Billy Six

Gerade kurz zum aktuellen propagandajournalistischen Neujahrs-Aufreger, „Deutscher Wutfrührentner und Ausländerhasser macht möhntschenverachtenden Autoanschlag“ oder so, quergelesen, da ist mir irgendwie der Billy Six dazu eingefallen, der momentan angeblich denque-fiebernd im venezolanischen Geheimdienstknast verludert ohne dass das die hiesige Journallie plus Politbagage, denen der erklärt deutschlandhassende „deutsche Patriot“ (S. Gabriel) Siff-Yüksel ja so am Herzen lag, irgendwie jucken würde, und ich musste mal nachsehen, ob wenigstens die musterdemokratischen Spür- und Wachhunde von PSIRAM seinen Wiki-Eintrag dahingehend aktualisiert haben. Aber latürnich war nicht mal das der Fall, obwohl die da ja meiner Erinnerung nach sonst recht fix sind.

Aber wenigstens konnte ich mal wieder gelinde schmunzeln:

Billy Six (geb. 24. Dezember 1986 im damaligen Ost-Berlin) ist ein deutscher Journalist, YouTube-Videoblogger und Sachbuchautor aus dem Brandenburgischen Neuenhagen. Ab 2011 war Six als Journalist für die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ sowie für JF-TV tätig. Er bereiste als JF-Journalist Kriegs- und Konfliktgebiete in Ägypten, Libyen, Libanon, Südafrika und der Ukraine. Eine journalistische Ausbildung hat Six nicht absolviert.

https://www.psiram.com/de/index.php/Billy_Six

Gut, was wahr ist ist wahr. Und bestimmt hat er auch keinen Nannen- oder Scholl-Latour-Preis oder ward als Juror in eine dieser erlauchten Gremien geladen, wo von erlesenen Experten über die Vergabe derartiger Auszeichnungen an Glanzlicher wie Claas Clever, äh, Relotius entschieden wird.

Dafür kann er anderes vorweisen:

Six war für die rechtskonservative Junge Freiheit, Raum & Zeit (2008[3], Globetrotter, Jüdische Allgemeine und die Preußische Allgemeine tätig.

Ebd.

Hm, irgendwie eigen. War mir bis jetzt gar nicht aufgefallen.

22 Gedanken zu “Billy Six

  1. Würde euch so passen:

    Verifizierter Account @Polizei_nrw_ms

    Folgen @Polizei_nrw_ms folgen

    Bitte RT: Keine Bilder und Videos von den Ereignissen in #Bottrop und #Essen im Netz verbreiten. Alle Aufnahmen bitte auf das Uploadportal beim BKA hochladen: https://www.bka-hinweisportal.de/~portal/de/select

    Wie merkte ein PiPi-Kommentator an: Schön weiterteilen und verbreiten und denen Pornos hochladen bis zum Abwinken… 😀

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  2. Taghell 2. Januar 2019 at 00:54

    Wenn die Bullerei schon so anfängt, dass Bilder und Videos nicht im Netz verbreitet werden sollen, dann stinkt die Sache ganz gewaltig.

    Vor was haben die Schiss? Das die Wahrheit ans Tageslicht kommt?
    Jetzt darf schon mal spekuliert werden.
    War das Tatmotiv tatsächlich „Ausländerhass“, oder hat der (hupende) Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, was den Lügenmedien und Lumpenpolitikern die perfekte Steilvorlage bietet, um von Amberg abzulenken?

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  3. Wie ich gerade sehe, wurde der Eintrag bei PSIRAM über Billy immer noch nicht aktualisiert. Und das, obgleich sich selbst schon der hier geschmähte Yüksel für ihn stark macht! Naja, wahrscheinlich startet irgendwo wieder ein Homöopathie-Kränzchen zum entscheidenden Angriff auf das wissenschaftlich-rationale PSIRAM-Weltbild, das geht latürnich vor.

    Btw.: Einstein war übrigens ein großer Fan von Madame Balavatski und was für einem Weird-Shit Newton so anhing würde hier vollends den Rahmen sprengen und sei deshalb nur am Rande erwähnt.

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    1. Freut mich, dass dein Glaube an THE DONALD noch unerschütterlich ist!

      Ich hoffe nur, er lässt jetzt endlich mal die ganzen SATANS-PÄDOS samt KILLARY, PODESTA und, vor allem OBONGO hängen, denn bei den ersten PIZZAGATERN kommen schon Zweifel und üble Verdächte auf:^^

      ^^

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      1. altrghtcrsdr

        Ach Du meine Güte sehe ich ja jetzt erst. Härtester russicher Akzent aber auf italienisch machen. Jedenfalls hat sie das so ganz nebenbei (höhö) in einem ihrer „investigativen“ Videos einfließen lassen. Die Sache mit den krypro-ItakkerInnen sollte doch endlich mal ins Leere gelaufen sein.Es gab mal eine Zeit, da habe sich rumänische Nutten gerne als SpanierInnen ausgegeben, Ach lassen wir das…

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    1. Gut, es ist nicht über jeden Zweifel erhaben:

      Finally, Jack Brown in his article “I Visit Professor Einstein” published in Ojai Valley News, says he saw the volume on Einstein’s desk and exchanged some thoughts with him about it. According to him, Einstein said:

      I have even told professor Heisenberg, my fellow physicist, to get a copy [of The Secret Doctrine] and keep it on his desk. I urged him to dip into it when he’s handicapped by some problem.[11]

      The veracity of the claims found in this publication have been challenged by Barbara Wolff, from the Albert Einstein Archives at the Hebrew University of Jerusalem.

      https://theosophy.wiki/en/Albert_Einstein

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      1. altrghtcrsdr

        Wenn er sich soviel Notizen gemacht hätte wie ein Herr Hietler, dann würde ich ihm das abnehmen.
        Blavatsky war mein erstes Buch. Eingängig.

        In 1918 (age 29) Hitler claimed to hear voices announcing that he was “selected by God to be Germany’s messiah” (The Twisted Cross Joseph J. Carr, p.36); he was later contacted by an “ascended master” whom he identified as Lucifer. Hitler took what Blavatsky and others taught and made it his own.

        Cumbey notes: “Hitler rightly believed he had established communication with Lucifer, from whom he openly coveted possession” (Secrets of the Rainbow p.101). It should not surprising to find that he was led to The Secret Doctrine that glorifies Lucifer

        The “Secret Doctrine” held that they originated in Atlantis and that one of the seven Atlantean races was that of the Aryans.” the Aryans were the master-race or supermen of the Atlantean races.” The myth of Aryan superiority was the basis for Hitler’s Nazism and ethnic cleansing of the Jews.

        “…from theosophists Hitler derived his genesis theories and the notion of a mankind was guided by superior beings, Ubermenchen (supermen), who live in remote areas of the world-such as the Gobi Desert (Western China) and the Himalayan nation of Tibet. There was a substantial Tibetan and Chinese community in Berlin because of the occultic interests of German society, and Hitler augmented them with new émigrés after he came to power. By 1941, there were more than one thousand Tibetans living in Berlin” (The New World Religion by Gary Kah p.26).

        Hitler seemed to have favored Blavatsky’s Secret Doctrine above other books he had. We do know that U.S. Army historians catalogued Hitler’s personal library and found numerous Occultic volumes heavily annotated in Hitler’s fancy handwriting. Among the books was one that Hitler often kept by his bedside, the occult standard “The Secret Doctrine” by Madame Helen P. Blavatsky (Kubizek). Hitler kept a copy of Blavatsky’s ‚The Secret Doctrine‘ by his bedside, ever since being introduced to its teachings by Dietrich Eckart and Karl Haushofer (Adolf Hitler, The Occult Messiah, Gerald Suster, 1981).

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  4. Wie ich sehe, hat sich beim PSIRAM-Eintrag über Billy Six immr noch nichts geändert. Man fragt sich, ob der jemals auf Stand gebracht, bzw. ob seine derzeitige Haft und das drumrum dort überhaupt noch mal Berücksichtigung finden werden, denn es darf ja nicht sein, dass „so einer“ irgendwie positiv rüberkommen könnte, nicht wahr? Soviel zur Objektivität dieser Humanitäts- und Demokratiewachunde!

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  5. knwyrenmy

    FANTASTISCHER BERICHT anno Dubbak als Kriegsgefangener in Sibirien (1916)

    Karl Gebel – als Kriegsgefangener während des Weltkrieges in Sibirien

    Der „Heimatvereins Haselstaude Häselrieth e. V.“ http://www.haeselrieth.de erforscht seit 2007 die Geschichte der einst selbständigen Gemeinde Häselrieth, heute Teil der südthüringischen Kreisstadt Hildburghausen. Im Zusammenhang mit der Glashütten – Chronik berichtete die 90-jährige Herta Otto mehrfach von ihrem Vater, dem Glasmacher Karl Gebel. Seine handschriftlichen Kriegsaufzeichnungen wurden von Bruder Ewald während des 2. Weltkrieges auf U 435 per Schreibmaschine übertragen. Das Manuskript überdauerte 1943 den Bootsuntergang und Tod des Bruders, weil es sich in seinem Spind im Stützpunkt Brest befand. Die Geschichte ihres Vaters, aber auch die ihres Onkels bewegen Herta Otto noch heute sehr…
    Karl Gebel war Heimat liebend, vielseitig interessiert und beobachtete seine Umgebung sehr genau. Er formulierte seine Erlebnisse und Beobachtungen in kurzen Sätzen und ausgewogen, wenn auch z. T. ein wenig holprig. Schwerpunkt war seine Schilderung der Kriegsgefangenschaft, die ihn bis zum damaligen Endpunkt der Transsibirischen Eisenbahn führte, verbunden mit Hunger und Flucht, aber auch überraschenden Erlebnissen in den Wirren des Bürgerkrieges.

