Von Wölfen und Menschen IV

Aftermath

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist since1992wol.jpg.

Das Bild zeigt das Einsammeln der Kadaver toter Schafe am Fuße einer zwanzig Meter hohen Klippe im Jahr 2004 bei Saint-Etienne-de-Tinee. Schäfer gaben an, dass die Schafe im Verlauf einer Wolfsattacke über die Klippe gedrängt wurden.
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Toleranz und ihre flexiblen Grenzen

Rund tausend Exemplare von Canis lupus leben zur Zeit auf dem Boden der BRD, Tendenz steigend. Das ist mehr als in allen skandinavischen Ländern, die wesentlich dünner besiedelt sind und den herumstreifenden Rudeljägern somit mehr Freiraum bieten, wie man meinen könnte, auch wenn die Hirtenkultur der Lappen und Sami mit ihren ebenfalls frei schweifenden Rentierherden traditionell von jeher alles andere als wolfsfreundlich war. Aber während hier zwar mittlerweile unter hochbrausenden Emotionswogen angesichts der blutigen Einschläge bei den Vieherden zunehmend Forderungen laut werden, ganze Rudel abzuschießen, ist die Praxis tatsächlich eine sehr zurückhaltende. Immer noch beschränkt sich die „letale Entnahme“ auf vereinzelte Einzeltiere, wie etwa „Wolf GW924m“, der nachweislich gegen den Kodex der Lupinenbüros verstoßen und Schafe hinter „wolfssicheren“(!) Zäunen gerissen hatte. In Schweden hingegen ist der Wolf ein jagdbares Wild, dem mit Lizenz nachgestellt werden kann. Wobei jeder Wolf, der sich in Siedlungen wagt oder zudringlich gegenüber Vieh oder Menschen wird, ohnehin zum Abschuß frei gegeben ist – null Toleranz! Und das bei einer geschätzten Gesamtpoulation von gerade mal 300-355 Tieren, was allerdings schon ausgereicht hat, den Betreiber der größten Bio-Lammfarm des Landes nach verheerenden Attacken an den Rand der Resignation zu drängen, nachdem bei einem einzigen Angriff 160 Schafe getötet worden waren.

Schwedisches Aftermath: Blut für den Blutgott

Norwegen will gar seine Wolfspopulation von nur 68 Tieren um 70% dezimieren, auch Finnland, wo fünfeinhalb Millionen Einwohner sich eine mit der BRD vergleichbare Fläche mit ca. 238 Wölfen teilen und der Wolf bei der jagdliebenden Landbevölkerung vor allem deswegen in Ungnade gefallen ist, weil er die geliebten Elchunde weg frisst, praktiziert mittlerweile das Culling ganzer Rudel und Jagden mit dem Abschuß von 43 Exemplaren gehören zum „Management“ – das Geheul hierzulande mag man sich erst gar nicht vorstellen.

Bruderliebe: Man hat sich mitunter zum Fressen gern, was dann mit geradezu chirurgischer Präzision erledigt wird. Überreste eines von Wölfen getöteten Elchhundes.

Noch genießt hier der Wolf eine nahezu uneingeschränkte Willkommenskultur, wie bereits erwähnt, begibt sich ein Polizist oder Jäger, der einem sich quälenden angefahrenen Exemplar den Gnadenschuss verpassen will, in strafbewehrtes Terrain, dafür fließen Steuergelder in zweifelhafte Innovationen wie Wolfskrankenwagen. Dabei ist man mit anderen Relikten der ursprünglichen Megafauna keinesfalls so zimperlich. In Brandenburg wurde etwa ein gutmütiger Wisentbulle, der sich jahrelang friedlich jenseits der Grenze durch polnische Örtchen trollte, und mal sehen wollte, wie die Luft auf der anderen Seite so ist, auf Geheiß der deutschen Behörden, die in ihm eine potentielle Gefahr für Menschen und ein Verkehrshindernis erkannten, schnellstmöglich füsiliert, kaum dass er deutschen Boden betreten hatte. Und dem edlen Rothirsch, als Forst- und Ernteschädling wie auch als Gefahr für den Straßenverkehr eingestuft, wird eine marginale Existenz in isolierten „Rotwildrevieren“ gebilligt, die inselartig über das Landesgebiet verteilt sind. Außerhalb dieser Zonen dürfen die Jäger ihn nicht nur zu jeder Jahreszeit abschießen, sie sind dazu verpflichtet! Währenddessen genießt der Beißer und Reißer Wolf einen geradezu sakrosanten Status bei maximaler Bewegungsfreiheit. Einzuzäunen haben sich dagegen die potentiellen Opfer – ob die hohen Zäune bestehende Wildwechsel blockieren ist eben so wenig von Bedeutung wie die etwaige negative Beeinflussung des Landschaftsbildes. Dass der missverstandene Apex-Predator seine Intelligenz an ihnen schulen kann hat schließlich Vorrang, immerhin geht es um die Schuld für die irrationale Ausrottung des edlen Wesens und ihre Wiedergutmachung. Ja, dem vor Demut erstarrten Erzähler wurde schon entgegnet, dass der Wolf ein Recht darauf habe, hier zu leben und dass wir ihn schon allein wegen „unseres christlichen Menschenbildes“(!) zu tolerieren hätten! Der Erzähler konnte da nur noch matt entgegnen, dass die Bibel sich auf Erzählungen von Hirtenvölkern begründet, bei denen eine etwaige Toleranz für reißende Raubtiere höchstwahrscheinlich noch nicht mal rudimentär vorhanden gewesen war. An den Blödsinn, der ihm in Folge von Seiten der außerordentlich verstrahlten Person, die es aber immerhin zu Abitur und Studium gebracht hatte, entgegen sprudelte, kann er sich gnädigerweise nicht mehr erinnern, nur dass er irgendwann noch eine volle Breitseite gegenfeuerte, in dem er sich selbst zum Wolf bekannte, getreu der Devise des Wulfbauern aus dem lönsschen Wehrwolf, wonach alles mal ein Übergang und die neue Öko-Ordnung durchaus zu begrüßen sei: Fleisch- und Milchlieferanten sicher in den Intensivtierfabriken, draußen Energiewende-Energiepflanzen, vor allem viel viel Mais mit vielen vielen Wildschweinen darin als fette Beute für den Wolf. Ja, eine ziemlich kurze Nahrungskette, aber was soll’s, ein Redwood-Wald ist schließlich auch recht monoton.

