Von Hochzeits-Exzessen und giftigen Hetz-Reflexen

Bei der Lektüre der FAZ vom Gründonnerstag stachen eurem demütigen Propagandajournalismus-Junkie wieder mal zwei Artikelchen ins Auge, die probate Wegmarken der laufenden Transformation abgeben, weshalb sie dem hiesigen kritischen Elitepublikum nicht vorenthalten werden sollen. Wobei der erste als Zustandsbeschreibung durchaus Klartext spricht, sich allerdings jeder sich aufdrängenden Schlussfolgerung und Verknüpfung enthält, während der zweite ein Musterbeispiel für einäugiges, doppelmoralisches Fingerzeigen und scheinheiligstes Gepluster darstellt.

Zunächst also zu Reiner Burger, der sich auf Seite 8 in der Rubrik „Deutschland und die Welt“ (Merke: Im Gegensatz zum Mannheimer Morgen gibt es immerhin noch ein „Deutschland“ das quasi neben „der Welt“ steht und nicht in „aus aller Welt“ aufgelöst ist) der überhandnehmenden „Hochzeits-Exzesse“ annimmt. Unter der Überschrift

NRW geht gegen Exzesse bei Hochzeiten vor

widmet er sich dieses um sich greifenden kulturellen Phänomens:

Bei Hochzeiten scheinen Konvois immer beliebter zu werden, bei denen andere Verkehrsteilnehmer nicht nur auf Autobahnen gezielt ausgebremst werden – mit dem Ziel, möglichst spektakuläre Foto- und Filmaufnahmen zu machen. Regelmäßig schießen Teilnehmer auch in die Luft – so wie am Samstag beim Autokorso einer kurdischen Festgesellschaft im niedersächsischen Burgdorf.

Ja, wie man sieht nehmen es bestimmte Teile der Bevölkerung weder mit der Straßenverkehrsordnung noch dem Waffengesetz sonderlich genau bzw. dies überhaupt ernst. Aber puuuh, wo Gefahr ist, da wächst eben auch das Rettende:

Gegen solche Auswüchse macht der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) nun mobil. „Autobahnen und Innenstädte sind keine Privaten Festsäle“, sagt Reul am Mittwoch in Düsseldorf. „Jeder hat sich an die Regeln zu halten, sonst setzt die Polizei der Feier sehr schnell ein ernüchterndes Ende. Wenn Hochzeitsgesellschaften sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen, werden die Toleranzgrenzen unserer Gesellschaft schnell überschritten.“

Uiuiui. Leider sieht es mal wieder so aus, als ginge mangelnder Respekt vor dem Gesetz Hand in Hand mit totalem Disrespekt vor dessen Vertretern, mit denen der multikulturelle Mob „Hugoles“ treibt und dabei, oh weh, keine Spur von Einsicht zeigt:

Allein in Nordrhein-Westfalen mussten am vergangenen Wochendende Streifenbeamte 32 Mal gegen Hochzeitskonvois einschreiten. Sie schrieben Dutzende Anzeigen, stellten Schreckschusspistolen sicher, erteilten Verwarnungen sowie Platzverweise, zogen Führerscheine ein und legten Fahrzeuge still. In Rheine blockierte eine Hochzeitsgesellschaft eine Kreuzung; Männer und Frauen stiegen aus ihren Fahrzeugen und tanzten auf der Straße. In Duisburg fuhr eine syrische Gesellschaft mit einem Dutzend Autos hupend durch die Innenstadt. Fahrzeuginsassen lehnten sich aus den Seitenfenstern und Schiebedächern. Als Zivilbeamte den Konvoi anhielten, stellte sich heraus, dass mehrere junge Männer keine Fahrerlaubnisse hatten. Eines der Autos war zudem weder zugelassen noch versichert. „Von Einsicht keine Spur: Die Beteiligten beschwerten sich vor Ort über den Einsatz,“ berichtete ein Sprecher der Polizei. Nur wenige Stunden zuvor hatten Anlieger einer anderen Duisburger Straße beobachtet, wie ein Gast einer türkischen Hochzeitsgesellschaft mit einer Pistole Schüsse in die Luft abgegeben hatte. Obwohl die herbeigeeilten Streifenbeamten gut ein Dutzend Patronenhülsen auf dem Asphalt fanden, wollte niemand aus der Hochzeitsgesellschaft Schüsse wahrgenommen haben. Regelmäßig begingen Feiernde mit Migrationshintergrund „unter dem Deckmantel vermeintlicher Brauchtumspflege Straftaten und Ordnungswidrigkeiten“, man gehe „konsequent gegen Straftäter und Verkehrssünder vor“ hieß es von der Duisburger Polizei.


