Atlantis ruft Teutonenfister

Zugegeben, als mir kürzlich in der Auslage vom Fetisch-Studio des grimmen Teutonenfisters „Killerbee“ folgende Headline entgegen kreischte

Atlantis entdeckt, ALLES aufgeklärt

war des demütigen Erzählers erster Gedanke, dass das mitunter eh schon recht heiss rotierende Bastardwesen nun völlig abgedreht wäre, ist doch Atlantis-Geschwafel meist ein ziemlich eindeutiger Deppen-Indikator, noch dazu, wenn in solch Brustton herausposaunt wird, man sei nun endgültig im Besitz der allerletzten Wahrheiten.

Beim Sichten der ersten beiden von Kille reingestellten Videos stellte sich allerdings heraus, dass das Theoriegebäude hinter den Posaunen nicht ganz so einfach zu zerpflücken sondern recht logisch aufgebaut ist. Zudem begründete es sich auf für den Erzähler in seiner Demut neuen und ziemlich interessanten Informationen, etwa über den Einschlag eines Großasteroiden in Grönland vor 12000 Jahren, was mit dem großflächigen Aussterben der eiszeitlichen Megafauna korrelliert, für das bislang in erster Linie Klimaveränderungen und Verfolgungsdruck durch den Menschen als ursächlich diskutiert wurden.

Atlantis war also demnach keine Insel, sondern befand sich auf dem afrikanischen Kontinent im Gebiet des heutigen Mauretanien. Und zwar im Bereich einer eigenartigen geologischen Formation aus mehreren konzentrischen Ringhügeln mit einem Gesamtdurchmesser von 45 Kilometern und einer Zentralerhebung in der Mitte. Diese sogenannte Richat-Formation (Guelb er Richat) sei zwar natürlichen Ursprungs, entspräche aber in Gestalt, Ausdehnung und Lage genau den diesbezüglichen Angaben für die Metropole des Reiches von Atlantis bei Solon und Platon, welche sich somit höchstwahrscheinlich in diesem Guelb er Richat befunden haben müsse und durch ebenjenen Asteroideneinschlag bei Grönland, bzw. durch den dadurch generierten Megatsunami, ausgelöscht worden sei. Der Tsunami wäre schon bei seinem Start zwischen Grönland und dem nordamerikanischen Kontinent wie in einem Kanonenrohr genau auf transatlantischen Kurs in Richtung Richat-Formation gebracht worden. Dass diese heute abseits vom Meer und in immerhin 421 Höhe liege, sei kein Widerspruch sondern ließe sich durch die Landhebung in Folge der Austrocknung der einstmals grünen und fruchtbaren Region erklären und so fügt sich insgesamt eins zum anderen:

Allerdings sollte man in einem halbwegs funktionalen Resthirn immer eine Ecke für Restzweifel reserviert halten und demnach bei scheinbar ALLES erklärenden Theoriegebäuden das „alles“ besser klein schreiben. So sind die konzentrischen Ringhügelkreise der Richat-Formation wegen deren schierer Ausdehnung vom Erdboden aus nicht als solche zu erkennen, aber dies gilt ja auch für die (im Vergleich allerdings ungleich mickrigeren) Nazca-Linien und anderes. Kille folgert eben, dass man damals als hochtechnologisierte Superzivilisation über Flugmaschinen und Drohnen und somit über genügend Überblick verfügt hätte. Überhaupt seien die Atlanter nicht völlig aus der Welt, ihre Nachfahren hielten sich noch irgendwo versteckt und wären (wohl gemeinsam mit den Reichsdeutschen) für die UFO-Phänomene verantwortlich zu zeichnen.

Naja.

Ach, apropos „Reichsdeutsche“. Was wäre, wenn es sich bei den konzentrischen mauretanischen Ringhügeln um einen hamerschen Konfliktherd handelt? Wenn unsere Mutter Gaia tatsächlich ein lebendes und fühlendes Wesen ist, dann müsste es auch anfällig für „biologische Konflikte“ sein, wie sie der Messias Dr. Ryke Geerd Hamer entdeckt und in seiner heiligen Neuen Germanischen Medizin beschrieben hat! Die Ähnlichkeiten sind verblüffend:

Hm, ja, man müsste hier die fünf eisernen Naturgesetze der Heiligen germanischen Medizin schon „verstanden“ haben, wie ihre Anhänger ja stets betonen, aber böse Zungen meinen, das wäre gar nicht schwer, denn es sei eine ausgesprochene „Dumme-Leute-„Medizin““. Und zur Not gibt´s ja noch die nimmermüden Ratiomaniacs von PSIRAM.

Kurz zusammengefasst verhält es sich so, dass alle Krankheiten letztlich auf biologische Konflikte zurückgehen sollen, die schwer im Hirn einschlagen, um am Einschlagsort schießscheibenförmige Ringstrukturen zurückzulassen, während im mit dem jeweiligen Hirnareal zusammenhängenden Körperteil oder Organ Ulcera entstünden, von denen man aber gar nix mitbekäme. Erst das in der Heilungsphase des Konflikts manchmal etwas über den Strang schlagende Zellwachstum, von Unwissenden „Krebs“ genannt, könne ab und an etwas drücken, wäre aber insgesamt richtig und wichtig und wo Schmerz wäre, da sei auch Heilung und überhaupt.

Der Erzähler neigt in aller Demut der Ansicht zu, die Germanische Neue Medizin (GNM) sei almost as dead as a dodo und findet das auch ganz in Ordnung so.

Aber wenn ausgerechnet Mauretanien das Hirn der Welt sein soll, noch dazu vom Konfliktschock getroffen, braucht man sich über nichts mehr zu wundern. Einem unter uns elitären Kennern wohlbekannter weltumarmender IRRRealo, der frohgemut und ohne den Kopf zu verlieren seine Tomatenäcker an der Algarve zurückließ um von Gibraltar aus aus nach Marokko überzusetzen, verdampfte in Mauretanien fast das Resthirn, von dem was er dort erleben durfte, eher er den rettenden Senegal erreichte. Noch heute hat er entzündete Augen von dem, was sich ihm in dieser zutiefst elenden „Mad-Max-Welt“ dargeboten hatte und möchte nicht daran erinnert werden. Und er durchquerte diese Region auf direktestem Wege, ohne sich dem Konfliktherd zu nähern. Wie mag es da erst irgendwelchen Atlantis-Nerds ergehen, die dort rumzubuddeln trachten? Wo einem doch heutzutage angeblich schon im pro-westlichen Reiseparadies Marokko der Kopf mittlerweile recht locker sitzt? Der einzige Trost der uns bleibt: alles mal ne Heilungsphase!

Nachtrag:

https://visitingatlantis.com/

STUNNING! Aber waren demzufolge die Atlanter vielleicht gar keine Deutschen sondern eventuell Neger vom Stamm der Dogon? Wenn das mal Vitzibutzis Hofnarr, der weise FRANKSTEIN, wüsste! Dem macht so schnell nämlich niemand was vor, schließlich kann er nicht nur jahrzehntelange Erfahrung mit Playmobil, Lego und Fischertechnik vorweisen, sondern hat höchstselbst die Bagdad-Batterie erfunden! Ah, Natalis ROSEN – da kommt doch gleich wieder so eine (((Ahnung))) auf….^^

52 Gedanken zu “Atlantis ruft Teutonenfister

  1. Schildbürger

    Mein persönliches Fundstück des Tages:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Doggerland
    Ich hab mal was von Spanuth dazu gelesen was mir zu großen Teilen doch arg zusammengeschustert vorgekommen ist.
    Aber, und das ist davon bei mir hängengeblieben, dass der vermutete Standort von Atlantis in der Nordsee gewesen sein soll.
    Es macht einfach Sinn, es gibt wohl wenige Seeregionen in welchen ganze Inseln über Nacht im Meer versinken können, Rungholt sei da ein Beispiel.
    Jetzt stolpert meiner einer über einen Artikel über Doggerland ausgerechnet bei der Alpenprawda und die Bruchteile fangen an einen Sinn zu ergeben.

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  2. Ich weiß nicht so recht. Der etwas unkonventionelle Professor Hans-Peter Dürr forscht da auch schon seit längerem bezüglich versunkener Kulturen an Nord und Ostsee und es kann gut sein, dass da noch einiges im Verborgenen liegt. Aber was Atlantis speziell betrifft, ist die in den beiden Videos oben dargelegte Hypothese schon von einiger Überzeugungskraft, man könnte sagen, geradezu zwingend. Gerade die Struktur dieser Richat-Formation in Mauretanien im Vergleich mit der Darstellung von Atlantis auf den alten Karten ist frappierend, dazu die geologischen Befunde und Indizien.

    Btw.: Teutonenfister Killerbee wurde wohl abgeschossen. Hätte ich Muße, hätte ich ihm schon einen Nachruf gewidmet…^^

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    1. Schildbürger

      Ich weiß da viel zu wenig, aber es macht ganz schlicht Sinn.
      Wie schonmal gesagt, ich gehe stark davon aus dass in allen Mythen und Sagen wenigstens mal ein Korn Wahrheit innewohnt.
      Angesichts Dessen macht die Nordseetheorie in meinen Augen noch am meisten Sinn.
      Inseln die über Nacht im Meer versinken, da kommt (vor Allem wenn man bedenkt wie weit die antiken Sagenschreiber vermutlich zu reisen instande waren) die Nordsee in Frage
      Aber gut, da kann man nur mutmaßen.

      Ich werde es der Hinterladersekte nie und nimmer verzeihen was die an „Aberglauben“ (von dem ich stark ausgehe dass das die in Sagen gepackte Geschichte der europäischen Vöker war) „für den einen Glauben“ zerstört haben.

