Im Echoraum des Hasses: „Isch hab ’nem Nescher in de Ranze geschosse“

Wenn du auf der Suche nach Wahrheit bist, belege ein Studium in einem MINT-Fach, oder beschäftige dich mit Thora, Bibel oder Koran (grins). Hier liegst du damit definitiv falsch. Dies ist (nur) ein Blog, also so ’ne Art virtueller Dorfkneipe. Hier kann und darf jeder Angler behaupten, einen Hai aus dem Dorfbach geangelt zu haben. Ich will und werde das nicht überprüfen. Wichtig für mich ist, daß er das clever und unterhaltsam anstellt und nett rüberbringt. Ob jetzt der Gockel auf dem Mist für seine Hühner Schafslämmer schlägt, oder die Aliens sich wieder über das Wurmloch in der Antarktis gemeldet haben, ist für mich so Jacke wie Hose, wie es unterhaltsam rüberkommt. Sicher gibt es auch HIER einige Leute, die fundierte wissenschaftliche Kenntnisse haben, aber wenn ich wissenschaftlich diskutieren will, mache ich das anders und woanders.

(Aus der Blogosphäre)

Eine fesselnde Milieustudie findet sich auf Zeit.de, die den demütigen Leser tief blicken lässt in das faulige Herz Dunkeldeutschlands, West-Sektor, und zwar anhand eines analogen Gegenstücks zu den gemütlichen virtuellen „Dorfkneipen“, wo all die Wutwürger bei geschütztem Kontakt hasserfüllt fachsimpeln. Natürlich ist das, im allgemeinen Kontext betrachtet, wieder mal ein Stück Propagandajournalismus wie er im Buche steht, allerdings macht es durchaus den Eindruck, als wären hier dennoch einige bittere Wahrheiten mit verbacken worden, was insbesondere gegen Ende des Artikelchens zum Ausdruck kommt.

Wächtersbach: Drei Weizen vorher, zwei danach

Ein Sportschütze schießt einen Mann aus Eritrea nieder, in seiner Stammkneipe wird weiter getrunken und auf Flüchtlinge geschimpft. Zu Besuch im Echoraum des Hasses.

Es ist eine gesellige Runde, die sich am späten Freitagnachmittag im Martinseck eingefunden hat, eine Kneipe in einem Wohngebiet von Biebergemünd. An den braunen Holztischen sitzen Schimmel, Kolbe und Chappi. „Wie das Hundefutter“, witzelt der kleine, stämmige Mann im schwarzen Trägershirt, der Kopf haarlos. Alle drei sind über 60 Jahre alt. An den Wänden hängen Kalender mit Pin-Up-Girls und angestaubte Fußball-Fanschals, vom Nikotin über die Jahre vergilbt. Wirt Dirk R. serviert Pils, Apfelwein und Kräuterschnaps. Seinen langen Bart hat er am Kinnansatz mit einem Gummiband abgebunden. Wie ein Zapfen steht der Wuchs nach unten. Ab und an zündet sich einer eine Zigarette an. Die meisten kommen von der Arbeit, man freut sich aufs Wochenende.

Angesichts der Tatsache, dass einer der ihren vor wenigen Tagen fast einen Menschen getötet hatte, sind Wirt und Gäste erstaunlich ausgelassen. Die verrauchte Kneipe hat es in den vergangenen Tagen zu bundesweiter Erwähnung gebracht. Von hier aus machte sich der 55 Jahre alte Roland K. Montagmittag nach dem Frühschoppen auf, um im benachbarten Wächtersbach einen Flüchtling zu ermorden. Hierher kehrte er nach seiner Tat zurück. Drei Weizen vorher, zwei danach. Als er zurückkehrte, hat er laut Gästen eine schwarze Stofftasche dabei, in der sich vermutlich die beiden halbautomatischen Pistolen befunden haben, die die Polizei später sicherstellt. „Isch hab ’nem Nescher in de Ranze geschosse“, soll K. in breiter südhessischer Mundart zum Wirt gesagt haben. Ranzen ist der Bauch. – „Roland, babbel kein Mist.“

K. zahlt die Zeche, steigt in seinen Toyota Corolla, fährt runter auf eine halb vertrocknete Wiese gleich gegenüber dem Sportplatz des TSV Kassel 1908. Er greift zum Handy, wählt den Notruf und berichtet von seiner Tat. Dann nimmt der pokalgekrönte Sportschütze eine der beiden Pistolen, Kaliber 45, und schießt sich in den Kopf. Wenige Minuten später kreist ein Hubschrauber über Biebergemünd. K. wird noch reanimiert, kurz darauf ist er tot.

Bürgermeister: „Es gab nie ein Problem“

Sein Opfer hatte er nach bisherigen Erkenntnissen wahllos ausgewählt. Der 26 Jahre alte Bilal M. ging an diesem Montagmittag die Industriestraße in Wächtersbach entlang, als Roland K. aus dem fahrenden Auto heraus mit seiner Neun-Millimeter sechs Mal auf ihn schoss. Fünf Projektile verfehlten das Ziel, eines schlug gleich neben dem Bauchnabel ein. Der gebürtige Eritreer, der 2012 als Flüchtling ins hessische Wächtersbach kam, muss notoperiert werden. „Hätten die Passanten nicht sofort Hilfe geholt, wäre er vermutlich verblutet“, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle. „Er hatte viel Glück.“ Sein Zustand sei inzwischen stabil. Er nennt die Tat klar rassistisch motiviert. Chappi aus dem Martinseck meint: „Hätten da mehr von denen gestanden, hätte er auch die abgeknallt.“

Seit der Tat hat sich viel verändert im Main-Kinzig-Kreis. Weltoffen und tolerant sei man hier im Speckgürtel der internationalen Finanzmetropole Frankfurt, sagt der Wächtersbacher Bürgermeister Andreas Weiher in seinem Büro. „Die Integration lief vorbildlich“, betont der SPD-Politiker. Die Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen habe auch in der Hochphase im Jahr 2015 gut funktioniert. Dezentrale Unterbringung in privaten Unterkünften, zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen, Unterstützung der Kirchen, Bildungsangebote, Sprachkurse. „Es gab nie ein Problem.“ Und jetzt sei einfach einer gekommen und „schießt einen Farbigen wegen seiner Hautfarbe ab“.

Seine Stadt habe ein starkes Zeichen gesetzt, sagt Weiher über seine Bürger. Einen Tag nach den Schüssen versammelten sich am Dienstagabend etwa 400 Menschen am Tatort an der Industriestraße, um bei einer Mahnwache ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Doch da es gab auch die andere Seite. „Die, die meinen, sie ist schuld“, sagt Weiher und formt die Merkel-Raute. Nach der Tat habe er befremdliche Anrufe bekommen. „Das war doch nur ein Flüchtling, der lebt doch noch“, habe einer gesagt. Weiher wird nachdenklich. Da gebe es eben noch immer diese Neiddebatte, dass es einem Flüchtling besser gehe als einem selbst. „Es hat sich etwas verändert in der Wertevermittlung“, glaubt Weiher. „Die Gesellschaft driftet auseinander, es sind Hemmschwellen gefallen.“ Eine der Kernursachen für die Enthemmung sind für den Bürgermeister die sozialen Medien.

Womöglich steht Wächtersbach für viele Provinzorte in Deutschland, in denen die Fassade glänzt, während das Fundament unbemerkt zu schimmeln begonnen hat. Vordergründig scheint das gesellschaftliche Gefüge in Ordnung, man geht auf die Straße und steht für weltoffene Überzeugungen ein. Und doch muss die Region nun erkennen, dass es nicht nur dort brodelt, wo man es eigentlich schon erwartet – in Sachsen oder Brandenburg –, sondern auch hier am Rande der Boomtown Frankfurt. Menschen, die öffentlich nicht auffallen, die sich aber, wie einige Politiker hier sagen, abgehängt fühlen. Die von Unzufriedenheit und diffusen Ängsten getrieben werden und Hassbotschaften verbreiten.

Wie schon nach dem Attentat auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke begann auch nach dem Mordversuch an Bilal M. auf Facebook die Hetze. Unter verschiedenen regionalen Accounts wetterten Nutzer gegen die Solidarität für den Eritreer. Für manche ist Roland K. ein Held.

Angespannte Sicherheitslage

In einer ersten Zwischenbilanz fünf Tage nach der Tat gehen die Ermittler von einem „frustrierten, isolierten Einzeltäter“ aus, der aus rassistischen Motiven habe morden wollen. Das sollte nicht als Entwarnung verstanden werden. Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, spricht von einer angespannten Sicherheitslage. „Schwerste Gewaltstraftaten durch Einzeltäter oder Kleinstgruppen, auch die Bildung terroristischer Gruppen innerhalb des rechten Spektrums, müssen in Betracht gezogen werden“, zitierte Der Spiegel aus einem vertraulichen Protokoll zu einer Sondersitzung des Bundestag-Innenausschusses zum Mord an Lübcke Ende Juni. Es bestehe „eine Dringlichkeit“ zu handeln.

Die Stammgäste im Martinseck beschreiben Roland K. als jemanden, der einige Tiefschläge erlebt hatte. Zwei Ehen gescheitert, den Job als LKW-Fahrer verloren, durch Hartz IV in Geldnot geraten, vor einigen Jahren sei zudem sein Hund gestorben. Der Boxer habe Krebs gehabt und sei beim Gassigehen tot umgefallen. Danach sei K. in seine damalige Stammkneipe gegangen und habe angefangen zu weinen. „Ein Tier ist besser als ein Mensch“, habe er gesagt. „Der Roland, der war auch weich, kein Killer“, sagt ein Bekannter aus dem Schützenverein.

Auch sein Vermieter fand an K. nichts Auffälliges. Als er sich damals für die Wohnung bewarb, sei er der einzige gewesen, der direkt eine Verdienstbescheinigung vorgelegt habe. Sogar, dass er Sportschütze sei, habe er ihm gesagt und gefragt, ob das ein Problem sei. Zu den Geburtstagen und an Ostern habe der den Kindern Schokolade geschenkt. Mit der thailändischen Frau des Nachbarn habe er immer nett geplaudert, sein Essen habe er sich oft beim Inder geholt. Schlimm sei nur sein Husten gewesen. K. war starker Raucher.

Vor anderthalb Jahren etwa habe er dann das erste Mal gesagt, „dass er einen mitnehmen“ wolle, sollte er sich eines Tages umbringen, erzählt der Wirt. Auch wenn K. diesen Satz öfter gesagt habe, ernst genommen habe das niemand. Dass man ihm nun Vorwürfe mache, die Ankündigung einer Straftat den Behörden nicht gemeldet zu haben, sei absurd. In der Kneipe werde viel dummes Zeug erzählt, „Gebabbel halt“. Gegen Ausländer habe K. immer wieder gewettert. „Der Roland hatte ein Problem mit Asylanten und Flüchtlingen“, sagt der Wirt. „Die haben ihm halt nicht geschmeckt.“

Und doch muss etwas passiert sein in der Gedankenwelt des Roland K., was seinen Hass auf Asylbewerber und Flüchtlinge so groß werden ließ, dass er wenigstens einen von ihnen töten wollte. Einer der Gründe findet sich vielleicht auch im Martinseck in Biebergemünd, wo Roland K. einen idealen Echoraum für seine Vorurteile fand. Hier sagt man auch im Beisein eines Journalisten, was man von Flüchtlingen und Solidaritätsaktionen hält. Im Martinseck bekommen anonyme Facebook-Einträge plötzlich ein Gesicht.