Man kann der ganzen Wolfstümelei entgegenhalten, dass der Mensch und seine Weidetiere auch aus der Natur entstammen und die Ausrottung des Wolfes ein natürlicher Prozess war, so wie in der Natur überhaupt das Aussterben mehr die Regel als die Ausnahme darstellt. Zudem wurde der „Europäische Grauwolf“ genaugenommen nicht einmal ausgerottet, die Grenze seines Verbreitungsgebietes wurde lediglich nach Osten verschoben, wo es noch weite Räume und somit Platz für ihn gibt. So besehen ist auch die deutsche Wolfspopulation nur die Westgrenze eines Verbreitungsgebietes von gewaltiger Ausdehnung, das von Deutschland über Eurasien hinweg bis Wladiwostok reicht. Dass der Wolf als Art auch nicht gefährdet ist, wird in der Diskussion üblicherweise genau so unter den Tisch gekehrt, wie der Umstand, dass sich trotz hyperventilierender Klimahysterie der Eisbärenbestand seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts verfünffacht hat und damit so hoch ist wie nie zuvor. Aber manche Tiere waren schon immer gleicher als andere. So wird von der Wolfslobby etwa mit Genugtuung goutiert, wie der Wolf die Bestände der hier angesiedelten Mufflons restlos ausrottet, sobald er auf sie trifft: „Die gehören nicht hier her!“ Abgesehen davon, dass das ausgerechnet mit Vorliebe von den üblichen ökologisch naiven Weltumarmern kommt, ist es an sich fragwürdig, einfach eine Art, die an sich ein Zeugnis für Natur- und Kulturgeschichte darstellt, dem Rachen der Wölfe zu überantworten. Zwar ist es richtig, dass das Muffelwild aus dem Mittelmeeraum, von felsigen Inseln wie Korsika und Sardinien, stammt und einst als Jagdwild eingebürgert wurde. Zudem ist diese Art eigentlich kein richtiges Wildschaf, sondern ein schon in der Jungsteinzeit wieder verwildertes Hausschaf, aber gerade dadurch eben auch ein lebendiges natur- wie kulturgeschichtliches Zeugnis. Und da es in seiner Heimat durch Bastardierung mit Hausschafen praktisch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form vorkommt, handelt es bei den im neunzehnten Jahrhundert in Deutschland ausgewilderten Tieren um echte Relikte. Allerdings hat dieses Tier, das sich bei Gefahr in steile Felsklüfte flüchtet, in den eher felsarmen deutschen Gauen dem Wolf nichts entgegenzusetzen und wird daher, zur Freude der vorgeblichen Naturfreunde, überall dort, wo der Wolf Einzug hält, vom Erdboden getilgt. Überhaupt ist angesichts des Wolfes infernaler Majestät die sonst immer gern bemühte „Artenvielfalt“ auf einmal nicht weiter wichtig. Zwar seien weidewirtschaftlich genutzte Kulturlandschaften mit die artenreichsten überhaupt, die Pflanzenpracht der Bergmatten ohne diese Bewirtschaftung nur noch stark verdünnt vorhanden, da alles von Gehölz überwuchert werde, das dann in der Höhe jäh von Geröll, Fels, Eis abgelöst würde, weshalb überall dort, wo die Bergbauern aufgeben und sich zurückziehen, die Artenvielfalt mit ihnen schwinde. Dies sei aber, so die Wolfsschwärmer, nichts bedauernswertes, denn die Artenvielfalt wäre nie das eigentliche Ziel gewesen, sondern eine „echte Wildnis“, die „ohne den Menschen funktioniere“ – egal ob in der sibirischen Taiga, den kalifornischen Sierras, den Rockies, den französischen Seealpen oder dem Allgäu!

Hier begegnet uns wieder der allgäuer Gemüseschamane und ab 1:17 werden wir von einem Wald- und Wildtierexperten darüber aufgeklärt, dass „Biodiversität“ nicht das Ziel sei, sondern eine „wilde Natur“! Fällt da dann auch Maisacker+Wildschwein+Wolf darunter?

