„Ich durrrfte keine Nippell lekken…“ – Betrachtungen zum „deutschen Klang der Merkel-Jahre“

Der Mutter, die mich nie geboren, hab‘ ich heute Nacht geschworen: Ich werd‘ ihr eine Krankheit schenken und sie danach im Fluss versenken.

In der FAZ vom Montag, dem 15. Juli des laufenden Jahres, versucht Andreas Maier, Schriftsteller, unter der Headline „Der deutsche Klang der Merkel-Jahre“ bezüglich gewisser Rammsteine die ganz lange rote Linie zu ziehen:

„Vom Airbase-Crash über Grimms Märchenwald zur großen Götterdämmerungs-Gechichtsshow: Wie Rammstein für Deutschland werden konnte, was Walt-Disney für Amerika ist.“

Um es vorweg zu nehmen: Die rote Linie führt auf durchaus perfide Art und Weise direkt in das Rektum eines gewissen gedunsenen Scheusals, wie es einerseits ohnehin zu erwarten war, einen andererseits aber dann doch schockt, wenn die Befürchtungen noch übertroffen werden. Der Ossi-Park-Einstieg ist dabei ja noch ganz lostig und nach dem Geschmack eures Erzählers:

Einmal war ich im tiefen Brandenburg in einem Märchenwald. Dieser Wald war eine Anlage, die aus beweglichen Puppen bestand, sie befand sich in einer großen Halle und sollte ein paar Besucher ziehen. Es war 2001, mitten in der großen Öde nach der Wiedervereinigung. Kieswege, Bächlein, Bäumchen dort im Wald, und wenn man den Parcours durch die Figuren lief (böser Wolf, Zwerge, Rotkäppchen), erweckten sie sich aufgrund von Fotosensoren zum Leben, bückten sich, hoben die Hand oder dergleichen. Als Kind hätte ich einen jähen Schock davongetragen, so unfreiwillig gruselig war dieses Ost-Erlebnis. Die Nasen der Zwerge ähnelten knolligen Geschlechtsteilen, mit denen sie sich rhythmisch auf Schneewittchen zubewegten. Schneewittchen hatte einen staunend zu einer Rundung geformten Mund, und die Teile der Zwerge schienen genau dort hineinzuwollen. Hier hat man die Seele von Rammstein oder zumindest die erste Hälfte: den deutschen Märchenwald.

Harhar. Ja, ziemlich treffend, ging es doch bei Rammstein in einer altertümlichen, an Wilhelm Busch und eben die Brüder Grimm gemahnenden Sprache gerne um allerlei sexuell-morbides, für das der Ossi-Park eine treffende Illustration abgibt. Tatsächlich gibt es auch ein Schneewittchen-Video von Rammstein zu „Sonne“, wobei der Song aber eigentlich vom Boxen handelt, das Frontmann Till Lindemann amateurmäßig betreibt, und nicht, wie der ALTRGHT-Ami Greg Johnson auf Counter-Currents spekuliert, von einem „Nuklearen Holocaust“ oder ähnlichem. Wie so oft bei Rammstein ist es nämlich so, dass sich hinter der ganzen theatralischen Wucht des Arrangements ziemlich platte Botschaften verbergen, wie z.B. „Pussy“, wo es einfach nur um Sextourismus geht. Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie den Titel „Mutter“, der uns gleich noch etwas näher beschäftigen wird, aber verfolgen wir erst weiter den Gast-FAZke beim Steineklauben. Dieser führt im weiteren Verlauf aus, dass Rammstein quasi das Äquivalent zu dem morbid-anzüglichen Brandenburger Märchenwald wären und dabei doch in einem tieferen Sinne typisch deutsch, da in ihrer Performance die alte Welt der Sagen und grimmschen Märchen wieder auflebe, etwa in den riesenhaften Gegenständen als Teil der Bühnenshow, z.B. ein mächtiger Kessel, in dem Keyborder Flake von jeher immer wieder aufs neue gegrillt wird, wozu Asssoziationen zu der knabenfressenden Hexe aus „Hänsel und Gretel“ nahe liegen, während ein „gigantomanischer Kinderwagen“ in dem ein gruseliges Riesenkind verbrannt wird, ein Novum darstelle. Und dann die Sprache:

„Willst du bis der Tod euch scheidet, treu ihr sein für alle Tage“? Das müsste man sich mal bei Helene Fischer vorstellen!