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      1. Hast du dir die Videos oben mal angesehen? Wirklich sehr zu empfehlen. Wobei ich sagen muss, dass Atlantis jetzt nicht unbedingt meine Obsession ist. Dass Inseln mit einem Schlag (weitgehend) verschwinden, kann auch infolge von vulkanischen Aktivitäten geschehen, wie bei der Santorin-Hypothese angenommen. Aber das mit dieser Formation in Mauretanien, und dann auch noch in Verbindung mit anderen geologischen Gegebenheiten, etwa dem damaligen Stand des Meeresspiegels und dem Tsunami, der bei Grönland genau in die entsprechende Richtung gelenkt wurde, das sind alles Indizien, die sich nicht so leicht von der Hand weisen lassen und auf weitere interessante Sachverhalte verweisen, wie etwa dass Hochkulturen zu weit früheren Zeitpunkten existiert haben könnten, als man es bislang für möglich gehalten hat. In dem Zusammenhang ist auch Göbekli Tepe ausgesprochen interessant:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Göbekli_Tepe

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    2. Schildbürger

      Bezüglich der Biene, nett formuliert würde ich sagen dass dem eine Pause zum Denken mal gut täte.
      Realistisch formuliert, Zitat, der hat es einfach hinter sich.
      So was wie „die Deutschen waren nur während 12 Jahren anständig“ offenbart eine autoritäre Denke sondergleichen.

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      1. Hatte mit dem nicht soo viel zu tun, aber die Biene und sein Publikum waren schon eine ganz eigenartige Konstellation, werde da eventuell doch noch kurz drauf zurückkommen. Einem dermaßen ausgeprägten devoten Lutschertum bin ich in der virtuellen Welt nicht allzu oft begegnet.

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    3. enjtheslnce

      Es geht ja nicht nur um Göbekli Tepe, sondern auch Çatalhöyük ist ein wunderbares Beispiel spätneolithischer(!) Hochkultur. Wir reden hier von Siedlungen mit unbestrittenem städtischem Charakter. Inkl. bombastischem Stierkult, wie er noch Jahrtausende später in der minoischen Kultur auf Kreta gepflegt wurde.

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  3. Schildbürger

    BM um 01:32
    Muss ich nochmal auffrischen. Gesehen hab ich es, aber ist etwas her.
    Was meines Erachtens sowohl bei der Mauretanien-Theorie als auch bei Göbekeli Tepe fehlt ist der laut Sage ausgesprochen schnelle Untergang.
    Was bei Doggerland halt gegeben wäre.
    Mutmaßen kann man halt viel.
    Aber Schliemann hat nach meinem Kenntnisstand auch Troja gefunden indem er sich an Homer gehalten hat. ^^

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    1. Ein Volltreffer durch den gigantischen Megatsunami, wie in der Mauretanien-Hypothese angenommen, hätte ebenfalls einen ziemlich schnellen Untergang und totale Zerstörung mit sich gebracht. Die Richat-Formation lag damals wesentlich tiefer und näher am Meer. Die Formation aus konzentrischen Ringen und ihre geographische Lage entsprechen, im Gegensatz zur Nordsee, ziemlich genau den Angaben bei Plutarch/Platon und den Darstellungen auf den antiken Karten.

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      1. Schildbürger

        Habs mir nochmal angeschaut.
        Stimmt allerdings, da gibt es ebenfalls sehr auffällige Parallelen, da hatte Spanuth allerdings auch ein paar zu Tage gefördert die für Doggerland sprächen (Bernsteinvorkommen z.B.)
        Vielleicht ist ja sogar beides wahr, also dass zwei unterschiedliche Vorfälle über Jahrtausende zu einem einzelnen Mythos verschmolzen sind.

        Man wird es wohl leider nie erfahren, wie so Vieles über die Geschichte vor den ersten bekannteren Hochkulturen.

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  4. Schildbürger

    BM um 01:40:
    Lutschertum gepaart mit sonnenkönighafter Diskussionsresistenz mag ich hinzufügen.
    Ich hab mehrfach versucht mal im Guten mit dem zu reden, der sprach ja grade was Geldsysteme angeht ja nicht nur ausschließlich Blech.
    Aber da beißt man genauso auf Granit wie bei überzeugen Spiegellesern und Jüngern des freien Marktes.

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    1. Ich hab das so noch nie erlebt, dass ein Admin nach Belieben Kommentare löscht und zensiert und das mit „sachlich falsch“ begründet. Und noch viel weniger, dass sich die Betroffenen dafür auch noch bedanken und dem Knilch noch tiefer hinten rein kriechen, als wollten sie seine Aussagen zum deutschen Volkscharakter auf der Stelle bestätigen, lol.

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  5. Schildi, 16/19:59

    Habs mir nochmal angeschaut.
    Stimmt allerdings, da gibt es ebenfalls sehr auffällige Parallelen, da hatte Spanuth allerdings auch ein paar zu Tage gefördert die für Doggerland sprächen (Bernsteinvorkommen z.B.)
    Vielleicht ist ja sogar beides wahr, also dass zwei unterschiedliche Vorfälle über Jahrtausende zu einem einzelnen Mythos verschmolzen sind.

    Doggerland ging vor 8000 Jahren in Folge eines durch einen Hangrutsch bei Norwegen ausgelösten Tsunamis unter. Das war nicht lange nach dem Ende der letzten Eiszeit. Nach allem was man weiß und wie es auch der Wiki-Artikel glaubwürdig wiedergibt, war Doggerland keine Mammutsteppe mehr, sondern taigaartiges, mit entsprechenden Bäumen und Sträuchern bewachsenes Land, dabei reich an Wild. Die menschlichen Bewohner lebten demnach zwar noch als Jäger und Sammler, die Besiedlungsspuren weisen jedoch Anzeichen von Verdichtung und Sesshaftigkeit auf, also auf teilweise proto-städtische Lebensweisen. Dass das Versinken einer solchen nacheizeitlichen Idylle im Verlauf einer gewaltigen Katastrophe in das kollektive Bewusstsein und die Mythologie einging, ist nicht unwahrscheinlich. Andererseits fehlen sonstige Gemeinsamkeiten mit Platons Atlantis, das eine strikt hierarchische, städtische Hochkultur darstellt die mit steinzeitlichen Jägern und Sammlern nicht mehr viel zu tun hat. Hier hat für mich die Mauretanien-Hypothese eindeutig die Trümpfe in der Hand. Interessanterweise wäre der Untergang des platonschen Atlantis noch viertausend Jahre vor dem Untergang von Doggerland anzusiedeln, da sich der dafür mutmaßlich verantwortliche Grönland-Tsunami nach allen verfügbaren Daten vor 12 000 Jahren ereignete. Vor 12 000 Jahren herrschte in Europa noch die Eiszeit, bzw. schickte sich gerade mal an, sich zurückzuziehen. Der nördliche Teil lag unter Gletschern, der Rest Taiga und Mammutsteppe, die Nordsee lag trocken, die britischen Inseln waren zu Fuß erreichbar. Im heutigen Mauretanien herrschten damals aber wohl Bedingungen, die der Entwicklung einer Hochkultur eher förderlich waren: Das Klima aufgrund der geographischen Lage in Verbindung mit der Kaltzeit eher mediterran-gemäßigt, keine Eiseskälte aber auch nicht die brüllend heiße Wüste von heute. Dazu fruchtbarer Boden, üppige Vegetation, Reichtum an Wildtieren, so wie bei Platon beschrieben.

    Göbekli Tepe habe ich nicht als möglichen Kandidaten für Atlantis in Erwägung gezogen, sondern nur als Beispiel dafür, wie weit man mittlerweile die Entstehung von Hochkulturen zurückverlegen muss, also in Zeiten, von denen man kürzlich noch dachte, dass es da nur Jägernomaden gegeben haben kann, die in Familienverbänden über das Land zogen. Göbekli Tepe spielt vom Alter her in der selben Liga wie das „mauretanische Atlantis“, also vor 12 000 Jahren oder noch früher, und ist eventuell ein Hinweis darauf, was damals möglich war und was noch verborgen sein könnte. Von der Lage her war es wahrscheinlich in Südostanatolien ähnlich begünstigt wie Mauretanien. Mauretanien ist aber leider ein Land, in dem immer noch Drachen leben, will heißen ausgesprochen unsicher. Das gilt insbesondere für so abgelegene Gebiete wie die Richat-Formation, was das forschende Rumbuddeln dort erheblich erschwert wenn nicht verunmöglicht.

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    1. Schildbürger

      „Mauretanien ist aber leider ein Land, in dem immer noch Drachen leben, will heißen ausgesprochen unsicher. Das gilt insbesondere für so abgelegene Gebiete wie die Richat-Formation, was das forschende Rumbuddeln dort erheblich erschwert wenn nicht verunmöglicht.“
      Ja, leider. Und in der Nordsee dürfte dank Bohrmuscheln vermutlich auch nicht mehr allzuviel übrig sein was mit Holz gebaut wurde, und der Rest liegt unter Schlamm.
      Von daher ist es

      Zwischen Plato und beiden Vorgängen liegt halt doch eine gewaltige Zeitspanne, und die Geschichte stammt aus Überlieferungen bei denen es halt schwierig nachzuvollziehen ist was davon stimmt, was übertrieben und was hinzugedichtet (Phantasie oder auch andere, echte Vorfälle) wurde.
      Von daher mangelt es da leider an wirklich Belastbarem.

      Aber in jedem Falle ein sehr interessantes Thema.

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  6. Habe gerade auch noch mal etwas „Auffrischung“ betrieben. Der mutmaßliche, eigentlich als gesichert wahrzunehmende Kometeneinschlag in Grönland, der den Atlantis-Killer-Tsunami erst auslöste, und seine insgesamt verheerenden Dimensionen waren bei mir schon wieder ein bisschen aus dem Gedächtnis. Da passt auch wieder alles sehr gut zusammen, insbesondere das umfassende Aussterben der Megafauna gegen Ende der Eiszeit.