Wie wir gesehen haben, ist der Wolf ein mit symbolischer Bedeutung aufgeladenes Tier, das aus der Welt der Mythen und Legenden wieder in unsere Wirklichkeit vorgestoßen ist und diese geradezu märchenhaft verzaubert. Wenn es in den Kram passt, wird die Artenvielfalt als erstrebenswert und der Wolf als Garant dafür dargestellt, wie etwa im Fall des Yellowstone-Nationalpark, wo eine windige Story um den wieder eingebürgerten Wolf gestrickt wurde, der wie ein guter Geist der Natur neues, vielfältiges Leben eingehaucht und sogar indirekt den Verlauf von Flüssen geändert haben soll, was leider keiner genaueren Betrachtung standhält. Wenn sich aber zeigt, dass mit der bäuerlichen Weidewirtschaft auch die Artenvielfalt, also „Biodiversität“ schwindet, ist auch diese auf einmal höchstens noch Nebensache, weil das eigentliche Ziel eine „wilde Natur“ sei, was immer man sich darunter auch vorzustellen habe. Die Alpen jedenfalls sind seit tausenden von Jahren Kulturlandschaft, und das bis an die Fels und Eisgrenze hinauf, was die Rede von „wilder Natur“ als reine Ideologie entlarvt. Dies gilt für das Tiefland und die Mittelgebirge weiter Teile Europas erst recht. Aber im Tiefland will man ja angeblich auch keine „wilde Natur“, sondern den Wolf vielmehr in die bestehende Kulturlandschaft, mit Siedlungen und Nutztieren, einpassen. Und es sieht ganz so aus, als wäre die hier einst angestrebte ökologisch-naturnahe Landwirtschaft den führenden Ideologen ebenso nebensächlich wie die Artenvielfalt, denn es ist gerade diese, die durch den Wolf in Bedrängnis gerät.

19 Gedanken zu “Von Wölfen und Menschen IV

  1. Ein unfassbares Verbrechen: Fünf trächtige Schafe haben Unbekannte auf einer Weide bei Klein Ilsede (Niedersachsen) auf brutale Weise mit Messern geschlachtet, das Fleisch in Müllsäcken davon geschleppt. Bilder einer Überwachungskamera zeigen die Täter.

    Peine Unbekannte haben fünf trächtige Schafe auf einer Weide bei Klein Ilsede im Landkreis Peine (Niedersachsen) getötet und das Fleisch gestohlen, berichtet die „Peiner Allgemeine Zeitung“. Besitzerin Pia Braune stellte die grausame Tat am darauffolgenden Morgen fest: Die Überreste der Tiere fand sie in einem nahegelegenen Graben. Eine Überwachungskamera filmte die Täter.

    http://www.maz-online.de/Nachrichten/Panorama/Unbekannte-schlachten-fuenf-traechtige-Schafe-Ueberwachungskamera-filmt-alles

    http://www.paz-online.de/Kreis-Peine/Ilsede/Fuenf-Schafe-von-Unbekannten-auf-der-Weide-getoetet

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  2. Schildbürger

    Ausgesprochen gelungener Abschluss.

    Es ist wirklich bemerkenswert wie gnadenlos mit den großen Pflanzenfressern umgegangen wird.
    Da hatte ich es vor einiger Zeit mit einem Jäger drüber, der ebenfalls sein Unverständnis darüber geäußert hat warum Rothirsche so streng eingehegt werden.
    Das einzige Argument diesbezüglich was halbwegs nachvollziehbar war war tatsächlich der Verkehr in einem so dichtbesiedelten Land.
    Halbwegs. Eine Wildsau oder erst recht eine entlaufene Kuh am Kühlergrill dürfte da nicht so den großen Unterschied machen.

    Der doch eher im Ruf scheu zu sein stehende Wisent ist da ähnlich, wobei Löns in seinen Werken ein so großes, kräftiges Tier auch von einer dunkleren Seite gezeichnet hat.
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/jagdgeschichten-1640/5
    Wobei man es durchaus fraglich sehen darf ob Löns einem solchen Tier in freier Wildbahn begegnet ist.

    Bogenschlag zum letzten Abschnitt, es ist ja durchaus Gang und Gebe in der modernen Asylpolitik nur ausgewählten „Flüchtlingen“ den Asylstatus zu gewähren.
    Den weißen Südafrikanern wird ja nach wie vor ein solcher Status verweigert, obwohl sich in der „Regenbogennation“ düstere Zeiten für diese abzeichnen.

    Grade Attenboroughs Tierfilme hab ich schon als Stoppelhopser verschlungen.
    Grade weil ich die ´damals für sehr natürlich und schonungslos gehalten habe.
    Youtube hilft tatsächlich, das ist wirklich noch blutiger. ^^
    Von daher wundert mich das tatsächlich dass es da jemals Kritik daran gab, das war mir bis jetzt neu.
    Genauso wie die Yellowstone-Geschichte, mein letzter Status war dass die Wölfe durch die Dezimierung der Pflanzenfresser für dichteres Unterholz und damit Lebensraum für andere Tierarten sorgen.
    Das Dilemma ist eben, ohne Beutegreifer funktioniert kein Ökosystem.
    Pflanzenfresser sind seit undenklichen Zeiten darauf ausgerichtet viel Nachwuchs zu zeugen um Verluste auszugleichen.
    Entnimmt man den Beutegreifer vollständig so vermehren die sich eben unkontrolliert. (und da gibt es tatsächlich Spinner die behaupten dass die „das von selber regulieren“…).
    Wenn der Mensch das kompensieren kann, alles kein Thema.
    Wenn aber wie heute der Mensch so, ich sage mal weich wird dass kaum noch einer weiß oder wissen will was das Dings da auf seinem Teller mal war (und blass umkippt wenn er Bilder von der Fleischerzeugung sieht, selbst erlebt), dann ist wohl eine gewisse Grenze des Gesudnen erreicht.