In der Tat, schwer vorstellbar das, noch weniger aber das frivole kleine Wortspiel, das Rammstein mit dieser Romantik treiben und das der Autor unterschlägt, obwohl es doch gut in den morbiden Märchenwald mit penisnasigen Zwergen passen würde, denen ein Schneeflittchen das große O macht: „Willst du bis zum Tod der Scheide sie lieben auch in schlechten Tagen?“

Auf jeden Fall wäre, so Maier, hier keine „Partybereitschaft“ am Wirken, es gäbe vielmehr einen tieferen Zusammenhang mit dem Begriff Deutschland,

tiefer als das Sommermärchen 2006 und tausend Jahre tiefer als Helene Fischer.

Und obwohl Rammstein die weltweit erfolgreichste und bekannteste deutsche Band weltweit sei, dominiere sie nicht den Unterhaltungssektor:

Nicht so bekannt wie Chaplin, Hitler und Mickey Mouse, aber das einem diese Trias überhaupt einfällt, sagt schon einiges über den Rahmen, in dem Rammstein sich bewegt. Den deutschen Unterhaltungssektor dominieren sie nicht. Das ginge nicht, dafür sind sie zu einfach, zu subversiv, zu kompliziert und zu direkt. Und zu monolithisch.

Eine monolithische Vereinigung der Gegensätze also, aber

Dennoch ist Rammstein Deutschlands Gegenwart und Kontinuität seit dem letzten stagnierenden Kabinett Kohls, quer durch Schröders Antszeit hindurch, die man allgemein damit verbindet, dass er Leuten zwar keinen Arbeitsplatz aber dafür noch größeren Lebensstumpfsinn verpasst hat (und dafür Kafkas Prozess in der Form der Bundesagentur für Arbeit hat wieder aufleben lassen). Vor allem aber ist Rammstein die Amtszeit Merkel. Die Band, deren Mitglieder allesamt aus dem Osten stammen, fällt in eine Zeit, in der sowohl der Kanzlerposten als auch der des Staatspräsidenten von Menschen besetzt wurden, die ebenfalls aus dem Osten stammen. Nicht wenige haben darin eine Wiedervereinigung der Wiedervereinigung gesehen, eine andere eine Art Fremderoberung mit sozialistisch drohender Hintergrundatmosphäre. Ich würde Rammstein unbedingt dazuzählen, wir hatten Merkel, Gauck und Rammstein.

Im weiteren Verlauf führt Andreas Maier aus, dass Rammstein Deutschland in seiner ganzen unauslotbaren Tiefe, ja Abgründigkeit verkörpere wie sonst keine Band, es ginge da

um deutsche Maschinengewalt, Industrie-Rhythmus, preußische Disziplin und Marschiererei.

Aber

Sollte es verwirren, dass dieses weltweit so erfolgreiche Deutschland-Branding ausgerechnet einer Band gelungen sit, die aus ursprünglich lauter eher punkig orientierten Ost-Leuten besteht? Um es klarer zu sagen: Diesen Untergrundleuten ist es gelungen, für Deutschland etwa so klassisch zu werden wie Walt Disney für die vereingten Staaten. Dahin hat sie ihr Weg aus den kleinen ostdeutschen Clubs der frühen neunziger Jahre geführt.

Die weiteren Ausführungen über Ikonographie und Bühnenperformance der Rammsteine können wir Großteils überspringen, der Verweis Meiers auf den Bandnamen im Zusammenhang mit dem Flugschau-Unglück von 1988, wodurch zum Ausdruck komme, dass die Band von Anfang an auf Schock-Show angelegt gewesen wäre, ist bei unserer Betrachtung allerdings nicht völlig ohne Belang:

Bis heute möchte ich nicht Angehöriger eines Ramstein-Opfers von 1988 sein.