    Abschrift des 20-seitigen Tatsachenberichtes (ungekürzt, in Klammern eigene erläuternde Ergänzungen, Zwischenüberschriften eingefügt, Druckfehler / Rechtschreibung korrigiert)

    Als Kriegsgefangener während des Weltkrieges in Sibirien

    Der Beginn
    Von 1909 – 1911 diente ich beim Inf. Reg. 95 in Coburg. Schon drei Jahre nach meiner beendeten Dienstzeit rief es mich wieder zur Fahne zurück. Es galt diesmal, die Heimat vor dem Feind zu schützen. Mein Regiment wurde an der Westfront eingesetzt. Am 2. Januar 1915 wurde das Regiment abgelöst und am zum Truppenübungsplatz Heuberg (Baden – Württemberg). Hier wurden neue Regimenter aufgestellt. Der Ersatz wurde zwischen uns gestellt. Ich wechselte zum Inf. Reg. 3 und später noch mal. Den Ersatz bildeten Front erfahrene Leute aus. Während dieser Zeit bekam ich 5 Tage Heimaturlaub. In der kurzen Urlaubszeit ging ich den Bund der Ehe ein. Am Hochzeitstag musste ich wieder zum Truppenteil zurück. Auf dem Truppenübungsplatz angekommen, ging die Ausbildung im alten Stil weiter.

    Per Bahn gen Osten
    Nach 4 Wochen kam endlich der Befehl zur Abfahrt, wohin, unbekannt. Alle Truppenteile wurden schnellstens verladen (auf die Eisenbahn) und am 28. Januar war uns der Heuberg nur noch eine Erinnerung. Wir merkten nach einigen Tagen, dass es ostwärts ging. Erfreulicherweise streifte der Transport meine Heimat. In Kronach – Stockheim konnte ich meine Mutter im Vorbeifahren sehen. Einige Frauen meiner im Felde stehenden Brüder waren auch dabei. Die Fahrt endete am 30. Januar. Das erreichte Ziel war der gefährdete Ostkriegsschauplatz. Vor Stallupönen (heute Nesterow / Gebiet Kaliningrad) wurden die Truppen ausgeladen, denn noch hatte es der Russe besetzt. Ganze Teile Ostpreußens hatte die russische Dampfwalze nieder gestampft. Uns war es höchstes Ziel, den Eindringling hinauszuwerfen.

    Erster Kampfeinsatz, Ruhetag
    Die Kämpfe begannen am 2. Februar. Auf der ganzen Front wurde der Russe zurückgeschlagen. Ostpreußen war somit in kürzester Zeit vom Feinde befreit. Die Einwohner wussten nicht, wie sie uns ihren Dank kundtun sollten. Es gab nun keine Ruhepause. Über die Grenze und den Russen nicht zur Ruhe kommen lassen. Vom 3. – 22. Februar waren die heftigen Masurenkämpfe. Dabei fielen die befestigten Städte Suwalki und Augustow (heute Polen) in unsere Hände. An dem Erfolg hatte mein Regiment großen Anteil. Nun kam auch der verdiente Ruhetag. Als Unterkunft diente eine Kaserne. Jetzt machte sich der Hunger bemerkbar. Die Feldküche, aufgehalten durch den hohen Schnee konnte nicht schnell genug folgen. Man sah sich also gezwungen, selbst für den knurrenden Magen zu sorgen. In der Nähe der Kaserne waren Geschäfte. Unterwegs aber liefen uns schon Hühner über den Weg. Besser konnte es nicht kommen. Zupacken und Kopf ab war blitzschnell geschehen. Wir verdufteten uns eilig, denn eine Frau hatte unser schauriges Handwerk gesehen. Auf der Stube war schon alles vorbereitet. Plötzlich großer Lärm auf dem Korridor. In die Stube trat unser Hauptmann mit der Russin, die den Überfall auf die Hühner beobachtet hatte. Die Russin schrie, da sind die Diebe! Der Hauptmann hatte den Braten gerochen. Er sagte zur Russin, hier ist keine Henne, also raus aus dem Bau. Als sie gegangen war, ließ er eine Strafpredigt über uns ergehen. Jetzt wurde der Ofen geöffnet. Welcher Gestank, als das Beutestück zum Vorschein kam! Alles lachte, wobei auch der Hauptmann sich nicht ausschließen konnte. Mit Salzkartoffeln gab es ein köstliches Abendessen. Niemand ahnte, dass es für lange Zeit der letzte Hühnerbraten war. Am nächsten Morgen ging der Vormarsch weiter, um den weichenden Feind wieder zu stellen. In Schwarner (nicht gefunden) hatte sich der Russe festgesetzt und leistete Widerstand. Das Dorf lag auf einem Berg. Es wurde am selben Tag noch genommen und der Feind zog sich weiter zurück. Beim Verlassen der Ortschaft legte der Russe Feuer an. Für uns war damit ein angenehmes Nachtquartier genommen. Mein Battl. hatte Befehl, Quartier zu machen, soweit es möglich war. Ich gehörte der Komp. an, die die Feldwachen und Patrouillieren zu stellen hatte. Natürlich war ich auch dabei, ich hatte Feldwache von 23 bis 01 Uhr. Die Wache saß in einer abgebrannten Scheune.

    Letzter Kampfeinsatz
    Morgens um 5 kam der Kompanieführer mit der Kompanie und allen Pionerarbeitern an. Es wurde bekannt gemacht, dass sich jeder mit Balken, Brettern und dergleichen „bewaffnen“ sollte. Eine vom Russen zerstörte Brücke sollte nämlich wieder hergestellt werden. Lautlos und unter strengsten Befehl kein Licht zu machen begann der Marsch. Im Tal angekommen, bot sich eine riesige überschwemmte Fläche unseren Augen. Hier war bestimmt nicht daran zu denken, eine Brücke zu bauen. Der Fluss Bober (rechter Nebenfluss der Oder) hatte alles unter Wasser gesetzt. Reste einer Notbrücke waren vorhanden, die aber nur von der Infanterie hätten benutzt werden können. Die Artillerie hatte den größten Teil davon zerstört. Also nicht aufhalten hieß es und den größten Teil des Materials ungefähr einen Kilometer weit nach vorne tragen. Stellenweise, wo die Artillerietreffer saßen, mußten wir durchs Wasser waten. Es war sehr kalt, kein angenehmes Gefühl. Den Weg deckten verwundete und gefallene Russen. Plötzlich hieß es halt. Man hörte leises Klopfen. Die Pioniere waren schon an der Arbeit. Hier standen nur noch die Pfähle, denn der Russe hatte die Bretter abgerissen. Einige gingen noch mal zurück, um wiederum Baumaterial bei zu schaffen. Morgens 7 Uhr. Gegenüber konnte man einen dunklen Strich erkennen. Die Entfernung bis dahin betrug ungefähr 300 Meter. Mein Unteroffizier unterhielt sich leise mit mir. Unser Blick richtete sich feindwärts. Da, einige Punkte liefen hin und her. Ich sagte zu ihm, das sind bestimmt Russen. Er verwarf meine Vermutung. Als der Komp. Führer darauf aufmerksam gemacht wurde, konnte auch er nichts Entscheidendes feststellen. Es traten noch 4 Pionieroffiziere dazu, darunter ein Leutnant, der in der Nacht mit einer Patrouille den Wald absuchen sollte. Wie er aber dem Hauptmann meldete, war er nur bis zum Ende der Brücke vorgegangen. Der Chef befahl einem Offizier mit 3 Mann, sofort den Wald zu untersuchen. Schon am Morgen hatte ich ein komisches Gefühl, daß es etwas Besonderes geben würde. Zu der Patrouille zählte auch meine Wenigkeit. Wir gingen an den arbeitenden Pionieren vorbei bis ans Ende der Brücke. Der erste Mann ließ sich gleich ins Wasser gleiten und gleichzeitig setzte heftiges Infanterie- und Maschinengewehrfeuer ein. Was nun folgte, lässt sich schwer in Erinnerung bringen. Um den Feuerbereich zu entweichen, ließ ich mich ins Wasser fallen. Meine Füße stießen auf Eis. Das Wasser reichte mir, nachdem ich stand, bis zum Kinn. Nun setzte die feindliche Artillerie auch ein. Unser Vorhaben wurde mit einem Eisenhagel bedeckt. Die Luft war von einem Singen und Pfeifen erfüllt. Dazu kam das fürchterliche Schreien der Schwerverwundeten. Das Eis unter meinen Füßen gab nach. Ich wollte mich mit den Händen an dem Eis, welches vor mir lag, festhalten, aber es gelang mir nicht. Der Tornister, den ich noch trug, drückte mich immer tiefer. Sollte ich denn ersaufen, dachte ich. Ein Pionier – Leutnant, der meinen verzweifelten Kampf beobachtet hatte, fasste mich bei der Schulter und zog mich an die Brücke ran. Als ich nun mit einer Hand zufassen konnte, war ich geborgen. Mein Gewehr war ins Wasser gerutscht, auch den Helm hatte ich verloren. Jetzt schnappte ich erst mal Luft. Nun ließ ich auch den schweren Tornister ins Wasser gleiten. Ohne Unterbrechung belegten die Russen die Brücke weiter mit Feuer. Sie hatten sich am Waldrand eingegraben und konnten das überschwemmte Gebiet vollkommen mit ihren Waffen bestreichen. Dadurch war es unseren zurückgebliebenen Truppen nicht möglich, uns zu helfen. Sie wären ja nur ins Feuer gelaufen. Da setzte unsere Artillerie ein. Es änderte aber nichts an der Gesamtlage, denn der Russe hielt seine Stellung und auch das Feuer stellte er nicht ein. Ich hörte von 2 Offizieren, dass sie sich retten wollten. Nun beschloss ich auch, mich nach hinten zu bewegen. An der Brücke hängend, arbeitete ich mich langsam rückwärts. Manchmal musste ich über Eisschollen rutschen. Etwas Deckung bot mir die Brücke und die schon gefallenen Kameraden. Mein Testament hatte ich im Geiste schon gemacht, denn die Geschosse pfiffen unaufhaltsam um die Ohren. Als ich auf diese Weise ungefähr 200 Meter zurückgelegt hatte, kam mich zu meiner Gruppe. Meine Kameraden rieten mir, hier zu bleiben, denn weiter rückwärts wäre alles erledigt. Halb im Wasser und halb auf der Brücke liegend bot ein starker Balken etwas Deckung. Ich blieb bei meinen Kameraden. Neben mir lag ein Katholik, der sich während des Feuers mit seinem Rosenkranz beschäftigte. Meine Tabakspfeife war mir noch erhalten geblieben. Von meinen Kameraden bekam ich trockenen Tabak, den ich mir gut schmecken ließ. Er beruhigte nebenbei die Nerven. Um 9 Uhr kam der Befehl durch, dass wir feuern sollten. Keiner konnte diesen Befehl ausführen, denn wer war noch im Besitz seines Gewehres? Die meisten Gewehre sind beim russischen Feuerüberfall ins Wasser gefallen oder wurden direkt vernichtet. Nebenbei waren die Hände so klamm, dass man kaum etwas in den Händen halten konnte. Kurze Zeit darauf kam ein 2. Befehl. Alles sollte aushalten oder sich tot stellen. Die eigene Division wollte den Gegner von beiden Seiten aus angreifen. Ich lag auf dem Rücken und konnte die Vorgänge beobachten. Unsere Truppen umgingen das überschwemmte Gebiet und versuchten, vorwärts zu kommen. Den Kopf konnte ich nicht bewegen, denn immer noch dauerte das Feuer an. Die Zeit wurde zur Ewigkeit. Diese Hilflosigkeit erstreckte sich über Stunden. Selbst Verwundete konnten nicht verbunden werden, ohne eine Russenkugel als letzten Gruß zu empfangen. Viele Kameraden, die noch zu retten waren, mussten vor unseren Augen verbluten. Unsere Rettung würde vielleicht die Dunkelheit werden. Im Schutze der Nacht wollten wir zurück gehen. Es kam aber anders. Nachmittags verlegte der Russe sein Sperrfeuer weiter rückwärts. Jeder weitere Hoffnungsschimmer war damit zunichte gemacht. Trotz des mörderischen Feuers machten viele den Versuch durchzukommen, aber sie alle liefen in den sicheren Tod. Da die Brücke nun wieder stärker unter Feuer genommen wurde, musste ich mich ins kalte Wasser rutschen lassen. Hände und Füße hatten trotz allen Bewegens kein Gefühl mehr. Der Komp. Chef, schwer verwundet, schrie, ergebt euch, sie schießen uns sonst alle kaputt. Sein Bursche zog ein Hemd aus dem Tornister und winkte hin und her. Das Feuer, bis auf die rückwärtige Verbindung, wurde eingestellt. Endlich war eine Bewegung nicht mehr mit dem Tode verbunden. Die Brücke bot ein grausiges Bild. Der Schnitter Tod hatte reiche Ernte gehalten.