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    1. Schildbürger

      Noch ein interessantes Detail was vielleicht dazu passt, laut Plato sprechen die Mythen von einem großen Sieg der Athener über die Atlanter, aber ausgesprochen viel Wissen darüber bzw. generell soll in einer großen Überflutung verlorengegangen sein.
      Ein so gewaltiger Tsunami könnte auch die Mittelmeeranrainer betroffen haben.

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      1. Ja, bei diesem Ereignis vor ca. 12000 Jahren war der Impact bei Grönland, der den Tsunami in Richtung Richat-Formation schickte, auch nur einer von unzähligen Treffern. Neuere Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass unser Planet damals in einen Kometenschwarm geraten ist und von einem wahren Hagel getroffen wurde. Das ganze habe nur ein paar Stunden gedauert, aber die Erdoberfläche ziemlich umgekrempelt, mit dem Massenaussterben von Tieren, insbesondere der Megafauna, und auch verheerenden Auswirkungen auf alle Hominiden, für die das wahrscheinlich einen von mehreren evolutionären „Flaschenhälsen“ dargestellt hat. Die Erde wurde sowohl auf Nord- wie Südhalbkugel getroffen, es kam infolge der Einschläge zu Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche wurden getriggert, nicht nur große Teile der Erdoberfläche wurden in Brand gesetzt, es wäre vielmehr so gewesen, als hätte vielerorts die Atmosphäre selbst Feuer gefangen, da Kometen Massen an Gasen und sonstigen explosiven Stoffen mit sich führten und deshalb verheerender wären als Asteroiden – man nennt das Ereignis auch „The Big Burn“. Durch die Hitze wären die eiszeitlichen Gletscherschilde in kürzester Zeit großem Ausmaß weggeschmolzen bzw. geradezu verdampft worden, dadurch auch gigantische Überflutungen, Meeresspiegelanstieg und atmosphärische Dysbalancen, die ungeheure Stürme und Temperaturschwankungen zur Folge hatten. Man könne davon ausgehen, dass die geologischen und Atmosphärischen Dysbalancen für Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte anhielten, allgemein hatte das Ereignis gegen Ende der Eiszeit erstmal eine gewaltige Abkühlung zur Folge ehe die Temperaturen den Warmzeit-Level erreichten.

        Das ganze ist nicht allgemein von der Mainstream-Wissenschaft anerkannt, es spricht aber einiges dafür und vieles würde sich dadurch erklären, etwa das globale Massenaussterben der damaligen Großtiere. Von Atlantis abgesehen finde ich diese Hypothese so interessant wie erschreckend.

        Was Atlantis betrifft, so spricht halt für die Richat-Hypothese, dass die Formation nicht nur den antiken Darstellungen und Beschreibungen der Stadt Atlantis sehr genau entspricht, sondern auch deren geografischer Lage bezüglich Bergen, Flussläufen usw., das kann man auf den Satellitenbildern schön erkennen, da muss man nicht mal dorthin reisen. Auf den Satellitenaufnahmen sieht es auch ganz danach aus, als läge die Formation mitten im Abdruck einer gewaltigen Welle, die da vom Atlantik aus in das Land gerauscht ist, und überhaupt „Atlantik“, „Atlas“ usw.

        Hier noch ein Video zum „Big Burn“, scary as hell:^^

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  7. Schildbürger

    Tut mir leid, war ein paar Tage verhindert.

    BM am 21.04. um 13:32:

    Das passt durchaus sowohl zu zahlreichen in allen möglichen Überlieferungen zu findenden Untergangsdarstellungen als auch zum jüngsten Aussterben der Megafauna.
    Die Overkill-Hypothese ist zwar meines Erachtens nicht vollständig auszuschließen, aber wenn man damalige Bevölkerungsdichte und nach heutigem Kenntnisstand verfügbare Technologie bedenkt, ich weiß nicht so recht.
    Es haben nachgewiesenerweise mehr als einmal schon große Weltraumkörper die Erde getroffen und jedes Mal Massensterben, nicht nur durch den direkten Treffer sondern auch durch deutliche Abkühlung durch Partikel in der Atmosphäre verursacht.
    Gab auch schon größere Vulkanausbrüche auf die Missernten und kurzzeitige Abkühlung folgten, da kann man sich gut ausmalen was ein größerer Meteorit da anrichten kann.

    Nicht unwahrscheinlich dass so was wieder passieren kann, vielleicht sogar in absehbarer Zukunft.
    https://www.welt.de/wissenschaft/article192688085/Nasa-Chef-warnt-vor-grossem-Asteroiden-mit-Killerpotenzial.html
    Allerdings kommen mir die Worte eines Eine-Welt-Linken da wieder in den Sinn (einer von der Sorte der ständig von „wir“ schwätzt und die Möhntschheit meint, aber ständig über jeden geschimpft der nicht 100% seiner Meinung war, oder so von wegen Nachbarvölker sind alle dumm und sch… weil sie so „rächts“ sind, aber Arfokariben mit bunten Käppis sind ganz supi), von wegen „“wir“ bräuchten endlich mal eine riesige Bedrohung damit sich alle endlich mal vertragen“.
    Kann gut sein dass in nicht allzu ferner Zukunft es wieder einen Einschlag gibt.
    Kann aber auch sein dass das wieder aml nur so ein „das kann man nur global lösen, huldigt der Weltregierung“ ist.

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    1. Schön, wieder von Dir zu hören, Schildi. Leid zu tun braucht Dir gar nix, zudem komm ich ja selber zu nichts.

      Ja, ich wurde mit der Overkill-Hypothese auch nie so ganz glücklich. Gut, in Nord- und Südamerika erscheint dieses Szenario noch am plausibelsten, da dort der Mensch erst in evolutionär wie erdgeschichtlich jüngster Vergangenheit aufgetreten ist, die dortigen Großsäuger also betreffs Hominiden wahrscheinlich „ökologisch naiv“ waren, während die Clovis-Menschen sehr effiziente Jäger abgaben. Aber das Massenaussterben hatte ja globale Ausmaße. Ich tendierte eben nach einigen Diskussionen im Netz lange zu der nicht unplausiblen Erklärung, dass hier der Mensch als Top-Predator, der zudem in der Lage war, ganze Lebensräume allein durch den Gebrauch des Feuers zu verändern, und die durch das Ende der Eiszeit bedingten Veränderungen der Lebensräume (Verschwinden der Mammutsteppen etc.) zusammenwirkten. Es gibt Fälle, wo der Einfluss des Frühmenschen ziemlich eindeutig erscheint, etwa Australien, das sein Aussehen den ständigen Brandrodungen der Aborigines verdanken soll, die wahrscheinlich auch die Megalania-Riesenechse und diverse Riesenvögel und Beuteltiere ausgerottet hatten. In jüngster Zeit haben wir ja auch das Beispiel von Neuseeland, wo die Maori in kürzester Zeit die riesigen Moas und den gewaltigen Haast-Adler erledigt hatten. Aber die Dimensionen des nacheiszeitlichen Artensterbens sind nochmal ganz andere. Ich mein, wenn man sich allein Südamerika anschaut, wo im Pleistozän alle möglichen phantastischen Großviecher lebten, vom Riesenfaultier bis zu Elefantenartigen. Und jetzt sind Puma, Jaguar, ein paar Hirsche und Tapire schon das größte, was die dortiger Fauna zu bieten hat. Angesichts der Vielzahl von Lebensräumen ist dieser Mangel an großen Landsäugetieren schon geradezu lächerlich. Ein kosmischer Kataklysmus in Gestalt eines Einschlags eines oder mehrerer Himmelskörper, ähnlich wie bei den Dinosauriern, passt perfekt in diese Erklärungslücke. Ich erinnere mich daran, dass in den alten Reader´s Digest aus den 60ern, die meine Mutter sammelte, auch schon mal in einem Artikel so ein Szenario erwogen worden war. Und zwar ging es darin um eine Erklärung für widersprüchliche Funde tierischer Überreste von Ende der Eiszeit. Man hätte also in Nordamerika in bestimmten Erdschichten massenhaft wild durcheinander geschmissene und Großteils übel zugerichtete, zerfetzte Überreste aller möglichen Tiere gefunden, während man in Sibirien auf schockgefrorene Kadaver von Mammuts gestoßen war, denen noch ihre letzte Mahlzeit zwischen den Backenzähnen steckte, z.B. Butterblumen, was auf ein mildes Klima und eine blitzartige rapide Abkühlung schließen lässt, die die Tiere während des Weidens quasi erstarren ließ. Wenn ich mich recht entsinne, wurde schon damals der Impact eines Himmelskörpers dafür verantwortlich gemacht: Die Haufen zerfetzter Tiere waren demnach die Überreste derjenigen, die von den Druckwellen des Einschlags selbst erfasst wurden, die schockgefrorenen Mammuts waren weiter vom Zentrum entfernt und wurden Opfer der folgenden atmosphärischen Dysbalancen, die zu einer Blitzabkühlung führten (was genau zu dem Grönland-Einschlag passen würde, siehe Video unten). Buah, schon als kleiner junger Hüpfer empfand ich das als extrem gruselig, beim Gedanken daran konnte ich „meine Panik spüren“, lol, CO2-Klimawandel ist voll pussy dagegen.^^

      Hier noch ein durchaus eindrucksvolles NASA-Video zu dem Impact-Krater in Grönland. Das war wohl ein Meteorit, während anderswo bezüglich der „Younger Dryas-Hypothese“, wie bereits angeführt, viel von Kometen/Kometenschwärmen die Rede ist, insbesondere im Bezug darauf, dass diese mit ihrem hohen Gasanteil noch verheerender wären als Asteroiden, von wegen Atmosphärenbrand und so. Aber wie auch immer, das Ding in Grönland hätte ALLEIN schon ausgereicht, und zwar nicht nur für „Atlantis“. Der Krater unter dem Eis ist über 30km im Durchmesser und 300 Meter tief! Auch die NASA spricht von unvermeidlichen gravierenden und weltweiten Auswirkungen. Und dann die zeitliche Nähe: 12000 Jahre sind NICHTS, während den meisten zu dem Thema immer nur der Dinokiller von vor 65 Millionen Jahren präsent ist:

      In a remote area of northwest Greenland, an international team of scientists has made a stunning discovery, buried beneath a kilometer of ice. It’s a meteor impact crater, 300 meters deep and bigger than Paris or the Beltway around Washington, DC. It is one of the 25 largest known impact craters on Earth, and the first found under any of our planet’s ice sheets. The researchers first spotted the crater in July 2015, while they were inspecting a new map of the topography beneath Greenland’s ice sheet that used ice-penetrating radar data primarily from Operation IceBridge, an ongoing NASA airborne mission to track changes in polar ice, and earlier NASA airborne missions in Greenland.