Ja, wer möchte das schon?

Das leider berühmteste Flugschau-Unglück, siebzig Tote, tausend Verletzte. Unabhängig davon, ob mir die Musik Rammsteins gefiele oder nicht, müsste ich mich dennoch immer daran abarbeiten, dass es eine Band gibt, die sich nach dem Todesort und der Todeart meines Angehörigen (oder meiner Angehörigen) benennt. Ursprünglich hieß die Band sogar „Rammstein Flugschau“. Und sie haben von Anfang an mit dem gearbeitet, was wir ikonographisch mit der Katastrophe von Ramstein verbinden: mit Feuer.

Ja, und weil sie nicht gestorben sind, zündeln sie noch heute und das erst recht, seit sie richtig groß und stadientauglich geworden sind, was ihnen nun ganz neue gigantomanisch-abgründige Dimensionen gestatte, Meier lässt die Nürnberger Reichsparteitage und Leni Riefenstahl grüßen:

Rammstein ist jetzt also so berühmt und groß geworden, dass sie erstmals eine Stadiontournee machen, und erstmals können sie an freier Luft und in großem Maßstab zündeln und richtige Fritz-Lang-Albert-Speer-Nürnberg-Reichsparteitag-Achitektur bauen, und die elektrische Lichtshow kann nun zum ersten Mal freigelassen als Luftabwehrlichtfinger in den deutschen Himmel über Berlin, Rostock, Frankfurt und andere ehemalige Frontstädte ragen. Aus dem Rammstein-Airbase-Crash ist, ikonographisch, nun der viel größere Crash geworden, die große deutsche Götterdämmerungs-Geschichtsshow.

Da fehlt wirklich nur noch EINER, und so lässt Maier kurz vor Schluss auch IHN, den ewig Untoten, aus der Gruft steigen:

Das Ramm-Kreuz am oberen Ende der Triumpharchitktur ist so positioniert, als würde Hitler wieder zum Totengedenken von der Gästetribüne aus zur Bühne laufen, nur der Weg wäre kürzer als bei Riefenstahl im Film. Schon das Konzertplakat erinnert an den damaligen nächtlichen Lichtdom in Nürnberg. Den Lichtdom machen sie auch hier, und je dunkler die Nacht wird, desto geschichtsträchtiger erscheint die Lichtshow in den Farben Schwarz, Weiß, Rot. Aber natürlich nur kurz. Dazwischen wird immer wieder ein pazifistisches Blau eingestreut.

Und wie es der letzte Satz schon andeutet, geschieht das alles natürlich nur im Sinne einer flammend- explosiv-tiefgründigen, dabei quasi-magischen Volkspädagogik, und so verschmelzen Rammstein letztlich mit Merkel wie zwei Seiten einer Medallie und PLOPP! ist alles im ARSCH:

Ja, das haut uns Rammstein um die Ohren. Versplatterter Märchenwald auf Parteitagsgelände, Deutschland-Disney über alles und allen. Bei Helene Fischer gibt es Sex und Liebe, Sauberkeit und Sport, hier dagegen Deutschlands tiefstes Wesen und Deutschlands tiefste Bilder. Nur eben als Pop und Show. Uneigentlich. Als uneigentlich haben viele auch immer die Politik Merkels gesehen. Dennoch hat sich das Land kollektiv für eine ganze Epoche unter ihren schützenden Muttermantel begeben. Die Jungs aus dem Osten bieten uns etwas sehr Ähnliches an. Jetzt lassen sie ihr Fan-Volk sogar Deutschland schreien. Und zum ersten Mal klingt es weder nach 1933 noch nach 2006. Nicht zuletzt darin sind Merkel und Rammstein einander verwandt: Beide arbeiten sich pädagogisch an diesem Land ab. Beide erklären nicht, warum sie tun, was sie tun. Gut so, nur so kann es funktionieren. Das haben beide begriffen.

