Der Barbar und der Globalist – Alain Daniélou über „Harmonische Aggression“

Original von James O‘ Meara in „Counter Currents“, erschienen am 03. August 2016, demütig übersetzt von B-Mashina.

Alain Daniélou
Sacred Music: Its Origins, Powers, and Future — Traditional Music in Today’s World
Ed. Jean-Louis Gabin
Varanasi, India: Indica Books, 2002

„Völker welche ihre Sprache und ihre Musik verlieren, hören auf, als kulturelle und nationale Entitäten zu existieren und tragen nicht mehr weiter zur Weltkultur bei.“ — Alain Daniélou 

“All unsere Harmonie ist nur eine gotische und barbarische Erfindung, die wir nie angenommen hätten, wenn wir feinsinniger gegenüber der wirklichen Schönheit von Kunst und von wahrhaft natürlicher Musik gewesen wären.” – J.-J. Rousseau

Alain Daniélou war nur einer von jenen echten traditionalistischen Größen, von denen bekannt ist, dass sie tatsächlich auf traditionelle Weise in einer wirklich traditionellen Gesellschaft lebten: Von 1932 bis 1963 lebte Daniélou in Indien, oftmals in einem silbernen Airstream-Wohnwagen gemeinsam mit seinem langzeitigen Gefährten, Raymond Burnier,[1] durch die ländlichen Dörfer ziehend. Wie Jaques Cloarec in seinem Vorwort zu dem Buch unter dem Titel „The Mleccha’s Exercise Books“ anmerkte, war sein Status der eines Mlecca oder „Barbaren“, die Bezeichnung für jeden, der nicht im heiligen Land Indien geboren und somit in die circa 80% der Bevölkerung assimiliert wurde, die der Shudra-Kaste angehören.[2] Wie er ebenso anmerkt, wirkte dies nicht als eine „Barriere für das Wissen“, und Daniélou studierte traditionelle Kosmologie und Metaphysik ebenso wie das vīṇa (oder veena) bei einigen rennomierten Pandits [indische Bezeichnung für (religiöse) Gelehrte, d. Ü.], und wurde schließlich in den Hinduismus initiiert (unter dem Namen Shiva Sharan).

Obwohl er die Unabhängikeit favorisierte, stellte er sich gegen die heftigen Angriffe auf die Hindu-Tradition, die von der westlich ausgerichteten neuen Regierung lanciert wurden,[3] und kehrte nach Europa zurück um dem Westen das „wahre Gesicht des Hinduismus“ zu zeigen. Während dieser Zeit,

indem er Konzerte für die großen Musiker Asiens organisierte und Sammlungen von Aufzeichnungen traditioneller Musik unter der Schirmherrschaft der UNESCO veröffentlichte, spielte er eine maßgebliche Rolle bei der Wiederentdeckung asiatischer Kunstmusik durch den Westen. Für Künstler wie den Violinisten Yehudi Menuhin oder den Sitaristen Ravi Shankar war seine Arbeit ausschlaggebend, dafür, Indiens klassische Musik nicht nur als Volksmusik wahrzunehmen, sondern als großartige und meisterliche Kunst, auf dem selben Niveau wie westliche Musik.[4]

Wie Jean-Louis Gabin in seinem einleitenden Kommentar, „Alain Daniélou und die musikalische Wiedergeburt“, betont, brachte Daniélou in seinem Leben und seiner Arbeit „in großartiger Klarheit“ ein „Ideal von … natürlichen Einflüssen und wechselwirkenden Neuinterpretationen im Genius jeder Kultur, gegen die standardisierende Maßeinheit dessen, was man heutzutage als Globalisierung bezeichnet“, zum Ausdruck.

Gegen diese naive und implizit hegemonielle Standardisierung[5] setzte Daniélou die wahre „Vielfalt“, begünstigt durch die traditionalistische Geisteshaltung, „eine aktive Toleranz des neugierigen Vergnügens, des Verstehens anderer Systeme, des Durchdringens von deren Logik und des Lernens, ihre Schönheit wertzuschätzen. Er geht sogar so weit, das M-Wort zu benutzen:

Die alte Welt war multikulturell. Der Beitrag einer Zivilisation zu einer anderen fand, wie der Handel, auf gleicher Höhe statt, die Hindus beschäftigten griechische Handwerker, die Chinesen genossen burmesische Orchester und die Mongolen beeinflussten die persische Kunst.

Genau wie sein traditionalistischer Kollege René Guénon gegen den künstlichen synkretistischen Denkansatz bezüglich der Religion wetterte und die wirkliche traditionalistische Verfahrensweise der Einigkeit von oben – von jemandem, der eine Tradition bis zu ihrem Kern oder ihren Höhen durchdringt und von dort aus in der Lage ist, die Ähnlichkeiten anderenorts zu bemerken[6] dagegenstellte, so verglich Daniélou jene, die westliche Musik „an Verkalkung und Intellektualismus sterben sahen“ und versuchten, sie durch „dekorative Anleihen“ wiederzubeleben, mit „einem Kind, das die Klänge einer Sprache imitiert, die es nicht versteht.“

Als die westliche Welt mit ihrem – wahrhaft barbarischen – Programm fortfährt, der Welt zu „helfen“, in dem überall die bürgerliche musikalische Form des neunzehnten Jahrhunderts zwangsweise eingeführt wird, fragt Daniélou, ob

Wir halbbewußte Beteiligte an einer Unternehmung sind, musikalische Sprachen zu zerstören, welche – sogar für uns selbst – eine zukünftige Quelle der Bereicherung und Erneuerung sein könnten. Bedeutet dies, dass wir, unterbewußt und kollektiv, nicht an die Zukunft glauben?

Das selbstgefällige Gefühl der Globalisierer, „auf der richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen, verdeckt die Wahrheit, dass diese vermeintlichen „Futuristen“ diejenigen sind, die die Aufgabe, ihren Kindern eine Welt der Vielfalt zu hinterlassen, zurückweisen und impotent der Zukunft huldigen:

Tradition ist zwangsläufig die Grundlage, auf der sich Innovationen entwickeln können. Veränderung, wenn sie aus dem Verlust von Tradition resultiert, ist in der Mehrzahl der Fälle eher ein Verlust als ein Gewinn.

Das sind die Worte – nachgedruckt hier in Kapitel fünf – die Daniélou wagte, bei einem Kongress in Moskau im Jahr 1971 hervorzuschleudern, als, wie Gabin bemerkte, „der Großteil der westlichen Intelligenzia aktiv die Sowjet-Ideologie protegierte [im Namen des] Schaffens der ’strahlenden Zukunft‘ „. Nach 1989 wandten sie sich genauso stark oder stärker der gegenwärtigen neo-kon/neo-liberalen „Intelligenzia“ zu.

Für viele Leser mag es schon seltsam erscheinen, dass Musik, ein „trivialer“ Bereich der Kultur, solche politischen Reflektionen provozieren sollte. Aber Daniélou geht sogar weiter; er wiederholt das „was Plato, Pythagoras oder die indischen Theoretiker niemals aus dem Blick verloren: den Fakt das Musik eng mit der Metaphysik verbunden ist,“ und dass sie „ebenjene Prozesse der Offenbarung reflektiert und ausdrückt.“

Dementsprechend taucht Daniélou hier in seinem ersten Essay, „Der Ursprung von Heiliger Musik“, den Leser direkt in das Herz der Metaphysik:

Wie von allen Philosophen der Antike verkündet, ob Hindu, Grieche, Ägypter oder Chinese, ist es der unartikulierte Klang – und die Formen der Musik im Besonderen – wo wir den offenkundigsten Schlüssel zu Symbolen und zu Mitteln der Kommunikation mit dem Übernatürlichen[7] finden werden, da Klang die abstrakteste unserer Wahrnehmungen und musikalischer Klang die abstrakteste Form des Ausdrucks über Klänge ist.

In der Musik können wir numerische Verhältnisgrößen direkt wahrnehmen … In der Tat, Beziehungen, Harmonien scheinen die einzige grundlegende Realität aller Materie und Erscheinung zu sein. Ob jetzt Atome oder Sternensysteme, die Formation von Kristallen oder die Entwicklung von Lebewesen, alles lässt sich zurückverfolgen auf die Relation von Kräften, die durch proportionale numerische Daten ausgedrückt werden können. Die Mechanismen unserer Wahrnehmungen oder unserer emotionalen Reaktionen, gewohnt, die äußere Welt wahrzunehmen und auf sie zu reagieren, folgen gezwungenermaßen parallelen Gesetzen. Auf einer solchen Grundlage kamen Hindu-Philosophen zu dem Schluß, dass Materie und Gedanke identisch sind, die Welt ein göttlicher Traum, wahrgenommen als Realität, und Materie bloße Erscheinung ist.

Klangstrukturen, in denen physische Schwingung emotionale Empfindung und Denken wiedervereinigt, sind also das stärkste Werkzeug für die übernatürliche Welt jenseits der Wahrnehmung, um sich selbst zu manifestieren und gleichzeitig die Hilfsmittel, durch welche der Mensch sich der übernatürlichen Welt bewusst werden und in diese integriert werden kann.

Musik ist in der traditionellen Sichtweise, die Daniélou repräsentiert – wegen ihrer Verbindung zu sowohl der Natur der Realität (Schwingung) als auch dem korrespondierenden Effekt auf unsere Seelen (Gestimmtheit), mehr als ein ästhetisches Vergnügen: sie erzieht und verfeinert die Seele.

Modale Musik hat, dank ihrer Struktur von Intervallen, eingeführt in Beziehung zu einem festgelegten Modus, eine tiefe, psycho-physikalische Wirkung, während mentale Konzentration auf die Strukturen eines Modus als eine der wirkmächtigsten Formen der Meditation gilt.