„Was der Roland gemacht hat, das ist nicht richtig“, sagt Kolbe, Schnauzbart, stoppliges Haar, Blaumann mit kurzen Hosenbeinen. „Aber eine Mahnwache? Das ist doch ein Witz. Der ist doch nicht mal tot“, sagt der LKW-Fahrer. „Die vergewaltigen unsere Frauen, da gab es noch nie eine Mahnwache. Eine Riesensauerei ist das. Dass da Hass entsteht, kann ich verstehen. Aber da ist auch die Führung dran schuld“, winkt Kolbe ab, „die in Berlin.“ Eine Regierung, die unfähig sei, hart durchzugreifen und kriminelle Ausländer abzuschieben. Andere Länder seien nicht so blöd. „Was ich sage, ist nicht ausländerfeindlich. Wir sind hier keine Nazis“, betont er. „Wir trinken hier auch mit Türken, Jugos und Bulgaren, da gibt es gar kein Problem“, sagt er. „Aber wenn das gewisse Pack kommt und sich nicht benimmt, dann raus damit.“ Aus dem Hintergrund schaltet sich Schimmel ein: „Eigentlich müsste man den Staat erschießen.“

Das enthemmte Wort besorgt Beate Rilke schon seit einiger Zeit. Die Pastorin von Wächtersbach sitzt an ihrem Schreibtisch im Pfarrbüro, vor ihr ein Wust an Papier. Seit 14 Jahren betreut sie die Gemeinde. Sie hat gemerkt, dass sich die Kultur des Miteinanders verändert hat. Um die Gemeinschaft zu stärken, hat Rilke unter anderem interreligiöse Gebete im Schlossgarten organisiert – Seite an Seite beteten da Muslime, Katholiken, Evangelen und ein orthodoxer Kaplan aus Eritrea. Auch Rilke musste sich für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe einiges anhören. „Warum macht ihr das für die, würdet ihr das auch für Deutsche tun?“ Schuld an der Situation habe auch die AfD, die mit ihren Äußerungen das soziale Klima vergifte. Um die 20 Prozent erhielt sie in der Region bei den letzten Landtagswahlen 2018. Das erste, was Rilke nach der Tat durch den Kopf gegangen sei, seien die Worte von AfD-Chef Alexander Gauland gewesen. Der hatte nach der Bundestagswahl 2017 gesagt, dass man den politischen Gegner jagen und vor sich hertreiben wolle. „Solche Sätze machen etwas mit Menschen“, sagt sie. Das sei kriegerische Rhetorik. „Wenn jemand gewalttätig kommuniziert, dann kann das Gewalt werden.“

Angst, auf die Straße zu gehen

Es gibt weitere Menschen in Wächtersbach, die der AfD eine Mitverantwortung geben. Reiner Bousonville, Fraktionschef der Grünen im Kreistag, nennt die Partei gar den „geistigen Wegbereiter“ für die Tat von Roland K. Stephan Siemon, der einzige Buchhändler im Ort, spricht von einem „veritablen Problem mit rechtrandständigen Menschen“ in seiner Stadt. Seit der Tat hätten Menschen mit Migrationshintergrund Angst, auf die Straße zu gehen. „Das ist bestürzend.“ Man müsse endlich aufhören, die Gefahren durch die AfD kleinzureden, und klare Grenzen ziehen. Auf die Wähler der Rechtspopulisten müsse man freilich zugehen, die Partei aber „muss zurück in die Schmuddelecke hinter den Schmuddelzaun“. 

Ob eine Ächtung und Isolierung der AfD allein ausreicht, darf nach dem Gespräch mit den Stammgästen im Martinseck bezweifelt werden. „Was sollen wir mit der AfD?“, fragt Kolbe, runzelt die Stirn und wirft die Hand in die Luft. „Die haben nichts, keine Idee, kein Konzept, gar nichts. Die sind einfach nur dagegen.“ Chappie ergänzt: „Die AfD braucht keine Sau.“ Die Stammgäste im Martinseck wollen eigentlich niemanden mehr wählen. Schenkt man ihnen Glauben, sind sie so etwas wie politische Heimatlose, die auf der Suche nach dem Zuhause ziellos durch die deutsche Parteienlandschaft wandern.

Wirt Dirk will gleich zumachen, die ersten Gäste verlassen das Kneipenwohnzimmer. Ob man den Roland hier eigentlich vermisst? „Nö“, sagt der Wirt. „Der eine ist weg, dann kommt halt der Nächste.“

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Ja, ein Artikel mit allem drum und drin, und insbesondere die Schlusspointe ist ein wahres Meisterstück: Ließe sich so etwas vielleicht verhindern, wenn es in diesem hässlichen Hassland „ein Stück weit“ mehr menschliche Wärme gäbe und Hass und Langeweile nicht die einzigen verbindenden Elemente darstellten? In der Tat hätte der Autor kein besseres Ende für seinen Artikel finden können, als einfach die Worte von „Wirt Dirk“ für sich sprechen zu lassen:

Wirt Dirk will gleich zumachen, die ersten Gäste verlassen das Kneipenwohnzimmer. Ob man den Roland hier eigentlich vermisst? „Nö“, sagt der Wirt. „Der eine ist weg, dann kommt halt der Nächste.“

Oder, um es mit den Toten Hoden und ihren zehn kleinen Jägermeistern zu sagen:

Einer für alle, alle für einen, wenn einer fort iss, wer wird dann gleich weinen? Einmal triffts jeden, ärger dich nicht, so geht´s im Leben, Du oder Ich!

Haben also die, die da mehr sind, doch „ein Stück weit“ recht? Man könnte es zumindest grade meinen, bei den erschütternden Dokumenten für sinnlos-leer verkackte menschliche Existenz, die man zuweilen in den Echokammern des Weltnetzes vorfindet:

Kapitän Nemo sagt:

25. Juli 2019 um 0:44

(…)

Frankstein, möge Deine Schreib- und Denkgewalt Dir noch lange erhalten bleiben, auf all meinen Reisen durch die heutige Zeit, hab ich nur einen wie Dich gefunden, und dafür bin ich meinem Weg dankbar… und zu Dir… hättest Du ein Buch geschrieben, es ist gar nicht auszudenken… den Gedanken nehme ich mit auf die Reise. Lebt wohl!

Und hoffet, dass da der CODE 117 nicht kommt!

Wohlgemerkt, der EINE ist nichts als ein notorisch-chronischer Hohlschwafler und Dummphantast, den man persönlich noch nicht einmal kennt – bitter und traurig!

Kein Verlust

Bildquelle: Youtube-University

Eine Heroin des zeitgeistigen betroffenheitskulturellen „Fishing For Compliments“ ist überraschender Weise verendet. Ein Verdacht auf Suizid hat sich bis auf weiteres noch nicht bestätigt, verwundern würde es allerdings nicht, wenn man in Betracht zieht, wie die Betreffende durch Bedienen sämtlicher momentan gewertschätzter Tugend-Register abgesahnt und ihr Ego gefüttert hat. Auch darf ruhig darüber gemutmaßt werden, inwieweit dies alles ins Pathologische ging und sie selbst ihre Münchhausiaden glaubte. Auf jeden Fall kann die Existenz wie ein Kartenhaus zusammenkrachen, wenn das alles aufgedeckt wird und einem dann noch AUSGERECHNET der Relotius-Spiegel den Boden unter den Füßen wegzieht. Leider ist der Schoß, aus dem solche Dinge kriechen, ein überaus furchtbar fruchtbarer und so bleibt eine biologische Lösung dann doch eher die Ausnahme.

Exemplarisch für diese Zeit und ihre Ungeister ist der Fall allemal und sicherlich auch aus der Perspektive der Memetik heraus nicht uninteressant, was wir hier aber angesichts der etwas, äh, „heiklen“ Zusammenhänge nicht weiter ausführen wollen.

Von „Deutsche Welle“ über MSN am 27. Juli des laufenden Jahres:

Bloggerin Marie Sophie Hingst ist tot

Die Historikerin und Bloggerin, die eine jüdische Familiengeschichte samt Holocaust-Opfern erfand, wurde tot in ihrer Wohnung gefunden, wie die „Irish Times“ erst jetzt berichtet. Die Umstände ihres Todes sind unklar.

Nach Angaben der irischen Tageszeitung wurde die 31-jährige Deutsche, die lange zu den erfolgreichsten deutschen Internet-Autorinnen gehörte und in Dublin lebte, am 17. Juli tot in ihrem Bett entdeckt. Laut Polizei gab es keine Fremdeinwirkung; eine Autopsie soll Klarheit darüber bringen, ob die junge Frau Selbstmord begangen hat. Hingsts Mutter Cornelia bestätigte dem Magazin „Der Spiegel“, dass ihre Tochter gestorben sei.

Im Juni dieses Jahres war Marie Sophie Hingt international in die Schlagzeilen geraten, weil sie eine jüdische Familiengeschichte erfunden hatte und bei der Gedenkstätte Yad Vashem in Tel Aviv mit dem Einreichen von sogenannten Gedenk- oder Opferbögen zu 22 angeblichen Verwandten den Eindruck erweckt, große Teile ihrer Familie seien im Holocaust umgekommen.

Preise für die Bloggerin

Sophie Hingst wurde mit ihrem Blog „Read on, my dear“ bekannt. Für ihre Arbeit, das Erzählen der Leiden ihrer vermeintlichen jüdischen Vorfahren, erntete Hingst viel Anerkennung. 2017 wurde sie zur „Bloggerin des Jahres“ gekürt. Im Jahr darauf verlieh ihr die „Financial Times“ bei einem Essaywettbewerb den „Future of Europe“-Preis. Auch da sprach Hingst von ihrer angeblichen jüdischen Familie und verglich deren Schicksal mit dem der Flüchtlinge, die heute an Europas Küsten stranden. Es gab viel Beifall.

Doch dann wurde bekannt, dass die Bloggerin die Geschichte über ihre Familienabstammung frei erfunden hatte. Tatsächlich stammt sie aus einer evangelischen Familie, wie der „Spiegel“ herausgefunden hatte. Ihr Großvater soll nicht – wie von ihr behauptet – Häftling im Vernichtungslager Auschwitz gewesen sein, sondern evangelischer Pfarrer. Auch von weiteren angeblich jüdischen Familienmitgliedern fanden sich keine Spuren.