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      1. Schildbürger

        Das ist es eben.
        Dass Hominide ihren Fußabdruck hinterlassen haben ist mal wirklich was was offenkundig ist.
        Australien, Neuseeland, Mauritius oder Madagaskar sind kaum anzuzweifelnde Zeugnisse dass die Overkill-Hypothese Hand und Fuß hat.
        Bei Nordamerika sei man da allerdings etwas argwöhnischer.
        Vor der hominiden Einwanderung gab es da ja nicht nur Pflanzenfresser, sondern auch Säbelzahnkatzen, Kurzschnauzenbären, Canis dirus und wie sie alle heißen mögen.
        Das war auch kein trockenes Habitat wo eine Gruppe Hominiden mit ein wenig Feuer mal kurzerhand Großbrände auslösen könnte die ein solches Ökosystem kurzerhand dergestalt dezimieren konnten wie das in Australien der Fall gewesen sein mag, oder in ein solches eingedrungen sind wo die einzige Bedrohung der großen Laufvögel in der Luft lag wie in Neuseeland.
        Bei Südamerika muss ich nochmal Auffrischung betreiben, aber ich hab noch so im Hinterkopf dass es auch da größere Umwälzungen gab als die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika (wieder)entstanden ist.
        Mit steinzeitlichen Jägern alleine ist das Massenaussterben in diesen Fällen denke ich nicht alleine erklärbar, da seien auch Afrika und das südliche Asien angeführt wo sich noch Überreste von Megafauna halten, trotz hominider Besiedelung.
        Das ist immer iene Einzelfallbetrachtung wert. Trotz des chaotischen Charakters der Biologie, sie ergibt immer irgendwo Sinn.

        Aber heutzutage besetzt man ja lieber Lehrstühle mit Bekloppten die behaupten dass primäre Geschlechtsorgane anerzogen seien anstatt dass man sich Themen wie dem hier diskutierten zuwendet.

        Zu am 02.05. um 00:03:
        Ich sehe durch den Schleier da die Allmachtsphantasien die ich auch bei u.A. der Klimasekte verorte.
        Es ist vielleicht möglich einen Einschlag eines kosmischen Flugkörpers irgendwie abzuwenden, aber unter Sicherheit nicht mit Quoten für Frauen oder „People of Color“.

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      2. Schildbürger

        Ganz vergessen, die schockgefrosteten Mammuts mögen zwar etwas absurd klingen, aber es gibt auch zahlreiche Berichte von Abenteurern in Sibirien die das Fleisch augetauter Mammuts noch an ihre Hunde verfüttert haben sollen.
        Passt also wie die Faust aufs Auge.
        Man stelle auch immer in Rechnung dass gut erhaltene Fossilien selten sind, und üblicherweise nur aufgrund besonderer Umstände so erhalten sind wie sie sind.
        Ein Kadaver in freier Wildbahn, egal wie groß er ist, verschwindet verhältnismäßig schnell, Aasfresser, Verwitterung und so weiter.
        Von daher weisen so gut erhaltene Exemplare zwangsweise auf besondere Umstände hin, und wenn sie sich wie im Falle der Mammuts häufen, man zähle eins und eins zusammen.

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  8. “wir“ bräuchten endlich mal eine riesige Bedrohung damit sich alle endlich mal vertragen“.

    Bin nicht so der SF-Crack, aber das scheint mir ein ziemlich durchgängiges Motiv in der Science-Fiction zu sein.

    „Deep Impact“ aus den späten 90ern ist voll im Geist der One-World-Agenda: Angesichts der Bedrohung durch zwei Kometen müssen die USA und Russland kooperieren, der numinose Morgan Freeman reagiert als US-Präser souverän, weise und umsichtig, es können halt nicht alle in die Spezialbunker, nur eine Auswahl an besonders brauchbaren Mäöhnntschen, andererseits OPFERT sich in einer ergreifenden Szene ein komplettes Forscherteam für die Möhnntschheit, in dem es, nachdem der erste Komet bereits eingeschlagen ist und verheerende Verwüstungen angerichtet hat (naja, eigentlich „nur“ einen gewaltigen Megatsunami, kein brennender Himmel, keine Stürme, keine Blitzvereisung) sein Raumschiff ins Innere des zweiten, größeren und wohl endgültig vernichtenden Himmelskörpers lenkt und diesen von innen her sprengt, so dass es nur noch ein paar Sternschnuppen regnet und die glücklichen Überlebenden wieder rosig in die Welt blicken können.

    Naja, ich muss zugeben, dass mich „Deep Impact“ durchaus angesprochen und auch emotional bewegt hat, als ich den damals im LICHTSPIELTHEATER gesehen habe. Finde auch noch heute, dass das ein gut gemachter Film ist, der durchaus mit visionärer Kraft eben jene Agenda transportierte.

    Ganz im Gegensatz übrigens zu „Armageddon“ mit Bruce Willis, der damals ziemlich zeitgleich ins Kino kam und quasi dasselbe in blöd ist. Was für ein schwachsinniger und in jeder Hinsicht dummer Kack!

    Ach ja, habe noch was zur prophetisch-visionären Kraft unserer speziellen Freunde in der Mache, aber wie gesagt, komme einfach zu nichts.

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  9. altrghtcrsdr

    Ach du meine Güte. LICHTSPIELTHEATER sind für mich meanwhile „terrae incognitae“. Muss da noch mal in mich gehen, wann ich mir das letzte kollektive brainwashing…ähhh cineatische Erlebnis gegönnt hatte…..Muss so in den frühen 2000ern gewesen sein. Bonn Bad Godesberg, ja, ihr habt richtig gehört. War damals noch nicht so vermuselt wie heute und trug noch den Charme eines verlassen Diplomatenviertels in sich. Damals gab es dort auch noch phantastische Speiseorte, in denen man sich durch die ganze Welt fressen konnte (japanisch, brasilianisch, indonesisch), eben alles dem ehemaligen Diplomatenviertel geschuldet. Und was es da noch für eine besondere Dienststelle gab, das behalte ich mal jetzt für mich…^^

    Hab die des Öfteren in Begleitung besucht, sowohl die Dienststelle, als auch den indonesischen Fresstempel. Die übrigens auch ‚pork‘ servierten.

    Ode to a dying nation…

    Heute besuche ich auch noch gerne eine ehemalige Botschaft, nicht in Bonn sondern in Durlach, ich glaub, das war die der Elfenbeinküste, aber lassen wir das lieber^^

    Jedenfalls war der letzte movie irgendeine ‚Art House‘-Scheiße, die so bedeutungsvoll und ergreifend war, dass mir weder Name noch Inhalt in den Sinn kommen.

    Was auf den Film π ganz sicher nicht zutrifft:

    You are only a vessel to our god. You are carrying a deliverance, thar was made for us!

    Aber „deep impact“ musste ich mir auch eschendwann auf einem „netten Kinoabend“ in den eigenen Wänden antun. In Begleitung toller, erfolgreicher und verschissen langweiliger junger Paare. Und ich konnte diesem Film wirklich nichts abgewinnen, wie es eh bei diesen Katastrophenfilmen ja nur darum geht, einen starren plot abzuarbeiten:

    Alien(Nazis) bedrohen die „freie Welt“, underdogs werden zu Helden und räumen auf, am Schluss liegen sie sich in den Armen und feiern die gaypride oder das obligatorische Racemixing und spießen die Schädel der Hypernazis auf Speere. Und unsere Freunde wachen mild lächelnd über diesen Reigen und laden alle zum happy channukah ein.

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    1. Ich glaube, mein letzter Besuch im Lichtspieltheater war „Melancholia“ von Lars von Trier, davor noch „No Country For Old Men“. Mittlerweile sind mir Lichtspieltheater ebenso verhasst wie öffentliche Verkehrsmittel.

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  10. „Bei Nordamerika sei man da allerdings etwas argwöhnischer.
    Vor der hominiden Einwanderung gab es da ja nicht nur Pflanzenfresser, sondern auch Säbelzahnkatzen, Kurzschnauzenbären, Canis dirus und wie sie alle heißen mögen.
    Das war auch kein trockenes Habitat wo eine Gruppe Hominiden mit ein wenig Feuer mal kurzerhand Großbrände auslösen könnte die ein solches Ökosystem kurzerhand dergestalt dezimieren konnten wie das in Australien der Fall gewesen sein mag, oder in ein solches eingedrungen sind wo die einzige Bedrohung der großen Laufvögel in der Luft lag wie in Neuseeland.
    Bei Südamerika muss ich nochmal Auffrischung betreiben, aber ich hab noch so im Hinterkopf dass es auch da größere Umwälzungen gab als die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika (wieder)entstanden ist.
    Mit steinzeitlichen Jägern alleine ist das Massenaussterben in diesen Fällen denke ich nicht alleine erklärbar, da seien auch Afrika und das südliche Asien angeführt wo sich noch Überreste von Megafauna halten, trotz hominider Besiedelung.“

    Was für die Overkill-Hypothese in Nord- und Südamerika spräche, wäre eben die sehr späte menschliche Besiedelung, vor, nach aktuellem Stand der „Mainstream-Wissenschaft“, höchstens 15000-18000 Jahren. Die Tiere wären jagende Hominiden-Horden eben nicht gewohnt gewesen und hätten nicht schnell genug Flucht- und Abwehrstrategien entwickeln können, während sich in Eurasien und insbesondere in Afrika Hominiden und Großsäuger über sehr lange Zeiträume gemeinsam entwickelten. Letzterem wäre es zu verdanken, dass sich insbesondere in Afrika eine durchaus ansehnliche Fülle an Großwild in die Gegenwart gerettet hat. Das im Zusammenspiel mit klimatischen Veränderungen würde ich schon als eine ganz passable, aber keineswegs befriedigende Erklärungsgrundlage ansehen. Und die Einschlagshypothese („Younger Dryas Hypothesis“, „Big Burn“ etc.) passt voll in diese Erklärungslücke. Allein dieser Krater in Grönland gehört zu den 25 größten Einschlagskratern, die je entdeckt wurden, passt zeitlich genau zu dem Massenaussterben und einiges spricht dafür, dass das nicht alles war, was damals runterkam oder noch in der Erdatmosphäre explodierte. Finde das alles so faszinierend wie erschreckend.