Was hinduistische, persische und griechische Musik mit Modi erreicht, schaffen die Balinesen mit kontrapunktischen Formen und afrikanische Kulturen durch „komplexe Polyrythmik“ („Magic and Pop Music“). Dies blieb lange vergessen im modernen Westen, wo, „bei aller Kultiviertheit, europäische Polyphonie völlig ungeeignet ist, hypnotische Zustände zu bewirken, wie sie die komplizierten afrikanischen Rythmen erzeugen, oder die Bewußtseinszustände, die durch indische Rāgas geschaffen werden“[9] („Tradition and Innovation in the Various Musical Cultures“) und „eine Mozart-Sonate kann keinen bedeutenden oder dauerhaften Effekt beim Heilen von Krankheiten oder der Verbesserung der Milchleistung einer Kuh erreichen. Ihr einziger Wert besteht in Unterhaltung und Zeitvertreib.“ („The Magic of Sound“).

Da tatsächliche Musik auf ein tatsächliches menschliches Bedürfnis antwortet, kann sie nicht lange unterdrückt werden.

Jazz, Pop und Beat repräsentieren alle die Wiederkehr einer ganzen Kultur, hin zu einer anderen Werteordnung, zur Partizipation in einer unsichtbaren, aber realen Welt, welche die Logik der Erscheinungen vor uns zu verbergen neigt. [11]

Bedeutet das, dass Daniélou von uns erwartet, aufzugeben, was in Europa über mehrere Jahrhunderte hinweg die westliche Konzeption von Kunst war? Keinesfalls.

Es waren die Barbaren, die die Götzen verbrannten. Wir müssen diese Kunst als ein historisches Phänomen betrachten, wie eine abnorme, zeitlich begrenzte Blütezeit. Das Zeitalter von Europas klassisch-romantischer Musikkunst ist jetzt vorbei, und so lange in modernen Experimenten nur neue Formen gesucht werden und man sich nicht auf die eigentliche Ursache für die Existenz von Musik[12] zurückbesinnt, werden diese ein Anhängsel der klassischen Kunst und zum Scheitern verurteilt bleiben.

Im Gegensatz dazu erlauben die besagten „Jazz, Pop und Beat“ uns „die grundlegende Basis zu erkennen, die neues Leben in die musikalische Kunst bringen kann.“[13]

Es muss gesagt werden, dass Daniélou inkonsistent, anderenfalls von seiner Logik oder Rhetorik zu unhaltbaren Positionen getrieben sein kann. Dies ist nicht nur ein Resultat daraus, dass dieses Buch eine Sammlung von ursprünglich unzusammenhängenden Essays darstellt, da dergleichen im selben Artikel auftreten kann. Zum Beispiel in „Tradition and Innovation“, genau vor diesem Zitat über die „völlig ungeeignete“ Polyphonie lesen wir:

keine bekannte Sprache ist wirklich besser als eine andere, oder mehr entwickelt. Jede Sprache hat ihre Vorzüge und Raffinessen. Das selbe gilt für Musik. Kein System ist einem anderen gegenüber vollkommen überlegen. Jedes eröffnet Möglichkeiten, die andere nicht besitzen.

Und zu Beginn des Essays:

Es gibt keine bekannte gesprochene Sprache, die keinen hohen Grad an Entwicklung aufweist und nicht die Kommunikation der abstraktesten Konzepte erlaubt. Wenn eine Sprache eine andere ersetzt, geschieht dies nicht, weil die neue besser ist, sondern einfach nur deshalb, weil sie zu einer politisch mächtigeren Gruppe gehört.

Ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Womit ich nicht sagen will, dass es nicht tiefgründig und bedeutend ist. zum Beispiel erinnert mich der nächste Absatz an Heidegger oder Spengler: „Jedes System hat seine eigenen Ziele, verbunden mit einer besonderen Lebensphilosophie und ist unersetzlich als ein Mittel des musikalischen Ausdrucks.“ Es klingt wie Heidegger, aber würde Heidegger sagen, dass jede Sprache das gleiche Fortschrittsniveau aufweist? Ich glaube mich zu erinnern, dass manche Gespräche über Philosophie sich nur in Griechisch oder zumindest Deutsch führen lassen.[14]

Ich denke, Daniélou ist ständig dabei, das hegemonische zu attackieren, oder wenigstens immer bereit, den „kleinen Mann“ zu verteidigen, der bewundernswert ist, besonders zu seiner Zeit, als jeder, die indische Regierung eingeschlossen, geschäftig dabei war, alles was als „rückständig“ wahrgenommen wurde, auszurangieren. Hier, so erscheint es mir, wurde er von seinen irenischen Impulsen mitgerissen.

Auf was er hier wirklich herauswill, ähnelt mehr Spengler; mehrere große musikalische Traditionen, wie Spenglers Hauptkulturen, gleich entwickelt aber unvereinbar.[15] Das „negative Gegenstück“ zu Spenglers Auffassung der Kulturen war, nach Evola, die sich daraus ergebende „Umarmung von Pluralismus und historischem Relativismus.“ Im Gegensatz dazu betonte Evola den positiven Wert des Sehens, nachdem Spengler die Idee von einem voranschreitenden Weg der Geschichte als grundlegender „essentieller Dualität“, welche zwischen traditionellen und modernen Zivilisationen liegt, als Ganzes entsorgt hatte. [16]

Und das ist die essentielle Dualität die Daniélou wieder und wieder unmissverständlich klar macht. Zum Beispiel hören wir in „Modal Music and Harmonic Music“ dass „die neuen musikalischen Elemente, die vor vielen Jahrhunderten von den Moslem-Invasoren mitgebracht worden waren, erfolgreich von der alten Hindu-Musik Nordindiens assimiliert wurden“ weil sie zu einem „System, der indischen Musik sehr ähnlich“ gehörten und „ihre Assimilation deshalb keine großartigen Schwierigkeiten bereitete“. Im Gegensatz dazu „ist der Riss zwischen [moderner] westlicher und indischer Musik … ein sehr tiefer, der für viele unüberbrückbar erscheint.“

Tatsächlich scheint sich Daniélou zuweilen sehr der Idee zuzuneigen, dass da kein Riss, sondern vielmehr ein Abgrund besteht:

Indische Musik ist wirklich eine Form von Magie, in welcher die Wiederholung von bestimmten Klang-Verbindungen zu einer festgelegten Tonlage auf die Hörer einwirkt und diese auf eine Emotionsstufe bringt die in jedem anderen System ziemlich unbekannt ist. Harmonische Musik ist beschreibend und architektonisch[17] aber hat keine solche Kraft. Es ist tatsächlich so, dass die zwei Künste so unterschiedlich sind, dass es irreführend ist, beide mit dem selben Namen zu bezeichnen.

Zeitgenössische Diskussionen über „Paradigmen“ (Kuhn) und „Episteme“ (Foucault) und was sonst noch alles haben das selbe Problem: ab einem gewissen Punkt führt die aufgeregte Diskussion über unvergleichbare Perspektiven zu dem Argwohn, dass wenn man sie überhaupt nicht vergleichen kann, sie tatsächlich ohnehin nicht die gleichen Dinge sind.[18]

Die erste Hälfte der Sammlung, interteilt in The Origins of the Musical Languages und Tradition and Modernity enthält die lesenswertesten und direktesten Essays. Die zweite Hälfte, The Sources of the Future, klingt verheißungsvoll, ist aber voll von ziemlich trockenen Abhandlungen wie „Comparative Musicology: Principles, Problems, Methods,“ „Elements of the Formation of scales,“ „Categories of Intervals or Shruti-Jatis“ und anderen würdigen Themen.

“Mantra: Principles of Language and Music” jedoch ist eine Rückkehr zur Form, eine bravouröse Untersuchung von allem in Begrifflichkeiten von allem anderen – das ist Metaphysik:

Die sich überlappenden Dreiecke, die wir Salomons Siegel nennen, repräsentieren die Vereinigung der Gegensätze, die Vereinigung der Geschlechter, so wie es das Kreuz tut, dessen vertikale Linie das Symbol des Feuers ist, des männlichen Prinzips, und dessen horizontale Linie Wasser repräsentiert, das weibliche Prinzip. In der Musik korrespondiert zum Verhältnis von G (Verteilungsschlüssel 3/2) und von F, dem weiblichen Symbol (Verteilungsschlüssel 2/3).

Gut, entweder man mag so Zeug oder nicht, und regelmäßige Leser werden wissen, dass ich eine Schwäche für manche symbolischen Übereinstimmungen habe.

Die Parallelen zwischen den verschiedenen Aspekten der sichtbaren Welt zu studieren, bereitet den Weg für die Kommunikation, durch die magische Kraft von Klang,[19] Gebärde und Symbol, mit den verschiedenen Zuständen des Seins, mit der Menschheit als auch zwischen den Menschen, den Geistern und den Göttern. Wir können hinter die Barriere der Sinne treten und auf dem Grund unseres Selbst jene transzendente Wirklichkeit erreichen, die das essentielle und höchste Ziel des Yoga ist.[20]

Vervollständigt wird das Buch durch sehr interessantes Material aus anderen Händen. Christian Braut unterweist uns in der Semantic, einem elektronischen Istrument, das Braut – auf Daniélou’s Initiative – entwickelt hat um Musikern die 52-Tonskala zugänglich zu machen, die Daniélou selbst als natürliche („basierend auf simplen ganzzahligen Frequenzverhältnissen wie man sie in den wesentlichen Obertönen der meisten Klänge findet“) Alternative zu dem unwideruflich fehlerhaften gestimmten System entwickelte. Harry Partch lebt![21]

Jaques Cloarec steuert eine „Brief Biography“ bei. Daneben gibt es auch eine Bibliographie, beziehungsweise etwas, das sich „Alain Daniélou’s Musical and English Bibliography“ nennt, unterteilt in „Music,“ „in French,“ About India“ und „Others“[22] – eine Discographie und Quellenanmerkungen – oder „Origin of the Texts Forming this Book.“ Obwohl etwas sonderbar betitelt, sind sie alle voller Information und feinsäuberlich in einem leicht lesbaren Format angelegt. Für einen Index wäre man allerdings auch dankbar gewesen.