„Eine verwirrte Seele“

Der Historiker und Holocaust-Forscher Micha Brumlik sagte im DW-Gespräch, dass die junge Frau ihm leid tue. „Ich habe mich freilich gefragt, ob so etwas vorkommen kann im Rahmen des Umstandes, dass ja die Frage des Holocaust, seiner Opfer und seiner Täter, ein wesentliches Thema in Deutschland ist. Und so kann ich mir vorstellen, dass die eine oder andere verwirrte Seele – Frau Hingst ist ja nicht der erste Fall – das in die falsche Kehle bekommt und für sich selbst falsch aktualisiert.“

Ähnlich sieht es der Journalist Derek Scally, der Marie Sophie Hingst vor einiger Zeit in Dublin interviewt hat – und dem sie trotz der „Spiegel“-Veröffentlichung erneut von ihrer jüdischen Verwandtschaft und ihrer vermeintlichen Mutter Rachel erzählte, ihm sogar einen gelben Judenstern zeigte, der angeblich ihrer Großmutter gehört habe. Auch Scally hatte Mitleid mit der Deutschen.

Cornelia Hingst über ihre Tochter

Der Reporter führte später ein paar Telefonate nach Deutschland und stieß auf Cornelia Hingst. Sie sei die echte Mutter, offenbarte sie, eine Rachel gebe es nicht – und dass ihre Tochter in mehreren Welten lebe, sie aber nur Zugang zu einer habe. Sie berichtete Scally auch davon, dass Marie Sophie mehrmals wegen psychischer Probleme in Therapie gewesen sei und sich in Irland endlich eine neue stabile Existenz aufgebaut hatte.

All das brach nach der Enthüllung ihrer Lügengeschichten zusammen. Als Cornelia Hingst den Irish-Times Reporter jetzt wieder kontaktierte, teile sie ihm mit, ihre Tochter sei tot aufgefunden worden.

suc/jj (Irish Times, Spiegel, dpa)

Erotisches zum Wochenende

Fit im Schritt, die Svenja. Bildquelle: PI

Also irgendwie macht euren demütigen Erotiker obiger Schnappschuß TIERISCH an und lässt derb-rustikale Gedanken an niedere Minne, Parkplatztreffen, „Dogging“ usw. mit einer untervögelten, üppig-vollgefressenen reifen Dame aus der politischen Klasse aufkommen, was aber im sexualhöllischen Klosterschulladen „Wordpest“ nicht näher ausgeführt werden soll. Was es dazu bei PIPI-News zu lesen gibt, erhöht noch den Kitzel. Ist das jetzt schon „erotisch“ oder doch „nur“ pornografisch?

„Ist der Volkslehrer möglicherweise die intelligenteste KI, die hier auf Erden als Mensch rumläuft?!!“

Der Erzähler muss demütigerweise gestehen, dass er nicht mehr sagen kann, was ihn die Tage auf die Seite „bumi bahagia / Glückliche Erde mit glücklicher Kreatur“ verschlagen hatte, zu überwältigend war die Flut an esoterischer Weisheit, in die er dort augenblicklich eintauchte, und die ihn, wider Erwarten, in einen wahren Strudel scheinbar neuer Eindrücke und Erkenntnisse zur sattsam bekannten Sprechpuppe Nikolai, dem Volksleerer, hineinriss:

Who is he, the Volkslehrer Nikolai?

(…)

„Hinweis zum Volkslehrer!

Ist der  Volkslehrer eine von den NWO-Schergen eingesetzte künstliche Intelligenz?

Ist er ist ein weiteres Werkzeug, um die Deutschen zu spalten?

Diese Info habe ich heute morgen erhalten und sogleich bei der geistigen Welt nachgefragt, ob es stimmt. Die Antwort:

„Ja, das ist die Wahrheit.“

MIttlerweile beobachte ich seine Aktionen nur noch am Rande, weil mich das inzwischen nicht mehr ansprach. Aber ich habe ihm bis zuletzt gute Absichten unterstellt, und ein wenig zu viel an EGO. Und mehr als ein Jahr fand ich ihn richtig gut.

Aber so ist es möglicherweise nicht. Er ist möglicherweise einer, der die Erwachenden und die bereits Erwachten entweder einfängt oder abstößt, und genauso die noch Schlafenden.

Er polarisiert und spaltet uns in verschiedene Lager auf. Dabei geht er geschickt und subtil vor, gibt den großzügigen Erwachten, der nur scheinbar korrekte Fragen stellt.

Mit dem Verstand ist er nicht zu durchschauen. Aber mit dem Herzen.

ESO ein:

Alle Wesenheiten, die hier in einer Art menschlichem Körper unter uns wandeln oder wandelten, denen ich eine „Energetische Überlagerung“ angeboten habe, haben diese Überlagerung durchgeführt.

Manchmal war das nicht gut für mich, und ich musste auch schon Hilfe anfordern, wenn die Gäste meiner Aufforderung, sich wieder von mir zu trennen, nicht folgen wollten. Oder sie wollten einen Teil von mir mitnehmen.

Im Galaktischen Kodex (https://transinformation.net/der-galaktische-kodex/) ist sogar das Recht auf Verschmelzung garantiert, das ist eine noch stärkere Vereinigung.

Nur Nikolai, der Volkslehrer nicht. Genau wie Winston Churchill.

Denn es sind vermutlich beides künstliche Intelligenzen, die können das überhaupt nicht. Aber das soll ich ja nicht merken, deshalb rannte Churchill davon, damals, vor ungefähr einem Jahr. Ich hab das damals nur anders interpretiert.

Der Volkslehrer ist möglicherweise die intelligenteste KI, die hier auf Erden als Mensch rumläuft. Und eine der wenigen Möglichkeiten, das zu erkennen, ist es, in sein Herz fühlen zu wollen. Um dabei zu erkennen, daß da noch nicht mal ein Energie-Körper ist, so wie ihn sogar auch die dunklen Wesenheiten hier haben…“

https://bumibahagia.com/2019/07/12/who-is-he-the-volkslehrer-nikolai/

Nochmal:

Der Volkslehrer ist möglicherweise die intelligenteste KI, die hier auf Erden als Mensch rumläuft.

So hat das der Erzähler noch nie betrachtet, da kann man wirklich demütig werden! STUNNING, wie der Lateiner sagt!

So brauchte es auch eine gute Weile, bis er wieder von diesem geradezu psychedelischen Erkenntnistaumel heruntergekommen war und sich demütig auf seine ureigenen, demütig-rationalen Wurzeln besinnen konnte. Ja, so dämmerte es ihm, offensichtlich ist der fesche Nikolai der Licht-und-Liebe-Fraktion nicht mehr, äh, „koscher“, aber all das esoterische Wortgeklingel konnte auf längere Sicht dann doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass man dafür reichlich lange gebraucht hat.

Nein, der Erzähler hat sich da bei aller Demut nichts vorzuwerfen, denn dass sich bei der Sprechpuppe Nikolai so einiges nicht so recht mit dem Bild deckt, das hier vermittelt werden soll, ist ihm schon lange klar, und das einfach Dank seiner Beobachtungs- und Auffassungsgabe, ohne dass er „bei der geistigen Welt nachfragen“ oder gar einen „Galaktischen Kodex“ zu Rate hätte ziehen zu müssen! Und es sind nicht allein die fragwürdigen und hirnrissigen Unterrichtseinheiten in Sachen Begriffserklärung („links“ und „rechts“) die, unter schwerstem Mißbrauch des weisen Konfuzius, dem dummen Mitläufervolk als „Bildung“ verkauft wurden, auch nicht seine peinlichen Patzer hinsichtlich historischer Daten, etwa dem Zeitpunkt der Schlacht von Stalingrad oder dass Hess 1942 nach England geflogen wäre, „um den Kriegsausbruch zu verhindern“ (O-Ton VL!), welche die endgültige Gewissheit darüber brachten, dass man es hier mit einem Deppenmagneten und Rosstäuscher der Extraklasse zu tun hat. Das wäre zwar alles ja schon penläch genug für einen richtig Rechten und Ex-Leerkörper, auch wenn die Sprechpuppe Nikolai dies mit ihrer Rolle des tapsigen frischaufgewachten Neulings nach Kräften zu kaschieren versuchte, der gerade eine neue Welt für sich entdecke oder so ähnlich. Nein, die komplette Hohlheit des Leerkörpers offenbarte sich dem Erzähler vollends, als die Sprechpuppe dem jungsteinzeitlichen Sonnenobservatorium Goseck einen Besuch abstattete und dies mit einem Leervortrag für die Utube-University im Fach „Heimat&Kultur“ verband:

Auf meiner Reise nach dem Süden musste ich unbedingt am Sonnenobservatorium in Goseck haltmachen. Was ich dort gespürt und wen ich getroffen habe … doch sehet und höret selbst!
Das großartige Lied im Video ist von Axel Schlimper – Im Zeichen der Sonne.

Was er dort „gespürt“ hat, war wohl etwas anderes, als der pseudoesotersiche Mumpitz, den er seinem Publikum verzapft hat, so von wegen Kraftort, Kraft der Sonne oder so, ne, es war wohl eher so was wie „Möhnntsch, was für einen Scheißdreck sauge ich mir zu dieser Location wieder aus den Wurstfingern, gar nicht so einfach, wenn man kreuz und qer durch die BRD gehetzt wird und so gaar keine Ahnung von nix hat!“ Und wen der er dort getroffen hat, nun, das war halt der Führer (nicht Föhrer!) der diese archäologische Anlage betreut und Interessierten wissenswertes dazu und zur Prähistorie im allgemeinen erzählt. Der Volksleerer war aber überhaupt nicht interessiert, mit irgendwelchen „Schnurkeramikern“ brauchte ihm der Bartkauz erst gar nicht kommen, NEIN, Germanen mussten her, Germanen waren das, Germanen hatten vor 7000 Jahren das Sonnenobservatorium erbaut und folglich konnte der Führer sich seine „Schnurkeramiker“ sonst wohin stecken, der Leerer überfuhr ihn mit beliebigem Scheißdreck über „Germanen“ und versuchte dem einigermaßen verdatterten Mann, dessen zaghafte Ansätze, darauf zu verweisen, dass es damals noch überhaupt keine „Germanen“ gegeben habe, vom Leerer in plumpster Überrumpelungsmanier übergangen wurden, noch irgend eine Form der Zustimmung für sein völlig zusammenhangloses Geschwalle abzunötigen – wirklich erbärmlich, man muss es gesehen haben!