Wie allein das Verhalten der bunten Hochzeiter zeigt, zeitigt die Art der praktizierten „Konsequenz“ eher wenig abschreckende Wirkung, weshalb jetzt Innenmister Reul es für notwendig hält, den Alphagorilla zu geben:

Innenminister Reul sprach am Mittwoch von „Exzessen“, denen es einen Riegel vorzuschieben gelte. „Das ist rücksichtsloses Verhalten, für das mir jedes Verständnis fehlt und das wir nicht hinnehmen.“

Ja, da zittert der Mob zusammen mit der Macht des Faktischen. Und immerhin ist das Phänomen mittlerweile auch auf der parlamentarischen Agenda angekommen:

Auch auf der parlamentarischen Agenda ist das Phänomen mittlerweile angekommen: Erst vor wenigen Tagen beschäftigte sich der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags mit einem besonders spektakulären Beispiel. Ende März hatten mehrere Luxus-Sportwagen durch Hinundherpendeln über alle Fahrstreifen den Verkehr der stark befahrenen Autobahn 3 bei Ratingen ausgebremst. Dann ließ einer der Fahrer die Reifen seines Wagens qualmen, um über die Fahrbahn zu „driften“. Bei einem ebensolchen Manöver verlor am Freitag vergangener Woche mitten in Berlin ein Hochzeitskorso-Teilnehmer die Kontrolle über sein Fahrzeug und stieß mit dem Wagen einer Frau zusammen, die dabei leichte Verletzungen erlitt.

Ja, der Erzähler kann sich, was die türkisch-orientalischen Hochzeitskonvois betrifft, lange zurückerinnern, das gibt es nicht erst seit gestern. Aber offensichtlich greift das mit der wachsenden Orientalisierung weiter um sich und erreicht dabei neue Dimensionen an dreister Unverfrorenheit. Es wird immer weniger Rücksicht auf andere gekommen, Solidarität herrscht innerhalb der Familienklane und allenfalls noch der eigenen Ethnie in Gestalt des „Türkentums“ oder „der Kurden“ oder den islamischen Glaubensbrüdern gegenüber, wobei auch diesbezüglich oftmals eine Situation vorliegt, in der diese Buntheitsfragmente von ihren eignen Landsleuten brutal ausgebeutet werden: Türken zocken ihre Landsleute bei Geschäften oder mit Wuchermieten ab, reiche Roma-Klanführer prostituieren arme Stammesangehörige, Arbeiterstrich und Menschenhandel befinden sich Großteils in migrantischer Hand. Wie im Orient eben nicht unüblich, wo das Bewusstsein des „Staatsbürgers“, der sich in ein großes Ganzes einordnet, sich nicht entwickelt hat, man gemeinhin nie wirklich über das tribalistische Denken in Klanstrukturen hinausgekommen ist und allenfalls der harten Faust eines echten Autokraten Respekt zollt. Der Erzähler erinnert sich, wie in einer TV-Reportage über die „Araberclans“ und ihre „Friedensrichter“ ein Ebensolcher meinte, dass niemand hier die Polizei respektiere, weil die zu weich sei, man sollte, so der Patriarch wörtlich, „mit der Eisenfaust draufschlagen!“ Da sind dann aber die Möhnntschenrechte in der „Vielheitsgesellschaft“ vor, womit schon alles dazu gesagt wäre. Außer vielleicht die verbleibende Frage, ob man in einer mehr oder weniger monoethnischen Gesellschaft mittlerweile überhaupt über „Eisenfäuste“ nachdenken müsste und sich nicht „Dududu“ und „Kuscheljustiz“ locker leisten könnte.