Sehr zu empfehlen für alle, die sich für Kultur, Multikulturalismus und den metaphysischen – ich wage zu sagen metapolitischen – Kontext von beidem interessieren.

Anmerkungen

1. Guénon verbrachte natürlich seine letzten Jahre in Kairo, aber das war mehr ein Ruhestand. Interessant für jene, die seien Umarmung des Islams betonen: Er wollte nach Indien gehen, aber die Reisebeschränkungen der Kriegszeit hinderten ihn daran. Er fragte Daniélou, ob dieser nicht seine diplomatischen Kontakte nutzen könnte, um die Briten dazu zu überreden, ihm ein Visum auszustellen, wurde aber zuückgewiesen. Mehr über Daniélou’s Leben in seiner faszinierenden Autobiographie, The Way to the Labyrinth: Memories East and West (New Directions, 1987).

2. So wie sich die meisten Weißen Nationalisten selbst nicht nur als rassische Patrioten, sondern als Angehörige der besten Rasse sehen, vermute ich, dass sich die meisten Traditionalisten als weise Brahmanen betrachten.

3. So wie die Anhänger von Ghandi, der, seinem heiligenmäßigen Ruf zum Trotz, nach Daniélou’s Erfahrungen im wesentlichen so etwas wie ein Taliban-Fanatiker war.

4. “Alain Daniélou. A Brief Biography” von Jacques Cloarec, im besprochenen Buch.

5. Vergleiche meinen Artikel über klassische Musiker und den Brexit, “‘I’d Like to Teach the World to Sing . . . Or Else’: Britons Break Bad,” hier. Daniélou schreibt dass „die Tatsache dass das harmonische Phänomen als die einzige Form musikalischer Entwicklung akzepiert und mit einer unangefochtenen Vorstellung von „Fortschritt“ gleichgesetzt wurde ist psychologisch sehr merkwürdig, verbunden mit dem gesamten Komplex westlicher Domination, welche ihre Rechtfertigung einem fehlerlosen Dogma zu finden versucht. Was auch immer auf einer religiösen, sozialen, ethischen oder künstlerischen Ebene nicht westlichen Doktrin entspricht, kann nur barbarisch sein. Konsequenterweise wurde es zur moralischen Pflicht des europäischen Missionars, Soldaten, Abenteurers oder Komponisten, Menschen, die bis dahin unter Obskurantismus lebten, Fortschritt zwangsweise aufzuerlegen oder sie sogar in ihrem eigenen Interesse zu vernichten.“ Kapitel Acht, „Harmonic Aggression“.

6. Vergleiche “Concerning the Traditional Method” in Evola’s The Mystery of the Grail.

7. Gemeinhin “übernatürlich,’ obwohl tatsächlich vollkommen natürlich, nur verborgen und verleugnet von den herrschenden epistemologischen Paradigmen; vergleiche Jason Reza Jorjani, Prometheus & Atlas (Arktos, 2016).

8. Neben anderen natürlich; vergleiche Jorjani, op. cit.

9. „Das ist so weil in harmonischer Musik Melodie aus Notwendigkeit heraus sehr dürfig, Modus nicht vorhanden und Rythmus zu hochgradig simplifizierten Formen reduziert ist, da Accorde Zeit brauchen, um wahrgenommen zu werden und deshalb untereinander jeder rythmischen Komplexität entbehren.“ – „Modal Music and Harmonic Music.“ Leser, die das bezweifeln sollten sich daran erinnern, dass „sogar Musiker, die in einem System geübt sind, unfähig sind, das andere zu verstehen. Sie hören einfach nicht das wesentliche der Musik und erfassen nur ihre künstliche Form.“ – „Can Harmony be Introduced in Indian Music?“

10. Ich vermute, mit „Beat“ ist das gemeint, was wir Rock oder Rock`n´Roll nennen; merkwürdigerweise verachteten die amerikanischen Beatniks solcherlei zutiefst als kommerziell und konformistisch, bevorzugten Jazz, sollange er von der Bop-Sorte war, so wie Charlie Parker, über den Kerouac enthusiastisch schrieb. Es scheint wegen „The Beatles“ ein beliebter Begriff in Europa und dem Vereinten Königreich gewesen zu sein. Evola verweist ebenso auf „Beat Mädchen“. Während Evola mit Daniélou dahingehend übereinstimmt, dass „Beat“ ein Symptom des Scheiterns der klassisch-romatischen Musik darstellt, ist er weit weniger enthusiastisch was dessen Auswirkungen auf Weiße betrifft, sieht ihn als rein negroid an. Vergleiche „Modern Music and Jazz“ in Ride the Tiger.

11. Die „Logik der Erscheinung“ ist mehr die tote Welt der Fakten, von dem „was ist“, den „Zeichen“, nach denen die Pharisäer suchten, als die Welt des Glaubens, die mit der Gewißheit dessen arbeitet, was nicht zu sehen ist. Vergleiche zum Beispiel solche Neugeist-Autoren wie Neville Goddard; etwa Feeling is the Secret, editiert mit einem Nachwort von mir selbst, Amazon Kindle, 2016.

12. Colin Wilson diagnostizierte die Sterilität – und Unpopularität – von moderner Musik als Resultat davon, neue Sprachen zu erschaffen ohne etwas zu sagen zu haben; vergleiche sein Chords and Dischords. Ich würde behaupten, dass Harry Partch eher dem Anspruch gerecht wird, nach der Essenz der Musik zu suchen, als nur neue Formen zu kreieren. Vergleiche „Harry Partch, Wild Boy of American Music,“ hier und nachgedruckt in The Eldritch Evola…& Others (San Francisco: Counter-Currents, 2014). Daniélou führt John Cage als Beispiel für Letzteres an und Partch verachtete Cage und alle anderen „Avantgarde“-Poseure.

13. “Magic and Pop Music.”

14. Daniélou’s Gegenüberstellung der musikalischen Simplifikationen des gestimmten Systems mit der Fülle ähnlich klingender Konsonanten im Sanskrit legt nahe, dass er Sanskrit als eine brauchbarere Sprache angesehen haben könnte als Griechisch oder Deutsch.

15. Ich vermute, mehr nordamerikanische Leser wären perplex, wenn Spengler Mittelamerika in seine Schlüsselkuturen einschließt, aus Gründen, die Daniélou artikuliert: „Dieser Teil von Amerika welchen wir, als gute Kolonialisten weiterhin „Lateinisch“ nennen, hat mehr als jeder andere Region unter europäischen Invasionen gelitten. Seine Bewohner verloren selbst ihren Namen und werden wegen eines Geographie-Fehlers der Conquistadoren Indianer genannt. … Die ganze Zivilisation [wurde] durch die Invasoren verachtet und degradiert. ..Sie wurden aus dem Kulturerbe der zivilisierten Völker ausgeschlossen.“ – „Harmonic Aggression.“

16. Vergleiche The Path of Cinnabar (Arktos, 2009), pp. 203-04.

17. Mein erster Gedanke, beschreibend: R. Strauss; architektonisch: Bruckner.

18. Dies nahm ich aus Diskussionen über Paul Feyerabend’s Against Method (London: New Left Books, 1975) mit Pat Francken at Wayne State University mit. Für eine excellente Darstellung von Feyerabend and Foucault vergleiche Jorjani, op. cit.

19. Vergleiche sein Music and the Power of Sound: The Influence of Tuning and Interval on Consciousness (Inner Traditions,1995).

20. Vergleiche sein Yoga: Mastering the Secrets of Matter and the Universe (Inner Traditions, 1991).

21. Vergleiche “Harry Partch, Wild Boy of American Music.” Partch selbst war mit 40 Tönen einverstanden.

22. Erinnert mich an jemanden, der sagte, Aristoteles‘ Kategorien ergaben so viel Sinn wie Objekte in Männer, Frauen, Pferde und Felsen zu unterteilen. Oder, um es mit Daniélou zu sagen, den chinesischen Philosophen, der die fünf Elemete als Erde, Wasser, Feuer, Seide und Bambus definierte.

46 Gedanken zu “Der Barbar und der Globalist – Alain Daniélou über „Harmonische Aggression“

  1. B-Mashina

    Mir ist schon klar, dass mit diesem Artikel bzw. überhaupt der Thematik die meisten Leser wenig anfangen dürften, dennoch ist mir diese von einiger Wichtigkeit.