Aber das war noch gar nichts, die absolute Krönung hatte der Hohlleerer bereits zum Einstieg (ab Minute 3:00) geliefert: Einer Stele, beschriftet mit Informationen zu der Stätte, konnte der Hohle entnehmen, dass diese nicht nur ein Ort nüchterner Observation der Sonne und der Gestirne gewesen wäre, sondern, ei der Daus, ein Heiligtum! Da glimmt das Lämpchen in der Leerbirne und flugs wird diese Info dahingehend aufgeblasen, dass „die Germanen“ vor 7000 Jahren das Christentum erfunden hätten! Wie das? Nun, ganz einfach, der Begriff „Heilige Messe“ wurde im „germanischen“ Sonnenobservatorium Goseck geprägt: Das Ding war „heilig“ und es wurden dort „Messungen“ angestellt – also „Heilige Messe“ – Bullshit Bingo! So macht Frühgeschichte Spaß, zumindest den Hornochsen, die dämlich genug sind, dem Vollleerer zu folgen und die wohl sein Zielpublikum darstellen. Wem da nichts dämmert, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen, denn der Ursprung von (heiliger) Messe liegt eindeutig in der lateinischen Liturgie! Wers nicht glaubt, der kann ruhig bei Wikipedia nachschlagen, das ist keine Schande, denn in diesem Fall ist dort Wahrheit, ganz im Gegensatz zu des Leerers Wurstfingern:

Das Wort Messe (lateinisch Missa) leitet sich von der Entlassungs- und Sendungsformel der lateinischen Liturgie „Ite, missa est!“, „Gehet hin in Frieden“, wörtlich „Geht hin, es ist die Aussendung!“ ab.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Messe

Für jeden halbwegs intelligenten Mitteleuropäer sollte sich der Leerer damit erledigt haben, was Authentizität, Glaubwürdigkeit und Substanz anbelangt. Es kann immer mal vorkommen, dass sich jemand mit Daten oder sonstwie verhaspelt und verquatscht. Aber DAS ist etwas , was sich jemand überlegt und zusammengedacht hat. Entweder der Leere selbst oder seine Souffleure. Und DAS ist ein dermaßen gewaltiger Scheiß, dass völlig klar ist, dass hier eine Verarsche läuft. Punkt. Und nochmal: es reicht der Verstand, man braucht weder „Herz“, noch die „Geistige Welt“ noch einen „Galaktischen Kodex“ – gut, wem es an Auffassungsgabe mangelt, kann es auch mit sowas versuchen.

Bleibt die Frage, wer

die intelligenteste KI, die hier auf Erden als Mensch rumläuft

programmiert hat und nutzt. Klar, „Dienste“ und VS liegen da auf der Hand, enthält nicht das neue Bayerische Polizeiaufgabengesetz, das die AfD gerne bundesweit eingeführt haben möchte, neben so Leckerlis wie unbegrenzt dehnbarer Willkürhaft für „Gefährder“, nicht ziemlich exakte Vorgaben für genau diese neue Art von „Method-Actor“ in tiefen Staatsdiensten? Eine liebe Mitblockerin, am Rande des Weltnetzes im Kyffhäuser oder so in Stellung, irgendwie Ex-NPD und Liedermacherin, dabei zwischen räächts und links, Heidentum und David Icke irrlichternd (sachlich zu verstehen, will die gute Frau nicht in die Pfanne hauen), schwört allerdings Stein und Bein, dass eher knallharten Nazi-Kreisen aus Übersee, USA oder Kanada die KI-Sprechpuppe Nikolai gehöre und wenn sie darauf hinweist, dass die HP des Leerers auf einem kanadischen Server läge und kein 08/15-Aufgewachter auf die Idee käme, mit seiner Netz-Präsenz so zu verfahren, dann kann man durchaus ins Grübeln kommen, und wenn sie konstatiert, „ich sehe, wie er lügt!“ dann bleibt auch dem Erzähler nur ein zutiefst aufrichtiges METOO!

Sicher ist, der Nikolai ist ein Hetzer, Spalter und Verwirrer im Wortsinn, da haben die Braun-Esos von der glücklichen Erde schon recht, aber unter der Flagge der Einigkeit und des Vaterlandes, nicht offen unter dem Chaosstern, der kaum jemanden überzeugt außer denen, die schon irgendwie „rechts“ stehen und dabei nicht sonderlich helle sind, und ansonsten nur polarisiert und verdummt – die „rechten Kerle“ gegen die „linkischen Linken“ oder so.

Aber Tränen lügen doch nicht, oder? Naja, wenigstens fährt er sich hier nicht unmittelbar vorher, so wie in seinem nicht mehr auffindbaren Vortrag zu „Der Lotse“, mit der Hand verdächtig in die Glotzböbbel:

Tante Lisa sagt: 14. Juli 2019 um 2:56

Anhand der Zustände könnte man wirklich so beherzt weinen, wie es der Volkslehrer hier tut.

Nikolai Nerling bricht in Tränen aus…Ausschnitt (2018)

Der Volkslehrer zitiert ein bewegendes Gedicht, ein Bekenntnis zu Deutschland (4 Minuten)

Ach Tantchen, das ist nicht „beherzt“, das ist ganz erbärmliches Schmierentheater. Leider fallen da auch Leute drauf rein, die man für etwas heller gehalten hat, aber naja, Hausfrau und Heino-Groupie (die Braun-Esos von „Bumsi Behagia“ oder so bemängelten unter anderem noch, dass der Leerkörper „deutschen Muff“ verbreite – auch da kann man nur zustimmen, besser wäre noch „dumpfdeutscher Muff“, pardong, aber das gibt es durchaus) aus der schwäbischen Provinz, da ist mitunter doch schneller als erwartet das kognitive Limit erreicht, sei es bei den schmierigen Widerlingen beim „schönen Paar“ Andreas Popp/Eva Hermann, dem „schönen Mann“ Stürzenberger, oder eben dem feschen Nikolai:

Nuada 13. Mai 2019 um 11:47

A propos Volkslehrer: Was haltet ihr von dem? Ich bin ja grundsätzlich gegen alles skeptisch, was einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht, aber bei ihm habe ich wirklich nichts Verdächtiges gefunden. Ich finde, er macht alles richtig, und ich mag ihn.

https://nuada1111.wordpress.com/2019/04/22/gespraechsrunde/comment-page-1/

Klar, werte Nuadamandia, wir sind ja immer so blendend informiert, schlau und instinktsicher – aber wie war das noch mal mit den Frauen, die Zivilisationen runieren? Kleiner Scherz, Kenner wissen ja, dass es sich dabei nur wieder um einen handelsüblichen hebräischen Schabernack handelt. Und dass mir keiner rumheult! Alles geschützter Kontakt hier.

Wer will da sagen, wo die Reise hingeht, wenn der Weltfeind IRRE ist?

Im Kommentarbereich von MORGENWACHT, und zwar in Bezug auf einen Artikel zu Bibis nuklearen Geistesblitzen, kann man gerade eine inspirierende Diskussion zwischen der geschätzten Luftpost und einem „John Doe“ verfolgen, in welcher gerade letzterer das gegenwärtige Elend sehr schön auf den Punkt bringt:

Ich kann die wirklich zahlreichen Bedrohungen, die du kundig beschreibst, sehr wohl sehen, ich würde sie mir wegwünschen, weiß aber, dass sie existieren. Ich kann auch meine Beschwichtigungen sehen. Und ich kann noch etwas sehen: Entropie, chaotische Zustände mit von niemandem beabsichtigten Folgen, vielleicht durch Eintritt weiterer Spieler, durch unerwartete Konkurrenz, falsch eingeschätzte Gegner und, gerade bei den Auserwählten, keine Immunität gegen das eigene Gift.

Wer will sagen, wo die Reise hingeht?

Aber da wir es offensichtlich nicht mit einer nur herablassenden Elite zu tun haben, der es genügen würde, uns zu beherrschen und zünftig auszubeuten, sondern mit einer zerstörerischen Clique, die den Tiger totpeitschen will, auf dem sie reitet, kann es durchaus dazu kommen, dass die Verfallserscheinungen den Reiter aus dem Sattel werfen.

Nehmen wir mal das Thema Replacement Migration:

Hätte ICH vorgehabt, Mitteleuropa rassisch auszulöschen, so hätte es keinen Aufschrei gegeben: endlose Beauty Contests in Nigeria hätten Hunderttausende virile Beglücker ins Land gespült, während barock ausgestattete Austauschprogramme für asiatische Uni-Weibchen die europäischen Männer mehr als ausgelastet hätten. Ich hätte die Industrien ganz gelassen, auf jede Degeneration verzichtet und freudig abgewartet, bis das ganze Land im Konzert mit Herrn Coudenhouve-Kalergi noch einmal im Grab laut aufstöhnt und dann befriedigt kompostiert.

Hervorhebung durch den Zitierer

Insbesondere dem letzten Absatz kann der Erzähler nur in aller Demut zustimmen! Wie oft habe (((ICH))) versucht, die Dinge in Richtung einer solchen Euthanasie in des Wortes „Euthanasie“ reinster Bedeutung zu lenken, aber erzähl so was mal den „Vierzig“! Die lachen da nur irre, während sie das nächste weiße Baby auf den Opferaltar schmeißen und man steht als Spaßbremse da! Da bleibt nur eins: eyes wide shut und durch!

Btw.: Ich finde ja diese Ostasiatinnen überhaupt überbewertet, „Gelbfieber“ sage ich da nur, nein, auch unter den wabernden Kurven einer Orientalin, Latina oder Afrikanerin könnte sich die Weiße Rasse, den „Deutschmichel“ inklusive, wonnig stöhnend dem Kompost überantworten, aber das ist diesen Giftknilchen wohl einfach nicht schmotzig genug! Oy vey!

Wie der Kinderschänderwahn gehegt und gepflegt wird: Bezahlte Hexenjagd für Krethi und Plethi

Eine Lagebeschreibung von Leonard Forneus auf ketzerschriften.net, erschienen am 11. Juli 2019.

Bezahlte Hexenjagd als Vollzeitjob

Nachdem das Bundesgruselkabinett nun juristischen den Weg frei macht für Krethi und Plethi zur hobbymäßigen virtuellen Hexenjagd geht man im rechtskonservativ regierten Nordrhein-Westfalen noch einen Schritt weiter und schafft neue Jobs (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?) für jedermann bzw. jederfrau ohne Qualifikation zu fröhlichen Jagd auf Menschen bzw. sogenannte “Pädophile“, die ja ähnlich wie einst die Juden offensichtlich nicht mehr als Menschen betrachtet werden, wie man es den politisch gleich geschalteten Systemmedien entnehmen kann. Natürlich geht es wieder einmal umd Darstellungen sexueller Selbstbestimmung(sfähigkeit) (“Kinder– und Jugendpornographie“), die hier “mit allen Mitteln bekämpft” werden soll.

