, wenn überhaupt, von „Energie umwandeln“, was ja auch Sinn MACHT/ERGIBT. Die Anknüpfung zur biologischen Energieumwandlung, die ja einen Gegensatz zur physikalischen darstellt, war das Beispiel eines Schülers^^, der in den Ferien sich etwas Geld dazuverdienen will und…

    einen Farbeimer hält, weil er bei Malerarbeiten hilft. Ihre Frage war, ob auch hier Energie umgewandelt würde, obwohl er ja nur den Farbeimer hält.
    Werd‘ ich nie vergessen)

    Wo waren wir stehengeblieben, ach ja, also, warum nutzt er nicht seine Fachkenntnisse und referiert über CLOUD oder das unsägliche GESCHWÄTZ bzgl. KI?

    Fast 800 Seiten ZETER und MORDIO über das ach so kriminelle und mafiöse Geflecht an den UNIS aber, MG, dafür braucht es keinen Informatiker, dessen Wissen heute umso wichtiger ist als zuvor, wo doch alles nur von 5G schwadroniert, ohne nur den blassen Schimmer zu haben…

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    1. B-Mashina

      Wo waren wir stehengeblieben, ach ja, also, warum nutzt er nicht seine Fachkenntnisse und referiert über CLOUD oder das unsägliche GESCHWÄTZ bzgl. KI?
      Fast 800 Seiten ZETER und MORDIO über das ach so kriminelle und mafiöse Geflecht an den UNIS aber, MG, dafür braucht es keinen Informatiker, dessen Wissen heute umso wichtiger ist als zuvor, wo doch alles nur von 5G schwadroniert, ohne nur den blassen Schimmer zu haben…

      Das trifft es gut, aber dieses Geheule zieht sich, um bei den Pilzen zu bleiben, wie Mehltau über die gesamte „dissidente“ Szene, die überdies ein ausgesprochen beklagenswertes und in weiten Teilen extrem trotteliges Bild abgibt. Wollte darüber schon länger eine ausführliche Zustandsbeschreibung liefern, aber Mann kommt ja zu nichts. Mein Fazit ist dahingehend, dass man die ganze „Apo“ grad vergessen kann, dass das alles zu nix führt, da die transformatorischen Prozesse einfach zu umfassend und tiefgehend sind. Wie jemand mal im „Gelben Forum“ in einem Faden über die „Kölner Silvesternacht“ konstatierte: Egal was man tue, es helfe nur auf die eine oder andere Weise beim Aufbau der „NWO“! Dazu ist mir dann wieder H.G. Wells „Krieg der Welten“ eingefallen (wobei ich die Spielberg-Adaption richtig gut finde) wo auch gegen die Marsianer kein Kraut gewachsen ist, sich aber alles letztlich auf unerwartete Weise von alleine erledigt, da das Immunsystem der Aliens den irdischen Keimen nicht gewachsen ist. Will heißen: die entfesselten Kräfte könnten sich auf Dauer auch der Steuerung durch die Entfessler entziehen, deren Kalkül IN THE LONG RUN keinesfalls aufgehen muss, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, der Planet hat schließlich schon viel kommen und gehen sehen, weshalb sich der Erzähler ja auch eher als grimmigen Chronisten denn als Aktivisten betrachtet, der z.B. unbedingt die weiße Rasse retten möchte, weil die von Gott den Auftrag aufgebürstet bekommen hat, den Funken der Zivilisation in die Tiefen des Alls zu tragen, dahin, wo noch nie ein Möhöööntsch…, ihr kennt das Spiel. Nö, von mir aus kann letztlich der Planet auch ohne ein solches Heilszenario irgendwann von der aufgeblähten Sonne verschlungen werden, alles mal ein Übergang.

      Auf jeden Fall eine gute Frage, warum der Danisch seine Energie und sein zweifellos gewaltiges Fachwissen nicht gezielt dort investiert, wo es passt, er stattdessen wie ein getretener Köter den Mond anheult und dem LOBO hinterherkläfft, sich angesichts der lostigen Genderlesben selbst zerfleischt! Unis waren auf jeden Fall schon immer ein äußerst sumpfiges Gelände, auch in der guten alten Zeit. Ich lese ihn trotzdem sporadisch ganz gerne, weil er viele Sachen aufspießt, worunter sich auch manches befindet, was einem selbst entgangen ist und er manche Zusammenhänge doch ganz helle erfasst – aber eben Schmalhirn, und fehlgeleitet obendrein.

      Ach ja, zu den überhaupt hoch allegorischen und symbolbeladenen PILZEN hätte ich auch noch was nachzutragen. So hat ja der werte Heiko Maas, noch zu der Zeit, als er als Innenmini alles tat, um die Bevölkerung nicht zu sehr zu verunsichern, verlautbart, dass betreffend der Internetzensur in Sachen Hassrede, Volksverhexung etc. nur die großen Plattformen für die staatlichen Organe von Belang seien, also im wesentlichen Facebook, Twitter, Google mit Youtube. Alles darunter interessiere wenig bis gar nicht, woraus die Betreiber von Nischen-Renegatenblogs schlossen, dass man sich schon recht sicher fühlen könne, da man sozusagen unterm Radar des Feindes fliege. Nur las ich neulich, ebenfalls in der FAZ, von irgendeiner neuen Studie zu der Frage, wie sich „der Hass im Netz verbreitet“. Diese Studie, wenn ich mich recht erinnere aus den USA, kam zu dem Schluss, dass es sich mit „dem Hass“ im Netz wie mit einem Schimmelpilz in einem Brotlaib verhalte. Der Pilz schaffe sich zu seiner Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ein Leitungsgeflecht. Dabei könne es vorkommen, dass die großen Hauptleitungen bei entsprechender Inanspruchnahme verstopft würden, worauf der Transfer durch diese stoppe oder nur mehr verzögert ablaufe, was Existenz und Wachstum des Pilzes gefährde, sich aber dann zunehmend auf kleine, schmale Nebenwege verlagere, von denen dann auch etliche neu entstünden, was die Hauptbahnen entlaste und die Versorgung des Pilzorganismus sicher stelle. Das daraus gewonnene Fazit der Studie war, dass es sich bei der „Hassbekämpfung“ eher lohne, die kleinen Nebenwege (also marginale Blogs, Foren etc.) auszutrocknen , anstatt sich auf die Hauptadern (Facebook et al) zu fokussieren, denn die Nebenwege wären entscheidend für den Bestand und vor allem das weitere Wachstum des Organismus, ob Pilz oder „Hass“.

      Sollte man sich vielleicht im Hinterkopf behalten. Für Danisch wäre es auf jeden Fall ein Thema.

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