    Als ich vor ein paar Jahren bei der Lektüre auf „Counter-Currents“ auf diesen Artikel stieß, war ich regelrecht aus den Socken, hatte ich doch nicht erwartet, dergleichen auf einer White-Nationalist-Site vorzufinden. Bis dato war ich es nämlich eher gewohnt gewesen, dass einem alltenthalben die romatisch-klassische Musik als höchste Blüte der weißen bzw. europäischen Kultur gepriesen wurde, die vom schurkischen Jutt und seinen negriden Minions systematisch geschändet und zerstört werden würde, mit dem Resultat von Negermusik und Sittenverfall aller Orten. Und da würdigt ein weißer Nationalist mit Daniélou einen Mann, der einen dem völlig entgegengesetzten Standpunkt vertritt, wonach die vorgebliche musikalische Hochkultur eine Verarmung und das Resultat eines Verlustes der echten traditionellen musikalischen Wurzeln darstelle, die etwa bei den Indern und Afrikanern noch vorhanden, aber durch den kulturimperialistischen Export der europäischen Klassik gefährdet seien! Klassische Musik ist hier also nicht mehr der Ausdruck einer weißen Hochkultur, sondern einer primitiven Schwundstufe und einer kulturvernichtenden Globalisierung, wie sie gerade von den weißen Nationalisten ständig beklagt wird! Die klassische Musik mit ihrem künstlich starren Harmoniesystem sei auch in ihrer Künstlichkeit nicht im Einklang mit irgendeiner natürlichen Ordnung, ein „harmonisch schwingendes Universum“ oder ähnliche Vorstellungen seien demnach Blödsinn, da die Natur klassische Harmonien überhaupt nicht kenne. Bei klassischer harmonischer Musik schwinge nichts, sie sei vielmehr ärmlich, plump, barbarisch, voller Unterbrechungen, ohne einen kontinuierlichen Fluss, deshalb auch nicht psychoaktiv oder trance-induzierend un^d somit kein geeignetes Medium, um transzendente Zustände zu erreichen und in Kontakt mit dem Übernatürlichen oder dem Göttlichen zu treten. Tja, obwohl ich schon immer viele unterschiedliche Genres gehört habe und auch klassische Musik mitunter durchaus zu schätzen weiß, ergibt für mich die Bewertung derselben durch Daniélou druchaus einen Sinn. Auch seine Definition von Musik als Sprache, die man erlernen müsse: Wenn die indische Musik für europäische Ohren unangenehm klinge, dann eben nur, weil wir diese musikalische Sprache nicht verstünden, was nichts daran ändere, dass die traditionelle indische Musik der Klassik weit überlegen sei. Nun, auf gewisse Inkonsistenzen bei Daniélou wurde im Artikel bereits hingewiesen, deshalb sei darauf verzichtet, dies hier nochmal auszuführen, insgesamt besehen liegt er wohl dennoch richtig. So auch damit, seinerzeit „Jazz, Pop, Beat“ nicht als Untergang des Abendlandes, sondern als eine Möglichkeit, zu den Wurzeln zurückzukehren, zu begreifen – heute könnte man da noch Techno, überhaupt die elektronische Musik und vieles mehr darunter fassen und auch seine provokante Frage wieder aufgreifen, ob das Göttliche nicht eher dort zu finden sei, wo die Jugend tanze als in unseren öden und kalten Kirchen?

    Das Motiv der klassischen Musik als Ausdruck der Vereinheitlichung unter einer kulturvernichtenden Globalisierung bringt der Autor James O‘ Meara auch in dem oben verlinkten Artikel über klassische Musiker und ihre Haltung zum Brexit ziemlich treffend zum Ausdruck:

    Still, it’s no surprise that “classical” musicians should be such reliable and whole-hearted globalists. As I pointed out in a pair of extremely ill-received articles,[10] the modern Western musical tradition is itself part of the more general impulse to globalization. Long before the EU, the Common Market, or the League of Nations, Western Music, Inc. was promoting homogenization, reducing the expressive system of modes to a bare two (major and minor) solely for the convenience of modulation-mad harmonists, steamrolling local and regional musical traditions and imposing a Whiggish narrative of a single tradition moving with Darwinian evolutionary momentum to an irresistible world unity that just happens to be on our exact contemporary terms. One Scale, One World!

    In other words: Harmonization.[11]

    Why should it surprise that the modern classical musician gazes into the abyss of globalism and sees . . . himself. “Hypocrite auditeur — mon semblable, — mon frère!”

    https://www.counter-currents.com/2016/07/britons-break-bad/

    “ As I pointed out in a pair of extremely ill-received articles, …“

    Well, you called it, dude!^^

    Gefällt mir

  2. altrghtcrsdr

    Der typische Selbsthass eines Konvertiten auf die eigenen Wurzeln, der zwar nachvollziehbar ist, aber keinesfalls entschuldbar. Ich möchte gar nicht anfangen von den Musiktheorien der Antike, über die Polyphonie des Hochmittelalters oder den Gedanken zu einer „Harmonica Mundi“ eines Kepler. Dass J.S. Bach in seinen „Fugen“ anspruchsvolle mathematische Modelle vertont hatte, geschenkt.

    Gefällt mir

    1. B-Mashina

      „Der typische Selbsthass eines Konvertiten auf die eigenen Wurzeln“

      Tja, so wie’s aussieht, gibts in der romantischen Klassik keine Wurzeln, sie hat uns vielmehr von denselben abgeschnitten, schließlich ist diese Phase auch ziemlich kurz im Vergleich zu den Jahrhunderten und Jahrtausenden davor. Und überhaupt wäre zu überlegen, ob nicht in der Hindu-Musik auch etwas von „unseren“ Wurzeln verborgen ist, da die Kultur des alten Indien auch maßgeblich durch die „Indo-Arier“ geprägt wurde, nicht wahr?

      Deine Beispiele stammen zudem alle aus der Zeit vor der romantischen Klassik, die hier im Zentrum der Kritik steht, auch Bach wäre demnach noch näher bei den Wurzeln angesiedelt. Daniélou sieht, wenn ich das in der besprochenen Zusammenstellung richtig verstanden habe, z.B. auch in den Gregorianischen Gesängen noch Reste einer tatsächlich spirituellen europäischen Musik.

      Ach ja: „anspruchsvolle mathematische Modelle „, tja ARCHITEKTONISCH eben. Und dass die westliche Harmonielehre letztlich nicht nur künstlich (es gibt dergleichen in der Natur schlichtweg nicht, was übrigens auch für die Mathematik und ihre Objekte gilt: weder Punkt noch Gerade noch sonstwas findest du in der Natur, weshalb immer noch die Debatte tobt, ob Mathematik jetzt tatsächlich eine Naturwissenschaft ist oder ob sie nicht vielmehr eine Geisteswissenschaft darstellt), sondern mit ihrer Skala ausgesprochen dürftig ist, dem kann wohl genausowenig widersprechen, wie dass sie ein Werkzeug der kulturellen Globalisierung darstellt. Mein Fazit: Klassische Musik wird eindeutig überbewertet, aber das war mir ja eh schon länger irgendwie klar.

      Gefällt mir

  3. altrghtcrsdr

    Als Laie behaupte ich, dass ein großes Orchester auch keine Vorläufer haben kann, da es vorher weder finanzielle Mittel noch Instrumente gab, ein solches zu bestücken. Jetzt weiß ich auch nicht, ob Mann da so ein Fass aufmachen muss. Sicherlich gibt es Stereotype, die Mann mit der „romantischen Klassik“ verbindet. Ohrensessel mit ZEIT-LeserIn drinnen und Jahresabo für die Oper. Vielleicht habe ich auch eine Wissens- und/oder Erfahrungslücke, aber mir kam bisher der typische „white-nationalist“ noch nicht mit der „Deutsche Grammophon“-CD in der Hand über den Weg gelaufen…

    Zur musischen Spiritualität anderer Kulturen will ich mich nicht weiter äußern, das würde eh zu weit führen…Es sei Ihnen unbenommen, mir stößt halt immer dieser Begeisterungsfähigkeit der Konvertiten auf, when it comes to andere Kulturen und dabei wird meist die eigenen Kultur in Misskredit gebracht. Hat keiner nötig und zeugt nur von Charakterschwäche, Reisende soll Mann nicht aufhalten.

    Mathematische Modelle sind architektonisch. Müssen es auch sein, weil sie ihre Anschauung eben NICHT aus der sinnlichen Welt entnommen haben. Als junger Schüler fand ich den Gedanken einer Gerade, die weder Anfang noch Ende hat sehr reizvoll. Die Tatsache, dass der Westen, und ausschließlich der Westen, solches denken konnte, ist für mich ein Qualitätsmerkmal und hat nichts mit „Weltfremdheit“ zu schaffen. Mann kann es ja weiterspinnen: Infinitesimalrechnung z.B. befreit den Menschen von einer notwendigen naturwissenschaftlichen Anschauung und gibt ihm die Möglichkeit, Zusammenhänge zu ergründen, die sonst nicht möglich wären.
    Allein der nicht denkbare Sachverhalt einer „Steigung in einem Punkt“ ist faszinierend! In der Volks-, Betriebswirtschaft lassen sich durch (partielle) Ableitungen ganze Sachverhalte abbilden, ohne dass hier die mitunter schmerzvolle heuristische Methode des „try and error“ ausprobiert werden muss.

    Gefällt mir

    1. Mathematische Modelle sind architektonisch. Müssen es auch sein, weil sie ihre Anschauung eben NICHT aus der sinnlichen Welt entnommen haben. Als junger Schüler fand ich den Gedanken einer Gerade, die weder Anfang noch Ende hat sehr reizvoll. Die Tatsache, dass der Westen, und ausschließlich der Westen, solches denken konnte, ist für mich ein Qualitätsmerkmal und hat nichts mit „Weltfremdheit“ zu schaffen. Mann kann es ja weiterspinnen: Infinitesimalrechnung z.B. befreit den Menschen von einer notwendigen naturwissenschaftlichen Anschauung und gibt ihm die Möglichkeit, Zusammenhänge zu ergründen, die sonst nicht möglich wären.