Es beginnt mit einer “Arbeitsbeschaffungsmaßnahme” von 24 Stellen beim Landeskriminalamt in Düsseldorf für “Normalbürger/innen” in NRW, der neue Beruf des virtuellen Menschen- bzw. Hexenjägers auf Menschen, die es gewagt haben ihr Grund- und Menschenrecht auf Informationsfreiheit (als Teil der Meinungsfreiheit) in Anspruch zu nehmen und sich über die Fähigkeit zur sexuellen und sozialen Selbstbestimmungsfähigkeit sogenannter “Minderjähriger” mit Informationen in Form von Vidoes und Bildern versorgt haben. Die Systemmedien lassen hier in ihrer propagandistischen Wortwahl den Stürmer und Julius Streicher vor Neid erblassen und fordern unverblümt zur Jagd auf Menschen auf, die man als vermeintliche “Pädophile” (Hexen) zuvor vollständig entmenschlicht hat. Im übrigen folgt die bekannte Demagogie und verhetzende Lügen wie man sie seit Jahren bzw. Jahrzehnten kennt. Hier einige exemplarische Auszüge:

Ein kurzer Blick auf den Monitor und das ganze Grauen offenbart sich. (…) Die Beine gespreizt, (…) rechte Hand (…) im Schritt (…) Dazu aufreizende Posen Richtung Kamera. Und das ist nur der Anfang der Bilderserie. Den Rest zeigt Patric Schönenberg, Analyst beim Landeskriminalamt in Düsseldorf, lieber nicht. (…) Nicht mehr zu bewältigen sei diese Flut von Dateien, so NRW-Innenminister Herbert Reul. Doch mehr Polizisten sind im Moment nicht verfügbar. Also kam der umtriebige Innenminister jetzt auf eine ungewöhnliche Idee. Er bewilligte 24 Stellen beim Landeskriminalamt in Düsseldorf für Zivilisten. Normalbürger also. Die sollen nun gemeinsam mit erfahrenen Fahndern im Netz Jagd auf Pädophile machen. “Die Idee ist aus einer Not entstanden” so Reul , “wenn wir jetzt Polizisten ausbilden, dann stehen sie uns erst in drei oder vier Jahren zu Verfügung. Aber wir brauchen jetzt Antworten”. (…) 150 Personen haben sich auf die 24 Stellen beim LKA Düsseldorf beworben. Unter den Bewerbern waren Verwaltungsangestellte, Juristen oder Hochschulabsolventen. Zwischen 25 und 45 Jahren und überwiegend Frauen. Natürlich hatte man auch Sorgen, dass Pädophile sich um einen der Plätze bewerben könnten. Aber, so Schneider, “niemand sitzt alleine in einem Büro sondern die neuen sind immer umgeben von weiteren Kollegen. So haben wir eine durchgängige Sozialkontrolle”. Auch Handys oder USB-Sticks dürfen nicht in die Analyseräume mitgenommen werden. Im Herbst werden die Neuen in Düsseldorf anrücken. Und dann werden sie jeden Tag in einem Meer von schrecklichen Bilder und Videos nach Hinweisen suchen. Patric Schönenberg wird sie ausbilden und er weiß genau, worauf sich achten müssen. Aber im Vordergrund wird es für die Neuen schwer erträglich. Da werden Babys vergewaltigt (…) oder kleine Jungen gedemütigt. (…) Oft als livestream für eine perverse und zahlungskräftige Kundschaft. Beim LKA weiß man aber auch, dass ohne psychologische Begleitung dieser Job nicht machbar wäre.

Quelle/vollständiger Text: RTL.de: Im Kampf gegen Kinderpornografie – Wenn Zivilisten Kinderschänder jagen: Polizei in NRW geht ungewohnte Wege (von Michael Ortmann)

Bereits in der Überschrift packt einen tatsächlich das nackte Grauen wenn mit einer Sprache, die der NS-Propaganda im 3. Reich an Widerwärtigkeit in nichts nachsteht die (politischen) Kampfparolen ausgegeben werden und offen zur Jagd auf “Kinderschänder” aufgerufen wird, gmeint sind damit Menschen, die im Besitz jener pönalisierten Darstellungen waren bzw. sind, die eben jene soziale- und sexuelle Selbstbestimmungsfähigkeit dokumentieren, die es in der systemtragenden Missbrauchsideologie und den daraus folgenden grund- und menschenrechtswidrigen Strafgesetzen (§§ 174, 176, 176a, 182, 184b, 184c ,184d und 184e StGB) nicht gibt. Dann beschwört man wieder einmal das pure Grauen, welches sich angeblich offenbart, sobald man auf den Bildschirm schaut und schreiende vergewaltigte Kleinkinder und Babys, die vor laufender Kamera zu Gulasch verarbeitet erblickt. So oder so ähnlich dürfte das Kopfkino aussehen welches gezielt durch diese Lügenpropaganda in Gang gesetzt wird und beim verdummten Medienkonsumenten dann so richtig das Jagdfieber entfacht.  Was aber werden die neu eingestellen “Zivilisten” als gnadenlose Hexenjäger sprich angestellte Menschenrechtsverletzer tatsächlich zu sehen bekommen entsprechend der gegenwärtigen strafgesetzlichen Regelungen? Vermutlich einst legal in den 70er vor allem in den USA hergestellte Vidoes, die einvernehmliche Sexualität zeigen bzw. ähnliches Material welches etwa bis zur Jahrtausedwende produziert wurde. Seitdem ist niemand mehr so “blöd”, derartiges Material kommerziell herzustellen, denn es verspricht keinen Gewinn sondern Knast für lange Zeit. Hinzukommen viele alte FKK-Bildbände und Videos, sowie die von Kindern und Jugendlichen selbst hergestelltes aktuelles “Material” aus Messenger Diensten und Video-Chats häufig in Unkenntnis der Strafbarkeit, denn hier werden die Kinder und Jugendlichen selbst zu “Tätern” und “Opfern” in Personalunion. Hinzukommen irgendwelche Alltagsbilder in  Sport- oder Badebekleidung in denen ein tatsächlich oder vermeintlich Minderjähriger irgendwie “posiert” oder wenn eine Hose infolge sportlicher Aktivität etwas verutscht ist. Letztlich ist eigentlich auch egal was bzw.welche Information ein Bild oder ein Film enthällt, denn es grotesk und mit Grund- und Menschenrechten unvereinbar jemand für den Inhalt einer Information bzw. eines Bildes/Videos verantwortlich zu machen. So wird dann infolge der Wahrnehmung eines bildlichen Inhalts, der Betrachter zum “Sexualstraftäter” bzw. in der widerlichen Propaganda zum “Kinderschänder”. Nach dieser “Logik” wäre dann der Zuschauer/Besitzer eines Dokumentarfilms über einen Krieg ein Kriegsverbrecher und würde entsprechend verurteilt, selbst wenn es sich um den 30-jährigen Kriueg handelt, der lange vor der Geburt des Betrachters stattgefunden hat. Genau nach diesem Prinzip funktionieren die entsprechenden oben genannten Paragraphen. Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass es sich um politische Strafgesetze handelt, die eine extreme Form eines Täter– und Gesinnungstrafrechts umsetzen. Die in der verlogenen Hetze immer wieder erwähnten vergewaltigten schreienden Kleinkinder gibt es ebensowenig, wie Babys die vor laufender Kamera zu Ragout verarbeitet werden. Hier handelt es sich um dreiste Propagandalügen, die den eigentlichen totalitär-globalkapitalistischen Zielen dienen sollen. Da niemand auf legalem Wege die Propagandisten der Lüge überführen kann, ist es für die Staatsgewalt und den angeschlossenen medialen Propagandaaparat natürlich einfach irgendwelche Behauptungen in die Welt zu setzten, die den Erfolg ihrer Propaganda, die Akzeptanz der stetig verschärften Strafgesetze und den damit staatspolitisch gewünschten Abbau von Grund- und Menschenrechten sowie rechtsstaatlichen Prinzipien sicherstellen. Das sich unter den “zivilen Hexenjäger/innen” vor allem Frauen befinden ist kaum verwunderlich, sind diese doch in einem besondren Maße anfällig für emotionale Lügenpropaganda und Hysterie und diese werden auch bei eigentlich völlig unaufgeregten FKK-Bildern in Moralpanik verfallen, so dass sie dann die “psychologische Begleitung” auch brauchen werden.

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Demütige Anmerkung des Erzählers: Trotz der für diesen Autor typischen Flüchtigkeitsfehler und der inflationären Natzieh-Vergleiche ein überaus hellsichtiger, treffender Artikel, der im Detail zeigt, auf welchen Grundlagen die gegenwärtige Kinderschänder-Hysterie herangezüchtet und ausgebaut wird, die schon von Beginn an weite Teile der alternaiven und alternativen Szene, insbesondere der „Rechten“, bei der auch naturgemäß die Anlagen dafür schon präsent sind, ergriffen hat. „Pädo!“ schreien und mit dem Finger zeigen und gerade die „Aufgewachten“ glauben dir alles!

Uncle Sam’s Sexualhölle zeigt sich gnädig

Brittanny Zamora, Bildquelle: https://fearlessj1111.blog/tag/brittany-zamora/

Aus Welt-Online über MSN-Network am 13. Juli 2019:

20 Jahre Haft für US-Lehrerin wegen Sex mit 13-Jährigem

„Ich bin ein guter und aufrichtiger Mensch, der einen Fehler gemacht hat und es tief bereut“, sagte Brittany Zamora, 28, am Freitag im Gerichtssaal. Die Richterin im Maricopa County Superior Court in Arizona hörte sich Zamoras Entschuldigung bei dem Opfer, der Familie sowie ihrer eigenen Familie an. Der Urteilsspruch fiel dann zugleich hart und milde aus. Zamora muss 20 Jahre ins Gefängnis, weil sie Sex mit einem ihrer Schüler hatte. Er war erst 13 Jahre alt.

Die Strafe ist die niedrigst mögliche für die Anschuldigung. Die Höchststrafe wären 44 Jahre gewesen. Zamora hatte sich schuldig bekannt. „Ich habe mein Leben in respektvoller Weise gelebt und immer versucht, das Gesetz zu achten. Ich bin keine Gefahr für die Gesellschaft“, sagte sie.

Zamora arbeitete an der Las Brisas Academy in Goodyear, Arizona. 2016 war sie an einer anderen Schule zum „Lehrer des Jahres“ gewählt worden. Im März 2018 war die verheiratete Frau verhaftet worden. Die Eltern des Jungen hatten Chatnachrichten entdeckt, in denen eindeutig sexuelle Verabredungen getroffen wurden. Der Fall hatte weltweit Schlagzeilen gemacht.

Polizeiberichte listeten auf, wie sie mehrfach Sex mit dem Jungen gehabt hatte, im Auto und im Klassenzimmer; einmal soll ein Elfjähriger dabei gewesen sein. Auch Nacktfotos hatten die beiden ausgetauscht.

Während die Schulklasse sich einen Film ansah, sollen die Lehrerin und der Schüler sich ebenfalls berührt haben. Als der Junge im Chat nach Sex nachfragte, antwortete die Lehrerin: „Ich weiß, Baby! Ich will dich jeden Tag, ohne dass es ein Ende nimmt.“ 

Die 478 Tage, die Zamora bereits im Gefängnis verbracht hat, werden ihr angerechnet. Sie will nun dort eine weitere Ausbildung abschließen, um eine neue Karriere starten zu können, wenn die Strafe verbüßt ist.