    Die Gefangenschaft beginnt
    Nun wurde uns langsam klar, dass jetzt die Gefangenschaft folgen würde. Vielen standen die Tränen in den Augen. Eine dunkle, ungewisse Zukunft lag vor uns. Mit 250 Mann war die Kompanie morgens losmarschiert, davon waren noch 63 vorhanden. Die Russen legten die abgenommenen Bretter wieder auf die Brücke. Nun folgte das Schlimmste, was einem Soldaten passieren kann, der Marsch in die Gefangenschaft. Drüben angekommen, wurde jeder sofort nach Waffen durchsucht. Ein gut deutsch sprechender russischer Offizier würdigte unsere Leistung. Es waren 10 Stunden in Wasser und Kälte. Er sagte weiter zu uns, dass seine Leute nicht so lange ausgehalten hätten. In der Dunkelheit, so erzählte er, sollte unser kläglicher Rest vernichtet werden. Nachdem die leicht Verwundeten verbunden waren, begann der eigentliche Marsch in die Gefangenschaft. Ein Begleitposten war zugeteilt. Unser Weg lag im Bereich der eigenen Artillerie. Eine Stunde Laufschritt, bevor die Gefahr beseitigt war, von einer deutschen Granate getroffen zu werden. Spät in der Nacht langten wir an einem größeren Dorf an. Hier gab es Brot und Tee. Als Nachtlager diente eine Scheune. Die nassen Kleidungsstücke waren am Körper getrocknet. Beim Verlassen der Brücke hatte ich ein Hemd, eine Unterhose, das Essbesteck, die Feldmütze und den Brotbeutel zu mir genommen. Die Gabel wurde abgebrochen. Man erklärte uns, das sei eine Waffe. Ich zog mich aus, um die nasse Wäsche los zu werden. Während des Wiederanziehens konnte ich plötzlich nicht mehr weiter machen. Meine Hände waren steif. 2 Russen sahen das und halfen mir. Am nächsten Morgen ging der Marsch unter stärkerer Bewachung weiter. Abends wieder Halt in einem Dorf. Diesmal sperrte man uns in eine Schule. Nach einer Kartoffelsuppe gab es wieder Brot und Tee. In der Lehrerwohnung nebenan hatten sich unsere Posten niedergelassen. Auf dem Steinofen, der als Schlafstätte dient, lagen sie und sangen russische Lieder. Einer von ihnen kam zu mir und fragte mich, wie es mir in Russland gefallen würde. Welch eine Frage. Im weiteren Gespräch fragte ich, wo denn unser Bestimmungsort wäre. Er sagte, ihr kommt bestimmt nach Sibirien. Das war zu hart. Dort kann man auch ganz gut leben, tröstete er mich. Der Geschützdonner der Front war nachts noch zu hören.

    Bialystok – weiter mit der Eisenbahn
    Am 28. Februar erreichten wir Bialystok. Dort stellte man uns 2 Stunden auf dem Marktplatz zur Schau. Die vorbeigehenden Einwohner spuckten vor uns aus. Es gab aber auch Leute, die uns Rauchwaren zuschoben. Dazu sagten die Posten nichts. Endlich ging es weiter in die Stadt in eine Kaserne. Hier bekam jeder 2 Postkarten, die sofort an die Angehörigen geschrieben werden mussten. Darauf sollte vermerkt werden, dass wir in Gefangenschaft wären und es uns sehr gut gehe. Die Post sollte schnellstmöglich nach Deutschland kommen. Meine Eltern bekamen sie 4 Monate später. Bis dahin galt ich zu Hause als Vermisster. In der Kaserne gab es abends Suppe mit Fleisch, die wirklich gut schmeckte. Leider hatte sie den Nachteil, dass das Laufen kein Ende nehmen wollte. Sämtliche Papiere nahm man uns ab. Ein Verhör wurde durch einen Offizier durchgeführt. So sehr er sich auch anstrengte, er erreichte dabei nichts Positives. Noch in derselben Nacht Marsch zum Bahnhof. Hier waren noch mehr Leidensgenossen. Mit 43 Mann verfrachtete man uns in einen Viehwagen. Im Wagen befanden sich zu beiden Seiten Holzpritschen übereinander. Ein Ofen stand in der Mitte. Platz bot sich nicht viel. Es war gut, dass wir eng aneinander schlafen mussten, denn der Ofen alleine konnte nicht vor der Kälte schützen. Zur Bewachung fuhren 3 Kosaken im Wagen mit. Es waren schneidige Kerle, aber große Gauner. Sie nahmen uns die Wertsachen ab, obwohl vorher der Transportführer versicherte, dass man uns nichts abnehmen dürfte. An meiner Uhr dürften sie keine Freude gehabt haben, denn sie war 10 Stunden im Wasser gewesen. Täglich gab es 2 Pfund Brot, 20 Stück Würfelzucker und für 8 Tage etwas Tee. Der Tee reichte aber kaum 5 Tage und man sah sich gezwungen, an den übrigen Tagen heißes Wasser zu trinken. Taten sich 3 – 4 Mann zusammen, so konnte man schon auskommen. Der Proviant wurde immer auf größeren Stationen empfangen.

    Bis zum Endpunkt der Transsibirischen Eisenbahn
    Am 6. März kamen wir in Moskau an. Der Transportzug wurde auf ein totes Gleis gestellt. Alt – Moskau lag dicht dabei. Es waren alles Holzhäuser. Eine vor Schmutz starrende Stadt. Man gab uns die Erlaubnis, in die Stadt zu gehen. Abends ging die Fahrt weiter. Endlose Wälder und Gebirge boten sich unseren Augen. Swerdlowsk, eine Stadt von 400 000 Einwohnern erreichten wir am 10. März. Diese im Ural liegende Stadt war stark modernisiert. Nachdem nun der Ural hinter uns lag, begann eine einsame Gegend. Endlose Steppen, zeitweise sich weit erstreckende Wälder. Es war der Eintritt in das unendliche Asien. Der weitere Verlauf der Fahrt führte durch die Städte Omsk, Marünsk (heute Mariinsk), Krasnojarsk und Irkutsk. Am 16. März kam der Baikalsee in Sicht. Dieser trug eine dicke Eisschicht, die den Nutzen hatte, den großen Umweg über den See zu ersparen. Den Schienenstrang legten die Russen einfach über das Eis. Dadurch kann man 2 Tage Fahrt sparen. Auf dem See standen eine Menge heraus gefrorene Dampfer, die durch Holzklötze gestützt wurden. Die Bahn nach Sibirien hat ein Gleis. Entgegenkommende Züge können nur an größeren Bahnhöfen vorbeikommen. Der Verkehr wird dadurch stark aufgehalten und kann sich dementsprechend langsamer abwickeln. Züge, die uns entgegenkamen, waren ausschließlich Militärtransporte. Es waren sibirische Scharfschützen, die an die Front kamen. Auf verschiedenen Stationen stellte ich fest, dass einzelne Russen gut deutsch sprechen konnten. Es war ihnen natürlich streng verboten, sich mit deutschen Kriegsgefangenen zu unterhalten. Sie wussten nicht viel von der Front, oder die russische Heeresleitung betrog sie. Einige waren der festen Überzeugung, ihre Truppen ständen vor Berlin. Dass in Wirklichkeit unsere Truppen tief in Russland eingedrungen waren, wollten sie nicht glauben. Unsere Fahrt ging weiter. Wieder öde Gegenden mit verstreuten Dörfern. Straßen waren keine vorhanden, als solche diente der Bahnsteig. An einer kleinen Haltestelle bot sich ein schauriges Bild. Nie werde ich den Anblick vergessen. Ungefähr 400 – 500 Kinder im Alter von 10 – 14 Jahren arbeiteten unter militärischer Bewachung am Bahnkörper. Es waren deutsche Kinder, die keine Eltern mehr hatten. Das Herz tat einem weh. Wo blieb die Kultur der weißen Rasse? Am liebsten hätten wir uns auf die russische Bewachung gestürzt. Die Kinder sahen verhungert und vollkommen zerlumpt aus. Wir gaben ihnen Lebensmittel und Kleidungsstücke. Ihre Freude fand keine Grenzen als sie merkten, dass wir deutsche Soldaten waren. Sie konnten es nicht wissen, denn nie im Leben hatten sie welche zu Gesicht bekommen. Als der Gegenzug vorbei war, rollte der Zug an. Den Kindern standen die Tränen in den Augen. Ich glaube kaum, dass sie ihr Vaterland jemals zu sehen bekommen. Nun wieder zurück in unseren Wagen. Es war oft langweilig. Um nicht stumpfsinnig zu werden, spielte man mit Karten oder es wurden lustige Soldatenlieder gesungen. Obwohl es innerlich trübe aussah, herrschte immer fröhliche Stimmung.