      Das ist so nicht richtig, da auch hier den alten Indern einiges zu verdanken ist, z.B. die Null, von der immer behauptet wird, dass wir die den Arabern oder „dem Islam“ zu verdanken hätten, der aber nur die Errungenschaften der von ihm eroberten Hochkulturen an sich gerissen und großteils verrotten lassen hat, so auch in Indien, dessen alte Hochkultur aber, wie gesagt, doch maßgeblich von INDO-ARIERN gestaltet wurde, die aus den Steppen Zentralasiens einfielen! Insofern…

      aber mir kam bisher der typische „white-nationalist“ noch nicht mit der „Deutsche Grammophon“-CD in der Hand über den Weg gelaufen…

      Ach, das ist doch Usus in der weißnationalistisch-rasserealistischen Szene, insbesondere der „intellektuellen“ Weltnetzfraktion, dass die Klassik ständig als Beispiel für die Blüte der weißen Hochkultur und unsere tollen Gene präsentiert wird, die die Anlagen dafür speichern, gleich neben denen für bemannte Raumfahrt und Weltraumbesiedelung, während „Jazz, Pop, Beat“ als Ausdruck jüdischer Zersetzung und Degeneration abqualifiziert wird. Aus der romantischen Klassik spreche die „Rassenseele“ usw. usf., das ist schon der allgemeine Tenor, auch wenn sich einige White-Nationalists in realiter dann doch lieber ordinäres Stahlgewitter-Gerülpse reinziehen, dass seine Wurzeln in Nigger-Musik hat, lol. Gerade auch bei Counter-Currents konnte man dergleichen in Artikel und Kommentaren immer wieder lesen, deshalb auch das Erstaunen meinerseits über obigen Artikel. Das mit dem weißen Ethnomasochismus ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber ich finde hier geht es doch um mehr als das. Der CC-Autor James O‘ Meara (sicher ein Pseudonym), der Daniélou würdigt und an verschiedenen Stellen mit der Klassik und dem Kulturbetrieb streng ins Gericht geht, erscheint mir jedenfalls nicht als der typische ethnomasochistische Weltumarmer und Daniélou ist ihm diesbezüglich auch nicht über jeden Zweifel erhaben. Unter White Nationalists ist es doch üblich, den Verlust der kulturellen Wurzeln der weißen Völker zu beklagen, und da reiht sich doch O‘ Meara bestens ein, nur dass bei ihm die europäische Klassik einen erheblichen Teil zu diesem Kulturverfall beigetragen hat, währdend sie anderweitig als Ausdruck von Hochkultur und Rassenseele gehandelt wird. Faszinierend, ischändwie. Natürlich fallen mir hierzu auch die nicht unbegründeten Verdächtigungen ein, die ganze „Alt-Right“, zu der ja auch CC zu rechnen ist, sei Teil einer jüdisch gesteuerten Fake-Opposition, und gerade diesen Artikel könnte(!) man ohne weiteres dahingehend einordnen, wenn man denn will. Ich selbst habe ja nach dem Mummenschanz von Charlotteville aufgehört, regelmäßig auf CC zulesen, weil mir die Seite, von der ich durchaus des öfteren brauchbare Tipps und Anregungen in Richtung Literatur, Musik usw. mitgenommen habe, immer dubioser erschien: Zum einen dadurch, dass bei so fadenscheinigen Aktionen wie Charlottesville oder, aktueller, Christchurch, immer das offizielle Narrativ vertreten und entsprechend ausgeschlachtet wird („junge, in die Enge getriebene Weiße drehen durch“) anstatt das Ganze zu hinterfragen, zum anderen weil mir Leute wie Greg Johnson, der Homoerotiker, immer suspekter erschienen, sei es durch schwule Verbrüderungen mit perversen Widerlingen wie „Jack Donovan“, sei es, vor allem, durch penetrantes Surfen auf dem (((Trump-Train))). Das selbe gilt für den „Occidental Observer“.

      Gefällt mir

  4. altrghtcrsdr

    Ich habe eh nie nachvollziehen können, welche intellektuell-abstrakte Leistung es nötig macht, eine Null als Zahl einzuführen.

    Wenn ich fünf Äpfel habe und verkaufe derer fünf, dann habe ich eben keine mehr. NULL
    Wenn ich 5 Dukaten habe und derer fünf ausgebe und mir 3 leihe, dann habe ich minus 5.

    Vielleicht fehlt mir Einfühlungsvermögen oder ich ziehe das Rechnen mit römischen Ziffern nicht in Betracht, deren Handhabe mit Grundrechenarten sich ja um einiges schwieriger darstellt, what so ever.

    Jedenfalls ist das Beispiel der Null eben kein Beispiel für reines, anschauungsfreies DENKEN, sondern eben das Gegenteil, ein Beispiel für sinnbehaftetes Denken, ach lassen wir es.

    Mir ist auch bekannt, dass die Inder fantastische Beispiele für das Hantieren mit Grundrechenarten selbst mehrstelliger Zahlen haben, auch das ein Beispiel für Zahlenjonglieren („Rechnen“), aber keines für reine Abstraktion…

    Es geschah ja nicht ohne Grund, dass der rasende Fortschritt in der Mathematik mit Beginn der Neuzeit einsetzte. (Descartes und dann später Leibniz, dessen Leistung kaum genug gewürdigt werden können)

    Gefällt mir

    1. Wer hat´s erfunden:

      Die Null ist die wichtigste Erfindung

      Zwölfmal in diesem Jahr wird das Abendblatt eine Kolumne über mathematische Alltagsphänomene veröffentlichen, die Christoph Drösser, Wissenschaftsjournalist und Autor bei Klett („Der Mathematik-Verführer“) verfasst hat. Heute erscheint die erste Folge:

      Was sind die bedeutendsten Erfindungen der Menschheit? Das Feuer. Das Rad. Die Atombombe. Die Null. Ist die Null eine Erfindung? Ja, und sogar eine recht junge. Eigentlich gibt es sogar zwei Nullen: die Zahl Null, die den Saldo eines leeren Geldbeutels beschreibt, und die Ziffer Null, die an jeder Stelle einer Zahl etwas anderes bedeutet. Historisch kam erstaunlicherweise erst die Ziffer, dann die Zahl.

      Die Babylonier hatten schon 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung eine Stellenschreibweise für Zahlen, und wenn eine Stelle unbesetzt war, ließen sie eine kleine Lücke. Irgendwann war jemand die Verwechslungen leid und erfand ein Füllzeichen:die Ziffer Null war geboren.

      Die erste Null, die das Nichts bezeichnet, finden wir in einem ägyptischen Tempel aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.. Da meißelte ein unbekannter Rechner eine Faustregel in die Wand, mit der sich die Fläche von Vierecken berechnen ließ. Die Formel galt auch für Dreiecke, wenn man einfach eine Seite gleich Null setzte, also quasi zusammenschnurren ließ. Die entsprechende Hieroglyphe ist das älteste bekannte Zeugnis für die Zahl Null.

      Aber beide Nullen verschwanden mit dem Untergang der Zivilisation, die sie hervorgebracht hatte. Jahrhundertelang war die abendländische Zivilisation auf die römischen Ziffern angewiesen, mit denen man weder anständig addieren noch multiplizieren konnte. Erst durch die Araber und die nach ihnen benannten Ziffern (al-sifr war der Name für die Null) wurden Zahlen wieder zu einem vernünftigen Werkzeug. Dem mittelalterlichen Geist war die Null unheimlich: In Florenz wurden sie verboten, weil sie so leicht zu fälschen waren, durch Anhängen einer Null konnte ein Halunke jede Geldsumme verzehnfachen. Erst im Jahr 1438 wurde auf einer deutschen Münze erstmals die Jahreszahl in arabischen Ziffern geprägt.

      Dann aber gab es kein Halten mehr. Naturwissenschaft und Technik verlangten nach einem Zahlensystem, das jede beliebige Größe ausdrücken kann, ob das der Durchmesser des Atomkerns ist (0,000000000023 Millimeter) oder die Entfernung des nächsten Sterns (um die 30 000 000 000 Kilometer).

      Ihren größten Siegeszug feierte die Null mit der Erfindung des Computers. Dessen Schaltkreise kommen mit zwei Symbolen aus, um alle Rechnungen dieser Welt durchzuführen: mit der Null und ihrem allgegenwärtigen Gegenpart, der Eins. Auch die hatte einen langen Weg zu gehen, bis sie endlich als richtige Zahl anerkannt wurde.

      Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

      https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article107366812/Die-Null-ist-die-wichtigste-Erfindung.html

      Aber gut, meine Stärken waren eh mehr Deutsch, Erdkäs und Reli, latürnich…^^

      Gefällt mir

      1. altrghtcrsdr

        Die erste Null, die das Nichts bezeichnet, finden wir in einem ägyptischen Tempel aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.. Da meißelte ein unbekannter Rechner eine Faustregel in die Wand, mit der sich die Fläche von Vierecken berechnen ließ. Die Formel galt auch für Dreiecke, wenn man einfach eine Seite gleich Null setzte, also quasi zusammenschnurren ließ. Die entsprechende Hieroglyphe ist das älteste bekannte Zeugnis für die Zahl Null.

        Welche(r) PraktikantIn, ähhh Praktikumskraft hat denn diesen Käs zu verantworten? Vielleicht sollte die Person besser über den Klimaschwindel schreiben oder über das neue deitsche Wirtschaftswunder durch geschenkte Menschen und Nachfrage-orientierte Wirtschaftspolitik durch horrende Explosion der Staatsquote oder über die katastrophalen Effekte einer ausufernden Geldmengenpolitik in stagflatorischen Phasen. Solche Phänomene haben ja den Reiz, dass es da eine veröffentlichte Meinung gibt, die zwar keiner Prüfung standhält, Mann aber Hetzer und Leugner aller Art straftrechtlich und/oder gesellschaftlich sanktionieren kann und es somit keinen Gegenwind geben kann.