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Demütige Anmerkungen des Erzählers:

Gut, man könnte ja mit einiger Berechtigung zu dem Schluss kommen, dass die Lehrkraft es in gehörigem Maße an Selbstdisziplin und professioneller Distanz missen ließ und deshalb eine Kündigung, evtl., wenn´s denn sein muss, ein Berufsverbot, mehr als angemessen aber auch hinreichend gewesen wäre. Aber 20 Jahre Knast dafür, dass sie die üblichen geilen Phantasien eines Dreizehnjährigen wahr machte, während der Großteil seiner Altersgenossen ohnehin weiter sein Pulver ins Nirvana verschleudern und in sexualhöllischen Zeiten noch froh sein darf, dafür nicht auch noch belangt zu werden? In 20 Jahren ist die triebhafte Lehrer-Schnitte dann 48 und Zweifel an einer „neuen Karriere“, auf die sie der Ami-Knast angeblich gnädig vorbereitet, sind durchaus angebracht. Verzichtet man in ihrem Fall etwa auf die üblichen Auflagen, etwa den Eintrag in ein Verzeichnis von „Sexual Predators“, die Zeitlebens einen Mindestabstand von mehreren hundert Metern zu Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und dergleichen halten sollen und deshalb praktisch aus der Gesellschaft verbannt und etwa dazu gezwungen sind, in einem Wohnwagen am Waldrand zu leben, so wie es auch schon 18-Jährigen passiert ist, die auf einer Party eine 17-Jährige küssten? Ja, das ist die Realität im sexuell ach so liberalen Westen, auch wenn der Erzähler nicht müde wird, etwas mehr Entspannung anzumahnen, da es doch sehr zweifelhaft ist, dass ein sexuell reifer Junge von entsprechenden einvernehmlichen Aktivitäten mit einer Erwaxenen zwangläufig irgendeinen Schaden davontragen soll, eher dürfte das Gegenteil der Fall sein, ein immenser Schub für das Selbstbewußtsein, und genau so etwas wollen die repressiven Kräfte wohl unterdrücken, die nach und nach weltweit durchsetzen, dass die „Kindheit“ mindestens bis 18 dauert und alles, wirklich alles, was in dieser Zeit sexuell passiert, als krankhaft und kriminell gilt – bis hin zur „gegenseitigen Vergewaltigung“ („statutory rape“), einem perfiden Konstrukt, das jede einvernehmliche sexuelle Aktivität der „Minderjährigen“, auch und gerade mit Gleichaltrigen per Definition ausschließt: Angst, Schuld und Krampf allerorten, darauf fußen Macht- und Gewaltstrukturen. Und jetzt kommt bestimmt noch irgendwer und nimmt die bedauernswerte Lehrerin als „Beweiß“ dafür, dass „Pizzagate“ real ist, meine Fresse.

Btw.: Latürnich noch die üblichen Literaturempfehlungen:

https://www.ahriman.com/buecher/uncle_sams_sexualhoelle.htm

https://www.ahriman.com/buecher/bessere_zeit.htm

Der Barbar und der Globalist – Alain Daniélou über „Harmonische Aggression“

Original von James O‘ Meara in „Counter Currents“, erschienen am 03. August 2016, demütig übersetzt von B-Mashina.

Alain Daniélou
Sacred Music: Its Origins, Powers, and Future — Traditional Music in Today’s World
Ed. Jean-Louis Gabin
Varanasi, India: Indica Books, 2002

„Völker welche ihre Sprache und ihre Musik verlieren, hören auf, als kulturelle und nationale Entitäten zu existieren und tragen nicht mehr weiter zur Weltkultur bei.“ — Alain Daniélou 

“All unsere Harmonie ist nur eine gotische und barbarische Erfindung, die wir nie angenommen hätten, wenn wir feinsinniger gegenüber der wirklichen Schönheit von Kunst und von wahrhaft natürlicher Musik gewesen wären.” – J.-J. Rousseau

Alain Daniélou war nur einer von jenen echten traditionalistischen Größen, von denen bekannt ist, dass sie tatsächlich auf traditionelle Weise in einer wirklich traditionellen Gesellschaft lebten: Von 1932 bis 1963 lebte Daniélou in Indien, oftmals in einem silbernen Airstream-Wohnwagen gemeinsam mit seinem langzeitigen Gefährten, Raymond Burnier,[1] durch die ländlichen Dörfer ziehend. Wie Jaques Cloarec in seinem Vorwort zu dem Buch unter dem Titel „The Mleccha’s Exercise Books“ anmerkte, war sein Status der eines Mlecca oder „Barbaren“, die Bezeichnung für jeden, der nicht im heiligen Land Indien geboren und somit in die circa 80% der Bevölkerung assimiliert wurde, die der Shudra-Kaste angehören.[2] Wie er ebenso anmerkt, wirkte dies nicht als eine „Barriere für das Wissen“, und Daniélou studierte traditionelle Kosmologie und Metaphysik ebenso wie das vīṇa (oder veena) bei einigen rennomierten Pandits [indische Bezeichnung für (religiöse) Gelehrte, d. Ü.], und wurde schließlich in den Hinduismus initiiert (unter dem Namen Shiva Sharan).

Obwohl er die Unabhängikeit favorisierte, stellte er sich gegen die heftigen Angriffe auf die Hindu-Tradition, die von der westlich ausgerichteten neuen Regierung lanciert wurden,[3] und kehrte nach Europa zurück um dem Westen das „wahre Gesicht des Hinduismus“ zu zeigen. Während dieser Zeit,

indem er Konzerte für die großen Musiker Asiens organisierte und Sammlungen von Aufzeichnungen traditioneller Musik unter der Schirmherrschaft der UNESCO veröffentlichte, spielte er eine maßgebliche Rolle bei der Wiederentdeckung asiatischer Kunstmusik durch den Westen. Für Künstler wie den Violinisten Yehudi Menuhin oder den Sitaristen Ravi Shankar war seine Arbeit ausschlaggebend, dafür, Indiens klassische Musik nicht nur als Volksmusik wahrzunehmen, sondern als großartige und meisterliche Kunst, auf dem selben Niveau wie westliche Musik.[4]

Wie Jean-Louis Gabin in seinem einleitenden Kommentar, „Alain Daniélou und die musikalische Wiedergeburt“, betont, brachte Daniélou in seinem Leben und seiner Arbeit „in großartiger Klarheit“ ein „Ideal von … natürlichen Einflüssen und wechselwirkenden Neuinterpretationen im Genius jeder Kultur, gegen die standardisierende Maßeinheit dessen, was man heutzutage als Globalisierung bezeichnet“, zum Ausdruck.

Gegen diese naive und implizit hegemonielle Standardisierung[5] setzte Daniélou die wahre „Vielfalt“, begünstigt durch die traditionalistische Geisteshaltung, „eine aktive Toleranz des neugierigen Vergnügens, des Verstehens anderer Systeme, des Durchdringens von deren Logik und des Lernens, ihre Schönheit wertzuschätzen. Er geht sogar so weit, das M-Wort zu benutzen:

Die alte Welt war multikulturell. Der Beitrag einer Zivilisation zu einer anderen fand, wie der Handel, auf gleicher Höhe statt, die Hindus beschäftigten griechische Handwerker, die Chinesen genossen burmesische Orchester und die Mongolen beeinflussten die persische Kunst.

Genau wie sein traditionalistischer Kollege René Guénon gegen den künstlichen synkretistischen Denkansatz bezüglich der Religion wetterte und die wirkliche traditionalistische Verfahrensweise der Einigkeit von oben – von jemandem, der eine Tradition bis zu ihrem Kern oder ihren Höhen durchdringt und von dort aus in der Lage ist, die Ähnlichkeiten anderenorts zu bemerken[6] dagegenstellte, so verglich Daniélou jene, die westliche Musik „an Verkalkung und Intellektualismus sterben sahen“ und versuchten, sie durch „dekorative Anleihen“ wiederzubeleben, mit „einem Kind, das die Klänge einer Sprache imitiert, die es nicht versteht.“

Als die westliche Welt mit ihrem – wahrhaft barbarischen – Programm fortfährt, der Welt zu „helfen“, in dem überall die bürgerliche musikalische Form des neunzehnten Jahrhunderts zwangsweise eingeführt wird, fragt Daniélou, ob

Wir halbbewußte Beteiligte an einer Unternehmung sind, musikalische Sprachen zu zerstören, welche – sogar für uns selbst – eine zukünftige Quelle der Bereicherung und Erneuerung sein könnten. Bedeutet dies, dass wir, unterbewußt und kollektiv, nicht an die Zukunft glauben?

Das selbstgefällige Gefühl der Globalisierer, „auf der richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen, verdeckt die Wahrheit, dass diese vermeintlichen „Futuristen“ diejenigen sind, die die Aufgabe, ihren Kindern eine Welt der Vielfalt zu hinterlassen, zurückweisen und impotent der Zukunft huldigen:

Tradition ist zwangsläufig die Grundlage, auf der sich Innovationen entwickeln können. Veränderung, wenn sie aus dem Verlust von Tradition resultiert, ist in der Mehrzahl der Fälle eher ein Verlust als ein Gewinn.

Das sind die Worte – nachgedruckt hier in Kapitel fünf – die Daniélou wagte, bei einem Kongress in Moskau im Jahr 1971 hervorzuschleudern, als, wie Gabin bemerkte, „der Großteil der westlichen Intelligenzia aktiv die Sowjet-Ideologie protegierte [im Namen des] Schaffens der ’strahlenden Zukunft‘ „. Nach 1989 wandten sie sich genauso stark oder stärker der gegenwärtigen neo-kon/neo-liberalen „Intelligenzia“ zu.

Für viele Leser mag es schon seltsam erscheinen, dass Musik, ein „trivialer“ Bereich der Kultur, solche politischen Reflektionen provozieren sollte. Aber Daniélou geht sogar weiter; er wiederholt das „was Plato, Pythagoras oder die indischen Theoretiker niemals aus dem Blick verloren: den Fakt das Musik eng mit der Metaphysik verbunden ist,“ und dass sie „ebenjene Prozesse der Offenbarung reflektiert und ausdrückt.“

Dementsprechend taucht Daniélou hier in seinem ersten Essay, „Der Ursprung von Heiliger Musik“, den Leser direkt in das Herz der Metaphysik:

Wie von allen Philosophen der Antike verkündet, ob Hindu, Grieche, Ägypter oder Chinese, ist es der unartikulierte Klang – und die Formen der Musik im Besonderen – wo wir den offenkundigsten Schlüssel zu Symbolen und zu Mitteln der Kommunikation mit dem Übernatürlichen[7] finden werden, da Klang die abstrakteste unserer Wahrnehmungen und musikalischer Klang die abstrakteste Form des Ausdrucks über Klänge ist.