    Und was Südamerika betrifft, so kann ich nur wiederholen, dass die Artenarmut hinsichtlich der ursprünglich dort lebenden größeren Säugetiere schon gespenstisch ist. Vor allem, wenn man sich die Vielfalt und Ausdehnung der Landschaften ansieht: Gebirge, Urwälder, Savannen, weite Grasländer und das dann hinsichtlich der Megafauna mit Afrika oder auch nur Nordamerika vergleicht, das ja selbst nur eine einzige Schwundstufe von dem darstellt, was im Pleistozän vorhanden war. Wenn man ich das betrachtet, könnte man schon meinen, dass Dinos etwas überbewertet werden…^^

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    1. Schildbürger

      Das mit der südamerikanischen Säugetierwelt stimmt, gespenstisch trifft es ausgesprochen gut.
      Man lässt sich ja aufgrund der reichen Tierwelt grade der Amazonasregion gerne darüber hinwegblenden was vor der quartären Aussterbewelle da gelebt hat.

      Und jepp, die Tierwelt die sich nach dem Aussterben der größeren Dinosaurier entwickelt hat ist mindestens genauso spannend.
      Hab ja diese animierten BBC-Dokus, „Walking with Dinosaurs“, „Walking with Giants“ oder so ähnlich) damals sehr gerne angeschaut, obwohl die da auch gerne mal etwas überzeichnet haben.

      Das hatte ich übrigens gemeint:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Amerikanischer_Faunenaustausch

      Auch wieder ein Punkt der darauf hindeutet dass eine „natürliche“ singuläre Ursache wie Einwanderung zweibeiniger Neozooen (auch hinsichtlich der schieren Weiten des amerikansichen Kontinents und der nach heutigem Kenntnisstand sehr kurzen Zeit bis zum Aussterben der dortigen Megafauna) in diesem Falle nicht alleine verantwortlich gewesen sein kann, ungewohnte Raubtiere sind nach Wiederausbildung der Landbrücke auf beiden Kontinenten aufgetaucht, u.A. auch zweibeinige Jäger mit Federkleid denen populärwissenschaftlich gerne mal der Spitzname „Terrorvögel“ gegeben wird und die den damalig dort lebenden Beutetieren ebenfalls sehr ungewohnt vorgekommen sein dürften.
      Es sind zahlreiche Tierarten verschwunden weil sie verdrängt/ersetzt (also wenn man so will umgevolkt ^^) wurden, aber eine so extreme Aussterbewelle wie die quartäre wo im Anschluss einfach mal so ziemlich Alles über einer bestimmten Größe verschwunden ist war das nicht.

      Da hast denke ich völlig recht, die Theorie von der kosmischen Katastrophe ergibt wenn man all das zusammenzählt (Überlieferungen, massive Aussterbewelle, starke Abkühlung) schon fast zwangsweise Sinn.

      Der Einschlag in Grönland lässt vermuten dass der amerikanische Doppelkontinent viel mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde als der Rest, was das Überleben größerer Tiere in Afrika und Asien zumindest teilweise erklären würde.

      PS:
      Dass mal wieder die Krokodile, diese zähen Biester, das so ziemlich überall verhältnismäßig unbeschadet überstanden haben, alle Achtung.

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      1. „Das mit der südamerikanischen Säugetierwelt stimmt, gespenstisch trifft es ausgesprochen gut.
        Man lässt sich ja aufgrund der reichen Tierwelt grade der Amazonasregion gerne darüber hinwegblenden was vor der quartären Aussterbewelle da gelebt hat.“

        Wobei ich nicht sagen will, dass es mir im allgemeinen nur auf die Größe ankommt, der Artenreichtum Südamerikas in Punkto Reptilien, Amphibien, Fischen, Insekten und sonstigen Wirbellosen ist auch faszinierend, wenngleich meine Lieblingsecke hinsichtlich Biodiversität Südostasien ist. Die ganzen kleinen Primatenarten in Südamerika sind auch sehr interessant und faszinierend zu beobachten. Aber ich war halt auch schon immer ein Fan der großen, ikonischen Säugetiere, und ihr Fehlen in charakteristischen Lebensräumen wie den Pampas und sonstigen Grasländern und Savannen Südamerikas ist schon sehr auffällig, zumal ja alles mal da war: Elefanten, Wildrinder und sonstige Huftiere, Riesenfaultiere und Glyptodonten, entsprechende Großraubtiere. Ja, der „große Faunenaustausch“ zwischen Nord und Südamerika und die partielle Umvolkung der Fauna sind auch interessante Phänomene, das allmähliche Heben oder Senken von Landbrücken verursacht aber wohl kaum einen derartigen Overkill der Megafauna, zumal man da ja wirklich noch von einem „Austausch“ sprechen konnte, im Gegensatz zu dem, was gerade in Europa mit den Zweibeinern läuft.^^ Habe auch mal aus dem Stegreif überlegt, welche Säuger in Südamerika über die 100kg-Marke kommen: Als da wären Tapire (mit bis zu 300kg schon am Ende der Fahnenstange), das Quanako als Stammform des Lamas (bis ca. 150kg), das wärs dann schon bei den Herbivoren, ich denke die paar Hirscharten bleiben alle drunter, desgleichen die Pekaris. Bei den Raubtieren hätten wir den Brillenbären, den Jaguar und den Puma, wobei hier auch nur die starken Exemplare diese Marke erreichen, der Durchschnitt dürfte sicherlich drunter bleiben. Man kann also die Säuger über 100kg an einer Hand abzählen, für die über 50kg reicht dann die andere, das ist schon ärmlich.

        Es gibt auch die Vermutung, dass z.B. der Jaguar, immerhin nach Tiger und Löwe drittgrößte Großkatze, mit im Verhältnis zur Größe stärksten Beißkraft unter den Feliden, für das, was in Südamerika so an Beute rumläuft, eigentlich über proportioniert ist, und seine Kiefer und die übrige Physis ursprünglich eher dafür gedacht waren, Großsäugern zu Leibe zu rücken anstatt die Panzerung von Schildkröten oder Kaimanen zu knacken. Dass er heutzutage bevorzugt diese Reptilien jagt, scheint so was wie eine notgedrungene Anpassung zu sein. Zwar jagen auch die andern Mitglieder der Gattung Panthera Reptilien, favorisiert werden aber doch große Huftiere.

        Das Video in meinem Kommentar vom 21.April, 13:22 Uhr, beschäftigt sich auch damit, dass gerade Südamerika bei dem mutmaßlichen kosmischen Ereignis schwere Treffer abbekommen haben könnte, was erklärt, dass die Großsäugerfauna noch viel dünner ist als in Nordamerika. Dazu noch eine durchaus sehenswerte TV-Doku von 2009, also von vor zehn Jahren:

        Man wusste damals noch nichts von dem Grönland-Krater, der ja erst 2018 entdeckt wurde. Nachdem die Impact-Hypothese 2007 so richtig Fahrt aufgenommen hatte, suchte man nach sonstigen Indizien für einen Einschlag: Bohrte das Grönland-Eis an, nahm Proben aus der fraglichen Erdschicht usw. Man stieß auf für einen Einschlag sprechende Werte, etwa die Iridium-Konzentration betreffend, allerdings waren die nicht so signifikant hoch wie zur Zeit des Aussterbens der Dinosaurier, nur dreifach über normal. Des weiteren fand man winzige Kohlepartikel, die Nano-Diamanten enthielten, darunter auch hexagonale Formen, die nur unter extrem hohem Druck, wie etwa durch einen kosmischen Impact, entstehen können. Allerdings, so Kritiker, gäbe es auch die Möglichkeit, dass solche Nano-Diamanten auch beim beständigen Regen kleiner Partikel aus dem Weltall auf die Erde gelangen könnten. Gegen Ende wird jedoch bestätigt, dass diese Diamanten speziell in der geologischen Schicht aus der Younger-Dryas-Phase im Vergleich zu anderen Schichten in einer solchen Dichte auftreten, dass man das mit dem langsamen Herabtröpfeln nicht mehr erklären kann, ein starkes Indiz für einen Einschlag also. Als weiterer, für mich sehr elementarer Punkt wird angeführt und auch mittels Experiment betätigt, dass im Gegensatz zu einem massiven Meteoriten ein Komet als schmutziger Eis-, Staub- und Gasball keinen Riesenkrater hinterlassen muss, insbesondere wenn er in einen Eiszeitgletscher einschlägt, er „zerstäubt“ einfach, wobei die Instant-Verpuffung verheerende Auswirkungen zeitigt, habe ja oben schon mal ausgeführt, wie man sich das ungefähr vorzustellen hat, das hier war ja wahrscheinlich nur ein ganz, ganz kleiner:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis

        Das Video schließt damit, dass die Meteoriten-Theorie bezüglich der Dinos auch stark bezweifelt wurde und man lange keinen entsprechenden Krater gefunden hat.