    Ins Gefangenenlager Srjetensk
    Endlich, am 29. März war die Endstation (des damaligen Trassenverlaufes, östlichster Punkt der Gefangennahme) erreicht. Srjetensk, es liegt nahe bei dem heutigen Mandschukuo. Unseren schon zur Heimat gewordenen Wagen mussten wir nun verlassen. Am Bahnhof eine große Eisfläche, also wieder ein zugefrorener See. Gegenüber war eine Stadt zu sehen. Sie bestand aus Blockhäusern, die sauber angestrichen ein gutes Bild boten. Hier sah ich erstmals gute Straßen. Der Fußsteig aus Holz war einen Meter höher als die Straße. Diesen groben Unterschied machte man deshalb, um bei Schnee- und Eisschmelze im Trockenen gehen zu können. Beim Marsch durch die Stadt gaffte uns das Volk an. Jeder wollte Germanskis, die Heiden sehen. Mir fiel besonders auf, dass hier noch zahlreiches Militär zu sehen war. Die russische Dampfwalze war eben unerschöpflich. Am Ende der Stadt befand sich eine Mühle, die uns 500 Kriegsgefangenen angewiesen wurde. Man muss schon sagen, für so viel Menschen etwas zu eng bemessen. Die Schafe in einem Pferch haben bestimmt mehr Platz. Früh 7 Uhr war wecken, dann antreten und zählen. Anschließend gab es heißes Wasser zur Zubereitung des Tees. Das Mittagessen, konnte man sagen, war reichlich und gut. Wenn das so weiter geht, dachte ich, dann lässt es sich schon aushalten. Arbeit gab es wenig. Wir hatten nur dafür zu sorgen, dass es im Kosakenlager immer sauber war. Unangenehm und kaum zum Aushalten war die große Kälte. Das Thermometer zeigte beim höchsten Stand 52 Grad Celsius. Viele Kameraden, die ohne Unterwäsche oder Mantel waren, mussten stark darunter leiden. Ende April setzte glücklicherweise die Schneeschmelze ein. Die Flüsse wurden eisfrei. Jetzt konnte man erkennen, dass sie Eisschichten bis zu 3 betrugen. 4 Monate blieben wir in Srjetensk.

    Weiter ins Lager Tschita
    Das nächste Gefangenenlager war Tschita. Es beherbergte außer Deutschen auch Österreicher und Türken. Rund 65 000 Gefangene konnten in 2 Lagern untergebracht werden. Jede Baracke fasste 1000 Mann. Die Räume waren alles andere als gemütlich und hatten dreistöckige Holzpritschen. Eine Leiter ermöglichte dem obersten Bewohner das Einsteigen. Am Kopfende der Pritsche war ein einfaches Brett, worauf man seine wenige Utensilien unterbringen konnte. Unangenehm war das Mittagessen einzunehmen. 10 Mann mußten aus einer Schüssel essen. Im Jahre 1916 bekam jeder eine, es war eine Liebesgabe aus der fernen Heimat. Bis dahin tobte immer ein heftiger Kampf beim Mittagessen. Ich kam immer zu kurz, denn heiß konnte ich kein Essen runter kriegen. Wenn es dann kälter wurde, dann war auch kaum noch etwas vorhanden. Täglich wurde das Essen schlechter. An Fleisch konnten wir uns nur noch erinnern. Um 9 Uhr abends mussten alle in der Baracke sein. Wer nach der befohlenen Zeit von den Kosaken erwischt wurde, bekam die Peitsche zu spüren. Das Nachtlager war sehr hart. Die einzelne Holzpritsche war ohne jede Zutat. Meine Feldmütze benutzte ich als Kopfkissen, den Mantel als Decke. Morgens, gleich nach dem Wecken, hörte man immer ein schon bekanntes Kacken. Läusejagd. Das Lager und seine Bewohner waren vollkommen verlaust. Dagegen konnte das größte Sauberkeitsempfinden nichts ausrichten. Eine badische Schwester besuchte uns mal. Über die Unterbringung schüttelte sie nur den Kopf. Im Mai 1916 stellte man einen Transport zusammen. Es sprach sich herum, dass er nach der Insel Sachalin gehen sollte. Ich sagte mir, wenn du da hin kommst, dann siehst du deine Heimat nie wieder. Glücklicherweise ist nichts daraus geworden und die Fahrt ging nach Wjatka (Udmurtien, zwischen Kirow und Perm)

    Im Lager Wjatka
    Also ein großes Stück der deutschen Grenze genähert. Die Heuernte setzte ein, wobei wir helfen mussten. Als diese beendet war, begann das Holzschlagen. Der russische Wald ist nun nicht mit den gehegten und gepflegten deutschen Wäldern zu vergleichen. Um es deutlich auszudrücken, man kann sagen, dass es sich um Urwald handelte. Von Menschen hat der Wald bestimmt noch nichts gesehen. Man teilte uns in Gruppen von 9 Mann ein. An einem Fluss entlang vollzog sich die Arbeit. Bis zu 3 Meter vom Ufer entfernt wurden alle Bäume gefällt. Da wir uns immer mehr von Wjatka entfernten, mußten wir uns eine eigene Blockhütte bauen. Unter Anleitung des Waldaufsehers entstand diese nach 24 Stunden in bester Anfertigung. Balken auf Balken und aus Rinde das Dach. Einige Holzpritschen und ein Ofen waren die ganze Inneneinrichtung. Die Lebensweise in der Blockhütte war einfach und primitiv. Es kamen oft langweilige Stunden.

    Auf Bärenjagd
    Abwechslung schafften einige Male Bären. Diese kamen nachts bis ans Blockhaus ran. Dagegen konnte man natürlich mit einem Beil nichts ausrichten. Damit einen Bären anzugreifen ist klarer Selbstmord. Jeden Tag wurde Holz geschlagen. Es arbeiteten immer 2 Mann zusammen. Einer blieb zu Hause und kochte das Essen. Bewachung hatte man uns keine zugeteilt, denn eine Flucht durch den Wald wäre bestimmt nicht geglückt. Also heiß es aushalten. Der Waldaufseher wohnte mit seiner Familie 6 Kilometer weit weg. Jeden zweiten Tag holten 2 Mann Lebensmittel und Rauchwaren bei ihm ab. Dies rechnete er als Gegenleistung für das Holzschlagen. Eines Tages stellten einige Kameraden durch Spuren einen Bären fest. Schnell wurde der Waldaufseher benachrichtigt und die Jagd begann. Er nahm sich noch einige Leute mit, jeder bewaffnet mit einem Gewehr. Der Bär wurde umzingelt und mit einigen Schüssen zur Strecke gebracht. Dagegen konnte auch Meister Petz nichts machen. Das Fleisch durften wir behalten. Ich kann nur sagen, es schmeckte ausgezeichnet. Oft stand es noch auf dem Speisezettel.

    Weihnachten 1917
    Wieder näherte sich das Weihnachtsfest. Das 3. Mal in Gefangenschaft . Wo es auch sei, überall wo Deutsche sind, wird das Weihnachtsfest gebührend gefeiert. Tage vorher traf man noch kleine Vorbereitungen. Ein schönes Bäumchen war gleich gefunden. Den Schmuck des Baumes ersetzte buntes Papier. Auch Lichter stellten wir selbst her. Wie in der Heimat, so brannte auch bei uns im fernen Osten der Christbaum. Die Gedanken flohen nach Hause zu den Lieben. Wenn wir auch durch den Krieg harte Menschen wurden, so kann ich wohl sagen, dass jeder von uns 9 Mann den Baum unter schimmernden Augen sah. Deutsche Weihnachtslieder erfüllten den Raum. Es war eine Stimmung, die in einer Kirche nicht feierlicher sein kann. Wir steckten uns die Pfeife an und erzählten von vergangenen Weihnachten, die wir noch in der Heimat feiern konnten. Mancher hat nicht schlafen können und lag grübelnd auf der Pritsche.