Der Erzähler hat den Artikel jetzt mehrfach in aller Demut gelesen und konnte beim besten Willen nichts finden, was diesen Eindruck extrem arschkriechenden Schranzentums mildern könnte. Irgendwelche sich aus dem Zusammenhang ergebende subtil-kritische oder satirische Untertöne? Fehlanzeige! Es ist offensichtlich so anbiedernd und kriecherisch gemeint, wie es dasteht. Mindestens bis zu den Schultern steckt Maier im Auspuff der Gedunsenen, was aber nicht heißen soll, dass er kein Futter für den Assoziationsblaster eures demütigen Erzählers liefert! Im Gegenteil, er bietet mindestens genauso viel wie ein kompletter Ossi-Märchenpark voll penisnasiger Zwerge! Allein das Motiv des „schützende Muttermantels“ von Merkel, unter den sich das Land kollektiv für eine ganze Epoche begeben habe, erinnert an den französischen Schriftsteller Restif de La Bretonne (1734-1806), der sein „Die Nächte von Paris“ folgendermaßen einleitet:

Ich habe mich in eine Eule verwandelt. Weder Kälte noch Schnee oder Regen können mich aufhalten. Mein Reich nimmt seinen Anfang, wenn die Sonne sinkt, und es vergeht in der Morgendämmerung … Ich streife umher in dieser riesigen Hauptstadt und sehe, was noch niemand außer mir erblickt hat.

Und was er nicht alles sieht! Unter anderem, wie in der Rue Saintonge eine bettelarme Mutter ihr Kind an eine reiche Bürgersfrau verkaufte, welche die Syphilis hatte. Die Bürgersfrau nahm das Baby mit unter ihr Nachthemd, um es anzustecken und dann, nachdem es erkrankte, auf dem Müll zu entsorgen!

Genau dies war die die allererste Assoziation des Erzählers zu dem Geschwafel vom „schützenden Muttermantel“ dieser körperlich wie seelisch vor aller Augen verrottenden Person! Und diese ist nicht nur angesichts der Perversion, ein solch kinderloses Scheusal andauernd mit dem Bild einer fürsorglichen Mutter zu verknüpfen, naheliegend. Nein, zu den ganzen Plagen, die unter Merkels Mantel losgelassen wurden, gehört auch die Wiederkehr der Seuchen, unter anderem die der Syphilis. Jeder meiner Elite-Leser und heimlichen Fans könnte mir jetzt zigfache Beispiele für Scheußlichkeiten nennen, die eine direkte Folge des Wirkens von Merkel, oder, treffender, der Politik, für die sie steht, darstellen, weshalb ich auf entsprechende Auflistungen verzichte. Nur: Im Gegensatz zu brandenburgischen Märchenparks und dem Kasperltheater von Rammstein ist die tiefschwarze Merkelpädagogik keine Show, zumindest keine reine, und das Grauen, das ihr folgt, ein ohnehin überaus reales, was die Aussage, dass Rammstein wie Merkel sich ohne zu erklären pädagogisch an dem Land abarbeiteten, zu einer überaus sinisteren macht, ohne dass dies vom „Und-das-ist-auch-gut-so-Maier“ intendiert gewesen wäre, dem höchstwahrscheinlich nicht klar ist, wie er sich und die herrschende Machtstruktur mit seinem Schranzentum demaskiert hat! Hier im Doppelverdienerhaushalt wurde die Vermutung geäußert, er habe vielleicht doch eine verklausulierte Botschaft senden wollen, indes der Erzähler keinen Anlass sieht, über dergleichen zu spekulieren.