        Was für dieses pittoreske Beispiel von den ollen Pyramidenmaurern nicht zutrifft, denn noch gibt es keine strafbewehrte Sanktionierung von „Matheleugnern“, aber in diesem Irrenhaus soll Mann ja tatsächlich nichts mehr ausschließen können…

        Natürlich gebrauchten schon die Ägypter, wenn nicht sogar die Sumerer elementare geometrische Berechnungen, ganz einfach, weil sie es erlernen mussten, um das Land ordnungsgemäß aufteilen zu können, denn schließlich richtete sich danach die zu bemessende Steuerlast und wenn es um die Penunzen geht, dann ergreift jeden Staat eine wissenschaftliche Blütezeit und „Realpolitik des Machbaren“, das war schon immer so und daran wird sich auch nichts ändern…

        Ergo war der „Satz des Pythagoras“ und auch die Flächenberechnungen einfacher Polygone schon damals „usus“ und wie Mann die Fläche eines Dreiecks dadurch berechnet, indem Mann eine Seite „gleich Null setzt“, ist wirklich eine weitere Überlegung wert…

        Gefällt mir

  5. Ach egal, Hauptsache der Araber hat die hohe Mathematik erfunden während Hermann und Thusnelda an bitteren Holzäpfeln nagten und sich als rückständige Nahtziehs mit aller Gewalt gegen Luxus und Fußbodenheizung wehrten.

    Wenn Mathematik aber keine Entsprecheung in der Natur hat, dann ist eben mathematisch-architektonisch aufgebaute Musicke auch etwas unnatürliches, außerhalb der natürlichen Ordnung stehendes, andererseits ist aber der Möhnntsch mit samt seinem Hirnkasterl und der Fähigkeit, derartiges auszuhecken ohne Frage ein Produkt der Natur, arrrghhh.

    Naja, aber diese Kritik von O‘ Meara im Geiste Daniélous an der „westlichen“ Musikkultur kann man doch nicht einfach wegwischen:

    Long before the EU, the Common Market, or the League of Nations, Western Music, Inc. was promoting homogenization, reducing the expressive system of modes to a bare two (major and minor) solely for the convenience of modulation-mad harmonists, steamrolling local and regional musical traditions and imposing a Whiggish narrative of a single tradition moving with Darwinian evolutionary momentum to an irresistible world unity that just happens to be on our exact contemporary terms. One Scale, One World!

    In other words: Harmonization.

    (a.a.O.)

    Ansonsten denke ich, dass ich hinreichend dargelegt habe, warum dieser Artikel bemerkenswert ist. Bin ja durchaus sensibel, wenn´s um das übliche Whitey Bashing und Ethnomasochismus geht, aber das hier fand ich „anders“, aus verschiedenen Gründen.

    So, jetzt chill ich erstmal, „Sacred Music“ hin oder her, aber als gotischer Barbar gibt es für mich kaum was gechillteres, wie der Lateiner heutzutage sagt, ahhh, himmlisch:

    Otherworldly, wie aus einer anderen Dimension. Auf Satie und Debussy lass ich nichts kommen -, welcher Natzieh hat mir einklich mal verzapfen wollen, dass das (((Unsichtbare))) gewesen wären?!! – Chopin ist weniger mein Fall.

    Gefällt mir

  6. altrghtcrsdr

    So, versuche nun meine Aufzeichnungen aus der Literatur und die Fundstücke zum Neolithikum B zu digitalisieren. Habe sie in meinen beschiedenen Sieben Sachen ausfindig machen können.

    Gefällt mir

  7. Schildbürger

    Das ist allemal ein sehr interessanter Gedanke.

    Widerspruch muss ich allerdings einlegen.
    Mit der klassischen Musik kann man es wohl so handhaben wie mit allen über die Zeit errichteten Prachtbauten. Im alltäglichen Sinne nutzlos, wie all die Dome, Pyramiden und was auch immer, aber dennoch ein Zeugnis der Fertigkeit der Erschaffer.
    Oder, andere Sicht die vielleicht etwas absurd klingen mag, wie das Geweih eines Hirschs oder das Prachtgefieder bei zahlreichen Vogelarten.

    Mir war Folk und Rockmusik immer etwas lieber als die als generell etwas, mir fehlt das bessere Wort, steril empfundene Klassik.
    Bisserle so wie ich eine schöne, alte Kirche betrachte und mir denke was man mit der Kunstfertigkeit die da hineingesteckt wurde Alltagstaugliches hätte bauen können.
    Aber trotzdem muss ich die hineingesteckte Kunstfertigkeit anerkennen.

    Aber so was wie Semtanas Moldau lässt mir solche Gedanken doch zweimal durch den Kopf gehen.

    Gefällt mir

    1. altrghtcrsdr

      Klassische Musik lässt Kühe mehr Milch geben. Mozart sollen sie wohl angeblich besonders lieben. Der utilitaristische Gedanke, der aus einem strengen TAYLORISSMUS sprießt, führt uns nicht weiter.

      Aber ich will Dir nicht widersprechen, dass „klassische Fahrstuhlmusik“ auch nur das „Easy Listening“ des Barock oder der „Wiener Klassik“ war. Ganz abscheuchlich ist IMHV bsplw. der Operettenkram.

      Was mir allerdings gefiel ist, dass es damals wohl richtige RIOTS in den Konzertsälen gab, wenn mal etwas so nicht gespielt wurde, wie es erwartet wurde. Such „tiny sense of rebellion“ täte der einen oder anderen zeitgenössischen Aufführung auch ganz gut, aber „de Jelockten“ haben heute alle den Stock im Arsch, IYKWIM.

      Gefällt mir

      1. Schildbürger

        Taylorismus hab ich jetzt das erste Mal gehört, und das ist nicht das was ich meine.
        Oder so Abartigkeiten wie Entstuckung, oder, passiert in meiner Heimat, vorsätzlicher Abriss alter Fachwerkgebäude um sie mit Betonklötzen zu ersetzen.
        Ich kann der Klassik ja durchaus was abgewinnen, aber benannte Richtungen waren mir generell immer lieber.

        Ist etwas schwierig in Worte zu fassen wie ich das meine, ich bin jetzt ja nicht grade ein Leuchtfeuer der Eloquenz.
        Vielleicht trifft es Verhältnismäßigkeit am Besten.
        Kunst/Musik/Schauspiel und so weiter gehört selbstverfreilich dazu, der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein.
        Aber ohne Brot gibt es diese Luxusgüter nunmal nicht, und auch nicht ohne die Fähigkeit diese zu verteidigen.
        Ist jetzt etwas vereinfacht und hinkt möglicherweise auch etwas, aber hätten die alten Ägypter weniger prächtige Kunstwerke und stattdessen mehr Bollwerke Richtung Schwattenland gebaut, dann wäre der Verlauf der Welt vielleicht ein Anderer gewesen.

        Richtig, was heutzutage auf den größeren Bühnen geboten wird, da kann man den Künstlern vergangener Tage nur wünschen dass es keinen Blick aus dem Jenseits gibt und die sich das nicht anschauen müssen. Mir hat man das moderne Theater in der Schulzeit mit Zwangsbesuchen bei völlig absurden Aufführungen wirklich nachdrücklichst vergällt.

        Gefällt mir

    2. B-Mashina

      Das mit den „Prachtbauten“ bietet sich an, weil ja auch Daniélou die klassische Musik und die Harmonielehre, auf der sie aufbaut, als „gotisch“ und „architektonisch“ bezeichnet hat. Allerdings geht mir deine Gegenüberstellung von „kunstfertig“ (Klassik) vs „alltagstauglich“ (Rock/Folkmusik) dann doch an dem vorbei, was Daniélou ausdrücken wollte (das soll keine Kritik sein, dieses Thema ist excellent zum Aneinandervorbeireden geeignet, ich bin da jetzt auch nicht sooo sattelfest), und zwar deswegen, weil dadurch der Eindruck erweckt wird, die Klassik sei doch etwas furchtbar diffiziles, komplexes, das einen Gegensatz zum einfachen, bodenständigen, Volkstümlichen darstelle. Tatsächlich meint aber Daniélou, dass die Klassik im Vergleich zu der traditionellen indischen Musik wie auch zu den arfrikanischen Polyphonien zudem verarmt und primitiv sei und er begründet das unter anderem, für jeden offensichtlich, mit dem Vergleich der Tonskalen. Wir Europäer hätten weitgehend verloren, was die Inder, Afrikaner und andere zu Zeiten von Daniélou noch hatten: Eine komplexe, psycho- und biowirksame musikalische Sprache, viel komplexer, vielfältiger und der Natur entsprechend als die starre Klassik mit ihrer reduzierten Tonskala. In den damals noch neuartigen Phänomenen von Jazz und Beat/Rock n‘ Roll sah Daniélou eine Chance, zurück zu diesen Wurzeln zu gelangen, da damit die starren Beschränkungen der vorgeblichen „Hochkultur“ durchbrochen und der Weg zurück zu den Wurzeln frei gemacht werden könne. LUFTPOST hat allerdings in einem Kommentar bei NUADAMANDIA neulich nicht ohne Berechtigung darauf verwiesen, dass Rock und Hip Hop die heutigen Plattmacher der Kulturen im Sinne der Globalisierung wären, so wie es Daniélou bei der Klassik beschreibt (bringe das evtl. noch in einem Artikel). Das kann man nicht von der Hand weisen, Rock und Hip Hop sind wie MacDonalds, Daniélou war da zu seiner Zeit wohl noch zu optimistisch, lag aber hinsichtlich der Klassik auch richtig. Ich spare mir mal, das weiter auszuführen und belasse es dabei, das alles als Werkzeug und Waffe verwendet werden kann, ob willentlich oder unbewusst. Wollte nur noch etwas zur „Psychoaktivität“ der Musik anmerken/wiederholen: Ich kann Daniélou da wirklich nachvollziehen. Smetanas Moldau ist wirklich sehr schön und gerade der Einstieg durchaus ergreifend, löst also Emotionen aus, aber das ist noch kein veränderter Bewusstseinszustand. Zur Erzeugung eines solchen ist klassische Musik ungeeignet und das spricht doch auch schon für eine gewisse Naturferne – gerade „Die Moldau“ zeigt doch, dass wir es lediglich mit etwas „Abbildenden“ zu tun haben. Bei Modern Jazz hatte ich im Gegensatz dazu irgendwie oft das Gefühl, als öffne sich beim Hören so was wie ein Spalt in andere Dimensionen. Auch im Rock und erst recht bei der technoiden Musik sind die Elemente enthalten, die auch der alten, trance-induzierenden Musil vieler Völker immanent waren (einfach von Jazz, Rock usw. zu sprechen ist schon sehr simplifizierend angesichts der Vielfalt der Genres und Subgenres und ist nur der Kürze und Übersichtlichkeit geschuldet), bei Rock, Metal etc. ist aber auch oft noch ein guter Schuss der klassischen Harmonielehre mit enthalten, viele Metal- und Rockmusiker haben auch eine klassische Ausbildung. Varg Vikernes kommt das Verdienst zu, den Black Metal als musikalischer Barbar mit neuen Impulsen bereichert zu haben, indem er sich wiederholende Tonschleifen und andere Trance-Elemente einbrachte, was den Burzum-Sound irgendwie speziell und unverkennbar machte. „Krautrock-Legende“ „The Can “ in den 70ern machten dagegen schon Techno, bevor es das Wort gab, und das auch noch handgemacht…^^