        Hier noch eine kompakte Zusammenfassung zu dem Thema:

        Man wird hier daran erinnert, dass es noch keine Untersuchungen zum Alter des Grönland-Kraters gegeben hat, man sein Alter zwischen 10 000 und 3 Millionen Jahren schätzt. Allerdings wurde in dem obigen NASA-Video erwähnt, dass der grönländische Eisstrom auf eine Weise beeinflusst ist, die auf einen Einschlag zum Ende der letzten Eiszeit hindeutet. Ach ja, sehr interessant auch der Hinweis, dass nicht nur eine ganze Palette an Großsäugern im Handumdrehen weggerafft wurde, auch von der Clovis-Kultur, also denjenigen, denen man den Overkill anlasten möchte, fehlen nach der Younger-Dryas-Phase sämtliche Relikte, z.B. die typischen Waffen und Feuerstein-Klingen! Genetische Untersuchungen bestätigten, dass die Clovis-Menschen komplett durch spätere Einwanderungswellen „replaced“ wurden!

        Faszinierender Stoff auf jeden Fall, ich bleibe dran. Bislang hat da für mich die Impact-Hypothese absolut die Nase vorn.

        Btw.: Fun-Fact am Rande ist auch, dass der Astro-Killer dann wohl auch das Pferd vom amerikanischen Kontinent getilgt hat und es Big-Bad-Whitey wieder herschaffte, damit die edlen Wilden nicht mehr wurzelfressend im Dreck wühlen mussten.^^

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  11. altrghtcrsdr

    Und ihm habe ich gerne meinen Platz für die GENERALTABSAUSBILDUNG geopfert, denn diese waren nicht so zahlreich gepflastert wie Stolpersteine, als ich verzichtete.

    Insofern ist der Kragenspiegel nicht korrekt, mein geliebter Kamerad (not kiddin‘) trägt karmasinrote Kragenspiegel und nur als BtlKdr muss er die dreckigen gelben tragen.

    Wir waren wie Brüder.

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  12. altrghtcrsdr

    Kurz zusammengefasst verhält es sich so, dass alle Krankheiten letztlich auf biologische Konflikte zurückgehen sollen

    Ich denke, das ist passabel. Es geht nur darum: Wer es nicht begreifen will, der geht in die GUTE CHEMO der „guten“ vaterlandslosen Dingens, deren Namen ich nicht erwähnen möchte.

    CHEMO ist Tod auf Raten.Genauso könnte ich mir Strichnin einflößen.
    Und btw.: Wofür hat das Vieh denn jahrzehntelang Krankenkassenbeiträge bezahlt?

    Fixt euch doch alle tot. Mir gleich

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    1. Jajaja, es gibt nur die Wahl zwischen „der guten Chemo“ und Hamer bei Krebs und ALLEN anderen Krankheiten bei „Mensch, Tier und Pflanze“…

      …da können wir ja froh sein, dass die Tuberkulose langsam aber sicher wieder heimisch wird, denn es sind ja die guten Tuberkel, die den Tumor abbauen, nachdem die „Heilungsphase“ abgeschlossen ist.^^

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  13. Schildbürger

    BM am 05.05. um 05:34:

    Würde mich freuen wenn Du am Thema dran bleibst, einen interessierten Leser und Mitdiskutanten hast auf jeden Fall.

    Ich frische mich derweil mal noch etwas über die Clovis-Leute auf, das wäre wieder ein hochinteressantes Thema für sich.

    Das mit dem Jaguar, stimmt, jetzt wo Du es sagst, das ist mir bis jetzt gar nicht so aufgefallen.
    Wundert aber eigentlichh nicht dass der so gerne Krokodile erbeutet, ein Raubtier von dem Format kann sich zwangsläufig nicht mit Kleinzeug abgeben, der hat ja auch einen gehobenen Bedarf an Nährstoffen. Und die Krokodile, Kaimane und was da doch recht zahlreich rumschwimmt sind ja durchaus eine ordentliche Mahlzeit.

    Falls Du das noch nicht kennst:

    Erbeutet Krokodile im Wasser und schleift dann noch den Brocken die Steilwände hoch als würden sie nix wiegen. Wirklich beeindruckend.

    Der Unterschied Meteor und Komet, danke fürs Raussuchen. Das war mir jetzt wirklich nicht bekannt dass es da auch bezüglich Einschlagsfolgen so tiefe Unterschiede geben kann.

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  14. Schildbürger

    Die Clovis-Leute sind ja nicht verschwunden, die Überreste sind in den nordamerikanischen Indianervölkern aufgegangen.
    Und es gibt ein paar handfeste Indizien dafür dass die Cloviskultur nicht aus Asien eingewandert ist, sondern aus Europa. Dass es also zur gegebenen Zeit zwei verschiedene Einwanderungswellen Hominider gegeben hat, eine aus Asien und eine aus Europa. Da kam sogar vor nicht allzulanger zeit im ÖR was drüber.

    Diese wären z.B. die Fertigungsweise der berühmten Feuersteinklingen die es vergleichbar nur im steinzeitlichen Frankreich gab (Soluträer-Hypothese), das hier, https://en.wikipedia.org/wiki/Haplogroup_X_(mtDNA), oder auch der Unterschied im Erscheinungsbild zwischen südamerikanischen Indios und den nordamerikanischen Indianern die teils doch recht deutlich nichtmongoloide Gesichtszüge aufweisen bei welchen noch am Ehesten bei Europäern Ähnlichkeiten zu finden sind.

    Dazu die recht gut dokumentierte mesoamerikanische Waffentechnik die für mich den Anschein macht als wäre sie ein Hybrid aus einer Clovis-Ähnlichen Steinklingentechnik und der wesentlich weiter verbreiteten sogenannten Mikrolithtechnik.

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    1. „Die Clovis-Leute sind ja nicht verschwunden, die Überreste sind in den nordamerikanischen Indianervölkern aufgegangen.“

      Laut den im zweiten Video bei BM, 05.05., 5:34, zusammengefassten Informationen ist es so, dass in der der Younger Dryas zugehörigen Schicht die Relikte der Clovis-Kultur völlig verschwanden, während ihre genetischen Spuren sich noch bis vor 11 000 Jahren eindeutig nachweisen ließen um dann vor 9000 Jahren ebenfalls komplett zu verschwinden. Demnach wären die Clovis durch den Impact und seine Nachwirkungen sowohl kulturell wie auch, mit etwas Verzögerung, genetisch ausgelöscht worden.

      Somit wäre das Impact-Szenario eine plausible Erklärung dafür, auch wenn das Genom dann doch nicht völlig ausgelöscht wurde, sondern nur fast:

      Gleichwohl liefert die Genetik den Gegnern der Solutréen-Hypothese die meiste Munition. Sollten die Clovis tatsächlich europäische Wurzeln haben, warum hinterließen sie dann im Erbgut der heutigen Bewohner keine eindeutigeren Spuren? Das Genom der amerikanischen Ureinwohner ist jedenfalls nachweislich asiatisch – bis auf eine bemerkenswerte Ausnahme: Im Bereich der Großen Seen und in Teilen von Texas entdeckten Wissenschaftler in präkolumbischen Skeletten die Haplogruppe X2a. Diese Linie des mitochondrialen Genoms – das nur von der Mutter weitervererbt wird und an dem sich vielfältige Wanderungsbewegungen des Menschen nachvollziehen lassen – ist ansonsten auf Teile Südeuropas, Orkney und des Nahen Ostens beschränkt.

      https://www.spektrum.de/news/auf-dem-packeis-ueber-den-atlantik/1152903

      Diese Gegebenheiten sprechen in der Tat dafür, dass die Clovis-Menschen von eiszeitlichen Europiden abstammten, um in Folge des Impact-Ereignisses vor 12 000 Jahren kulturell komplett und genetisch fast, aber eben nur fast, vollständig ausgelöscht zu werden. Ohne europiden Ursprung lässt sich das mit dieser Haplogruppe wohl nur schwer erklären.

      Interessanter Nebenkriegsschauplatz auch die Kontroverse und den „Kennewick Man“:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kennewick-Mann

      Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte es nicht einfach sein dürfen, dass der präkolumbianische Recke ein big, bad Whitey gewesen sein könnte, beim bloßen Gedanken daran ging das native Minority-Kriegsgeheul los.

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      1. Schildbürger

        Jenseits vom Filmchen und modernwissenschaftlicher Prozentzahlen, dass nord- und südamerikanische Indianer sich unterscheiden sieht selbst das ungeübte Auge.
        Dann stelle man noch dazu dass eine südamerikanischer Indio ohne seinen Körperschmuck und in landestypischer Kleidung in einer beliebigen südostasiatischen Stadt vermutlich wenig auffallen würde solange er nicht redet.
        Diese Unterschiede, entstanden im selben Zeitraum lassen den Schluss zu dass bei den nordamerikanischen Indianern das genetische Erbe der Clovis noch vorhanden ist,

        Lässt für mich die Mutmaßung zu dass die Clovis durch den Einschlag kräftig dezimiert wurden, und die Reste in den aus dem Asiatischen stammenden Stämmen aufgegangen sind.
        Dass das Asiatische überwiegt ist deutlich. Aber europide Züge erkennt man bei den nordamerikanischen Indianern doch recht deutlich, das gibt selbst die Populärwissenschaft zu, wenn auch mit etwas fadenscheinigen Begründungen.