Allerdings gibt es noch eine assoziative Verbindung von Merkel und Rammstein. Das Lager der Kritiker Merkels und der herrschenden Machtstruktur ist ja ein durchaus gespaltenes. Hinsichtlich der Person Merkel und der Politik, für die sie steht, sehen in ihr manche ja eine austauschbare Handpuppe von Hintergrundmächten, während andere sie zu einer Art dunkler Göttin und böser Königin erhöhen, gar zu einer Inkarnation der bösen Mächte schlechthin, die „Blutraute“, die Deutschland aus ureigenem Antrieb heraus ins Feuer werfen möchte. Das letzteres aus den „alternativen“ Medien heraus kräftigst befeuert wird, wundert nicht und baut auf dem Umstand auf, dass Menschen zu gerne auf reale Schurken, sichtbar und, scheinbar, sogar greifbar, anspringen. Auf Figuren, die man für all das Unbill verantwortlich zeichnen und, zumindest in der Phantasie, zur Rechenschaft ziehen kann, wie es täglich x-fach bei PI-News und Konsorten durchgehechelt wird und wie es mit der vorgeblich kinderfressenden Kannibalin und Hexe Hillary jenseits des Teiches vorexerziert wurde. Und hier sind wir beim eingangs erwähnten Rammstein-Song „Mutter“. Dieser ist nach Auffassung eures demütigen Erzählers nicht nur der beste Titel von Rammstein, er lässt sich auch 1:1 auf das oben genannte Bedürfnis des Plebs nach einem als verantwortlich zu zeichnenden Schurken übertragen, zudem lässt sich ein Bezug zum der Merkel zugeschriebenen „Mutter-Motiv“ in dessen wahrhaft tiefster und dunkelster Bedeutung herstellen.

In „Mutter“ beklagt ein menschlicher Klon seine eigene, qualvolle Existenz wie die seiner Leidensgenossen:

Die Tränen greiser Kinderschar
ich zieh sie auf ein weisses Haar
werf in die Luft die nasse Kette
und wünsch mir, dass ich eine Mutter hätte

Und weiter:

Keine Sonne die mir scheint
keine Brust hat Milch geweint
in meiner Kehle steckt ein Schlauch
Hab keinen Nabel auf dem Bauch

Mutter

Ich durfte keine Nippel lecken
und keine Falte zum Verstecken
niemand gab mir einen Namen
gezeugt in Hast und ohne Samen


Wer aber nun meint, das bedauernswerte Wesen trauere einfach wegen des Umstands, nie Geborgenheit, menschliche Wärme und eine Kindheit genossen zu haben, die diesen Namen verdient, ist schief gewickelt. Die Pein ist eine noch viel tiefere:

Der Mutter die mich nie geboren
hab ich heute Nacht geschworen
ich werd ihr eine Krankheit schenken
und sie danach im Fluss versenken

Mutter

In ihren Lungen wohnt ein Aal
auf meiner Stirn ein Muttermal
entferne es mit Messers Kuss
auch wenn ich daran sterben muss

Mutter

In ihren Lungen wohnt ein Aal
auf meiner Stirn ein Muttermal
entferne es mit Messers Kuss
auch wenn ich verbluten muss

Mutter
oh gib mir Kraft

Das größte Elend für den zu einer qualvollen Existenz verdammten Klon ist es also, noch nicht einmal eine Mutter zu haben, die er für seine Geburt zu Verantwortung ziehen könnte, ja, noch nicht einmal von einer Mutter geboren worden zu sein! Man bedenke auch: Im ach so friedfertigen, von vielen Westlern als angenehme Wellness-Religion „praktizierten“ Buddhismus besteht die Welt aus Leiden, Frauen als Gebärerinnen wurden dort traditionell als ursächlich für dieses Leid verantwortlich gemacht und mitunter auch entsprechend behandelt und wenn es das gedunsene Scheusal in seiner Mutterrolle nicht schon gäbe, so hätte man es glatt erfinden müssen, „das wissen alle Beteiligten“ (Joschka Fischer).

15 Gedanken zu “„Ich durrrfte keine Nippell lekken…“ – Betrachtungen zum „deutschen Klang der Merkel-Jahre“

    1. B-Mashina

      Wutt?!