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  3. Dank auch dir, Schildi. Vor allem auch für die Geschichte vom alten Wisent, die ich noch nicht kannte, und ich kenne den Löns schon so ziemlich. Sehr schön, mit reichlich Blut und Gore und doch fühlt man immer irgendwie mit dem Tier mit. Es ist halt das Motiv des alten, bösartig gewordenen Einzelgängers, kennt man auch von Büffeln oder Elefanten, wo so ein Exemplar einen ganzen Landstrich terrorisieren kann. Dass Löns je einem Wisent in der Natur begegnet ist, halte ich für unwahrscheinlich, denn zu seinen Lebzeiten war dieses Tier so gut wie ausgerottet und nur noch in einigen Zoos zu finden, wenn ich mich nicht irre. Der Wisent ist ja eine tatsächliche Erfolgsgeschichte des Artenschutzes. Tödliche Angriff von Wisenten auf Menschen sind selten, auch im Sauerland, wo man eine kleine Herde „ausgewildert“ hat, sind gerade die Bullen gegenüber Menschen nicht aggressiv, eine Kuh mit Kälbchen hat mal eine Wandersfrau, die einen Hund bei sich führte, angegriffen und leicht verletzt. Trotzdem muss man sich grade auch beim Wisent fragen, ob ein Tier dieses Kalibers in der Kulturlandschaft hierzulande noch einen Lebensraum vorfindet. Im Sauerland wandern die Tiere gerne vom Gebiet des Fürsten zu Wittgenstein, der sie angesiedelt hat, in die umliegenden Privatwälder, schälen dort die Bäume und sorgen so für forstwirtschaftliche Totalschäden, da das die Holzqualität ruiniert, falls die Bäume nicht komplett absterben – hat man ja nicht ahnen können, so was. Die Privatwaldbesitzer wollen latürnich Schadensersatz vom Fürsten oder vom Land, da geht es dann hin und her, nene, die Wisente wären jetzt Wildtiere und gehörten eigentlich niemand, deshalb müsse auch niemand zahlen usw. usf. Ich stand auch dem Projekt positiv gegenüber, aber da ich die Gegend ein bisschen kenne, habe ich mich schon gefragt, ob die Wisente als eigentliche Steppenbewohner (die „Sumpfwälder“ bei Löns und in Bialowieza sind eher die letzten Rückzugsgebiete und nicht der bevorzugte Lebensraum der Art), in dieser Christbaumplantagenlandschaft wirklich gut aufgehoben sind. Dass Wisente jetzt unproblematisch und völlig harmlos sind wollte ich wirklich nicht andeuten, aber die Exekution des altbekannten und gutmütigen Bullen und der Umgang mit dem Rothirsch sind schon ein herber Kontrast zum Freifahrschein für den Wolf, der blutig in den Herden wütet und ein potentieller Menschenfresser ist.

    Und was die Gefahr für den Straßenverkehr betrifft, so erhöht die sich durch den Wolf deutlich, da mehr Wild durch die Gegend gehetzt wird und auch mit mehr ausgebrochenem und panisch herumirrenden Weidevieh, Pferden etc. zu rechnen ist. Wenn ich mir überlege, Frankreich, Schweden und Finnland haben je so um die 200-350 Wölfe bei teilweise nicht mal einem Zehntel der Bevölkerung der BRD. Selbst Frankreich hat nur halb so viel Einwohner. Dafür hat es hier mehr als das dreifache an Wölfen, „wir“ sind also mindestens Wolfseuropavizemeister (hinter Rumänien oder so) lol.

    Genauso wie die Yellowstone-Geschichte, mein letzter Status war dass die Wölfe durch die Dezimierung der Pflanzenfresser für dichteres Unterholz und damit Lebensraum für andere Tierarten sorgen.

    Die Propaganda-Legende geht so, dass eine Überpopulation von Wapiti-Hirschen die Ufervegetation der Flüsse, insbesondere die Weiden, weggeputzt hätte. Nach der segensreichen Wiederansiedlung des Wolfes in den 90ern hätte dieser die Wapitis dezimiert worauf sich die Ufervegetation erholen konnte was einen heilsbringenden „Kaskadeneffekt“ für das komplette Ökosystem ausgelöst hätte. Auch wenn das von „National Geographic“ und Co. verbreitet wird stimmt daran so gut wie nichts. Die Ufervegetation und besonders die bemühten Weiden sind vom Wasserstand abhängig, der Einfluss der Wapitis ist bescheiden und folglich auch der des diesselben meuchelnden Wolfes. Wenn es hier einen tierischen Einfluss gibt, dann geht der vom dämmebauenden Biber, dessen Populationsdichte und Migrationsverhalten im Park aus, nicht vom Wolf. Wurde recht eindeutig belegt, eine Quelle dazu habe ich in Teil III der Reihe verlinkt.

    Das Dilemma ist eben, ohne Beutegreifer funktioniert kein Ökosystem.
    Pflanzenfresser sind seit undenklichen Zeiten darauf ausgerichtet viel Nachwuchs zu zeugen um Verluste auszugleichen.
    Entnimmt man den Beutegreifer vollständig so vermehren die sich eben unkontrolliert.