Ach, apropos Klans. Da häufen sich ja auch die Artikelchen darüber, dass man deren Treiben nicht länger dulden werde, die Polizei würde genau sondieren, hätte Spezialermittlerteams gegründet, fahre Null-Toleranz usw. usf. Dabei werden immer wieder die tolldreisten Streiche der Klans erwähnt, wie der Raub der Riesenmünze usw., davon, inwiefern diese Ethno-Clans, zu nicht unerheblichen Teilen faktischen Analphabeten, in der Lage sind, sich mit ihrem Vermögen nicht nur die besten Anwälte zu leisten, sondern sich überhaupt Politik, Justiz und Polizei zu kaufen, ist im Allgemeinen nicht die Rede – Lügen durch Weglassen.

Und von wegen „parlamentarischer Agenda“:

BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Deutschen zu mehr Offenheit gegenüber Einwanderern aufgefordert. „Wir müssen auch als diejenigen, deren Familien schon seit Jahrhunderten in Deutschland leben, lernen, daß Offenheit und Neugierde auf andere Kulturen uns doch nichts wegnehmen, sondern bereichern“, sagte Merkel anläßlich der Veranstaltung „60 Jahre Gastarbeiter in Deutschland“ am Montag in Berlin.

Es sei kein Fehler, wenn man einmal wieder in die Bibel schauen müsse, weil man mit jemanden über den Koran sprechen wolle, ergänzte die Kanzlerin. So bibelfest, wie die Deutschen manchmal täten, seien sie nämlich nicht. „Das heißt also, wir müssen Integration als Bereicherung sehen, die aber die Offenheit unserer Gesellschaft, in die man kommt, ebenso erfordert wie die Offenheit derer, die zu uns kommen. Aufeinander zugehen – das wünsche ich mir noch mehr in den nächsten 60 Jahren.“

„Nicht mehr alles so sehr genormt“

Sie sei davon überzeugt, daß die Deutschen durch die Gastarbeiter auch etwas lockerer geworden seien.

Ich glaube, wir haben von Gastarbeitern ein wenig übernommen, daß man in Restaurants auch draußen sitzt, daß man ein bißchen lockerer an die Dinge herangeht, daß man offener sein kann und daß nicht mehr alles so sehr genormt ist. Das hat den Deutschen auch ganz gutgetan und sie haben mitgemacht.

Ganz so emotional – insbesondere im Norden der Republik – seien die Deutschen zwar noch immer nicht, es werde aber besser. „Wir haben also doch gewisse Inspirationen angenommen“, lobte Merkel. (krk) .

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/merkel-deutsche-dank-gastarbeiter-lockerer/

Eben. Es wird im Verlauf des Downgradings immer lockerer und genug „Deutsche“ werden dabei weiter mitmachen, dafür sorgen schon Bildungsverfall und Asozialisierung mit der Glorifizierung von Kriminalität, Asozialität und kriminellem Kanacken-Räpp, während man weiter oben versucht, sich als funktionales Rädchen im System einzuordnen und seine Möglichkeiten zu nutzen. Nicht mehr so genormt, alles. Zudem war neulich ebenfalls der FAZ zu entnehmen, dass angesichts der „Vielheitsgesellschaft“ die Vorstellung von „Integration“ überholt sei, es gehe vielmehr angesichts der neuen Wirklichkeit einer „Hyperkulturalität“ um die Begegnung auf, äh, latürnich, der unvermeidlichen „Augenhöhe“, die sich allerdings auch schon mehr als „überholt“ anhört, aber sei’s drum; hier wurde darüber debattiert, natürlich auf für Ottonormahl eher abgehobener Ebene von Kunst-Kultur-Gedöns. Man kann aber nicht sagen, dass dies nicht die Realität ziemlich genau widergibt: „Integration“ ist von gestern, jetzt ist „Vielheit“ und „Hyperkulturalismus“, komm klar damit, Kartoffel. Vor diesem Hintergrund faktischer Mächte ist das Gepolter von Figuren wie Reul und Konsorten nur hohle Pose und zeigt, an was für Zustände man sich mittlerweile schon gewöhnt hat und wohin die weitere Reise geht.