      Ein Küsschen gegen Homophobie sollte dich wieder aufmuntern, Schnuckel:

      „Bereits bei ihrem Konzert in Polen schwenkten die „Rammstein-Boys“ eine Regenbogenfahne als Zeichen der Solidarität für die LGBTQ-Bewegung. Umso höher waren die Erwartungen für das Konzert in Moskau, das vergangenen Montag stattfand. Und diese wurden mehr als erfüllt. Mit einem Kuss.“

      https://futter.kleinezeitung.at/moskau-rammstein-mitglieder-kuessen-gegen-homophobie/

      XOXO ❤

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  1. altrghtcrsdr

    Der Verfasser nahm nicht Bezug auf das Schriftwerk des „demütigen Erzählers“.
    Es geht um den Erklärbären der hochpreisigen Qualitätspresse, der sich wieder mal versucht, und versucht und versucht…Dass die Tuntentruppe jenseits von Gut und Böse ist, geschenkt und später mehr….

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    1. B-Mashina

      Ach, ich dachte schon. Hätte das gemein gefunden, denn der Text kam im Grunde beim Plausch über der FAZ am Küchentisch im demütigen Doppelverdienerhaushalt des Erzählers zu Stande und ich find ihn jetzt selbst so assoziationsblastermäßig bei aller Demut nicht sooo schlecht.

      Von diesem Maier steht hier noch irgendwo so ein Bändchen, „Klausen“, im Regal. Weiß gar nicht, ob ich das nicht schon mal gelesen habe oder nicht, und bin vor lauter diesesundjenes noch nicht zum Überprüfen gekommen. Jaja, so fängts an…^^

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  2. B-Mashina

    Aus GMX:

    „In Deutschland gab es großes Lob für die Aktion von Rammstein, in Russland jedoch wird ihr LGBTQ-Statement harsch kritisiert: Bei ihrem Konzert in Moskau hatten sich die Gitarristen der Band Richard Kruspe und Paul Landers auf den Mund geküsst, in Sankt Petersburg umarmten sie sich innig.

    Rammstein: Kuss stößt auf Kritik

    Dem russischen Politiker Witali Milonow stößt das Verhalten der deutschen Band sauer auf: In einem Interview mit dem Radiosender „NSN“ hatte er nur Kritik für Rammstein übrig. „Wenn sie es für möglich halten, sich derartig aufzuführen, dann sollten wir es auch für möglich halten, uns von solchem Müll fernzuhalten“, sagte der Duma-Abgeordnete.“

    Latürnich gibt es keinerlei Zweifel, wie Rammstein bollidisch-zeitgeistig einzuordnen sind. Der Kruspe meinte z.B. neulich in einem Presseinterview, dass 80 Prozent der Deutschen doch „noch klar im Kopf“ seien und mit einer politischen Führung aus Leuten wie dem Grünen Habeck könne man auch wieder Vertrauen in die Zukunft fassen oder so.

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  3. altrghtcrsdr

    In meiner wilden Adoleszenz, die Zeit, als die Drüsensekrete breit gestreut und ausgetauscht wurden, war RS mal ein Geheimtrip. Nachdem es erste „Kommerzialisierungstendenzen“ gab, hat in guter Freund von heute auf morgen den Tunten die Anhängerschaft verweigert und der hat es wirklich durchgezogen und sie auf die Blacklist gesetzt. Damnatio memoriae, Was für ein KNR…

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    1. altrghtcrsdr

      Die blöde Drecksau (w) hat mir ja meine Müsik gestohlen.Und in meinem midlife gecrisedeten Hirn krieg ich die Titel nicht mehr auf die Platte. So eine shize, früher konnte ich „die Glocke“ einwandfrei rezitieren, heute sitze ich hier auf meinem Rollator rücklings und schau den Tauben beim Fressen von Zigarettenkippen zu (just kiddin‘) und bin froh, wenn ich ohne Hilfe von blau-silber es in das Betreute Wohnen schaff‘ (kiddin)

      Terror im KZ Neuengamme:

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      1. SchneeHase

        Das „märchenhafte“ bei Rammstein ist gar keine so schlechte Assoziation, die Texte erschließen sich nicht sofort, die Interpretation hängt wohl mit der eigenen Sozialisation zusammen. So kann jeder seinen eigenen dunklen Wald mit entsprechenden Angsträumen und Sonnenschneisen darin finden. Märchen bleiben manchmal auch dann im Hirn haften, wenn man mit der „Moral der Geschicht“ nicht ganz einverstanden ist.