    Bahnstation Jar und vermeintliche Freilassung
    Am 1. Feiertag morgens kam der Waldaufseher und teilte uns mit, dass wir uns fertig machen sollen und zur Bahnstation Jar marschieren müssten. Also am 1. Feiertag marschierten 9 deutsche Kriegsgefangene durch den russischen Wald. Endlich entführte man uns wieder der Einsamkeit. Unterwegs stießen noch Kameraden zu uns, die sich auch als Holzfäller betätigt hatten. Es herrschte eine grimmige Kälte. Gegen 11 Uhr abends wurde an einer Blockhütte halt gemacht. Diese sind für Durchreisende bestimmt, die darin die Nacht verbringen. Ungefähr alle 40 Kilometer steht so ein Hotel. Eine gut eingerichtete Blockhütte ist es nicht. Man soll nur in der Nacht gegen Kälte geschützt sein. Das Wort Bequemlichkeit war uns Kriegsgefangenen entschwunden und so schlief jeder, wo er sich niederlassen konnte. Nach 2 Stunden Ruhe ging der Marsch weiter. Einige klagten über Fußschmerzen und immer noch war die Station nicht erreicht. Müde und erschlafft kamen wir am 2. Feiertag nach Jar. Hier hörte ich als neuestes vom Tage von der russischen Revolution. Bolschewisten waren auch zu sehen. Durch das abgeschnittene Leben im Wald war uns diese Neuigkeit entgangen. Die Bolschewisten waren uns gegenüber sehr freundlich. Sie redeten uns mit Kamerad, als Towarisch an. Kameradschaftlich klopften sie uns auf die Schulter und sagten, ihr könnt nach Hause, denn wir haben Frieden mit euch geschlossen. Die Freude war groß, denn jeder glaubte, nun geht es endlich heimwärts. Bald sickerte aber durch, dass es wieder in ein Gefangenenlager gehen sollte. Hunderte Kriegsgefangene, die alle im Wald gearbeitet hatten, waren auf der Bahnstation eingetroffen. Die Züge, die einliefen, waren größtenteils besetzt und so konnte immer nur ein kleiner Teil mitgenommen werden. Um 6 Uhr abends ging kein Zug mehr. Über die Hälfte stand noch da. Es wurde bekannt gemacht, jeder suche sich selbst ein Nachtquartier und am nächsten Morgen sollten alle wieder da sein. Wir 9 Mann aus dem Blockhaus marschierten in ein 6 km entlegenes Dorf. Dort wohnten deutsche Familien, die uns freundlich und gut beherbergten. Sie freuten sich, dass wir längere Zeit blieben. Die Züge mussten eben immer voll sein. Man konnte sich ja auch drücken.

    Lynchjustiz in der Bahnhofshalle
    Nun will ich ein kurz ein Erlebnis schilden, was sich in unserer Zeit in Jar abspielte. An einem Abend saßen wir in einer Wartehalle des Bahnhofes. Das anwesende Volk waren größtenteils Bolschewisten. 2 russische Jünglinge beschimpften uns und spuckten sogar aus. Als auch diesmal keine Transportmöglichkeit bestand, wanderten wir wieder zu den Deutschen gen Budenski. Auch die Russen, die uns belästigt hatten, zogen mit ab. Am nächsten Tag fand sich alles wieder auf dem Bahnhof ein. In der Halle lagen, in Decken eingehüllt auf den Tischen, 2 Frauen. Ich hörte, dass eine von ihnen sehr stöhnte. Auf meine Anfragen hin erfuhr ich von den Zivilisten, dass heute Nacht bei einem Kaufmann eingebrochen worden sei. Der Kaufmann wurde erschossen und seine Frau hätte man erwürgt. Dier Frau, die so stöhnte, hatte beide Beine durch Schüsse verletzt. Das junge Mädel, welches danebenlag, mehrere Messerstiche in der Brust. Man verdächtigte die beiden Russen, die uns tags zuvor belästigt hatten. Etwa eine Stunde später kamen einige Bolschewisten mit den beiden an. Sie wurden von den Frauen erkannt und als die Übeltäter erklärt. Um die beiden Verbrecher bildete sich ein Kreis. In dem Augenblick, als das Mädchen die Burschen für schuldig erklärte, zerschlug der Bahnhofsvorsteher einen Schemel und verteilte die Beine unter den Bolschewisten. Man schlug damit auf die Halunken ein, bis sie zusammenbrachen. Zu erkennen waren sie nicht mehr, denn am Schluss sah man nur noch blutige Fleischmasse. Die Bolschewisten hörten auf als sie glaubten, die Mörder seien tot. Nun stürzten sich die Frauen auf die Opfer. Dem einen Russen zogen sie die Stiefel aus und schlugen damit auf sie ein. Durch den Ring, der sich gebildet hatte, musste ich alles mit ansehen. Ja, sagten die Frauen, so wird das bei uns gemacht. Wie verhält sich das bei euch? Darauf konnte ich keine Antwort geben, denn ich hatte viel Grausamkeit gesehen und erlebt, aber das verschlug mir die Stimme. Kurze Zeit lagen die tot geglaubten Körper in der Halle, als ein Polizist erschien. Er hatte einen österreichischen Sanitäter bei sich, der die Mörder untersuchen sollte, ob sie noch lebten. Tatsächlich stellte der Sanitäter auch fest, dass in den unkenntlichen Körpern noch Leben wäre. Man konnte auch deutlich sehen, dass sich ihre Brust bewegte. In ihrer eigenen Blutlache lagen sie und niemand kümmerte sich mehr um sie. Ein ankommender Offizier gab den Befehl, die kaum noch Lebenden auf einen Schlitten zu packen und zum nächsten Friedhof zu fahren. Die Soldaten, die den Schlitten begleiten sollten, gossen Wasser über die verstümmelten Körper. In wenigen Sekunden waren sie von einer Eisschicht überzogen. Ihr schauriges Leiden war nun endlich beendet. Das Thermometer zeigte 44 Grad Kälte. Kein Wunder, dass sie so schnell zu Eis erstarrten. Die Russen wurden abtransportiert. Nur die Blutlache zeugte noch von der fürchterlichen Tat, sonst erwähnten die Leute nichts mehr davon.

    Hunger
    Einige Tage drückten wir uns noch herum, dann ging endlich die Reise los. Nach 2 Tagen lief der Zug in Glasow (in Udmurtien, Glazow)ein. In Baracken, wo hundert Mann Platz finden konnten, stopfte man mit tausend rein. Wieder Holzpritschen, 3 Stockwerke übereinander. Am folgenden Tag bekam ein jeder Gefangene einen Pass unter einigen Bedingungen. An einer Stelle stand z. B., dass man verpflichtet sei, mit der Waffe gegen die Weiße Garde zu kämpfen. Dies war ein Zeichen, dass sich der Bolschewismus hier schon durchgesetzt hatte. Von uns dachte bestimmt keiner daran, nochmals mit der Schusswaffe einzugreifen. Das Essen verschlechterte sich täglich. Es gab 50 Gramm Brot und eine dünne Suppe am Tage. Geld hatte man nicht, um sich etwas zu Essen kaufen zu können. Es blieb nur ein Ausweg, es wurde gestohlen. Durch den Pass besaßen wir weitgehende Freiheit und konnten allein in die Stadt gehen. In einem Militär – Kleidermagazin organisierte ich mir Unterwäsche. Diese verkaufte ich an die Zivilbevölkerung. Der Erlös an Geld war mir herzlich willkommen, denn dafür kaufte ich mir Ess- und Rauchwaren. Durch den Kohldampf, den wir schieben mussten, war vor uns nichts mehr sicher. Alles, was essbar war, wurde kassiert, denn Hunger tut mit der Zeit weh.

    Festmahlzeit organisiert
    Und nun ein heiteres Erlebnis aus dem Barackenleben. Das Lager bestand aus 40 – 50 Baracken, die zur Hälfte leer standen. Oftmals ging ein Mutterschwein mit seinen Ferkeln im Lager spazieren. Da machten sich natürlich die knurrenden Mägen bemerkbar. Schweinefleisch isst ja wohl jeder lieber als Hundefleisch. Nachts begab sich das Schwein mit seinen Zöglingen in irgendeine leer stehende Baracke. Mit uns lagen auch Österreicher im Lager. Sie schielten auch nach den Ferkeln. Einer passte auf den anderen auf. Eines Nachts startete die unvermeidliche Ferkeljagd. Gegen Mitternacht, als alles ruhig schien, zogen 4 Mann los. Barfuß, die Holzpantoffeln in den Händen, wurde Baracke um Baracke untersucht. Endlich fand einer die fetten Bissen. Sie schlummerten friedlich. Ein fürchterlicher Krach setzte ein, als die Viecher unser Vorhaben bemerkten. Das schönste Ferkel musste daran glauben. Schnellstens ging es mit der Beute in die Behausung zurück. Durch den unvermeidlichen Lärm waren einige Österreicher wach geworden und aus ihrer Baracke herausgetreten. Nun kam die große Frage, wohin mit dem Fang, denn eine Untersuchung würde folgen. Ich machte einen Vorschlag, der wohl unappetitlich klingt, sich aber bestens bewährte. Unter meiner Holzpritsche stand eine kleine Blechwanne, worin ich meine schmutzige und verlauste Unterwäsche eingeweicht hatte. Die Wäsche wurde angehoben und darunter das Ferkel gelegt. Auf der Pritsche sitzend rauchte jeder noch eine Pfeife, dann legten sich die Missetäter zur Ruhe. Am nächsten Morgen munkelte man im Lager, dass ein Ferkel fehlt. Die Österreicher behaupteten gesehen zu haben, dass es Leute aus unserer Baracke gewesen wären. Es dauerte nicht lange, da kam auch schon der Lagerkommandant mit 20 Soldaten und dem Besitzer unserer Beute ins Lager. Das konnte ja heiter werden. Alles musste antreten. Der Lagerkommandant sagte, er sei überzeugt, dass sich das Ferkel in unserem Besitz befände. Die Übeltäter sollten sich melden und damit wäre der Fall erledigt. Da hatte er sich natürlich getäuscht. Von uns meldete sich keiner. Daraufhin ließ er von den Soldaten die Baracke durchstöbern. Wir standen wie auf Kohlen und die Sekunden wurden zu Stunden. Nach einiger Zeit kamen die Soldaten, ohne etwas gefunden zu haben, zurück. Ein Aufatmen. Hätten sie nämlich das Tier gefunden, dann wäre die zu erwartende Strafe nicht auszudenken gewesen. Mit der Revolution hatte ja auch die Lynchjustiz eingesetzt. Unverrichteter weise musste der Lagerkommandant wieder abziehen. Nun warf man die Frage auf, ob auch das Fleisch noch zu genießen wäre. Zwei volle Tage lag das Ferkel in meiner Wanne. Der Hunger ließ uns auch davor nicht zurückschrecken. Das heiß erkämpfte Ferkel nahmen wir aus und schrubbten es. Abends dann gab es dann nach langer Zeit eine Festmahlzeit. Eine zweite Jagd unterblieb, denn die Sache konnte an den Kragen gehen. Von nun an hatten wir Gänse und Enten in unser Herz geschlossen.