      Magnificent…

      Von 1970. Jaja, langhaarige Kulturmarxisten mit Schlitzauge am Mikro, blahblah. Okay, das Geschrille des Frontmanns reißt einen doch all zu leicht aus der Trance, zumindest bei der Aufnahme, die trotzdem ein cooles Zeitdokument darstellt.

      Ach ja, um das mit der Psychoaktivität noch zu verdeutlichen fällt mir ein, dass ich ja als Heranwachsender zu meiner Unterhaltung diverse Werke über „Satanische Rockmusik“ schmökerte, die von irgendwelchen freikirchlichen Hinterladern herausgegeben wurden. Da wurde explizit darauf hingewiesen, dass Rockmusik genauso wirke wie etwa die Trance-Musik der Balinesen, bei der die Hörer und Tänzer letztendlich von dämonischen Entitäten in Besitz genommen würden und nicht mehr sie selbst wären und dass das latürnich des Teufels sei, der im Hintergrund die Strippen ziehe. Gut, das ist eben die schwarz gefärbte christlich-fundamentalistische Brille, aber letztendlich beschreibt es die Wirkung von psychoaktiver Musik. Klassik kann das nicht, nach Daniélou eben deshalb, weil sie künstlich, starr und tot ist .

      Danke für ihre Aufmerksamkeit, hoffe, mich noch verständlich ausgedrückt zu haben.

      Gefällt mir

      1. altrghtcrsdr

        Darling, ich muss dich mit dem EUROFIGHTERMAN bekannt machen, Dipl.-Ing Luft- und Raumfahrt, KNR, nein, Entwickle4r der ZELLE des EUROFIGHTERS, da guggt ihr alle blöd ihr Nahtsieschweine.

        Gefällt mir

      2. Schildbürger

        Tut mir leid, den Beitrag hatte ich völlig übersehen.
        Die Funktion „Kommentare anzeigen“ bei WordPress zeigt mir fast immer nur ein Ladesymbol…

        Jepp, so in etwa kann ich das wohl im Großen und Ganzen unterschreiben.

        Die Psychoaktivität von Musik sollte man nicht unterschätzen. Es ist sicher kein Zufall dass Musik z.B. im Militärischen bis in moderne Zeiten ihre Rolle spielt.
        Zusammenhaltsgefühl (wohl auch Nationalhymnen), wohl nicht unähnlich dem Heulen von Wolfsrudeln, eine Sache.
        Und sicher auch kein abwegiger Gedanke dass die Klangart Einfluss auf die Hörer haben kann, Schlafenslieder für Kinder, Trauergesänge oder Triumphmärsche.
        Vielleicht auch passend, wenn man jahrelang einen Hund hatte erkennt man irgendwann an der Stimmlage was genau der grade anbellt. Tieferer, grollender Ton für eine vermutete Bedrohung, das, ich nenne es mal Standardgebell für etwas als neutral befundenes Fremdes, und wenn er etwas jagt ein sehr, sehr heller Ton den ich am Anfang noch für einen eher ängstlichen gehalten habe, auch wenn es eher das Gegenteil war.

        Da kann man wirklich viel draus spinnen. Aber, das mit dem McDonalds der Musik, ich hege die Vermutung dass da mehr dahinter ist. Ich bin beruflich leider mehr oder weniger gezwungen dem Radiogedudel zuzuhören, und gelegentlich macht da einer solche Elektro-Jugendsender an.
        Da kommt dauerhaft so ein, tut mir leid, elektrischer Akustiksmog, und zwischendrinne dann so im Tonfall „cooles, junges, hippes“ Moderationspersonal dass ständig wieder politische Botschaften vertick-tickt.

        Bei Smetanas Moldau (deswegen auch das Beispiel ) geht es mir doch etwas anders. Da gehts zumindest mir mal so dass ich die Augen zumachen und den Strom nur beim Zuhören schon fast sehen kann, also doch etwas Emotion.

        Gefällt mir

  8. B-Mashina

    Ich hätte ja auch noch einiges zu sagen, aber es ist einfach ZU HEISS!

    Deswegen reicht es grade nur zum „Kommentieren und Replizieren“ (vergl. nach FRANKSTEIN) bei Steilvorlagen anderenorts, auch wenn man sich das nicht zu sehr angewöhnen soll. Aua! Aua! Aua!

    Gefällt mir

  9. altrghtcrsdr

    Im alltäglichen Sinne nutzlos, wie all die Dome, Pyramiden und was auch immer, aber dennoch ein Zeugnis der Fertigkeit der Erschaffer.

    Taylor wollte die schöpferische, erschaffende, künstliche Fertigkeit von der produktiven trennen, daher mein Hinweis auf den Taylorismus.

    Mit der klassischen Musik kann man es wohl so handhaben wie mit allen über die Zeit errichteten Prachtbauten. Im alltäglichen Sinne nutzlos

    Prachtbauten geben Zeugnis ab von der Kunstfertigkeit und vom GEIST. Es hat nichts mit Putten zu schaffen, die Mann sich gerne im Wohnzimmer an die Wände nagelt. Du findest in jedem „Prachtbauten“ Allegorien auf die metaphysischen Gesetze.

    In einem anderen Forum wird ja z.B. zur Zeit über Astrologie gestritten.

    Schau Dir bitte einmal dieses Gemälde aus dem Stundenbuch des Herzogs von Berry an

    Denkst Du, die haben das willkürlich zusammengeschnitten?

    Jedem Sternzeichen wird eine „Energiequelle“ [Chakra) des Menschen zugeordnet.

    Gefällt mir

    1. B-Mashina

      „Klassische Musik lässt Kühe mehr Milch geben. Mozart sollen sie wohl angeblich besonders lieben. Der utilitaristische Gedanke, der aus einem strengen TAYLORISSMUS sprießt, führt uns nicht weiter.“

      Nun, laut Daniélou ist an diesem gern bemühten Klassiker nichts dran, kann nichts dran sein, weil die klassische Musik laut ihm verarmt und die klassische Harmonielehre unnatürlich ist, könne dergleichen weder bei Vieh noch Mensch psycho-/bioaktiv wirksam sein.

      Gefällt mir

    2. Schildbürger

      Sieh es mir nach, ich bin was höhere Kunst angeht ein wenig einfach gestrickt.
      Wie gesagt, ich bewundere die Kunstfertigkeit, und dass Kunst auch den Geist des Erschaffers bzw. seines Volkes wiederspiegelt, das kann man nur unterschreiben. Das geht viel tiefer als die Oberfläche.

      Aber davon und von so was wie Chakren hab ich eher lückenhafte Kenntnis, abgesehen davon dass ich sicher weiß dass nervliche Erkrankungen grade der Wirbelsäule völlig unerwartete Symptome haben können, und dass Akupunktur wirkt.
      Gibt genug Mythik und Esotherik die handfeste Hintergründe hat, hab ich meine ich schonmal gesagt.

      Gefällt mir

      1. Sehr ungern sage ich es, denn ich will dir wohl, aber ich würde es „Mystik“ bzw. „Esoterik“ schreiben. Tau (sprich tav*) statt Theta ( Θάλαττα, θάλαττα) — soviel Zeit muß sein.

        *Nicht mit dem hebräischen vav zu verwechseln … Ihr werdet zurückkehren vav Millionen weniger.

        Gefällt mir

  10. altrghtcrsdr

    Bitte keine Gewaltaufrufe nach Törner-Diarrhöe-Manier! Wir sind doch keine Honks, die es nötig haben, sich solcherart zu exponieren?