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        1. Also ich finde schon, dass sich die meisten Rammstein-Texte recht eindeutig erschließen, aber das Gesamtarrangement was für jeden bietet: vielen Rechten soll es wegen der martialischen Opulenz gefallen wobei sich manche auch die Dinge so auslegen, wie es ihnen in den Kram passt. Bei „PIPI-News“ interpretieren sie des öfteren „Mein Land“ als Kampfansage in ihrem Sinne („Ghoiles Lied!“) und checken nicht mal, dass darin ihr „Patriotismus“ offen verhöhnt wird!

          Im Schwertasblog gab es mal einen Artikel, wo auf die Beliebtheit von Rammstein unter Rechten Bezug genommen und gefragt wurde, ob denn noch niemand aufgefallen sei, dass Rammstein fast ausschließlich von Schweinkram und Perversionen sängen und dann noch der Name des Frontmanns LINDEMANN, da müssten einem ja sämtliche (((Lichter))) aufgehen! Und, oy vey, tatsächlich auf „der Liste“:^^

          http://www.avotaynu.com/books/MenkNames.htm

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    2. Also ich hatte als post-adoleszenter „Junger Volljähriger“ noch CDs von denen: „Herzeleid“, „Sehnsucht“ und eben „Mutter“, war aber immer auch ein bisschen so was wie „peinliche Lieblingsstücke“…^^

      Aber „Geheimtip“? Wenn ich mich richtig erinnere war „Herzeleid“ das erste Album und mit dem wurden die schnell ziemlich bekannt und „angesagt“. Egal, mir sind die mittlerweile wirklich insgesamt zu albern und überhaupt langweilig, wobei ich ein paar Sachen noch ganz nett finde. Dazu noch die bollidische Ausrichtung mit wellenreiterischen Gesten, naja.

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      1. Zusammenfassend kann ich sagen, dass Rammstein eine Band ist, die mich eine Zeitlang begleitet hat, und deshalb schreibe ich auch ganz gern darüber, wenn die FAZ und preisgekrönte Literaten den großen Bogen in Merkels Rektum schlagen. Ich hab halt einen gewissen Impetus zum Schreiben und Tastenquälen ganz allgemein, mir geht´s weniger darum die Welt über „40“ unsichtbare aufklären zu wollen, wenngleich mich latürnich die Tagesbollidick schon einigermaßen umtreibt.

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  4. altrghtcrsdr

    Aber „Geheimtip“? Wenn ich mich richtig erinnere war „Herzeleid“ das erste Album und mit dem wurden die schnell ziemlich bekannt und „angesagt“.

    Nein, die liefen zuerst in den „richtigen“ Clubs und wenn Mann mal eine Scheibe erhaschen konnte, stand da, hoch strafbewehrt, drauf: „Nicht zum Weiterverkauf“, oder so. Anfang-Mitte der Neunziger

    Von mir aus können sich die Schwuchteln gegenseitig den Anus versilbern, wer keine Scham hat, so aufgeschwemmt vor ein Publikum zu treten, ist eh Crap, Abschaum. Interessant, dass dessen ehemalige Zofe, die quaderschälige Thomalla, noch 2015 ziemlich flutlingskritisch war.
    Wie es heute aussieht, muss ich keinem erzählen..Wer freiwillig auf die Atom-Repräsentantin der Uckermarck solches Lobsprech absondert, kann nur gekauft oder irre sein.