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  15. Jenseits vom Filmchen und modernwissenschaftlicher Prozentzahlen, dass nord- und südamerikanische Indianer sich unterscheiden sieht selbst das ungeübte Auge.
    Dann stelle man noch dazu dass eine südamerikanischer Indio ohne seinen Körperschmuck und in landestypischer Kleidung in einer beliebigen südostasiatischen Stadt vermutlich wenig auffallen würde solange er nicht redet.
    Diese Unterschiede, entstanden im selben Zeitraum lassen den Schluss zu dass bei den nordamerikanischen Indianern das genetische Erbe der Clovis noch vorhanden ist,

    Warum auf einmal so geringschätzig über die „Filmchen“ etc., nachdem man sich erst fürs Raussuchen bedankt hat? Ich lehne die Soluträer-Hypothese ja überhaupt nicht ab -, kann ich ihr doch selbst einiges abgewinnen – , sondern ließ lediglich meine Gedanken anhand des Quellenmaterials etwas spielen. Die „Filmchen“ bieten ja auch einiges an Hinweisen für die eigene Recherche und einen Überblick, über das was zum Thema diskutiert wurde und wird, so wie Wikipedia, wo die Bewertung allerdings deutlich ernüchternder ausfällt – das mit den Nano-Diamanten konnte in Folgeuntersuchungen nicht bestätigt werden, überhaupt aus der Luft gegriffen alles uswusf. Ich mein, natürlich könnte man mir hier vorwerfen, eine Diskussion auf der Grundlage von Utube-Videos zu führen, aber erstens erscheinen mir die von mir ausgewählten Videos als durchaus passabler Einstieg zum Thema, des Weiteren habe ich mir auch vorgenommen, die darin besprochenen Studien und Berichte, etwa zu dem mutmaßlichen Impact in Südamerika, selbst in Augenschein zu nehmen. Da das aber alles Zeit braucht, welche mir nur begrenzt zur Verfügung steht, dauert das alles seine Weile, zudem ich auch zu verschiedenen Themen lese und recherchiere.

    Zu den südamerikanischen Indianern könnte man noch anführen, dass es da auch verschiedene Typen und diverse archäologische Kuriosa gibt, wie rothaarige, europid wirkende Mumien und das bizarre Phänomen der „Langschädel“. Oder etwa das legendäre, hellhäutige Volk der „Wolkenmenschen“, das sich noch in historischer Zeit in die Berge Boliviens oder Perus zurückgezogen hat und dort verschwand, aber diverse schwalbennestartige Siedlungen, Festungs- und Grabanlagen an jähen Hängen hinterlassen hat. Ganz zu schweigen von den Legenden der indigenen Völker über weißhäutige „Götter“ und Kulturbringer, wobei das bei mündlichen Überlieferungen immer so eine Sache ist.

    In Nordamerika waren und sind es vor allem die „Waldindianer“ der Ostküste, die ein europides Äußeres vorweisen. Die Mohawk und andere aus der Irokesen-Familie sind oft von Europäern kaum zu unterscheiden, dazu kommt das ursprünglich an nordeuropäische Gepflogenheiten erinnernde Leben in Langhäusern bei relativer Sesshaftigkeit und Ackerbau, die Siedlungen von Palisaden geschützt.

    Allerdings sollte man auch immer die Möglichkeit der Konvergenz und den Unterschied von Geno- und Phänotyp bedenken.

    Die Ureinwohner Japans etwa, die Ainu, weisen, neben kulturellen Eigenheiten, für Ostasiaten untypische Merkmale wie ausgeprägte Körperbehaarung und Bartwuchs auf und müssen deshalb von Seiten FRANKSTEINiger Koryphäen immer wieder als Erben der weltbeherrschenden Germanen-Goten herhalten. Aber wirken diese Leute wirklich europäisch oder gar germanisch?

    https://ibb.co/YtyHRjs

    Nach meinem Stand sind sie laut der „Modernwissenschaft“ nahe bei den Polynesiern und/oder so etwas wie ein Relikt, das viele urtümliche Merkmale aufweist, die die übrigen Ostasiaten evolutionär hinter sich gelassen haben, sie stellen praktisch so etwas wie ein Fenster in die Vergangenheit dar, wozu auch ihre Bräuche passen, die eher die einer animistischen Jägerkultur und nicht die der ostasiatischen Ackerbauern sind. Könnte passen, man könnte aber auch davon ausgehen, dass das alles gefälscht ist, um davon abzulenken, dass die Wikinger den bemannten Raumflug erfunden haben oder so… 😀

    Abgesehen davon finde ich sie auf ihre Art sehr schön und von faszinierender Fremdartigkeit.

    So, hier noch aktuell ein wirklich sehenswertes „Filmchen“ zu Göbekli Tepe. Der Erzähler ist zwar nicht ganz exakt bei den Termini (Göbekli Tepe ist „steinzeitlich“, nicht „antik“), aber das was er bringt ist nicht von schlechten Eltern. So lassen sich bestimmte Steinreliefs von Göbekli Tepe ziemlich eindeutig dahingehend interpretieren, dass auf ihnen der nahende Komet, der für die damaligen Menschen lange vor dem Aufschlag sichtbar gewesen sein müsse, abgebildet wurde, und die Folgen des Impacts dokumentiert wurden! Sehr interessant:

    DECODING GÖBEKLI TEPE WITH ARCHAEOASTRONOMY:
    http://maajournal.com/Issues/2017/Vol

    Widespread platinum anomaly:
    https://www.nature.com/articles/srep4

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    1. Schildbürger

      Das „-chen“ war nicht abwertend gemeint und bezog sich nur auf die Länge.
      Etwas unglücklich flapsig ausgedrückt, die Videos sind ja wirklich gut gemacht und ausgesprochen interessant.

      Wollte nur sagen dass das was man auch heute noch sieht manches untermauern kann was im theoretischen diskutiert bzw. auf Ebenen erforscht wird die man nicht mit dem Auge sehen kann, wie der Phänotyp der nordamerikanischen Indianer. Ist auch interessant wie die Siedlungsgebiete der benannten Waldindianer und die größte Verbreitung der gewissen Haplogruppe in Nordamerika übereinanderliegen.
      Macht das Abstammungstechnische in diesem Falle etwas wahrscheinlicher als Konvergenz.

      Die Chacapoya wieder ein ganz anderes Thema.
      Eine Theorie die ich mal gelesen habe und die mir bei den zusammengetragenen Hinweisen doch sehr plausibel vorkam war dass die Chacapoya (und, wenn das stimmt, vermutlich auch andere Nachfahren einer karthagischen Expedition (bzw. Fluchtbewegung vor den Römern) und keltiberischen und balearischen Bundesgenossen war.
      Hier ein etwas kürzerer Artikel sogar aus der größeren hiesigen Presse in welchem ein paar interessante Details dazu angesprochen werden.
      https://www.welt.de/geschichte/article115996581/Wie-kamen-blonde-Weisse-vor-Kolumbus-nach-Peru.html
      Hatte da auch mal was weit detaillierter Geschriebenes darüber gelesen, aber ich finde es auf die Schnelle nicht.

      Bezüglich der Ainu, da war mein Stand sehr ähnlich, also dass sie im pazifischen (polynesischen, melanesischen, und so weiter) Raum ihre nächsten Verwandten haben.
      Und auch da stützen sich das Sichtbare und die genetischen Forschungen gegenseitig.
      Grade auf älteren Aufnahmen von Ainu (sind doch recht stark mit Japanern vermischt) sind Gesichtszüge die besser in benannten Kontext passen als in den indoeuropäischen sichtbar.

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      1. Interessanter Artikel, über die Chacapoya der zeigt, wie politisch-ideologische Widerstände die freie Forschung blockieren können. Irgendwer fühlt sich halt immer auf den Schlips getreten und irgendein nationales oder sonstiges Selbstverständnis in Frage gestellt. Die Hypothese des Herrn hat auch einiges für sich, dass die „arischen“ Kelten mit den „semitischen“ Phöniziern gemeinsame Sache machten, dürfte vielleicht auch zu viel für manchen Rassepuristen sein. Aber gut, hat jetzt mit der Impact-Hypothese nicht direkt was zu tun.

        Ach ja, mir sind noch zwei südamerikanische Großsäuger eingefallen: Der Amazonas-Flussdelphin und die Amazonas-Seekuh. Aber das sind eben keine Landtiere. Die rezente Artenarmut an landlebenden Großsäugern im Vergleich zu dem was im Pleistozän vorhanden war lässt sich ohne ein kataklystisches Ereignis schwer erklären. Wobei das mit der Hebung der Landbrücke zwischen den Subkontinenten doch nicht ganz ohne gewesen sein könnte, nicht wegen der Zuwanderung fremder Fauna, sondern wegen der Auswirkungen auf die Meeresströmungen und damit einhergehender drastischer Klimaveränderungen. Aber ich weiß nicht, die Belege für ein kosmisches Geschehen scheinen sich doch zu verdichten, wenn auch manches nicht bestätigt werden konnte so findet sich doch wieder anderes, das recht zwingend in diese Richtung weist.

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  16. Rares Dokument der traditionellen „Bärenzeremonie“ der Ainu aus dem Jahr 1931:

    Hierbei wird ein Bär, der als Jungtier der Wildnis entnommen und hochgepäppelt wurde (u.a. mit der Milch der Frauen) rituell getötet.

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  17. altrghtcrsdr

    In Göbekli Tepe herrschte der Stierkult. Damit nicht genug hätten die „Wohnungen“ einem postfaktisch „Modernen“ zur Wohnstatt gereicht. Stierkulte an den Wänden, sauber getüncht, wie es kein Polacke hätte besser machen können.