    Flucht misslungen
    2 Monate waren wieder vergangen. Täglich unternahmen Kameraden Fluchtversuche. Leider hat man die meisten wieder erwischen können. In mir regte sich auch der Gedanke zur Flucht. Mit 4 Kameraden schmiedeten wir heimlich einen Fluchtplan. Um Mitternacht schlichen sich 4 Mann aus dem Lager. Der Marschproviant bestand aus getrocknetem Brot und Hundefleisch. Unser Weg führte durch endlose Wälder, denn auf der Straße war es zu gefährlich. Nach einigen Tagen stießen wir auf eine Bahnlinie. Bei einem Bahnwärter wurde halt gemacht. 2 Mann gingen ins nächste Dorf, um Lebensmittel einzukaufen. Mittlerweile war unser Bestand zusammengeschmolzen. Kurze Zeit darauf kamen sie wieder zurück, aber unter Bewachung. Man hatte sie festgenommen. Natürlich, ein weiterer Gedanke an Flucht war zwecklos. Uns beförderte man ins Lager zurück. Hier gab es 6 Wochen Turm bei Wasser und Brot. Auch diese Leidenszeit fand ein Ende. Nach meiner Gefängniszeit wurde ich in die Küche kommandiert. Hier konnte ich mich nach der schmalen Kost wieder etwas erholen. Ein Namenskollege hatte bei seinem Versuch, zu fliehen, mehr Glück. Er hatte es auch leichter. Erst mal bekam er Geld von zu Hause, wofür er sich Zivilkleider und einen Ausweis kaufen konnte. Als er in Deutschland ankam, teilte er meinen Angehörigen meinen Aufenthaltsort und mein Befinden mit. Später erfuhr ich davon.

    In Nähe der Zarenfamilie
    Anfang Mai 1918 beförderte man uns wieder nach Swerdlowsk zurück. Diesmal brachte man uns in kleinen Hütten außerhalb der Stadt unter. Tausende deutsche und österreichische Kriegsgefangene ließen sich hier von den Bolschewisten einkleiden. Sie waren gewillt, gegen das Zarenreich, die Engländer und Franzosen zu kämpfen. Einige Tage später verbreitete sich die Nachricht, dass die Kriegsgefangenen wieder nach Sibirien zurückgeführt werden sollen. Wieder stellte man Transporte zusammen. Ich sollte auch mit, aber ich wusste mich zu drücken. Wenige Minuten von uns entfernt hielt man die Zarenfamilie gefangen. Wenn sie unter starker Bewachung zur Kirche geführt wurde, dann führte deren Weg an uns vorbei. Die zaristischen Anhänger versuchten immer wieder, in die Stadt einzudringen. Diese aber wurde von den Bolschewisten zäh verteidigt. Dieses Durcheinander bot die beste Gelegenheit zum Verschwinden.

    Gelungene Flucht
    Wieder wurde ein Plan geschmiedet. Peinlichst genau trafen wir die Vorbereitungen. Von der täglich empfangenen Verpflegung legte sich jeder schon Tage zuvor immer etwas beiseite. Eines Abends marschierten die Flüchtigen getrennt in die Stadt, um sich an einem ausgemachten Punkt wieder zu treffen. Keiner war noch als deutscher Kriegsgefangener zu erkennen. Äußerlich war jeder Russe geworden. Der Anzug bestand aus dem erdbraunen Sackzeug, die Füße mit Lappen und Lindenrinde umwickelt. In uns hätte bestimmt keiner deutsche Soldaten vermutet. Als sich nun alle versammelt hatten, begann wieder der Marsch durch die Wälder und freies Gelände, möglichst weit ab von jedem Verkehr. Dörfer umgingen wir, denn auch da war es nicht ungefährlich, den Häschern wieder in die Hände zu fallen. Der mitgenommene Proviant ging nach einigen Tagen wieder zur Neige. Wie nun neuen beschaffen? Auch diese erst schwierige Frage konnte schnell gelöst werden. In Rußland läuft alles Getier frei herum, so z. B. auch Gänse und Enten. Dies ziehen im Frühling zu einem Fluss und kommen im Herbst schlachtreif zu den Bauern zurück. Besser konnte sich die Gelegenheit nicht bieten, billig, und ohne ein Dorf zu berühren, zu Fleisch zu kommen. Es war nicht einfach, mit einem Holzknüppel das Federvieh zu treffen. Der erste Wurf musste sitzen, sonst flohen alle übrigen ins Wasser. Durch das Gezeter wurden in der Nähe arbeitende Bauern aufmerksam. Es musste alles schnell geschehen, wenn wir nicht entdeckt werden wollten. Unser Häuflein schlug sich auf diese Weise, ohne groß zur Ruhe zu kommen, durch die Einsamkeit.

    Glücksfall Sanitätszug
    Eine Bahnstrecke kam uns sehr gelegen. Sie war der beste Wegweiser und der günstigste Weg. Auf einer größeren Bahnstation hörten wir von einer Angelegenheit, die für uns günstig werden konnte. Ein Kamerad, der sehr gut russisch sprechen konnte, erfuhr von einem Eisenbahner, dass in der folgenden Nacht ein Sanitätszug hier halten würde. Dieser würde deutsche Kriegsinvaliden austauschen und bekäme hier Verpflegung. Die Freude bei uns war unbeschreiblich. Jetzt musste es nur noch gelingen, unbemerkt in den Sanitätszug zu gelangen. In nächster Nähe des Bahnhofes bezogen wir einen Strohschober, um nicht geschnappt zu werden. Im Schutze der Dunkelheit ging es dann wieder zum Bahnhof. Ein vollkommen weißer Sanitätszug lief nachts 2 Uhr ein. Nun hieß es, schnell und überlegt handeln. Von hinten ging es vorsichtig an den Zug heran. Ich stieg in einen der ersten Wagen. Erstaunt sahen mich die darin liegenden Kameraden an. Im ersten Augenblick mögen sie mich der Kleidung nach für einen für einen russischen Flüchtling gehalten haben. Nach meiner kurzen Erklärung wurde ich freudig aufgenommen. Meine alte Kluft zog ich sofort aus und bekam von dem Invaliden einen Krankenanzug. Sie erzählten mir, dass schon mehrere deutsche Kriegsgefangene im Zug wären. Die Russen würden aber darauf keine Aufmerksamkeit richten. Nachdem die Küche des Zuges neue Lebensmittel aufgenommen hatte, setzte sich der Zug wieder in Bewegung. Für mich war es ein Gefühl, geborgen zu sein. Jetzt fühlte man sich schon sicherer. Tagsüber kamen russische Krankenschwestern durch und fragten, ob jemand verbunden werden wolle. Sonst ereignete sich nichts Besonderes. Unter uns Flüchtlingen herrschte frohe Stimmung, denn nach Jahren sollten wir unsere Lieben baldigst wiedersehen können.

    In Sankt Petersburg
    Nach 9 Tagen lief der Transport in Sankt Petersburg ein. Hier gab es nochmals bange Minuten, denn eine russische Kommission sollte einsteigen und das Gepäck prüfen. Ich war auf alles gefasst. Im Notfalle wollte ich den Zug auf der anderen Seite verlassen und im Menschengedränge verschwinden. Langsam lief der Zug im Bahnhof ein. Deutsche Offiziere und Mannschaften waren zum Empfang angetreten. Die Unsicherheit legte sich. Kaum hielt der Zug, da erscholl das Kommando: Sämtliche Ausreiser auf den Bahnsteig antreten! Es stellte sich heraus, dass sich 60 Kriegsgefangene in den Sanitätszug eingeschlichen hatten. Wir alle wurden aufgeschrieben. Als das erledigt war, ließ man uns wieder einsteigen. Damit war auch ganz ausgeschlossen, dass es wieder nach Sibirien ging. Die angekündigte russische Kommission war mittlerweile eingetroffen. Ihr Augenmerk richtete sich bei der Untersuchung auf russisches Gold. Wer welches besaß, dem wurde es natürlich abgenommen. So reich bin ich natürlich nicht gewesen. 4 Tage blieb der Zug in Petersburg. Hier wagten wir es, in die Stadt zu gehen. Am 4. Tag traf der erwartete deutsche Sanitätszug mit den russischen Invaliden ein. Die Russen wurden ausgeladen.