In der Musik können wir numerische Verhältnisgrößen direkt wahrnehmen … In der Tat, Beziehungen, Harmonien scheinen die einzige grundlegende Realität aller Materie und Erscheinung zu sein. Ob jetzt Atome oder Sternensysteme, die Formation von Kristallen oder die Entwicklung von Lebewesen, alles lässt sich zurückverfolgen auf die Relation von Kräften, die durch proportionale numerische Daten ausgedrückt werden können. Die Mechanismen unserer Wahrnehmungen oder unserer emotionalen Reaktionen, gewohnt, die äußere Welt wahrzunehmen und auf sie zu reagieren, folgen gezwungenermaßen parallelen Gesetzen. Auf einer solchen Grundlage kamen Hindu-Philosophen zu dem Schluß, dass Materie und Gedanke identisch sind, die Welt ein göttlicher Traum, wahrgenommen als Realität, und Materie bloße Erscheinung ist.

Klangstrukturen, in denen physische Schwingung emotionale Empfindung und Denken wiedervereinigt, sind also das stärkste Werkzeug für die übernatürliche Welt jenseits der Wahrnehmung, um sich selbst zu manifestieren und gleichzeitig die Hilfsmittel, durch welche der Mensch sich der übernatürlichen Welt bewusst werden und in diese integriert werden kann.

Musik ist in der traditionellen Sichtweise, die Daniélou repräsentiert – wegen ihrer Verbindung zu sowohl der Natur der Realität (Schwingung) als auch dem korrespondierenden Effekt auf unsere Seelen (Gestimmtheit), mehr als ein ästhetisches Vergnügen: sie erzieht und verfeinert die Seele.

Modale Musik hat, dank ihrer Struktur von Intervallen, eingeführt in Beziehung zu einem festgelegten Modus, eine tiefe, psycho-physikalische Wirkung, während mentale Konzentration auf die Strukturen eines Modus als eine der wirkmächtigsten Formen der Meditation gilt.

Was hinduistische, persische und griechische Musik mit Modi erreicht, schaffen die Balinesen mit kontrapunktischen Formen und afrikanische Kulturen durch „komplexe Polyrythmik“ („Magic and Pop Music“). Dies blieb lange vergessen im modernen Westen, wo, „bei aller Kultiviertheit, europäische Polyphonie völlig ungeeignet ist, hypnotische Zustände zu bewirken, wie sie die komplizierten afrikanischen Rythmen erzeugen, oder die Bewußtseinszustände, die durch indische Rāgas geschaffen werden“[9] („Tradition and Innovation in the Various Musical Cultures“) und „eine Mozart-Sonate kann keinen bedeutenden oder dauerhaften Effekt beim Heilen von Krankheiten oder der Verbesserung der Milchleistung einer Kuh erreichen. Ihr einziger Wert besteht in Unterhaltung und Zeitvertreib.“ („The Magic of Sound“).

Da tatsächliche Musik auf ein tatsächliches menschliches Bedürfnis antwortet, kann sie nicht lange unterdrückt werden.

Jazz, Pop und Beat repräsentieren alle die Wiederkehr einer ganzen Kultur, hin zu einer anderen Werteordnung, zur Partizipation in einer unsichtbaren, aber realen Welt, welche die Logik der Erscheinungen vor uns zu verbergen neigt. [11]

Bedeutet das, dass Daniélou von uns erwartet, aufzugeben, was in Europa über mehrere Jahrhunderte hinweg die westliche Konzeption von Kunst war? Keinesfalls.

Es waren die Barbaren, die die Götzen verbrannten. Wir müssen diese Kunst als ein historisches Phänomen betrachten, wie eine abnorme, zeitlich begrenzte Blütezeit. Das Zeitalter von Europas klassisch-romantischer Musikkunst ist jetzt vorbei, und so lange in modernen Experimenten nur neue Formen gesucht werden und man sich nicht auf die eigentliche Ursache für die Existenz von Musik[12] zurückbesinnt, werden diese ein Anhängsel der klassischen Kunst und zum Scheitern verurteilt bleiben.

Im Gegensatz dazu erlauben die besagten „Jazz, Pop und Beat“ uns „die grundlegende Basis zu erkennen, die neues Leben in die musikalische Kunst bringen kann.“[13]

Es muss gesagt werden, dass Daniélou inkonsistent, anderenfalls von seiner Logik oder Rhetorik zu unhaltbaren Positionen getrieben sein kann. Dies ist nicht nur ein Resultat daraus, dass dieses Buch eine Sammlung von ursprünglich unzusammenhängenden Essays darstellt, da dergleichen im selben Artikel auftreten kann. Zum Beispiel in „Tradition and Innovation“, genau vor diesem Zitat über die „völlig ungeeignete“ Polyphonie lesen wir:

keine bekannte Sprache ist wirklich besser als eine andere, oder mehr entwickelt. Jede Sprache hat ihre Vorzüge und Raffinessen. Das selbe gilt für Musik. Kein System ist einem anderen gegenüber vollkommen überlegen. Jedes eröffnet Möglichkeiten, die andere nicht besitzen.

Und zu Beginn des Essays:

Es gibt keine bekannte gesprochene Sprache, die keinen hohen Grad an Entwicklung aufweist und nicht die Kommunikation der abstraktesten Konzepte erlaubt. Wenn eine Sprache eine andere ersetzt, geschieht dies nicht, weil die neue besser ist, sondern einfach nur deshalb, weil sie zu einer politisch mächtigeren Gruppe gehört.

Ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Womit ich nicht sagen will, dass es nicht tiefgründig und bedeutend ist. zum Beispiel erinnert mich der nächste Absatz an Heidegger oder Spengler: „Jedes System hat seine eigenen Ziele, verbunden mit einer besonderen Lebensphilosophie und ist unersetzlich als ein Mittel des musikalischen Ausdrucks.“ Es klingt wie Heidegger, aber würde Heidegger sagen, dass jede Sprache das gleiche Fortschrittsniveau aufweist? Ich glaube mich zu erinnern, dass manche Gespräche über Philosophie sich nur in Griechisch oder zumindest Deutsch führen lassen.[14]

Ich denke, Daniélou ist ständig dabei, das hegemonische zu attackieren, oder wenigstens immer bereit, den „kleinen Mann“ zu verteidigen, der bewundernswert ist, besonders zu seiner Zeit, als jeder, die indische Regierung eingeschlossen, geschäftig dabei war, alles was als „rückständig“ wahrgenommen wurde, auszurangieren. Hier, so erscheint es mir, wurde er von seinen irenischen Impulsen mitgerissen.

Auf was er hier wirklich herauswill, ähnelt mehr Spengler; mehrere große musikalische Traditionen, wie Spenglers Hauptkulturen, gleich entwickelt aber unvereinbar.[15] Das „negative Gegenstück“ zu Spenglers Auffassung der Kulturen war, nach Evola, die sich daraus ergebende „Umarmung von Pluralismus und historischem Relativismus.“ Im Gegensatz dazu betonte Evola den positiven Wert des Sehens, nachdem Spengler die Idee von einem voranschreitenden Weg der Geschichte als grundlegender „essentieller Dualität“, welche zwischen traditionellen und modernen Zivilisationen liegt, als Ganzes entsorgt hatte. [16]

Und das ist die essentielle Dualität die Daniélou wieder und wieder unmissverständlich klar macht. Zum Beispiel hören wir in „Modal Music and Harmonic Music“ dass „die neuen musikalischen Elemente, die vor vielen Jahrhunderten von den Moslem-Invasoren mitgebracht worden waren, erfolgreich von der alten Hindu-Musik Nordindiens assimiliert wurden“ weil sie zu einem „System, der indischen Musik sehr ähnlich“ gehörten und „ihre Assimilation deshalb keine großartigen Schwierigkeiten bereitete“. Im Gegensatz dazu „ist der Riss zwischen [moderner] westlicher und indischer Musik … ein sehr tiefer, der für viele unüberbrückbar erscheint.“

Tatsächlich scheint sich Daniélou zuweilen sehr der Idee zuzuneigen, dass da kein Riss, sondern vielmehr ein Abgrund besteht:

Indische Musik ist wirklich eine Form von Magie, in welcher die Wiederholung von bestimmten Klang-Verbindungen zu einer festgelegten Tonlage auf die Hörer einwirkt und diese auf eine Emotionsstufe bringt die in jedem anderen System ziemlich unbekannt ist. Harmonische Musik ist beschreibend und architektonisch[17] aber hat keine solche Kraft. Es ist tatsächlich so, dass die zwei Künste so unterschiedlich sind, dass es irreführend ist, beide mit dem selben Namen zu bezeichnen.

Zeitgenössische Diskussionen über „Paradigmen“ (Kuhn) und „Episteme“ (Foucault) und was sonst noch alles haben das selbe Problem: ab einem gewissen Punkt führt die aufgeregte Diskussion über unvergleichbare Perspektiven zu dem Argwohn, dass wenn man sie überhaupt nicht vergleichen kann, sie tatsächlich ohnehin nicht die gleichen Dinge sind.[18]

Die erste Hälfte der Sammlung, interteilt in The Origins of the Musical Languages und Tradition and Modernity enthält die lesenswertesten und direktesten Essays. Die zweite Hälfte, The Sources of the Future, klingt verheißungsvoll, ist aber voll von ziemlich trockenen Abhandlungen wie „Comparative Musicology: Principles, Problems, Methods,“ „Elements of the Formation of scales,“ „Categories of Intervals or Shruti-Jatis“ und anderen würdigen Themen.

“Mantra: Principles of Language and Music” jedoch ist eine Rückkehr zur Form, eine bravouröse Untersuchung von allem in Begrifflichkeiten von allem anderen – das ist Metaphysik:

Die sich überlappenden Dreiecke, die wir Salomons Siegel nennen, repräsentieren die Vereinigung der Gegensätze, die Vereinigung der Geschlechter, so wie es das Kreuz tut, dessen vertikale Linie das Symbol des Feuers ist, des männlichen Prinzips, und dessen horizontale Linie Wasser repräsentiert, das weibliche Prinzip. In der Musik korrespondiert zum Verhältnis von G (Verteilungsschlüssel 3/2) und von F, dem weiblichen Symbol (Verteilungsschlüssel 2/3).

Gut, entweder man mag so Zeug oder nicht, und regelmäßige Leser werden wissen, dass ich eine Schwäche für manche symbolischen Übereinstimmungen habe.