    Das ist heute sehr umstritten. Es wird eher davon ausgegangen, dass die Zahl der Beutetiere die der Beutegreifer reguliert, nicht umgekehrt, und dass Nahrungsangebot, Krankheiten etc. einen stärkeren Einfluss hätten als Raubtiere. Man nimmt in der ernsthaften Biologie auch Abstand von so Ordnungsbegriffen wie „Ökosystem“, „ökologisches Gleichgewicht“ usw. sondern sieht das ganze eher als chaotische Prozesse, die so langsam ablaufen, dass dem Betrachter eine „Ordnung“ vorgegaukelt wird. Zur Rolle des Wolfes sollte man sich unbedingt mit den Texten von Valerius Geist befassen, den ich hier ja am Ende zitiert und verlinkt habe. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber dass der Mann keine Ahnung hat, kann man wirklich nicht behaupten. Auf jeden Fall ist bei ihm Schluss mit dem Bild vom Wolf als großem Regulator. Laut Geist sieht es so aus, dass der Wolf, wenn man ihn nicht drastisch dezimiert, die Schalendwildbestände abräumt, bis fast nichts mehr von ihnen da ist, und dann weiter zieht – oder sich an das Vieh und letztlich den Menschen macht (Habituationskette). Das deckt sich ziemlich mit den Erkenntnissen eines Experiments auf der Isle Royale im Lake Superior/Michigan, wo man die Wechselwirkungen zwischen Wölfen und Elchen studiert hat. Auch wenn die Erkenntnisse gerne als Bestätigung für das „ökologische Gleichgewicht“ und den Wolf als „Regulator“ interpretiert werden, kann man darin eher chaotische Prozesse erkennen, ab und an kracht die Population der Elche zusammen, dann die der Wölfe usw. ein „Gleichgewicht“ sieht anders aus. Laut Valerius Geist sollte der Wolf durch Bejagung absolut kurz gehalten werden, das sorge dafür, dass er seine Scheu vor dem Menschen behält und gleichzeitig für üppige Schalenwildbestände als Beute. Das Ergebnis wären schöne, große, menschenscheue Wölfe, die weitgehend harmlos seien. Das gegenwärtige Wolfsmanagement sorge für (durch den Wolf!) zugrunde gerichtete Wildbestände, Degeneration des Wolfes als Art durch Bastardierung, Übergriffe auf Weidetiere und ein drastisch erhöhtes Risiko von Wolfsattacken auf Menschen, die letztlich unvermeidlich seien. Jaja, da könnte man wieder dies und das gegen einwenden, aber es ist auf jeden Fall diskussionswürdig.

    Hier noch mal die böse Wolfshasserseite mit Texten von Valerius Geist (die über Wölfe und Parasiten sind ganz besonders lecker^^ – von wegen, der Wolf halte das Wild gesund usw.):

    https://wolfeducationinternational.com/

    Dazu ein ganz passabler Artikel aus DIE ZEIT zur Wolfsdebatte, in der auch Valerius Geist portraitiert wird und recht ausführlich zu Wort kommt. Was der erzählt ist einfach faszinierend:

    https://www.zeit.de/2015/14/tiere-woelfe-bedrohung/seite-3

    Btw.: Die Huftiere, die der Wolf jagt, haben in der Regel auch nicht sooo viel Nachwuchs. Ein-zwei Kitze/Kälbchen im Jahr, das ist weniger als bei den Wölfen selbst.Und der Wolf ist als Ausdauerläufer, mit hervorragenden Sinnen ausgestattet und noch dazu im Rudel unterwegs, seinen Beutetieren eigentlich hoch überlegen. Wiederkäuer können nicht so ausdauernd laufen wie der Wolf (oder Mensch), deshalb konnten ja Navajos oder afrikanische Buschleute, obwohl im Sprint ungleich langsamer, Hirsche oder Antilopen zu Tode hetzen, in dem sie ihnen auf der Spur blieben und sie bis zur Erschöpfung einfach nicht zur Ruhe kommen ließen. Wölfe können das erst recht. Kann mir das gut vorstellen, wie die ganze Landstriche von Wild leerräumen, so wie bei Geist beschrieben.

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  4. „Tödliche Angriff von Wisenten auf Menschen sind selten, auch im Sauerland, wo man eine kleine Herde „ausgewildert“ hat, sind gerade die Bullen gegenüber Menschen nicht aggressiv,“

    Oh, stimmt nicht ganz. Ein Bauer auf seinem Traktor wurde von einem Bullen attackiert und hat das auch fotografiert, wie mir grade eingefallen ist. Konnte den Artikel aber nicht mehr finden. Im großen und ganzen sind die aber nicht aggressiv, was eventuell dazu verleitet, zu nahe ranzugehen.

    Was im Straßenverkehr den Hirsch von der Wildsau unterscheidet, ist wohl im wesentlichen, dass der bei einem Zusammenprall leicht wegen seiner langen Beine über den Kühler direkt in die Windschutzscheibe reinkippt. Bei den Burschen hier ist das dann gleich wie gegen die Wand gefahren:

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  5. Na, wer will da noch bestreiten, dass wir hier ein Info-Elite- und Top-Influencer-Block sind! Kaum lassen wir hier den Wolf von der Leine, zieht PIPI nach:

    Die Rückkehr des 17. Jahrhunderts
    12. Februar 2019144

    Von C. JAHN | Es gibt wieder Wölfe in Deutschland, die Krätze ist zurück und die Syphilis. Man wird wieder von Zigeunern bestohlen und ereifert sich über Fragen der Frömmigkeit. Es gibt wieder Straßenräuber, die Macht des Zentralstaats zerfällt, wir erleben die Rückkehr des Faustrechts. Willkommen in der Neuauflage des 17. Jahrhunderts!

    Die Buntisten in Berlin verkaufen uns ihre Bunte Republik als Fortschritt. In Wahrheit aber ist alles, was wir in Deutschland derzeit gesellschaftlich erleben, ein historisch einzigartiger Rückschritt in eine vormoderne Epoche, die wir längst hinter uns glaubten.

