Viel ist erreicht, viel mehr ist noch zu tun

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Anette Widmann-Mauz, aktuell im Gespräch mit den FAZkes:

FAZ: Die Konfrontation ist doch da. Die einen meinen, wir mussten die Flüchtlinge aufnehmen, weil das dem C, also den christlichen Werten, entspricht. Die anderen sagen, die Aufnahme so vieler Menschen hat unser Land weniger sicher gemacht, wir hätten die Grenzen schließen sollen.

Ich habe den Eindruck, dass diese Debatten mittlerweile überwunden sind. Es war richtig, dass wir einen Fokus darauf gelegt haben, Migration stärker zu steuern und zu ordnen. Da haben wir seit 2015 eine Menge geschafft, das zeigen die Zahlen. Denken Sie etwa an die EU-Türkei-Vereinbarung oder die Asylpakete. Jetzt brauchen wir eine Integrationsoffensive.

FAZ: Wenn schon so viel geschafft wurde: Was konkret wollen Sie denn noch tun?

Wir müssen uns fragen, ob unsere Integrationsangebote früh genug ansetzen und zielgerichtet genug sind. Wir brauchen etwa Sprach- und Wertevermittlung von Anfang an, unabhängig von der Bleibeperspektive. Und wir dürfen die nicht vergessen, die schon länger hier leben. Der Nationale Aktionsplan Integration ist deshalb die Gesamtstrategie der Bundesregierung, die das, was bundesweit geschieht, auf den Prüfstand stellt und nachsteuert, wo es weiße Flecken gibt – gemeinsam mit den Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft. Denn gelingende Integration lässt sich nicht am Reißbrett in Berlin entwerfen. Gleichzeitig müssen wir Abschiebungen konsequenter durchsetzen, insbesondere bei Straftätern. Da geht es auch um ausreichende Abschiebehaftplätze.

Ja, die einen sagen immer so und die anderen so. Solche Verlautbarungen sind jedoch trotz aller Worthülsen und Nebelkerzen wie Wegmarken. Wir nehmen zur Kenntnis: „Steuerung und Ordnung“ stehen jetzt im Fokus, dazu braucht es „Integration“ auf Teufel komm raus in Gestalt einer „Integrationsoffensive“ mit „Sprach und Wertevermittlung von Anfang an“ ohne Berücksichtung der „Bleibeperspektive“ bei konsequenter Durchsetzung von Abschiebung der derart offensiv Integrierten. Und natürlich dürfen „die schon länger hier Lebenden“ (Neusprech für „das Volk“, wie glatt hat sich das doch etabliert!) „nicht vergessen“ werden. Alles klar.

Steuerung und Ordnung?

Als letzten Herbst in Freiburg eine junge Frau erst mit KO-Tropfen betäubt wurde um dann von einem mindestens zehnköpfigen Mob aus importierten, teils kriegserfahrenen Gewaltschergen, darunter laut Relotiuspresse allerdings auch ein „Deutscher“, stundenlang kaputtgerammelt zu werden, brachte die zitierte Charge einen in seiner Konsequenz bestrickenden Steuerungs- und Ordnungsvorschlag:

Alle Asylsuchenden müssen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland, noch in der Erstaufnahmeeinrichtung, Wegweiserkurse über das Zusammenleben in Deutschland erhalten – und dazu gehört auch, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/Nach-Gruppenvergewaltigung-in-Freiburg-Widmann-Mauz-will-Asylbewerber-sexuell-aufklaeren,widmann-mauz-will-sexualaufklaerung-asylbewerber-100.html

Der Subtext für schon länger hier lebende Schafe: Die Massenimmigration der Schergen selbst ist alternativlos, aber man sollte ihnen schon mit Stuhlkreisen und einem kräftigen „Dududu!“ sozialpädomäßig Bescheid stoßen (also zeigen, dass sie hier weitgehende Narrenfreiheit genießen und tatsächlich im Schlaraffenland angekommen sind). Zudem wird von einer Integrationsschlunze erwartet, dass sie was sagt, und dann sagt sie halt was einer Integrationsschlunze entsprechendes.

Man denke nur mal an die Klientel, für die das Asylrecht ursprünglich gedacht war, also „politisch Verfolgte“, und halte sich die Groteske vor Augen, dass eine Widmann-Mauz-Charge etwa einen Alexander Solschenizyn „sexuell aufklären“ will und ihm einbläut, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt. Irre, einfach irre.

Und der Erzähler überlegt sich in aller Demut, ob er nicht lieber weiter was über Wölfe schreiben soll. Immerhin sind sie schön anzusehen und haben immer einen so WISSENDEN Blick.

4 Gedanken zu “Viel ist erreicht, viel mehr ist noch zu tun

  1. altrghtcrsdr

    Nach dem Abitur am Gymnasium Balingen studierte Annette Widmann-Mauz acht Jahre Politik- und Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen, erlangte aber keinen Abschluss.

    Bestenauslese at its best

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  2. Neues von der Strunze ohne Bildungs- und Berufsabschluss, dafür mit mauzigem Doppelnamen:

    https://www.deutschlandfunk.de/gesellschaft-integrationsbeauftragte-fordert-bekenntnis-zur.1939.de.html?drn:news_id=981099

    „Die Integrationsbeauftrage der Bundesregierung, Widmann-Mauz, hat dazu aufgefordert, sich offensiv zur Migration in Deutschland zu bekennen. Migration sei nicht der Sonderfall, sondern der Normalfall, sagte die CDU-Politikerin in Düsseldorf. Das liege vor allem an der geografischen Lage Deutschlands mitten in Europa. Auch die Werte und der Wohlstand hätten dieses Land für Zuwanderer attraktiv gemacht.“

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  3. Wie könnt ihr es wagen! Wir beobachten euch! Wir werden euch niemals vergeben! Und natürlich vergessen wir nichts! Hier also aus dem „Kleingedruckten“ der Schweinepresse der momnetane Stand in dieser Sache, natürlich alles voll im Sinne und zum Wohle des nicht existierenden „Deutschen Volkes“, alles bestens also, der Gerechtigkeit wurde genüge getan…eine Verpflichtung zu einem Erste-Hilfe, Sexualkunde und Flirtkurs hätte aber schon drin sein können!!!

    Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Zwei weitere Angeklagte wieder frei

    Die Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg erschütterte Deutschland:

    Elf Männer sollen eine 18-Jährige missbraucht haben. Nun ist einer der Angeklagten wieder auf freien Fuß.

    Der Prozess um die mutmaßliche Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg hat Ende Juni begonnen

    Elf Männer stehen vor Gericht.

    Sie sollen im Oktober 2018 eine 18-Jährige über Stunden vor einer Disco vergewaltigt haben.

    Update vom 26. September 2019:

    Im Fall der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg sind zwei weitere Angeklagte aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Jugendkammer geht nach dem bisherigen Verlauf der Beweisaufnahme davon aus, dass die beiden Männer nicht an der Vergewaltigung beteiligt gewesen sind, wie das Landgericht Freiburg am Donnerstag mitteilte.
    Das Verfahren wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung werde aber fortgeführt. Ein Mann war bereits auf freien Fuß gekommen. Auch er bleibt Angeklagter in dem Prozess. Von den elf Angeklagten sitzen demnach noch acht in U-Haft.

    https://www.merkur.de/welt/gruppen-vergewaltigung-in-freiburg-zwei-weitere-angeklagte-wieder-frei-zr-12710478.html

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