Die neue deutsche Messermode II

Messerscharfe Teens: Die Sabrina sticht die Aaliyah tot

AALIYAH (Symbolbild)

Demütig hat der Erzähler ja schon mal in einem autobiographisch gefärbten Artikel darüber berichtet, wie an sich unscheinbare Randnotizen im Blätterwald vor einigen Jahren entscheidend dazu beitrugen, seine Haltung zu Migration und Migrationspolitik von „neutral“ bis „gemäßigt-positiv“ hin zu „sehr kritisch“ bis „ablehnend“ zu wenden um letztlich hinter den laufenden migrationspolitischen Bestrebungen düster-zerstörerische Kräfte und Absichten zu mutmaßen.

Genau genommen war es eine Reihe von Pressemeldungen über eine Häufung von teilweise tödlichen Messerattacken unter „britischen Teenagern“ in den „Nuller-Jahren“ des jungen Jahrtausends, die man sich vorgeblich überhaupt nicht erklären konnte, was alle damit Befassten angeblich vor ein Rätsel stellte. Der Erzähler nahm das zunächst eher am Rande zur Kenntnis, das ganze hatte in der Darstellung der Deutschpresse etwas von Mystery, wie in einer Geschichte von Stephen King, wo das Böse in die saubere weiße Mittelschichtswelt einbricht und brave Musterschüler durch Todesstrahlen aus dem Weltall unverhofft zu mordlüsternen Bestien mutieren. Irgendwie sonderbar.

Des Rätsels Lösung war aber noch um einiges unheimlicher: Die Messerattacken waren, wie der Erzähler schließlich anderweitig erfahren hatte, letztlich schlicht auf Rivalitäten zwischen pakistanischen und afghanischen Migrantengangs zurückzuführen, das Mysterium also ein nur durch mediales Weglassen von Fakten erzeugtes und somit überhaupt keines!

Und eben dieses Weglassen der relevanten Fakten und Hintergründe war für euren demütigen Erzähler das frappierende an der Sache, da dies für ihn einen Bruch mit der ihm bis dato vertrauten Berichterstattung in solchen Dingen darstellte.

Er war es nämlich damals noch gewohnt gewesen, dass bei solchen Geschichten stets auf den Migrations- und Ganghintergrund hingewiesen wurde, gerade auch mit dem Tenor, dass derartige Gewalt und Devianz stets aus der marginalisierten und prekären Lebenssituation der Migranten erwüchse, was ja als Verallgemeinerung auch schon ideologisch und tendenziös ist. Dieses völlige Weglassen elementarer und, vor allem, den zuständigen Stellen vor Ort bekannter Hintergrundinformationen hingegen, die ein Verstehen und Einordnen des Sachverhalts erst ermöglichen, war für ihn in diesen Zusammenhängen und in dieser Größenordnung damals noch eine völlig neue Qualität und hatte sein Vertrauen in die Medien gewaltig erschüttert. Die Nachricht, dass in Schweden die größte Tageszeitung des Landes im Falle einer ultrabrutalen Gruppenvergewaltigung eines Mädchens durch vier Somalier diese, in bester Pippi-Langstrumpf-Manier, zu zwei Schweden, einem Finnen und einem aus Somalia umgedichtet hatte, trug ihr übriges dazu bei.

Offensichtlich wollte da jemand jedes Verstehen und Einordnen verhindern!

Dass man es in Großbritannien, etwa in Rotherham, von Seiten der zuständigen Stellen vorzog, lieber tausende Kinder und Jugendliche von Somali- und Paki-Rape-Gangs vergewaltigen und versklaven zu lassen, denn als „Rassist“ zu gelten, hätte schon damals einiges, wenn auch nicht alles, erklärt, hatte sich aber noch nicht allgemein herumgesprochen.

Was aber immer wieder deutlich wird, ist, dass all die unerquicklichen Dinge, die im Zuge der bedingungslosen Massenimmigration und der Flutung Europas mit falschen Flüchtlingen mittlerweile in Deutschland zu beobachten bzw. zu „erleben“ sind, in anderen Ländern, besonders in Großbritannien und Schweden, mit mindestens einer Dekade Vorlauf zu beobachten waren. Und das gilt für kulturelle Schmankerl wie Gruppenvergewaltigungen und epidemische Messerattacken genauso wie für die damit einhergehende vernebelnde Berichterstattung durch die Progandajournallie!

Na, alles man ein Übergang bzw. ein Feldversuch, wie der lönssche Wulfbauer zu sagen pflegte, um dann mit herzhaftem Lacher den Wolf in der Kuhle totzuschlagen, weshalb man sich über so manches Deja Vu nicht zu wundern braucht. Ein solches ereilte den Erzähler wieder mal, als er bei der Lektüre der FAZ vom 14. Februar des laufenden Jahres auf eine knapp gehaltene, aber doch vielsagende Meldung stieß, welche mit „Lange Haftstrafe für Messerangriff in Dortmund“ betitelt war. Dieser konnte man entnehmen, dass das Landgericht Dortmund eine siebzehn Jahre alte Schülerin zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt hat, die vor einem Jahr eine Bekannte erstochen hatte:

Die Jugendliche namens SABRINA war Ende Februar 2018 mit der 15 Jahre alten AALIYHA auf einem Parkdeck im Dortmunder Stadtteil Hörde, einem Treffpunkt für verschiedene Jugendcliquen, über eine Banalität in Streit geraten. Zunächst prügelten sich die beiden Jugendlichen, dann zog SABRINA ein Messer und streckte ihre Gegnerin nieder. AALIYHA starb wenig später an ihren schweren Verletzungen. Die gesamte Hauptverhandlung fand wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. SABRINAs Verteidigerin berichtete, ihre Mandantin habe in dem Prozess mehrfach beteuert, keine Tötungsabsicht gehabt zu haben. Auch tue ihr die Tat „unendlich leid“. Das Landgericht bestrafte die Angeklagte am Mittwoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen eine Verurteilung wegen Totschlags beantragt. Schon seit einiger Zeit gibt es aus vielen Städten Meldungen über eine drastische Zunahme von Messerattacken. Ende Januar hatte die Polizei in Gelsenkirchen von einer Verdoppelung der Straftaten gesprochen. Um die Dimension des Problems exakt einschätzen zu können, zählt die Polizei in Nordrhein-Westfalen seit Januar landesweit alle Angriffe mit Messern.

Hervorhebungen durch den Zitierer

Tja, wieviel Indoktrination und Suggestivpropaganda sich doch in so eine kurze Meldung packen lässt. Da wären zunächst die Vornamen von Täterin und Opfer. In solchen Fällen meist abgekürzt oder redaktionell geändert, werden sie hier ausgeschrieben und erscheinen dadurch in der Kurzmeldung förmlich hervorgehoben, obwohl sich, wie man meinen könnte, ein eindeutiger Zusammenhang zu der Tat nicht erschließt. Vielmehr sieht es ganz danach aus, als solle auf suggestive Weise eine Botschaft vermittelt werden.

SABRINA hört sich einfach nach White Trash an. Selbst wenn einem die unsägliche Setlur dazu einfallen mag, ist diese doch wenigstens eine schon länger hier Lebende. Zu AALIYAH mag einem zwar auch die gleichnamige hybridnegride, bei einem Flugzeugabsturz jung gestorbene US-R&B-Sängerin in den Sinn kommen, über deren Glaubensbekenntnis der demütige Erzähler nichts genaues weiß; der Name ist aber nicht nur von vorneherein exotischer als SABRINA, er ist zudem arabischen Ursprungs und das weibliche Gegenstück zu „Ali“. Dies muss nicht heißen, dass das Opfer tatsächlich arabischer Abstammung und/oder islamischen Glaubens war. Eher ist anzunehmen, dass das Mädchen ebenfalls ein Kind von schon länger hier lebenden war, die es nach der zu ihrer Zeit gerade auch beim White Trash populären Sängerin benannten. Dies nimmt allerdings der auffallenden Gegenüberstellung der Namen im Zusammenhang mit „Messerattacken“ nichts von ihrem suggestiven Gestank.

Nein, die Nennung der Vornamen, und zwar in einer Kurzmeldung, nicht in einem ausführlichen Artikel oder Essay, wo dies eher üblich ist, ist wohl kaum dem Zufall geschuldet, und die Verknüpfung des Falles mit den ominösen Messerattacken, die zumindest gefühlt „seit einiger Zeit“ grassieren, noch viel weniger. Import von Messermännern und Gewaltschergen? Alles nur Stereotüpe, in Dortmund hat die SABRINA die AALIYAH abgestochen, wegen nix, DAS ist die Realität! Und die Gewalt kommt nicht von den geflüchteten Schutzsuchenden, die kommt aus dem Internet oder von den Todesstrahlen aus dem Weltall! Es ist einfach die „Verrohung der Gesellschaft“ und die hat nichts mit einem Massenimport von Verrohten zu tun, den es ja außerhalb der dampfenden Tollwut-Hirne von AfD-Wählern sowieso nicht gibt und der deshalb in den Artikeln der Propagandajournallie zur neuen deutschen Messermode erst gar keine Erwähnung findet!

Ja, Teenies und Messerattacken, da hört der Erzähler die Nachtigall trampeln. Und gerade diejenigen, die stets moralisierend betonen, dass man keine Einzelfälle verallgemeinern solle, tun dies die ganze Zeit und merken es nicht einmal, da sie exakt auf den medial vorgegebenen Schienen fahren:

Um Worten eine Bedeutung zuzumessen, aktivieren unsere Gehirne kognitiv-neuronale Frames, die unter anderem das Simulieren von Gefühlen, Gerüchen, Geschmäckern, Bewegungen und Bildern umfassen.

Und dann beim dritten, vierten, fünften Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt – egal, ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann: ‚Ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.

Aus der aktuellen Framing-Studie des „Berkeley International Framing Institute“ – in Auftrag gegeben von der ARD

Diese Aussage bezieht sich zwar darauf, wie die ARD in der Debatte um die GEZ-Gebühren vorgehen solle, beschreibt aber exakt Vorgehensweise und Kalkül der gegenwärtigen postfaktisch-postdemokratischen Staatspropaganda und ihrer Organe auf allen Ebenen.

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