4 Gedanken zu “Von Hochzeits-Exzessen und giftigen Hetz-Reflexen

  1. „Vielheitsgesellschaft“ und „Hyperkulturalismus“ right in your fucking face and social-system:

    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/mdr-exakt-die-story-extreme-zustaende-durch-zuwanderung-in-halle-und-20-anderen-staedten/

    Brauchste nicht zu heulen, Loser!

    Aus den Kommentaren:

    Als schwer chronisch Kranker (Vollinvalide/Pflegestufe) habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Behörden sehr wohl rechtswidrig keine Sozialleistungen auszahlen „können“ und dies auch tun (Grund angeblich verdecktes Vermögen, ohne jeden Nachweis, ohne jede Substanz, bloße Behauptung); Ich mußte sechs Jahre durch drei Instanzen um meine Grundsicherung kämpfen, die nachträgliche Auszahlung wurde dann trotz juristischem Erfolg wiederum verweigert, bzw. auf die lfd. Leistung angerechnet, sodaß es im Endeffekt eine 4jährige leistungslose „Karenzzeit“ gab.
    Dieses auf das „fahrende Volk“ angewendet, würde vermutlich das Problem drastisch reduzieren, aber nichts alle Tiere sind gleich auf dieser „animal farm“.

    Wenn man sieht, wie mit bedürftigen Deutschen umgegangen wird, und das damit vergleicht, was dem Zigeuenrpack in der Reportage/dem Artikel zugestanden wird, dann kann das eigentlich nur noch mit einer verdeckten ethnischen Kriegsführung erklärt werden!

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  2. Jawahnsinnjunge:

    Brunhild

    Das ist kein Problem. Die aus Rumänien abgewanderte Diaspora wird einfach durch 500.000 Pakistaner ersetzt. Wer sein Land verlässt und ein Vakuum und Leerstand schafft, der verliert sein Land. So oder so, die Eliten werden ihre Welt-Durchmischung bekommen.

    https://www.thenews.com.pk/latest/459246-jobs-in-romania-over-500000-workers-from-pakistan-needed-says-zulfi-bukhari

    Das islamophobe Polen bekommt Philippinos. Denn die sind ja Katholiken wie die Polen.

    https://asia.nikkei.com/Economy/Poland-cracks-door-open-for-Filipino-workers

    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/mdr-exakt-die-story-extreme-zustaende-durch-zuwanderung-in-halle-und-20-anderen-staedten/

    Genau, da können denn auch keine vitzis, PACKis oder Henker mehr was gegen sagen und das Christentum wär auch gerettet..^^

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  3. „Giftige Hetzreflexe“, revisited:

    „Im Jahre 2000 trug ein Gutachten Pfeiffers maßgeblich dazu bei, dass der so genannte Joseph-Fall um den über drei Jahre zurückliegenden Tod des sechsjährigen Joseph Kantelberg-Abdullah in der sächsischen Kleinstadt Sebnitz als vermeintliche Tat von Neonazis Schlagzeilen machte. Pfeiffer attestierte die Glaubhaftigkeit der Aussage der Mutter, die bis zu diesem Zeitpunkt kein Gehör gefunden hatte.[4] Nach dieser Aussage hätten über 200 Einwohner der Stadt zugesehen, als ihr Sohn von rechtsradikalen Jugendlichen im örtlichen Freibad im Rahmen einer so bezeichneten „Hinrichtung“ ertränkt worden sei. In den nächsten Tagen übernahmen zunächst die Bild und dann viele andere Tageszeitungen das Gutachten ohne weitere Prüfung und lösten eine Welle der Entrüstung aus. Nach einer Woche erhärtete sich die gegenteilige Annahme, dass das Kind in Wahrheit verunglückt sei. Pfeiffers Gutachten hatte bis dahin weltweite publizistische Resonanz gefunden und Betroffenheit hervorgerufen; der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Mutter empfangen.[5]“

    (Wikipedia: „Fall Sebnitz“)

    Man kann sich, wenn nur die Richtung stimmt, an den monströsesten Geschichten aufgeilen und dann weiter so tun, als wäre nix gewesen. Ganz abgesehen davon, dass derart giftige Hetzreflexe weder für Gutachter noch Qualitätsjournallie irgendwelche Konsequenzen hatten.

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