    Zurück nach Häselrieth
    Der deutsche (Zug) sollte wieder leer zurückfahren, da der russische bis Warschau fuhr. Auf unsere Anfragen beim Zugführer, ob er deutsche Kriegsgefangene mitnehmen wolle, willigte dieser sofort ein. Im nächsten Moment saßen auch alle im Schnellzug. Endlich, mit dem bestimmtem Gefühl, dass nun nichts mehr dazwischen kommen könnte. Bald war Russlands Hauptstadt verlassen. Schon nach 200 km Fahrt waren die ersten deutschen Truppen zu sehen, die mit Geschützen am Bahndamm lagerten. Grenzschutz. Kurz vor Warschau verließen wir den Schnellzug. In einem Vorort wurden wir alle auf Infektionskrankheiten untersucht. Man kann sagen, der ganze Mensch wurde desinfiziert. Nachdem die alten Klamotten abgegeben waren, wurden die Haare kurz geschoren. Nachdem ein Wannenbad, wobei mit Seife nicht gespart wurde. So wurden aus verlausten Kriegsgefangenen in einer Stunde saubere Soldaten. Eine neue Uniform und man konnte in uns den deutschen Soldaten wieder erkennen. 9 Tage währte der Aufenthalt in Warschau. Endlich kam der Befehl, dass die (ehemaligen) Kriegsgefangenen ab sofort 8 Wochen in Urlaub fahren können. Jede weitere Stunde wurde zur Ewigkeit. Ich konnte den Antritt der Urlaubsfahrt nicht mehr erwarten. Kurz vordem hatte ich noch eine freudige Überraschung. Es traf Post aus der Heimat ein. Darin konnte ich feststellen, dass meine Angehörigen gesund und wohlauf waren. Ebenso alle meine Brüder, die an der Front im Westen standen. Die Fahrt nach Berlin verging mir zu langsam. Dort selbst wollte ich ein Telegramm an die Heimat aufgeben, was mir jedoch nicht gelang. Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter. So kam ich bis 30 km (in Meiningen) vor meinem Heimatbahnhof gut vorwärts. Hier fuhr kein Anschlusszug mehr. Noch eine Nacht kurz vor der ersehnten Heimat verbringen. Das war bitter, Endlich, am 18. August 1918 um früh 7 Uhr lief der Zug in meinem Heimatbahnhof (Hildburghausen) ein. Mein erster Blick galt dem Bahnsteig, um vielleicht jemand von meinen Angehörigen zu erblicken. Ich konnte aber niemand sehen. Zufällig hatte meine Mutter mit meinem jüngsten Bruder Besuch zur Bahn gebracht. Sie stand vor dem Zug und sah, aber erkannte mich nicht wieder. Eine bekannt Frau machte sie auf mich aufmerksam. Jetzt eilte sie mir entgegen. Die Wiedersehensfreude war groß. Mein 14 jähriger Bruder erkannte mich nicht wieder. Auf dem Weg nach Hause traf ich 2 weitere Brüder, die Heimaturlaub hatten. Nun ging es geschlossen zum Vater. Seine Haare waren ebenfalls, wie die der Mutter, durch die Sorgen des Krieges weiß geworden. Meine Frau und meinen Jungen, die im nächsten Dorf waren ging ich anschließend begrüßen. Hier hatte sich schon herumgesprochen, dass ich zurückgekommen sei. Am Abend feierten wir meine Rückkehr bei meinen Eltern (in Häselrieth, Am Gries). Von der ganzen Gemeinde wurde ich herzlichst empfangen. Lebensmittel wurden mir reichlich geschenkt, dass sich nicht hungern solle. Während meines Urlaubes richtete ich ein Gesuch an das K. Hauptquartier mit der Bitte, meine Brüder zu beurlauben. 8 Tage später kam die absagende Antwort. Mir wurde mitgeteilt, dass sobald eine Sicherstellung der Siegfriedstellung (Festungen an Westfront) hergestellt sei, könnten meine Brüder nach Hause kommen. Die Tageszeitung berichtete 3 Tage später, dass die Siegfriedstellung aufgegeben sei. Unser tapferes Heer musste weiter zurück. So ging mein Urlaub zu Ende.

    Letzter Frontdienst
    Am 13. Oktober stellte ich mich in Freiburg, um nochmals an die Front zu gehen. Leider folgte das schmachvolle Ende. Langsam zersetzte Lüge und Hetze das Volk. Der Frontsoldat wurde von hinten besiegt. Es kam die Revolution. In Freiburg war es unsere Aufgabe, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Meine Brüder kehrten alle gesund von der Front zurück. Ich wurde am 18. Dezember 1918 entlassen.

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  6. Aha, bei PSIRAM wurde der Eintrag noch immer nicht aktualisiert und wird es wohl auch nicht.

    Wonder why, Beavis:

    „Six ist Verantwortlicher der „Konservativen Revolutionäre“, auf deren Webseiten im Internet (Link) einige Dokumente zu Tätigkeiten von Six zu finden sind.“

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  7. knwyrenmy

    TOTALLY THRILLED

    Stanley Kubrick

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  8. Interessante und recht schlüssige Gedanken vom Teutonenfister zu dem Fall Six:

    Fragen wir uns als nächstes:
    Das christlich-faschistische Merkelregime benutzt jeden imaginären Schmutz, jeden Dreck, dessen sie habhaft werden kann, um Maduro damit zu bewerfen.
    Auch völlig erfundener Humbug muss herhalten, nur um zu zeigen, was für ein boshafter Mensch Maduro ist.
    Aber im Fall Billy Six, wo die Bundesregierung ja gar nichts erfinden müsste, sondern bloß sagen, was wirklich passiert ist, herrscht die totale Funkstille.
    Und das lässt sich eben nicht wie im Fall Käsemann dadurch erklären, daß die BRD heimlich mit Maduro paktiert, sondern es wäre viel logischer, daß sich das BRD-Regime genauso verhält wie im Fall Yücel und massenhaft „Free Billy“ Demos abhalten lässt.
    .
    Wie lösen wir diesen Widerspruch auf?
    Wie lässt sich das eigentümliche Verhalten Maduros einerseits und des BRD-Regimes andererseits erklären; die schießen sich doch mit dem aktuellen Verhalten beide maximal ins Knie!

    Oder?

    Nun, meine These ist, daß die Prämisse falsch ist.

    Was wissen wir über Billy Six?
    Ich kenne ihn nicht, warum soll ich glauben, daß er so harmlos sei, wie mir seine Freunde das einreden wollen?
    Laut wikipedia ist er CDU-Mitglied, war Vorsitzender der „Jungen Union“ und schreibt für die „Junge Freiheit“.
    Alles drei sind für mich Ausschlußkriterien, um ihn als einen „anständigen Menschen“ zu qualifizieren.
    Ein anständiger Mensch ist nicht Mitglied der CDU.
    Ein anständiger Mensch wird auch nicht Vorsitzender der „Jungen Union“.
    Und ein anständiger Mensch schreibt erst Recht nicht für die „Junge Freiheit“.
    Das ist für mich eine ganz undurchsichtige Type!

    https://killerbeesagt.wordpress.com/2019/03/06/kaesemann-yuecel-und-six/

    Die „jüdische Allgemeine“ hat der Fister untern Tisch fallen lassen und ich muss sie demütig wieder aufheben. „Undurchsichtige Type“ könnte hinkommen, aber was ist (((Maduro)))?

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    1. Schildbürger

      Unschlüssig wegen Billy Six.
      Tatsache ist aber dass die Biene von einer völlig falschen Prämisse ausgeht, nämlich dass die Chavisten laut seiner Definition „links“, also fürs Volk sind bzw. waren und einzig und alleine wegen irgendwelchen fiesen Sanktionen jetzt ins Unglück gestürzt wurden.
      Ganz objektiv betrachtet stellt sich die Sachlage so dar dass Venezuela unter den Roten zu einem staat verkommen ist in welchem zahllose Versorgungspöstchen und ein aufgeblähter Sozialstaat aus Ölverkäufen finanziert wurden um Wählergunst zu gewinnen, während die essentielle, produzierende Wirtschaft sträflich vernachlässigt wurde.
      Oder wie sonst kann es sein dass im Land mit den größten Erdölreserven der Welt kein Treibstoff da ist?
      Dass in einem Land mit 34 Einwohnern/km³ die Nahrungsversorgung nicht ausreicht?
      Nee du, das war nicht der Westen. Das waren die selber die ssich in die Sch… geritten haben, und die Unterstützer des Interimspräsidenten sind nur die Geier die um den Kadaver kreisen.
      Und ich hab so die Ahnung dass es hierzulande nicht unähnlich ausgehen wird wie dort wenn die Globalistenjunta es schafft die hiesige Industrie endgültig zu zerschlagen.

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      1. Mag ja alles sein, aber es geht mir weniger um das venezolanische Regime sondern um die Figur Bily Six und das Verhalten der Bundesregierung. Egal was man von Maduro hält, sieht es für mich danach aus, als habe die Biene dahingehend recht, dass Six genau aus den von Venezuela behaupteten Gründen einsitzt und eventuell mit BRD-Diensten etc. verbunden ist. Ich war ja auch zunächst der Ansicht, dass das Stillschweigen daher rühre, dass er halt ein „Rechter“ ist, finde es aber wie Kille auch seltsam, dass in Zeiten, wo aus allen Rohren gegen Maduro geschossen wird, der Fall Six unterm Teppich bleibt. Ich fand die Aktion von Six, 2015 in den Migrationsströmen mit zu schwimmen und quasi live zu berichten großartig, muss aber sagen, dass die von Kille geäußerten Bedenken durchaus berechtigt sind (Six schrieb für die „Jüdische Allgemeine“, das Organ des Zentralrats, für den PiPi-News „rechtsradikal ist!). Was die Situation in Venezuela anbelangt, spricht einiges dafür, dass es sich hier um einen Machtkampf innerhalb der politmafiösen US-lateinamerikanischen Kabale handelt. Ich gehe auch davon aus, dass der Kern der andauernden Behauptungen über eine „Russland-Connection“ von Trump tatsächliche Verflechtungen mit der Chabad-Mafia sind, wozu es auch einige Hinweise gibt, was aber stets gedeckelt wird während man auf andere Gleise umleitet: Trump sei ein Sexist, Rassist oder gar, LOL, Antisemit.

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  9. Schildbürger

    Oder der Typ ist halt in seiner Berichterstattung halt so unbequem dass unser Regime lieber den Mantel des Schweigens drüber deckt als dem unnötiig Aufmerksamkeit zu geben.
    Die JF ist nicht das Gelbe vom Ei, aber im Geflecht der regierungstreuen Medien die wie vom Herrn Informatiker ansprechend dargelegt grade hinwegschwinden gehen die möglicherweise dazu über jede abweichende Meinung soweit unten zu halten wie möglich.