Die Parallelen zwischen den verschiedenen Aspekten der sichtbaren Welt zu studieren, bereitet den Weg für die Kommunikation, durch die magische Kraft von Klang,[19] Gebärde und Symbol, mit den verschiedenen Zuständen des Seins, mit der Menschheit als auch zwischen den Menschen, den Geistern und den Göttern. Wir können hinter die Barriere der Sinne treten und auf dem Grund unseres Selbst jene transzendente Wirklichkeit erreichen, die das essentielle und höchste Ziel des Yoga ist.[20]

Vervollständigt wird das Buch durch sehr interessantes Material aus anderen Händen. Christian Braut unterweist uns in der Semantic, einem elektronischen Istrument, das Braut – auf Daniélou’s Initiative – entwickelt hat um Musikern die 52-Tonskala zugänglich zu machen, die Daniélou selbst als natürliche („basierend auf simplen ganzzahligen Frequenzverhältnissen wie man sie in den wesentlichen Obertönen der meisten Klänge findet“) Alternative zu dem unwideruflich fehlerhaften gestimmten System entwickelte. Harry Partch lebt![21]

Jaques Cloarec steuert eine „Brief Biography“ bei. Daneben gibt es auch eine Bibliographie, beziehungsweise etwas, das sich „Alain Daniélou’s Musical and English Bibliography“ nennt, unterteilt in „Music,“ „in French,“ About India“ und „Others“[22] – eine Discographie und Quellenanmerkungen – oder „Origin of the Texts Forming this Book.“ Obwohl etwas sonderbar betitelt, sind sie alle voller Information und feinsäuberlich in einem leicht lesbaren Format angelegt. Für einen Index wäre man allerdings auch dankbar gewesen.

Sehr zu empfehlen für alle, die sich für Kultur, Multikulturalismus und den metaphysischen – ich wage zu sagen metapolitischen – Kontext von beidem interessieren.

Anmerkungen

1. Guénon verbrachte natürlich seine letzten Jahre in Kairo, aber das war mehr ein Ruhestand. Interessant für jene, die seien Umarmung des Islams betonen: Er wollte nach Indien gehen, aber die Reisebeschränkungen der Kriegszeit hinderten ihn daran. Er fragte Daniélou, ob dieser nicht seine diplomatischen Kontakte nutzen könnte, um die Briten dazu zu überreden, ihm ein Visum auszustellen, wurde aber zuückgewiesen. Mehr über Daniélou’s Leben in seiner faszinierenden Autobiographie, The Way to the Labyrinth: Memories East and West (New Directions, 1987).

2. So wie sich die meisten Weißen Nationalisten selbst nicht nur als rassische Patrioten, sondern als Angehörige der besten Rasse sehen, vermute ich, dass sich die meisten Traditionalisten als weise Brahmanen betrachten.

3. So wie die Anhänger von Ghandi, der, seinem heiligenmäßigen Ruf zum Trotz, nach Daniélou’s Erfahrungen im wesentlichen so etwas wie ein Taliban-Fanatiker war.

4. “Alain Daniélou. A Brief Biography” von Jacques Cloarec, im besprochenen Buch.

5. Vergleiche meinen Artikel über klassische Musiker und den Brexit, “‘I’d Like to Teach the World to Sing . . . Or Else’: Britons Break Bad,” hier. Daniélou schreibt dass „die Tatsache dass das harmonische Phänomen als die einzige Form musikalischer Entwicklung akzepiert und mit einer unangefochtenen Vorstellung von „Fortschritt“ gleichgesetzt wurde ist psychologisch sehr merkwürdig, verbunden mit dem gesamten Komplex westlicher Domination, welche ihre Rechtfertigung einem fehlerlosen Dogma zu finden versucht. Was auch immer auf einer religiösen, sozialen, ethischen oder künstlerischen Ebene nicht westlichen Doktrin entspricht, kann nur barbarisch sein. Konsequenterweise wurde es zur moralischen Pflicht des europäischen Missionars, Soldaten, Abenteurers oder Komponisten, Menschen, die bis dahin unter Obskurantismus lebten, Fortschritt zwangsweise aufzuerlegen oder sie sogar in ihrem eigenen Interesse zu vernichten.“ Kapitel Acht, „Harmonic Aggression“.

6. Vergleiche “Concerning the Traditional Method” in Evola’s The Mystery of the Grail.

7. Gemeinhin “übernatürlich,’ obwohl tatsächlich vollkommen natürlich, nur verborgen und verleugnet von den herrschenden epistemologischen Paradigmen; vergleiche Jason Reza Jorjani, Prometheus & Atlas (Arktos, 2016).

8. Neben anderen natürlich; vergleiche Jorjani, op. cit.

9. „Das ist so weil in harmonischer Musik Melodie aus Notwendigkeit heraus sehr dürfig, Modus nicht vorhanden und Rythmus zu hochgradig simplifizierten Formen reduziert ist, da Accorde Zeit brauchen, um wahrgenommen zu werden und deshalb untereinander jeder rythmischen Komplexität entbehren.“ – „Modal Music and Harmonic Music.“ Leser, die das bezweifeln sollten sich daran erinnern, dass „sogar Musiker, die in einem System geübt sind, unfähig sind, das andere zu verstehen. Sie hören einfach nicht das wesentliche der Musik und erfassen nur ihre künstliche Form.“ – „Can Harmony be Introduced in Indian Music?“

10. Ich vermute, mit „Beat“ ist das gemeint, was wir Rock oder Rock`n´Roll nennen; merkwürdigerweise verachteten die amerikanischen Beatniks solcherlei zutiefst als kommerziell und konformistisch, bevorzugten Jazz, sollange er von der Bop-Sorte war, so wie Charlie Parker, über den Kerouac enthusiastisch schrieb. Es scheint wegen „The Beatles“ ein beliebter Begriff in Europa und dem Vereinten Königreich gewesen zu sein. Evola verweist ebenso auf „Beat Mädchen“. Während Evola mit Daniélou dahingehend übereinstimmt, dass „Beat“ ein Symptom des Scheiterns der klassisch-romatischen Musik darstellt, ist er weit weniger enthusiastisch was dessen Auswirkungen auf Weiße betrifft, sieht ihn als rein negroid an. Vergleiche „Modern Music and Jazz“ in Ride the Tiger.

11. Die „Logik der Erscheinung“ ist mehr die tote Welt der Fakten, von dem „was ist“, den „Zeichen“, nach denen die Pharisäer suchten, als die Welt des Glaubens, die mit der Gewißheit dessen arbeitet, was nicht zu sehen ist. Vergleiche zum Beispiel solche Neugeist-Autoren wie Neville Goddard; etwa Feeling is the Secret, editiert mit einem Nachwort von mir selbst, Amazon Kindle, 2016.

12. Colin Wilson diagnostizierte die Sterilität – und Unpopularität – von moderner Musik als Resultat davon, neue Sprachen zu erschaffen ohne etwas zu sagen zu haben; vergleiche sein Chords and Dischords. Ich würde behaupten, dass Harry Partch eher dem Anspruch gerecht wird, nach der Essenz der Musik zu suchen, als nur neue Formen zu kreieren. Vergleiche „Harry Partch, Wild Boy of American Music,“ hier und nachgedruckt in The Eldritch Evola…& Others (San Francisco: Counter-Currents, 2014). Daniélou führt John Cage als Beispiel für Letzteres an und Partch verachtete Cage und alle anderen „Avantgarde“-Poseure.

13. “Magic and Pop Music.”

14. Daniélou’s Gegenüberstellung der musikalischen Simplifikationen des gestimmten Systems mit der Fülle ähnlich klingender Konsonanten im Sanskrit legt nahe, dass er Sanskrit als eine brauchbarere Sprache angesehen haben könnte als Griechisch oder Deutsch.

15. Ich vermute, mehr nordamerikanische Leser wären perplex, wenn Spengler Mittelamerika in seine Schlüsselkuturen einschließt, aus Gründen, die Daniélou artikuliert: „Dieser Teil von Amerika welchen wir, als gute Kolonialisten weiterhin „Lateinisch“ nennen, hat mehr als jeder andere Region unter europäischen Invasionen gelitten. Seine Bewohner verloren selbst ihren Namen und werden wegen eines Geographie-Fehlers der Conquistadoren Indianer genannt. … Die ganze Zivilisation [wurde] durch die Invasoren verachtet und degradiert. ..Sie wurden aus dem Kulturerbe der zivilisierten Völker ausgeschlossen.“ – „Harmonic Aggression.“

16. Vergleiche The Path of Cinnabar (Arktos, 2009), pp. 203-04.

17. Mein erster Gedanke, beschreibend: R. Strauss; architektonisch: Bruckner.

18. Dies nahm ich aus Diskussionen über Paul Feyerabend’s Against Method (London: New Left Books, 1975) mit Pat Francken at Wayne State University mit. Für eine excellente Darstellung von Feyerabend and Foucault vergleiche Jorjani, op. cit.

19. Vergleiche sein Music and the Power of Sound: The Influence of Tuning and Interval on Consciousness (Inner Traditions,1995).

20. Vergleiche sein Yoga: Mastering the Secrets of Matter and the Universe (Inner Traditions, 1991).

21. Vergleiche “Harry Partch, Wild Boy of American Music.” Partch selbst war mit 40 Tönen einverstanden.

22. Erinnert mich an jemanden, der sagte, Aristoteles‘ Kategorien ergaben so viel Sinn wie Objekte in Männer, Frauen, Pferde und Felsen zu unterteilen. Oder, um es mit Daniélou zu sagen, den chinesischen Philosophen, der die fünf Elemete als Erde, Wasser, Feuer, Seide und Bambus definierte.

Dornröschen und der ewige Schlaf des Feminismus

Down we go…

MORGENWACHT

Von Jef Costello, übersetzt von Lucifex. Das Original Sleeping Beauty — & the Eternal Sleep of Feminism erschien am 28. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Eine Mutter im Vereinigten Königreich (Sarah Hall aus Newcastle) erlangte kürzlich einige traurige Berühmtheit, als mehrere Nachrichtenportale meldeten, sie habe verlangt, daß die Geschichte von Dornröschen aus Schulen verbannt wird. Dornröschen hat, wie ihr euch erinnern werdet, dem Märchenprinzen nicht erlaubt, sie zu küssen. Sie schläft ja schließlich. Mrs. Hall erklärt: „Solange wir immer noch solche Erzählungen in der Schule sehen, werden wir die tief verwurzelten Einstellungen zum Sexualverhalten nie ändern. In der heutigen Gesellschaft ist das nicht angemessen.“

Das offensichtliche Problem hier ist, daß Dornröschen sich unter einem Zauberbann befindet, und falls sie nicht geküßt wird (ohne ihre Einwilligung), wird sie ewig schlafen (oder 100 Jahre, abhängig davon, welche Version der Geschichte man heranzieht). Anscheinend findet Mrs…

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Altern ohne Belastung

Beim Überfligen der Titelseite der Faz vom 08. Juli des laufenden Jahres war des Erzählers demütig schweifendes Auge bei der Inhaltsübersicht an folgendem hängengeblieben:

Altern ohne Belastung

Die Zuwanderung muss gesteuert werden. Wie die Demographiewende gelingen kann.

Der Volkswirt, Seite 16

Nein, der Erzähler hat Seite 16 nicht aufgeschlagen, den Zynismus allein in diesen vier Zeilen empfand er schon mehr als hinreichend. Wie der Lateiner sagt: Wrong in so many ways!

Btw.: „Demographiewende“ – ist das jetzt neu oder gibt es das schon länger in Neusprech?