    //s.imgur.com/min/embed.js

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  5. B-Mashina

    Immer noch einen druff, naja, man weiß schon, was mit solch albern-affigem Gebaren geködert werden soll::

    „Rammstein: Till Lindemann angelt nackt in Finnland

    Wenn Angler anfüttern, wollen sie einen mehr oder weniger dicken Fang zum Haken locken. Rammstein-Sänger Till Lindemann (56) hat für seine Angel-Partie eine sehr eigene Variante entwickelt: er angelt nackt.

    Der Frontmann von Deutschlands erfolgreichstem Musikexport setzte sich vor dem Auftritt der Berliner Band im finnischen Tampere komplett unbekleidet auf den Steg an einem malerischen See, wie ein am Samstag auf seinem Instagram-Account gepostetes Video zeigt. Während Lindemann an der Angelkurbel dreht, lässt er in aller Ruhe die Füße im See baumeln. Das Video zeigt nicht, ob der Sänger mit seiner Methode Erfolg hatte.“

    (MSN)

    Auf Solo-Pfaden war wenigstens beim Fischzug noch „CFNM“ mit zwar ziemlich mageren, aber ausgesprochen hübschen Mädels angesagt:

    „It smells like fish, I take a sniff
    The bait is fresh, my rod is stiff
    The hook is big, made from steel
    I put some grease upon my reel

    Some are bigger, some are small
    I don’t care, I catch them all

    Water, water in the sea
    Bring your creatures up to me
    I pull them up, release my spouse
    Fish on
    Water, water soaky cloud
    Help me get your creatures out
    Let them come release my spouse
    Fish on“

    Na, Kenner entschlüsseln die platte Botschaft sofort. Latürnich geht es hier um diese „Gamer“-Aufreißer in der MGTOW-Bewegung. Lindemanns Nacktangel-Pose sollte wahrscheinlich auch eine neckisch-selbstironische Anspielung auf dieses Video darstellen.

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    1. B-Mashina

      …und jetzt gibt’s Zoff mit PETA, weil er zu dem Song von der Bühne gehackten Fisch ins Publikum schmeißt – suuper unkonventionell und skandalöös! Weil das und Nacktangeln aber nicht reicht, hat er jetzt ein skandalös-pornöses Video gemacht, wo ers mit 40 russischen Prostituierten und angeblich freiwilligen „Amateuren“ treibt, und zwar, wie es heißt, echt und nicht als Computersimulation wie weiland bei „Pussy“…

      Jaaa, allbern. Hab mir den pornokratischen Auftritt nicht reingezogen und stimme dem Parabelritter weitgehend zu.

      Überhaupt muss ich was zu meinen Bekenntnissen zur „Pornokratie“ etc. klarstellen: Das bezieht sich natürlich auf die Aussensicht von Rääächts-Klosterschülern wie Unperson und sonstigen Schein- wie Schleimheiligen. Ich selbst sehe die Dinge auf die und zu denen ich stehe, im allgemeinen nicht als schmotzig sondern als natürlich und eben deshalb GEIL an, weshalb ich auch eher weniger zu allzu drastischem oder pornösem Vokabular greife. In realiter bin ich deshalb meist viel weniger vulgär als z.B. die „Unperson“, was allein schon darin zum Ausdruck kommt, dass ich meine Objekte der Begierde und ihre Vozüge nicht mit Worten wie „Lolita-Luder“ oder „Monstertittenweiber“ bedenke sondern eine gewähltere, wenn auch sinnliche Ausdrucksweise bevorzuge.

      Und bezüglich pornöser Videos ist z.B. das hier eines der optisch wie musikalisch abstoßendsten Machwerke, die mir je untergekommen sind und die tatsächlich Vernichtungsphantasien in mir auszulösen vermögen:

      Im übrigen ist den Betreibern der Sexualhölle sehr daran gelegen, Sex und alles Nackte und Körperliche stets als naughty, dirrty whatwever, eben „schmotzig“ erscheinen zu lassen und eben nicht als natürlich und selbstverständlich. Genau so züchtet man Perversionen jeder Art und damit genau das, was man eigentlich zu bekämpfen vorgibt!

      Aber das ist sicher wieder zu hoch für euch, ihr moralpanischen Natziehschweine!

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