    Wir wissen einen Shize…

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    1. Interessant der Hinweis in dem letzten Video, dass nach allem, was sich so nach und nach offenbart, Göbekli Tepe insgesamt eher eine städtische Siedlung war als ein Tempel/eine Kultstätte, von Seiten der Türkei aber wider besseren Wissens das mit dem Tempel aufrecht erhalten wird, weil das mehr Touristen anzöge. Ist vielleicht ähnlich gelagert wie mit Ankor Wat, wo sich herausgestellt hat, dass die bekannte Tempelanlage nur das Zentrum einer riesigen, vom Dschungel verschlungenen Megacity war, die es von den Dimensionen her mit den heutigen Großstädten locker aufnehmen konnte. Im Amazonasbecken gibt es ebenfalls Hinweise darauf, dass dort evtl. nicht durchgehend die grüne Hölle herrschte, sondern einmal weite Teile davon wesentlich dichter besiedelt, bebaut und landwirtschaftlich genutzt waren, als das bei der Entdeckungund Erschließung durch die Weißen der Fall war, die glaubten, eine Urlandschaft vorzufinden, wo „Gott mit der Schöpfung noch nicht ganz fertig geworden ist“ – unter anderem deutet eine besondere Erdschicht, die „Terra Preta“ darauf hin:

      Die Hauptverbreitungsgebiete von Terra preta konzentrieren sich auf die Gebiete der Wanderfeldwirtschaft mit Brandfeldbau in den feuchten Tropen. Nachgewiesen sind sie in Südamerika (Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Französisch-Guayana) mit einer Landfläche von ca. 154 Quadratkilometer. Dabei finden sie sich häufig in ehemaligen Siedlungsgebieten in unmittelbarer Flussnähe wieder.

      Ähnliche Phänomene sind auch in anderen Erdteilen bekannt, wie beispielsweise in Afrika (Ghana, Sierra Leone, Liberia, Guinea), Südostasien (Indonesien) und auch in Europa (Deutschland und Schweden).[1][2]

      Terra-preta-Böden wurden in einem jahrhundertelangen Prozess geschaffen und intensiv genutzt.[3] Überdies wird ihre Entdeckung gern als Beispiel für den quantitativen Ansatz der Kulturlandschaftsdebatte genannt, was belegen soll, dass selbst Teile sogenannter Urwälder anthropogen verändert sind.

      Laut einer optimistischen Abschätzung des Geographen William I. Woods, die auf nachgewiesenen Vorkommen basiert, könnten bis zu zehn Prozent der Oberfläche des Amazonasbeckens von dunkler Erde bedeckt sein; konservative Schätzungen gehen hingegen nur von 0,1 bis 0,3 Prozent aus.[4] Daraus lässt sich vermuten, dass das Amazonasbecken einst fünf bis zehn Millionen Menschen beherbergt haben könnte. Die meisten dunklen Böden entstanden zwischen 700 und 1000 n. Chr., manche datieren weit vor Beginn unserer Zeitrechnung.

      (Wiki)

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  18. altrghtcrsdr

    Ach, apropos „Reichsdeutsche“. Was wäre, wenn es sich bei den konzentrischen mauretanischen Ringhügeln um einen hamerschen Konfliktherd handelt?

    Die Natur kennt keine rechten Winkel. Sie ist zirkular organisiert.

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    1. Hä, MONOKAUSALER als Hamer geht doch schon nicht mehr. Seine „biologischen Konflikte“ sind laut ihm und seinen Jüngern die Ursache für ALLE „Krankheiten“ (eigentlich „sinnvolle biologische Sonderprogramme (SBS), willkommen Tuberkel!) bei Mensch, Tier und PFLANZE.

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      1. Ja, immer diese Schul- und Schwulmediziner und Forensiker mit ihren 1000 Hypothesen zu möglichen Todesursachen. Der Kenner weiß: Es ist letztlich IMMER Herzversagen! In Isreal hat man das längst erkannt und damit den Tod besiegt, aber natürlich profitieren nur (((Unsichtbare))) davon! Bad! 😦

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  19. Gab es vor 10.000 Jahren einen verheerenden Kometeneinschlag auf der Erde?

    11. Februar 2018 Florian Rötzer

    Wissenschaftler wollen dafür Hinweise gefunden haben, was auch die Jüngere Dryaszeit, eine tausendjährige Rückkehr der Eiszeit auf der nördlichen Halbkugel, erklären könnte

    Wir haben das Gefühl, dass uns wenig Gefahr aus dem Weltraum droht. Der letzte große Meteorit soll vor 65 Millionen im Golf von Mexiko eingeschlagen sein und ein Massenaussterben bewirkt haben. So sollen in der Folge die Dinosaurier von der Erde verschwunden und die Zeit der Säugetiere angebrochen sein. 1908 soll ein Asteroid in Sibirien (Tunguska-Ereignis) eingeschlagen sein, durch den Millionen von Bäumen umgeknickt worden seien. Zwar ist immer wieder mal die Rede, dass größere Asteroiden oder Kometen die Erde „knapp“, also um Zehntausende von Kilometern, verfehlen, was man aber nur flüchtig zur Kenntnis nimmt. Natürlich werden seit einiger Zeit mögliche Gefährder systematisch beobachtet und verfolgt. Aber da es bislang keine wirkliche Möglichkeit gibt, eine Bedrohung durch einen heranrasenden größeren Himmelskörper abzuwehren, zieht man vermutlich das Verdrängen vor.
    Amerikanische Wissenschaftler wollen nun aber Hinweise gefunden haben, dass schon am Ende der Eiszeit, vor nur etwa 12.800 Jahren, Teile eines großen Kometen auf die Erde gestürzt sein könnten. Gerade waren die Menschen der Eiszeit entkommen, die Gletscher hatten sich zurückgezogen, auch in nördlichen Gefilden konnte man nun besser leben, als sich plötzlich womöglich gewaltige Explosionen ereigneten, auf der Erde riesige Brände ausbreiteten und Staub- und Rauchwolken den Himmel verfinsterten. Die Eiszeit, die Jüngere Dryaszeit, kehrte zumindest für die nördliche Halbkugel für weitere tausend Jahre wieder, die Gletscher und Permafrost rückten vor, die Vegetation veränderte sich, Tiere wanderten in wärmere Gefilde, die Menschen mussten wahrscheinlich nachziehen, um zu überleben, wahrscheinlich nahm die Bevölkerung drastisch ab. War es das Ereignis, das die Sintflut-Erzählungen oder die von Atlantis verinnern?
    Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Teile eines Kometen mit einem Durchmesser von 100 km die Ursache für die Zwischenepisode gewesen sein könnten. Das könnte dazu geführt haben, dass es hohe Platin-Niederschläge gegeben hat, die an einigen Orten in der nördlichen Halbkugel nachgewiesen wurden. Dazu konnten in Eisbohrkernen aus Grönland und Russland ein Anstieg verschiedener Aerosole nachgewiesen werden, was die Hypothese großer Biomasse-Brände verstärkt. Sie könnten sich auf 10 Millionen Quadratkilometer oder 9 Prozent der irdischen Biomasse ausgebreitet haben, schreiben die Wissenschaftler im Journal of Geology. Insgesamt wurden Messungen an 170 Orten auf der Welt gemacht. So wurde auch vermehrt Ruß in Seen und Meeren gemessen. Für die Wissenschaftler alles Hinweise für einen durch Einschläge verursachten Winter.
    Astronomieprofessor Adrian Melott, einer der Autoren, erklärt, ihre Hypothese sei es, dass ein großer Komet zerbrochen sei und Teile auf der Erde eingeschlagen seien: „Eine Reihe von chemischen Signaturen – Kohlendioxis, Nitrat, Ammoniak und anderes – scheinen darauf hinzuweisen, dass erstaunliche 10 Prozent der Erdoberfläche oder 10 Millionen Quadratkilometer durch Feuer verbrannt sind.“ Eine Analyse von Pollen habe etwa ergeben, dass Kieferwälder durch Pappeln ersetzt wurden, die die freien Flächen kolonisierten. Nach Berechnungen müsste auch das Ozonschild beeinträchtigt worden sein, was die Häufigkeit für Hautkrebs und anderen Erkrankungen verstärkt hat.
    Der Asteroid, der vor 65 Millionen Jahren auf die Erde eingeschlagen ist, wodurch 75 Prozent der Tier- und Pflanzenarten durch die Klimaveränderung vernichtet worden sein sollen, hat vermutlich noch mehr bewirkt. Wissenschaftler berichten in Science Advances, dass der Einschlag vermutlich auch die tektonischen Platten durch Erdbeben erschüttert hat. Das habe sich global in seismischen Wellen durch die Meere gezogen und dazu geführt, dass viele Unterwasservulkane Magma ausgegeben und damit den „Winter“ verstärkt haben. Die Studie weist darauf hin, dass lokale Ereignisse weltweite Folgen haben können.

    https://www.heise.de/tp/features/Gab-es-vor-10-000-Jahren-einen-verheerenden-Kometeneinschlag-auf-der-Erde-3965217.html

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    1. Aus dem Kommentarbereich des obigen Artikels:

      Ein Segen für die Klima-Hysteriker

      Bei der ganzen aktuellen Klima-Hysterie können es doch bestimmt einige gar nicht erwarten, dass die 1 km hohe Gletscherwand der Arktis wieder bis nach Mittleleuropa reicht.
      Der Asteroid 2018 CB, der am Samstag in gerade mal 64000 km an der Erde vorbeirauschte, wurde erst wenige Stunden zuvor entdeckt. Er hatte allerdings auch nur einen Durchmesser von 40-50 m, was gerade mal ausgereicht hätte, eine Stadt wie Berlin komplett platt zu machen. Also global gesehen wäre das eher ein laues Lüftchen ohne nennenswerte Auswirkung gewesen.
      Interessant wird es ab 1 km Durchmesser. Wie lange wird da wohl die Vorwarnzeit sein? 3, 4, 5, oder 6 Tage? Man sollte sich dann übrigens, sollte man den Einschlag und die Druckwelle überleben, idelaerweise auf den Weg zum Atlantik oder Pazifik machen. An den Küsten der Ozeane soll sich die Temperatur noch am längsten halten, während es am Äquator im Inland, da, wo sonst tropische Hitze ist, schnell für 1-2 Jahre auf -20C abkühlt. Bei uns in Mittleleuropa, sollte es im Winter passieren, sind es dann noch mal 20-30°C weniger (also bis -50°C). Hoffentlich kalt genug für unsere Klima-Leute.

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