    Verständlich, tagaus tagein der selbe Brei aus Gezeter von wegen „linksrotbuntgrünversifft“, „IslamIslamIslam“ und „AfDoderTod!!!“, da lechzt man nach dem Ruf der Wildnis…^^

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  6. http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Forscher-Angst-vor-Woelfen-ist-vererbt

    Forscher: Angst vor Wölfen ist vererbt
    Die Angst vor Wölfen sei weniger rational als viel mehr vererbt, meint ein Angstforscher aus Göttingen. Sein Vorschlag: Um die Furcht vor den Tieren zu reduzieren, müssten Menschen vermehrt Wölfe im Wald sehen und feststellen, dass nichts passiert.

    *
    Ja, die Angst vor großen Raubtieren wird bei potentiellen Beutetieren vererbt und durch jahrtausendealte Erfahrungen bestätigt. Soll das Überleben erleichtern sowas. Ich habe allerdings keine sonderliche Angst vor den Wölfen, denke aber, das könnte mit denen hier noch viel lustiger werden, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf und auf die dummen Gesichter der üblichen Verdächtigen.

    „Angstforscher“ – immer ein guter Ratgeber.^^

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  7. Schildbürger

    Wie einfach das manchmal sein kann… lange Beine und Windschutzscheibe, das ist mir jetzt in meinen gedanklichen Ausschweifungen glatt durch die Lappen gegangen. 🙂

    Das ist es eben.
    Dass das Sprichwort vom „natürlichen Gleichgewicht“ so nicht stimmt ist ganz einfach so.
    Grundlage der Ökologie, die berühmten gegenseitig auf- und absteigenden Populationszahlen, wobei noch nicht mal die festen Regelmäßigkeiten folgen.
    Ändert aber nichts an der Tatsache dass ein Lebensraum in welchem Pflanzenfresser nicht ausgedünnt werden irgendwann einfach aufgrund zu vieler Pflanzenfresser irgendwann zusammebricht.
    Öko“system“ ist da eigentlich der falsche Begriff, da hast du recht. Das ist kein System, das ist nicht unerheblich chaotisch. Das ist es aber vermutlich auch was viele an ihre geistigen Grenzen bringt, der Hang zur, ich nenne es mal Kategorisierung der in der Physik ganz ansprechend funktioniert macht das in der Biologie eben nur bedingt.
    Ist schwer in Worte zu fassen wie ich das sehe, aber einen Versuch ist es wert.
    Es hat seine Gründe warum sich das Leben so entwickelt hat wie es heute ist, oder vielleicht besser, wie es vor 2000 Jahren war. In den meisten Fällen passt sich das Lebewesen dem Lebensraum an, nicht andersherum. Auf vielerlei Wege.
    Dass Lebewesen ihren Lebensraum auch gestalten können ist die andere Sache, da braucht es nicht mal den modernen westlichen Menschen zu bemühen. Die afrikanischen Savannen verdanken ihren Zustand nicht zuletzt den Elefanten die öfters mal Bäume ausreißen um an das Laub zu gelangen, und das Bild vom edlen Wilden der im „Einklang mit der Natur lebt“ bekommt sichtbare Dellen wenn man sich vor Augen hält wie die sog. Naturvölker ihre Umwelt unter Anderem durch Brandrodung nachdrücklich geprägt haben, wie z.B. in Australien.

    Und, da sind wir wieder beim Anfang der Dodo-Debatte, ein ich sage mal sorgenfreier Lebensraum zieht nunmal Folgen nach sich, namentlich dass die dort lebenden Wesen nach und nach das verlieren was sie in einem knallharten, chaotischen und über Zeiträume die ein menschliches Gehirn nicht zu fassen vermag laufendem Prozess zu dem gemacht hat was sie sind.

    Ich habe mioch ja lange gefragt woher Religionen entstanden sind.
    Nach meiner jetztigen Kenntnis wohl irgendein wüster Mischmasch aus einem Versuch das Unerklärliche zu erklären und dem Bedürfnis nach einer Gemeinschaft.
    Ich glaube niemandem der mir verklickern will er habe die Welt bis in ihre Grundzüge verstanden
    Und da stehen Religionen die sagen alles folge dem Plan eines höheren Wesens und Zweibeiner ohne Federkleid die behaupten sie hätten alles kapiert und könnten jetzt mittels Gentechnik oder „Social Engineering“ das Paradies auf Erden schaffen auf der selben Stufe.

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  8. Schildbürger

    Als Nachtrag, der liebe schwarzweiße Wasserbewohner wie er in Free Willy und ähnlichen Filmen gerne gepinselt wird ist, obwohl tatsächlich intelligent, auch kein allzu netter Zeitgenosse mit seinen Beutetieren.
    Wenn man sich mal anschaut wie Schwertwale mit Robben verfahren (was gerne mal auch als „spielen“ analog zu Katzen verstanden wird) ist das auf unsere Maßstäbe bezogen eher brutal.
    Robben werden da, ich sage mal weichgeprügelt bis sie wehrlos und gefahrlos fressbar sind.
    Was auch nachvollziehbar ist, ein sich windendes, beißendes und kratzendes Beutetier in Reichweite der für Beutegreifer so wichtigen Augen ist eine Gefahr für den Räuber.