    Abgesehn davon, wird Maduro jemals als „Sozilaist“ dargestellt?
    Nö, der ist immer nur „Machthaber“ oder sonstwas.
    Keine Sau außer Billy Six weiß was der weiß.
    Und, jetzt mal ernsthaft, irgendwelche TAZenden Kurden sind sicher regimedienlicher als der, und da wurde Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt.
    Und, wo das Bienlein meines Erachtens nach richtig liegt, da hat sich der ERdo ganz sicher nicht lumpen lassen, aber auch der hätte sich da generös präsentieren können indem er Gnade gezeigt hätte.
    Die ganhze Argumentation der Biene ist schlichtweg ein Luftschloss.

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      1. Schildbürger

        Ist auch wieder wahr.
        „Undurchsichtig“ war wohl das Sinnvollste im Artikel der Biene, das lässt sich nicht abstreiten.
        Aber dann gleich nen Agenten aus dem machen? Also bitte…

        Aber das ist das große Problem, und vielleicht gleichzeitig auch eine Möglichkeit.
        Ich gehe jetzt mal stark davon aus dass auch die J… nicht über eine Schwarmintelligenz verfügen und wie die Ameisen alle auf das Selbe hinarbeiten.
        Da wird es sicher genügend geben die den Westen zu schätzen wissen (ob ehrlich, oder im Sinne von auf Kosten der Goyim wie eine Made im Speck leben zu können sei mal dahingestellt) und wenig Interesse daran haben ihn zum Multikultischlachtfeld zu machen.

        Was sich Journalist nennt, dem traue ich generell nur soweit wie ich es werfen kann.
        Aber die Argumentationskette der Biene, von wegen „konservativ, christlich->armes, unterdrücktes Land-> Agent des Westens“ erinnert mich wirklich fatal an die Argumentationsketten die die globalistische selbsternannte Neulinke ständig so spinnt.

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  10. Was für die Geronten an der Scheinhaltestelle der Oberhirni FRANKSTEIN ist für mich die LUFTPOST! Fantastisch, ich bin wirklich ein Fan:

    Luftpost aus dem Siechkobel / März 14, 2019

    Danke für die Artikel, Lucifex. Das Gezerre um Venezuela ist so offenkundig (((ihres))), dass es schon surreal wirkt, wie es als links/rechts Auseinandersetzung aufbereitet wird!

    Ja, es ist die hellerhäutige Oberschicht, die sich hinter Guaido sammelt, aber die zählt im aktiven Kern wohl zum Stamm. Bei einem RT „Cross Talk“ (30. Januar) machte die Umsturz Propagandistin Vanessa Neumann – hust – deutlich, dass Guaido seiner Hautfarbe wegen zum Gesicht der Revolte gemacht wurde und das ziemlich blöde Video von Max Blumenthal, an dessen Artikel man ja auch nicht vorbei kommt, das er in einer Mall in Venezuela gedreht hat, illustriert das auch eindrucksvoll. Natürlich beschreibt er in einem Interview bei “ The Zero Hour“ die „Rechten“ als Weiße, nicht ausdrücklich aber jeder soll es denken.

    Blumenthals Mall Video kann als Bestätigung des Artikels von Kurtagic gesehen werden. Die hellere Oberschicht, im eigenen Bezirk schick und sicher und ein Laden in der Mall bietet schusssichere Türen an. Dass es für die anderen Leute wirklich Versorgungsengpässe gibt, stört den Kämpfer für den Sozialismus Blumenthal nicht und er würde sich, ja anders als der „rechte“ Billy Six auch nicht daran stören, denn er würde ja auch zu denen in der Mall gehören, nur als Linker, Guter. Die einen tragen weiße Hemden und er, bildlich gesprochen ein rotes, damit wir sie überhaupt unterscheiden und damit wir sie nicht sehen.

    Es ist traurig, es ist abstoßend und es ist eine Farce. Bedenkt man auch noch, wer die Sklaven nach Lateinamerika brachte, wie diese kunterbunte Hoffnungslosigkeit erzeugt wurde und wie sie es schaffen, die dadurch entstandenen Probleme gegen uns, aber auch gegen die Dunkelhäutigen auszunutzen, kann man Venezuela wirklich wie einen Mikrokosmos betrachten, in dem sich abspielt, was sich historisch immer wieder abspielte und Stück um Stück weltweit abspielt. Wann wird uns das endlich zu blöd?

    Es gibt nicht mal eine echte, eigene Wahrnehmung der Dinge (jedenfalls nicht in wirksamer Größe, weil wir durch links – rechts, rassistisch – antirassistisch gespalten und in Lagerkämpfe verwickelt wurden. „Die Weißen“ eroberten die Welt, juhu – die Weißen unterjochten die Welt – Schande über uns,

    Die bunte Hölle, die sie überall erschaffen, könnte politisch vielleicht noch als Vielfalt der Stämme organisiert werden, aber dann wären sie ein sichtbarer Stamm neben (!) anderen und das geht ja nicht. Guaido oder Maduro ist nicht mal wie Cola und Pepsi. Die Plörre kommt aus einem Fass.
    Nicht nur zur Belustigung (eigentlich ist es unheimlich), auch um zu sehen, wie sie das mit dem „Guck mal noch eine“ machen, wie sie wirklich überall sind, verlinke ich zwei Seiten zu Vanessa Neumann.

    https:***//www.telegraph.co.uk/culture/3615413/How-the-Cracker-from-Caracas-took-to-the-British-establishment.html

    https:***//en.wikipedia.org/wiki/Vanessa_Neumannn

    Das ist wirklich gruselig. Ich dachte zuerst, ich hätte mich geirrt und es seien verschiedene Frauen. Wenn sie ganz sie selbst sind, dann können sie scheinbar alles sein! Was zum Kuckuck ist das für eine Energie? Ganz nebenbei, nicht weil ich dieses Fass aufmachen will, sieht diese Frau wirklich wie ein Kerl aus. Du liebe Zeit!

    Liebe Grüße!

    https://morgenwacht.wordpress.com/2016/05/04/guck-mal-noch-ein-jude/#comment-7292

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  11. Auf jeden Fall ist er jetzt erstmal frei. PIPI berichtet, PSIRAM nicht:

    Die Freilassung des deutschen Journalisten Billy Six (PI-NEWS berichtete) geht wesentlich auf das Engagement der AfD zurück, erklärten seine Eltern heute. Ohne das Engagement des AfD-Obmanns im Auswärtigen Ausschuss, Petr Bystron und dessen Frau, die den russischen Außenminister Lawrow kontaktierten, säße Billy Six noch in Einzelhaft.
    „Zu unserer großen Erleichterung erhielten wir gestern Abend die Information, dass unser Sohn Billy Six nach 119 Tagen Isolationshaft endlich wieder frei ist. Das Geheimdienstgefängnis durfte er mittlerweile verlassen. Wir sind überglücklich und froh, dass diese schwere Zeit nun ein Ende gefunden hat“, so die Eltern Ute und Edward Six.
    Der Dank für Billys Freilassung gebühre dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, der am vergangenen Donnerstag während eines schon länger geplanten Treffens mit der österreichischen Regierung in Wien auch seinen venezolanischen Amtskollegen Jorge Arreaza empfing. Die Regierung von Venezuela kam dem Wunsch der Russen nach sofortiger Freilassung ohne weiteres nach.
    Die Hilfe Lawrows wurde durch das Engagement des AfD-Obmanns im Auswärtigen Amt, Petr Bystron, möglich, der die Eltern bereits im Februar zuhause besucht hatte. Er leitete die Bitt-Briefe der Eltern an Lawrow weiter.
    Die Eltern kritisieren das Auswärtige Amt schwer. „Es hat nur drei Tag gebraucht, nachdem wir Lawrow kontaktiert hatten, um Billy freizubekommen.“ Währenddessen hatte das deutsche Auswärtige Amt Billy Six vier Monate lang in einer fensterlosen Einzelzelle hat sitzen lassen, mit blutenden Zehen und eingewachsenen Zehennägeln, mit Vitamin D-Mangel und gestohlener Bank-Karte, und ohne seine Medikamente für Dengue-Fieber.
    Die Eltern waren erschüttert darüber, dass ihr Sohn erst auf Fürbitte eines Außenministers eines fremden Landes freigelassen wurde. Die deutsche Regierung habe nie aktiv seine Freilassung gefordert, so die Eltern in einer Stellungnahme auf Facebook. Sie erinnerten sich daran, wie anders alles lief, als ihr Sohn schon einmal im Gefängnis saß – in Syrien. Damals war noch Guido Westerwelle (FDP) Außenminister.
    Nicht so unter Heiko Maas. Im Gegenteil: Das Auswärtige Amt hätte „Dienst nach Vorschrift“ getan, um dem Vorwurf zu entgehen, nichts gemacht zu haben. Das Auswärtige Amt und Heiko Maas hätten nach ihren Erkenntnissen die Freilassung eher blockiert als gefördert. Das habe sie sehr enttäuscht, so Ute und Edward Six:
    „Unsere Enttäuschung und Wut ist umso größer, da wir gesehen haben, dass es nur weniger Tage bedurfte, um Billy freizulassen. Seit der Kontaktaufnahme von Herrn Bystron und seiner Frau zum Außenminister Lawrow vergingen nur drei Tage, bis Billy freikam. Wäre das nicht geschehen, wäre Billy wohl heute immer noch eingesperrt. Ebenso wurden Journalisten aus anderen Ländern innerhalb weniger Tage freigelassen, nachdem sich deren Regierung für deren Freilassung eingesetzt hatten. Nur unser Sohn musste fast vier Monate im Gefängnis ausharren, weil seitens unserer Regierung dieses Engagement ausblieb.“
    Bystron selbst schrieb in einer Pressemitteilung: „Sollten sich die Vorwürfe der Eltern bewahrheiten, muss es Konsequenzen im Auswärtigen Amt haben. Heiko Maas sollte dann zurücktreten.“
    Billy Six wird Sonntag Abend in Deutschland zurück erwartet. Das Nachspiel für Heiko Maas und die Merkel-Regierung fängt gerade erst an.

    http://www.pi-news.net/2019/03/russland-aussenminsters-und-afd-halfen-bei-billy-six-freilassung/

    Danke AfD, danke Russland, lol.

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