    Die Schriftleitung

    Gefällt mir

  11. altrghtcrsdr

    Jacques Rivette’s Histoire de Marie et Julien (The Story of Marie and Julien) stars Emmanuelle Béart and Jerzy Radziwilowicz as a pair of ex-lovers who get back together after their lives change. Julien (Radziwilowicz) is a clock repairman whose girlfriend has left him. Marie (Béart) is a mysterious woman who does not bleed after being cut. Her boyfriend has died. Marie and Julien had once engaged in an affair when they were each involved with other people, and now that they have no emotional entanglements, they slowly begin a new relationship. This film started decades before as a project in Rivette’s „Scenes From a Parallel Life“ series and abandons the majority of the formal rules imposed by the filmmaker on the other films in the cycle. ~ Perry Seibert, Rovi

    https://www.dailymotion.com/Inserat/videos

    Gefällt mir

  12. B-Mashina

    Schildi, 3. August 2019 um 11:21

    „Da kann man wirklich viel draus spinnen. Aber, das mit dem McDonalds der Musik, ich hege die Vermutung dass da mehr dahinter ist. Ich bin beruflich leider mehr oder weniger gezwungen dem Radiogedudel zuzuhören, und gelegentlich macht da einer solche Elektro-Jugendsender an.
    Da kommt dauerhaft so ein, tut mir leid, elektrischer Akustiksmog, und zwischendrinne dann so im Tonfall „cooles, junges, hippes“ Moderationspersonal dass ständig wieder politische Botschaften vertick-tickt.“

    Zumindest ist der hirnzermatschende „Dudelfunk“ schon lange ein Ärgernis, und das über Grenzen der politisch-Weltanschaulichen Einstellung hinweg! Dudelfunk-Langzeitbeschallung habe ich auch schon erlebt und kann das absolut nachempfinden. Ich habe kein Problem mit elektronischer Musik, im Gegenteil, und obwohl Hip Hop im allgemeinen nicht mein Ding ist, ich diese Szene(n) grossteils regelrecht verabscheue, muss ich doch eingestehen, dass es auch da coole, regelrecht hypnotisierende Musik gibt, die mich anspricht, aber das kann ich eigentlich von fast allen Genres sagen. Aber so was läuft im „Dudelfunk“ nicht, „Dudelfunk“ steht für die stupidest mögliche Form der „Widerkehr des immer Gleichen“, bei den Jugendsendern meist die (getürkten) Charts und irgendein RnB-Schlunz in Dauerrotation, wobei du die Beschallung des Hörers, der regelrecht zugekreischt und auf eine Weise „angesprochen“ wird, die man gegenüber geistig Behinderten als taktlos empfinden würde, treffend beschrieben hast. Aber das ist bei Oldie-Sendern nicht besser! Den ganzen Tag gefühlt fünf Allerweltstitel und dazu Gequatsche, das an Dumpfheit den „Jugendsendern“ in nichts nachsteht. Vor allem wird diese dumpfe Schwundscheiße spermanent als das große tolle Ding an sich angepriesen – „DER GRÖSSTE ROCK UND DAS BESTE VON HEUTE! ROCK-LAND-RADIOOOOHHH!!!“ Oh Mann, ja die gute alte Zeit, als man nicht nur drei Programme sondern nur fünf Musiktitel hatte, von Überforderung keine Spur, yeah Man! Einmal gab es auf besagtem Sender ein Quizz, wo der belohnt wurde, der als erster anrief wenn „Hotel California“ (Eagles) und „I want to know what love is“ (Foreigner) genau hintereinander gespielt würden! Mann, was für eine Publikumsverhöhnung, die zwei Dinger liefen da den ganzen Tag rauf und runter. „The Can“ oder sonstige Pioniere und Progressive? Fehlananzeige. Gottseidank muss ich mir sowas schon lange nicht mehr geben.

    „Bei Smetanas Moldau (deswegen auch das Beispiel ) geht es mir doch etwas anders. Da gehts zumindest mir mal so dass ich die Augen zumachen und den Strom nur beim Zuhören schon fast sehen kann, also doch etwas Emotion.“

    Ja, aber genau das ist ja das „Abbildende“. Die Klassik versucht eben, auf beschreibende Weise Bilder entstehen zu lassen. Natürlich weckt das Emotionen, aber diese sind noch kein anderer oder höherer Bewußtseinszustand oder eine Trance. Daniélou spricht der Klassik die Fähigkeit ab, so etwas zu erzeugen, im Gegensatz zu den Polyrythmien der Afrikaner oder der heiligen Musik der Inder. Jazz/Rock/Beat, die damals ja auch gerne Elemente der indischen Musik aufgriffen, seien dagegen zu begrüßen und ein Mittel, wieder zu der alten, verlorenen, trance-induzierenden Musik zurückzufinden oder neue, eigene Formen zu erschaffen. Technoide Musik geht grundsätzlich in die Richtung (Wen´s erfreut: Techno gilt als reinweiße Erfindung), bei Modern Jazz hatte ich immer beim Hören das Gefühl, in eine andere Sphäre einzutreten, also so wie wenn man in einen Wald tritt und auf einmal von verschiedenen Klängen und Geräuschen aus unterschiedlichen Richtungen und Entfernungen umgeben ist. Deshalb wirkt Jazz, gerade in freier Improvisation, auf mich meist natürlich, der Natur entsprechend auf mich. Wobei das mit dem „Wald“ nur als Sinnbild für jene „Sphäre“ zu verstehen ist, die Jazz zu schaffen im Stande ist. Ach, das Thema ist prädestiniert zum Aneinander-Vorbeireden, auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass der „Dudelfunk“ mit seinen popkulturellen Derivaten, blöden Sprüchen und Indoktrinationsparolen nicht im Sinne von Daniélou ist, der hatte wohl andere Vorstellungen.

    Gefällt mir

  13. altrghtcrsdr

    „Da kann man wirklich viel draus spinnen. Aber, das mit dem McDonalds der Musik, ich hege die Vermutung dass da mehr dahinter ist. Ich bin beruflich leider mehr oder weniger gezwungen dem Radiogedudel zuzuhören, und gelegentlich macht da einer solche Elektro-Jugendsender an.
    Da kommt dauerhaft so ein, tut mir leid, elektrischer Akustiksmog, und zwischendrinne dann so im Tonfall „cooles, junges, hippes“ Moderationspersonal dass ständig wieder politische Botschaften vertick-tickt.“

    Meine erste Truppenverwendung als Zugführer führte mich zurück in den Sumpf. Luftlandeinfanterie (Fallis). Als Frischlings-Zugführer stand mir noch kein eigenes Büro zu. Als ich ankam, war es mir ein Herzensanliegen, die jungen Unterführer (StUffze, Gruppenführer) an Kultur heranzuführen. Eine der ersten Amtshandlungen war es daher, das Radio im Büro von „Radio Prolo-Pop“ auf Deutschlandradio Kultur zu switchen. Der erste Kommentar: „Was ist denn das für eine Kirchenmusik!“ Mir fiel fast das Essen aus dem Mund. Allerdings habe ich dann doch nicht den gut gemeinten Rat eines Offizierkameraden beherzigt, hier eine hochnotpeinliche Körperstrafe zu verhängen…

    Gefällt mir

  14. altrghtcrsdr

    Ja, das war um die Jahrtausendwende, da wehte noch ein anderer Wind. Aber damals ging es ja noch gegen die „konservativen Strukturen“ in Gesellschaft und Politik, und da wurde jede Freiheit eingefordert, solange damit die dreckigen, alten weißen Männer aus ihren „Hinterzimmern“, Füße vorweg, gezogen werden konnten.
    Aber Mann muss ja nicht EVOLA heißen um zu erkennen, dass Meinungsfreiheit, Möhntschenrechte und Toleranz solange gefordert werden, bis die eigene Clique in den Sesseln sitzt. Dann ist schnell Essig mit dem „Gedöns“
    Jedenfalls waren die „Kultursender“ damals noch sehr zurückhaltend politisch, dieses von Schnitzler-Sprech heutiger Tage, undenkbar.

    Gefällt mir

  15. B-Mashina

    „Jedenfalls waren die „Kultursender“ damals noch sehr zurückhaltend politisch, dieses von Schnitzler-Sprech heutiger Tage, undenkbar.“

    Naja, zur Schröder-Ära und um die Jahrtausendwende wurde halt das, was man „Neoliberalismus“ nennt propagiert und durch die Blume gepriesen: Umstrukturierung, Deregulierung, Globalisierung usw. Grade auch in den Kultursendern. Die Vehemenz heute ist aber schon eine andere. In den Nuller-Jahren war es auch so, dass allgemein das gechillte Bild eines sich entvölkernden Landes vermittelt wurde, in dem Brachen freiwurden, die Natur zurückkehre, überall rückgebaut wurde da kein Bedarf mehr an so viel Wohnraum usw. während jetzt die ganz große Verdichtung durchgezogen wird, mit dem Morgenthauplan die Welt gerettet werden soll und die gleichgeschaltete Propaganda maoistische Ausmaße angenommen hat..

    Gefällt mir

  16. Auf der Seite der Snakeoil-Verramscher und polyandrischen Nigga-Luvr gibts aber schon immer wieder Interessantes und Kurioses:

    Steve the bicyclist

    I never liked country music because of all the heartbreak and cheating songs. I think it has been an antiWhite meme weapon since the very beginning of radio! Even the “pure” country music of the far past has a bad message.

    A lot of folks consider country music to be White music, it’s not.

    I am starting to wonder if any music is white music! I hear stories of jew kids getting pushed into various musical instruments at a young age. Perhaps they are “instrumental” in playing classical music as well?

    After all, musicians don’t do real work… They make temporary sounds. Granted it takes skill. But it’s not a solid creation.

    Considering our current plight, it seems like the whole jewish tribe is acting like an orchestra! With discordant notes reaching back in time and various horn sections occasionally popping up (riots) and the constant anti White beat of advertising!

    We have been played!

    -http://www.renegadetribune.com/country-music-stars-are-changing-their-names-to-distance-themselves-from-the-racist-south/

    Gute Frage: Gibt es überhaupt irgendeine weiße Musik? Uns hat ja schon FRANKSTEINs Kunde von der irischen Country-Fiedlerverschwörung das Gruseln gelehrt! Am besten, wir erklären nach der Machtergreifung alle Muzak als „haram“, all Hailz to white TALIBANISM!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.