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  9. altrghtcrsdr

    Dies sei aber, so die Wolfsschwärmer, nichts bedauernswertes, denn die Artenvielfalt wäre nie das eigentliche Ziel gewesen, sondern eine „echte Wildnis“, die „ohne den Menschen funktioniere“

    In Verbndung mit den Zahlen des „Deagle-Instituts“ und den Depopulationsstrategien einer Disgenic können wir uns tatsächlich auf das freuen, was „Jene“ mit „uns“ vorhaben:

    „Echte Wildnis ohne Menschen“

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  10. altrghtcrsdr

    Dies sei aber, so die Wolfsschwärmer, nichts bedauernswertes, denn die Artenvielfalt wäre nie das eigentliche Ziel gewesen, sondern eine „echte Wildnis“, die „ohne den Menschen funktioniere“

    In Verbindung mit den Zahlen des „Deagle-Instituts“ und den Depopulationsstrategien einer Disgenic können wir uns tatsächlich auf das freuen, was „Jene“ mit „Uns“ vorhaben:

    „Echte Wildnis ohne Menschen“

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    1. Schildbürger

      Nicht ohne Menschen, ohne Weiße.
      Wenn deren Ziel „nur“ Bevölkerungsreduktion oder so was wäre, dann würden die nicht so hartnäckig dafür sorgen dass die schwarzafrikanische Bevölkerung sich explosiv vermehrt.

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      1. Karlfried 15. Februar 2019 at 20:54
        Zitatbeginn: —–
        Johannisbeersorbet 15. Februar 2019 at 20:21
        Der Betrug funktioniert, so lange die Masse des Volkes weiter brav arbeitet und willig Steuern und Abgaben zahlt.
        jeanette 15. Februar 2019 at 20:19
        Die Gutmenschen sind die Handlanger der Globalisten!
        ——Zitatende

        Es ist teilweise Betrug, es ist teilweise böse Absicht, es ist teilweise Dummheit, es ist teilweise der Zeitgeist, es ist teilweise der technische Fortschritt, es sind noch viele andere Dinge, die hier hereinspielen. Aus dieser Gemengelage von Ursachen, Wirkungen und wechselseitigen Beeinflussungen greife ich eine einzelne Frage heraus.
        Nun die Frage: Wann wacht das Volk auf oder warum ist das Volk nicht schon lange aufgewacht? — Wenn das Volk jemals aufwachen würde, dann wären wir Deutsche schon vor rund 60 Jahren aufgewacht. Bereits vor der „Anwerbung“ (etwa um 1960, auf amerikanischen Befehl hin, gegen den Willen der deutschen Arbeitsverwaltung) der ersten türkischen Gastarbeiter gab es unter Fachleuten wie im Volk einen großen Widerwillen. Auch Kanzler Schmidt hat das erkannt, aber er hat die Türken 1973 bei der Wirtschaftskrise in Deutschland gelassen und die europäischen Gastarbeiter heimgeschickt. Zudem hat er den Familienzuzug der Türken gefördert. Kohl wollte 1982 das Rad zurückdrehen, mit viel Geld, aber er hat es dann doch nicht durchgezogen.
        Was ist der Grund? Ursache des Geschehens sind die Hintergrundkräfte, welche das Spiel aufgezogen haben. Zusätzlich ist es aber auch so, daß es im jeweiligen Einzelfall heißt: Es sind ja noch nicht so viele da, es geht ja noch, wir haben als Politiker noch viele andere Probleme zu lösen, und schwupp hat man sich aus diesem „undankbaren“ Problemfeld weggestohlen und macht irgendetwas anderes, irgendwelche Tagespolitik.
        Und genau mit diesem Ausweichen und Wegsehen begeht man Völkermord am eigenen Volk durch Überfremdung mit vielen Millionen nichtweißen fremd aussehenden Menschen und deren Nachkommen. Das Leben des eigenen Volkes wird vernichtet.

        http://www.pi-news.net/2019/02/die-moralische-zange-der-deutschlandfeinde/

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  11. Vielfaltspinsel 15. Februar 2019 at 21:04
    @ Karlfried 15. Februar 2019 at 20:54
    „Bereits vor der „Anwerbung“ (etwa um 1960, auf amerikanischen Befehl hin, gegen den Willen der deutschen Arbeitsverwaltung) der ersten türkischen Gastarbeiter gab es unter Fachleuten wie im Volk einen großen Widerwillen. Auch Kanzler Schmidt hat das erkannt, aber er hat die Türken 1973 bei der Wirtschaftskrise in Deutschland gelassen und die europäischen Gastarbeiter heimgeschickt. Zudem hat er den Familienzuzug der Türken gefördert.“

    Auf seine Art war Schmidt ein typischer Rechtspopulist, rechts blinken, beim Volke Zustimmung erheischen, um anschließend dann links abzubiegen. Mir ist kein Fall bekannt, daß ein Mitglied der Atlantikbrücke mal vom antideutschen Kurs abgewichen ist, um sein eigenes Süppchen zu kochen.

    https://www.atlantik-bruecke.org/verleihung-des-eric-m-warburg-preises-an-helmut-schmidt/

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  12. Wieder ON-topic bezüglich „Von Wölfen und Möhnntschennn“:

    Babieca 15. Februar 2019 at 21:15
    …hier bedienen sich Herden neulinker Schwätzerinnen und Schwätzer sehr mäßigen Talents, die mit erhobenem moralischen Zeigefinger an den zu diesem Zweck üppig gefüllten Trögen schmatzen. Entsprechende Politiker füllen sich ihre eigenen Tröge sogar einfach selbst.
    Wie das geht, zeigt gerade „der Jan“, Jan Albrecht, von Jan, Ska und Terry in seiner Funktion als SH-Umweltminister. Und zwar beim Thema Wolf, wo er sein Bestes tut, daß eine Riesenwolfsindustrie- und Bürokratie mit Stellen und Geld ohne Ende für grüne Schwätzer entsteht. Seine Anweisung:

    KIEL. Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium stellte heute (13. Februar) seine Pläne zur Verbesserung des Herdenschutzes und Erweiterung des Wolfsmanagements vor. Durch personelle Verstärkung im Wolfsmanagement beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) und Auslagerung von organisatorischen Aufgaben an externe Dienstleister soll den wachsenden Aufgaben des Wolfsmanagements Rechnung getragen werden.

    https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/Presse/PI/2019/0219/190213_Wolfsmanagement.html

    Also: Das Ministerium ermächtigt sich zu „externen Dienstleistern“, neuen Stellen und einem großen Schluck aus der Steuerpulle für ein Problem, das von ihm selbst geschaffen wurde. Läuft.

    Ganz genau!

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  13. Wieder Opfer der Attacke: Schafe von Nicole Kruse (34). Beide Tiere wurden mit einem Biss in die Kehle getötet und am Brustkorb zerfleischt.
    Schäferin Kruse zu BILD: „Das ist für mich eine Katastrophe. Ich habe drei Kinder. Meine Tochter kann das nicht mehr ertragen. Sie weint immer, wenn der Wolf da war.“ Es ist die Vierte Attacke auf ihre Schafe.
    „Es macht keinen Spaß mehr, es ist einfach nur traurig.“

    https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/schafe-gerissen-war-es-problem-wolf-gw924-m-60130808.bild.html

    Aber wir wissen ja gottseidank, dass BILD und Rotkäppchen lügen.

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  14. Schildbürger
    Wie einfach das manchmal sein kann… lange Beine und Windschutzscheibe, das ist mir jetzt in meinen gedanklichen Ausschweifungen glatt durch die Lappen gegangen.

    *

    Wobei ich nicht weiß, ob das tatsächlich ausschlaggebend war, obwohl es folgerichtig ist. Der Rothirsch ist einfach höher und „großrahmiger“ als die Wildsau und neigt deshalb dazu, über den Kühler in die Frontscheibe zu krachen, während die niedrige und kompakte Sau eher die Knautschzone eindetscht. Insgesamt kommen, was das strikte Reglement beim Rothirsch betrifft, mehrere Faktoren zusammen. Zudem kann man die Rothirschbestände durch Bejagung unter Kontrolle halten, bei den Sauen sind die Bestände außer Kontrolle geraten, was mit dem Wandel in der Landwirtschaft (Dominanz von Energiepflanzen, insbesondere Mais, dadurch massenhaft Futter+Versteckmöglichkeiten) einherging. Trotz intensiver Bejagung bekommt man die Wildschweinbestände momentan nicht in den Griff, es ist also nicht möglich, sie so wie den Rothirsch zu regulieren. Das ist interessant, wenn man bedenkt, dass das Wildschwein in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts, wie auch das übrige Hochwild, in Deutschland fast ausgestorben war. Im übrigen Mitteleuropa sah es teilweise noch schlechter aus. Das damals hier überhaupt einige Rothirsche und Wildschweine überlebten, ist den Jagdgesetzen und der sorgsamen Hege zu verdanken. In der Schweiz etwa war der Rothirsch komplett ausgerottet. Deutschland versorgte seine Nachbarländer und Europa mit Wild für die Wiederansiedlung und Auffrischung der Bestände.

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    1. Schildbürger

      Ich hab mich eher über die strenge Einhegung gewundert die abgesehen von dieser Begründung eher wenig Sinn macht.
      Die Wildschweine sind ein ganz anderes Thema.
      Dass die mittlerweile zur Landplage werden ist unstrittig, und richtig, ein Maisfeld dass gleichzeitig eine Quelle guten Futters und Sichtschutz ist dürfte ein Sechser im Lotto für die Borstenviecher sein, nur wesentlich häufiger.
      Das bestätigen sowohl die Bauern die über Ernteeinbußen klagen, als auch Jäger die sich wenn sie im Mais jagen auf kurze Sichtweite mit so wehrhaften und schlauen Wild auseinandersezten dürfen. Da ist teilweise noch die Saufeder im Einsatz, und eine Wildsau mit dem Spieß zu erlegen galt früher mal als sehr respektable Leistung.
      Und die Borstenviecher haben durchaus auch ihren Einzug in die Mythologie gehalten, und, so es die Überlieferung will, auch in die Militärtechnik in Form einer „Eberkopf“ genannten Keilformation die barbarische Stämme in der Schlacht benutzt haben sollen.

      Es gibt ja auch kleinere Kulte ähnlich denen der Wolfsverehrer die den Wildschweinen solche Sachen zuschreiben wie dass diese sich nur durch die Jagd so vermehren würden und würde man sie in Ruhe lassen plötzlich nicht mehr an den Mais gehen und sich durch gezielte Geburtenkontrolle nicht mehr so schnell vermehren würden. Die sind aber lange nicht so laut und präsent wie die die behaupten dass der Wolf harmlos sei.

      Nuja, vielleicht der Tatsache geschuldet dass Wildschweine zwar auch ziemliche Ernteschäden hinterlassen können, aber Angriffe auf Menschen zwecks Beutemachens fallen mir jetzt wirklich keine ein. Nahrungskonkurrent und Fressfeind sind da verschiedene Paar Schuhe denke ich.

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